Häkeln…

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Tanja Osswald hat im Grunde ein kleines Standardwerk fürs Häkeln geschaffen.
In diesem Buch finden sich nicht nur viele gut verständliche und gut erklärte Anleitungen für Kleinigkeiten und auch größere Projekte, sondern hier werden tatsächlich auch alle erdenklichen Häkelmethoden, Maschen und Möglichkeiten erklärt.
Die Erklärungen sind dabei leicht verständlich, klar und einfach.
Alle Anleitungen sind mit vielen Fotos und gut sichtbaren Anleitungsbildern versehen. Dabei bleibt das Büchlein übersichtlich und klar und verstrickt sich nicht in Einzelheiten.
Aus meiner Sicht ist es für Anfänger genauso wie für Fortgeschrittene Häklerinnen geeignet, da beide ihren Nutzen aus den Anleitungen ziehen können. Die einen lernen Grundlagen die anderen können ihre Technik verfeinern und vielleicht doch noch etwas Neues lernen.

Zu Beginn werden die genutzten Abkürzungen in einem kleinen Kästchen erklärt, so dass man bei Bedarf immer noch einmal nachschlagen könnte, was beispielsweise DSt oder Lmkette oder WLm ist. Die genutzten Begriffe sind schlüssig und sinnvoll erklärt und durchaus gebräuchlich und keine Eigenkreationen.

Weiter geht es im Buch mit einer kleinen Material- und Werkzeugkunde. Das fand ich vorallem für Anfänger der Handarbeit interessant. Dann folgt ein Kapitel über das Lesen und Verstehen von Anleitungen, gut darin bin ich mittlerweile sehr fit, aber auch hier ist es für Anfänger unheimlich wichtig und gut erklärt.

Es schließt sich dann ein Tutorial für die verschiedenen Maschen an. Die sehr guten und verständlichen Bilder hier erleichtern das Üben ungemein. Für jede Masche gibt es ein gute Bebilderung die von vorne bis hinten deutlich macht, was genau wann zu tun ist.

Danach folgt er Teil mit den verschiedenen Projekten und Anleitungen, diese sind einfach gehalten, wirken aber schön und sind wirklich leicht nachzuarbeiten. Schön fand ich auch, dass für jeden was dabei ist, große Projekte, kleine Projekte, einfache oder auch etwas komplizierter.

Wer das Häkeln lernen oder seine Kenntnisse verfeinern will, der ist hier sicherlich sehr gut aufgehoben.

 

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Ich habe ein SET gestrickt! Ich bin so stolz! :)

Immer. Wirklich immer nehme ich mir nach einem Schalstrick vor, aus den Resten Handschuhe oder Mütze zu machen. Umgesetzt habe habe ich das bislang leider noch nie, keine Lust, keine Zeit, kein passendes Model.

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Jetzt stricke ich ja schon seit einiger zeit an meinem „Dessin moi un mouton“ von La Maison Rililie herum und ich habe selten ein Strickstück so gehaßt, wie diesen Pullover. Ich stricke mit sehr dünnem Garn von Holst (Coast) und man kommt sooooo langsam voran. Ähnlich nervig find ich eigentlich nur den Nuvem, der zur Zeit auch in der Ecke liegt und mich vorwurfsvoll ansieht.

Also brauchte ich für eine Woche Fortbildung unbedingt ein bißchen „Zwischenstrick“.

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Ich habe mir daher von Joji Locatelli „the authentic collection“  gegönnt. Das ist eine wunderschöne Sammlung von schönen mädchenhaften und weiblichen Mustern. Dort habe ich mir die Mütze „A girl thing“ ausgesucht, weil sie perfekt zu meinem Schal „All paths lead home“ paßt. Beide sind aus meiner Sicht perfekt für einander gemacht, wenn der Schal auch von Mairlynd und gar nicht von Joji ist.

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Das Mützchen war fantastisch und sehr schnell zu stricken. Das Muster ist unheimlich abwechslungsreich und man kommt sehr flott voran. Der Laceteil ist wirklich einprägsam, simple und so logisch, dass man die Anleitung eigentlich kaum braucht und die Größe auch auf andere Garnstärken oder Größen anpassen kann.

Beherrschen sollte man rechte und linke Maschen, Zunahmen aus dem Querfaden, Maschen zusammenstricken und überzogen zusammenstricken, Umschläge, sowie den Cable-cast-on.

Ich habe in Größe M gestrickt, da mein Kopf sehr klein ist und ich trotzdem eine etwas lockere Mütze haben wollte. sie paßt perfekt und fällt genauso aus, wie ich es mir vorgestellt habe.

Ich hab mich bisher beim Spannen von Mützen immer schwer getan und sie meist gar nicht gespannt.

Nun höre ich ja die Knitmore Girls (übrigens sehr empfehlenswert, auch für Menschen, die nicht soooo gut englisch sprechen. Beide sprechen sehr deutlich und gut verständlich und ich glaube, Gigi hat zumindest einen deutschen Hintergrund, ab und an merkt man das an ihrer Aussprache, wenn sie deutsche Muster oder Begriffe nutzt. Ich höre beiden sehr gerne zu) mit wachsender Begeisterung und in einer der letzten Folgen wurde dort berichtet, dass man Mützen einfach mit einem großen Essteller spannen kann. Was soll ich sagen? Ja geht. Geht super! Manchmal sind die besten Lösungen so einfach!

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Benutzt habe ich wie üblich Nadeln von HiyaHiya mit 40er Seil, das paßt für eine Mütze perfekt und man muß nicht einmal Magic Loop nutzen.

Beim Garn habe ich die Reste vom „all paths lead home“ genommen.

Verbraucht für die ganze Mütze habe ich 54 g.

Babysitting Blues / Plucky Knitter Single / grau  22 g

Hosta bluea / Madelinetosh tosh merino light / türkis 11 g  (aus der Wollschmiede in Holzweiler)

Dewberry / Malabrigo Sock / lila 21 g (aus dem Atelyeah, glaub ich zumindest, es könnte allerdings auch die Maschenkunst gewesen sein. Ich weiß es nicht mehr… )

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Da hatte ich dann immer noch einen Rest Hosta blue übrig und habe mich entschieden die Stulpen aus Tanja Osswalds Häkelbuch zu häkeln.

Die Stulpen sind wirklich einfach und man übt schön die verschiedenen Stäbchenarten.

Eine genaue Vorstellung des Buches folgt im nächsten Blogpost noch…..Wenn der fertig ist, erscheint hier ein Link dazu.

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Auf den Fotos seht ihr bereits, dass mir das Garn ausgegangen ist, kurz vor Ende. Ich wollte sie dann aber nicht kürzer machen, sondern habe einfach den Rest Dewberry noch verarbeitet. Außerdem ist mir ein kleiner Anfängerfehler unterlaufen. *hust* Ich habe nicht nachgesehen, ob die Anleitung auf der nächsten Seite noch weiter geht, dort hätte ich nämlich dann die Anleitung für einen linken Stulpen gefunden. So habe ich zwei rechte Stulpen gehäkelt. Das ist aber nicht dramatisch, die Naht sieht man nicht sonderlich und ich kann sie auch so verkehrtherum tragen.

Mit den Stulpen war ich in weniger als 2 Stunden fertig. Die eignen sich also auch super als Last-Minute-Mitbringsel oder Geschenk.    IMG_5974

Auch mit diesem Beitrag hopse ich zu „Auf den Nadlen im April“ bei Maschenfein!