Schlank-Joker… alles klar?

Ich habe ein neues Kochbuch!

Heidewitzka und was für eins, eins zum ABNEHMEN! Gut, mag der ein oder andere jetzt denken, wo will Janie denn bitte bei ihren 48 kg noch abnehmen.

WILL ICH GAR NICHT! Aber ich wußte, daß da ganz viele Sachen drin sind, die ich total gut und lecker und spannend fand und daher vergesse ich diesen Schlankquatsch und mir geht es nur um die Rezepte. Wobei Quatsch ist nicht nett, denn das Buch birgt wirklich viele Infos und vorallem nennt es Alternativen zu den Dickmachern, die man so im Essen verwendet, wer also wirklich abnehmen und die Art zu Kochen umstellen möchte, der ist mit dem Kochbuch gut beraten. Ich koche häufig ohnehin schon so, wie das Buch es vorschlägt, daher wollte ich wirklich nur die tollen Gerichte, kennenlernen, die ich bereits beim Stöbern entdeckt hatte.

Beispiele:

Grüne Gazpacho mit Avocado, Frühstückscrepes mit Erdbeer-Bananen-Creme, Ziegen-Toasties mit Honig und Nüssen, Gedeckte Äpfel mit Apfelzimtfüllung, Kräuterwaffeln, Schweinefilet mit Feigen und Zitronen… und vieles mehr, was mich sofort ansprach.

Es sind wirklich nur sehr wenige Gerichte dabei, die mich weniger reizten und nichts ist dabei, was ich nicht zumindest ausprobieren würde.

Hier geht es allerdings nicht um die Einhaltung eines strengen Diätplans, sondern mehr um das bewußtere Kochen, bei dem auf Dickmacher, wie Sahne oder Butter bewußt verzichtet wird. Ich fands toll, heute habe ich die Linsensuppe mit Orange und Datteln gekocht. Das Rezept ist simple und schnell fertig, ich war keine 20 Minuten in der Küche beschäftigt und es schmeckt wirklich gut und ist mal etwas ganz anderes. Überhaupt sind die Gerichte wirklich neuartig, manchmal nur durch eine ungewöhnliche Zutat aufgepeppt, manches total überraschend. Ich finds toll.

Die Anzahl der Gerichte ist sehr umfangreich, leider sind nicht immer alle bebildert, aber darüber kann ich hier hinwegsehen, denn wie üblich bei den Büchern des Kosmosverlags, gefällt mir die Aufmachung sehr gut.

Zwischen den Rezepten finden sich immer noch Tipps, für den Bürolunch oder auch die schnelle Brotzeit.

Ob man mit diesem Schlank-Joker-Prinzip nun wirklich abnimmt, oder ob man lediglich kleine Sünden durch die Schlank-Gerichte ausgleicht, ganz egal, ich fand alles ausprobierte bisher lecker und die Gerichte treffen genau meinen Geschmack, schön leicht, frische Zutaten, etwas extravagant.

Sehr lecker!

Rezept für die Linsensuppe.

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Ich habe statt des Pak Choi Mangold nehmen müssen, da ich mal wieder nirgendwo Pak Choi auftreiben konnte. Schmeckte aber auch damit gut. Außerdem habe ich NICHT püriert, da der Mann sonst die Nahrungsaufnahme verweigert hätte…

Zutaten:

1 kleine rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Bioorange, 6 getrocknete Datteln, 1 TL Sesamöl, 1 Messerspitze Chilipulver (hab ich weggelassen), 1/2 TL Cumin, 150 g rote Linsen, 500 ml Gemüsebrühe, 1 kleiner Pak Choi (oder eben Mangold), 2 EL Sojasoße, 80 g Ziegenjoghurt.

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Zwiebel und Knoblauch fein hacken, die Orangenschale abschaben und dann den Saft auspressen, Datteln entsteinen und fein hacken. Öl in einen Topf geben und Knoblauch und Zwiebel anbraten, dann die Linsen hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. 10 Minuten köcheln lassen. Chili und Cumin dazu geben, etwas salzen. Den Pak Choi in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne mit der Sojasoße scharf anbraten.

Datteln und Orangensaft/-schale zur Suppe geben. Wer mag den Ziegenjoghurt unterrühren, wer nicht mag, läßt ihn weg. 🙂

Nun sollte man die Suppe pürieren, hab ich wie gesagt nicht gemacht, sondern den Pak Choi habe ich einfach untergehoben, anstatt ihn zum Garnieren zu verwenden.

Mir hat es geschmeckt, im Schälchen ist nur meine Probierportion, der Rest ist nämlich mein Lunchpaket für morgen auf der Arbeit.

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Lämmchen…

Die Veganer, die mir aufgrund meiner Aktion folgen, werden vermutlich jetzt einen zu viel kriegen, aber ich esse gerne Lamm. Und als ich am Mittwoch unterwegs zu einem Termin war und im Radio dieses Gericht hier „Lammragout mit Mangold“ vorgestellt wurde, bekam ich Apetit.

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Apetit ist untertrieben, ich wollte LAMM! Sofort und unbedingt. Leider hab ich erst heute vernünftiges und auch ethisch für mich vertretbares Lammfleisch aufgetrieben. Gut, nicht ganz günstig, aber von herrlicher Qualität und Struktur, außerdem mit Biosiegel.

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Kurz noch einen Abstecher in die Gemüseabteilung und dort gab es Mangold, leider nur den üblichen mit breitem weißen Stiel, aber gut, der ging auch, somit war klar, heute gibt es Lamm. Ein kleines rohes Stückchen, durfte Fräulein Katze probieren und wich mir ab da nicht mehr von der Seite.

Zutaten für 4 Personen

750g Lammfleisch (Beim Gote steht aus der Keule, ich habe aber Hüfte genommen, das mag ich lieber und ist zarter.)
1 großer Mangold
2 Knoblauchzehen
1 gehäufter Esslöffel mildes Paprikapulver
½ Esslöffel scharfes Paprikapulver
2 Bund frischer Koriander
Salz, Pfeffer, Olivenöl

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Lamm in der Cocotte (Falls mir jemand was schenken will, diese runde Form hätte ich bitte gerne auch noch 🙂 )mit etwas Olivenöl rundherum braun anbraten. Knoblauch dazu, pfeffern und salzen. Den weißen Teil des Mangolds in grobe Stücke schneiden und dazu geben. 5 Minuten offen garen, dann Deckel drauf, Temperatur etwas runter drehen und 30 Min. kochen lassen. Dann den grünen Teil des Mangolds grob gehackt darunter geben und noch mal 20 Minuten garen. Koriander und Paprikapulver dazu geben und unterrühren.

Ich hab es pur gegessen, ohne Brot oder Kartoffeln. Der Herr an meiner Seite bekommt den Rest morgen mit Fladenbrot.

Es war köstlich, das Lamm butterzart und der Mangold schön würzig durch die Paprika.

Sehr lecker! Wirklich!

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