Kleine Omena

Bereits als das Muster erschienen ist, wollte ich unbedingt eine Omena von Jill Zielinski stricken. Eine Kreisjacke und das wo man mich sonst mit Kreisjacken jagen kann.

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Ich finde diese unförmigen sackartigen Gebilde, die da so manche Strickerin und Häklerin in aufwendigen Mustern präsentiert, leider wirklich meistens ganz schrecklich, untragbar und unvorteilhaft. Die Omena ist allerdings sehr schlicht, figurbetont und eben irgendwie moderner, als die häufig miefigen Muster aus den 70ern für andere Kreisjacken.

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Für das Originalgarn von The Plucky Knitter, war ich allerdings zu geizig, daher habe ich vergleichbares Garn von Malabrigo bei Lanade bestellt, als dieses grad im Angebot war. Das Rios ist unheimlich weich und angenehm zu tragen. Es ist griffig und ein wenig dehnbar und dabei kuschelig warm.

Auch die Farbkombination war rasch gewählt. Schwarz, grau und rot sollten es sein. (Black, Pearl und Ravelry Red)

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Laut Muster hätte ich für meine Omena zwei Stränge in Schwarz, einen Strang in Grau und einen in Rot benötigt. Da das Rios Garn etwas dünner ist, als das von The Plucky Knitter, hatte ich zur Sicherheit drei Stränge Schwarz bestellt.

Beim Stricken offenbarte sich sehr schnell, dass ich hiervon definitiv nicht alles aufbrauchen würde. Als ich dann während des Strickens auch noch merkte, dass mir das Ganze zu sackartig wurde und ich mich entschied, das Muster um 3 Mustersätze zu verkürzen, damit es so wird, wie ich es haben wollte, war klar, dass ich einen ordentlichen Rest behalten würde.

Verbraucht habe ich die folgenden Mengen:

Ravelry Red: 70 g

Pearl: 70 g

Black: 86 g

Selbst wenn ich den vollen Mustersatz für die S/M Omena gestrickt hätte, hätte ich lediglich 20 g mehr vom Ravelry Red verbraucht. Wie man bei dem Muster auf einen Verbauch von 200 g für die erste Farbe kommt, ist mir schleierhaft. Das ist viel zu viel. Ein wenig Rest und Reserve ist ja gut und schön, aber 114 g? Nö, sowas ist ärgerlich.

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Ich werde mir jetzt passend zur Omena noch eine Mütze stricken und dann mal sehen, was ich aus dem Schwarz noch zaubern kann.

Die Anleitung ist lediglich auf englisch bei Ravelry erhältlich. Sie ist wirklich sehr einfach und gut strukturiert. Ich bin mit ihr sehr gut klar gekommen und man benötigt an Kenntnissen lediglich rechte und linke Maschen, sowie einfache Zunahmen aus dem Querfaden und simple Abnahmen durch Zusammenstricken. Aus meiner Sicht ist die Omena absolut auch für einen konzentriert arbeitenden Anfänger geeignet und nicht wundern, wenn es erstmal aussieht, als würde man einen Schlüpper stricken, dann macht man alles richtig! 🙂

Ich habe an einer Stelle nicht aufgepaßt und weil ich zu faul war zum Ribbeln, mußte ich danach seitenverkehrt stricken, sprich rechts, was in der Anleitung links ist und umgekehrt, das hab ich zum Glück früh genug festgestellt und konnte das für mich auch einfach anpassen.

Außerdem lernt man hier den gehäkelten provisorischen Anschlag, das war ganz interessant und ging zügig. Wieder eine neue Technik, die ich noch nicht kannte.

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Ich bin mit meiner Omena sehr zufrieden.

Das Rot hat nicht ausgeblutet und die Farben sind schön strahlend geblieben.

Nach der Wäsche in der Maschine im Wollwaschprogramm habe ich sie einfach an meiner Kleiderpuppe gespannt.

Aus dem dicken Garn ist die Omena wirklich warm und kuschelig.

Wie immer hopse ich zu Maschenfeins auf den Nadeln… Klick!

Ashworth – oder mein erstes Meisenlace

Ich habe es geschafft! JUCHU! Endlich ist mein Ashworth fertig und ich habe nicht geschummelt oder kürzer gestrickt.

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YEAH!

2014 im September habe ich meine erste Wollmeisen-Überraschungstüte bestellt. Eine Lila Tüte war es und darin lag ein wunderschöner tief dunkellilaner Strang Wollmeisenlace in „We’re different“ – Petit Poison.

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Der Strang schimmert ganz toll im Sonnenlicht und hat verstrickt ein tolles leichtes Halo und weil ich damals weder Haspel, noch Wickler besessen habe, habe ich ihn ganz alleine von Hand gewickelt. Es war eine Wahnsinnsarbeit, aber es war jeden Meter wert.

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Dann habe ich für diesen Traumstrang das perfekte Muster gefunden. Den „Ashworth„-Schal, den meine Stricktrefffreundin „jazzfish“ aus einem Traumstrang Wollmeise Lace „Schwefel“ gezaubert hatte. Ihr grüner Schal ist wunderschön und als ich den gesehen hatte, wußte ich sofort, so einen muß ich auch haben. Also habe ich im Oktober 2014 angeschlagen und daraus mein Unterwegsprojekt gemacht.

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Das Muster ist wirklich einfach, simple Verzopfungen und zwar nur sehr selten und sonst nur rechte und linke Maschen, keine Ab- oder Zunahmen, einfach gerade hoch und überall, wo was gemacht werden muß einen Marker rein. Das ist super für Anfänger geeignet und für mich war es total mindless. Für unterwegs perfekt geeignet.

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Die Designerin des Musters ist Laura Chau, sie bietet bei Ravelry noch viele weitere Anleitungen an, die vorallem dadruch auffallen, dass sie immer wieder Zöpfe sehr gekonnt als Blickfang einsetzt und die trotzdem einfach und klar gehalten sind. Mir gefallen sie sehr gut. Ihre Homepage findet ihr hier: Klick!

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Dann haben sich immer ein paar andere Projekte reingeschoben und so lag er länger unvollendet herum. Jetzt im Mai hab ich aber nochmal Gas gegeben und mich dahinter geklemmt und hier ist mein wunderschöner Schal. Tatsächlich habe ich nur 198g dafür verwendet und noch 102 g übrig, aus denen ich die passende Mütze und Stulpen machen werde, zumindest ist das der Plan, mal sehen, wie ich das umsetze und ob ich da passende Muster für ein Lacegarn finde. Empfehlungen gerne zu mir!!

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Von meinem ersten Wollmeisenlaceprojekt bin ich grad total begeistert. Der Schal ist wirklich wunderschön lang. (Vorsicht, Wollmeise Lace wächst beim Waschen ordentlich in die Länge!) und kuschelig. Hier kratzt und juckt selbst mich Mimose absolut nichts.

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Gestrickt habe ich auf Knitpro Bambusnadeln, auf die ich damals noch geschworen habe, dich ich mittlerweile aber zu leicht und zu wenig spitz finde, in 4 mm Stärke. Jetzt würde ich hier zu etwas dünneren Nadeln greifen, damit das Gestrick etwas fester wird. Trotzdem gefällt mir mein Schal auch etwas luftiger sehr gut und eignet sich so natürlich auch jetzt toll als Stola wo es etwas wärmer wird.

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Link zum Muster: Klick !

Garnverbrauch: Wollmeise Lace 198 g  „We’re different“ – Petit Poison

Natürlich habe ich das Strickstück, wie immer, in der Maschine im Wollwaschgang gewaschen. Dadurch ist das Strickstück etwas gewachsen, hat jedoch keine Farbe verloren und ist auch nicht angefilzt. Das Gewebe ist angenehm weich und wollig. Sehr schön auch am Hals zu tragen.

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Natürlich hopse ich auch mit diesem Beitrag zu Mascheinfeins „Auf den Nadeln im Mai