Mützensucht….

Es ist furchtbar, ich kann nicht aufhören, diese Mütze zu stricken.

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Es ist die „A girl thing“ von Joji Locatelli.

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Das ist jetzt schon Mützchen Nummer 3. Nummer 1 und Nummer 2 findet ihr hier: Klick und hier: Klick.

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Das Muster von Joji Locatelli ist einfach wunderbar geeignet, um Garnreste abzubauen und es strickt sich fast blind, selbst der Laceteil ist unheimlich einfach und selbsterklärend und sieht schick aus. Dazu sitzt das Mützchen bei mir einfach perfekt.

Ich habe wieder in Größe M gestrickt.

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Diesmal habe ich die Reste von meinem Moonraker und Funky Grandpa benutzt. Leider hab ich vergessen vorher zu wiegen, daher kann ich nicht genau sagen welche Menge an Garn ich verbraucht habe. Die komplette Mütze wiegt aber nur 53 g und ich hab 4 Farben genutzt, zum einen helles Turner, dunkles Turner, Cordovan und Marte, alles von Malabrigo Sock.

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Der Funky Grandpa oder wachsende und schrumpfende Wolle!

Ich nehme in diesem Jahr wieder an der Challenge vom Roten Sofa bei Ravelry teil.

12 für 2016

Sprich 12 Projekte werde in diesem Jahr gestrickt, jeden Monat eines. Gemeinsam spornt man sich an, kommentiert, spricht Mut zu und gibt Tipps und Hilfen. Ich find die Aktion unheimlich schön und hab im letzten Jahr schon gerne teilgenommen.

Dass es auch etwas zu gewinnen gibt, ist dabei nebensächlich.

Mein Januar war der „All Paths lead home“ von Mairlynd und mein Februar ist auch schon fertig, es ist der „Funky Grandpa“ von La Maison Rililie, der mich zugegeben ein paar Nerven gekostet hat. (Anleitung auf Englisch!)

Gestrickt habe ich aus meinen Moonraker Resten. Das Garn ist Malabrigo Sock.

Auf dem Foto sieht man Jäckchen und Moonraker:

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Turner

Hiervon hatte ich mir zwei Stränge bei Jules Wollshop nachbestellt. Leider waren die deutlich dunkler, als der Strangrest, den ich vom Moonraker noch hatte. Ich bin aber gut mit beiden Strängen für meine Größe S ausgekommen und hatte von den 200 g noch 30 g übrig.

Aus dem Rest des hellen Turners habe ich sowohl an den Ärmeln, als auch am Rumpf den letzten Streifen gestrickt.

Terracotta

Hiervon hatte ich noch 96 g vom Moonraker übrig. Nach dem Funky Grandpa sind noch 26 g da.

Marte

Von Marte hatte ich noch 30g vom Moonraker übrig. diese habe ich bis auf den letzten Rest verbraucht. Es kam wirklich genau hin.

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Ich habe eine Größe S gestrickt, da ich aber ja nie eine Maschenprobe mache, habe ich hier und da die Maschenanzahl während des Strickens angepaßt, bzw. verändert, damit er schön fällt.

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Ich muß gestehen, ich fand die Konstruktion teilweise etwas kompliziert und unlogisch. Es war das erste Mal, dass ich mit einer englischen Anleitung ein wirkliches Problem hatte. Hätte es nicht Fotos der anderen Strickerinnen gegeben, bei denen man erkennen konnte, wie die Schultern konstruiert werden, hätte ich ihn wohl da schon frustriert in die Ecke geschmissen und zweitweise sah es aus, als strickte ich einen BH.

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Der Funky wird mit Set-in-Sleeves gestrickt, das bekomme ich meist nicht so richtig schön hin, ich mag die Contiguous Methode deutlichlieber. Egal, ich hab mich an die Anleitung gehalten und bin mit dem Ergebnis auch ganz zufrieden.

Der Cardigan sitzt schön weit und figurfern, das war auch genau, was ich wollte. Ein legeres Jäckchen. Das Stricken ging wirklich flott und trotz des recht dünnen Garns, sieht man rasch Erfolge.

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Ich habe den Cardi komplett mit Nadel 3,25 gestrickt und die Nadel nicht gewechselt. Außerdem habe ich auf den I-Cord verzichtet und ich habe die Knopflöcher direkt eingestrickt und nicht wie in der Anleitung in die Knopfleiste geschnitten. (WAAAAAAH! In ein Strickstück schneiden, ich konnte es einfach nicht!!)

Zwischendurch hatte ich mal kurz das zweiter Ärmel ist doof Syndrom… hab es aber Dank eines Stricktreffens im Maifeld ausgerichtet von Buttjebeyy sehr gut überwunden.

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Gestern war er dann fertig. Fäden vernäht, was eine elende Plackerei war, weil jeder Streifen ja einmal Fäden vernähen bedeutet. Knöpfe angenäht, damit bin ich noch nicht ganz zufrieden, es werden noch mehr Knöpfe gekauft werden, hab ich entschieden.

Hier sieht man ihn ohne Knöpfe und noch mit unvernähten Fäden:

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Dann den Cardi in die Waschmaschine, rausgeholt und geheult…

Mein Funky Grandpa hatte plötzlich nicht mehr Größe S, sondern XXL. Er hing wie ein Sack an meiner Kleiderpuppe und war selbst meinem Mann zu groß.

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Glücklicherweise bin ich meinem ersten Impuls nicht gefolgt und habe ihn nicht in den Trockner zum Schrumpfen geschmissen. Ich habe ihn flach auf einem Handtuch ausgebreitet, nicht gespannt und bin schlafen gegangen. Als ich heute morgen wieder ins Bad kam, war der Cardigan wieder auf wundersame Weise geschrumpft und paßte perfekt. Das Malabrigo Sock ist wohl einfach sehr elastisch und wenn es vom Wasser beschwert wird, dehnt es sich halt enorm.

Ich habe ihn heute auf der Arbeit getragen und bin verliebt, selten einen Cardigan gehabt, der so gut sitzt und in dem ich mich so wohlfühle. Ich befürchte, ich muß mir das Gefrickels nochmal antun einen rotschwarzgrauen Funky Grandpa stricken… seufz.

Und so sieht er dann aus, wenn ich ihn an habe:

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Das Pattern ist zwar eigentlich wirklich nicht schwer, verlangt aber ein wenig Mitdenken beim Stricken, ich würde es daher eher nicht für Anfänger empfehlen. Trotzdem hat es Spaß gemacht und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut.

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Auch hiermit hopse ich zu Auf den Nadeln bei Maschenfein!

Der braune Schal des Grauens… :)

Vor einiger Zeit sagte ich zu einen braunen Schal zu stricken, nicht dreieckig, nicht mit Streifen, ohne Akzente, einfach einen braunen Schal.

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Welcher Teufel mich da ritt, kann ich erst jetzt erahnen, denn dieser Schal war der Schal des Grauens, mal davon abgesehen, dass es erstmal nahezu unmöglich war irgendwo wirklich schöne braune Wolle aufzutreiben, war dieser Schal neben dem Poncho des Grauens, der hier immer noch unvollendete herumliegt, das absolut langweiligste, was ich je gestrickt habe.

Ich habe wirklich versucht viel Liebe, Zuneigung, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit hineinzustricken, aber letztlich war ich eigentlich die ganze Zeit nur damit beschäftigt auszurechnen, wie viele Reihen ich noch brauche, bis ich mit dem Ding endlich durch bin.

Gerade war es dann soweit, der sprang von meinen Nadeln und dreht nun seine Runden in der Waschmaschine. Er ist wirklich schön. Das Garn was ich letztlich dann doch noch in Dunkelbraun auftreiben konnte, von Malabrigo ist toll schattiert und das von mir selbst erdachte Muster gefällt mir auch. Ok, ein zwei Fehlerchen haben sich eingeschlichen, weil ich aufgrund der Langeweile beim Stricken hier und da ein wenig unkonzentriert war, aber eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meinem Werk.

Trotzdem weiß ich nun, hier werden keine einfachen Schals mehr gestrickt. Hin und her und hin und her im ewig gleichen Muster, das ist nichts für mich, da werd ich bekloppt, wenn ich nicht wenigstens ein bißchen dreieckig, ein bißchen löchrig oder mit bunten Streifen darf.

Ich hoffe jetzt, daß er gleich aus der Waschmaschine kommt und noch ein Stückchen gewachsen ist und außerdem schnell trocknet, denn heute Abend soll er verschenkt werden… *ist skeptisch*

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Mairlynd, die Zweite

Ich habe mal wieder ein Pattern von Mairlynd, von der ich ja bereits den Moonraker gestrickt habe, angeschlagen, vor wenigen Tagen erst und eigentlich war geplant, das Projekt im Februar fertig zu stellen.

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Aber „Quicksilver“ strickte sich so rasch und locker flockig, daß ich tatsächlich jetzt schon das fertige Schälchen in der Hand halte. Wobei Schälchen untertrieben ist, denn das Teilchen ist ganz schön groß.

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Gestrickt habe ich aus einem Strang Malabrigo Sock Yarn in Natur, je einem Strang Heimatwolle Emma in Nachtrose und Brombeer.

Erstmal hab ich verschiedene Probestücke gemacht, da ich mich nicht entscheiden konnte, welche Farbe ich wie einbringen wollte.

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Dann fiel die Entscheidung recht schnell und aus dem Bauch heraus. Der Laceteil sollte Brombeer werden, die Streifen in Natur und Nachtrose. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

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Von den drei Strängen habe ich noch etwas Restmaterial übrig, ich denke, daraus werde ich mir eine passende Mütze und Handschuhe machen. Bin aber noch auf der Suche nach einem passenden Muster oder muß mir selbst etwas ausdenken.

Reste:

Brombeer (Heimatwolle) 54 g
Natur (Malabrigo) 40 g
Nachtrose (Heimatwolle) 34 g

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Wir haben den „Quicksilver“ in einem KAL bei Ravelry gestrickt und es ist einfach fantastisch gemeinsam zu stricken und die Fortschritte und Farbkombinationen der anderen Strickerinnen zu sehen.

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Auch mit diesem Post nehme ich an Auf den Nadeln im Januar bei Maschenfein teil!