Geschenke Mützchen

Schon seit längerem trug ich mich mit dem Gedanken, Mützchen zu stricken, daher habe ich schon vor einiger Zeit mehrere Stränge Malabrigo Mecha bei Lanade bestellt.
Jetzt war es soweit, zum einen hat sich die gute Seele der Rechtsmedizin Köln in den Ruhestand verabschiedet und zu ihrer Party wollte ich ein persönliches Mitbringsel nähen, außerdem wechselt einer meiner Chefs in einen anderen Bereich und für den gab es ebenfalls eine Mütze.

Für die gute Seele habe ich einfach den Pussyhat gestrickt, allerding aus Azul Fresco und Borrajas, ich habe mich genau an die Anleitung gehalten und finde das Mützchen wirklich witzig. Der Pussyhat ist eigentlich ein Rechteck, das dann an den Seiten zusammen genäht wird.

Für die Beschriftung habe ich Stitch Fiddle benutzt. Das ist ein Programm, mit dem man ganz einfach seinen eigenen Chart, für Muster oder Farbwechsel erstellen kann. Dort habe ich einfach ein bißchen rumprobiert, bis es mir gefiel. Das ging recht zügig.

Für die Mütze für meinen Chef habe ich einfach in der Grundfarbe Pearl Ten 75 Maschen im Rippenmuster gestrickt, dann ca. 10 cm hoch gestrickt mit der Beschriftung in der Farbe Volcano und dann habe ich jede 10. Masche abgenommen, eine Reihe ohne Abnahmen gestrickt, jede 9. Masche abenommen, eine Reihe ohne Abnahmen gestrickt, jede 8. Masche abgenommen, eine Reihe ohne Abnahmen… und so weiter, bis keine Maschen mehr übrig waren.

Damit ich bei der Beschriftung keine Probleme bekomme, habe ich hier nicht in Runden, sondern in Reihen gestrickt und immer bis zur Rundemarkierung, dann eine Masche weiter, gewendet und die erste Masche zurück geschoben. So mußte ich den Faden nicht über die ganze Runde mitführen und hatte ihn trotzdem immer an der richtigen Stelle.

Die Fäden waren rasch vernäht und die Mützen sind schön elastisch und gefallen mir sehr.

Für beide Mützen zusammen habe ich etwa 5 Stunden gestrickt, wobei ich wegen der Runden und des FairIsle Musters im Chef-Mützchen ein bißchen probieren mußte, bis es gepaßt hat.

Ich habe 5,5er Nadeln von Knitpro benutzt mit einem 40cm Seil. Am Ende des Chef-Mützchen habe ich dann mit Magic Loop gearbeitet.

Verbrauch:

Volcano (rotorange) 5 g

Borrajas (pink) 5 g

Pearl Ten (grau) 64 g

Azul Fresco (blau) 85 g

Ich hopse natürlich zu auf den Nadeln bei Maschenfein und zum Creadienstag!

 

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Shalom-Cardigan, oder wie stricke ich ein Jäckchen in 3 Tagen…

Ja, ihr habt richtig gelesen, eine Strickjacke in 3 Tagen. Dass ich so flott sein würde, habe ich allerdings selbst nicht erwartet und dabei hatte ich nicht mal so viel Strickzeit, vielleicht 6-7 Stunden habe ich gestrickt, nicht pro Tag, sondern insgesamt.

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Dafür braucht man erstmal ein wirklich einfaches Muster und sehr dickes Garn und schon fluppt das ganz wunderbar.

Ich hab mich für den Shalom-Cardigan von Meghan McFarlane entschieden. Ein wirklich sehr einfaches Muster, das schafft jeder, selbst der totale Anfänger, der nur rechte und linke Maschen bisher gestrickt hat. Das Muster ist auf sehr vielen Sprachen und natürlich auch auf Deutsch erhältlich. Man braucht wirklich nur rechte und linke Maschen und ein paar Ab- bzw. Zunahmen, die man sich aber ja gut aufh Youtube mal ansehen kann und die auch nicht schwer sind. Wirklich nicht. (Deutsche Anleitung: KLICK!)

Die einzige Schwierigkeit ist, das Muster auf die eigene Größe umzurechenen, es wird nämlich nur in einer Einheitsgröße S/M angeboten. Mit ein wenig Mathekenntnissen bekommt man das aber einfach auf die eigene Größe umgerechnet.

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Ich habe nach der Ursprungsanleitung gestrickt. Ich trage sonst Größe S/XS, so dass der Cardi bei mir leger sitzt und das soll er auch. Da mein gewähltes Garn dünner war, als angegeben, habe ich den Faden doppelt genommen.

Gestrickt habe ich mit 6-fädigem Sockengarn von Kieler Wolle. in zwei unterschiedlichen Färbungen, ich hab sie Himbeereis und Pfefferminze getauft. Pink und Türkis. Je Strang waren das 150 g / 420 m. (Beitrag über Kieler Wolle: Klick)

Ich habe verbraucht:

Himbeereis: 127 g

Pfefferminz: 147 g

Das Garn ist sehr robust und durchaus kratzig, direkt auf der Haut tragen würde ich das nicht wollen. (Deshalb hat Kieler Wolle es auch nicht mehr im Sortiment.) Trotzdem für meinen Zweck war es genau richtig. Ich wollte ein robustes Jäckchen, das ich rasch auch über Pulli und Bluse ziehen kann, wenn mein Kollege das Büro lüften möchte. Ich friere da immer und nun hab ich ein Jäckchen, das ich rasch überwerfen kann. Es kommt also nicht mit der Haut in Berührung und bringt ein bißchen Farbe ins Büro.

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Ich hatte nach meinem ganzen feinen Strick das Gefühl mit Baumstämmen zu stricken. 7mm Nadeln hab ich benutzt, das war erstmal eine Umstellung, ging dann aber flott, ist aber natürlich für Handgelenke und Finger deutlich anstregender als mit dünnen Nadeln. IMG_5479

Dank des dicken Garns ist der Cardi wirklich auch für Anfänger geeignet, man sieht so rasch Fortschritte und Ergebnisse. Wer möchte kann natürlich noch Ärmelchen anstricken, ich find es auch so als Westchen ganz hübsch.

Das fertige Strickstück wurde bei mir wie immer in der Maschine im Wollwaschgang gewaschen und dann auf der Leine getrocknet, dabei gab es keine bösen Überraschungen.

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Natürlich hopse ich zu auf den Nadeln im Februar bei Maschenfein!

Und wieder was fertig gestrickt… Meisterclass Chloe Nr. 2

In den letzten Wochen habe ich zig Strickprojekte neu angefangen und irgendwie nichts fertig gemacht. Damit sollte nun Schluß sein. Letzte Woche hatte ich den festen Vorsatz bis zum 03.11.2014 mindestens ein Projekt fertig zu haben und es hat funktioniert.

Meine Chloe Nr. 2 für meine Mama in petrol und weiß und etwas größer als meine ist tatsächlich Sonntag Nachmittag trotz Migräne und schwerem Kopf von der Nadel gehüpft und ich bin äußerst zufrieden. Das Lamana Cosma Garn macht ein wunderschönes gleichmäßiges Maschenbild und auch in der neuen Farbe gefällt mir Chloe sehr gut. Allerdings werde ich nächstes Mal, wenn Mama verlangt: „Oh sowas hätte ich auch gerne, nur größer, breiter und länger!“ erstmal ausrechnen, wie viele Maschen das dann werden. Hier hatte ich nachher über 400 Maschen pro Reihe auf der Nadel und dachte, das Tuch nimmt nie ein Ende… 🙂

Das Muster und das passende Garn gibt es im hübschen Set von Meisterclass, zuschlagen, es lohnt sich! Natürlich kann man auch nur den Kurs kaufen und die Wolle dann so wie ich bei der zweiten Chloe selbst farblich zusammen stellen. Lamana gibt es bei Amazon und auch im gut sortierten Wollgeschäft.  IMG_6716[1] IMG_6715[1]

Hier geht es zu meinem Bericht über die erste Chloe! KLICK!

Außerdem durfte ich ja als kleines Dankeschön für meinen Bericht auf dem Meisterclass Blog dann auch noch Amy stricken und war ebenfalls sehr angetan. Fertig wurde Amy schon vor einigen Wochen, aber ich hatte so viel zu tun, daß ich noch gar nichts dazu geschrieben hatte. Hier also meine Amy, sie war wirklich ruckzuck fertig. Das Lamana Cosma Garn ist so schön weich, daß sogar ich kratzempfindliches Mäuschen es direkt auf der Haut ertrage und das Top sitzt wie angegossen. Auf meiner Puppe wird es etwas mehr gedehnt, als wenn ich es selbst trage, so daß man auf der Puppe leider die vernähten Fäden etwas sieht, wenn ich es anhabe, sind diese nicht zu sehen. Dank der Schnürung im Nacken kann ich den Ausschnitt varieren und die Träger sind so schön weich, daß sie nicht in die Haut einschneiden. Da mir eine einfarbige Amy etwas zu fad war und ich wollte, daß sie noch besser mit Chloe harmoniert, habe ich graue Streifen wie im Tuch eingearbeitet.

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Von Amy hatte ich dann noch ein wenig Garn übrig und eigentlich wollte ich daraus ein passendes Haarband zaubern, das ging allerdings leider in die Hose und saß nie richtig. Also hab ich das Restgarn kurzer Hand für den Mann in Topflappen verhäkelt. Wenn der Herr keinen Farbwunsch angibt, dann muß er eben nun mit grau und pink leben. Ich finde sie hübsch. Habe einfach halbe Stäbchen gehäkelt und den Faden doppelt genommen, damit die Lappen auch dick genug sind.

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Ich hoffe nun auf weitere coole Muster von Meisterclass, da ich gerade kein Baby zum Bestricken zur Hand habe, hoffe ich auf einen schönen Schal oder eine tolle Jacke als nächstes…. ich Weiterlesen

Kochen für Schwule… ähm…..ja…

Pink! Gay Cooking von Peter Norman

Ja, das Buch ist schön aufgemacht, Umschlaggestaltung und Haptik sprachen mich sofort an, die Kochbücher aus dem Kosmosverlag haben mich auch noch nie wirklich enttäuscht, also habe ich es gekauft, ohne auch nur einen Blick hineinzuwerfen, was ich besser hätte tun sollen.

Ja, auch die Farbfotos und mit knackigen, leicht bekleideten Herren sprachen auch mich als Frau durchaus an, aber die Rezepte…
Nö… besonders ausgefallen oder originell fand ich die jetzt nicht. Ich hätte mir da etwas mehr an der Thematik vorgestellt, sei es afrodisierende Zutaten oder aber auch rein optisch irgendwie erotisches Essen, das fehlte, es ist ganz normale leichte Sommerküche würde ich sagen.

Die Angabe der Zutaten ist übersichtlich und sinnvoll strukturiert, allerdings so klein geschrieben, daß man sie vorallem vor dem hin und wieder eher unruhigen Hintergrund schlecht lesen kann.
Die Angaben zur Zubereitung ist unheimlich kurz gehalten und teilweise mißverständlich formuliert.

Dazu fehlte mir einfach eine klare rote Linie an den Rezepten. Der Inhalt ist nach coolen „schwulen“ Szenelocations sortiert.
Wildes Ibiza
Fantastisches Färingsö
Schickes Nizza

etc.
Schwierig darin ein Rezept zu finden oder auszuwählen.

Grundsätzlich finde ich die Idee des Buches nicht schlecht, die Fotos, sowohl von Food, als auch von den Jungs sehr ansprechend, aber die Rezepte sind einfach langweilig, die Zubereitungsanweisungen ungut formuliert und zu kurz gehalten, so daß ich nur zu dem Urteil „Nicht empfehlenswert“ kommen kann.
Ich verspürte nicht bei einem Gericht die Lust etwas nachzukochen.