Die flotte Milly

Ich hatte ja vor kurzem ziemliche Probleme mit der Telekom und bevor ich am Telefon eskalieren konnte, hat mir mein ganz persönlicher Weihnachtsengel unter die Arme gegriffen und das mal eben in die richtigen Bahnen geleitet.

Das hat mir so geholfen und ich war so dankbar, dass ich flott eine Milly genäht und ein Dankepäckchen gepackt habe.

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Für die Milly habe ich Baumwolle von „Alles für Selbermacher“ mit Sterndruck in drei verschiedenen Farben genutzt.

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Das kostenlose Schnittmuster der Milly samt Video findet ihr hier: KLICK!  Absolut anfängertauglich und sehr einfach.

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In das Dankepäckchen kamen dann noch ein wenig Schoko, Trinkschokolade von der Rösttrommel, Tee und ein total nettes (hihi) Kärtchen und schon war das Dankepäckchen fertig.

Mehr Millys findet ihr hier, hier und hier!
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Mia – eine Grenzerfahrung…

Kaum hab ich einen Wintersuit genäht, werde ich wieder größenwahnsinnig.

Ich wollte eine Mia von pattydoo nähen, mal schnell, flott so an einem Nachmittag, als Nähanfängerin. Ich bräuchte so eine kleine Sirene, die angeht, wenn ich eine dumme Idee habe, die wäre heute Amok gelaufen, diese Sirene.

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Da ich aber so eine Sirene nicht habe, hat Frau Katze mir das Material rausgelegt und ich habe losgelegt… naiv, wie ich bin.

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Aber gut, die Mia ist fertig… angefangen hab ich um 16 h und zwischendurch nur einmal kurz Pause gemacht, um dem Herrn einen Brokkolinudelauflauf zu kredenzen und selbst ein paar Köttbullar zu essen, dann ging es weiter bis gerade eben. Um 20:40 h war das Ding fertig, jetzt hängt es grad in der Ecke und ich töte es mit Blicken, während ich die Reste von 4 Nähmaschinennadeln und die Fadenreste von 3 Mal Reißverschluss auftrennen zusammen sammele.

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Ehrlich, das ist nichts, was man als Anfänger mal eben so machen kann, flott schon gar nicht. Und das Video dazu habe ich leider erst gerade entdeckt, als ich schon fertig mit den Nerven war, irgendwie hatte ich überlesen, dass es dazu eine Videoanleitung gab. Ja, Asche auf mein Haupt, aber mein Reißverschlussproblem wird dort leider nicht gezeigt, da die Tasche dort nur einen Magnetknopf bekommt. Auch so fand ich das Video sehr flott und wenig ausführlich, das kenne ich von Pattydoo sonst einfach wirklich anfängertauglicher. Auch die Taschenhenkel werden im Video nicht gezeigt.

Gut, ich sollte erwähnen, meine sehr kräftige Stoffwahl war vermutlich auch nicht die Geschickteste und das Ganze dann auch noch mit Vlieseline füttern zu wollen, machte die Geschichte nicht leichter. Dabei war bis zum Reißverschluss der großen Tasche alle noch super in Ordnung. Es klappte wirklich gut, ich hangelte mich an der bebilderten Anleitung entlang, die ich diesmal allerdings leider nicht ganz so intuitiv und anfängertauglich erklärt fand, wie ich es von Pattydoo sonst gewohnt bin. Und dann hieß es den Reißverschluss an die Innentasche nähen, die Innentasche in die Tasche stecken, Wenden und Absteppen. Ich habe keine Ahnung, wo mein Denkfehler ist oder was ich nicht begriffen habe, aber nach der Anleitung habe ich beim ersten Mal, den Reißverschluss zu genäht, beim zweiten Mal ließ er sich beim Absteppen nicht mehr öffnen, beim Dritten mal war der Reißverschluss verkehrt herum und der Zipper hing in die Tasche hinein. Entnervt habe ich mir dann die Tasche angesehen, mich von der Anleitung komplett gelöst, die Taschen ineinander gesteckt und den Reißverschluß so eingenäht. Das hat überraschend gut funktioniert, allerdings mußte ich eine Ecke etwas in Falten legen, damit die Reißverschlußenden einigermaßen hübsch aussehen. Da gäbe es sicher eine geschicktere Lösung, bzw. wäre es die von Pattydoo vermutlich, aber ich habe sie nicht begriffen, wirklich nicht, selbst mit Video nicht.

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Meine Lösung find ich jetzt auch ok, aber ich wüßte natürlich gerne, wo mein Fehler lag, weshalb ich die Anleitung nochmal durchgegangen bin und ich finde ihn nicht, irgendeinen vermutlich logischen Zwischenschritt lasse ich offenbar aus oder wende in die falsche Richtung.

Dann ging es an das Annähen der Träger. Nun ja sagen wir, mein sehr dicker Stoff, die dicke Vlieseline und die doppelt gelegten Gurtbänder paßten nicht unter das Nähfüßchen, also mußte ich hier wirklich enorm fummeln und hübsch sieht das wirklich nicht aus, außerdem hatte sich einmal der Futterstoff dazwischen geklemmt, den ich dann an den Träger genäht hab, also wieder auftrennen. Hier sind dann auch die 4 Nähmaschinennaden drauf gegangen, dabei habe ich wirklich alles gegeben, Jeansnadeln versucht, Ledernadeln, Mikrotex, Universal… alle hatte mit den vielen Stofflagen und den Gurtbändern Probleme und meine Maschine kam hier enorm an ihre Grenzen, sie wurd langsam, ächzte und stöhnte und das obwohl es sich durchaus um eine gute Mittelklasse Maschine handelt. Das war wirklich sehr krass und anstrengend und die herumfliegenden Nadelspitzen, waren echt nicht witzig.

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Obwoh mir die Mia also sehr gut gefällt und ich noch passende Stoffreste habe, werde ich sie erstmal nicht nochmal nähen, das hat wirklich keinen Spaß gemacht.

Das Ergebnis ist zwar trotzdem toll, auch wenn die Träger wirklich eher unschön und unsauber angenäht sind, weil die Maschine hier wirklich nicht wollte, sind sie stabil und fest. Meine grün lila Stoffe und das graue Kunstleder gefallen mir sehr, aber ich möchte Spaß beim Nähen haben und nicht ständig Angst haben, dass mir die Nadel um die Ohren fliegt oder die Maschine an ihre Grenzen kommt. Eine große Taschennäherin werde ich also wohl nicht werden. Vielleicht gibt es auch einen Trick, wie die Maschine auch sehr viele und sehr dicke Stoffschichten problemlos schafft, den ich schlicht nicht kenne? Falls ja, macht mich schlau, bitte!

Verbraucht habe ich sehr wenig vom vorgeplanten Stoff, weil man wirklich gut und passend zuschneiden kann.

Ich habe außerdem auch die Rückseite geteilt und hier grünen Stoff angenäht.

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Mein Kunstleder habe ich komplett aufgebraucht, vorallem allerdings weil ich die Reißverschlussblenden mehrmals neuzuschneiden mußte, weil ich falsch angenäht hatte, hier habe ich 50 cm x 100 cm gehabt, vom Lila und Grün habe ich noch größere Reste das waren jeweils 50 cm x 100 cm.

Die Stoffe und das Kunstleder waren von Palim Palim Wuppertal und Reissverschluss und Träger sowie Vlieseline waren von Snaply.

Was meint ihr, zu schlimm geworden oder kann man das anziehen?

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Milly für Myri… :)

Ich liege immer noch mit kaputtem Fuß hier rum und dachte, ich könnte total produktiv sein und viel schaffen, viel lesen, viel nähen, viel stricken… Pustekuchen, die meiste Zeit liege ich tatsächlich nur auf dem Sofa rum und hoffe, dass der Schmerz nachläßt… macht keinen Spaß, wirklich nicht.

Heute hab ich es dann aber doch mal geschafft, mich an die Nähmaschine zu setzen, vorallem deshalb, weil der Herr mir gestern den Schreibtischstuhl auf ganz hoch eingestellt und mir ein Höckerchen fürs Bein davor gestellt hat.

Da meine Tante Myri bald Geburtstag hat, war ich auf der Suche nach einem wirklich kleinen Geschenk, das ich selbst gemacht habe und das sie vorallem auch benutzt.


Fündig wurde ich bei der Milly von Pattydoo.

Zugeschnitten war die Milly flott. Das Schnittmuster von Pattydoo kann ich mittlerweile sogar ohne das Video und ohne, wie bei meiner letzten Milly zu vergessen, die Henkel zusammen zu nähen. *lach*

Diesmal hab ich Stoff von Alles für Selbermacher genommen, den gab es dort im Monatsangebot recht erschwinglich, da guck ich immer mal wieder rein. Baumwollstoffe kann man da günstig bekommen und ich muß ehrlich zugeben, für eine einfache Tasche bin ich eher nicht bereit um die 10 € pro Meter auszugeben.

Ich hab den gleichen Stoff in zwei Farben gewählt. Das Schnittmuster wird dann in jeder Farbe zweimal zugeschnitten, für eine Innen- und eine Außentasche.

Benötigt hab ich von jeder Farbe etwa 50 cm / 149 cm. Es bleibt ein wenig Zuschnittmüll übrig, aber das ist ja leider häufig so. Ich sammele die großen Stücke und nutze sie für kleinere Applikationen etc.

Ansonsten braucht man nur Nähgarn und dann geht’s auch schon los.

Die Milly ist absolut anfängertauglich und man kann Kellerfalten, knappkantiges Absteppen und einfache gerade Nähte üben. Außerdem muß man Milly einmal wenden, das ist aber wirklich keine Hexerei und wird im Video gut erklärt.

Meine Milly war ruckzuck fertig, allerdings bin ich nun auch ko und trolle mich wieder aufs Sofa….und da die Frau Tante das Internet komplett verweigert, kann ich das hier auch schon posten und hoffe, ihr verpetzt mich nicht… 🙂

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Jeburtstachsnähen…

Heute hat meine kleine Schwester Geburtstag und ich habe ihr mit meinen neuerworbenen Nähkenntnisse etwas genäht und weil es noch etwas dauert, bis sie es bekommt, darf sie hier schon mal gucken… 🙂

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Zum einen eine Liv mit Rollkragen und Puffärmelchen aus tollem Jersey von Staghorn. Haie… buah, erwähnte ich bereits meine gänzlich irrationale Angst vor Haien im Schwimmbad? Nein, nun ich habe IMMER Angst, dass sich im Schwimmbad der Boden öffnet und irgendein irrer James-Bond-Bösewicht Haie auf mich los lässt. Ich weiß, dass das absurd ist, aber ich behalte beim Schimmen immer den Boden im Auge. Ich hasse es, aber ich kann es nicht abschalten.

Vom Haistoff habe ich 0,5 m benötigt, vom grauen Jersey 0,9 m, außerdem ein gepunktetes Bündchen und lila Nähgarn von Gütermann.

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Die Teilung im Brustbereich hab ich zum ersten Mal gemacht und einfach pi mal Daumen das Oberteil in zwei Hälften geteilt und an beide Hälften eine Nahtzugabe dran gehängt, dann zusammen genäht, fertig. Das war nicht so schwer und ich unheimlich stolz, dass ich von alleine an die Nahtzugabe gedacht habe. TSCHAKKA!

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Schwer war allerdings der versch…. Haistoff, der hat sich gerollt, als wäre er ein Schweingeringelschwänzchen. Ehrlich, ich hab gedacht, ich werd wahnsinnig. Bügeln war nur unzureichend hilfreich. Gibt es da einen Trick? Wenn ja, erzählt ihn mir, ich flipp sonst aus.

Außerdem ist mein Rollschneider, glaub ich, defekt oder ich mach was falsch, so locker aus dem Handgelenk, wie die Damen in den Nähvideos schneidet der bei mir nicht, ständig sind noch Stege vorhanden und ich drück mir nen Wolf, das muß ich mal üben. Oder gibt es da ein Geheimnis, wie es besser geht?

Im Brustbereich habe ich dann noch mein Label von Dortex angenäht.

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Für die Liv habe ich, vorallem wegen der gerollten Haie und des dappischen Rollschneiders knapp 4 Stunden gebraucht, das geht flotter… seufz.

Nun saß ich einmal an der Maschine, also dachte ich, ich könnte schnell noch die Milly ausprobieren und wenn es ins Auge geht, hatte meine Schwester eh gesagt, sie steht auf krumm und schief. Also losgelegt, Stoff zugeschnitten und ruck zuck, tatsächlich in unter einer Stunde war Wende-Milly mit Sternchenstoff fertig. Das war einfach, das hat Spaß gemacht, davon nähe ich garantiert noch mehr und meine Stoffwahl von Alles-für-Selbermacher gefällt mir ausnehmend gut. Ich bin ein bißchen traurig, dass ich von dem Stoff nicht noch mehr bestellt habe, zur Zeit gibt es ihn nämlich leider nicht.

Schön ist, dass man sie wenden kann und man so immer den Stoff außen hat, nach dem einem gerade der Sinn steht:

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Beide Schnittmuster sind von Pattydoo, die Milly ist frei erhältlich, die Liv kostet ein bißchen was. Die Muster druckt man sich dann aus und schneidet die für einen passende Größe aus. Das empfinde ich als ein wenig nervig und es verursacht leider ziemlichen Müll. Da fände ich es schöner, wenn ich mir wirklich nur meine Größe ausdrucken könnte und die dann sinnvoll auf weniger Blättern gedruckt wäre. Es geht natürlich auch so, aber wenn ich den Papiermüll sehe, blutet mein Herz und wenn ich eine andere Größe will, müßte ich neu ausdrucken und zuschneiden, wenn ich nicht vorher alles auf Malerplane übertragen hätte. (Danke für den Tipp, Soluna und Frau Feierabendfrickeleien.) Bei mir sah es heute Mittag dann kurz mal so aus:

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Dazu gibt es bei pattydoo immer auch ein Nähvideo, das macht das Ganze wirklich sehr einfach und es wird alles erklärt. Sogar ich Nähanfänger bekomme damit ganz passable Werke hin.

Frau Katze war wie üblich äußerst hilfreich und hat eine neue tragende Rolle!

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Feiertagshäkelei auf den letzten Drücker…

Vor einigen Wochen habe ich meiner Schwiegermutter versprochen, ihr ebenfalls eine Tasche zu häkeln, wie meine von „Schönstricken“. Allerdings wollte sie eine Klappe haben und sie sollte nicht so sackartig sein. Also habe ich das Muster komplett abgewandelt und auch nur einen Henkel dran gehäkelt.

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Eigentlich sollte sie auch nicht so bunt werden, *hust* das ist mir nicht gelungen, es war nämlich furchtbar langweilig und daher mußte ich immer mal wieder einen Farbwechsel einbauen, damit ich beim Häkeln nicht einschlafe. Eben weil es so furchtbar langweilig war, hab ich auch deutlich weniger gehäkelt, als ich sollte und lieber Mützchen gestrickt, wie ihr ja in den beiden Beiträgen verfolgen konntet. Klick1 Klick2.

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Darum mußte ich heute auch um 6:30 h aufstehen, zwei Filme gucken und rasant schnell den Henkel fertig häkeln.

Es ist mir gelungen, Tasche ist fertig zur Übergabe. YEAH!

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Genutzt habe ich alles was ich noch an Baumwolle hier hatte. Teilweise Drops, teilweise Aldi. Bei Baumwolle gibt es aus meiner Sicht keine großen Qualitätsunterschiede. Selbst die Aldi Baumwolle ist weich, reißfest und hat nicht deutlich mehr Knoten, als die von Drops. Ich habe beides doppelt verhäkelt, also de Faden doppelt genommen. Verbraucht habe ich 12 Knäuel, wobei einige bereits angefangen waren.

Für eine Häkeltasche ist Baumwolle schön stabil und fest und gibt einen schönen Stand.

Diesmal bin ich ein wenig im Weihnachtsstreß, daher nur wenige Bilder…

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