Meine Makerist Kimono-Jacke „Nina“

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Ich habe ja schon vor einiger Zeit Makerist entdeckt und dort schon den ein oder anderen Kurs gemacht. Vor ein paar Wochen habe ich mich dann an mein erstes richtig großes Strickprojekt gewagt und die Strickjacke „Nina“ von Makerist begonnen.

Da ich auf die Materialbox nicht warten wollte und ohnehin noch ein Garn hier hatte, das ich mir dafür sehr gut vorstellen konnte, habe ich direkt losgelegt. Ich habe im Vergleich zum Ursprungsmuster allerdings ein paar Veränderungen vorgenommen. Zum einen wurde meine Jacke zweifarbig, grau und limettengrün. Ich habe ein paar Streifen eingearbeitet, zum anderen wollte ich die Jacke deutlich figurbetonter und kürzer haben.

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Die Änderungen am Muster vor zunehmen, waren auch für mich noch nicht ganz so fitte Strickerin überhaupt kein Problem.

Bei der Jacke werden erst die einzelnen Teile gestrickt, nämlich ein Schalkragen, das Rückenteil und zwei Ärmel. Wenn man die Ärmelchen weglassen würde, hätte man auch eine ganz feine Weste. Anschließend werden die einzelnen Teile zusammen genäht. Das mag ich nicht so gerne, beim nächsten Mal würde ich hier tatsächlich die einzelnen Teile direkt anstricken und die Maschen aus den Rändern aufnehmen, das sollte problemlos gehen.

Wie üblich hab ich ein zwei kleine Fehlerchen eingebaut, so wechselt im Rückenteil einmal der Musterverlauf aus mir unerfindlichen Gründen, vermutlich hab ich gepennt und die allererste graue Reihe beim Schalkragen, man sieht sie auf dem Bild von vorne unten links, ist aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen deutlich lockerer und somit breiter. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe.

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Ich sag mir jedoch, das ist handmade, das macht den Charme aus und ich finde es nicht so dramatisch, dass es nicht tragbar wäre.

Die Paßform ist mir soweit ganz gut gelungen, in den Schultern ist es ein wenig knapp, vorallem, weil ein Fehler in der Anleitung war, den ich erst später entdeckt habe und meine Ärmel daher irgendwie nicht richtig paßten und ich ein bißchen schummeln mußte, beim Annähen. Ging aber trotzdem. Es ist auch nicht soooo eng, nur so daß ich eher keine dickeren Shirts darunter tragen kann. Hatte ich aber ohnehin nicht vor, das sollte ein Sommerjäckchen werden.

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Für die erste größere gestrickte Jacke bin ich grad sehr zufrieden mit mir.

Der Strickvideokurs war wirklich sehr gut. Nina erklärt einleuchtend und klar und es wird alles gezeigt, was man wissen muß, sowie einige Varianten vorgeschlagen. Die Videoaufnahmen sind übersichtlich, schön hell und sehr professionell. Man sieht genau die Handbewegungen und kann alles gut nachvollziehen.

Ich freue mich auf den nächsten Kurs, diesmal vielleicht mit weniger Zusammennähgedöns!

Für alle die jetzt neugierig sind, hier geht es zum Videostrickjackenkurs: Klick 10703592_720134421395683_2576920669513657485_n

Mein erster SHRUG und gleich so ein großer :)

Seit einigen Wochen treibe ich mich ja rege in der Strickergemeinschaft www.ravelry.com herum. Dort bin ich dann auf eine Gruppe bunt zusammengewürfelter Anfängerstrickerinnen gestoßen, die jeden Monat gemeinsam einen Knit-along (Zusammen stricken) veranstalten. Für den August haben sie sich auf einen SHRUG geeinigt. Das ist eine sehr simple Strickjacke, die vorallem auf den Schultern liegt.

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Das Muster ist kostenfrei im Netz erhältlich (Muster), man muß sich nur bei Lionbrand registrieren. Das hab ich gemacht und es war so einfach, daß sogar ich alte Englischgranate das englische Strickmuster verstehen und nachstricken konnte. Es besteht eigentlich nur aus einem großen Rechteck aus rechten und linken Maschen, das dann am Ende auf eine bestimmte Weise zusammengenäht und gefaltet wird.

Vom 01.08. bis heute habe ich also fleißig gestrickt.

Benutzt habe ich meine allerliebste Lieblingssommerwolle von Lana Grossa.

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Ein tolles Cashsilkgarn, das wirklich super weich und elastisch ist und aufgrund des Volumens ein rasches Ergebnis liefert. Ich hatte es auch schon für die Haimützchen benutzt, bzw. gebrauche es für den Temperaturschal.

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Gestern war es dann, trotz der gesteigerten Schwierigkeit mit einer sehr anhänglichen Katze zu stricken, soweit, es wurde abgenadelt und zusammengenäht und mein Shrug ist fertig. Er ist ein bißchen groß geworden. Maschenprobe ist ja was für Mimis. 😛

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Allerdings finde ich es toll, so kann ich mich ganz reinkuscheln und einwickeln. Die Farben gefallen mir auch gut. Den werde ich sicher noch mal in etwas kleiner und dezenter stricken. Die Streifen habe ich übrigens selbst kreativ zusammengestellt und auch wenn man es nicht sieht, da ist ein total ausgeklügeltes System hinter… zumindest glaube ich, daß ich ein System hatte. Ich bin nicht mehr sicher.

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Mein Mann findet, ich benötige jetzt einen Sombrero und kann dann als kleiner Mexikaner herumspringen… ich bin nicht sicher, ob er das liebevoll meint. Pft….

Eigentlich könnte ich jetzt direkt mein neues Projekt, die Strickjacke von Makerist annadeln, aber ich habe versprochen erstmal auch noch den Teil der Tasche für den Crochet along (zusammen häkeln) von schönstricken für diese Woche fertig zu machen. Also häkele ich jetzt mal wieder Dreiecke.

Link zum ersten Teil 

Link zum zweiten Teil

Link zu meinem Projekt bei Ravelry

Diese Zusammenhäkeln und Strickengeschichten gefallen mir ausnehmend gut. Sie treiben die Arbeit voran, man tauscht sich aus und zeigt untereinander den jeweiligen Fortschritt. Das ist unheimlich motivierend und macht mehr Spaß, als alleine herum zu nadeln.

Leider gab es auch zwei kleinere Mißgeschicke, zum einen hat Frau Katze meinen Kapuzenschal Skalli, den ich ebenfalls von Makerist zum Stricken hatte und der fast fertig war, in der letzten Woche als ihr neues Spielzeug ausersehen und wegen der zarten Wolle hat er das leider nicht überlebt. Zum anderen habe ich mein zweites Sommerjäckchen aufgeribbelt, weil mir die Farbcombis, Schwarz, Pink, grau irgendwie so gar nicht gefiel.

Ich hab ja nicht genug zu tun…. *wenn einen der Hafer sticht*

Seit ich mich bei Ravelry und co herumtreibe, entdecke ich tausend Dinge, die ich tun, an denen ich teilnehmen und die ich stricken oder häkeln möcht.

Neben meinem Projekt von Makerist dem Kapuzenschal Skalli, stricke ich außerdem zur Zeit an einem Poncho von Ito herum (herrliches Teilchen!!) und mein Langzeitprojekt, der Temperaturschal liegt neben meinem Bett, damit ich jeden Abend die Reihe in der passenden Farbe stricken kann.

Was ein Temperaturschal ist? Nun das ist eine ganz heiße Sache. Ein Jahr lang strickt man jeden Tag eine Reihe in der gewünschten Breite. Das hört sich wenig reizvoll an, nun jetzt kommt es, vorher legt man fest, bei welcher Tageshöchsttemperatur in welcher Farbe gestrickt wird. Wenn es heiß ist, stricke ich rot, wird es nur noch war, stricke ich rosa, noch kühler und orange wird gestrickt, dann gelb, weiß, hellblau, flieder, dunkelblau.

 

Bisher ist der Schal ziemlich rosa und rot, mal sehen, wie er nächstes Jahr um diese Zeit aussieht. Ich habe mich übrigens hier für die grandiose Linea Pura Cashsilk entschieden, fühlt sich grandios an, sieht grandios aus.

Außerdem häkele ich noch an einem schwarzgraupinken Sommerjäckchen herum. Und weil das alles nicht reicht, habe ich mir für August einen Knit along und einen Crochet along ausgesucht, an denen ich teilnehmen mag.

Einmal diesen hier von schönstricken.de(Klick)

Eine noch geheime Tasche wird gehäkelt und jeden Freitag gibt es ein neues Musterstückchen. Bin schwer gespannt. Wolle hatte ich noch hier und habe mich daher gegen das Kit entschieden, das man passend dazu kaufen kann. (Klick!) Ich habe allerdings eine ähnliche Farbauswahl, viele Blautöne und ein bißchen Rosa, statt des schlammfarbenen Garns und mein Baumwollgarn ist von Drops.

Und dann bin ich bei Ravelry in der KAL Beginner Gruppe und starte dort am 01.08. mit dem August Knit Along. Wir stricken einen feinen Shrug. Da ich das Garn vom Temperaturschal so fantastisch finde, habe ich mich auch hier für das Linea Pura Cashsilk entschieden, in mandarine. Was Oranges habe ich nämlich noch nicht. Bin schwer gespannt, wie es wird.

Alle meine Projekte können Nutzer von Ravelry übrigens auf meiner Ravelry-Seite verfolgen, kommentieren, liken, mitmachen, was auch immer…

Aber damit nicht genug, total überraschend habe ich dann gestern entdeckt, daß ich das einen Meisterdeal von Meisterclass gewonnen habe und freue mich nun darauf, daß das Strickset Chloe bei mir einzieht….

Scheint als wäre ich nun erstmal beschäftigt… heidewitzka, auf ins Vergnügen!

 

Makerist…

Vor einigen Tagen habe ich im Internet die Seite www.makerist.de aufgestöbert.

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Sofort haben mich die Strickvideos und Boxen gereizt. Vorallem die vom Kapuzenschal Skalli fand ich wirklich gut. Ich bin ein wenig drum herum geschlichen und habe sie mir dann einfach mal bestellt. Preislich kann man da nichts falsch machen, die Box kostet mit Versand 29,90 Euro.

Drin sind Knitpro Nadeln in 4,00 mm, ein Seil 60 cm, 2 Knäuel Ito Sensai tuquoise sowie die passende Strickschrift für das Muster.

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Die Box kam an und ich war wirklich hoch erfreut, das Ito Garn ist ein Traum. Teuer, ja sicher, aber wirklich zauberhaft weich. Obwohl ich total empfindlich bin, habe ich hier keine kratzenden Probleme und das Garn läßt sich toll verarbeiten und ist unheimlich ergiebig. 20 g haben 240 m lauflänge. Total luftig leicht.

Ich habe also direkt losgelegt und stand vor dem ersten Problem, die Strickschrift ist leider irgendwie nicht ausreichend, um den Schal zu stricken. Dort ist lediglich ein Strickmuster für die Größe angegeben mit cm Angaben, wie lang was sein muß. Dann folgt die Strickschrift für das Ajourmuster. Leider steht nirgendwo, wieviele Maschen ich benötige, wo ich das Muster einsetze und wie die Rückrunden zu stricken sind. Ich habe dann einfach auf gut Glück 60 Maschen angeschlagen und rechts losgestrickt. Eine Reihe, dann habe ich eine komplette Reihe im Muster gestrickt, rechts zurück, wieder eine komplette Reihe im Muster, rechts zurück.

Das Ganze sah wenig anschaulich und ziemlich doof aus, außerdem waren 60 Maschen eindeutig zu viel.

(siehe Foto)

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Dann habe ich wieder aufgeribbelt, weil das so nicht richtig sein könnte. Meine Freundin, selbst ausgebildete Wollfachverkäuferin, beobachtete mich beim Stricken, wir studierten die Strickschrift und kamen zu dem Schluß, daß vermutlich alles glatt rechts gestrickt würde und das Muster nur am unteren Rand des Schals erscheint.

Leider war auch das nicht korrekt. Einigermaßen gefrustet flog die Box erstmal in die Ecke. und die Katze vergnügte sich damit.

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Dann las ich auf der Facebookseite von Makerist einen Post zum Kapuzenschalt und äußerte dort meinen Unmut und meine Unfähigkeit, hier ging ich erstmal davon aus, daß es daran lag, daß ich seit bestimmt 10 Jahren nicht gestrickt habe und ich einfach irgendwas übersehe. Darum habe ich mir am Wochenende, als der Strickkurs reduziert war, erstmal den Anfängerstrickkurs als Video bei Makerist bestellt und reingeschaut. Dabei stellte ich dann fest, daß dort ein wenig anders gestrickt wird, als ich es tue. Dort strickt man kontinental, während ich englisch/amerikanisch stricke, das Ergebnis ist das Gleiche und ich konnte dennoch nachvollziehen, was zu tun ist. Eine Lösung für das Gewusel bei Skalli hatte ich da leider dennoch nicht. Super freundlich meldete man sich aber bei Facebook bei mir zurück und schenkte mir total überraschend den Videokurs zum Kapuzenschal. Das fand ich sehr sehr nett und heute war er dann auch freigeschaltet und ich konnte reinschauen. Nun weiß ich wo meine Fehler lagen.

1. Viel zu viele Maschen angeschlagen

2. Rückreihe wird komplett links gestrickt

3. Nicht die komplette Reihe wird im Ajourmuster gestrickt, sondern nur 11 Maschen.

Ich gehe im Moment davon aus, daß meine Anleitung der Box einfach nicht vollständig war, denn hätte ich dies gewußt, hätte ich überhaupt kein Problem mit Skalli gehabt. Ich stricke jetzt seit ein paar Minuten und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, Skalli wächst und gedeiht und sieht genauso aus, wie im Video. (Ich zeige euch das fertige Stück dann nach meinem Urlaub)

Die Videokurse haben mir super gut gefallen und ich habe direkt noch ein paar Kurse als Frühbucher reserviert und ein paar Gratiskurse (Schnittmuster lesen, ein Portemonnaie nähen, Cupcakes verzieren) angesehen. Die Erklärungen sind gut verständlich. Die Aufnahmen klar und gut sichtbar und gut ausgeleuchtet. Ich schaue mir ja sonst häufig Videos von Eliza bei Youtube an, wenn ich handarbeite, die mag ich auch, aber sie sind einfach nicht so professionell, wie die Videos bei Makerist und Elizas Stimme bzw. der Akzent stört mich. Daher zahle ich hier gerne ein paar Euro und bekomme einen wirklich professionellen Videokurs. Auf Fragen von mir im Kurs wurde sehr rasch geantwortet und diese wurden auch zur Gänze erläutert. Bei mir blieben keine Fragen offen.

Als Nächstes werde ich mir den Nähkurs anschaffen und mich dann noch mal genauer mit meiner Nähmaschine auseinandersetzen, die fristet zur Zeit ein sehr trostloses Dasein im Keller.

Fazit: Makerist ist ein sehr neues und junges Unternehmen, da verzeihe ich kleine Fehler in der Anfangszeit, wie hier die irgendwie nicht vollständige Anleitung/Strickschrift gerne, vorallem wenn man mir dann so freundlich entgegenkommt, wie es hier geschehen ist. Die Videokurse sind total empfehlenswert, gut strukturiert, gut erkennbar und sehr simple erklärt.

Toll finde ich auch die Gutscheinaktionen, für das Abo des Newsletters gibt es einen 5 Euro Gutschein. Meiner Skallibox lag noch mal ein 5 Eurogutschein bei. Auch die anderen Anleitungen und Anregungen finde ich wirklich reizvoll und gut präsentiert. Toll auch die Möglichkeit, daß man seine Werke am Ende in der Werkschau zeigen kann.

Die Skallibox ist aus meiner Sicht für totale Strickanfänger etwas zu schwer, ich als Wiedereinsteigerin hatte mit dem Video allerdings dann überhaupt keine Probleme. Das ist schaffbar und es geht wirklich flott.

Ich finde die Seite toll und würde mich freuen, wenn das Angebot noch erweitert würde. Perlenhäkeln, Perlen, Weben oder weitere Strick/Häkelkurse fände ich total Klasse.