Mach’s in Köln – Björn Steinmetzler

Ich mag ja diese Mitmachbücher sehr, sprich diese meist hübsch illustrierten Bücher, die dich dazu auffordern, irgendwas mit dem Buch zu machen.

Von Marco Polo gibt es nun diese Mitmachbücher als Reiseführer für mehrere deutsche Großstädte.

Ich habe von Mairdumont freundlicherweise „Mach’s in Köln“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Ausgabe ist von Björn Steinmetzler illustriert und das sehr gelungen. Jedes Buch hat einen anderen Illustrator, den auch etwas mit der jeweiligen Stadt verbindet. Das Büchlein ist zwar in schwarz weiß gehalten, macht aber rein optisch ordentlich was her. Ich fand schon den hübsch gestalteten Buchschnitt sehr gelungen.

Ziel des Buches ist es, zum einen den Reisenden an neue Orte zu locken, zum anderen ihn zur Aktion aufzufordern. Man nimmt das Buch also auf Reisen mit und arbeitet sich so durch die Seiten. Dazu braucht man nicht viel mehr, als einen Stift, Kreativität, Entdeckergeist, Freude am Ausprobieren und ein bißchen Mut, denn manche Sachen sind ganz schön .. ähm …. anders…

Auf jeder Seite des Buches finden sich dann mal mehr mal weniger auf Köln bezogene Aufgaben für den Leser.

Mein absolutes Highlight:

Bio-Hipster und fast vegan

Denk am Besten im Cafe Rotkehlchen sehnsüchtig an alte Zeiten und male die leckersten Fleischgerichte, so appetitlich wie du nur kannst.

Gut fand ich auch:

The Walking Dead

Geh spazieren. Dokumentiere deinen Ausflug mit was Gefundenem. Kann auch ein Gradhalm sein. Schreib auch Ort, Datum und Uhrzeit dazu.

Ganz großes Kino auch:

Leg dich zum Sonnen an den Aachener Weiher und schreib mit, was die Leute sich so erzählen.

Wie gesagt, ich mag solche Bücher sehr und bin daher vielleicht ein bißchen positiver eingestellt, trotzdem finde ich, dass dieses Buch einfach für jeden mit ein bißchen Humor und Kreativität geeignet ist, der sich in eine der Städte auf den Weg begibt, das ist lustig, das ist witzig, das macht Spaß. Natürlich ist auch ein bißchen Unfug dabei. Für Kinder ist das Buch allerdings eher nicht geeignet, zum einen soll man die ein oder andere Seite anzünden, zum anderen wird man immer mal wieder aufgefordert kölsche Alkoholika zu probieren.

Trotzdem kann man das Buch natürlich auch bei einer Reise mit Kindern nutzen, dann trinkt Mutti halt den Flimm und Zwergnase malt das Bild im Buch dazu aus.

Geht alles.

Ich hab grad die Aufgabe bekommen, es dieser Buchseite jetzt mit heißem Wachs mal so richtig zu geben, daher muß ich das Schreiben hier unterbrechen…. *geht eine Kerze suchen*

Solltet ihr im Park wen sitzen sehen, der also heftig in ein schwarzweißes Büchlein kritzelt oder kleine Kinder auffordert Bilder in sein Buch zu malen oder aber der eine Flasche Flimm dabei hat, keine Angst, der ist nicht gefährlich, der „Macht’s in Köln“.

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Dumont Bildatlas Rom

Seit Jahren möchte ich nach Rom, nächstes Jahr, wird es soweit sein.
Zur Einstimmung habe ich mich bereits mit Reiseführern und Bildbänden eingedeckt, wie man das als buchaffiner Mensch nun mal so tut.
Vom Dumont Verlag habe habe ich freundlicherweise verschiedene Bildatlanten als Rezensionsexemplare erhalten, unter anderem Rom.
Zunächst, die Bildatlanten habe den Charakter hochwertiger Zeitschriften. Er eignet sich als Coffeetable Book, aber eher nicht als Reiseführer für unterwegs, da er recht groß und wenig handlich ist.
Zur Einstimmung auf die Reise und zur Information bereits zuhause ist er aber grandios.
Mit starken und ausdrucksintensiven Bildern wird hier auf 120 Seiten ein sehr guter Überblick über Rom geschaffen. Es beginnt mit einer Übersichtskarte nd den Topzielen in Rom. Hier finden sich Pantehon, Colosseo, die Engelsburg und weitere bekannte Touristenattraktionen. Hier fand sich für mich keine große Überraschung, aber es fehlte auch nichts, was ich mir noch gewünscht hätte.
Toll fand ich die Übersicht über grüne Oasen, ich liebe es in fremden Städten, Parks und Gärten zu erkunden, hier bekomme ich 8 tolle Vorschläge geliefert, deren Bilder bereits erahnen lassen, dass sich der Besuch lohnt.
Interessant und durchaus lesenswert fand ich auch die Essays, welche alle schön bebildert sind und sich gut lesen lassen und dabei informativ sind. Das eignet sich dann durchaus auch wieder als Reiselektüre für unterwegs.
Vorschläge für Märkte und Kunst und Kultur, finden sich ebenfalls in ausreichender Menge. Spannend fand ich auch den Text über Fashion in Rom, Boutiquen und die Unterschiede zwischen Rom und Mailand.
In kleinen Kästchen finden sich zusätzlich Hinweise für Aktive, Sportempfehlungen und Ideen. Im zweiten Teil hat er Atlas dann eher Reiseführercharakter, doch auch das gefällt mir gut. Hinweise für Aktivitäten, Kulturereignisse, Restaurants und Hotels.
Natürlich kommt auch die Kulinarik bei den Texten und Empfehlungen nicht zu kurz und hier fand sich dann so manche Perle, die mir noch nicht bekannt war und es sehr rasch auf unsere Liste der zu besuchenden Dinge schaffte. Der Vatikan bekommt einen eigenen Abschnitt, wird vorgestellt, bebildert dargestellt und empfohlen. Das war sehr informativ, allerdings auch sehr reduziert.

Für Eisliebhaber gibt es dann noch eine Rangliste der besten Eisdielen Roms, die wir hoffentlich alle besuchen werden. Ich liebe Eis!!

Der Bildatlas ersetzt sicher keinen Reiseführer, bietet jedoch weitreichende Informationen und Vorschläge, was man tun könnte, was man besuchen sollte und sehr viele Hinweise für Aktivitäten, die man nicht wirklich in jedem Reiseführer findet.
Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht und mich schön in meine Reiselust eingestimmt. Von mir aus könnte es jetzt schon losgehen.

Marco Polo – Island

 

Unbenannt

 

Ich schätze die Marco Polo Reiseführer wegen ihrer Konzentration auf das Wesentliche in der Regel sehe. Sie sind schön schmal, passen gut in die Tasche und sind stabil ausgestattet.
Weitschweifige Lobeshymnen sucht man vergeblich, statt dessen gibt es viele Infos auf den Punkt gebracht und in aller Kürze zusammen gefasst. Im Grunde also alles, was man als Reisender benötigt und zur Information haben möchte.
Diesen Marco Polo für Island eines meiner Traumreiseziele fand ich dann aber doch etwas sehr oberflächlich und deutlich zu kurz. Für einen ersten Überblick reicht das sicher, für eine ganze Reise würde ich hier eher noch ergänzende Reiseliteratur haben wollen.

Gliederung:
15 wichtigsten Highlights mit Seitenzahlen, wo sie abgehandelt werden auf dem vorderen Inneneinband.
Inhaltsverzeichnis
16 Marco Polo Insidertipps mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Tolle Orte zum Nulltarif mit Seitenzahlen und kurzer Info
7 Typisch isländische Orte mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Aktivitäten bei schlechtem Wetter mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Orte zur Entspannung mit Seitenzahlen und kurzer Info
Auftakt: kurzer Überblick über Island und seine Geschichte, leider wirklich sehr stark gekürzt und oberflächlich.
5 Trends in Island (Brauerei, Fischmarkt, Cafe, etc.)
Stichworte und kurze Texte zu Island, Amerika, Baden, Industrie, Flora, Fauna, Geysire, etc. Auch hier wirklich nur ein sehr grober Überblick für denjenigen, der sich mit Island noch nicht auseinander gesetzt hat, sicher interessant, für mich leider ein wenig zu banal.
Essen und Trinken und Einkaufen bieten gute Tipps zu diesen Themen, leider auch hier sehr übersichtlich und für mich etwas zu wenig Auswahl.
Die perfekte Route bietet Vorschläge für eine komplette Islandrundreise auf 1900 km an der Küste entlang. Eine nette Idee und ein guter Anhaltspunkt.
Als nächstes werden die verschiedenen Gebiete Islands abgehandelt. Mit jeweils vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Shopping, Veranstaltungen, Übernachten, Essen und Trinken. Das hat mir gut gefallen, war auch für einen groben Überblick absolut ausreichend.
Allerdings finde ich die Gliederung ein wenig seltsam. Klar, irgendwie muß ein logischer Aufbau da rein, aber Islands Städte bieten so viel mehr, als nur Reykjavik und der Rest wird wirklich enorm knapp abgehandelt. Da hätte ich mir auch für andere schöne Orte etwas mehr Raum gewünscht. Das erschien mir hier deutlich reduziert.
Aufgeteilt ist dieser Teil in:
Reykjavik
Der Süden
Der Osten
Der Norden
Der Westen
Das Hochland

4 Wanderungen und Touren Vorschläge sind der nächste Punkt. Das hat mir wieder recht gut gefallen. Die Abschnitte bieten einen guten Überblick über Anforderungen, Schwierigkeitsgrad, Preise und Beachtenswertes. Schön wäre hier jeweils eine kurze Übersichtskarte für jede Tour gewesen.

Im nächsten Abschnitte geht es um sportliche Aktivitäten in Island und dazugehörigen Tipps (Angeln, Marathon, Gletschertouren, Bergsteigen, Reiten, Rafting, etc.). Eine an sich gute Idee, leider auch hier wirklich enorm knapp. Häufig beschränkt man sich nur auf die Nennung der Adresse. Das ist mir ein wenig zu wenig, hier hätte ich mir deutlich mehr Wertung und Information zu den einzelnen Dingen gewünscht.

Der Abschnitt mit Kindern unterwegs bietet Hinweise, welche Dinge mit Zwergen besonders lohnenswert ist. Wie üblich hab ich diesen Teil nur überflogen, ich muß gestehen, immer froh zu sein, wenn ich im Urlaub so wenig wie möglich Berührungspunkte mit Kinderlärm habe. Interessant fand ich hier aber zum Beispiel den Spaziergang zu den Elfen, das würde ich auch als Erwachsene sehr schätzen. Islands Mythologie ist ohnehin etwas, was mich unheimlich interessiert und was leider im Reiseführer ein wenig zu kurz kommt.

Events und Feste, hier werden die wichtigsten Veranstaltungen festgehalten und mit Terminen und Örtlichkeit angegeben.
Auch die Feiertage finden hier Erwähnung. Sowas mag ich immer sehr, da mir dies bereits bei der Reiseplanung hilft, wann ich wo sein möchte, wann ich besser keinen Shoppingausflug plane und welche Feiern ich unbedingt miterleben möchte.

Toll fand ich den Abschnitt mit Links und Blogs und mehr. Hier kann man wirklich tolle Informationsquellen im Internet finden. Reiseblogs, Streams, Informationsseiten und auch wichtige Apps, die einem in der Einsamkeit Islands sehr gute Dienste leisten können.
Allein diese zwei Seiten haben diesen Reiseführer für mich deutlich aufgewertet. War ich zunächst wirklich ein wenig aufgrund der kürze der Texte enttäuscht, haben diese Hinweise, wo ich mehr Informationen finden könnte, es für mich wieder rausgerissen. Da waren wirkliche Entdeckungen dabei, die ich sofort auf meine regelmäßige Blog-Besuchs-liste gesetzt habe.

Wirklich gut ist der Reiseführer bei den praktischen Tipps. Hier fasst er sich zwar ebenfalls kurz, aber da brauche ich auch keine ausschweifenden Schwärmereien, hier will ich konzentrierte Infos und die erhalte ich. Anreise, Auskunft, Autos, Währung, Camping, Botschaften, Einreise, hier findet sich alles, was man als Islandreisender an Informationen fern von Reisetipps und Sehenswürdigkeiten braucht. Harte Fakten gut zusammengefasst und auf das Wesentliche reduziert.

Sprachführer Englisch, ich muß gestehen, ich brauche diese Sprachführer in Reiseführern nicht. Entweder ich kann mich mit meinen Fremdsprachenkenntnissen (Englisch, Französisch, ein bißchen Spanisch, ein bißchen Türkisch) verständlich machen oder ich habe ohnehin auf Reisen ein Wörterbuch dabei. Ja diese kurzen Tabellen bieten eine ganz nette und oft auch witzige Hilfe, aber brauchen tu ich das meist nicht. Schön fand ich hier allerdings das Kästchen, in dem die Besonderheiten der isländischen Schrift und Sprache erklärt werden.

Im Anhang befinden sich dann ein Reiseatlas mit Detailkarten, ein Register und eine kleine Seite mit Platz für eigene Notizen.
In einer stabilen und strapazierfähigen Plastiktasche befindet sich ein herausnehmbarer Faltplan, den ich sehr praktisch fand. Ich mag ja laminierte Karten sehr gerne, aber dieser hier ist wirklich stabil und gut verarbeitet, das ist ebenfalls sehr gut ausreichend.

Auf der letzten Seite finden sich einige Warnungen, was man bloß nicht tun sollte. Diese Warnungen fand ich aber so selbstverständlich und elementar, wie „Brütende Vögel nicht stören“, „Isländer nicht duzen“, „Im Wanderoutfit nicht ausgehen“, das hätte es meiner Meinung nach eher nicht gebraucht.

Fazit: Ein wirklich guter, aber eben sehr kurz gefasster Reiseführer, für all jene, die sich einen kurzen Überblick über Island verschaffen wollen, absolut ausreichend, wer eine wirkliche Reise plant und vorher bereits in Informationen zu seinem Reiseziel schwelgen will, sollte sich hier weitere Informationen holen zur Vorbereitung. Für unterwegs allerdings ist dieser Reiseführer absolut ausreichend.

Island – Marco Polo

Unbenannt

Ich schätze die Marco Polo Reiseführer wegen ihrer Konzentration auf das Wesentliche in der Regel sehe. Sie sind schön schmal, passen gut in die Tasche und sind stabil ausgestattet.
Weitschweifige Lobeshymnen sucht man vergeblich, statt dessen gibt es viele Infos auf den Punkt gebracht und in aller Kürze zusammen gefasst. Im Grunde also alles, was man als Reisender benötigt und zur Information haben möchte.
Diesen Marco Polo für Island eines meiner Traumreiseziele fand ich dann aber doch etwas sehr oberflächlich und deutlich zu kurz. Für einen ersten Überblick reicht das sicher, für eine ganze Reise würde ich hier eher noch ergänzende Reiseliteratur haben wollen.

Gliederung:
15 wichtigsten Highlights mit Seitenzahlen, wo sie abgehandelt werden auf dem vorderen Inneneinband.
Inhaltsverzeichnis
16 Marco Polo Insidertipps mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Tolle Orte zum Nulltarif mit Seitenzahlen und kurzer Info
7 Typisch isländische Orte mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Aktivitäten bei schlechtem Wetter mit Seitenzahlen und kurzer Info
6 Orte zur Entspannung mit Seitenzahlen und kurzer Info
Auftakt: kurzer Überblick über Island und seine Geschichte, leider wirklich sehr stark gekürzt und oberflächlich.
5 Trends in Island (Brauerei, Fischmarkt, Cafe, etc.)
Stichworte und kurze Texte zu Island, Amerika, Baden, Industrie, Flora, Fauna, Geysire, etc. Auch hier wirklich nur ein sehr grober Überblick für denjenigen, der sich mit Island noch nicht auseinander gesetzt hat, sicher interessant, für mich leider ein wenig zu banal.
Essen und Trinken und Einkaufen bieten gute Tipps zu diesen Themen, leider auch hier sehr übersichtlich und für mich etwas zu wenig Auswahl.
Die perfekte Route bietet Vorschläge für eine komplette Islandrundreise auf 1900 km an der Küste entlang. Eine nette Idee und ein guter Anhaltspunkt.
Als nächstes werden die verschiedenen Gebiete Islands abgehandelt. Mit jeweils vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Shopping, Veranstaltungen, Übernachten, Essen und Trinken. Das hat mir gut gefallen, war auch für einen groben Überblick absolut ausreichend.
Allerdings finde ich die Gliederung ein wenig seltsam. Klar, irgendwie muß ein logischer Aufbau da rein, aber Islands Städte bieten so viel mehr, als nur Reykjavik und der Rest wird wirklich enorm knapp abgehandelt. Da hätte ich mir auch für andere schöne Orte etwas mehr Raum gewünscht. Das erschien mir hier deutlich reduziert.
Aufgeteilt ist dieser Teil in:
Reykjavik
Der Süden
Der Osten
Der Norden
Der Westen
Das Hochland

4 Wanderungen und Touren Vorschläge sind der nächste Punkt. Das hat mir wieder recht gut gefallen. Die Abschnitte bieten einen guten Überblick über Anforderungen, Schwierigkeitsgrad, Preise und Beachtenswertes. Schön wäre hier jeweils eine kurze Übersichtskarte für jede Tour gewesen.

Im nächsten Abschnitte geht es um sportliche Aktivitäten in Island und dazugehörigen Tipps (Angeln, Marathon, Gletschertouren, Bergsteigen, Reiten, Rafting, etc.). Eine an sich gute Idee, leider auch hier wirklich enorm knapp. Häufig beschränkt man sich nur auf die Nennung der Adresse. Das ist mir ein wenig zu wenig, hier hätte ich mir deutlich mehr Wertung und Information zu den einzelnen Dingen gewünscht.

Der Abschnitt mit Kindern unterwegs bietet Hinweise, welche Dinge mit Zwergen besonders lohnenswert ist. Wie üblich hab ich diesen Teil nur überflogen, ich muß gestehen, immer froh zu sein, wenn ich im Urlaub so wenig wie möglich Berührungspunkte mit Kinderlärm habe. Interessant fand ich hier aber zum Beispiel den Spaziergang zu den Elfen, das würde ich auch als Erwachsene sehr schätzen. Islands Mythologie ist ohnehin etwas, was mich unheimlich interessiert und was leider im Reiseführer ein wenig zu kurz kommt.

Events und Feste, hier werden die wichtigsten Veranstaltungen festgehalten und mit Terminen und Örtlichkeit angegeben.
Auch die Feiertage finden hier Erwähnung. Sowas mag ich immer sehr, da mir dies bereits bei der Reiseplanung hilft, wann ich wo sein möchte, wann ich besser keinen Shoppingausflug plane und welche Feiern ich unbedingt miterleben möchte.

Toll fand ich den Abschnitt mit Links und Blogs und mehr. Hier kann man wirklich tolle Informationsquellen im Internet finden. Reiseblogs, Streams, Informationsseiten und auch wichtige Apps, die einem in der Einsamkeit Islands sehr gute Dienste leisten können.
Allein diese zwei Seiten haben diesen Reiseführer für mich deutlich aufgewertet. War ich zunächst wirklich ein wenig aufgrund der kürze der Texte enttäuscht, haben diese Hinweise, wo ich mehr Informationen finden könnte, es für mich wieder rausgerissen. Da waren wirkliche Entdeckungen dabei, die ich sofort auf meine regelmäßige Blog-Besuchs-liste gesetzt habe. […] ist absolut einen Besuch wert. (auf Englisch!)

Wirklich gut ist der Reiseführer bei den praktischen Tipps. Hier fasst er sich zwar ebenfalls kurz, aber da brauche ich auch keine ausschweifenden Schwärmereien, hier will ich konzentrierte Infos und die erhalte ich. Anreise, Auskunft, Autos, Währung, Camping, Botschaften, Einreise, hier findet sich alles, was man als Islandreisender an Informationen fern von Reisetipps und Sehenswürdigkeiten braucht. Harte Fakten gut zusammengefasst und auf das Wesentliche reduziert.

Sprachführer Englisch, ich muß gestehen, ich brauche diese Sprachführer in Reiseführern nicht. Entweder ich kann mich mit meinen Fremdsprachenkenntnissen (Englisch, Französisch, ein bißchen Spanisch, ein bißchen Türkisch) verständlich machen oder ich habe ohnehin auf Reisen ein Wörterbuch dabei. Ja diese kurzen Tabellen bieten eine ganz nette und oft auch witzige Hilfe, aber brauchen tu ich das meist nicht. Schön fand ich hier allerdings das Kästchen, in dem die Besonderheiten der isländischen Schrift und Sprache erklärt werden.

Im Anhang befinden sich dann ein Reiseatlas mit Detailkarten, ein Register und eine kleine Seite mit Platz für eigene Notizen.
In einer stabilen und strapazierfähigen Plastiktasche befindet sich ein herausnehmbarer Faltplan, den ich sehr praktisch fand. Ich mag ja laminierte Karten sehr gerne, aber dieser hier ist wirklich stabil und gut verarbeitet, das ist ebenfalls sehr gut ausreichend.

Auf der letzten Seite finden sich einige Warnungen, was man bloß nicht tun sollte. Diese Warnungen fand ich aber so selbstverständlich und elementar, wie „Brütende Vögel nicht stören“, „Isländer nicht duzen“, „Im Wanderoutfit nicht ausgehen“, das hätte es meiner Meinung nach eher nicht gebraucht.

Fazit: Ein wirklich guter, aber eben sehr kurz gefasster Reiseführer, für all jene, die sich einen kurzen Überblick über Island verschaffen wollen, absolut ausreichend, wer eine wirkliche Reise plant und vorher bereits in Informationen zu seinem Reiseziel schwelgen will, sollte sich hier weitere Informationen holen zur Vorbereitung. Für unterwegs allerdings ist dieser Reiseführer absolut ausreichend.

New York – Baedeker

Unbenannt

Weiter geht es mit meiner Reiseplanung. Zur Zeit habe ich Urlaub und wir werkeln an unserem Häuschen.

Na gut der Mann werkelt und ich koche und wusel herum… wir wollen ja ehrlich sein.

Während ich aber nicht koche und herumwusel werden Reiseführer gewälzt, denn es soll ja nach New York gehen nächstes Jahr.

Diesmal war der Baedeker Reiseführer dran.

Die Baedeker Reiseführer zeichnen sich generell durch sehr gute Bebilderung und umfangreiche Informationen aus, weshalb ich sie sehr schätze. Dies ist auch bei diesem hier so. Er ist sehr umfangreich und dadurch auch recht schwer. Dank der vielen Infos hilft er mir vorallem bei der Reiseplanung, aufgrund seines Gewichts werde ich ihn vor Ort wohl eher weniger auch wirklich auf jedem Ausflug dabei haben.  Trotzdem ist auch dieser Reiseführer praktisch für unterwegs gestaltet.

Der Einband ist biegsam, stabil und abwaschbar. Auf dem vorderen Inneneinband findet sich leider auch hier die offenbar unvermeidliche Cellion-Werbung für SIM-Karten. Ganz ehrlich, mich stört das erheblich. Bei einem Reiseführer möchte ich natürlich Empfehlungen und Tipps erhalten, aber so offensichtliche Werbung mag ich nicht.

Im hinteren Inneneinband befindet sich eine U-Bahnkarte. Praktisch und gut zu verstehen. Das ist hilfreich.

In einer kleinen Plastiktasche befindet sich hinten außerdem ein Faltplan, Straßenverzeichnis, Verkehrslinienplan, etc. Alles was man vor Ort braucht, um von A nach B zu finden. Hier habe ich vor Kurzem zu schätzen gelernt, wie praktisch laminierte Pläne sind, die man mit Filzschreibern kurzfristig beschriften kann. Sowas hätte ich hier zusätzlich noch gut gefunden, bin aber auch mit dieser Karte sehr zufrieden. Die Plastiktasche war bei meinem Plan bereits zur Hälfte herausgetrennt, was ich ein wenig Schade finde, was ich allerdings auf einen Transportschaden zurück führe. Grundsätzlich ist es schon praktisch die Tasche entfernen zu können, wenn ich den Plan verschlanken möchte oder eben nur das Täschlein und den Faltplan mitführen möchte.

Das Inhaltsverzeichnis ist bereits sehr reich bebildert und umfangreich. Dadurch wird es allerdings nicht unübersichtlich. Alles ist sehr gut gegliedert.

Zunächst finden sich dort die 20 Top-Sehenswürdigkeiten mit minimalen Beschreibungen und den Seitenzahlen auf denen sie Erwähnung finden.

Als nächstes gibt es den Abschnitt Lust auf…

-berühmte Aussichten

-historische Häuser

-interessante Kirchen

-grüne Oasen

-exzellente Imbisskost

jeweils mit ganz kurzen Tipps und den Seitenzahlen auf denen man mehr dazu findet.

Dann folgt das eigentliche Inhaltsverzeichnis mit Gliederung:

Hier findet man die Abschnitte

-Hintergrund

Mit Fakten rund um Bevölkerung, Wirtschaft und Politik, Stadtgeschichte, Kunst und Kultur, Berühmte Persönlichkeiten.

-Erleben & Geniessen

Hier ist für jeden eine Empfehlung dabei. Ausgehen am Abende, Essen und Trinken, Feiertage und Events, Hinweise und Tipps für die Reise mit Kindern, Museen, Galerien, Shoppingtips und Stadtführungen, sowie praktische Hinweise und Tipps für die Übernachtung. Teilweise mit Karten und Hinweisen versehen. Dieser Teil war für mich der informativste, hier habe ich meine Klebezettelchen verteilt, wo ich hin möchte, was wir uns eventuell sparen können und was mich besonders interessiert.

-Touren

6 Touren durch New York und Vorschläge für Ausflüge außerhalb der Stadt. Diesen Teil finde ich bei Reiseführern immer besonders wichtig. Ich mag es wenn ich mich bei meinen Spaziergängen an vorgegebene Routen halten kann und Erläuterungen dazu finde. Hier habe ich die Karte zur jeweiligen Route, Erklärungen und Erläuterungen. Das finde ich übersichtlich und gut, außerdem sind die Touren mit Zeiten von 30 Min bis 4 Stunden schön auszuwählen. Eine Route ist nur mit der U-Bahn abzufahren, das finde ich auch reizvoll. Wenn die Füße nicht mehr können, setzt man sich in die Bahn und schaut sich so etwas an.

-Sehenswertes von A – Z

Vom American Museum of Natural History, über Chinatown, Harlem, Park Avenue, Staten Island bis zum World Trade Center Site  befindet sich hier alles, was das Touriherz begehrt gut erklärt mit zahlreichen Ausführungen und Grafiken bzw. Bildern. Das hat mir sehr gut gefallen.Die Infografiken fand ich sehr gelungen und informativ.

Dann folgen noch weitere praktische Informationen zu Anreise, Reiseplanung, Auskünfte, Tipps für körperlich eingeschränke Personen, Etikette, Geld und Gesundheit. Außerdem Literaturtipps, Sachbücher, Hinweise auf weitere Reiseführer auch auf Englisch und Romane, die in New York spielen. Sowas mag ich. Ich passe meine Reiselektüre ja immer an den Zielort an. In Florenz hab ich Dan Brown gelesen, mal sehen, was ich mir für New York raussuchen werde. Frühstück bei Tiffany kenne ich ja schon und fand es fantastisch. Stadt aus Glas von Paul Auster hingegen fand ich ganz schrecklich. Im Moment tendiere ich zu Rita Mae Browns Rubinroter Dschungel… ach wir werden sehen.

Auch gibt es hier noch weitere Hinweise zu Maßen und Gewichtsheinheiten, Sprachtips und Übersetzungshilfen, sowie ein umfassendes und gutes Register.

Wie gesagt, der Reiseführer ist sehr ausführlich, schön bebildert und sinnvoll gestaltet.

Hier verwirrt nichts, hier ist alles klar und logisch aufgebaut. Sicher navigiert man mit diesem Reiseführer durch die Großstadt. Die Tipps und Hinweise sind aktuell und wirken gut und bewährt.

Mir hat der Reiseführer bei meiner Reiseplanung sehr gute Dienste erwiesen und Fernweh weckt er noch dazu.