Keine Angst vor verkürzten Reihen – Mairlynd im Atelyeah in Mönchengladbach

Ich war gestern ja im Atelyeah zu einem Workshop von Mairlynd.

Keine Angst vor verkürzten Reihen“ hieß es ab 14:30 h im Atelyeah.

Vorher hatten bereits weitere Kurse stattgefunden nämlich „Tuch- und Farbgestaltung“ und „Tuchkonstruktion“. Da ich, was Farben angeht, ja eher beratungsresistent bin und ohnehin immer aus dem Bauch heraus entscheide, was mir da jetzt gefällt und was nicht und ich auch keine Ambitionen habe selbst Tücher zu entwerfen, lockte mich eher der Kurs zu den verkürzten Reihen, da ich mit denen nämlich immer so meine Probleme habe und wunderschöne Lochmuster produziere, wo ganz sicher keine hingehören.

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Gerade jetzt bei meiner True von Joji Locatelli sind sie im Bereich der Ärmkugeln stark vertreten, im Ropedance habe ich Bubbels mit den verkürzten Reihen gearbeitet, im Quicksilver ist das Lacemuster aus verkürzten Reihen und in meinem angefangenen Leftie von Martina Behm werden die Blättchen durch verkürzte Reihen gestaltet.

Mir war gar nicht bewußt, dass es dafür verschiedene Techniken gibt. Vier dieser Techniken hat Melanie in ihrem Kurs sehr anschaulich erläutert. Dazu gab es auch schriftliche Unterlagen und wir haben alle zusammen ein Probeläppchen mit den verschiedenen Techniken gearbeitet.

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Aber fangen wir vorne an.

Mein Tag startete damit, dass ich wegen Bauarbeiten, das Haus bereits um 07:30 h verlassen mußte, da ich sonst nicht mehr rausgekommen oder auch nicht mehr hineingelangt wäre. Damit ich nicht den ganzen Morgen und Vormittag obdachlos auf der Straße rumlungern mußte, habe ich mich mit Fräulein Feinmotorik und der Maschenprobenuschi zum Frühstücken verabredet. Die Uschi war dann aber doch zu faul und hat lieber Zuhause gestrickt, Frolleinschein, wir sprechen uns noch! Frau Feinmotorik und ich haben aber wunderbar gespeist und geratscht und gestrickt und ich hatte mir vorher noch beim Bäcker den neuen Asterix mitgenommen. Eigentlich bin ich kein so großer Fan, aber die Schwämereien gestern waren ja kaum auszuhalten, daher mußte der unbedingt mit, als er mich vom Regal angrinste.

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Während wir dann so beim Frühstrick saßen, liefen auf einmal verschiedene Star wars Menschen vorbei. Prinzessin Leia mit einem Yoda auf dem Rücken, ein Darth Vader, Darth Maul, Boba Fett, Chewbacca und dieser Typ im braunen Mantel mit den gelben Leuchteaugen, keine Ahnung wie der heißt. Fein gewunken haben wir und uns gefreut, weil die wirklich toll aussahen, speziell die kleine Leia war der Renner!

Leider ist es mir nicht gelungen herauszufinden, was da los war, wer das war und wo die Herrschaften hinwollten… Wer da Infos hat, immer raus damit. Das war cool!

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Dann wurde es für mich Zeit aufzubrechen.

In Gladbach angekommen, fand ich sofort einen Parkplatz und stürzte mich ins Wollparadies.

 

Das Atelyeah ist ein wahrgewordener Garntraum. Ein wunderschönes Ladenlokal mit herrlichsten Stoffen, Kleinoden, Knöpfen, Nadeln, Garn, Garn, Garn und Garn. Allein da hätte ich ja schon wieder Stunden verbringen können.

Es gab tollen Zwiebelkuchen! (Der war wirklich extrem lecker, bin an einem Rezept durchaus interessiert!!!) Apfelsaft, Apfelcidre und Wasser, sowie herrlichste Kaffeespezialitäten (zumindest konnte ich das vernehmen, ich trink ja selbst eher selten mal ein Käffchen).

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Melanie Berg und ich haben uns dann auch endlich mal gesehen und wirklich nett unterhalten. Ich hab ja schon zwei Teststricks für sie absolviert, den Joker und die Müllers Tochter, aber real gesehen haben wir uns dann doch noch nie. Sie war toll, super nett, freundlich und konnte sich trotz ihrer großen Fangemeinde durchaus an einigen persönliche Dinge von mir erinnern. Hach, da hatte ich ja schon das Glitzern in den Augen.

Der Rest der Truppe war aber auch sehr nett, den ein oder anderen kannte man sogar schon von Ravelry und Beatemaus (ravelrylink: Klick!), deren Nuvem mich zu meinem mit den Perlchen inspiriert hat, war auch da und wir haben nebeneinander gesessen und uns echt nett unterhalten und sie hat mir, wenn ich mal wieder Garnchaos gemacht hab, toll geholfen. So ganz sicher bin ich beim Stricken ja doch leider immer noch nicht.

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Außerdem durfte ich den wunderschönen Void einer anderen Mitstrickerin antatschen, ich bin da ja immer ein wenig schamlos und muß immer alles anfassen, schlimm ist das mit mir. Der Void hat mir so gut gefallen, dass ich mir Garn für einen eigenen Void mitgenomme habe (Is klar, zuhause hatte ich angekündigt, dass ich höchstens ganz vielleicht und ausnahmsweise ein oder zwei kleine Stränglein kaufen werde… *hust* Hat super funktioniert!). Das wird definitiv eins meiner teuersten Tücher. Das wunderbar weiche und tolle Garn von Woolfolk Far ist nämlich mit seinen über 20 Euro pro 50g leider wirklich nicht erschwinglich. Allerdings ist es so weich, da konnte ich nicht anders, das mußte ich haben und natürlich geht einfarbig nicht, sondern ich muß selbst bei einem so teuren Garn Experimente machen, mein Void wird daher 5-farbig werden, mit einem grauen Farbverlauf und einem roten Streifen. Ich bin gespannt, ob das dann so gut aussieht, wie ich mir das vorstelle oder ob ich mich schwarz ärgere. Wir werden sehen.

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Wir hatten auf jeden Fall in unserer Runde unheimlich viel Spaß und haben wirklich viel gelernt. Während des Kurses habe ich natürlich keine Fotos gemacht, war ja mit Stricken beschäftigt, daher nur ein paar Eindrücke aus dem Laden, mein Probeläppchen und mein Garnbeute auf den Bildern.

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Der Kurs umfaßte die folgenden vier Techniken für verkürzte Reihen:

German Shortrows / Deutsche verkürzte Reihen (Doppelmasche)

Diese Technik setzt Melanie in ihren Werken ein und ich erziele damit leider nicht ganz so hübsche Ergebnisse, da ich einfach nicht fest genug am Fädchen ziehe. Seufz.

Verkürzte Reihen mit Umschlag

Diese Technik kannte ich noch gar nicht, fand sie allerdings auch nicht sonderlich angenehm zu stricken, irgendwie verhuddelte sich da bei mir immer alles und ich hatte komische Muster im Strickstück.

Wickeln und Wenden / Wrap and turn

Diese Technik kannte ich von Joji Locatelli und Martina Behm, bzw. Ankestrick bereits. Damit komm ich eigentlich ganz gut klar und erziele ein schönes gleichmäßiges Ergebnis.

Japanische verkürzte Reihen

Das war eine Offenbarung. Für mich die Variante, die ich ab jetzt bei verkürzten Reihen stricken werde. Gut es ist aufwendig und man benötigt viele kleinen Maschenmarker, aber für mich sah hier das Ergebnis am absolut perfektesten aus. nahezu makellos reihten sich die verkürzten Reihen in das Strickstück ein. Das war ein wahrer Traum.

Jede von uns hatte tatsächlich ihre ganz eigene Vorliebe, aber es war sehr nett, alle mal auszuprobieren und zu testen, welche einem besser liegt und das unter professioneller Anleitung und mit guter Hilfestellung.

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Melanie hat wirklich viel und gut erklärt. Ich habe ja häufig erstmal ein Brett vorm Kopf, wenn ich eine neue Technik ausprobieren will, dazu kommt, dass ich ja etwas anders stricke, als die meisten hier in Europa und zur seltenen Gattung der Garnwerfer gehöre, daher muß ich häufig umdenken, Melanie hat aber alles so erklärt, dass ich es direkt umsetzen konnte und auch verstanden habe. Chapeau!

Bitte habt Verständnis, dass ich hier jetzt keine Youtube-Videos zu den verschiedenen Techniken einfüge, ich möchte, ja, dass ihr auch einen Kurs bei Mairlynd / Melanie Berg besucht, denn der lohnt sich wirklich.

Aber auch ohne Kurs, ist das Atelyeah unbedingt eine Reise wert. Michaela hat ganz fantastische Garnhersteller im Angebot, die man sonst auch nicht unbedingt überall bei uns findet. Außerdem kommen da wohl in Zukunft noch weitere Garnmanufakturen hinzu, zumindest habe ich das aus den mysteriösen Andeutungen geschlossen.

Wir mit dem Bonner Stricktreff fahren auf jeden Fall am 21.11. auf Ausflug erneut ins Atelyeah und gucken uns nach Garnen um… Ich freu mich schon!

 

Meine Makerist Kimono-Jacke „Nina“

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Ich habe ja schon vor einiger Zeit Makerist entdeckt und dort schon den ein oder anderen Kurs gemacht. Vor ein paar Wochen habe ich mich dann an mein erstes richtig großes Strickprojekt gewagt und die Strickjacke „Nina“ von Makerist begonnen.

Da ich auf die Materialbox nicht warten wollte und ohnehin noch ein Garn hier hatte, das ich mir dafür sehr gut vorstellen konnte, habe ich direkt losgelegt. Ich habe im Vergleich zum Ursprungsmuster allerdings ein paar Veränderungen vorgenommen. Zum einen wurde meine Jacke zweifarbig, grau und limettengrün. Ich habe ein paar Streifen eingearbeitet, zum anderen wollte ich die Jacke deutlich figurbetonter und kürzer haben.

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Die Änderungen am Muster vor zunehmen, waren auch für mich noch nicht ganz so fitte Strickerin überhaupt kein Problem.

Bei der Jacke werden erst die einzelnen Teile gestrickt, nämlich ein Schalkragen, das Rückenteil und zwei Ärmel. Wenn man die Ärmelchen weglassen würde, hätte man auch eine ganz feine Weste. Anschließend werden die einzelnen Teile zusammen genäht. Das mag ich nicht so gerne, beim nächsten Mal würde ich hier tatsächlich die einzelnen Teile direkt anstricken und die Maschen aus den Rändern aufnehmen, das sollte problemlos gehen.

Wie üblich hab ich ein zwei kleine Fehlerchen eingebaut, so wechselt im Rückenteil einmal der Musterverlauf aus mir unerfindlichen Gründen, vermutlich hab ich gepennt und die allererste graue Reihe beim Schalkragen, man sieht sie auf dem Bild von vorne unten links, ist aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen deutlich lockerer und somit breiter. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe.

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Ich sag mir jedoch, das ist handmade, das macht den Charme aus und ich finde es nicht so dramatisch, dass es nicht tragbar wäre.

Die Paßform ist mir soweit ganz gut gelungen, in den Schultern ist es ein wenig knapp, vorallem, weil ein Fehler in der Anleitung war, den ich erst später entdeckt habe und meine Ärmel daher irgendwie nicht richtig paßten und ich ein bißchen schummeln mußte, beim Annähen. Ging aber trotzdem. Es ist auch nicht soooo eng, nur so daß ich eher keine dickeren Shirts darunter tragen kann. Hatte ich aber ohnehin nicht vor, das sollte ein Sommerjäckchen werden.

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Für die erste größere gestrickte Jacke bin ich grad sehr zufrieden mit mir.

Der Strickvideokurs war wirklich sehr gut. Nina erklärt einleuchtend und klar und es wird alles gezeigt, was man wissen muß, sowie einige Varianten vorgeschlagen. Die Videoaufnahmen sind übersichtlich, schön hell und sehr professionell. Man sieht genau die Handbewegungen und kann alles gut nachvollziehen.

Ich freue mich auf den nächsten Kurs, diesmal vielleicht mit weniger Zusammennähgedöns!

Für alle die jetzt neugierig sind, hier geht es zum Videostrickjackenkurs: Klick 10703592_720134421395683_2576920669513657485_n

Chloe von Meisterclass ist fertig

Vor einigen Wochen habe ich bei einem Gewinnspiel von Meisterclass das Set zum Stricken von Chloe gewonnen. Am 30.Juli habe ich mit dem Stricken begonnen und gestern habe ich das Tuch fertig gestellt.

Allerdings habe ich es ein wenig kleiner gestrickt, so daß ich pro Farbe noch etwa 1 Knäuel übrig habe, da ich mir ganz gerne noch ein Mützchen passend zum Tuch stricken möchte. Für diejenigen, die bei Ravelry sind, ich werde dieses Muster hier wählen: MUSTER

Das Tuch war wirklich einfach, ich als Wiedereinsteigerin konnte hier Maschenzunahmen auf verschiedene Arten üben und den Farbwechsel ein bißchen trainieren. Dabei sieht man bei dem Tuch sehr rasch schöne Fortschritte und die Wolle läßt sich sehr gut verarbeiten, so daß man auch als ungeübter Stricker ein schönes Maschenbild hinbekommt. Im Kit war alles dabei, was ich benötige, ausreichend Wolle von Lamana, eine Vernähnadel, ein Label und die passenden Stricknadeln. (Knitpro Basics, hier hätte man ruhig bessere Nadeln nehmen können. Die Basics sind nicht kompatible mit anderen Knitpro Seilen und die Alunadeln hören sich beim Stricken doof an und an den Übergängen zum Seil bleibt das Garn auch häufiger hängen.)

Ich Dusselchen habe mich in der Mitte bei den Zunahmen zweimal verbaselt und war dann aber zu faul, es wieder aufzumachen, selbst das fällt nur auf, wenn man genau hinschaut. Sehr fein und es frustriert nicht so schnell.

Am Ende habe ich das große gerade Stück des Tuches noch mit festen Maschen umhäkelt, damit man dort den mitgezogenen korallfarbenen Faden nicht so sieht.

Jetzt muß ich es noch spannen und dann ist mein Tüchlein fertig.

Herzlichen Dank an Meisterclass, das hat wirklich Spaß gemacht, die Wolle ist einfach fantastisch und das Muster wirklich sehr leicht und für ein rasches Ergebnis gut.

Bei Meisterclass gibt es außerdem einen kostenfreien Strickkurs, der wirklich sehr gut die wichtigesten Dinge erläutert.

Die Videos sind alle ausgesprochen gut gefilmt, man sieht genau, wie etwas gemacht wird und der „Meister“ erklärt auch immer sehr viel und sehr gut verständlich. Wer sich also in die Handarbeit stürzen will und statt teilweise dunkler und schlecht gefilmter Youtubevideos, lieber etwas professionelle Unterstützung beim Start haben möchte, der ist hier genau richtig.

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