An jedem verdammten Sonntag 21.01.2018

(Dieser Beitrag enthält Amazon-Affiliate-Links, was das heißt, kannst du hier nachlesen: Klick! Diese sind mit einem * gekennzeichnet. Außerdem wurde ich als Addi-Markenbotschafterin tätig. Hierfür wurden mir die Nadeln und Gimmicks von Addi zur Verfügung gestellt.)

Strickstrickhurra

Ich stricke weiter geheimgeheim und an meinen Kieler Wolle Socken aus dem September Sockclub und komme leider nicht wirklich voran… hust. Krank sein ist echt doof… ich hoffe auf nächste Woche, vielleicht darf ich im Seminar stricken, manchmal stört das ja nicht. Ansonsten habe ich in meinem Zimmer dort bestimmt ein wenig Strickzeit. Ich bin in Herne, gibt es dort Wollshops, die sehenswert wären oder andere Dinge, die mich als Strickerin / Näherin interessieren könnten? Empfehlungen gerne zu mir.

Garnkäufe / Stoffkäufe

Kein Garn und keinen Stoff gekauft. Aber ein Strickbuch von Silke Ufer. Die Waldläufer Kollektion. Super schön, aber ein bißchen teuer, wenn man es allerdings auf die Muster hoch rechnet, dann geht es wieder und es ist wirklich schön verarbeitet und bringt einen Maschenmarker und ein Lesezeichen mit. Ausführliche Rezension folgt noch…

Außerdem bin ich reich beschenkt worden. 3 Stränge von Samelin Dyeworks haben mich erreicht, zur Genesung. Einen davon hat mir die liebe Astrid von Astrid  Ferworn Design geschenkt. Ihr seid so süß, alle beide. Dankeschön!

Genäht

2 Karnevalsröckchen für die Tante vom Mr und eine Freundin. Ohne Schnittmuster, einfache Tellerröckchen mit Spitze und Bündchen. Sehen sehr süß aus, aber sind für die Karnevalsauftritte der beiden und werden daher nicht gezeigt werden…

Entdeckt

Der Frickelcast bringt morgen seine zweite Folge raus. Seid ihr schon gespannt?

Außerdem hat Frau Feinmotorik mit der Wollmeise kooperiert und ab dem 26.01.2018 könnt ihr Strickmuster und Garn bei der Wollmeise kaufen.

Naja

Ich war die Woche über immer noch krank, seit Donnerstag geht es aber endlich aufwärts und morgen darf ich wieder arbeiten und gestern und heute auch wieder unter Leute. Es war so schön. Anstrengend aber schön. Daher, bis Mittwoch großes NAJA, aber ab Donnerstag großes JUCHU!

Sportlich

Ach wer braucht Sport, wenn er eine Lungenentzündung haben kann?

Geguckt

Nix geguckt, auch diese Woche war ich wirklich nicht in der Lage sinnvoll einer Serie zu folgen. Leider.

Gehört

Leider so gut wie nichts. Viel geschlafen und daher kann ich hier heute nichts empfehlen. Entschuldigt.

Gelesen

Ich habe den neuen Haruki Murakami* angefangen, der heute erscheint und bin jetzt etwa in der Mitte angekommen. Lest ihr auch so gerne seine Bücher? Kennt ihr ihn?

Wie gefällt euch der neue schwarze Einband vom Dumont Buchverlag? Ich bin hin und weg.

Außerdem habe ich ja ein paar noch auf Halde liegende Rezensionen veröffentlicht.

Die Beste Stadt der Welt Köln/ Berlin„, Lonely Planet „Die Welt“ und „Traumhafte Tücher Häkeln und Stricken“ von Tanja Osswald und Sabine Fritz.

Gegessen

Samstag waren wir in Köln bei Shanghai Küche essen und das war tatsächlich der beste Chinese, bei dem ich seit langem gegessen habe. Das war unfassbar lecker, super köstlich, wirklich. Die Portionen waren der Hammer und wir hatten so viel Spaß an unserem großen runden Tisch. Das hatte nichts mit dem üblichen überall süß-saure Soße drauf Chinafood zu tun. Das war ganz großes Kino mit einer sehr umfangreichen Karte.

Unternommen

Heute war ich bei Manes im Bösch zum Frühstricken von Daniela von der Maschenkunst und bin als Addi Markenbotschafterin unterwegs gewesen, das heißt, ich habe ein paar Kugelschreiber und Maschenmarkierer und Kataloge verteilt und bei mir konnte man ein großes Sortiment an Addi Nadeln probieren. Die Addi Click, die Addi Swing Häkelnadeln, das Crasy Trio, das Sockenwunder und viele mehr. Das war wirklich sehr sehr schön, ich hoffe, euch hat es auch gefallen, gebt mir gerne eine Rückmeldung, wie ihr das fandet und ob wir das vielleicht auch bei anderen Veranstaltungen wiederholen sollen. Gerne komme ich auch zu eurem Stricktreff (rund um Köln / Bonn / Aachen und stelle da die Nadeln vor, so fern das terminlich paßt. Schreibt mich einfach an.)

Außerdem gab es dort leckeres Frühstück, Silke Ufer hat ihre Strickstücke ausgestellt und man konnte tolle Maschenmarkierer und ihr Buch Waldläufer kaufen.

Gezockt

Leider ebenfalls nicht. Dafür gab es eine neue Episode von Bernd spielt, laßt ihm doch eure Meinung da… Klick!

Goodkarma

Beim Frühstricken habe ich Heike von den Kölner Herzkissen e.V. kennengelernt und finde ihren Verein so schön, dass ich an dieser Stelle auf ihn aufmerksam machen möchte, gerade weil das Thema Brustkrebs seit ein paar Wochen leider ja auch in meiner Familie eine große Rolle spielt.

Außerdem möchte ich nochmal auf den Sharing  is Caring Gedanken aufmerksam machen, euch gefällt unser Frickelcast? Ihr mögt meine Blogposts? Nun dann erzählt anderen davon, drückt gefällt mir, klickt auf Like, verteilt Herzchen, gerne dürft ihr meine Bilder mit Angabe der Herkunft http://www.jetztkochtsieauchnoch.com teilen. Ich freue mich, wenn ihr mich verlinkt, über den Blog oder meine Aktionen sprecht. Verlinkt mich gerne, schickt mir Mails mit euren Beiträgen, in denen ihr mich nennt und ich revanchiere mich sehr gerne mit einer Verlinkung zurück. Das Gezicke und der Konkurrenzkampf unter Bloggern geht mir schwer auf den Geist. Ganz ehrlich, niemand hat weniger Follower, weil der andere mehr hat. Niemand hat mehr likes, wenn der andere weniger hat. Vernetzt euch, habt Spaß miteinander, nutzt eure Kontakte und verbreitet die Lust am Stricken. Empfehlt Dinge, die euch gefallen, weil sie euch gefallen. Ihr mögt ein Garn? Sagt es euren Freunden. Ihr mögt einen Schnitt? Teilt ihn bei Facebook. Ihr wart Essen und es war toll? SAGT ES. Designer, Blogger, Wollfärber  und alle anderen Unternehmer leben von eurer Mundzumundpropaganda…

Bernd spielt (19.01.2018)

(Dieser Beitrag enthält Amazon Affiliate Links zu den einzelnen Spielen. Was das bedeutet könnt ihr hier nachlesen. Die Links sind mit einem * gekennzeichnet.)

Es ist wieder soweit, Bernd entert den Blog und ich überreiche den Staffestab für die heutige Spielrunde:

Alle gut im neuen Jahr angekommen?

Hoffentlich, denn es gibt auch 2018 wieder viel zu spielen. Dieses Mal mit einem Übergewicht (aber damit haben ja Viele nach den Feiertagen zu kämpfen) an analogen Spielen, mit denen wir auch gleich beginnen.

Analoge Spiele

In „Traumhaus„* gilt es das eigene Heim mit unterschiedlichen Räumen zu gestalten. Dazu zieht man aus einem in jeder Runde wechselnden Vorrat Räume, Ausstattungen oder Zusatzkarten, die je nach Kombination Punkte bringen. Dabei gilt es ein Auge auf die Häuser der Mitspieler zu werfen, um diesen evtl. wichtige Karten aus dem Vorrat wegzuschnappen. Ein sehr schön gestaltetes, leicht erlernbares und nicht zu komplexes Spiel, das aber durch die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten ausreichend taktische Tiefe besitzt, um auch nach mehreren Partien nicht langweilig zu werden. Auch sehr gut für nur 2 Spieler (bis max. 4) geeignet. Die Spielzeit beträgt ca. 20 bis 30 Minuten.

Patchwork„* ist ein Legespiel, in dem man möglichst viele Flicken auf seiner Decke unterzubringen versucht. Patchwork ist der Vorläufer des bereits von mir vor zwei Monaten vorgestellten „Cottage Garden„. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger, ist Patchwork jedoch ein reines 2-Personen-Spiel. Tetrisartig muss versucht werden möglichst wenige Lücken entstehen zu lassen. Für die verwendeten Flicken gibt es eine Knöpfe-Währung. Durch die clevere Bewegungsmechanik der Spielsteine auf der Zählleiste, kann man sehr taktisch spielen, so dass es keinerlei Glückselemente im Spiel gibt. Eine Partie dauert ca. eine halbe Stunde.

(jetztkochtsie: Das ist ja cool. Ein Handarbeitstetris!)

Road Hog„* gibt es derzeit leider nicht in einer deutschsprachigen Fassung und ist auch nur als Importspiel erhältlich. Nachdem es aber auf der „Spiel 2017“ in Essen im Oktober letzten Jahres extrem schnell ausverkauft war, findet sich vielleicht doch noch ein deutscher Vertrieb dafür. Bei Road Hog muss man möglichst als Erster mit dem eigenen Auto das andere Ende einer sehr dicht befahrenen Autobahn erreichen. Die Spielplanteile können beliebig kombiniert ausgelegt werden, was einige unterschiedliche Layouts der Spielfläche ermöglicht. Sehr gelungen ist die gummierte Unterseite der Teile, die ein Verrutschen auf dem Tisch weitestgehend verhindert. Die Fahrzeuge sind alle aus Holz, was eine sehr schöne Optik und Haptik gewährleistet. Um das eigene Auto und den fremden Verkehr zu beeinflussen, gibt es zwei Würfel und Karten im Spiel. Einer der Würfel ist für die Bewegung des eigenen Fahrzeugs zuständig, der andere mit besonderen Symbolen wird für den Verkehr benötigt. Die Karten kann man zusätzlich ausspielen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen oder seine Mitspieler (max. 4) auszubremsen und zu ärgern. Road Hog ist sehr schnell gespielt und durch die Karten (rudimentäre Englischkenntnisse werden benötigt!) und flexibel auszulegenden Spielplanteile ist jede Partie ein bisschen anders. Für Verkehrsrowdies und solche, die es werden wollen, und denen Mensch-ärgere-dich-nicht eine Spur zu langweilig ist!

(jetztkochtsie: Ja, das ist mein Spiel… Platz da hier kommt OHNEZAHN!)

Digitale Spiele

Human Resource Machine“ ist eines dieser Spiele, die klein und unscheinbar daherkommen und nach ein paar wenigen Leveln süchtig machen. Ziel ist es, sein Alter Ego im Spiel so zu programmieren, dass es die ihm gestellten Aufgaben wie ein Roboter abarbeiten kann. Dazu stehen einem anfangs ein paar wenige Befehle zur Verfügung, die im Laufe des Spiels umfangreicher werden, um auch komplexere Tasks abarbeiten zu können. Man hat beliebig viel Zeit, um sein Programm zusammenzuklicken, das stets linear abgearbeitet wird. Nur, wenn die Aufgabe fehlerfrei erledigt wird, steigt man auf und kann sich so nach und nach von der Poststelle nach oben arbeiten. Human Resource Machine ist auf Steam, über den Humble Store und GOG (DRM frei), auf IOS, auf Android, auf WiiU und auf Nintendo Switch erhältlich.

(Jetztkochtsie: Direkt mal bei Itunes aufs Handy geladen. Ich werde berichten.)

 

Lonely Planet – Die Welt

Aktuell könnt ihr bei mir ja, wenn ihr auf Instagram am #machdasUFOfertigKAL teilnehmt zwei Bücher gewinnen. Zum einen Lonely Planet – Die Welt, zum anderen German Roamers. Der KAL läuft noch bis zum 31.01.2018 und es wird ausgelost unter jedem, der den Hashtag #machdasufofertigKAL nutzt. Die Verantwortung für das Gewinnspiel liegt allein bei mir und der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Das Gewinnspielbuch wurde gesponsort vom Dumont Reisebuchverlag.

Aber kommen wir zum Buch, neben der Ausgabe, die ich verlose, habe ich nämlich auch eine für mich und die gebe ich NIEMALS wieder her.

Aber fangen wir vorne an.

Lonely Planet Reiseführer schätze ich sehr, ich finde, ihnen haftet immer so ein wenig Backpacker-Freiheits-Nomaden-Duft an und sie sind häufig sehr viel mehr auf junge Reisende ausgelegt, als andere Reiseführeranbieter, auch wenn sich da auf dem Markt gerade einiges tut.

Da Buch hat das übliche Lonely Planet Format und ist natürlich deutlich dicker, als jeder andere Reiseführer. Das Wackelbild vorne drauf ist gelungen und zeigt je nach Kipprichtung die westliche oder östliche Hemisphäre, das gefällt mir, ich mag solche netten kleinen Spielereien.

Meine Rezension bezieht sich auf die zweite Ausgabe dieses Mammut Reiseführers.

Vorne befindet sich ein Inhaltsverzeichnis. Beginnend mit dem Kapitel „Einmal rund um die Welt“, „Weltkarten“, „Gut zu wissen“, ‚Wie wär’s mit?“ und Reiserouten. Danach folgen in alphabetischer Reihenfolge die Länder dieser Erde, angefangen mit Afghanistan, über Brunei Darussalam, Macao, Pitcarininseln und Thailand bis nach Zypern. Am Ende des Buches befindet scih ein Register und die Danksagung.

Sehr gut hat mir die alphabetische Gliederung gefallen, die es einfach macht auch unter 221 Ländern, zu finden, was man sucht. die Länder sind alle farblich gedruckt und so erkennt man auf welchem Kontinent sie sich befinden, falls man dies nicht weiß. Auch das fand ich gut, denn ich kann noch ziemlich sicher sagen, dass der Oman in Asien ist, Guam hätte ich aber zum Beispiel nicht sicher verorten können und Vanuatu hab ich tatsächlich noch nie gehört. Da fand ich den Farbcode für Africka, Amerika, Antarktis (ok, da befindet sich nur Antarktika, aber wir wollen ja vollständig sein), Asien, Australien/Ozieanien und Europa sehr gut.

„Rund um die Welt“ ist ein kurzes Vorwort, das Lust aufs Reisen macht sich auf Sehenswürdigkeiten, Städte und Naturwunder allgemein bezieht. Danach folgen Weltkarten (topografisch und politisch), die aber wirklich nur der groben Übersicht dienen. Hat mir aber gefallen, da ich zur Navigation ohnehin eher eine App nutze, als eine Karte.

Im Abschnitt „Gut zu wissen“ gibt es alles an Fakten, was man sich als Weltreisender wünscht, eine Übersicht über Zeitzonen, Wechselkurse (grob), zu den gesprochenen Sprachen, notwendige Visa oder Reisedokumente. Nice to know und recht allgemein gehalten, es wäre aber ja auch schwierig hier für die ganze Welt allgemein gültige Fakten nieder zu schreiben.

„Wie wär’s mit“ hilft einzusortieren, was einen interessiert, was man tun möchte und erwartet.

So gibt es hier die Kategorie „Wie wär’s mit Strandparadiesen?“, „…kulturellen Events?“, „…Abenteuer?“, „…Naturwundern?“ und einigem mehr. Dazu passend werden dann Reiseziele genannt und kurz umrissen. Um zu planen, was man sehen möchte, wohin man reisen möchte und was man erleben will, fand ich das sehr praktisch und eine Nette Art sich den teilwese ja doch sehr fremden Ländern zu nähern.

Dann folgt ein Abschnitt mit Reiserouten für die Reise auf jeweils einem Kontinent. Genaue Zeitangabe, Start und Zielpunkt und Vorschläge für Zwischenstopps. Leider hier sehr kurz gehalten, das hätte ruhig ein wenig intensiver beschrieben werden können. Von 2- 6 Monaten Reisezeit ist alles dabei.

Anschließend kommt der Haupteil, jedes Land wird kurz vorgestellt, die wichtigsten Fakten vermittelt und Highlights beschrieben. In einem kleinen Kästchen wird die beste Reisezeit genannt, was ich ein wirklich gutes und übersichtliches Feature fand. Dazu eine Karte und das war es auch schon. Jedem Land wird mindestens eine Doppelseite gewidmet, vielen Ländern auch mehr. Hier wird sich wirklich auf die notwendigen Fakten und Empfehlungen beschränkt. Die Informationen sind absolut ausreichend, um sich einen groben Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, will ich dorthin oder will ich es nicht. Genau dafür ist das Buch aus meiner Sicht auch super geeignet. Die Reiseplanung über mehrere Länder hin weg und über verschiedene Kontinente länger am Stück. Für Details zu bestimmten Ländern, wenn man sich dann entschieden hat, wo die Reise hingehen soll, kann man sich sicherlich noch weitergehende Literatur besorgen, aber um abzustecken, was man sehen will, in welche Richtung es gehen soll und zur Vermittlung erster Informationen fand ich den Lonely Planet wirklich super. Mich hat er auf jeden Fall animiert auch mal outside the box zu denken und über Reiseziele nachzudenken, die eher nicht auf der normalen Ferienliste stehen.

Mir hat der Lonely Planet „Die Welt“ wirklich extrem gut gefallen. Das ist ein Nachschlagewerk und sicher auch für ältere Kindere bereits toll, sich anzusehen, was es auf unserer Erde alles gibt.

Daumen hoch, ganz große Empfehlung.

Traumhafte Tücher häkeln und stricken – Tanja Osswald und Sabine Fritz

Ich hatte ja versprochen, dass ich jetzt, wo ich krank bin und nicht bloggen kann, ein paar fertige Beiträge mit Rezensionen automatisch veröffentlichen werde, die eigentlich für später geplant waren. That’s Life…

Gestern habe ich mit „Die beste Stadt der Welt Köln/Berlin“ den Anfang gemacht, heute geht es mit „Traumhafte Tücher häkeln und stricken“ von Tanja Osswald und Sabine Fritz weiter.


Von Tanja habe ich vor einiger Zeit schon mal berichtet, da ging es um ihr Buch „Häkeln„.

Ich folge Tanja auch bei Ravelry: Klick!

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An Tanjas Designs schätze ich vorallem die immer modernen Designs und die sehr coole Optik, die mit verstaubten alten Häkelsachen von Oma rein gar nichts mehr zu tun hat. Ich bin ja eher nicht die Häkelbiene, wenn ich auch zum Handarbeiten erstmal über das Häkeln wieder hin gefunden habe, aber Tanjas Sachen machen mir immer wieder Spaß und gefallen mir gut.

Ihre Mitautorin Sabine Fritz kannte ich tatsächlich gar nicht, habe sie aber auf der Bonnkreativ zufällig getroffen, wo sie mit ihrem Wollladen „Freche Wolloase“ einen Stand hatte.

Im Buch ist Tanja für die Häkeltücher und Sabine für die Stricktücher zuständig.

Das Buch ist über BoD verlegt worden und über jede Buchhandlung oder Amazon bestellbar.

Ich persönlich bin ja eher kein Fan von Books on Demand, kann aber verstehen, dass man sich für ein Nischenprodukt, wie ein Handarbeitsbuch für diese Variante entscheidet. Dem Käufer sollte allerdings klar sein, dass er hier zum verhältnismäßig hohen Preis ein Taschenbuch mit sehr einfacher Bindung erhält. Das ist der Tatsache geschuldet, dass eben in geringer Auflage produziert wird und die Autoren die Kosten selbst tragen und kein Verlag mit Lektorat und großer Marketingabteilung zwischen geschaltet ist. Mich persönlich hat das hier in diesem Fall nicht gestört.

Das Buch enthält 19 Anleitung für komplette Tücher, damit rechnet sich für mich der Preis wieder und ist vollkommen in Ordnung. Alle Anleitungen sind mit Bildern versehen, so dass jeder kompliziertere Arbeitsschritt sehr gut erklärt wird. Bei den Tüchern ist für jede Schwierigkeitsgrad etwas dabei, Anfänger wie Fortgeschrittene werden hier fündig. Dabei erfolgt die Aufteilung anhand der benutzten Garne. Zu jeder Garnsorte gibt es mindestens ein Häkel- und ein Stricktuch.Für Mohair, Seide und Lace sogar ein wenig mehr.

Die Anleitungen sind immer mit einem guten Bild des Tuches versehen, so dass man vorher genau sieht, wie es hinterher aussehen wird. Außerdem sind die Erklärungen sehr gut und leicht verständlich, Begriffe und Abkürzungen werden im hinteren Teil des Buches erwähnt. Neben dem ausgeschriebenen Teil der Anleitung, findet sich auch eine Häkel- oder Strickschrift bei den Anleitungen. Hier ein kleiner Kritikpunkt von mir, die Symbole der Strick- und Häkelschrift waren selbstgewählt und für mich so nicht geläufig, daher hätte ich mir jeweils immer eine Erklärung an der Strick- / Häkelschrift gewünscht, damit ich nicht nach hinten blättern muß, wo sich die Legende der Symbole befindet. Hat man sich darauf aber einmal eingelassen, kommt man gut mit den Schriften klar. Ich als Brillenträgerin, hätte sie mir hier und da etwas deutlicher oder größer gewünscht, aber das ist Genörgel auf hohem Niveau.

Gut fand ich die genauen Angaben zum Garn, welches natürlich immer aus den Färbetöpfen der „frechen Wolloase“ stammt. Natürlich kann man auch jedes andere Garn nutzen, aufgrund der detaillierten Angaben kann man sich das dann schön überlegen und aussuchen. Gut finde ich auch, dass immer die Endgröße des Tuches nochmal in cm angegeben ist, so kann man bereits absehen, ob es ein großes oder eher kleines Tuch wird und ob man die Form auf diese Art mag.

Sehr gut fand ich auch, dass verschiedenste Tücher, Loops und Schalformen im Tuch vorkommen, es handelt sich also nicht nur um Dreieckstücher, sondern wirklich hübsche uns ausgefallene Formen, die dennoch sehr tragbar erscheinen.

Die Druckqualität der Bilder ist aus meiner Sicht sehr gut. Sie sind hell genug und man kann die Farben und detaillierten Muster gut erkennen.

Nach dem Anleitungsteil findet sich ein gut bebilderter Technikteil im Buch, wo besondere Techniken noch mal genau erläutert werden. Das hat mir sehr gut gefallen und war leicht verständlich erklärt und die Bilder sind hier wirklich sehr gut und auf den ersten Blick zu erfassen, worum es geht.

Mir hat vorallem der Loop „Scholar“ gefallen, außerdem der Möbiusschal „Prinzessin“ und das Tuch „von Katzen umschmeichelt“. Wer sich vorher alle Tücher mal ansehen möchte, es gibt für alle eine Seite bei Ravelry, die man leicht findet, wenn man nach Tanja Osswald oder Sabine Fritz sucht.

Wer also 19 schöne Tuchanleitungen sucht, Häkeln und Stricken möchte, der ist hier sicher gut aufgehoben. Kleinere Abstriche muß man eben bei der Buchbindung machen, was ich aber gerne tue, weil hier eben das Geld direkter an die Autorinnen fließt, als bei einem großen Verlagshaus und diese auch deutlich mehr Arbeit mit dem Buch hatten. Hier steht kein großes Fototeam dahinter, kein Lektorat und auch kein Designer oder Layouter, das wurde hier alles mit viel Liebe selbst gemacht und das spürt man auf jeder Seite. Trotzdem ist es absolut professionell, Fehler oder Schnitzer sind mir beim Lesen nicht aufgefallen und die Bilder und das Layout sind stimmig.

Die beste Stadt der Welt Köln / Berlin

Ich persönliche schätze ja Reiseführer der etwas anderen Art, so fand ich zum Beispiel ja „Mach’s in Köln“ super oder auch 50 Maps New York.

Seit kurzem gibt es von Marco Polo die „Beste Stadt der Welt“-Reihe Berlin, Köln, Stuttgart, Wien, München und Frankfurt kann man da kaufen. Ich habe Berlin und Köln hier liegen. Weil Köln meine Wahlheimat ist und Berlin zu den Städten gehört, die ich einfach unwahrscheinlich mag. Na gut auch ein bißchen, weil es so schön zu unserem neuen Podcast dem Frickelcast paßte, bei dem ja ich aus dem Kölner Umland sende und Stefanie Feierabendfrickeleien aus Berlin zugeschaltet ist.

Ich habe mir also „Die beste Stadt der Welt – Köln“ und „Die beste Stadt der Welt – Berlin“ angesehen. (Affiliate Links)

Aufgebaut sind die Bücher ähnlich wie die normalen Marco Polo Reiseführer, nur ein wenig netter und hübscher designed, mit weniger Augenmerk auf die typische Touristik und etwas frecher und jünger in der Sprache. Außerdem fehlt die übliche Übersichtskarte am Ende, stattdessen gibt es einen sehr coolen und schön gestalteten Wandkalender mit Veranstaltungstips. Das ist aus meiner Sicht sehr gelungen und gefällt mir gut.

Im Einband finden sich die 10 Marco Polo Insider Tipps, für Köln beispielsweise eine Kaffeerösterei, ein Wellnesstempel und Streetfood, für Berlin das Essen im Nilpferdhaus des zoologischen Gartens, Base Flying und Spätstück. Ihr merkt, diese Reiseführer sind ganz klar eher auf jüngeres Publikum ausgerichtet.

Innen drin ist der Reiseführer in 7 Teile aufgeteilt. Alltagshelden Montag bis Freitag, Feieralarm, Wochenende – ganz gediegen, unterwegs mit, Hunger? Gegessen!, Essen? geht auch und zu guter Letzt „Die Jahreszeiten im Stadtviertelcheck.

Man startet also mit den Alltagshelden, da geht es los mit Frühstückslocations mit dem gewissen Etwas, Lunchtime, Kaffeekatsch und dem Abendessen. Die Tipps hier waren alle samt sehr aktuell, sehr gut und nicht zu abgehoben teuer. Viele der Vorschläge aus Köln, „Zum scheuen Reh“, „Zeit für Brot“, Roonburg und co empfehle ich selbst häufig. Die Empfehlungen für Berlin waren mir fast alle neu, was ich als sehr erfrischend empfand, als immer wieder die gleichen Empfehlungen in jedem Reiseführer zu lesen.

Es folgt der Feieralarm, der sich gliedert in Grundlagen schaffen, Vorglühen, Clubhopping, Mädelstour und noch ein paar Rubriken mehr. Auch hier findet man neben den Klassikern, wie Wurst Willy, auch neuere Empfehlungen, etwas schade fand ich, dass man sich hier teilweise wiederholt und Empfehlungen aus dem ersten Abschnitt erneut benennt, das wäre nicht nötig gewesen.

Sehr gut haben mir hier die Vorschläge für Feiertouren gefallen. Wo startet man, wo geht man wann hin, wo kann man wirklich lange tanzen, das war wirklich sehr cool und schön gezeichnet.

Im Abschnitt Wochenende – ganz gediegen geht es weiter, leider hier für mich sehr Foodlastig, da hätte es ruhig auch ein wenig Kultur geben dürfen. Schön hingegen die Ideen für einen Regentag, da war aus meiner Sicht für jeden was dabei. Ähnlich cool auch die Vorschläge für Ausflüge außerhalb der Stadt.

Im Abschnitt „Unterwegs mit…“ ist man wieder kreativ, mit den kleinen Monstern, den Schweigermonstern, Hasi oder auch den Freunden, für alles gibt es Ideen. leider auch hier für mich zu viel Essen. zu wenig Kultur und Unterhaltung, das ging nochmal besser, finde ich. Essen ist wichtig, keine Frage, aber eben nicht alles.

Auch im Abschnitt Hunger? Gegessen! Geht es wieder ums Essen, sicher nicht schlecht und mit sehr guten und auch außergewöhnlichen Empfehlungen, von denen ich mir sehr viele notiert habe. Hier gibt es dann aber auch Empfehlungen zur sportlichen Betätigung. Sehr gelungen.

Besonders habe ich mich hier auch das Munchs Hus zu finden, wo ich ja schon zweimal Speisen war und es war echt fantastisch. Sehr sehr lecker, eine große Empfehlung für alle Berlinbesucher. Oder auch in Köln das Fishermans und Josephs, beides eher für den größeren Geldbeutel, aber sehr gut. Enttäuscht hat mich, den vierten König nicht zu finden, das für mich derzeit beste Restaurant in Köln.

Kurz, ein sehr foodlastiger Reiseführer, der sehr modern gehalten ist und vorallem für junge und hippe Reisende oder auch Einheimische ausgelegt ist, die ihre Stadt neu entdecken wollen. Mir hat das wirklich sehr gut gefallen, hat meinen Geschmack getroffen und trotz kleinerer Mäkeleien würde ich das als Vorbereitung auf eine Reise oder auch als kleines Mitbringsel absolut empfehlen. Vorallenm das Design fand ich sehr ansprechend. Das lockert auf und macht Spaß.