Frau Fussi kriegt ein Burdakleidchen

Genau jetzt, wenn dieser Post online geht, hat Frau Fussi ihr neues Kleidchen in den Händen und ich steh vermutlich weinend daneben, weil es mir so gut gefällt und ich es am Liebsten behalten hätte. Wenn ich mir beim Zuschneiden allerdings ein wenig Mühe gebe, dann bekomme ich aus den Resten nochmal ein Kleidchen für mich gezaubert. Schauen wir mal.

Frau Fussi hat heute zum Stricktreff geladen und eigentlich wollte ich ihr nur ein Malbuch mitbringen, weil sie auf Malbücher für Erwachsene halt steht und dann hat mich aber der Stoff die ganze Zeit angeguckt und ich hab um 19:14 h gestern abend gedacht: „Ach komm, nähste ihr halt ein Kleid. Wo ihr dein Burdakleidchen doch so gefallen hat.“

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Gesagt getan, jetzt ist es 22:14 h und das Kleidchen ist komplett fertig, fotografiert und verpackt. Netto Nähzeit vielleicht 1,5 Stunden (hauptsächlich wegen des dummen Zierstichs an den Ärmeln, der mich echt Nerven gekostet hat, keine Ahnung, warum der immer den Stoff fressen wollte… ) Zuschnitt etwa 20 Min. Vorallem, weil ich hier und da ein bißchen anpassen mußte, Frau Fussi ist zwar genauso klein wie ich, hat aber etwas mehr Schulter, also mußte ich da ein wenig dazuschummeln und woanders ein bißchen wegschummeln. So sollte es passen, braunen Gürtel drauf, super!

Genäht habe ich den Burdaschnitt 112 aus der 12/2106 Burda Style in Größe 36. Den hatte ich ja für mich schon mal genäht und wußte daher, dass er recht groß ausfällt und hab direkt die Ärmel 20 cm kürzer gemacht, außerdem auf die Nahtzugabe verzichtet und das Kleid an sich auch 5 cm gekürzt. Außerdem habe ich keinen Reißverschluss eingenäht, den braucht bei Jersey nun wirklich niemand und daher auch das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten und nicht nachträglich zusammen genäht.

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Diesmal hab ich auch endlich die Konstruktion des verdammten Halsbündchens kapiert und es paßt diesmal perfekt. Bei meinem ersten Kleidchen war das ein echter Krampf, diesmal ist der Groschen gefallen, manchmal braucht man ein wenig länger. 🙂

Genäht habe ich aus Stoff vom Stoffmarkt verbraucht habe ich etwas mehr als einen Meter, vorallem deshalb, weil ich den Ärmel dusselig platziert hatte, sonst wäre es weniger gewesen. Am Ausschnitt habe ich das vorgesehene Bündchen genäht, an den Ärmeln hab ich einfach umgeschlagen und mit einem Zierstich abgesteppt, ebenso am unteren Rand.

Der Schnitt gefällt mir immer besser vorallem die Ärmel mit der weiten Trompetenform ist einfach schön.

Der Stoff ist schön luftig, leicht und dehnbar und der sehr tiefe V-Ausschnitt sorgt für einen schönen Sitz.

So, jetzt hoffe ich noch, Frau Fussi gefällt es und falls nicht, hab ich das Malbuch immer noch dabei. 🙂

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Bessere Fotos gibt es hoffentlich später, wenn Frau Fussi das Kleidchen übergeschmissen hat.

 

EDIT: TADA!

Frau Fussi mit Kleidchen! Ist das Schick oder schick?

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Die leichte Lynn…

Ich hocke hier ja immer noch mit meinem angerissenen Außenband doof herum und gucke Löcher in die Luft.

Der Mr. Jetztkochtsie hat mir daher ein Bänkchen gegeben, auf das ich die Nähmaschine setzen kann und so kann ich tatsächlich im Liegen auf dem Sofa nähen. Grandioser Scheiß.

Diesmal habe ich dann die Lynn ausprobiert. Ein Schnittmuster von Pattydoo. Diesmal hab ich es allerdings nicht bei Pattydoo bestellt, sondern als ausgedrucktes Schnittmuster in DIN A 0 von Snaply. Das war mein erstes Schnittmuster, das ich dann selbst abpausen mußte. Ging aber gut und problemlos, ebenso das Übertragen auf den Stoff.

Ich habe nach der Maßtabelle gearbeitet und mußte bei meinen Maßen eine Größe 34 nähen, dummerweise habe ich mich nicht an die Stoffempfehlung (Sweat oder Fleece) gehalten und leichten Jersey genommen, weshalb die Lynn trotzdem ein bißchen groß und weit ist. Vorallem hinten sieht man das deutlich, denn meine Puppe hat ja ziemlich genau meine Maße. Sie ist also wirklich etwas groß.

Egal, kann man noch was Warmes drunter ziehen und für die nächste Lynn weiß ich dann Bescheid.

Benutzt habe ich Stoff von Stick & Style. Senffarbenen Jersey  1 m x 150 cm und gemusterten Jersey 1 m x150 cm. Dazu ein sehr lockere schwarzes Rippbündchen für den Rumpfbund.

Ich muß zugeben, dass ich die Taschen vorne ziemlich frickelig fand und dort mehrmals über die Kanten nähen mußte, bis wirklich alle so fest war, wie es sein sollte, vorallem, weil meine Knipse immer ein bißchen arg groß werden, mußte ich da ein bißchen tricksen und fummeln, bis alles saß. Die Ärmelbündchen habe ich deutlich enger genäht, damit der Ärmel sich ein bißchen am Handgelenk bauscht und eine kleine Falte in den Jerseystoff des Ärmels gelegt.

Da mich die Bänder an den Kapuzenshirts immer nerven, habe ich diese hier weggelassen… na gut, auch weil ich keine Ösen da hatte.

Da ich mich beim Zuschneiden dusselig angestellt habe, mußte ich das Rückenteil zweifarbig machen, weil vom bunten Jersey nirgendwo genug Fläche war um es lang genug zuzuschneiden, war aber überhaupt kein Problem. einfach zweigeteilt, Nahtzugabe gegeben, zusammengenäht, fertig.

Obwohl die Lynn mir wirklich etwas groß ist, mag ich sie sehr gerne. Der Schnitt gefällt mir gut und ich hab bereits Alpenfleece bei Snaply für eine Zweite bestellt.

Auch die Lynn hopst mit mir zu Rund ums Weib am Donnerstag… außerdem frag ich mal nach euren Lynns, welche Stoffempfehlungen habt ihr da für mich?

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Milly Vanilli

Ich habe noch zwei Millys von Pattydoo gezaubert. Bisher habe ich ja entweder mit der von Frau Feierabendfrickeleien genähten Wendy mit Schafmotiven eingekauft oder mit den schicken Jutebeuteln von DM. Die Milly finde ich aber noch einen Tick stylischer und weil ich bisher immer nur Millys für andere genäht hab, war nun ich drann und hab mir eine kleine Auswahl genäht, außerdem kann ich so gerade Nähte üben, das ist nämlich wirklich ein Problem, wenn man so wie ich immer alles schnell schnell und hoplahop macht.

Und schicke Einkaufsbeutelchen kann Frau schließlich immer gebrauchen. Der Herr hat sich zwar etwas beklagt, dass beide Beutelchen mehr so männeruntauglich sind, aber das schützt sie auch vor einer Zweckentfremdung zum Sportbeutel oder ähnlich grausamen Dingen.

Ich hab die Tasche abgewandelt, nämlich die Henkel entgegengesetzt zusammengenäht. So kann ich sie besser an die beiden Lenkerteile der Kinderkarre hängen. 🙂

Benutzt habe ich Baumwollstoff von Alles für Selbermacher und Snaply, der Stoff mit den Fischen war von Staghorn. Für eine Milly braucht man für Innen- und Außentasche je 0,5 x 150m.

Nähgarn wie immer von Gütermann.

Und auch wenn Frau Katze der Meinung ist, dass die Tasche natürlich von ihr ist, hopse ich damit zum RUMS…

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Schlawanzuch

Ich hab für die beiden Herren Zwillingsneffen, die hier Anfang nächsten Jahres zur Welt kommen werden, heute zwei kleine Ensembles genäht. Dabei hab ich zum einen verschiedene Bündchenvarianten ausprobiert, außerdem mußte ich ein bißchen stückeln, weil ich beim Stoffeinkauf noch von einem Neffen ausging, der sich da im Landeanflug auf unsere Welt befindet.

Die Stoffe sind jeweils 1 m x 150 cm Jersey von Stick und Style, der Bündchenstoff ist von Staghorn (glaub ich…). Garn ist wie immer von Gütermann.

Das Schnittmuster für den Pulli ist der Autmn Rockers von Mamahoch2 und die Hose ist die Poppy von Pattydoo. Beides sehr einfache Schnitte, die ich mittlerweile gut beherrschte. Ich habe in Größe 68 genäht, bzw. die Hose in 72.

Beide Projekte sind wirklich auch für Anfänger geeignet. Ich nähe Jersey mit dem elastischen Fake-Overlock-Stich und komme damit sehr gut zurecht. Irgendwann muß hier mal eine Overlock-Maschine her, aber so geht es auch.

Da ich mit dem Stoff nicht auskam, konnte ich nicht alle Teile wirklich im Fadenlauf zuschneiden, da der Jersey aber auch so recht dehnbar ist, war das kein Problem. An der zweiten Hose ist mir dann leider der Bündchenstoff ausgegangen, so dass diese nur einen schmalen Bauchbund hat und die Ärmel des zweiten Shirts habe ich einfach mit einem schönen Zierstich umgenäht.

Da die Stoffe von einer Freundin schon zugeschnitten waren, weil ich zur Zeit mit meinem dicken Fuß nicht lange stehen kann, habe ich für beide Ensembles weniger als 1,5 Stunden gebraucht.

Ich finde sie äußerst putzig und genug Platz für den Windelpopo ist auch.

Beim zweiten Pulli mußte ich übrigens leider zweimal die Raglannaht wieder auftrennen, weil ich bei ersten Mal rechts auf links genäht hatte und beim zweiten Mal den Ärmel falsch herum angelegt hatte, man sollte wirklich nicht nähen, wenn man unkonzentriert wird. Ließ sich aber rasch beheben und sowas passiert halt schon mal…. vorallem dann, wenn man meint, man wüßte jetzt genau wie es geht und braucht die Anleitung gar nicht mehr… lach.

 

Mein wunderbares Kleidchen…

Der Mann an meiner Seite behauptet zwar ich sähe mit dem Kleidchen aus, wie eine Weihnachtselfe, aber ich bin trotzdem total verliebt und mag es gar nicht mehr ausziehen.

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Doch fangen wir vorne an.

Vor wenigen Wochen habe ich Nähen gelernt. Den Blogpost dazu findet ihr hier: Klick!

Ich habe ausprobiert und genäht und ganz viele Dinge fabriziert. Dann habe ich im Pattydoo-Forum bei Facebook (KLICK!) die Ella entdeckt und mich sofort verliebt.

Schnittmuster gekauft, ausgedruckt, zusammengeklebt und ausgeschnitten und dann ging es auch schon los. Dank der Mädels im Forum war ich mir recht sicher, dass die von mir gewählte Größe 36 richtig sein würde. Ich trage sonst 34, bin 51 kg schwer und 158 cm groß. Die Ella fällt relativ klein aus und sitzt bei mir in 36 wirklich gut, lediglich der Rock ist mir etwas zu lang, den würde ich beim nächsten Mal kürzen.

Der Zuschnitt geht zügig, benötigt aber relativ viel Stoff. Daher war ich skeptisch, ob mein ausgewählter Jersey dafür wohl reichen würde. Benutzt habe ich 1 m bordeaux roten Jersey und 1m petrolfarbenen Jersey mit weißen Sternchen, beides von Alles für Selbermacher.

Ich habe nirgendwo Änderungen vorgenommen, habe mich für den runden Ausschnitt mit den kurzen Ärmeln entschieden und kein Taillenband genäht. Ich habe eine Jerseynadel genutzt und Polyestergarn von Gütermann.

Genäht habe ich mit meiner Husquvarna Nähmaschine mit dem Fakeoverlockstich. Mit Zuschnitt und Musterkleben war ich in 2 Stunden fertig. Das Video von Pattydoo habe ich mir diesmal nicht angesehen, sondern nur anhand der Anleitung gearbeitet. Das hat alles sehr gut geklappt, mal von einem kurzfristigen „Ups, ich habe die Ärmelöffnung zugenäht!“-Problem abgesehen, das sich aber leicht beheben ließ.

Die Anleitung ist klar und leicht verständlich, wer schon mal ein Muster nach Pattydoo genäht hat, kommt damit gut klar und erzielt rasch ein gutes Ergebnis.

Ich bin mit meinem Kleidchen sehr zufrieden. Einzig den Rock würde ich nächstes Mal kürzen und ich würde es beim nächsten Mal einfarbig, also ohne Teilung an der Taille nähen, da mich hier die Naht innen stört und sich komisch auf der Haut anfühlt. Ich bin da aber wirklich eine Mimose.

Das Kleid sitzt bei mir super. Ich bin wirklich sehr zufrieden und war heute mit dem Kleidchen unterwegs…. traut euch, näht auch eine Ella!

Viel Spaß!

 

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