Ich habe ein SET gestrickt! Ich bin so stolz! :)

Immer. Wirklich immer nehme ich mir nach einem Schalstrick vor, aus den Resten Handschuhe oder Mütze zu machen. Umgesetzt habe habe ich das bislang leider noch nie, keine Lust, keine Zeit, kein passendes Model.

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Jetzt stricke ich ja schon seit einiger zeit an meinem „Dessin moi un mouton“ von La Maison Rililie herum und ich habe selten ein Strickstück so gehaßt, wie diesen Pullover. Ich stricke mit sehr dünnem Garn von Holst (Coast) und man kommt sooooo langsam voran. Ähnlich nervig find ich eigentlich nur den Nuvem, der zur Zeit auch in der Ecke liegt und mich vorwurfsvoll ansieht.

Also brauchte ich für eine Woche Fortbildung unbedingt ein bißchen „Zwischenstrick“.

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Ich habe mir daher von Joji Locatelli „the authentic collection“  gegönnt. Das ist eine wunderschöne Sammlung von schönen mädchenhaften und weiblichen Mustern. Dort habe ich mir die Mütze „A girl thing“ ausgesucht, weil sie perfekt zu meinem Schal „All paths lead home“ paßt. Beide sind aus meiner Sicht perfekt für einander gemacht, wenn der Schal auch von Mairlynd und gar nicht von Joji ist.

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Das Mützchen war fantastisch und sehr schnell zu stricken. Das Muster ist unheimlich abwechslungsreich und man kommt sehr flott voran. Der Laceteil ist wirklich einprägsam, simple und so logisch, dass man die Anleitung eigentlich kaum braucht und die Größe auch auf andere Garnstärken oder Größen anpassen kann.

Beherrschen sollte man rechte und linke Maschen, Zunahmen aus dem Querfaden, Maschen zusammenstricken und überzogen zusammenstricken, Umschläge, sowie den Cable-cast-on.

Ich habe in Größe M gestrickt, da mein Kopf sehr klein ist und ich trotzdem eine etwas lockere Mütze haben wollte. sie paßt perfekt und fällt genauso aus, wie ich es mir vorgestellt habe.

Ich hab mich bisher beim Spannen von Mützen immer schwer getan und sie meist gar nicht gespannt.

Nun höre ich ja die Knitmore Girls (übrigens sehr empfehlenswert, auch für Menschen, die nicht soooo gut englisch sprechen. Beide sprechen sehr deutlich und gut verständlich und ich glaube, Gigi hat zumindest einen deutschen Hintergrund, ab und an merkt man das an ihrer Aussprache, wenn sie deutsche Muster oder Begriffe nutzt. Ich höre beiden sehr gerne zu) mit wachsender Begeisterung und in einer der letzten Folgen wurde dort berichtet, dass man Mützen einfach mit einem großen Essteller spannen kann. Was soll ich sagen? Ja geht. Geht super! Manchmal sind die besten Lösungen so einfach!

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Benutzt habe ich wie üblich Nadeln von HiyaHiya mit 40er Seil, das paßt für eine Mütze perfekt und man muß nicht einmal Magic Loop nutzen.

Beim Garn habe ich die Reste vom „all paths lead home“ genommen.

Verbraucht für die ganze Mütze habe ich 54 g.

Babysitting Blues / Plucky Knitter Single / grau  22 g

Hosta bluea / Madelinetosh tosh merino light / türkis 11 g  (aus der Wollschmiede in Holzweiler)

Dewberry / Malabrigo Sock / lila 21 g (aus dem Atelyeah, glaub ich zumindest, es könnte allerdings auch die Maschenkunst gewesen sein. Ich weiß es nicht mehr… )

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Da hatte ich dann immer noch einen Rest Hosta blue übrig und habe mich entschieden die Stulpen aus Tanja Osswalds Häkelbuch zu häkeln.

Die Stulpen sind wirklich einfach und man übt schön die verschiedenen Stäbchenarten.

Eine genaue Vorstellung des Buches folgt im nächsten Blogpost noch…..Wenn der fertig ist, erscheint hier ein Link dazu.

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Auf den Fotos seht ihr bereits, dass mir das Garn ausgegangen ist, kurz vor Ende. Ich wollte sie dann aber nicht kürzer machen, sondern habe einfach den Rest Dewberry noch verarbeitet. Außerdem ist mir ein kleiner Anfängerfehler unterlaufen. *hust* Ich habe nicht nachgesehen, ob die Anleitung auf der nächsten Seite noch weiter geht, dort hätte ich nämlich dann die Anleitung für einen linken Stulpen gefunden. So habe ich zwei rechte Stulpen gehäkelt. Das ist aber nicht dramatisch, die Naht sieht man nicht sonderlich und ich kann sie auch so verkehrtherum tragen.

Mit den Stulpen war ich in weniger als 2 Stunden fertig. Die eignen sich also auch super als Last-Minute-Mitbringsel oder Geschenk.    IMG_5974

Auch mit diesem Beitrag hopse ich zu „Auf den Nadlen im April“ bei Maschenfein!

Hoist the sails von Kieler Wolle

Ich habe am KAL von Kieler Wolle zum Kieler Wollfest teilgenommen.

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Dabei ging es darum gemeinsam das Tuch zum Kieler Wollfest zu stricken.

Die Facebook-Gruppe zum KAL findet ihr hier: Klick!

Die Ravelry-Gruppe zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Die Facebook-Veranstaltung zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Mein Beitrag zur Kieler Wolle in der Wollipedia ist hier: Klick!

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Ich hatte mich entschieden nicht, wie die meisten anderen mit einem Garn von Rosy Green, gefärbt von Kim von der Kieler Wolle, teilzunehmen, sondern meine Reste Plucky Knitter vom Paris-Schal zu verstricken.

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Außerdem wäre mir der Schal zu klein geworden, wenn ich mich an die Maschenvorgaben gehalten hätte, weil mein Garn ja deutlich dünner ist, als das vorgegebene Rosy Green Cheeky Merino Joy.

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Daher habe ich die Maschenanzahl auf 268 vergrößert. Da am Ende jedoch mein Blau etwas knapp wurde, habe ich später in jeder Reihe 2 Maschen abgenommen und nicht nur in der Rückreihe. Das führt dazu, dass mein Schal weniger einem Segel ähnelt, sondern ein wenig mehr in die Länge gezogen ist. Dennoch kann ich ihn wunderbar tragen und er entspricht genau meinen Vorstellungen. Den langen Zipfel kann ich mir schön um den Hals wickeln.

Gestrickt habe ich mit meinen Hiya Hiya Nadeln mit einem recht kurzen Seil und Nadelgröße 3.25, da ich sehr feststricke, war das für mich sehr gut.

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Leider ist der Schal mal wieder zu groß für meine Spannmatten gewesen, ich muß da wirklich endlich mal aufrüsten und wurde daher an der Wäscheleine mit Klammern gespannt getrocknet. Dadurch hab ich irgendwie eine kleine Zacke reingespannt, find ich jetzt nicht so schlimm, sondern eher witzig, auf manchen Fotos sieht man sie unten.

Gestrickt habe ich mit The Plucky Knitter Single in Houston (rot), Silverlining (silber) und  Paris is always a good idea (blau).

Verbraucht habe ich:

Blau: 63 g

Silber: 69 g

Rot: 58 g

Die Reste sind auf dem Foto zu sehen:

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Vom Blau habe ich also einen nicht mehr wiegbaren Rest von weniger als 1 g übrig. Das ist somit ganz haarscharf ausgekommen.

Die Anleitung von der Kieler Wolle war für mich gewöhnungsbedürftig, viele der anderen Strickerinnen hatten keinerlei Probleme beim Stricken, ich bin einen gänzlich anderen Aufbau gewohnt und vorallem andere Bezeichnungen der Abnahmen. Damit hatte ich zunächst echt ein Problem, daher habe ich das für mich in eine für mich lesbare Strickschrift umgewandelt und damit kam ich dann deutlich besser klar. Mittlerweile hat Kim das Muster allerdings ein wenig verändert und aus meiner Sicht verbessert.

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Link zur Anleitung bei Ravelry: Klick!

Link zur Anleitung bei der Kieler Wolle: Klick!

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Das Muster ist wirklich, wenn man sich drauf einläßt, nicht sonderlich schwer und sehr eingängig. Auch Anfänger, die sich bei rechten und linken Maschen sicher fühlen und zum ersten Mal Lace probieren möchten, werden damit sicherlich klar kommen.

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Interessant fand ich die Konstruktion des Tuches, man fängt hier nämlich an der breiten Seite des Dreiecks an und strickt sich zur Spitze hoch. Das ist motivierend, da es zum Ende hin ja immer kürzere Reihen werden und man gefühlt viel schneller voran kommt.

Mir hat das wirklich gut gefallen, allerdings sollte einem klar sein, dass man hier dann nicht wirklich etwas in der Größe anpassen kann, abgesehen von langsameren oder schnelleren Abnahmen.

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Und natürlich hopse ich zu auf den Nadeln: Klick!

und zum RUMS natürlich auch: KLICK!

The Plucky Knitter

Allgemeine Info:

Homepage

Etsy-Shop

Facebook-Seite

Ravelry

Atelier:

Plucky Knitter, Inc.
P.O. Box 6219
Grand Rapids, MI 49516

Verkaufsmodalitäten:

Einen Strang Plucky zu ergattern ist fast noch schwerer, als sich früher für Wollmeisen auf die Lauer zu legen.

Der erste wichtige Schritt zum Erfolg ist das Abonnieren des Newsletters. Das tut man hier: Klick  Ganz einfach rechts die Mailadresse eintragen und Enter drücken.

Dann erhält man jeweils kurz vor einem Update eine Mail und kann sich auf die Uhrzeit einstellen. Zu beachten ist, dass wir hier 6 Stunden auf die Zeitangabe addieren müssen, die in der Mail genannt wird. Sprich, steht in der Mail um 12 Uhr Mittags ist das Update, so ist dies bei uns 18 Uhr.

Es gibt zwei Formen des Updates, einmal einen Verkauf im Blog: Klick

Hier erscheinen dann die angebotenen Garnqualitäten und man kann Menge und Farben auswählen.

Dann gibt es das IG Update, dieses findet im Etsy-Shop statt: Klick

Hier werden Restbestände, aber auch neue Färbungen und Überraschungskits herausgehauen. Das schöne am IG Update ist, dass die Versandkosten auch für uns Europäer deutlich erschwinglicher sind, als bei einem Verkauf im Blog. Die Stränge erscheinen im Shop und man kann zuschlagen.

Bei beiden Updateformen heißt es schnell sein. Die Updates im Blog sind meist 15 Minuten nach Update-Zeit ausverkauft. Das IG Update dauert deutlich länger, aber die einzelnen Stränge sind häufig nur wenige Sekunden verfügbar und hier kann einem durchaus auch der gefüllte Einkaufswagen von anderen, die schneller durch die die Kasse flitzen geräubert werden. Es heißt also wirklich vorher bereits genau wissen, was man will und entscheidungsfreudig sein.

Zur Bezahlung benötigt man eine Kreditkarte oder Paypal.

 

EDIT!!!!

Seit kurzem gibt es einen Online-Shop auf der Homepage, in welchem immer wieder ausreichend Garne bestellt werden können. Link: Klick!

Versand:

Der Versand erfolgt per USPS und ist bis zum Eintreffen in Deutschland gut über die Sendungsnummer zu verfolgen. Ab Frankfurt erfolgt kein Tracking mehr. Bei mir sind aber bisher alle Päckchen gut und sicher gelandet.

Der Versand variert nach Bestellmenge und eben der Versand beim IG Update über den Etsy-Shop ist deutlich günstiger, als bei den normalen Updates im Blog.

Zusätzlich ist zu beachten, dass die meisten der Päckchen von Plucky bei mir beim Zoll gelandet sind. Sprich ich mußte sie dort abholen und Einfuhrumsatzsteuer und (über 150 Euro) Zollgebühren zahlen. Das sind für den Einfuhrumsatzsteuer zusätzliche 19 % auf Kaufpreis und Versandkosten.

Der Versand dauert zwischen zwei Tagen und einer Woche etwa. Leider liegt es dann meist noch mehrere Tage beim Zoll, bevor eine Abholbescheinigung beim Empfänger eingeht. Die Stränge sind alle gut verpackt und kommen sicher an.

Garne und Qualitäten:

Die Garne von Plucky sind qualitativ das absolut Beste, neben der Wollmeise, was mir bislang an Garn untergekommen ist. Sowohl Färbung, Haltbarkeit, aber auch Verzwirnung und Qualität des Garns habe ich so bei bislang keinem Anbieter finden können. Leider.

Wie üblich nehme ich hier nur Bezug auf die Qualitäten, die ich bereits gekauft habe.

Alle Garnqualitäten und Preise kann man sich hier ansehen: Klick!

Single:

Meine Lieblingsqualität ist bislang Single, davon habe ich auch aufgrund meines „Classics“ Abos (Erläuterung unter Besonderheiten) mittlerweile 6 Stränge und einige davon auch bereits verarbeitet.

Wie zum Beispiel, Hudson, Paris is always a good idea und silverlinings, zu meinem Paris Tuch: Klick

oder „Babysitting Blues“ zusammen mit anderen Garnen für meinen „All Paths lead home“: Klick

Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um ein unverzwirntes Single Garn.

Fingering: 100g / 450 yards / 393 meter

Merino 80 % / Seide 20 %

Das Garn hat einen unheimlich schönen Schimmer durch die Seide, ist weich und wirklich überhaupt nicht kratzig, trotzdem wärmend. Die Farben kommen aus meiner Sicht auf Single am allerbesten raus. Sie glänzen und strahlen regelrecht. Das Garn ist für eigentlich alles geeignet, ich würde es für Schals und Bekleidung bevorzugen. Für Socken ist es schlicht zu schade.

Primo:

Primo gibt es in verschiedenen Garnstärken, ich habe bereits Sport verstrickt und Fingering in einem Strang hier liegen.

Primo ist wirklich ein robustes, aber sehr weiches und angenehm dehnbares Garn. Als Sportstärke eigenet es sich sehr gut für Mützen und Schals, aber auch für Bekleidung, in Fingering finde ich es für Pullover grandios.

Fingering: 100 g / 390 yards / 357 meter

Sport: 100g / 275 yards / 251 meter

75% Merino
20% Cashmere
5% Nylon (Polyamide)
Durch das Nylon ist es wirklich sehr stabil und strapazierfähig. Die Cashmeremenge macht es weich und angenehm auf der Haut. Selbst ich alte Mäkelziege habe hier keinerlei Probleme, es juckt nicht und fühlt sich schön auf der Haut an, dabei ist es sehr warm.
Durch die Verzwirnung und die glatte Oberfläche kommen hier Zopfmuster sehr schön raus und ich mag es für strukturierte Strickstücke.
Ich habe aus Sport beispielsweise meinen zweiten Moonraker gestrickt: Klick

Primo nimmt die Färbungen sehr gut an und ist sehr semisolid und glänzt leicht. Die Stränge sind durchgefärbt und changieren wirklich nur sehr leicht. Außerdem haben sie einen leichten Glanz.

Snug:

Snug ist ein extrem kuscheliges Garn, das mir fast entgangen wäre, weil ich es wegen meiner Alpaka Allergie komplett ignoriert habe. In einem meiner Überraschungspäckchen (Erläuterungen unter Besonderheiten) war dann aber ein Strang Snug Worsted drin und ich wurde extrem überrascht, denn reagiere ich sonst sofort mit Rötungen und Pickeln auf Alpaka, hatte ich hier überhaupt keine Probleme. Weder beim Stricken, noch beim Tragen des Strickstücks.

Snug gibt es ebenfalls in verschiedenen Garnstärken, ich habe es in Worsted verarbeitet und finde diese Stärke wunderbar für kleine Teile, wie Mützen oder Handschuhe, einen Loop oder Cowl oder aber auch für schöne dicke Pullover und Strickjacken.

Snug Worsted: 100 g / 210 m / 230 yards

70% Merino
20% Cashmere
10% Alpaca
Dieses Garn ist super kuschlig und pillt dabei fast gar nicht. Es hat einen schönen Glanz ist aber nicht sehr glatt verzwirnt. Zopfmuster und Strukturmuster kommen mit dem Garn toll zur Geltung.
Ich habe aus meinem Strang meine absolute Lieblings-Mütze gemacht: Klick
Crew:
Crew gibt es mittlerweile ebenfalls in zwei Garnstärken, ich habe das Original Crew in DK Stärke verstrickt.
Crew ist ein sehr robustes aber weiches Garn. Durch die Baumwollbeimengung sieht es sehr rustikal aus, fühlt sich auf der Haut aber toll und wirklich kein bißchen kratzig an. Die Mischung des Garns führt dazu, dass eine leichte Melierung entsteht, das finde ich toll für grobere Strickstücke im Rippenmuster, aber auch für Zöpfe.
Die Farben wirken auf Crew deutlich dunkler und haben keinerlei Glanz!
Crew ist sehr elastisch und ich würde keine Schals daraus stricken, aber für Bekleidung ist es super und Dank der Garnstärke erzielt man hier rasch gute Ergebnisse.
Ich habe aus Crew meine True gemacht: Klick
Die Stränge haben hier 115 g das ist bei der Berechnung für ein Strickstück zu beachten.
115 g / 300 yards / 274 meter
75% Merino
25% Cotton

Leider pillt Crew ziemlich stark. Vorallem an den Stellen, an denen die Ärmel immer wieder über den Rumpf reiben entstehen kleine Fusseln, die ich mit dem Rasierer entferne. Das finde ich ein wenig schade. Trotzdem ist die True meine absolute Lieblingsstrickjacke. Sie wärmt angenehm und ist trotzdem durch die Baumwolle nicht zu warm. Crew kann bei 30 Grad in der Maschine gewaschen werden!

Besonderheiten:

Es gibt verschiedene Garnclubs, die ebenfalls zu Updatezeiten über das Blog angeboten werden. Diese werden gesondert angekündigt.

Man schließt einen solchen Club ab und die Abbuchung erfolgt immer einen Monat vor Versandt des Garns. Ich habe 8 Monate die „Classics“ abonniert gehabt. In einem Monat erfolgt die Zahlung per Paypal, im nächsten kommt das Garn, sprich alle zwei Monate eine Lieferung. Bei diesen Clubs ist die Farbe eine absolute Überraschung und man kann lediglich Garnmenge und Garnqualität auswählen. Ich hatte mich für einen Strang Single entschieden, einfach weil ich es ausprobieren wollte. Hier sind die Versandkosten im Abopreis enthalten. Für meinen Strang Single waren das 32 Dollar pro Lieferung.

Grundsätzlich mag ich diese Überraschungsclubs sehr. Mein Abo hab ich allerdings gekündigt, nachdem ich im Classics Abo das 3. Mal hintereinander Grau drin hatte. Da half es mir auch nicht, dass man von Plucky Knitter aus beteuerte, es sei keineswegs dreimal Grau, sondern einmal Blaugrau, einmal Braungrau und einmal Silber gewesen. Das fand ich sehr fad, zumal es einen extra Club für Grautöne gibt. (The Greys).

Zudem war ich ein wenig enttäuscht, wie man mit meiner Kündigung des Garnabos umgegangen ist. Kaum hatte ich die Kündigung ausgesprochen wurde mir per Mail mitgeteilt, dass meine letzte Abolieferung leider verzögert würde und ob ich diese denn dann überhaupt noch erhalten wollte, oder lieber das Geld zurück wollte. Da Plucky hier vermutlich bei Versand nur eines Stranges in die EU deutlich draufzahlt, hatte ich hier das Gefühl, man war über meine Kritik verärgert und wollte sich diese paar Euro ersparen. Zumal niemand sonst eine verzögerte Lieferung bei Single beklagte. Es mag sein, dass ich hier empfindlich bin, aber das fand ich so doof, dass ich sogar mein gewonnenes Goldenes Ticket verfallen ließ. (Erläuterungen siehe Aktionen).

Zusätzlich zu den Überraschungsclubs finde ich die Mystery Packages erwähnenswert.

In den Updates sind häufig Pakete von drei oder mehr Strängen, bei denen man entweder die Garnqualität festlegt und farblich überrascht wird oder aber sich auch im Bereich der Garnqualität überraschen läßt. Dies führt dazu, dass man zum einen Farben erhält, die einen überraschen, die aber immer sehr gut harmonieren, aber auch dass man Garne ausprobieren kann zu einem erschwinglichen Preis, denn die Mystery Packages kosten etwas weniger als die teureren Garnqualitäten.

Ich war mit meinen Mysterys immer sehr zufrieden, das ist eine tolle Möglichkeit Farben und Qualitäten zu testen, allerdings kommt man so natürlich auch zu mehreren Einzelsträngen, für die man erstmal Projekte finden muß.

(Man kann hier im Kommentarfeld auch angeben, welche Farben man bevorzugt oder welche Qualitäten man nicht haben möchte, es wird dann versucht darauf Rücksicht zu nehmen, das hat bei mir sehr gut funktioniert.)

Aktionen:

Die Pluckys veranstalten immer wieder Gewinnspiele oder Knitalongs auf ihrer Seite bei Ravelry. Im letzten Jahr gab es goldene Tickets, die in den Strängen versteckt waren und Gewinne beinhalteten, darunter waren Sweatermengen Garn, Muster, Taschen, aber auch Tickets für eine besondere Bestellung losgelöst von einem Updatezeitraum.

Dazu gibt es in den USA immer wieder Veranstaltungen bei den Pluckys. Märkte, Aktionen, Stricktreffen, etc.

Für Designer bietet Pluck Garnsupport an, sprich wer als Designer ein Projekt aus Plucky Garnen machen möchte, bekommt da Garn gestellt und promotet so sein Pattern und das Garn. Mehr Informationen dazu finden sich hier: Klick

Außerdem gibt es den Plucktober, das ist ein immer im Oktober stattfindenden es Event mit Knitalongs und Gewinnspielen in der Plucky Gruppe bei Ravelry.

Was ich bereits gestrickt habe aus dem Garn:

Siehe oben bei den Garnqualitäten.

Projekte die mir sehr gut gefallen aus diesem Garn:

Mir gefallen die Projekte von Margotchien aus Plucky Garnen immer sehr gut: Klick

Auch dieser All Paths lead home ist toll geworden: Klick

Und natürlich die Projekte von Sarah von The Plucky Knitter selbst sind toll: Klick

Besuch im Laden:

Es gibt keinen Laden, lediglich hin und wieder Veranstaltungen in den USA. Diese werden über das Blog und die Ravelrygruppe bekannt gegeben.

All paths lead home – Mairlynd Teststrick

Ich durfte mal wieder für Melania Berg aka Mairlynd teststricken. Das mache ich unheimlich gerne, zum einen, weil Melanie eigentlich gar keine Teststricks braucht, weil ihre Muster meist schon fehlerfrei sind, wenn wir Strickerinnen loslegen dürfen, zum anderen, weil ich ihren Stil und ihre Art der Anleitung sehr mag.

Weitere Teststricks von mir für Melanie waren zum Beispiel die Müllerstochter und der Joker and the Thief.

Die Muster von Melanie könnt ihr hier kaufen: KLICK!

Und hier geht es zum nun veröffentlichten Pattern dieses Schals: KLICK!

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(Daher war ich auch total verblüfft, als im KAL zur „The Millers Daughter“ einige sich beschwerten, dass die Anleitung so konfus wäre. Ich finde Melanies Anleitungen sehr klar und gut struktiert, man findet alle Infos und ich begreife immer sehr schnell, was sie von mir will.)

Dieser Teststrick hier stand ein wenig unter Zeitdruck, bis zum 25.01.2016 sollten wir Testerinnen fertig sein, nun das habe ich geschafft, denn mein Schal ist gestern fertig geworden. Dank eines freien Tages und einer Beerdigung habe ich die letzten 10 Reihen (Immerhin mehr als 5400 Maschen) in ein paar Stunden runtergerattert und abgekettet. Dann durfte der Schal noch baden gehen und ich habe ihn geblockt.

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Allerdings wirklich nur sehr soft geblockt, da meine Blockmatte mal wieder zu klein war (ich muß da echt mal aufrüsten, Empfehlungen zu mir!!!) und ich mal wieder das Bügelbrett zweckentfremden mußte, das aber dann wiederum ebenfalls etwas klein war. Der Schal wirkt auf den Nadeln gar nicht so groß, weil sich das Lacemuster so zusammenschiebt, geblockt ist er wirklich üppig und gefällt mir sehr gut.

Maße: 165 x 165 x 198 cm

Benutzt habe ich

100 g Malabrigo Sock „Dewberry“ (lila)    (Rest 31 g)

100 g Madeline Tosh Tosh Merino Light „Hosta Blue“ (türkis) (Rest 40 g)

100 g The Plucky Knitter Single „Babysitting Blues“ (grau) (Rest 28 g)

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Ich bin mit dem Garn also wirklich gut ausgekommen (Aus dem Rest überlege ich eine Mütze und/oder Handschuhe zu machen, mal gucken) und habe das komplette Pattern gestrickt, nirgendwo verkürzt oder verkleinert. Der Schal ist für mich als wirklich kleines Persönchen trotzdem nicht zu wuchtig oder zu groß und läßt sich dennoch auch als große Person gut tragen. Die Enden sind schön lang und können verknotet oder um den Hals geschlungen werden.

Der gestreifte Teil wird durch Hebemaschen konstruiert, das macht ihn etwas dicker, als den Rest des Schals und der Schal wird so wirklich schön warm und kuschelig. Das Hebemaschenmuster ist, wenn man es einmal durchschaut hat (das geht rasch!), nicht schwer und sehr einprägsam, mir hat es Spaß gemacht und Fehlerchen werden sofort sichtbar und können leicht behoben werden, ohne dass man weit zurückstricken müßte, sowas mag ich.

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Der Laceteil ist sehr einprägsam und verzeiht ebenfalls kleinere Konzentrationsfehler sehr gut, ich hatte mich beim Stricktreff etwas verbaselt und konnte den Fehler einfach durch das Fallenlassen 3er Maschen und das richtige Hochhäkeln beheben.

Melanie hat im Pattern wieder überall die Maschenanzahlen angegeben, was ebenfalls eine gute Kontrolle ist, allerdings hat man nachher mehr als 540 Maschen auf der Nadel, da wollte ich nicht mehr ständig zählen und hab alle 100 Maschen Markierer gesetzt, um das zu vereinfachen. (Eigentlich muß man auch nicht zählen, aber wir sollten ja die Angaben im Pattern überprüfen und es hilft gerade Anfängern sehr gut, sich selbst zu kontrollieren.)

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Ich finde der Schal lädt zu knalligen Farbkombinationen ein. Im Teststrick Thread bei Ravelry seht ihr schon einige tolle Ideen. Mir gefällt das hier einfach nur kolossal gut: KLICK!

Das Muster wird es sicher bald zu kaufen geben, ich werde dann hier den Link dorthin ergänzen.

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Achso, ich habe mit 3,75er Nadeln von Hiya Hiya und einem 40“ Seil gestrickt, das Seil war deutlich zu kurz, um zwischendurch schöne Fotos zu machen, es paßten aber alle Maschen drauf. Bei den Nadeln hätte ich für den Hebemaschenteil ruhig eine 4er Nadel nehmen können, allerdings mag ich es, wenn es schön dicht wird, so dass mir das feste Gestrick sehr gut gefällt.

In der Waschmaschine ist der Schal nochmal deutlich gewachsen und sehr viel weicher geworden. Keine der Farben hat aus geblutet oder gefärbt!

Ich bin ja wirklich enorm kratzempfindlich, hier kratzt und zwickt nichts!

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Und natürlich geht es damit ab zu Maschenfein auf den Nadeln im Januar: KLICK!

Bei Westknits wird gedoodelt… YEAH!

Westknits hat ja jedes Jahr seinen Mystery Knit along, letztes Jahr bin ich kläglich gescheitert und habe mitten drin abgebrochen, weder gefiel mir mein Garn, noch kam ich mit dem Briochemuster zurecht.

Diesmal hab ich durchgehalten und wurde mit einem schicken Doodler belohnt.

Mittlerweile ist das komplette Muster online und hier kann man es kaufen: Klick!

Benutzt habe ich Hedgehog Sock Garn in den Farben Pheasant, Typewriter und Plume, welche ich mir ja in Amsterdam bei Stephen & Penelope gekauft habe. (flüstert: In Jules Wollshop bekommt man das Garn deutlich günstiger…)

Leider sah Typewriter nach dem Waschen nicht mehr so schön weiß aus, dabei habe ich die Garne vor dem Stricken gebadet und in Essig getaucht und Farbfangtücher mit in die Maschine getan. Trotzdem scheinen Pheasant oder Plume deutlich abgefärbt zu haben. Wenn ich mir die anderen Doodler so ansehe, habe ich aber noch Glück gehabt und kann mit meinem etwas angebräunten Weiß durchaus leben. Da sind andere dabei die richtige rote Flecken in den hellen Farben haben.

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Ich mag Hedgehog-Garne total gerne, sie sind super weich und haben fantastische Farben, aber das dürfte wirklich nicht passieren. Ich werde mir gut überlegen, ob ich nochmal helle und dunkle Töne miteinander verstricken werde. Schade.

Trotzdem mag ich meinen Doodler sehr. Zunächst sah es aus, als würden wir einen Schmetterling stricken, dann wurde es verzopft und schließlich muschelförmig. Den 4. Teil fand ich leider überhaupt nicht schön, es hätten Picots werden sollen, das hat für mich aber etwas sehr Altbackenes und ich mag so Brübbelchen im Strickstück einfach nicht. Daher habe ich mich nach langem Zögern für die Variante mit dem Icord entschieden.

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In Teil 3 habe ich auf den 4. Wedge verzichtet, nicht weil ich in Garnnot geraten wäre, ich wäre gut mit allen Garnen hingekommen, sondern weil mir der Doodler sonst zu groß geworden wäre. Ich bin ja etwas klein geraten und wenn Tücher zu breit werden, gefällt es mir an mir nicht. Als kleinen Farbklecks habe ich dann von Farbe A (Pheasant) ein paar Reihen in den eigentlich einfarbigen Teil eingearbeitet. Das gefällt mir sehr gut.

Gestrickt habe ich auf HiyaHiya Nadlen in Stärke 3,75 mit einem 80 cm Seil, das Seil hätte ruhig etwas länger sein können, hatte aber gerade kein freies längeres Seil da, also mußte ich etwas schieben.

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Rest habe ich:

Pheasant – 0 g (Rest komplett verbraucht in den Zusatzreihen. Nach dem regulären Strick hatte ich noch 7g)

Typewriter: 47 g (Hier hab ich ja auf einen Wedge in Teil 3 verzichtet und außerdem einige Reihen in Pheasant gestrickt, das Garn hätte aber auch für die reguläre Strickerei mit 4 Wedges locker gereicht.)

Plume: 46 g (Regulärer Verbrauch, bei Version eins von Teil 4. Für alle anderen Varianten von Teil 4 hätte das aber ebenfalls locker gereicht.)

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Man kommt also auch mit dem Sock Garn von Hedgehog sehr gut hin und muß nicht die Merino Singles nehmen.

Die Techniken sind ganz einfach. Viele Umschlägen, Verkürzte Reihen, ein bißchen Zopfen, aber wirklich sehr einfach und Icord. Alles sehr gut erklärt.

Hilfestellung findet man bei Ravelry in der Doodler Gruppe, wo es auch viele deutsche Strickerinnen gibt, die sich beteiligt haben.

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Es gab auch noch weitere Doodler, die mir echt gut gefallen haben.

Zum Beispiel der von Himawari, die sogar die Picots gestrickt hat: Klick!

Der von DeDitte: Klick! (ravelry-link nur für ravelry-user sichtbar, sorry)

Der von Abhayafibres: Klick!

Der von Bee mit einem ganz tollen Farbverlauf: Klick!

Edith58s Doodler ist auch ganz toll, weil nur zweifarbig: Klick!

Lololotte1419s Doodler ist auch der Hit: Klick! (ravelry-link nur für ravelry-user sichtbar, sorry)

Natürlich hopse ich mit dem Beitrag zu auf den Nadeln bei Maschenfein und außerdem teile ich noch mit, welcher Ohrwurm mich beim Stricken begleitet hat. Westknits hat nämlich ein fantastisches Doodler-Musikvideo gedreht: Hier entlang: Klick!

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