Shalom-Cardigan, oder wie stricke ich ein Jäckchen in 3 Tagen…

Ja, ihr habt richtig gelesen, eine Strickjacke in 3 Tagen. Dass ich so flott sein würde, habe ich allerdings selbst nicht erwartet und dabei hatte ich nicht mal so viel Strickzeit, vielleicht 6-7 Stunden habe ich gestrickt, nicht pro Tag, sondern insgesamt.

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Dafür braucht man erstmal ein wirklich einfaches Muster und sehr dickes Garn und schon fluppt das ganz wunderbar.

Ich hab mich für den Shalom-Cardigan von Meghan McFarlane entschieden. Ein wirklich sehr einfaches Muster, das schafft jeder, selbst der totale Anfänger, der nur rechte und linke Maschen bisher gestrickt hat. Das Muster ist auf sehr vielen Sprachen und natürlich auch auf Deutsch erhältlich. Man braucht wirklich nur rechte und linke Maschen und ein paar Ab- bzw. Zunahmen, die man sich aber ja gut aufh Youtube mal ansehen kann und die auch nicht schwer sind. Wirklich nicht. (Deutsche Anleitung: KLICK!)

Die einzige Schwierigkeit ist, das Muster auf die eigene Größe umzurechenen, es wird nämlich nur in einer Einheitsgröße S/M angeboten. Mit ein wenig Mathekenntnissen bekommt man das aber einfach auf die eigene Größe umgerechnet.

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Ich habe nach der Ursprungsanleitung gestrickt. Ich trage sonst Größe S/XS, so dass der Cardi bei mir leger sitzt und das soll er auch. Da mein gewähltes Garn dünner war, als angegeben, habe ich den Faden doppelt genommen.

Gestrickt habe ich mit 6-fädigem Sockengarn von Kieler Wolle. in zwei unterschiedlichen Färbungen, ich hab sie Himbeereis und Pfefferminze getauft. Pink und Türkis. Je Strang waren das 150 g / 420 m. (Beitrag über Kieler Wolle: Klick)

Ich habe verbraucht:

Himbeereis: 127 g

Pfefferminz: 147 g

Das Garn ist sehr robust und durchaus kratzig, direkt auf der Haut tragen würde ich das nicht wollen. (Deshalb hat Kieler Wolle es auch nicht mehr im Sortiment.) Trotzdem für meinen Zweck war es genau richtig. Ich wollte ein robustes Jäckchen, das ich rasch auch über Pulli und Bluse ziehen kann, wenn mein Kollege das Büro lüften möchte. Ich friere da immer und nun hab ich ein Jäckchen, das ich rasch überwerfen kann. Es kommt also nicht mit der Haut in Berührung und bringt ein bißchen Farbe ins Büro.

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Ich hatte nach meinem ganzen feinen Strick das Gefühl mit Baumstämmen zu stricken. 7mm Nadeln hab ich benutzt, das war erstmal eine Umstellung, ging dann aber flott, ist aber natürlich für Handgelenke und Finger deutlich anstregender als mit dünnen Nadeln. IMG_5479

Dank des dicken Garns ist der Cardi wirklich auch für Anfänger geeignet, man sieht so rasch Fortschritte und Ergebnisse. Wer möchte kann natürlich noch Ärmelchen anstricken, ich find es auch so als Westchen ganz hübsch.

Das fertige Strickstück wurde bei mir wie immer in der Maschine im Wollwaschgang gewaschen und dann auf der Leine getrocknet, dabei gab es keine bösen Überraschungen.

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Natürlich hopse ich zu auf den Nadeln im Februar bei Maschenfein!

Plucky Moonraker

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Seit einigen Wochen und Monaten bin ich verliebt in Garne von The Plucky Knitter. Weder habe ich irgendwo anders dieser Art oder Garnqualitäten gefunden, noch diese fantastischen Farben. Es gibt aus meiner Sicht schlicht keinen Garnfärber, zumindest keinen, den ich bisher ausprobiert hätte (wir wollen ja fair sein), der hier in der gleichen Liga spielt.

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Generell halte ich von Hypes nichts und war daher auch bei dem Hype um The Plucky Knitter erstmal sehr skeptisch. Dieser Hype erstreckt sich übrigens noch nicht wirklich auf Deutschland, da die Garne zum einen wegen des recht starken Dollars zur Zeit recht teuer sind und zum anderen der Versand nicht ganz günstig ist. Trotzdem war ich scharf auf die Garne und habe mich daran gemacht, die seltsamen Bestellrituale, so ganz einfach sind die nämlich nicht, zu durchschauen.

Wie genau das alles abläuft werde ich im nächsten Post meiner Wollipedia erklären, damit die Mutigen unter euch sich auch ins Pluckyversum hervorwagen können.

Meine erste Bestellung bei Plucky war ein Mystery Kit. Sprich 3 Stränge einer von mir gewählten Qualität (Primo Sport) in Überraschungsfarben, die aber miteinander harmonieren. Erhalten habe ich diese drei Stränge.

v. l.n.r. Lake Placid, Melba, Magnet & Steel.

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Primo Sport ist ein Sport Garn, etwas dicker als Fingering, nicht ganz so dick wie DK (110g / 275 m), aus Cashmere (20%), Nylon (5%) und Merino(75%). Ganz ehrlich, ein Garn dieser Qualität und Weichheit habe ich bislang noch NIE in den Fingern gehabt. Es ist flauschig und fluffig, ohne dabei zu fusseln oder zu flusen. Es kratzt nicht und der fertige Schal wird von mir ganz eng am Hals getragen. Der Nylonanteil macht es stabil, Merino macht es warm und Cashmere sorgt für einen schönen Temperaturausgleich und tolle Weichheit. Ich weiß, dass sich das wie ein Werbespruch anhört, aber ich bin wirklich total hin und weg und nach dem Waschen und Spannen war das Tuch sogar noch mal weicher.

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Lange habe ich überlegt, was ich aus den drei Strängen machen wollte. Etwas mit toller Struktur sollte es sein, weil sich das Garn dafür ganz großartig eignet. Zöpfe oder ähnliches könnte ich mir daraus auch sehr gut vorstellen.

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Letztlich wurde es aber ganz spontan ein zweiter Moonraker. Meinen ersten Moonraker aus Malabrigo Sock findet ihr hier. Wie unterschiedlich das Muster umgesetzt wird, wenn man dickeres Garn nimmt, sieht man auf diesem Foto hier sehr gut.

Links der Malabrigo Sock Moonraker, rechts der aus Plucky Knitter Primo Sport.

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Das Garn ließ sich wirklich ganz fantastisch verarbeiten und wunderbar am Hals tragen. Nach Waschen (Maschine Handwaschprogramm) und Spannen ist der Schal ein wenig gewachsen, aber wirklich nicht viel. Es wirkt weiterhin fluffig und leicht und trotz der Dicke ist es zwar wärmend, aber man schwitzt nicht.

Der Schal ist ganz anschmiegsam und ich würde ihn am Liebsten den ganzen Tag streicheln.

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Das Pattern findet ihr bei Mairlynd. Moonraker KLICK!

Es ist wirklich ganz einfach, einfach rechte Reihen und die kleinen Bobbels werden durch das Abstricken mehrerer Maschen zusammen gemacht. Das schaffen auch Strickanfänger ganz einfach. Ich habe die Farbfolge ein wenig angepaßt, damit ich mit dem Garn hinkam, dadurch, dass ich Sport Garn hatte, paßte die Lauflänge nicht hundertprozentig zum Projekt.

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Ich hatte allerdings von jeder Farbe etwas übrig:

Melba:  30 g / Lake Placid: 10 g  / Magnet & Steel: 33 g

Das ist zwar mit Sicherheit der teuerste Schal, den ich nun im Schrank habe, aber auch der neue unangefochtene Liebling.

Aus Primo Sport werde ich sicherlich noch einiges stricken.

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