An jedem verdammten Sonntag ….

Ich lese samstags ja mit Begeisterung den Samstagskaffee von Maschenfein. Dort präsentiert Marisa Links, die sie entdeckt hat, Strickstücke, an denen sie arbeitet und anderes Unterhaltsames rund ums Stricken kurz zusammengefaßt, dass es mir reicht um samstags in der Wanne zu liegen, auf dem Smartphone herumzuklicken und mich gut unterhalten und inspiriert zu fühlen. Danke dafür, Marisa.

Nun hat mich ihr Samstagskaffee inspiriert, etwas ähnliches zu tun.

Ich wollte immer schon eine Art Wochenrückblick zusammenstellen, irgendwie ist es dann aber immer an der Zeit gescheitert. Nun habe ich aber für mich eine Möglichkeit gefunden, wie ich die ganze Woche über an diesem Posting basteln und es dann Sonntagsmorgens terminiert und fertig online stellen kann.

Daher gibt es also heute meinen ersten „An jedem verdammten Sonntag…„-Post.

Ich mag solche Postings auch von anderen Bloggern total gerne, hier werden mir Links gezeigt, die ich vielleicht noch nicht kenne, Produkte vorgestellt, die reizvoll sein könnten oder auch Ideen angeregt. Ich hoffe, dass meine „An jedem verdammten Sonntag…„-Reihe sich vielleicht auch zu so einem allsonntäglichen kleinen Ritual bei dem ein oder anderen von euch etabliert, wie es Marisas Samstagskaffee bei mir getan hat.

Ich beschränke mich allerdings nicht nur auf Food und Stricken, sondern habe mir ein paar mehr Kategorieren überlegt. Da es der Erste ist, bin ich noch ein wenig auf eure Mithilfe angewiesen, welche Themen würden euch interessieren, was ist euch eher egal und gefällt euch so ein Rückblick überhaupt, schreibt mir das gerne.

Also los geht’s:

Strickstrickhurra:

Ich stricke zur Zeit mehrgleisig, was leider dazu führt, dass ich überall ein wenig und nirgendwo wirklich voran komme. Ich nehme jeden Monat ja an 12 für 2016 vom roten Sofa auf ravelry teil und eigentlich war geplant, diesen Monat dafür mein Schaf fertig zu stellen. Das Schaf nervt mich aber kolossal, weil der Faden so dünn und der Fortschritt nur mäßig festzustellen ist. Daher hab ich viel lieber an diesem wunderbaren Brioche Pullover von Joji Locatelli herumgestrickt und natürlich meine Mützchen fertig gestellt. (Maimützchen 1 / Maimützchen 2). Jetzt habe ich die Hoffnung dieses Wochenende dann doch noch ein größeres und vorallem älteres „Work in progress“-Projekt fertig zu machen, nämlich meinen Wollmeise Lace Schal „Ashworth„. Daran werkele ich also gerade fleißig und habe noch etwa 100 Gramm zu verstricken, schaffbar, aber ambitioniert. Da ich allerdings sonst an diesem WE nicht so viel geplant habe, bin ich ganz guter Hoffnung es hinzu bekommen.

Woran strickt ihr gerade?

Garnkäufe:

Ich wollte ja eigentlich weniger Garn kaufen und mehr verstricken. Super Idee, eigentlich, klappt aber nicht, wenn man vom Finanzamt ausnahmsweise mal eine dicke Steuerrückzahlung bekommt. Da bin ich dann so, da muß das Geld sofort in Wolle umgesetzt werden. Daher habe ich diese Woche zweimal zugeschlagen. Zum einen habe ich eines der wunderschönen Gradient-Garn-Sets von Miss Babs gekauft. (Dieses hier: Klick!) Das ist nun aus den USA unterwegs zu mir und der Versand ist leider wirklich nicht erschwinglich, das Garn an sich auch nicht und wenn es beim Zoll landet kommen nochmal 19% Steuer drauf, aber das war es mir wert, ich wollte das haben. Punkt.

Außerdem habe ich heute morgen das neue Lanade Angebot gesehen, dort ist ja regelmäßig eines der Malabrigo Garne reduziert und ich kann dem nur wenig wiederstehen, selbst wenn es wie diesmal bei Malabrigo Mecha nur eine Reduzierung um 1,80 Euro war. Ich habe mir da also eine Sweater-Menge in wunderschönem Grün und einer Kontrastfarbe Lavendel gegönnt und werde daraus dies hier stricken: Klick!

Entdeckt:

  1. Ich habe im Netz schon vor einiger Zeit die Fruitlet-Box entdeckt und gestern paßte es dann wunderbar, dass ich früher Feierabend machen konnte und mir meine Box am kölner Großmarkt abholen konnte. In der Box sind etwa 18 kg Obst und Gemüse, eine kleine Vorschau findet sich immer auf der Seite in der Woche vorher. Die Normale Box kostet 15 Euro + 2 Euro Pfand für die Box. Man kann sie bis Donnerstag 24 h bestellen und sie am Freitag zwischen 14 – 18 Uhr oder Samstag zwischen 9 – 12 Uhr abholen (Abholzeiten für den Kölner Großmarkt). Die Box gibt es auch für Essen, Kerpen und Düren.  Ich bin vom Inhalt wirklich geflashed, superfrisch, gute Qualität, keine Ausschussware, was ich befürchtet hatte und viel Abwechslung. In meiner Box waren verschiedenste Tomaten, Auberginen, Kopfsalat, Gurken, Kürbis, Äpfel, Birnen, Wassermelone, Blumenkohl, Rucola, Frühlingszwiebeln. Wirklich sehr cool und der Herr war wirklich nett. Ich hatte ein paar Meter weiter weg geparkt, weil ich nicht genau wußte, wohin und er hat mir die Riesenkiste bis ans Auto getragen und auch auf den Rücksitz gewuchtet, weil der Kofferraum meines Fiat 500 etwas zu klein war. Das werde ich auf jeden Fall nochmal machen.
  2. Ich mußte letzte Woche zu einem Photoshooting mit der ganzen Familie und wir hatten uns überlegt, dass jeder eine mittelblaue Jeans trägt und ein weißes Shirt/Blüschen. Gute Idee, wenn ich denn auch nur ein weißes Oberteil gehabt hätte. Ich bin also ewig durch Köln geflitzt, auf der Suche nach einer nicht zu strengen weißen Bluse und wurde leider nicht fündig. Alles häßlich, zu groß, zu klein oder durchsichtig. Etwas verzweifelt bin ich dann zu Herzklopfen in Oberkassel gefahren und endlich wurde ich fündig. Das Herzklopfen ist ein unheimlich schicker kleiner Laden mit feiner Mode für Frauen. Sie haben die von mir so geschätzten Please Jeans (super für kleine Frauen, weil recht kurzes Bein.) und tolle Farben. Weil ich grad so schön dabei war, hab ich dann gleich auch noch eine mittelblaue Boyfriendjeans dazu gekauft, so dass ich auf den Fotos wirklich unheimlich leger und cool aussehe, finde ich zumindest. Die Beratung dort war wirklich nett, freundlich und ehrlich, auch ein „Nein, das steht Ihnen nicht so gut!“ Gab es zu hören, sowas schätze ich wirklich sehr. Das ist ehrlich und kommt gut an. Danke!

Naja:

Das Fotoshooting an sich war hingegen eher so naja. Wir hatten mit 8 Personen einen Termin in Köln bei Picture People. Gebucht war ein Shooting mit einmal umziehen für alle und am Ende sollten 20 Fotos gewählt werden für ein Fotobuch und wir erhielten diese 20 Fotos dann auf einer CD. Da ich das Shooting nicht bezahlt habe, sondern meine Schwägerin und der Mr. Jetztkochtsie das organisiert hatten, kann ich zum Preis nichts Genaues sagen, anhand der dort hängenden Flyer gehe ich jedoch davon aus, dass es mindestens 300 Euro waren, eher mehr.

Wir wurden dort nett begrüßt, es war leider unheimlich heiß und voll im Studio, Ruhe oder Entspannung gab es nicht, stattdessen sehr viel Hektik, Gewusel und Enge. Daher wurde dann auch auf den Outfitwechsel verzichtet. Wir waren also zwei Kinder und 6 Erwachsene und wurden in verschiedensten Gruppierungen fotografiert. Das hat die Fotografin auch durchaus nett gemacht, wenn sie sich auch leider nicht merken könnte, wer jetzt wirklich zu wem gehört, wenn man das uns auch durchaus altersmäßig ansieht. Mich und den Mr. wollte sie immer mit unseren Neffen aufs Foto zwängen, sicherlich hübsch, aber die gehören irgendwie eher zu ihren Eltern… Das Shooting an sich hat wirklich Spaß gemacht, wenn es auch recht heiß war und ich die Anweisungen schon da etwas dürftig fand. Irgendwie gehört für mich zu einem guten Shooting mit Laienmodels auch, dass der Fotograf darauf hinweist, wie man sich am Besten hinstellt (und zwar nicht nur, beugt euch mal was vor, das wirkt aktiver), ob die Brille schief sitzt oder die Stirn glänzt. Das fand leider überhaupt nicht statt. War ich zunächst davon ausgegangen, dass wir offenbar eine Naturtalentfamilie waren, die sofort perfekt steht, offenbarte sich bei Durchsicht der 180 Fotos dann das Grauen. Ich persönlich wäre nicht mal in der Lage gewesen 5 gute Fotos auszuwählen. Auf nahezu jedem Bild, guckt mein eigentlich recht fotogener Schwiegervater über seine schief sitzende Brille hinweg, auf jedem zweiten Bild verdrehten entweder der Mr. Jetztkochtsie oder mein Schwager die Augen gen Himmel oder guckte wirklich sehr leidend. Meine Schwiegermutter wurde leider auch nicht immer auf die vorteilhafteste Weise getroffen, was man durchaus durch Haltungshinweise hätte korrigieren können und die Zwerge gucken sehr häufig ein wenig verträumt nach sonstowohin. Es sind ein paar wirklich schöne Fotos entstanden, aber für das Geld hätte ich hier einfach etwas mehr professionelle Hilfe erwartet, wie man sich hinstellt, ob die Brille sitzt, die Stirn glänzt, schließlich hatte sie mitbekommen, dass ich mit Puder und co ausgerüstet war, ob die Haarsträhne grad irgendwo absteht und vorallem der Hinweis, dass man nicht dem blauen Luftballon der anderen Foto-Gruppe hinterblickt, weil man dann nur noch das Weiße in den Augen auf dem Foto sieht. Ich bin wirklich unheimlich wenig eitel, mir ist es gänzlich egal, wie ich auf einem Bild aussehe und ich kann auch sehr gut über mein fehlendes Kinn in Seitenansicht lachen, aber wenn man für schöne Fotos zahlt, dann erwarte ich, dass da auch schöne Fotos rauskommen, bei denen zumindest die Grundlagen eines guten Bildes zu erkennen sind und man so arrangiert wird, dass es gut aussieht. Eine gute Kamera macht leider noch kein gutes Bild.

Außerdem finde ich es wichtig, dass man sich durchaus die Zeit nimmt, wartet, bis alle bereit sind, jeder ordentlich steht und nicht schon los knipst, wenn der eine sich noch die Nase putzt und der andere noch in die falsche Richtung blickt.

Sehr schade, der Rest der Familie war weniger auf Krawall gebürstet als ich und hat dann 20 Bilder ausgewählt, während ich gefahren bin, ich bin da ja leider häufig ein wenig zu ehrlich. Für mich persönlich bleibt ein fader Beigeschmack. Picture People scheint vorallem etwas für Menschen zu sein, die wissen, wie man sich vor der Kamera bewegt und selbst eine genaue Vorstellung davon haben, wie sie wirken und sich gut in Szene setzen können. Für unsere wuselige und größtenteils kameraunerfahrene Gruppe war das aus meiner Sicht nichts. Leider.

Positivere Erlebnisse im Bereich Fotoshooting habe ich vor einigen Jahren hier erlebt: Fotostudio Strauch. Und meine Schwester hat bei ihrem Schwangerschaftsshooting hier tolle Outdoor-Fotos erhalten: Klick.

Sportlich:

Ich versuche in letzter Zeit ja mich ein wenig mehr zu bewegen. Zum einen gehe ich wieder relativ regelmäßig zweimal die Woche laufen und zum anderen zähle ich meine Schritte mit einem Garmin Vivofit 3. Interessanterweise animiert mich das Ding tatsächlich mehr zu gehen und häufiger die Treppe, als den Aufzug zu benutzen oder statt einmal am Ende des Tages zum Farbdrucker zu marschieren, dies durchaus mehrmals am Tag zu tun und meine Druckaufträge sofort abzuholen. Das Gerät wird wie eine Uhr getragen und stört mich daher überhaupt nicht am Arm. Außerdem hab ich mir diese kleinen Dinger hier gegönnt, die es farblich etwas aufhübschen: Klick!

Nutzt ihr auch Fitness-Apps oder Schrittzähler? Welche? Hilft es euch?

Geguckt:

Zur Zeit gucke ich die alten Folgen Scrubs mit wachsender Freude beim Stricken. Ich liebe JD und seine Kollegen und finde die Folgen so herrlich entspannend und amüsant. Außerdem vergöttere ich den „I told you so“-Tanz.

Von meinem Lovefilm-DVD-Abo kamen zwei weitere Folgen der ersten Staffel Game of Thrones. Hier hab ich ja die Hörbücher alle gehört und finde es interessant, wie die Filme umgesetzt sind. Die Übersetzungen aus dem Englischen sind allerdings hin und wieder wirklich furchtbar: Kasterli Stein für Casterly Rock oder Königsmaul für Kingslanding oder ganz schlimm John Schnee…

Außerdem habe ich den Film W.E. von und mit Madonna gesehen. Relativ anspruchsvoll und etwas intellektuell, aber mir hat er unheimlich gut gefallen, eine ausgefallene und interessante Liebesgeschichte auf zwei Ebenen. Sehr sehenswert.

Gelesen:

Ausgelesen habe ich Winterdreieck von Julia Deck und angefangen 180 Grad Meer von Sarah Kuttner. Kuttners Buch gefällt mir wirklich gut und ist zunächstmal weniger oberflächlich als erwartet und packt mich daher deutlich mehr, als das eher etwas fade „Mängelexemplar“ von ihr. Gerade befindet sich die Protagonistin mit ihrem Bruder am Meer in Brighton und diese etwas schwierige Geschwisterbeziehung ist wirklich schön und anrührend dargestellt, ich bin gespannt wie es weitergeht.

Bei den Zeitschriften gab es für mich die neue Deli und Lust auf Genuss mit feinen neuen Steakrezepten und schöner Sommerküche.

Gehört:

Vielevieleviele Podcasts, wie immer. Allen voran morgens zum wach werden. „Dennis ruft an!“ Ich kann nichts dafür, aber das trifft mein Humorzentrum und ich mag Dennis einfach sehr, auf dem Weg zur Arbeit eine der kurzen Folgen und ich bin gut gelaunt. Außerdem mehrere Folgen „Lila Podcast„, die Emänzchen da sind immer wieder für eine kurzweilige Autofahrt gut, ich muß zugeben, mich manchmal innerlich ein wenig über sie und ihre Einstellungen lustig zu machen, aber grundsätzlich unterhält mich der Podcast sehr und wenn sie es schaffen, sich mal nicht an zu dünnen Barbies festzubeißen, dann sind da häufig auch sehr spannende und intelligente Überlegungen dabei. Gerade, weil die Meinungen sich häufig nicht mit meiner und meinen Erfahrungen decken, finde ich das spannend und höre ihnen gerne zu. Der Podcast ist auch technisch wirklich gut gemacht und ist von der Lautstärke her auch gut beim Autofahren zu hören. Außerdem finden sich hier immer wieder tolle Linktipps, diesmal ist für mich vorallem das Makellosmag sehr interessant gewesen.

Außerdem von Audible Stephen Kings „Basar der bösen Träume„, auch wenn man ein wenig das Gefühl bekommt, ihm gehen die Ideen aus und er verwurstet alles, was sich noch in seinen Schubladen befindet zu neuen Büchern, fand ich diesen Kurzgeschichtenband sehr gut zu hören. Vorallem die Geschichte mit dem Monsterauto hat mich sehr gut unterhalten und ja, man sollte King nicht beim Laufen im ansonsten leeren Wald hören, nein, sollte man nicht. Hier ist es ihm mal wieder gelungen, mir ordentlich zu gruseln.

Gegessen:

Hier war mal wieder Hellofreshwoche. Die Kiste kam und wir haben schon zwei Gerichte daraus gegessen. Der Rindfleischburger mit Pesto war sehr lecker und auch der Stamppott hat gut geschmeckt und letzterer war etwas, was ich noch nicht kannte und was ich definitiv nun häufiger machen werde.

Rezeptliste der dieswöchigen Box ist hier: Klick

und 20Euro Gutscheincode für eure erste Box lautet: ZBCUE4

Außerdem waren wir gestern bei meiner Freundin Frau Fussi zum Essen geladen, sie hat Rezepte aus der oben erwähnten neuen Deli nachgekocht, eine fantastische Spargeltarte mit Salat aus Zuckerschoten, Basilikum, Büffelmozzarella und Tomaten, außerdem ein feines Rhabarer-Tiramisu. Ersteres war fantastisch, letzteres war lecker, aber unspektakulärer als erwartet.

Unternommen:

Unternommen habe ich trotz Feiertag wenig und war eher faul. Außer bei Frau Fussi essen, bin ich nicht so recht vor die Tür gekommen und habe mehr herumgewerkelt. Muß auch mal sein.

Gezockt:

Ich bin ja der Computerspielsucht ganz elendig verfallen. Zur Zeit ganz schlimm ist auf meinem Smartphone, das zugegeben recht simple, aber süchtig machende Clash Royal. Das wurde im Ninja Cast empfohlen und ich hab es mir angesehen und ja, ich kann nicht aufhören, zwischendurch immer mal ein Ründchen, das macht durchaus Spaß.

Anstehende Events:

Dienstag 31.05.2016 Bonner Ravelry Stricktreff im Cafe von und zu

Donnerstag 02.06.2016 Stricktreff im Edelweiss in Bonn

Sonntag, 05.06.2016 Rheinischer Wollmarkt in Euskirchen

Samstag, 18.06.2016 Galerie im Sommergarten  in Villiprott   und  der   World Wide Knit in Public Day

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwo, würde mich freuen!

Habt Ihr Events oder Aktionen für mich, die ihr hier aufgeführt haben wollte, sei es euer Garnverkauf bei Facebook, eure Updatezeiten, ein Wollfest, ein Strickevent oder ähnliches, meldet euch einfach bei mir.

 

(Alle empfohlenen Links, Podcastes, Bücher und Produkte, spreche ich an, weil sie mir gefallen haben und zusagen, ich tue das nicht für Bezahlung oder Produktproben. Sollte ich ein Produkt kostenfrei erhalten haben, so wird dies hier erwähnt werden.)

 

Hoist the sails von Kieler Wolle

Ich habe am KAL von Kieler Wolle zum Kieler Wollfest teilgenommen.

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Dabei ging es darum gemeinsam das Tuch zum Kieler Wollfest zu stricken.

Die Facebook-Gruppe zum KAL findet ihr hier: Klick!

Die Ravelry-Gruppe zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Die Facebook-Veranstaltung zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Mein Beitrag zur Kieler Wolle in der Wollipedia ist hier: Klick!

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Ich hatte mich entschieden nicht, wie die meisten anderen mit einem Garn von Rosy Green, gefärbt von Kim von der Kieler Wolle, teilzunehmen, sondern meine Reste Plucky Knitter vom Paris-Schal zu verstricken.

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Außerdem wäre mir der Schal zu klein geworden, wenn ich mich an die Maschenvorgaben gehalten hätte, weil mein Garn ja deutlich dünner ist, als das vorgegebene Rosy Green Cheeky Merino Joy.

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Daher habe ich die Maschenanzahl auf 268 vergrößert. Da am Ende jedoch mein Blau etwas knapp wurde, habe ich später in jeder Reihe 2 Maschen abgenommen und nicht nur in der Rückreihe. Das führt dazu, dass mein Schal weniger einem Segel ähnelt, sondern ein wenig mehr in die Länge gezogen ist. Dennoch kann ich ihn wunderbar tragen und er entspricht genau meinen Vorstellungen. Den langen Zipfel kann ich mir schön um den Hals wickeln.

Gestrickt habe ich mit meinen Hiya Hiya Nadeln mit einem recht kurzen Seil und Nadelgröße 3.25, da ich sehr feststricke, war das für mich sehr gut.

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Leider ist der Schal mal wieder zu groß für meine Spannmatten gewesen, ich muß da wirklich endlich mal aufrüsten und wurde daher an der Wäscheleine mit Klammern gespannt getrocknet. Dadurch hab ich irgendwie eine kleine Zacke reingespannt, find ich jetzt nicht so schlimm, sondern eher witzig, auf manchen Fotos sieht man sie unten.

Gestrickt habe ich mit The Plucky Knitter Single in Houston (rot), Silverlining (silber) und  Paris is always a good idea (blau).

Verbraucht habe ich:

Blau: 63 g

Silber: 69 g

Rot: 58 g

Die Reste sind auf dem Foto zu sehen:

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Vom Blau habe ich also einen nicht mehr wiegbaren Rest von weniger als 1 g übrig. Das ist somit ganz haarscharf ausgekommen.

Die Anleitung von der Kieler Wolle war für mich gewöhnungsbedürftig, viele der anderen Strickerinnen hatten keinerlei Probleme beim Stricken, ich bin einen gänzlich anderen Aufbau gewohnt und vorallem andere Bezeichnungen der Abnahmen. Damit hatte ich zunächst echt ein Problem, daher habe ich das für mich in eine für mich lesbare Strickschrift umgewandelt und damit kam ich dann deutlich besser klar. Mittlerweile hat Kim das Muster allerdings ein wenig verändert und aus meiner Sicht verbessert.

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Link zur Anleitung bei Ravelry: Klick!

Link zur Anleitung bei der Kieler Wolle: Klick!

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Das Muster ist wirklich, wenn man sich drauf einläßt, nicht sonderlich schwer und sehr eingängig. Auch Anfänger, die sich bei rechten und linken Maschen sicher fühlen und zum ersten Mal Lace probieren möchten, werden damit sicherlich klar kommen.

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Interessant fand ich die Konstruktion des Tuches, man fängt hier nämlich an der breiten Seite des Dreiecks an und strickt sich zur Spitze hoch. Das ist motivierend, da es zum Ende hin ja immer kürzere Reihen werden und man gefühlt viel schneller voran kommt.

Mir hat das wirklich gut gefallen, allerdings sollte einem klar sein, dass man hier dann nicht wirklich etwas in der Größe anpassen kann, abgesehen von langsameren oder schnelleren Abnahmen.

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Und natürlich hopse ich zu auf den Nadeln: Klick!

und zum RUMS natürlich auch: KLICK!

True von Joji Locatelli… oder die neue Lieblingsstrickjacke

Bereits vor einigen Wochen hatte ich mir Garn in einer Jackenmenge (690g) von The Plucky Knitter in den USA bestellt. Eigentlich sollte daraus der Adventurous von Joji Locatelli werden. Als ich dann aber die wunderschöne True von DeDitte bei Ravelry gesehen habe und dann auf der Projektseite noch weitere wunderschöne Trues sah… zum Beispiel die von Ankestrick (Klick! Ravelry-Link) oder Himawari (Klick! Ravelry-Link), da war es um mich geschehen, ja der Adventurous ist auch schön, aber ich wollte diese Jacke!

Jetzt und sofort!

Gesagt getan und kaum hatte ich Urlaub, hab ich das Dingelchen auch schon angeschlagen. Und wie sich dieses Muster strickte, das war der Hammer, ich dachte immer: „Hm… was machst du da? Wo soll das hinführen?“ und dann plötzlich verstehst du, wie es alles zusammen paßt und bist einfach nur fasziniert. Die Konstruktion ist wirklich außergewöhnlich, mit einem total fantastischen Ergebnis.

Ich bin verliebt in dieses Muster und werde es unbedingt nocheinmal stricken müssen.

Ich habe diese True aus The Plucky Knitter Crew (25 % Baumwolle / 75 % Merino  / 115 g 274 m) in der Farbe Barndoor gestrickt. Ich hatte 6 Stränge, also 690 g. Übrig geblieben sind 175 g, ich hab mal wieder etwas großzügig geschätzt (Irgendwie bin ich in meinem Kopf mindestens 172 m groß… lach) und lieber mehr gekauft, als zu wenig. Ich denke, ich werde mir daraus eine Mütze machen, die dann zur Jacke passt.

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Da mein Garn ein wenig dünner ist, als das originale Garn (Madelinetosh DK Twist) habe ich die Anleitung für Größe M gestrickt, um dann Größe S zu erhalten. Das hat sehr gut gepaßt, lediglich die Ärmel habe ich um 5 cm auf beiden Seiten gekürzt, sonst habe ich keine Veränderungen vorgenommen.

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Die Crew ist wirklich angenehm weich und selbst ich Zimperliese habe nichts zu nörgeln an diesem Garn, ich kann die Jacke auf nackter Haut tragen und finde sie vom Schnitt her einfach wunderschön. Das wird auf jeden Fall die absolute Lieblingsjacke!   IMG_5175

Die Anleitung war wirklich ein Traum, zwar auf Englisch, aber sehr gut verständlich, klar und wie gesagt total irre konstruiert, man fängt ganz strange mit dem Kragen an, strickt sich dann an den Vorderteilen abwechselnd herunter und dann den Rücken… ah ich will nicht zu viel verraten, aber das Pattern lohnt sich wirklich, sowas kannte ich bisher gar nicht. Wirklich nicht und Dank des starken Garns ging es einfach nur ruckzuck. Ich hab die Jacke in weniger als einem Monat fertig gehabt und ich hatte zwar Urlaub, aber habe ja auch noch an anderen Projekten gearbeitet.

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Im Rahmen dieses Strickstücks habe ich dann bei den Taschen auch noch das 3-Nadel-Abketten (3-Needle-Bind-off) gelernt und bin verliebt. Ist das cool, das mach ich jetzt immer, nichts zusammen nähen, einfach zusammen abketten, dass ich da nicht früher und von alleine drauf gekommen bin… Manchmal ist es so einfach!!!

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Und natürlich hüpfe ich mit meinem Beitrag auch schnell bei maschenfein zu „Auf den Nadeln im Oktober“

Handschuhe ohne Finger…

Ich bin furchtbar genervt vom neuen Iphone 6, als Applefan hatte ich mich auf mein neues Spielzeug wirklich gefreut und bin nun ernüchtert, die Form und Größe paßt nicht zu meinen Händen. Ständig fällt das Scheißmistding mir runter, wenn ich es wie üblich einhändig bedienen will, ich hasse es beide Hände dafür nutzen zu müssen. Aber dieses Posting soll kein Gemecker über mein Iphone sein, allerdings ist das Iphone schuld, daß ich mir Fingerlosehandschuhe stricken mußte, denn meine Handschuhe mit Touchscreengummierung an der Spitze funktionieren, aus welchem Grund auch immer, am neuen Iphone 6 nicht. Da ich aber nun sehr häufig friere und auch bei nur leichten Minusgraden Handschuhe trage, blieb mir nur diese Alternative.

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Die Garnwahl war schnell getroffen, seit dem Wollfest in Köln liegt hier ein sehr teures Knäuelchen Zealana Luxuria AIR Laceweight herum, für das ich noch keine rechte Idee hatte. Hierbei handelt es sich um ein wirklich sehr hochwertiges Garn, aus 40 % Cashmere, 40 % Possum und 20 % Seide. Es kratzt überhaupt nicht, wärmt unheimlich gut und fühlt sich toll auf der Haut an, es läßt sich fantastisch verstricken. Mit dem Knäuel hatte ich auf dem Wollfest eine einfache Anleitung für fingerlose Handschuhe erhalten und ohne groß weiter zu überlegen habe ich losgelegt.

Bei der Anleitung handelt es sich um eine kostenfreie Anleitung, die man hier downloaden kann: Klick

Es sind wirklich ganz leichte Handschuhe mit einem schmalen Zopfmuster am Bündchen.

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Ich habe sie allerdings ein wenig modifiziert, kleiner gestrickt, damit sie passen und am oberen Ende einen etwas anderen Abschluß gewählt.

Die Handschuhe sind wirklich schön weich, wunderbar warm und gefallen mir super gut.

Von dem 25 g Knäuel habe ich noch 5 g übrig. Mal sehen wo ich das noch aufbrauchen kann, vielleicht an irgendeinem Schal als Borte.

Der Januar war somit äußerst produktiv.

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Ich habe eine Elfe fertig gestrickt, einen Quicksilver-Schal   beendet und meine Handschuhe ohne Finger fertig bekommen. Schauen wir mal, wie der Februar wird!

Das Garn gibt es übrigens auch in der Wollschmiede in Holzweiler, also quasi bei mir um die Ecke, wenn ich dann irgendwann im Lotto gewinnen sollte, stricke ich mir daraus einen Pullover, denn das Knäuel ist wirklich verdammt teuer!

 

Mit den Handschühchen hab ich mich auch bei Maschenfein verewigt: Auf den Nadeln im Januar!

Mairlynd, die Zweite

Ich habe mal wieder ein Pattern von Mairlynd, von der ich ja bereits den Moonraker gestrickt habe, angeschlagen, vor wenigen Tagen erst und eigentlich war geplant, das Projekt im Februar fertig zu stellen.

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Aber „Quicksilver“ strickte sich so rasch und locker flockig, daß ich tatsächlich jetzt schon das fertige Schälchen in der Hand halte. Wobei Schälchen untertrieben ist, denn das Teilchen ist ganz schön groß.

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Gestrickt habe ich aus einem Strang Malabrigo Sock Yarn in Natur, je einem Strang Heimatwolle Emma in Nachtrose und Brombeer.

Erstmal hab ich verschiedene Probestücke gemacht, da ich mich nicht entscheiden konnte, welche Farbe ich wie einbringen wollte.

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Dann fiel die Entscheidung recht schnell und aus dem Bauch heraus. Der Laceteil sollte Brombeer werden, die Streifen in Natur und Nachtrose. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

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Von den drei Strängen habe ich noch etwas Restmaterial übrig, ich denke, daraus werde ich mir eine passende Mütze und Handschuhe machen. Bin aber noch auf der Suche nach einem passenden Muster oder muß mir selbst etwas ausdenken.

Reste:

Brombeer (Heimatwolle) 54 g
Natur (Malabrigo) 40 g
Nachtrose (Heimatwolle) 34 g

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Wir haben den „Quicksilver“ in einem KAL bei Ravelry gestrickt und es ist einfach fantastisch gemeinsam zu stricken und die Fortschritte und Farbkombinationen der anderen Strickerinnen zu sehen.

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Auch mit diesem Post nehme ich an Auf den Nadeln im Januar bei Maschenfein teil!