Shrug and More

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Ich hatte bei Ravelry den wunderschönen Shrug and more von Beeknitched gesehen. (Leider teilt sie ihre Strickstücke nur mit Personen, die bei Ravelry angemeldet sind, darum seht ihr nur etwas, wenn ihr auf den Link klickt, wenn ich auch bei Ravelry seid.)

Damit war das Korn gesät und ich mußte auch einen haben.

Garn hatte ich auch schon, zwei Stränge blaue Rosy Green Wools Cheeky Merino Joy gefärbt von der Kieler Wolle und ein Strang in Bordeauxrot gekauft im Atelyeah.

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Also die Nadeln in Größe 3,75 genommen und losgelegt. Ich muß ehrlich zugeben, bis kurz vor Schluß wirklich nicht sicher gewesen zu sein, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Die Konstruktion ist so seltsam und strange und die Anleitung aus meiner Sicht alles andere als leichtverständlich. Die Bilder von DeDitte haben mir da enorm weiter geholfen ebenso die von Beeknitched, ohne die Fotos hätte ich ihn vermutlich in die Ecke geschmissen. Man benötigt zwar wirklich keine ausgefallenen Techniken, nur ein paar verkürzte Reihen, Ab- und Zunahmen, aber weil die Konstruktion so ungewöhnlich ist und für mich in der Anleitung nicht immer klar wurde, was gemeint war, würde ich sagen, dass es definitiv kein Anfängerprojekt ist. Um zum Ziel zu gelangen sollte man ein klein wenig Verständnis für die Konstruktion aufbringen können, sonst führt das zu Verzweiflung.

Die Tragevarianten überzeugen mich nur bedingt, das hätte ich mir vorher genauer ansehen sollen. Ich werde ihn wohl immer klassisch tragen, also so, wie auf dem ersten Bild des Beitrags. Diese zwei Varianten find ich ok, aber nicht so praktisch.

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Der nächste Nachteil, obwohl ich exakt in Martinas Größe gestrickt habe (jajaja, er ist mir zu groß, aber ich war halt optimistisch, jetzt bekommt ihn meine Mama zum Geburtstag.), habe ich deutlich zu wenig von Farbe A gehabt. Deshalb habe ich mit Farbe B früher angefangen, das sieht auch ok aus, schöner wäre es gewesen, wenn ich hingekommen wäre.

Verbraucht habe ich von Farbe A 200g und von Farbe B 55 g.

Veränderungen oder Modifikationen habe ich nicht vorgenommen.

Ich bin mit dem Shrug so ganz zufrieden, aber mir ist er halt wirklich zu groß. Ich hätte bedenken sollen, dass Martina Behm zwar sehr schlank, aber offenbar auch sehr groß ist, da ist klar, dass er für mich als Zwerg halt etwas locker sitzt. Grundsätzlich wäre er tragbar, aber ich würde kleinen Menschen oder sehr schlanken Menschen raten, ihn deutlich kleiner zu stricken.

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Die Farben haben gut gehalten und nicht aufeinander abgefärbt, obwohl ich sie vorher nicht gebadet habe. Das waren die ersten Rosys die ich verstrickt habe und ich bin sehr angetan, ein wunderschönes weiches Garn. Gefällt mir sehr gut, vorallem weil das Maschenbild wirklich extrem regelmäßig wird und das Gestrick wärmend und elastisch ist.

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Wir hopsen zu auf den Nadeln bei Maschenfein, ist klar!

Shalom-Cardigan, oder wie stricke ich ein Jäckchen in 3 Tagen…

Ja, ihr habt richtig gelesen, eine Strickjacke in 3 Tagen. Dass ich so flott sein würde, habe ich allerdings selbst nicht erwartet und dabei hatte ich nicht mal so viel Strickzeit, vielleicht 6-7 Stunden habe ich gestrickt, nicht pro Tag, sondern insgesamt.

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Dafür braucht man erstmal ein wirklich einfaches Muster und sehr dickes Garn und schon fluppt das ganz wunderbar.

Ich hab mich für den Shalom-Cardigan von Meghan McFarlane entschieden. Ein wirklich sehr einfaches Muster, das schafft jeder, selbst der totale Anfänger, der nur rechte und linke Maschen bisher gestrickt hat. Das Muster ist auf sehr vielen Sprachen und natürlich auch auf Deutsch erhältlich. Man braucht wirklich nur rechte und linke Maschen und ein paar Ab- bzw. Zunahmen, die man sich aber ja gut aufh Youtube mal ansehen kann und die auch nicht schwer sind. Wirklich nicht. (Deutsche Anleitung: KLICK!)

Die einzige Schwierigkeit ist, das Muster auf die eigene Größe umzurechenen, es wird nämlich nur in einer Einheitsgröße S/M angeboten. Mit ein wenig Mathekenntnissen bekommt man das aber einfach auf die eigene Größe umgerechnet.

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Ich habe nach der Ursprungsanleitung gestrickt. Ich trage sonst Größe S/XS, so dass der Cardi bei mir leger sitzt und das soll er auch. Da mein gewähltes Garn dünner war, als angegeben, habe ich den Faden doppelt genommen.

Gestrickt habe ich mit 6-fädigem Sockengarn von Kieler Wolle. in zwei unterschiedlichen Färbungen, ich hab sie Himbeereis und Pfefferminze getauft. Pink und Türkis. Je Strang waren das 150 g / 420 m. (Beitrag über Kieler Wolle: Klick)

Ich habe verbraucht:

Himbeereis: 127 g

Pfefferminz: 147 g

Das Garn ist sehr robust und durchaus kratzig, direkt auf der Haut tragen würde ich das nicht wollen. (Deshalb hat Kieler Wolle es auch nicht mehr im Sortiment.) Trotzdem für meinen Zweck war es genau richtig. Ich wollte ein robustes Jäckchen, das ich rasch auch über Pulli und Bluse ziehen kann, wenn mein Kollege das Büro lüften möchte. Ich friere da immer und nun hab ich ein Jäckchen, das ich rasch überwerfen kann. Es kommt also nicht mit der Haut in Berührung und bringt ein bißchen Farbe ins Büro.

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Ich hatte nach meinem ganzen feinen Strick das Gefühl mit Baumstämmen zu stricken. 7mm Nadeln hab ich benutzt, das war erstmal eine Umstellung, ging dann aber flott, ist aber natürlich für Handgelenke und Finger deutlich anstregender als mit dünnen Nadeln. IMG_5479

Dank des dicken Garns ist der Cardi wirklich auch für Anfänger geeignet, man sieht so rasch Fortschritte und Ergebnisse. Wer möchte kann natürlich noch Ärmelchen anstricken, ich find es auch so als Westchen ganz hübsch.

Das fertige Strickstück wurde bei mir wie immer in der Maschine im Wollwaschgang gewaschen und dann auf der Leine getrocknet, dabei gab es keine bösen Überraschungen.

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Natürlich hopse ich zu auf den Nadeln im Februar bei Maschenfein!