Es wird kalt… ganz kalt und wild

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Erklärt mich für verrückt, aber ich konnte meine ganzen Strickprojekte aus dünnen Garnen nicht mehr sehen. Also hab ich bei einer Lanade Aktion (Ein Fluch, diese Rabbattaktionen, wirklich ganz ganz schlimm) 8 Stränge Malabrigo Rasta bestellt. 6 Stränge in Dunkelblau und je einen Strang in Natur und Rot. Das Garn ist wirklich total toll fluffig und super weich, selbst bei mir Mimose kratzt da gar nichts und es pillt auch nicht so stark, wie ich bei so dickem unverzwirnten Garn erwartet hätte. Lanade hat auch aktuell schöne Farben in der Rasta da und auch im Atelyeah gibt es die Malabrigo Rasta. Das Strickbild ist auch mit den sehr unhandlichen großen Nadeln absolut schön und regelmäßig.

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Dann habe ich mich daran gemacht endlich ein Muster zu stricken, das schon so lange auf meiner Wunschliste stand. Wilde von Melissa Schaschwary Melissas Muster ist wirklich gut verständlich und auf englisch und französisch zu haben. Die kleinen Sternchen sind vorallem mit den sehr dicken Nadeln etwas schwierig zu stricken, wenn man Anfänger ist, sollte man das vielleicht erstmal üben, hat man den Dreh aber einmal raus, ist das wirklich nicht schwer. Außerdem sind in der Anleitung Links zu sehr guten Videos bei Youtube, die die Techniken erklären. K1024_IMG_6199

Ein wunderschöner Mantel aus sehr sehr sehr dickem Garn für den Winter. Gut, hier herrschen sommerliche Temperaturen von über 30 Grad, aber egal, ich wollte das Ding stricken und da ist es. Das Stricken mit Nadeln in Nadelstärke 15 ist allerdings eine Herausforderung. Mir taten wirklich die Arme und Handgelenke weh, die Schultern sind ebenfalls stark angespannt und es ist richtig anstrengend. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, vorallem weil es eben so rasend schnell geht.

Ein absolutes Schnellstrickprojekt in knapp 3 Tagen habe auch ich noch keinen Mantel gestrickt. Das ist mit dem Muster und Garn aber durchaus möglich. Allerdings weise ich darauf hin, dass die Garnmengenangabe im Muster seeeeehr großzügig bemessen ist. K1024_IMG_6202

Ich hatte wie gesagt für Größe S 6 Stränge Grundfarbe und zwei Stränge Kontrastfarbe bestellt. Von den 6 Strängen habe ich noch mehr als einen Strang übrig und von den Kontrastfarben habe ich jeweils noch nicht mal einen halben Strang verbraucht und dabei habe ich den Mantel um 10 cm verlängert und mit Kapuze gestrickt habe, hätte also eigentlich deutlich mehr verbrauchen müssen. K1024_IMG_6200K1024_IMG_6197

Aus den Resten werde ich mir vermutlich ein Stirnband und einen Loop stricken, mal sehen. Da findet sich schon was Schönes. In Größe S sitzt der Mantel bei mir 158 cm / 51 kg wirklich gut, Frauen mit breiteren Hüften oder sehr viel Oberweite sollten allerdings unbedingt eine Größe größer wählen als normal, da er wirklich sehr schmal ausfällt.

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Ich werde mir jetzt noch schöne Knöpfe besorgen und dann warte ich auf den Herbst, damit ich mein Mäntelchen auch anziehen kann.

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Verbrauch: Paris night    741 g

Ravelry Red 60 g

Natural 69g

Das Muster findet ihr hier: KLICK!

Frau Katze fand das Garn total fantastisch und es gab mal wieder Kämpfe darüber, wessen Garn das denn nun ist:

Mit diesem Beitrag hopse ich natürlich zu „Auf den Nadeln“ bei Maschenfein und zum „Freutag

Kleine Omena

Bereits als das Muster erschienen ist, wollte ich unbedingt eine Omena von Jill Zielinski stricken. Eine Kreisjacke und das wo man mich sonst mit Kreisjacken jagen kann.

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Ich finde diese unförmigen sackartigen Gebilde, die da so manche Strickerin und Häklerin in aufwendigen Mustern präsentiert, leider wirklich meistens ganz schrecklich, untragbar und unvorteilhaft. Die Omena ist allerdings sehr schlicht, figurbetont und eben irgendwie moderner, als die häufig miefigen Muster aus den 70ern für andere Kreisjacken.

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Für das Originalgarn von The Plucky Knitter, war ich allerdings zu geizig, daher habe ich vergleichbares Garn von Malabrigo bei Lanade bestellt, als dieses grad im Angebot war. Das Rios ist unheimlich weich und angenehm zu tragen. Es ist griffig und ein wenig dehnbar und dabei kuschelig warm.

Auch die Farbkombination war rasch gewählt. Schwarz, grau und rot sollten es sein. (Black, Pearl und Ravelry Red)

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Laut Muster hätte ich für meine Omena zwei Stränge in Schwarz, einen Strang in Grau und einen in Rot benötigt. Da das Rios Garn etwas dünner ist, als das von The Plucky Knitter, hatte ich zur Sicherheit drei Stränge Schwarz bestellt.

Beim Stricken offenbarte sich sehr schnell, dass ich hiervon definitiv nicht alles aufbrauchen würde. Als ich dann während des Strickens auch noch merkte, dass mir das Ganze zu sackartig wurde und ich mich entschied, das Muster um 3 Mustersätze zu verkürzen, damit es so wird, wie ich es haben wollte, war klar, dass ich einen ordentlichen Rest behalten würde.

Verbraucht habe ich die folgenden Mengen:

Ravelry Red: 70 g

Pearl: 70 g

Black: 86 g

Selbst wenn ich den vollen Mustersatz für die S/M Omena gestrickt hätte, hätte ich lediglich 20 g mehr vom Ravelry Red verbraucht. Wie man bei dem Muster auf einen Verbauch von 200 g für die erste Farbe kommt, ist mir schleierhaft. Das ist viel zu viel. Ein wenig Rest und Reserve ist ja gut und schön, aber 114 g? Nö, sowas ist ärgerlich.

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Ich werde mir jetzt passend zur Omena noch eine Mütze stricken und dann mal sehen, was ich aus dem Schwarz noch zaubern kann.

Die Anleitung ist lediglich auf englisch bei Ravelry erhältlich. Sie ist wirklich sehr einfach und gut strukturiert. Ich bin mit ihr sehr gut klar gekommen und man benötigt an Kenntnissen lediglich rechte und linke Maschen, sowie einfache Zunahmen aus dem Querfaden und simple Abnahmen durch Zusammenstricken. Aus meiner Sicht ist die Omena absolut auch für einen konzentriert arbeitenden Anfänger geeignet und nicht wundern, wenn es erstmal aussieht, als würde man einen Schlüpper stricken, dann macht man alles richtig! 🙂

Ich habe an einer Stelle nicht aufgepaßt und weil ich zu faul war zum Ribbeln, mußte ich danach seitenverkehrt stricken, sprich rechts, was in der Anleitung links ist und umgekehrt, das hab ich zum Glück früh genug festgestellt und konnte das für mich auch einfach anpassen.

Außerdem lernt man hier den gehäkelten provisorischen Anschlag, das war ganz interessant und ging zügig. Wieder eine neue Technik, die ich noch nicht kannte.

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Ich bin mit meiner Omena sehr zufrieden.

Das Rot hat nicht ausgeblutet und die Farben sind schön strahlend geblieben.

Nach der Wäsche in der Maschine im Wollwaschprogramm habe ich sie einfach an meiner Kleiderpuppe gespannt.

Aus dem dicken Garn ist die Omena wirklich warm und kuschelig.

Wie immer hopse ich zu Maschenfeins auf den Nadeln… Klick!