Zwillingsvorbereitungen

Mein Schwesterchen geht gerade in die Endspurtphase der Zwillingsschwangerschaft über und ich hab daher am Wochenende mal ordentlich Gas beim zweiten Zwillingsdeckchen gegeben, schließlich sollten diese auch fertig sein, wenn die Zwerge dann auf die Welt kommen.


Das erste Deckchen ist bereits seit dem 27.Januar fertig und ich hatte es am 02. Januar angefangen.

Das Zweite hat dann auch genau einen Monat bis zur Fertigstellung gedauert, nämlich vom 27. Januar bis 27. Februar und ist mir gestern nach einem Icord-Krimi von den Nadeln geglitten. Icord find ich ja ganz fürchterlich, leider gefällt es mir als Abschluss einfach zu gut, so dass ich das immer wieder stricken muß. Furchtbar, ich weiß.

Gestrickt habe ich beide Deckchen aus je einer Wollmeise Pure und einem Strang Silk-Yak von Strickfuchs.

Die Wollmeisen hatte ich damals beim Ausflug von Feierabendfrickeleien, Feinmotorik und Frau Kowalski und mir zur Wollmeise ergattert. Die beiden Stränge Strickfuchs habe ich unabhängig voneinander einmal bei der Kreativmesse in Bad Godesberg und einmal beim Forum Lanarum in Frechen gekauft. Als sie dann in meinem Stash so zufällig alle nebeneinander lagen, war klar, die muß ich auch zusammen verstricken und was lag da näher als Deckchen für die Zwillinge.

Das Muster ist die Op-Art Blanket, das ist kostenlos, zwar nur auf Englisch, aber wirklich sehr simple zu stricken und der Effekt gefällt mir ausgesprochen gut.

Den Icord-Abschluss habe ich bei jedem Deckchen in der jeweils anderen Wollmeisenfarbe gemacht, so dass ein schöner Kontrast entsteht und man sieht, dass beide Deckchen zusammengehören. Die Größe habe ich so gestrickt, dass ich immer zwischendurch gewogen habe und wenn ich festgestellt habe, den nächsten Streifen schaffe ich nicht mehr aus Yak komplett, dann habe ich aufgehört.

Nach beiden Deckchen hab ich folgenden Verbrauch zu notieren:

Strickfuchs Yak grün                      77 g

Strickfuchs Yak lila                         92g

Wollmeise Pfefferminzprinz      118 g

Wollmeise Fliederbusch             107 g

Beide Deckchen haben eine Kantenlänge von etwa 90 cm. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3, zuerst auf dem Nadelspiel und dann auf der langen Rundstricknadel. (Das Nadelspiel ist ein Bambusspiel von Knitpro und die Rundstricknadel wie üblich von HiyaHiya) Der unterschiedliche Verbrauch kommt dadurch zu stande, dass ich beim lila Deckchen mit den Reihenzahlen durcheinander gekommen bin und nicht kontinuierlich um eine Reihe nach zwei Farbwechseln verbreitert habe, sondern in den letzten Runden irgendwo zwei Reihen verbreitert habe. Das war aber wirklich eher unabsichtlich und es fällt optisch nicht auf, daher hab ich es so gelassen.

Vor dem Spannen sahen die Deckchen so aus und natürlich war Frau Katze wie immer äußerst hilfreich…

Aus den Resten versuch ich jetzt noch Babymützchen zu zaubern, das hab ich ja noch nie gemacht, mal sehen, wie das klappt und da das ja recht schnell gehen dürfte, fange ich am Wochenende dann mit dem Frühlingsjäckchen an. Ein Mützchen hab ich gestern noch angeschlagen. Es wird das „Norwegian Sweet Baby Cap“ und hier seht ihr schon mal den Anfang.

Mit meinen Deckchen hopse ich zum Creadienstag, den Dienstagsdingen und zu Handmade on Tuesday und natürlich zu auf den Nadeln bei Maschenfein.

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Mal misch enz en schap… oder Dessin moi un mouton

Seit Februar stricke ich an meinem Dessin moi un mouton und ich hasse ihn vom ersten Tag an. Dieser Pullover hat mich mehr genervt, als der Nuvem es noch immer tut. Dabei ist er wunderschön geworden. Wirklich. Ich werde ihn vermutlich extrem oft tragen. Er ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe und paßt gut zu meiner sonstigen Garderobe.

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Aber das Stricken hat mich Nerven gekostet. Wirklich Nerven. Ich halte mich mittlerweile für recht erfahren im Lesen von Strickmustern und hier hatte ich mit dem Aufbau des Musters einfach tierische Probleme. Er war für mich nicht logisch. Um dem Muster zu folgen, mußte ich zum einen die Seite mit der Streifenfolge parat haben, zum anderen (zumindest am Anfang) das Blatt mit der Musterfolge und danaben dann das Blatt auf dem die Zunahmen für den Raglan angegeben werden. Drei Blätter neben mir, auf denen ich abwechselnd nachsehen mußte, was ich da jetzt gerade mache. Das geht wirklich einfacher. Also habe ich die Anleitung virtuell in kleine Schnippsel geschnitten und mir nur das rauskopiert, was ich für meine Größe auch brauche und auf eine Seite komprimiert. Damit ließ sich arbeiten.

Die Anleitung gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch und es werden die üblichen Strickbegriffe benutzt. Ich habe nach der deutschen Anleitung gearbeitet, mußte jedoch ab und an die Englische dazu ziehen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich richtig verstanden hatte, was gemeint war. Die Designerin drückt sich hier manchmal etwas kompliziert aus. Das kannte ich ja bereits vom „Funky Grandpa“ schon. Das ist halt ihr Stil, mancher anderer wird das vielleicht total eingängig und gut finden, ich habe hin und wieder das Gefühl, sie spricht einfach nicht meine Stricksprache. Gestört haben mich auch die vielen Stellen, an denen erst etwas beschrieben wird, was zu tun ist und dann erst im nächsten Absatz oder gar auf der nächsten Seite der nächste Satz mit den Worten „Und gleichzeitig….“ beginnt. Bis ich da angekommen bin, habe ich die Reihen davor meist schon gearbeitet, da wäre ein Hinweis vorneweg hilfreich, dass da noch etwas kommt, denn auch wenn man die Anleitung vorher komplett liest, geht einem das recht flott durch. Ich habe es mir daher dann so verdeutlicht, dass ich all die Teile, wo ich gleichzeitig noch etwas anderes tun muß mit pinkem Textmarker markiert habe.

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Der Pulli besticht vorallem durch die schönen Details am Ärmel und den lockeren Schnitt.

Ist man dann einmal beim Rumpf angekommen, wird es simple, fast schon langweilig und Dank des dünnen Garns zieht es sich leider auch enorm, da ist Durchhaltevermögen nötig. Schön sind auchd ie seitlichen glattrechts Details, die die Form gut abrunden.

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Der Pulli erhält seine Struktur durch ein unterbrochenes Perlmuster, das eigentlich wirklich simple ist, mich aber mit meinem sehr dunklen Garn fast in die Nervenheilanstalt gebracht hätte. Man muß hier wirklich sehr genau schauen, wo man gerade ist und es fällt leider erst spät auf, wenn man sich in einer Reihe verhauen hat. Hier ist auch für mich, die ich mich eigentlich für recht fit halte durchaus Konzentration gefragt, auch wenn das Muster nicht schwer ist, verbuxelt man sich ganz leicht.

Ich habe das Schaf übrigens aus Holst Coast gestrickt und da das Garn etwas dünner ist und ich sehr fest stricke habe ich die Größe M gestrickt, um die Größe S zu erhalten. Das hat gut funktioniert. Ich bin 158 cm groß und wiege 50 kg, mir paßt der Pulli sehr gut. Ich habe etwas kräftigere Oberarme, als meine Größe und Gewicht vermuten lassen, auch hier ist er nicht zu eng. Durch die Raglannähte ist auch im Brustbereich ausreichend Spielraum.

Ich habe mit 2,75er Hiya Hiya Nadeln gestrickt und für die Ärmel ein 23 cm Seil und für denn Rumpf das 60 cm Seil genutzt. Das hat gut funktioniert. Magic Loop war an den Ärmeln nicht notwendig. Ich stricke sehr fest, für Strickerinnen, die lockerer stricken, würde ich zu einer noch kleineren Nadel raten, damit es dicht wird.

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Ich habe außerdem weniger Abnahmen am Rumpf gearbeitet, um es weniger zu taillieren und die Streifenfolge verändert. Den Rumpfteil habe ich zusätzlich etwa 5 cm länger gestrickt. Den Halsausschnitt habe ich so belassen und nicht die zusätzliche Bearbeitung gemacht, da ich es ganz gerne hab, wenn leichte Pullover einen etwas weiteren Ausschnitt haben.

Garnverbrauch: Holst Coast  50g   Lauflänge 350m
Material: 55% Merino Lammwolle, 45% Baumwolle

Ich hatte 3 Knäuel (50 g) der Hauptfarbe Dark Navy und ein Gradientset mit 5 x 10 g in der Farbefolge Dämmerung (von Holst im Atelyeah) gekauft, damit bin ich sehr gut ausgekommen und habe noch deutlich Garn übrig.

Im Folgenden habe ich die ursprüngliche Garnmenge und dahinter den verbliebenen Rest angegeben. (Vorsicht! Wie gesagt, ich habe die Streifenfolge etwas verändert, meine Garnmenge ist also nicht hilfreich, wenn ihr euch an die Angaben im Muster  haltet!!!)

Farbe A  150 g / 30 g

Farbe B  10g / 7 g (dunkel lila)

Farbe C 10g / 4 g (lila)

Farbe D 10g / 6 g (helllila)

Farbe E  10g / 5 g (grau)

Farbe F 10g / 8 g (natur)

Das Coast Garn von Holst ist überrschend weich und angenehm verstrickt. Für Anfänger ist es jedoch aus meiner Sicht nicht geeignet, da es im unverstrickten Zustand sehr leicht reißt und wirklich sehr dünn ist. Nach dem Waschen flauscht es schön auf und fühlt sich toll an, vorher ist es ein wenig störrisch.

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Ich bin ja wirklich sehr empfindlich, was kratziges Garn angeht, dieses hier ertrage ich nach dem Waschen sehr gut auf der Haut.

Aus den Resten werde ich mir vermutlich einen weiteren „On the Spicemarket“ von Mairlynd stricken, das bietet sich an, außerdem habe ich noch ein 50 g Knäuel in lila übrig, das ich zur Not noch gekauft hatte, falls meine 150 g Dark Navy nicht reichen sollten.

Frau Katze mochte den Pulli auch sehr, weshalb ich ihn vor dem Baden auch erstmal entfusseln mußte. Ständig lag das kleine Biest drauf oder drunter oder später drin.

Wie ihr am verbrauchten Garn seht, ist der Pullover wirklich sehr leicht und schön für Frühling und Sommer geeignet, trotzdem wärmt das Garn auch gut.

Link zur Anleitung bei Ravelry: KLICK!

Link zum Garn bei Ravelry: KLICK!

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Und natürlich hopse ich mit diesem Beitrag zu Maschenfein: Auf den Nadeln im Juni!

Teststrick aus YAK-Garn von Kieler Wolle

Die Liebe Kim von Kieler Wolle hatte die Maschenprobenuschi, Frau Feinmotorik und mich gebeten ein neues Garn zu testen, weil sie es in ihr Sortiment aufnehmen wollte und weil ich letztlich ja einen 3-Tage-Cardigan gestrickt habe, hab ich gedacht, ich mach einfach auch mal nen 3-Tage-Schal. Hat funktioniert, weil sich das Garn rasend schnell verstricken ließ und ich tatsächlich nur 3 Tage mit Stricken beschäftigt war.

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Es handelt sich um ein Fingering Garn aus Yak, Merino und Seide. In diesem Fall ungefärbt, was bedeutet, dass es ein leichter graubrauner Farbton ist, mit einem leichten Glanz. Mir gefällt er sehr gut.

Merino 60 %

Yak 20 %

Seide 20 %

Das Garn hat eine Lauflänge von 366 m / 400 yards auf 100 g.

Es ist schön verzwirnt und die Oberfläche fühlt sich ungemein weich an. Durch die Zwirnung ist es sehr glatt und auch ein wenig rutschig, läßt sich aber dennoch sehr gut verstricken und vernähen. Das Garn ist ein wenig elastisch und eignet sich somit auch sehr gut für Bekleidung.

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Vom Griff her ist es eher ein sommerliches Garn, fühlt sich aber dennoch wärmend am Hals an, ohne dass man schwitzt.

Ich bin ja sehr kratzempfindlich, bei diesem Garn hatte ich keinerlei Probleme, es juckt nicht und fühlt sich auf der Haut wirklich angenehm an. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Projekte daraus stricken, vorallem nachdem ich Kims erste Versuchsfärbungen gesehen hab. Das Garn nimmt die Farben fantastisch an und ist trotz der eher dunklen Grundfarbe strahlend. Das Strickbild ist sehr regelmäßig, allerdings würde ich das Garn nicht für wirklich strukturierte Lacearbeiten nutzen, da es sehr elastisch ist und hier die Form nicht so schön wird, wie bei einem weniger glatten und dehnbaren Garn. Das einfache von mir gewählte Lochmuster im „Antarktis“ ist allerdings sehr schön klar mit dem Garn.

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Ich hab das Tuch wie üblich kurz in der Maschine gewaschen (Wollwaschprogramm).

Ich habe aus dem Strang, den Kim mir zur Verfügung gestellt hat, ein „Antarktis“ von Janina Kallio Designs gestrickt. Die pinken Streifen habe ich aus Madelinetosh Merino Light gestrickt, in der Farbe „Pop Rocks“.

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Den Strang Yak habe ich komplett aufgebraucht und von dem pinken Garn habe ich 5 g, benötigt.

Die Anleitung von Janina Kallio Designs ist wirklich sehr einfach und gut nachzustricken. Die Anleitung eignet sich auch gut für jemanden, der zum ersten Mal eine englische Anleitung ausprobieren möchte, da sie wirklich nicht schwer ist und dennoch einen schönen Effekt erzielt.

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Ich habe sie am Ende allerdings ein wenig modifiziert, damit ich mit dem Garn auskomme und die Reihenfolge der Lochmuster- / Krausrechts- Reihen verändert und den Schal ein wenig gekürzt. Trotzdem ist der Schal ausreichend, um ihn schön um den Hals zu drappieren.

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Wie immer hopse ich zu Auf den Nadeln bei Maschenfein.

The Plucky Knitter

Allgemeine Info:

Homepage

Etsy-Shop

Facebook-Seite

Ravelry

Atelier:

Plucky Knitter, Inc.
P.O. Box 6219
Grand Rapids, MI 49516

Verkaufsmodalitäten:

Einen Strang Plucky zu ergattern ist fast noch schwerer, als sich früher für Wollmeisen auf die Lauer zu legen.

Der erste wichtige Schritt zum Erfolg ist das Abonnieren des Newsletters. Das tut man hier: Klick  Ganz einfach rechts die Mailadresse eintragen und Enter drücken.

Dann erhält man jeweils kurz vor einem Update eine Mail und kann sich auf die Uhrzeit einstellen. Zu beachten ist, dass wir hier 6 Stunden auf die Zeitangabe addieren müssen, die in der Mail genannt wird. Sprich, steht in der Mail um 12 Uhr Mittags ist das Update, so ist dies bei uns 18 Uhr.

Es gibt zwei Formen des Updates, einmal einen Verkauf im Blog: Klick

Hier erscheinen dann die angebotenen Garnqualitäten und man kann Menge und Farben auswählen.

Dann gibt es das IG Update, dieses findet im Etsy-Shop statt: Klick

Hier werden Restbestände, aber auch neue Färbungen und Überraschungskits herausgehauen. Das schöne am IG Update ist, dass die Versandkosten auch für uns Europäer deutlich erschwinglicher sind, als bei einem Verkauf im Blog. Die Stränge erscheinen im Shop und man kann zuschlagen.

Bei beiden Updateformen heißt es schnell sein. Die Updates im Blog sind meist 15 Minuten nach Update-Zeit ausverkauft. Das IG Update dauert deutlich länger, aber die einzelnen Stränge sind häufig nur wenige Sekunden verfügbar und hier kann einem durchaus auch der gefüllte Einkaufswagen von anderen, die schneller durch die die Kasse flitzen geräubert werden. Es heißt also wirklich vorher bereits genau wissen, was man will und entscheidungsfreudig sein.

Zur Bezahlung benötigt man eine Kreditkarte oder Paypal.

 

EDIT!!!!

Seit kurzem gibt es einen Online-Shop auf der Homepage, in welchem immer wieder ausreichend Garne bestellt werden können. Link: Klick!

Versand:

Der Versand erfolgt per USPS und ist bis zum Eintreffen in Deutschland gut über die Sendungsnummer zu verfolgen. Ab Frankfurt erfolgt kein Tracking mehr. Bei mir sind aber bisher alle Päckchen gut und sicher gelandet.

Der Versand variert nach Bestellmenge und eben der Versand beim IG Update über den Etsy-Shop ist deutlich günstiger, als bei den normalen Updates im Blog.

Zusätzlich ist zu beachten, dass die meisten der Päckchen von Plucky bei mir beim Zoll gelandet sind. Sprich ich mußte sie dort abholen und Einfuhrumsatzsteuer und (über 150 Euro) Zollgebühren zahlen. Das sind für den Einfuhrumsatzsteuer zusätzliche 19 % auf Kaufpreis und Versandkosten.

Der Versand dauert zwischen zwei Tagen und einer Woche etwa. Leider liegt es dann meist noch mehrere Tage beim Zoll, bevor eine Abholbescheinigung beim Empfänger eingeht. Die Stränge sind alle gut verpackt und kommen sicher an.

Garne und Qualitäten:

Die Garne von Plucky sind qualitativ das absolut Beste, neben der Wollmeise, was mir bislang an Garn untergekommen ist. Sowohl Färbung, Haltbarkeit, aber auch Verzwirnung und Qualität des Garns habe ich so bei bislang keinem Anbieter finden können. Leider.

Wie üblich nehme ich hier nur Bezug auf die Qualitäten, die ich bereits gekauft habe.

Alle Garnqualitäten und Preise kann man sich hier ansehen: Klick!

Single:

Meine Lieblingsqualität ist bislang Single, davon habe ich auch aufgrund meines „Classics“ Abos (Erläuterung unter Besonderheiten) mittlerweile 6 Stränge und einige davon auch bereits verarbeitet.

Wie zum Beispiel, Hudson, Paris is always a good idea und silverlinings, zu meinem Paris Tuch: Klick

oder „Babysitting Blues“ zusammen mit anderen Garnen für meinen „All Paths lead home“: Klick

Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um ein unverzwirntes Single Garn.

Fingering: 100g / 450 yards / 393 meter

Merino 80 % / Seide 20 %

Das Garn hat einen unheimlich schönen Schimmer durch die Seide, ist weich und wirklich überhaupt nicht kratzig, trotzdem wärmend. Die Farben kommen aus meiner Sicht auf Single am allerbesten raus. Sie glänzen und strahlen regelrecht. Das Garn ist für eigentlich alles geeignet, ich würde es für Schals und Bekleidung bevorzugen. Für Socken ist es schlicht zu schade.

Primo:

Primo gibt es in verschiedenen Garnstärken, ich habe bereits Sport verstrickt und Fingering in einem Strang hier liegen.

Primo ist wirklich ein robustes, aber sehr weiches und angenehm dehnbares Garn. Als Sportstärke eigenet es sich sehr gut für Mützen und Schals, aber auch für Bekleidung, in Fingering finde ich es für Pullover grandios.

Fingering: 100 g / 390 yards / 357 meter

Sport: 100g / 275 yards / 251 meter

75% Merino
20% Cashmere
5% Nylon (Polyamide)
Durch das Nylon ist es wirklich sehr stabil und strapazierfähig. Die Cashmeremenge macht es weich und angenehm auf der Haut. Selbst ich alte Mäkelziege habe hier keinerlei Probleme, es juckt nicht und fühlt sich schön auf der Haut an, dabei ist es sehr warm.
Durch die Verzwirnung und die glatte Oberfläche kommen hier Zopfmuster sehr schön raus und ich mag es für strukturierte Strickstücke.
Ich habe aus Sport beispielsweise meinen zweiten Moonraker gestrickt: Klick

Primo nimmt die Färbungen sehr gut an und ist sehr semisolid und glänzt leicht. Die Stränge sind durchgefärbt und changieren wirklich nur sehr leicht. Außerdem haben sie einen leichten Glanz.

Snug:

Snug ist ein extrem kuscheliges Garn, das mir fast entgangen wäre, weil ich es wegen meiner Alpaka Allergie komplett ignoriert habe. In einem meiner Überraschungspäckchen (Erläuterungen unter Besonderheiten) war dann aber ein Strang Snug Worsted drin und ich wurde extrem überrascht, denn reagiere ich sonst sofort mit Rötungen und Pickeln auf Alpaka, hatte ich hier überhaupt keine Probleme. Weder beim Stricken, noch beim Tragen des Strickstücks.

Snug gibt es ebenfalls in verschiedenen Garnstärken, ich habe es in Worsted verarbeitet und finde diese Stärke wunderbar für kleine Teile, wie Mützen oder Handschuhe, einen Loop oder Cowl oder aber auch für schöne dicke Pullover und Strickjacken.

Snug Worsted: 100 g / 210 m / 230 yards

70% Merino
20% Cashmere
10% Alpaca
Dieses Garn ist super kuschlig und pillt dabei fast gar nicht. Es hat einen schönen Glanz ist aber nicht sehr glatt verzwirnt. Zopfmuster und Strukturmuster kommen mit dem Garn toll zur Geltung.
Ich habe aus meinem Strang meine absolute Lieblings-Mütze gemacht: Klick
Crew:
Crew gibt es mittlerweile ebenfalls in zwei Garnstärken, ich habe das Original Crew in DK Stärke verstrickt.
Crew ist ein sehr robustes aber weiches Garn. Durch die Baumwollbeimengung sieht es sehr rustikal aus, fühlt sich auf der Haut aber toll und wirklich kein bißchen kratzig an. Die Mischung des Garns führt dazu, dass eine leichte Melierung entsteht, das finde ich toll für grobere Strickstücke im Rippenmuster, aber auch für Zöpfe.
Die Farben wirken auf Crew deutlich dunkler und haben keinerlei Glanz!
Crew ist sehr elastisch und ich würde keine Schals daraus stricken, aber für Bekleidung ist es super und Dank der Garnstärke erzielt man hier rasch gute Ergebnisse.
Ich habe aus Crew meine True gemacht: Klick
Die Stränge haben hier 115 g das ist bei der Berechnung für ein Strickstück zu beachten.
115 g / 300 yards / 274 meter
75% Merino
25% Cotton

Leider pillt Crew ziemlich stark. Vorallem an den Stellen, an denen die Ärmel immer wieder über den Rumpf reiben entstehen kleine Fusseln, die ich mit dem Rasierer entferne. Das finde ich ein wenig schade. Trotzdem ist die True meine absolute Lieblingsstrickjacke. Sie wärmt angenehm und ist trotzdem durch die Baumwolle nicht zu warm. Crew kann bei 30 Grad in der Maschine gewaschen werden!

Besonderheiten:

Es gibt verschiedene Garnclubs, die ebenfalls zu Updatezeiten über das Blog angeboten werden. Diese werden gesondert angekündigt.

Man schließt einen solchen Club ab und die Abbuchung erfolgt immer einen Monat vor Versandt des Garns. Ich habe 8 Monate die „Classics“ abonniert gehabt. In einem Monat erfolgt die Zahlung per Paypal, im nächsten kommt das Garn, sprich alle zwei Monate eine Lieferung. Bei diesen Clubs ist die Farbe eine absolute Überraschung und man kann lediglich Garnmenge und Garnqualität auswählen. Ich hatte mich für einen Strang Single entschieden, einfach weil ich es ausprobieren wollte. Hier sind die Versandkosten im Abopreis enthalten. Für meinen Strang Single waren das 32 Dollar pro Lieferung.

Grundsätzlich mag ich diese Überraschungsclubs sehr. Mein Abo hab ich allerdings gekündigt, nachdem ich im Classics Abo das 3. Mal hintereinander Grau drin hatte. Da half es mir auch nicht, dass man von Plucky Knitter aus beteuerte, es sei keineswegs dreimal Grau, sondern einmal Blaugrau, einmal Braungrau und einmal Silber gewesen. Das fand ich sehr fad, zumal es einen extra Club für Grautöne gibt. (The Greys).

Zudem war ich ein wenig enttäuscht, wie man mit meiner Kündigung des Garnabos umgegangen ist. Kaum hatte ich die Kündigung ausgesprochen wurde mir per Mail mitgeteilt, dass meine letzte Abolieferung leider verzögert würde und ob ich diese denn dann überhaupt noch erhalten wollte, oder lieber das Geld zurück wollte. Da Plucky hier vermutlich bei Versand nur eines Stranges in die EU deutlich draufzahlt, hatte ich hier das Gefühl, man war über meine Kritik verärgert und wollte sich diese paar Euro ersparen. Zumal niemand sonst eine verzögerte Lieferung bei Single beklagte. Es mag sein, dass ich hier empfindlich bin, aber das fand ich so doof, dass ich sogar mein gewonnenes Goldenes Ticket verfallen ließ. (Erläuterungen siehe Aktionen).

Zusätzlich zu den Überraschungsclubs finde ich die Mystery Packages erwähnenswert.

In den Updates sind häufig Pakete von drei oder mehr Strängen, bei denen man entweder die Garnqualität festlegt und farblich überrascht wird oder aber sich auch im Bereich der Garnqualität überraschen läßt. Dies führt dazu, dass man zum einen Farben erhält, die einen überraschen, die aber immer sehr gut harmonieren, aber auch dass man Garne ausprobieren kann zu einem erschwinglichen Preis, denn die Mystery Packages kosten etwas weniger als die teureren Garnqualitäten.

Ich war mit meinen Mysterys immer sehr zufrieden, das ist eine tolle Möglichkeit Farben und Qualitäten zu testen, allerdings kommt man so natürlich auch zu mehreren Einzelsträngen, für die man erstmal Projekte finden muß.

(Man kann hier im Kommentarfeld auch angeben, welche Farben man bevorzugt oder welche Qualitäten man nicht haben möchte, es wird dann versucht darauf Rücksicht zu nehmen, das hat bei mir sehr gut funktioniert.)

Aktionen:

Die Pluckys veranstalten immer wieder Gewinnspiele oder Knitalongs auf ihrer Seite bei Ravelry. Im letzten Jahr gab es goldene Tickets, die in den Strängen versteckt waren und Gewinne beinhalteten, darunter waren Sweatermengen Garn, Muster, Taschen, aber auch Tickets für eine besondere Bestellung losgelöst von einem Updatezeitraum.

Dazu gibt es in den USA immer wieder Veranstaltungen bei den Pluckys. Märkte, Aktionen, Stricktreffen, etc.

Für Designer bietet Pluck Garnsupport an, sprich wer als Designer ein Projekt aus Plucky Garnen machen möchte, bekommt da Garn gestellt und promotet so sein Pattern und das Garn. Mehr Informationen dazu finden sich hier: Klick

Außerdem gibt es den Plucktober, das ist ein immer im Oktober stattfindenden es Event mit Knitalongs und Gewinnspielen in der Plucky Gruppe bei Ravelry.

Was ich bereits gestrickt habe aus dem Garn:

Siehe oben bei den Garnqualitäten.

Projekte die mir sehr gut gefallen aus diesem Garn:

Mir gefallen die Projekte von Margotchien aus Plucky Garnen immer sehr gut: Klick

Auch dieser All Paths lead home ist toll geworden: Klick

Und natürlich die Projekte von Sarah von The Plucky Knitter selbst sind toll: Klick

Besuch im Laden:

Es gibt keinen Laden, lediglich hin und wieder Veranstaltungen in den USA. Diese werden über das Blog und die Ravelrygruppe bekannt gegeben.

True von Joji Locatelli… oder die neue Lieblingsstrickjacke

Bereits vor einigen Wochen hatte ich mir Garn in einer Jackenmenge (690g) von The Plucky Knitter in den USA bestellt. Eigentlich sollte daraus der Adventurous von Joji Locatelli werden. Als ich dann aber die wunderschöne True von DeDitte bei Ravelry gesehen habe und dann auf der Projektseite noch weitere wunderschöne Trues sah… zum Beispiel die von Ankestrick (Klick! Ravelry-Link) oder Himawari (Klick! Ravelry-Link), da war es um mich geschehen, ja der Adventurous ist auch schön, aber ich wollte diese Jacke!

Jetzt und sofort!

Gesagt getan und kaum hatte ich Urlaub, hab ich das Dingelchen auch schon angeschlagen. Und wie sich dieses Muster strickte, das war der Hammer, ich dachte immer: „Hm… was machst du da? Wo soll das hinführen?“ und dann plötzlich verstehst du, wie es alles zusammen paßt und bist einfach nur fasziniert. Die Konstruktion ist wirklich außergewöhnlich, mit einem total fantastischen Ergebnis.

Ich bin verliebt in dieses Muster und werde es unbedingt nocheinmal stricken müssen.

Ich habe diese True aus The Plucky Knitter Crew (25 % Baumwolle / 75 % Merino  / 115 g 274 m) in der Farbe Barndoor gestrickt. Ich hatte 6 Stränge, also 690 g. Übrig geblieben sind 175 g, ich hab mal wieder etwas großzügig geschätzt (Irgendwie bin ich in meinem Kopf mindestens 172 m groß… lach) und lieber mehr gekauft, als zu wenig. Ich denke, ich werde mir daraus eine Mütze machen, die dann zur Jacke passt.

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Da mein Garn ein wenig dünner ist, als das originale Garn (Madelinetosh DK Twist) habe ich die Anleitung für Größe M gestrickt, um dann Größe S zu erhalten. Das hat sehr gut gepaßt, lediglich die Ärmel habe ich um 5 cm auf beiden Seiten gekürzt, sonst habe ich keine Veränderungen vorgenommen.

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Die Crew ist wirklich angenehm weich und selbst ich Zimperliese habe nichts zu nörgeln an diesem Garn, ich kann die Jacke auf nackter Haut tragen und finde sie vom Schnitt her einfach wunderschön. Das wird auf jeden Fall die absolute Lieblingsjacke!   IMG_5175

Die Anleitung war wirklich ein Traum, zwar auf Englisch, aber sehr gut verständlich, klar und wie gesagt total irre konstruiert, man fängt ganz strange mit dem Kragen an, strickt sich dann an den Vorderteilen abwechselnd herunter und dann den Rücken… ah ich will nicht zu viel verraten, aber das Pattern lohnt sich wirklich, sowas kannte ich bisher gar nicht. Wirklich nicht und Dank des starken Garns ging es einfach nur ruckzuck. Ich hab die Jacke in weniger als einem Monat fertig gehabt und ich hatte zwar Urlaub, aber habe ja auch noch an anderen Projekten gearbeitet.

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Im Rahmen dieses Strickstücks habe ich dann bei den Taschen auch noch das 3-Nadel-Abketten (3-Needle-Bind-off) gelernt und bin verliebt. Ist das cool, das mach ich jetzt immer, nichts zusammen nähen, einfach zusammen abketten, dass ich da nicht früher und von alleine drauf gekommen bin… Manchmal ist es so einfach!!!

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Und natürlich hüpfe ich mit meinem Beitrag auch schnell bei maschenfein zu „Auf den Nadeln im Oktober“