Hasana – vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Rezepten von Paola Gavin

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Hier wurde mal wieder gekocht. Endlich könnte man sagen und mit Hingabe.

Ich habe Hasana von Paola Gavin (Amazon Affiliate Link) ausprobiert.

Zwar ist das Wetter draußen eher sommerlich und die Zeit der Eintöpfe und Suppen scheint noch nicht gekommen, ich hatte aber dennoch sofort „krupnik“ (Graupeneintopf) im Kopf als ich das neue Kochbuch zur traditionellen jüdischen Küche (Amazon Affiliate Link) in der Hand hatte.

Nein, ich bin nicht jüdisch, eigentlich bin ich irgendwann mal katholisch getauft worden, dann hat ein sehr strenges katholische Gymnasium mir jede Freude am Glauben und das Glauben generell verleidet und seit dem lebe ich meine eigenen Glaubenssätze. Das hindert mich nicht daran, jegliche Form der Essensvorschriften, die es bei Religionen so gibt, immer mal wieder für mich auszuprobieren oder auch einfach die Rezepte, die auf diesen Grundsätzen basieren, in mein Leben zu lassen.

Der jüdische Glaube übt auf mich eine starke Faszination aus, ich habe sehr moderne jüdische Familien in meinem Umfeld erlebt, meist sehr gebildet, sehr feministisch und für mich einfach interessant. Erst vor einiger Zeit habe ich durch die Lektüre von „Unorthodox“ (Amazon Affiliate Link) erkennen müssen, dass es auch im Judentum nicht nur die Seite der Medaille gibt, die ich kennenlernen durfte. Das hat mir damals mal wieder bewußt gemacht, wie eingeschränkt unsere Sicht auf die Dinge oft sein kann und ich versuche immer aufgeschlossen zu bleiben, meinen Geist offen und wach zu halten und so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln, um keinen Tunnelblick zu bekommen.

Beim Essen halte ich es auch so. Ich probiere alles, egal wie schleimig glibschig oder komisch es sein mag, ich stecke es in den Mund. So habe ich mich durch sämtliche Stile der modernen, der altmodischen, der europäischen, asiatischen und afrikanischen Küche gekocht. Diesmal also vegetarisch und jüdisch aus dem Hasana Kochbuch (Amazon Affiliate Link), das ist übrigens im Dumont Buchverlag erschienen.

Ich bin gespannt.

Erstmal ein großes Lob an den Dumont Verlag für die Aufmachung des Kochbuches, der schöne herbstliche Einband gefällt mir sehr. Das Buch fühlt sich gut und warm in der Hand an und ich mag es, wenn Kochbücher eine gewisse wertige Verarbeitung mitbringen. Die ist hier gegeben.

Wie jedes Kochbuch (Amazon Affiliate Link) ist auch dieses in Abschnitte gegliedert. Wir finden hier eine Einleitung von Paola Gavin zu ihrem Buch, einige Worte zu jüdischen Festen und Feiertagen, jüdische Geschichte und Kultur, dann geht es los mit Vorspeisen und Salaten, Suppen, Nudeln und Knödel, Getreide, Hauptgerichte, Eier, Gemüse, Desserts, dann folgt das Register und ein kurzes Kapitel in dem die Gerichte den Fest- und Feiertagen zugeordnet werden.

Die Seiten des Buches sind sehr stabil und leicht matt, die Bilder alle sehr ansprechend und wirklich schön. Hier hätten es allerdings ruhig ein paar mehr sein dürfen, da leider nicht jedes Rezept auch mit Bild versorgt ist, das finde ich immer ein wenig Schade, denn ich bin ein sehr visueller Mensch. Hier fand ich es nicht allzu schlimm, würde mich aber halt über mehr Bilder freuen.

Schön fand ich die kurze, aber persönliche Einleitung, die besagt, dass es sich bei allen Rezepten um Rezepte handelt, die seit Generationen von Müttern an ihre Töchter weiter gegeben werden, wenn mein feministisches Herzchen hier auch kurz aufkreischte. Egal, das hat was schön Nostalgisches.

Im Kapitel zu den jüdischen Feiertagen wird sehr schön erläutert, was der Schabbat ist, Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot, Chanukka, Tu Bischwat, Purim, Pessach, Schawuot, Tischa Beaw, zu all dem wird erläutert, berichtet und kurz erklärt. Das hat mir gefallen, ich mag es wenn der Inhalt eines Kochbuches ein wenig Mehrwert bietet, als mir nur Anregungen beim Kochen zu bieten.

Gleiches gilt für die Kapitel zur jüdischen Geschichte, die sehr schön nach Regionen aufgeteilt sind, Ägypten, Deutschland, Frankreich, Irak, Iran, Italien Marokko, Österreich, Polen, Litauen, Russland, Rumänien, Spanien, Portugal, Syrien, Tschechische und Slowakische Republiken, Tunesien und Algerien, Türkei und Griechenland, werden hier genau beleuchtet, mit einer tollen Sprache wird die Geschichte und Entwicklung der jüdischen Kultur erklärt. Ich fühlte mich hier sehr gut informiert und fand auch die erst irritierende lokale Aufteilung sehr gelungen.

Die Kapitel zu den Speisen werden immer mit einer kurzen Information eingeleitet, bei den Vorspeisen geht es beispielsweise um die Geschichte der Mezze und dass sie im jüdischen Glauben eine große Rolle spielen, da man ja am Schabbat nicht kochen darf und so auf vorbereitete kalte Gerichte angewiesen ist.

Die gerichte sind dann meist auf einer Seite mit Anleitung erklärt. Die Zutaten und Mengenangaben stehen an der Seite und sind so sehr übersichtlich. Die meisten der geforderten Zutaten bekomme ich ganz normal im Supermarkt, hier und da gibt es Dinge, die nur saisonalverfügbar sind und für ein paar Kleinigkeiten sollte man auf den Markt oder in einen gut sortierten Feinkostladen, es war aber nichts dabei, was man nicht beschaffen könnte.

Ich habe mittlerweile drei Gerichte nachgekocht und die Mengenangaben sind passend für die Persobenanzahl und es ist mir auch alles gut gelungen.

Schön fand ich auch, dass neben den Gerichten immer das Herkunftsland steht. Der Artischockensalat mit Fenchel und Harisa für den Schabbat kommt beispielsweise aus Tunesien. Bei jedem Gericht steht dann in der Sprache, die die Juden in diesem Land sprechen, die Bezeichnung nochmal darunter, beim Liptoi-Käse ist das ungarisch „liptói körözött“ Sowas mag ich, das sind Kleinigkeiten, die mir sehr gefallen und den Zauber eines guten Kochbuches ausmachen.

Vor jedem neuen Kapitel steht auch immer ein jüdischer Sinnspruch oder ein Sprichwort. Bei den Suppen ist das „Sorgen lassen sich mit Suppe besser verdauen.“ Den Spruch fand ich so gut, weil auch ich immer Suppe esse, wenn es mir nicht gut geht, Suppe für die Seele quasi.

Ich habe den Eindruck, dass die jüdische Küche eine sehr kräftige und Herzhafte ist und ich mochte alles, was ich nachgekocht habe.

Mein Favourite ist tatsächlich die Graupen-Pilz-Suppe, wenn sich da auch ein kleiner Fehler verborgen hat, in der Zutatenliste stehen nämlich getrocknete Steinpilze, im Text ist aber von getrockneten Champignon die Rede, macht nichts, ich hab beides benutzt und die Suppe nun schon mehrfach gekocht und bin sehr begeistert. So lecker!

Auch das Kapitel Nudel und Knödel mochte ich sehr. Ich mag einfach Knödel gerne. Hier hätten es aus meiner Sicht aber ruhig ein paar mehr Knödelgerichte, als nur zwei sein dürfen.

Beim Kapitel Getreide, war ich erst skeptisch, was das wird und dann begeistert. Reis, Bulgur, Mais, Couscous und Kascha findet sich hier. Den Reis mit Spinat und Sumach kann ich hier sehr empfehlen.

Die Hauptgerichte sind sehr vielfältig, von Artischocken-Tarte, über Zucchini-Kartoffel-Moussaka, hin zum köstlichen Pilzstrudel, ist da eine große Auswahl an sehr leckeren und äußerst unterschiedlichen Gerichten geboten.

Das Kapitel über Eier fand ich ebenfalls überraschend gut. Omlette, Fritada, und Rührei gibt es hier in verschiedensten Variationen und teilweise sehr abgefahrenen Zusammensetzungen. Allein dafür hat sich das Buch bereits gelohnt, aber auch das Kapitel zu Gemüse bot einige Neuigkeiten, die ich trotz meiner fröhlichen Ausprobiererei beim Essen noch nicht kannte, süße Auberginenkrapfen werde ich auf jeden Fall noch ausprobieren, die Wirsingwickel sahen auch spannend aus und überbackener Fenchel machte mich auch an.

Bei den Desserts finden sich Kuchen, Torte, Strudel, Plätzchen, Kompott, Pralinen, Mousse und Fruchtpaste, hier bitte nächstes Mal mehr Bilder ! Unbedingt!

Bis auf die kleinen Kritikpunkte, mehr Bilder, mehr Knödel und den kleinen Übersetzungsfehler bin ich wirklich sehr begeistert und koche nun munter jüdisch vegetarisch und in einer Zeit in der hier tatsächlich wieder antisemitische Parolen gebrüllt werden auf Deutschlands Straßen, da ist es genau der richtige Zeitpunkt, um zu zeigen, wie schlecht man das findet und wenn man sich sonst nicht traut, dagegen etwas zu tun, lächelnd eine jüdische Suppe löffeln, hilft schon! Da bin ich sehr sicher!

Graupen-Pilz-Suppe / für 4 Personen

15 g getrocknete Pilze (ich habe einmal Steinpilze und einmal eine Pilzmischung genommen, beides war sehr lecker, die Steinpilze fand ich nochmal besser, sind aber auch teurer.)

65 g Graupen, 2 EL Butter, 1 Zwiebel, 1 Möhre, 1 Selleriestange, 2 große Kartoffeln, 75 g grüne Bohnen, 1,25 l Gemüsebrühe.

Zum Abschmecken: Salz und Pfeffer, saure Sahne oder Smetana.

Die getrockneten Pilze und Graupen getrennt voneinander 30 Minuten in warmem Wasser aufweichen, in der Zwischenzeit alle anderen Zutaten in schöne mundgerechte Stücke schneiden.

Die Butter in einem großen Topf zerlassenund Zwiebel, Möhren, Sellerie darin kurz anbraten. Pilze und Graupen mit dem Einweichwasser dazu geben, dann auch alle anderen Zutaten, außer der Sauren Sahne oder dem Smetana dazu geben. Mit Deckel mindestens eine Stunde köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß und  mit einem Klecks sauer Sahne servieren.

Lecker!

„Eye of the Tiger“ aus dem Buch „Noch mehr Mosaik-Tücher stricken“

[ Werbung / Teststrick / Produktprobe ]

Schon vor einiger Zeit habe ich für Crasy Sylvie einen Test- und Modelstrick für ihr neues Buch „Noch mehr Mosaiktücher stricken“ gemacht. Das Tuch „Eye of the Tiger“ stammt komplett aus meinen Nadeln. Es war das erste Mal, dass ich so viel Mosaik in einem Tuch hatte und auch das erste Mal Halbintarsientechnik für mich.

Beides war nicht schwer und das Tuch ist wunderschön geworden, finde ich.

Ich habe die Pro Lana „Baby Kamel Plus“ in hellgrün und lila verstrickt. Das Garn ist sehr weich und warm und ein wenig fluffig. Mir hat das gut gefallen. Da kann ich mir auch sehr gut eine schöne Strickjacke draus vorstellen.

Die Farben des Garns durfte ich mir übrigens selbst aussuchen und bin sehr zufrieden mit meiner Auswahl. Hier liegen irgendwo auch noch Reste herum, da mir Sylvie viel zu viel Wolle geschickt hatte, die werde ich mit der Addi Express Professional noch in eine Mütze verarbeiten.

Aber kommen wir zu Sylvies Buch. Das erste Buch von Crasy Sylvie kannte ich bereits und mir fällt gerade auf, dass ich das noch nicht hier auf dem Blog rezensiert habe, sondern wir es nur auf dem Podcast besprochen haben, das werde ich noch nachholen, versprochen.

Beide Bücher sind im Christophorus Verlag erschienen und in Deutschland für 17 Euro im Laden zu kaufen. Sie sind hochwertig ausgestattet und als Hardcover gebunden.

Die Mosaikmuster finden sich auch im Buch als Designelement wieder und anhand ihrer Farbe kann man erkennen, wo ein neues Tuchmuster anfängt. Im Buch sind 15 Muster für verschiedenste Tücher zu finden.

Meins ist wie gesagt das „Eye of the Tiger“ und für „Glamour Moments“ habe ich hier bereits das Garn liegen, ich muß nur noch Zeit finden, es anzunadeln. Die Wolle ist hier von CraSy das „Glamour Girl Paillettengarn

Die Tücher sind für die unterschiedlichsten Garne ausgelegt, es finden sich die Firmen Schulana, Bergere de France, CraSy, Lang Yarns, Wollbutt, Scheepjes, Yundi und Grete, Pro Lana, Gründl und ggh im Buch, alle mit Garnen unterschiedlichster Lauflängen und Zusammensetzungen. Natürlich kann man jedes Tuch für sich durch die Garnwahl individuell abwandeln.

Zu Beginn findet sich eine Einführung in das Mosaikmusterstricken. Mit Bildern wird das glattrechte und das krausrechte Mosaikmusterstricken erklärt.

Dazu gibt es Hinweise zur Farbwahl, da ein guter Kontrast nötig ist, um ein tolles Ergebnis zu erzielen.

Dann folgt eine Erklärung zum Lesen der Mosaikmusterstrickschrift, diese weicht etwas von der Lesart der normalen Strickschriften ab, ist aber wirklich ganz einfach.

Auch für besondere Techniken gibt es einen kurzen erläuternden Teil, hier werden Zunahmen, verkürzte Reihen und Randmaschen erklärt. Der Farbwechsel wird erläutert, das Intarsienstricken genau gezeigt und Hinweise zum Vernähen von Fäden finden sich hier ebenfalls.

Dann folgt der Tücherteil. Jedes Tuch erhält eine ausführliche Beschreibung, die Maße sind angegeben und auf den Bildern sieht man genau das, was man als Stricker wissen möchte. Das gefällt mir sehr gut.

Die Strickschrift ist gut zu lesen und geht bei manchen Tüchern über zwei Seiten, das ist jedoch gut zu erkennen und barg für mich keine Probleme oder Kritikpunkte. Bei besonders ungewöhnlichen Konstruktionen, wie zum Beispiel beim Tuch „Sternstunde“ gibt es zusätzlich eine kleine Grafik, die die Strickrichtung erläutert.

Mir gefallen generell die Bilder gut, die Models sind hübsch, aber nicht unnatürlich, die Tücher werden getragen und nicht komisch drapiert, das mag ich. Mir gefällt auch das Tuch „Log Cabin“ noch sehr, das würde ich auch gerne noch aus einem sehr dicken Garn stricken, mal sehen, was mir da unter die Nadeln gerät.

Die Anleitungen sind gut verständlich und einfach gehalten. Ich finde Sylvies Anleitungsstil sehr gelungen und stricke gerne nach ihren Ideen. Dazu möchte ich hier erwähnen, dass die Tücher gänzlich unterschiedlich sind, manche werden von der Spitze her gestrickt, manche später erst zusammen gefügt (wie meins) Einige sind dreieckig, wieder andere rund. Ich mag es, wenn ein Buch variantenreich ist und mir mehrere Möglichkeiten bietet und das ist hier der Fall.

Das Buch hat außerdem eine schöne Optik und Haptik, sowas ist mir ja immer wichtig. Ich würde daher sagen ein wirklich schönes Strickbuch, mit vielen Anregungen und Ideen und tollen Tüchern.

Fakten

Strickmuster: „Eye of the Tiger“ aus dem Buch „Noch mehr Mosaiktücher stricken“ von Sylvie Rasch

Garnverbrauch: 250 g hellgrün und 150 g lila der Pro Lana „Baby Kamel Plus“

Größe: Onesize

Modifikation: keine

Nadeln: Addi Rundstricknadel 4 mm

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Lieblingsstücken , Du für dich am Donnerstag sowie zur Caros Fummeley.

Addi Express “die Mütze”

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Am Sonntag werde ich beim Tag der offen Tür bei Kurtenbach sein (Nur für Händler! Sorry!) und dort die Sockenwunder, Crasy Trios, das Addi Ei und die Addi Express (Amazon Affiliate Links) vorführen, ich bin im Auftrag von Addi vor Ort.

Sockenwunder, Crasy Trios, das Addi Ei beherrsche ich, die Addi Express (Amazon Affiliate Links) mußte ich erstmal Zuhause ausprobieren und natürlich hatte ich dabei wie immer Unterstützung von Frau Katze.

Ich gebe zu, dass ich hier sehr skeptisch war, ob dieses Plastikteil denn wirklich was taugt.

Addi war so freundlich mir eine Addi Express Professional und eine Addi Express Kingsize (Amazon Affiliate Link) zur Verfügung zu stellen, damit ich damit ein wenig für meinen Wochenendeinsatz üben kann.

Das Prinzip ist denkbar simple und so hab, ich wie üblich, die Anleitung erstmal zur Seite gelegt und mich selbst reingefrickelt. Das lief mehr so semi gut, also doch die Anleitung zur Hand genommen, gesehen, wo der Fehler lag (ich hab den Faden falsch durch die Einfädelung geführt, daher hakte es immer mal und wurde nicht gleichmäßig und hat mich erstmal wirklich gefrustet.

Also erstmal alles richtig eingestellt, was dann Dank der Bilder wirklich gut und einfach ging und losgekurbelt. Zunächst wollte ich etwas Einfaches machen und hab dazu zur „Touring“ von Langyarns (Amazon Affiliate Link) gegriffen. Das ist ein vergleichsweise dickes Garn mit einer Lauflänge von 100m auf 50 g. Genau mit dieser Lauflänge funktionierte die Addi Express (Amazon Affiliate Link) bei mir am Besten und ergab das schönste Strickbild.

Da man die „Nadelstärke“ nicht ändern kann, kann man zwar durchaus dünneres oder dickeres Garn verwenden, dann wird es aber sehr locker, bzw. sehr fest. Hiermit kann man natürlich auch ein wenig spielen und so eine tolle Optik zaubern.

Ich steh aber ja noch am Anfang meiner Addi Express (Amazon Affiliate Link) Karriere und wollte daher erstmal etwas haben, was sicher funktionierte. Bei meinem Ausprobieren habe ich bereits festgestellt, dass es leichter ist, in Runden zu stricken, als in Reihen. Letzteres habe ich nachher auch hinbekommen, aber die Ergebnisse in Runden waren deutlich einfacher und schöner zu erzielen.

Ich habe mich dann entschieden, eine Mütze zu machen, dazu habe ich die Addi Express Kingsize (Amazon Affiliate Link) genutzt.

Ich habe mit dem hellen Grau angefangen und es eingefädelt, dann habe ich bis zum Ende des Knäuels in Runden gestrickt, was etwa für 50 g 8 Minuten gedauert hat. Dann habe ich den dunklen Faden an den Hellen angeknoten und einfach weiter gekurbelt. Das Kurbeln geht übrigens sehr leicht von der Hand und ist nicht so anstrengend, wie Wolle wickeln.

Die Addi Express (Amazon Affiliate Link) habe ich entgegen der Anleitung nicht an unserem Tisch befestigt, sondern vor mir aufs Sofa gestellt und mit einer Hand festgehalten, mit der anderen gekurbelt, das fand ich bequemer, als am Tisch sitzend zu arbeiten und so konnte ich nebenbei ein paar Serien gucken.

Nebenbei ist richtig ausgedrückt, denn wenn man in Runden strickt, braucht man wirklich  nicht zu schauen, was man tut, man kurbelt einfach so weit man möchte und erhält einen schönen Strickschlauch. Das ist also auch für Kinder und vielleicht sogar sehr alte Menschen, die Probleme beim Sehen oder Greifen der Stricknadeln haben, eine sehr schöne Alternative. Man betätigt sich handwerklich und erzielt auch mit geringer Konzentration ein wirklich gutes Ergebnis.

In meinem Fall habe ich zwei Knäuel der Touring (Amazon Affiliate Link) verbraucht, also 100 g.

Am Ende habe ich noch einen kurzen Blick in die Anleitung geworfen, um herauszufinden, wie ich das Strickstück von der Maschine bekomme, das war aber auch sehr leicht. Dann habe ich eine Seite des gestrickten Schlauchs in die andere gesteckt und oben miteinander vernäht, bzw. zusammen gezogen. shon war meine Mütze fertig.

Ich habe dann noch eine rote Webpelzbommel von Edelmützen angebracht. Die verdeckt die Nahtstelle oben schön und sorgt für eine schöne Optik.

Mit meinem ersten Strickstück auf der Addi Express Kingsize (Amazon Affiliate Link) war ich sehr zufrieden.

Der Umfang einer Runde ist für eine Mütze für einen Erwachsenen genau passend.

Dadurch, dass ich die Mütze doppelt genommen habe, wird diese schön dicht und sehr warm. Sie ist lang genug, um sie zusätzlich noch einmal umzukrempeln, dann sind die Ohren noch besser geschützt und noch wärmer.

Bei Instagram wurde ich gefragt, ob die Addi Express (Amazon Affiliate Link) nicht furchtbar laut wäre, ist sie nicht. Es klappert ein wenig wenn die Nadeln hoch und runter gehen, man kann dabei aber locker Fernsehen und sich unterhalten.

Immer wenn eine Runde abgeschlossen ist, gibt es einen etwas lauteren Klick, wenn der Rundenzähler umspringt. Auch das fand ich nicht zu laut.

Ich war dann allerdings so angefixt und regelrecht süchtig, dass ich von abends um 18 h bis nachts um 2 an der Addi Express (Amazon Affiliate Link) gesessen habe. Ich hab zwei weitere Mützen fertig gestellt in der Zeit und an einem ziemlich coolen Schal gearbeitet. Zeig ich euch noch, keine Angst.

Am Ende, war ich so geübt, dass ich für eine Mütze von Einfädeln bis Zusammennähen nur noch 15 Minuten gebraucht habe.

Für die Addi Express (Amazon Affiliate Link) hat Crasy Sylvie zwei Anleitungsvideos auf Youtube gedreht. Schaut mal hier, die haben mir auch weiter geholfen und auf der Addi Professional (Amazon Affiliate Link) kann man sogar Socken stricken und zwar komplett mit Ferse und Spitze:

Wenn ihr Fragen zur Addi Express (Amazon Affiliate Link) habt, stellt sie gerne, ich bin wirklich sehr angetan, sicherlich löst die Maschine meine Stricknadeln nicht ab, aber ich werde definitiv meine Wollreste damit schön verarbeiten und etwas Sinnvolles schnell und flott daraus kurbeln.

Fakten

Strickmuster:  glatt rechter Strickstschlauch ohne Muster

Garnverbrauch: 2 x 50 g Langyarns Touring 50 g / 100m  in zwei Grautönen. (Amazon Affiliate Link)

Größe: Onesize

Modifikation: Webpelzbommel von Edelmützen

Nadeln: Addi Express Kingsize  (Amazon Affiliate Link)

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties von den Dienstagsdingen , Creadienstag und zu den Lieblingsstücken, sowie zur Caros Fummeley.

Capsule Warderobe von Ariana Cadwallader & Cathy McKinnon

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Vor einiger Zeit hat uns der Stiebner Verlag die Capsule Warderobe (Amazon Affiliate Link) als Rezensionsexemplar zukommen lassen und unser total begeistertes Feedback konntet ihr bereits im Frickelcast hören.

Jetzt wird es Zeit, das Buch auch hier auf dem Blog zu besprechen und das tue ich nun.

Das Buch hat eine broschierte Bindung und ein Softcover, wirkt aber dennoch wertig und gut verarbeitet und ist in Deutschland für 24,90 Euro zu haben.

Im Buch enthalten sind drei große und sehr übersichtliche Schnittmusterbögen aus stabilem und robustem Papier. Diese haben mir sehr gut gefallen und machen einen guten Eindruck.

Bei Schnittmusterbögem ist es mir immer wichtig, dass ich gut erkennen kann, wo meine Größe aufgezeichnet ist, das ist hier sehr klar erkennbar und der Bogen ist übersichtlich gehalten und nicht zu voll gepackt.

Aus meiner Sicht wird der Titel „Capsule Wardrobe“ dem Inhalt nicht ganz gerecht, denn hier geht es nicht nur darum eine Garderobe zu schneidern, die gut zusammen paßt, sondern dieses Buch ist aus meiner Sicht ein Grundlagenwerk für Näherinnen. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können hier ihren Nutzen draus ziehen.

Die Gliederung des buches ist aufgeteilt in einen Vorbereitungs- und Technikteil und die eigentliche Capsule Collection.

Im Vorbereitungsteil geht es um Paßform, Stoffe und Nähtechniken und zwar äußerst detailliert, sehr gut erklärt und auch für den Anfänger verständlich.

Das ganze Buch baut dabei auf den 5 Keypieces auf.

Einem ärmellosen Oberteil in eng und weit, einem Rock in figurbetont und ausgestellt, einem Shiftkleid in klassisch und leger, einer Hose in gerade und weit und einer Bluse in tailliert und gerade. Diese Teile ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und Nähtechniken, Maßnehmen, Zuschneiden und co werden an ihrem Beispiel sehr anschaulich erklärt.

Besonders hat mir auch die Maßtabelle und die Erklärungen zum richtigen Maßnehmen gefallen. Das war super. Auch Probeschnitt und Änderungen werden gut gezeigt und erklärt. Immer mit Fotos oder kleinen Skizzen, die genau erläutern, was wo wie zu tun ist.

Es gibt einen Exkurs zum Thema Stoffe, den ich ebenfalls sehr hilfreich fand.

Ich habe tatsächlich keinen Kritikpunkt und bin sehr begeistert, das ist seit einigen Wochen eines der Bücher, in die ich am Meisten reingeschaut habe. Sehr gut gemacht.

Mehr informative Dinge zu den Autorinnen findet ihr hier:

Arianna Cadwallader & Cathy McKinnon

An jedem verdammten Sonntag 07.10.2018

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Strickstrickhurra

Der Fadingpoint ist leider immer noch nicht fertig.

Dafür habe ich mit den Addi Express Strickmaschinen gespielt, was da genau entstanden ist, zeig ich euch am Dienstag.

Ich frickel weiter am Flauschrausch von Feierabendfrickeleien aus Ito Shimo und Ito Sensai und bin kurz vor FERTIG!

Außerdem habe ich aus der Yorkish Sock von Yundi und Grete meine Yoga Socken angeschlagen. Die Anleitung findet ihr kostenfrei hier: Klick!

Und ich stricke an Soxx Nr 22 aus dem Soxxbook Family and Friends von Stine und Stitch aus Regia Premium Merino Yak. 

Außerdem habe ich euch meine Halssocke gezeigt: Klick!

Garnkäufe / Stoffkäufe

Ich hab Bommeln aus Webpelz bei Eldemützen bestellt.

Genäht

Immer noch nichts, ich muß mein Nähmojo mal suchen gehen, aber ich gehe gleich auf den Stoffmarkt in Bad Godesberg…

Entdeckt

Ich habe von der Westerwälder Wollschmiede einen wundershönen grünen Wollstrang geschenkt bekommen, als Überraschung eingestielt von Miki, haben das wir alle #dreivomblog und haben uns sehr gefreut. Dankeschön! Dabei hab ich den Shop mal in Augenschein genommen. Schaut mal hier: Klick!

Naja

Kein Naja, fantastische Woche gehabt. Und ihr so?

Sportlich

Ich habe tatsächlich die 10 km geschafft, nicht schön und nicht schnell, aber durchgehalten und nicht hingefallen! YEAH !

Geguckt

Ich schaue weiter die Folgen von Supernatural und grusel mich sehr diesmal. Der Werwolf war echt nichts für mich… buuuuh!

Gehört

Ich habe mal wieder eine Folge Lila Podcast gehört, der kommt jetzt wöchentlich, das find ich sehr gut, komme aber nicht so recht hinterher mit dem Hören. Diesmal ging es um Frauenquote oder Feministinnenquote, die Überlegungen haben mir gefallen und waren sehr spannend und durchdacht. Ich habe gern gelauscht.

Und das Geheime Kabinett habe ich nochmal gehört. Dazu erzähle ich morgen auch was im Frickelcast.

Gelesen

Aktuell lese ich „Kampfsterne“ von Alexa Hennig von Lange aus dem Dumont Buchverlag und bin begeistert. Rezension folgt. Außerdem kommt morgen meine Rezension zur „Capsule Warderobe“ aus dem Stiebner Verlag.

Gegessen

Ich war zum Oktoberfeststricken im Restaurant Manes am Bösch in Dormagen. Veranstaltet von der Maschenkunst war das wirklich schön. Feinmotorik hat dort ihre Bücher vorgestellt und wir haben Weißwürste gezutzelt.

Mit den Strickelfen waren wir dann am Freitag im Wackes und das war ebenfalls fantastisch. Ich bin immer noch begeistert.

Unternommen

Wir haben Geburtstag vom Mr gefeiert und gleich geht es auf den Stoffmarkt. Das muß reichen für diese Woche.

Gezockt

Leider nicht viel, nur ab und an den Zombie gefüttert.

Goodkarma

Silke Ufer hat ein Mützendesign rausgebracht und spendet 100% ihrer Einnahmen an den Herzkissen e.V.

Das gefällt mir, geht mal schnell alle das Muster kaufen!