Blattwerk Teststrick für Knitime…

Schon vor einigen Wochen hat Franziska Matz von Knitime zum Teststrick aufgerufen und weil mir ihr Blattwerk-Cardigan wirklich gut gefallen hat, habe ich mich gemeldet und durfte in Größe S stricken.

Gestrickt habe ich aus der Cashey von Folly.me. Einem sehr feinen und schönen Fingering Garn aus 80 % Merino, 10 % Kashmir und 10% Nylon, das zum einen einen sehr feinen und schönen Glanz hat, zum anderen sehr weich ist und dennoch haltbar und robust durch den Nylonanteil. Das Garn ließ sich wirklich toll verstricken und ist ein wenig elastisch und hängt sich dennoch nicht aus. Ich bin wirklich sehr begeistert, vorallem weil es so weich und kuschelig ist. Folly.me färbt mit natürlichen Materialien, meine Farbe entsteht durch Blauholz und Cochenille.

Das Maschenbild mit dem Garn wird unheimlich glatt und regelmäßig.

Und auch wenn der leichte Lavendelfarbton nahezu unfotografierbar ist, er ist einfach wunderschön. Das müßt ihr mir jetzt glauben, denn ich habe es nicht geschafft, auch nur ein Foto zu machen, auf dem er so aussähe, wie er wirklich aussieht.

Der Teststrick gestaltete sich aus meiner Sicht ein wenig anspruchsvoller, als erwartet. Aus Zeitmangel wegen vieler Widrigkeiten, war die Anleitung noch nicht komplett fertig und wuchs quasi, während wir strickten, weiter, das war für mich absolut Ok, vorallem, weil ich ohnehin wegen viel Arbeit und wenig Zeit nur langsam voran kam.

Probleme hatte ich ein wenig mit dem Muster im Rücken, das war leider nicht so einprägsam, wie es erstmal aussieht und ich mußte hier und da mal ribbeln, weil ich geträumt habe, bzw. zwei kleine Fehlerchen habe ich so belassen und weiter gestrickt, weil ich sie zu spät bemerkt habe. Dabei wird das Muster wirklich simple konstruiert, man benötigt lediglich Abnahmen, Zunahmen und Umschläge, man sollte halt nur wirklich die Anleitung neben sich liegen haben und genau gucken, was wann zu stricken ist. Als Unterwegsprojekt eignet sich der Cardigan aus meiner Sicht also nicht.

Wer ganz genau hinsieht, erkennt die zwei Fehlerchen in der Mittelreihe hier im Foto links.

Mein zweites Problem trat bei den Blenden auf, ich habe diese nicht mit einem Kontrastgarn gestrickt, sondern in der gleichen Farbe und mit dem gleichen Garn, wie den Körper, weil mir das besser gefiel. Obwohl ich mit meinem Garn auf die gleiche Maschenprobe kam, wie Franziska, hatte ich massive Probleme die Bündchen nicht zu locker zu stricken. Ich habe hier nachher bis auf Nadelstärke 2 runtergelevelt und sie sind immer noch sehr locker. Zuerst hat mich das so gestört, dass ich sogar überlegt hatte, die ganze Jacke zu ribbeln.

Hier seht ihr, wie sie ungespannt und ungebadet aussah und damit war ich wirklich überhaupt nicht zufrieden.

Dann aber die Überraschung, nach dem Spannen und Waschen, sind die Ärmel noch soweit gewachsen, dass ich die Ärmelbündchen nun umschlagen kann und so gefallen sie mir recht gut. Links seht ihr das nicht umgeschlagene Bündchen, rechts das einmal umgeschlagene.

Die Blenden rollen sich deutlich weniger ein und auch so hat sich die gesamte Optik geglättet und beruhigt. Hier auf dem Selfie sieht man, wie schön vorallem die Taille fällt. Ich werde übriges vorne keine Knöpfe an die Blende machen, sondern den Cardigan so wie im Bild tragen.

Generell ist das Projekt vorallem wegen der Anleitung, die ein wenig Strickwissen voraussetzt, eher nicht für komplette Anfänger geeignet und wegen des Garns, das in der Originalausgabe benutzt wurde und das eine sehr spezielle Maschenprobe ergibt, solltest du schon in der Lage sein, deine Maschenprobe und die Anleitung für deine Größe eventuell zu modifizieren. Wenn das kein Problem ist, kannst du dich freuen, die Anleitung wird sicher bald erscheinen und ich poste dann hier den Link. Der Teststrick geht jetzt erstmal in die zweite Runde und die nächsten Damen stricken das Teilchen testweise.

Auf den Fotos sind noch die nicht vernähten Fäden zu sehen, da ich da noch hin und hergerissen war, ob ich nicht doch noch ribbele. Da mir die Passform und der Sitz aber wirklich sehr gut gefallen und ich mich in meinem Kaschmirjäckchen jetzt doch überraschend wohl fühle, werde ich das nun alles so lassen.

Verbaucht habe ich von der Cashey von Folley.me 100g / 365 m  nur 249 g.

Gestrickt habe ich den Rumpf mit Nadelstärke 4 und die Blenden mit Nadelstärke 2.

Ich war wirklich relativ langsam, was zum einen daran lag, dass ich zweimal warten mußte, bis die Anleitung weiter geschrieben war, zum anderen an wirklich extrem wenig Strickzeit und Motivation… trotzdem war ich nach knapp einem Monat fertig, ist also kein Jahresprojekt, das Jäckchen.

Hier sieht man schön die Rundung des Rückenteils, sowas mag ich ja wirklich gerne. Allerdings sieht man auch, dass sich meine Blende immer noch leicht wellt, obwohl sie mit der sehr kleinen Nadel gestrickt wurde. So kann ich damit aber durchaus leben.

Ich hopse mit dem Beitrag natürlich zu „Auf den Nadeln bei Maschenfein“ und Frau Katze bestand natürlich wieder darauf, mir unbedingt zu helfen….

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Color loves wool !

Allgemeine Info:

Facebookseite

Facebookgruppe

 

Atelier:

Kerstin Christiansen

Spitzwegstr. 31

51371 Leverkusen

(Kein Laden, reiner Onlineverkauf über die Facebookgruppe)

Verkaufsmodalitäten:

Man kann auf der Facebookseite über die Veranstaltungen Wolle kaufen. Auch in der Gruppe Echte Wolle finden Veranstaltungen mit Kerstins Garnen statt.

Der Verkauf läuft so ab, dass Kerstin Fotos der handgefärbten Wolle postet und man setzt einfach seinen Kommentar darunter, wenn man etwas haben möchte.

Anschließend wird man angeschrieben, gibt Adresse und co an und zahlt. Die Ware wird nach Zahlungseingang losgeschickt, bzw. wer aus der Nähe kommt, kann das Garn auch abholen, was ich gemacht habe.

Man kann durchaus auch erstmal ein paar Teile sammeln und dann wird alles gemeinsam gezahlt und verschickt.

Versand:

Die Versandkosten sind moderat und werden vor den Verkäufen bekannt gegeben.

Ich konnte mein Garn bereits am nächsten Tag abholen.

Garne und Qualitäten:

Kerstins Angebot ist noch überschaubar, sie startet erst.

Ihre Garne sind die klassischen Garne, die man auch bei anderen Handfärberinnen findet, der Marke Zitron und Lanartus.

Ich habe bei ihr die Sofia von Lanartus gekauft und zwei Stränge Feinheit von Zitron zum Test erhalten. Den ausführlichen Test findet ihr hier: Klick!

Kerstin färbt mit Säurefarben.

Sofia von Lanartus:

320 m / 100 g

Merino extrafien mit superwash Ausstattung

Das Garn ist schön weich, hat trotzdem einen schönen Stand und eignet sich meiner Meinung nach sehr gut für Pullover und Tücher. Ich habe ein Farbverlaufsset gekauft und bin seh überrascht, wie gut durchgefärbt das Garn ist, hier sind keine Flecken oder Unregelmäßigkeiten aufgetreten und beim Baden traten keine Farbrückstände auf.

Bislang hab ich das Garn noch nicht verarbeitet.

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Feinheit von Zitron:

360m / 100g

Merino ultrafein mit superwash Ausstattung

Das Garn ist das weichste Merinogarn, das ich jemals in den Händen hatte. Die Feinheit ist wirklich fantastisch weich und somit auch für sehr empfindliche Menschen geeignet. Sie hat allerdings aufgrund der Weichheit wenig Stand und leiert ein wenig. Ich wäre daher vorsichtig daraus wirklich Pullis oder Jacken zu machen, für Tücher eignet sie sich jedoch sehr gut. Lace kann ich mir daraus nicht wirklich vorstellen.

Ich habe aus meinen beiden Strängen einen Daybreak gemacht: Klick!

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Besonderheiten:

Kerstin ist wirklich immer sehr nett und freundlich. Sie setzt Sonderwünsche rasch um, zur Zeit befindet sie sich allerdings für einige Wochen in Kur und mit dem Garn geht es dann nach ihrer Rückkehr wieder weiter.

Aktionen:

Werden sicherlich noch folgen und auf der Facebookseite bekannt gegeben.

Was ich schon aus dem Garn gestrickt habe:

Der Daybreak von Stephen West: Klick!

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und die passende Mütze: Klick !

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Projekte die mir sehr gut gefallen aus diesem Garn:

Kerstin hatte bislang erst einen großen Verkaufsabend, daher habe ich noch keine Projekte aus ihren Garnen gefunden.

Bei Ravelry ist sie leider auch noch nicht vertreten, ich gehe davon aus, dass das noch kommen wird.

Besuch im Laden:

Leider hat Kerstin keinen Laden.

Teststrick aus YAK-Garn von Kieler Wolle

Die Liebe Kim von Kieler Wolle hatte die Maschenprobenuschi, Frau Feinmotorik und mich gebeten ein neues Garn zu testen, weil sie es in ihr Sortiment aufnehmen wollte und weil ich letztlich ja einen 3-Tage-Cardigan gestrickt habe, hab ich gedacht, ich mach einfach auch mal nen 3-Tage-Schal. Hat funktioniert, weil sich das Garn rasend schnell verstricken ließ und ich tatsächlich nur 3 Tage mit Stricken beschäftigt war.

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Es handelt sich um ein Fingering Garn aus Yak, Merino und Seide. In diesem Fall ungefärbt, was bedeutet, dass es ein leichter graubrauner Farbton ist, mit einem leichten Glanz. Mir gefällt er sehr gut.

Merino 60 %

Yak 20 %

Seide 20 %

Das Garn hat eine Lauflänge von 366 m / 400 yards auf 100 g.

Es ist schön verzwirnt und die Oberfläche fühlt sich ungemein weich an. Durch die Zwirnung ist es sehr glatt und auch ein wenig rutschig, läßt sich aber dennoch sehr gut verstricken und vernähen. Das Garn ist ein wenig elastisch und eignet sich somit auch sehr gut für Bekleidung.

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Vom Griff her ist es eher ein sommerliches Garn, fühlt sich aber dennoch wärmend am Hals an, ohne dass man schwitzt.

Ich bin ja sehr kratzempfindlich, bei diesem Garn hatte ich keinerlei Probleme, es juckt nicht und fühlt sich auf der Haut wirklich angenehm an. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Projekte daraus stricken, vorallem nachdem ich Kims erste Versuchsfärbungen gesehen hab. Das Garn nimmt die Farben fantastisch an und ist trotz der eher dunklen Grundfarbe strahlend. Das Strickbild ist sehr regelmäßig, allerdings würde ich das Garn nicht für wirklich strukturierte Lacearbeiten nutzen, da es sehr elastisch ist und hier die Form nicht so schön wird, wie bei einem weniger glatten und dehnbaren Garn. Das einfache von mir gewählte Lochmuster im „Antarktis“ ist allerdings sehr schön klar mit dem Garn.

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Ich hab das Tuch wie üblich kurz in der Maschine gewaschen (Wollwaschprogramm).

Ich habe aus dem Strang, den Kim mir zur Verfügung gestellt hat, ein „Antarktis“ von Janina Kallio Designs gestrickt. Die pinken Streifen habe ich aus Madelinetosh Merino Light gestrickt, in der Farbe „Pop Rocks“.

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Den Strang Yak habe ich komplett aufgebraucht und von dem pinken Garn habe ich 5 g, benötigt.

Die Anleitung von Janina Kallio Designs ist wirklich sehr einfach und gut nachzustricken. Die Anleitung eignet sich auch gut für jemanden, der zum ersten Mal eine englische Anleitung ausprobieren möchte, da sie wirklich nicht schwer ist und dennoch einen schönen Effekt erzielt.

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Ich habe sie am Ende allerdings ein wenig modifiziert, damit ich mit dem Garn auskomme und die Reihenfolge der Lochmuster- / Krausrechts- Reihen verändert und den Schal ein wenig gekürzt. Trotzdem ist der Schal ausreichend, um ihn schön um den Hals zu drappieren.

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Wie immer hopse ich zu Auf den Nadeln bei Maschenfein.

All paths lead home – Mairlynd Teststrick

Ich durfte mal wieder für Melania Berg aka Mairlynd teststricken. Das mache ich unheimlich gerne, zum einen, weil Melanie eigentlich gar keine Teststricks braucht, weil ihre Muster meist schon fehlerfrei sind, wenn wir Strickerinnen loslegen dürfen, zum anderen, weil ich ihren Stil und ihre Art der Anleitung sehr mag.

Weitere Teststricks von mir für Melanie waren zum Beispiel die Müllerstochter und der Joker and the Thief.

Die Muster von Melanie könnt ihr hier kaufen: KLICK!

Und hier geht es zum nun veröffentlichten Pattern dieses Schals: KLICK!

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(Daher war ich auch total verblüfft, als im KAL zur „The Millers Daughter“ einige sich beschwerten, dass die Anleitung so konfus wäre. Ich finde Melanies Anleitungen sehr klar und gut struktiert, man findet alle Infos und ich begreife immer sehr schnell, was sie von mir will.)

Dieser Teststrick hier stand ein wenig unter Zeitdruck, bis zum 25.01.2016 sollten wir Testerinnen fertig sein, nun das habe ich geschafft, denn mein Schal ist gestern fertig geworden. Dank eines freien Tages und einer Beerdigung habe ich die letzten 10 Reihen (Immerhin mehr als 5400 Maschen) in ein paar Stunden runtergerattert und abgekettet. Dann durfte der Schal noch baden gehen und ich habe ihn geblockt.

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Allerdings wirklich nur sehr soft geblockt, da meine Blockmatte mal wieder zu klein war (ich muß da echt mal aufrüsten, Empfehlungen zu mir!!!) und ich mal wieder das Bügelbrett zweckentfremden mußte, das aber dann wiederum ebenfalls etwas klein war. Der Schal wirkt auf den Nadeln gar nicht so groß, weil sich das Lacemuster so zusammenschiebt, geblockt ist er wirklich üppig und gefällt mir sehr gut.

Maße: 165 x 165 x 198 cm

Benutzt habe ich

100 g Malabrigo Sock „Dewberry“ (lila)    (Rest 31 g)

100 g Madeline Tosh Tosh Merino Light „Hosta Blue“ (türkis) (Rest 40 g)

100 g The Plucky Knitter Single „Babysitting Blues“ (grau) (Rest 28 g)

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Ich bin mit dem Garn also wirklich gut ausgekommen (Aus dem Rest überlege ich eine Mütze und/oder Handschuhe zu machen, mal gucken) und habe das komplette Pattern gestrickt, nirgendwo verkürzt oder verkleinert. Der Schal ist für mich als wirklich kleines Persönchen trotzdem nicht zu wuchtig oder zu groß und läßt sich dennoch auch als große Person gut tragen. Die Enden sind schön lang und können verknotet oder um den Hals geschlungen werden.

Der gestreifte Teil wird durch Hebemaschen konstruiert, das macht ihn etwas dicker, als den Rest des Schals und der Schal wird so wirklich schön warm und kuschelig. Das Hebemaschenmuster ist, wenn man es einmal durchschaut hat (das geht rasch!), nicht schwer und sehr einprägsam, mir hat es Spaß gemacht und Fehlerchen werden sofort sichtbar und können leicht behoben werden, ohne dass man weit zurückstricken müßte, sowas mag ich.

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Der Laceteil ist sehr einprägsam und verzeiht ebenfalls kleinere Konzentrationsfehler sehr gut, ich hatte mich beim Stricktreff etwas verbaselt und konnte den Fehler einfach durch das Fallenlassen 3er Maschen und das richtige Hochhäkeln beheben.

Melanie hat im Pattern wieder überall die Maschenanzahlen angegeben, was ebenfalls eine gute Kontrolle ist, allerdings hat man nachher mehr als 540 Maschen auf der Nadel, da wollte ich nicht mehr ständig zählen und hab alle 100 Maschen Markierer gesetzt, um das zu vereinfachen. (Eigentlich muß man auch nicht zählen, aber wir sollten ja die Angaben im Pattern überprüfen und es hilft gerade Anfängern sehr gut, sich selbst zu kontrollieren.)

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Ich finde der Schal lädt zu knalligen Farbkombinationen ein. Im Teststrick Thread bei Ravelry seht ihr schon einige tolle Ideen. Mir gefällt das hier einfach nur kolossal gut: KLICK!

Das Muster wird es sicher bald zu kaufen geben, ich werde dann hier den Link dorthin ergänzen.

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Achso, ich habe mit 3,75er Nadeln von Hiya Hiya und einem 40“ Seil gestrickt, das Seil war deutlich zu kurz, um zwischendurch schöne Fotos zu machen, es paßten aber alle Maschen drauf. Bei den Nadeln hätte ich für den Hebemaschenteil ruhig eine 4er Nadel nehmen können, allerdings mag ich es, wenn es schön dicht wird, so dass mir das feste Gestrick sehr gut gefällt.

In der Waschmaschine ist der Schal nochmal deutlich gewachsen und sehr viel weicher geworden. Keine der Farben hat aus geblutet oder gefärbt!

Ich bin ja wirklich enorm kratzempfindlich, hier kratzt und zwickt nichts!

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Und natürlich geht es damit ab zu Maschenfein auf den Nadeln im Januar: KLICK!

Die Müllers Tochter, ein Teststrick von Mairlynd

Eigentlich wollte ich in diesem Urlaub endlich die Babydecke für meine Schwester und den blöden langweiligen Nuvem fertig stricken…

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Zu Beginn des Urlaubs stolperte ich dann aber über einen Teststrick von Mairlynd und da war es um mich geschehen. Babydecke und Nuvem landeten in der Ecke und zunächst wurde „The Miller’s daughter“ gestrickt.

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Dank des Urlaubs bin ich auch tatsächlich schon fertig. Die Fäden sind vernäht. Der Schal gebadet und gespannt und die Fotos hab ich gerade eben auch gemacht.

Gestrickt habe ich aus zwei Knäueln Bella von Heimatwolle und einem Knäuel Piper von Quince & co.

Rest:

Heimatwolle Bella Nacht 23 g  (von 100g)

Heimatwolle Bella Eichhörnchen 36 g (von 100g)

Quince & co Piper  Longhorn 53 g (das Knäuel soll 50 g haben, war aber wohl übergewichtig und ich habe vorher nicht gewogen. Man braucht aber definitiv nicht viel von der Kontrastfarbe, da reicht auch ein Rest)

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Die Heimatwolle Bella war beim Stricken nicht so weich, wurde aber nach dem Waschen absolut streichelweich und kann sogar von mir Mimose ohne Probleme auf nackter Haut getragen werden, das war eine wirkliche Überraschung. Das Garn ließ sich überhaupt sehr gut verarbeiten und hat auch auf die neutrale Quince & co beim Baden nicht ausgefärbt oder Farbe verloren. Ich habe das Lacemuster wirklich häufig wieder aufribbeln müssen; auch das hat der Struktur des Garns überhaupt nicht geschadet.   IMG_4707 IMG_4705

Das Tuch ist riesig. gespannt hat es die Maße:

160 x 210 x 220 cm und ist dennoch durch das Lacegarn locker und luftig weich. Ich habe recht locker gestrickt und eine 3,25er Nadel verwendet, weil keine Kleinere frei war. Im Rückblick hätte ich vermutlich besser einer 2,75er oder 2,5er genommen, damit das Gestrick etwas fester wird, aber auch so gefällt mir das Ergebnis sehr gut.

Veränderungen vom Ursprungs Muster:

Ich habe das Tuch um einen Mustersatz im letzten Laceteil verkleinert, weil ich aus irgendeinem dummen Grund der Meinung war, dass mein Garn in Eichhörnchen nicht reichen würde. Jetzt wo ich das Garn gewogen habe, weiß ich, dass ich damit locker noch einen Mustersatz hinbekommen hätte. Kein Plan, wo da meine Angst oder mein Denkfehler herkamen.

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Außerdem habe ich mich in der letzten Streifenfolge verhauen und wollte nicht zurück stricken. Dort ist die Kontrastfarbe nicht wie vorgesehen in Reihe 7/8 sondern in Reihe 9/10.

Aufgrund der Größe des Schals war es wirklich schwer ihn zu spannen. Normal mache ich das auf unserem Gästezimmer-Doppelbett (2 m x 160 cm) das war hier zu klein und der Schal konnte schlicht nicht richtig gespannt werden. Ich habe dann improvisiert und ihn teilweise auf dem Bügelbrett (Eichhörnchen Laceteil) und von da aus dann hoch zum Bücherregal gespannt. Sah abenteuerlich aus, hat aber funktioniert.

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Bei Teststrick gab es keinerlei Probleme, wie üblich ist Melanies Muster sehr gut verständlich und leicht zu verstehen. Es ist übersichtlich gegliedert und als ganz großes Plus empfinde ich, dass es den Laceteil sowohl als Strickschrift gibt, als auch ausgeschrieben, so konnte jede von uns Teststrickerinnen das nutzen, was ihr am meisten behagt. Ich habe zunächst den ausformulierten Teil benutzt, weil ich mit Strickschrift immer meine Probleme habe, irgendwann hat es da aber bei mir klick gemacht und ich bin gewechselt zur Strickschrift und fand es dann deutlich einfacher hier zu folgen.

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Das Lacemuster finde ich persönlich, die ich bisher abgesehen von simplem Lochmuster noch kein Lace gestrickt habe, wirklich anspruchsvoll. Nicht weil es wirklich schwer wäre, es besteht nur aus rechten und linken zusammen gestrickten und überzogen zusammengestrickten Maschen und Umschlägen, sondern weil es sich mir einfach nicht eingeprägt hat. Ich habe die ersten drei Laceteile mehrmals neustricken und wieder aufribbeln müssen, weil sich mir das Prinzip einfach nicht erschlossen hat. Im letzten Lacestück habe ich es dann endlich gerafft und auch eine Möglichkeit gefunden, bereits beim Stricken auf Fehler zu kontrollieren. Wenn man sich hier an den überzogen zusammen gestrickten Maschen orientiert, kann man immer genau sehen, ob man richtig ist, da diese einen diagonal nach links oben verlaufenden Streifen ergeben müssen.

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Wenn ich das bereits zu Anfang erkannt hätte, hätte ich mir viel Ribbelei ersparen können, aber da bin ich im Lacestricken halt einfach eine Anfängerin.

Das Muster wird in den nächsten Monaten erscheinen, wer Mairlynds Newsletter folgt: Klick! wird rechtzeitig benachrichtigt.

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Natürlich springt auch dieser Beitrag zu „Auf den Nadeln…“ bei Maschenfein: Klick!

Die Anleitung ist heute (26.10.2015) erschienen und kann hier gekauft werden: Klick!