Homemade Janie…

Der Mann war heute ausgeflogen, also hatte ich meine Küche ganz für mich alleine und konnte wüten und werkeln, wie ich wollte, ohne daß jemandem das Herz stehen bleibt, weil ich mal wieder mit zwei heißen Blechen jongliere und man Angst um meine zarten Fingerchen bekommen muß.

Ich habe mir also mein neues Kochbuch geschnappt und mich ausgetobt:

Angefangen habe ich mit Zitronensirup für Limonade.

Ich liebe ja Sirup jeglicher Art, meine Lieblingsentdeckung ist da immer noch der Lavendelsirup von Monin. Aber Sirup kann man ja auch ganz simple selbst machen, dieser hier war zum Beispiel wirklich einfach.

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Den Saft von 6 Zitronen und 350 g Zucker in einem Topf unter Rühren zum Köcheln bringen. Weiterrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Fertig. Ich habe noch einen guten Schuß Rosenwasser dazu getan. Anschließend abkühlen lassen und mit Mineralwasser aufgießen, ein paar Blätter Minze dazu.

Es schmeckt so lecker, nach Sommer…

Weiter ging es mit Orangenbroten oder auch Fougasse Provencale.

Davon gibt es keine Bilder, weil mein Kameraakku leider leer ging und als er dann geladen war, waren alle Brote schon angeknabbert… seufz, ich muß ja immer alles mal probieren, könnte ja sein, daß das Brot vom unteren Blech anders schmeckt, als das vom oberen… Schreckliche Angewohnheit.

Zutaten waren hier:  650 g Weizenmehl, 2 Eier, 1 Bio Orange, 150 g brauner Zucker, eine Prise Salz, 2 Päckchen Trockenhefe, 3-4 EL warmes Wasser, 100 ml Olivenöl, 1 EL Orangenblütenwasser

Mehl mit Zucker und Salz mischen, die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Dann eine Mulde ins Mehl graben und das Hefewasser dort reingießen, mit etwas Mehl bedecken und ca. 15 Min stehen lassen, bis sich Schaum bildet. In der Zwischenzeit die Orange auspressen und die Schale ganz fein abreiben. Die Eier mit der Orangenschale, dem Orangensaft, dem Olivenöl und dem Orangenblütenwasser verrühren. Diese Flüssigkeit zur Hefe gießen und alles zu einer glatten Masse verrühren. 10 Min gut durchkneten bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig in kleine Stücke teilen (für jedes Brot einen) und zu Kugeln formen, auf ein gefettetes Backblech geben und 1 Stunde unter einem Küchentuch gehen lassen. Anschließend die Kugeln oval und flach ausrollen. Einen Schnitt in der Mitte und an jeder Seite etwa 3 Schnitte einritzen, so daß es aussieht, wie die Adern eines Blattes. Dann wieder 30 Min gehen lassen, anschließend die Blätter in den vorgeheizten Backofen (180 Grad) geben und 15-20 Minuten knusprig braun backen.

Schmeckt wirklich super lecker…

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Außerdem habe ich dann noch einen feinen Blaubeer Kokos Kuchen gemacht, das Rezept wird allerdings nicht verraten, das war so fein, das behalte ich einfach mal für mich. ÄTSCH! Oder ihr müßt das Buch kaufen… ich hab mir vor lauter Begeisterung jetzt gerade schon mal für den nächsten Winter den Vorgänger bestellt:

Das Sommerbuch ist wirklich toll, für jeden Geschmack ist etwas dabei, süß, salzig, fruchtig, Marmeladen, Dressings, Salate, Fleisch, Marinaden, Cocktails, Kuchen, Macarons und alles wirklich sehr hübsch und ansprechend designed.

 

 

Epi – Bonn – und essen geht sie auch!

Heute war ich mit meiner Freundin Laila in der wunderschönen Boulangerie EPI, allerdings nicht in Köln, sondern in Bad Godesberg.

Eigentlich wollten wir nur rasch einen Kaffee oder Tee trinken, aber die Leckereien dort luden herrlich zum längeren Verweilen ein.

Letztlich habe ich mich einmal durch die Macarons gefressen, was zwar für mein Hüftgold nicht gut, für meinen Gaumen aber ein Wohlgenuss war. Außerdem gab es Himbeertörtchen und dazu einen leckeren Kusmi-Detox-Tee.

Wer sich also in Bad Godesberg aufhält, sollte auf jeden Fall einen kleinen Abstecher nach Frankreich machen und bei EPI wunderbare Brote, leckere Törtchen und andere zauberhafte Dinge kaufen.

Ich bin hingerissen. Wirklich… sehr lecker und sehr freundliche Bedienung, die auch auf unsere kleine Begleitung sehr freundlich einging und uns bei den Macarons bestens beraten hat.

Preislich fand ich es jetzt zwar nicht günstig, aber für das feine Gebäck noch durchaus erschwinglich.

Mmmmmmmmmmmmmacarons! (Grundrezept + Grenadinefüllung)

Seit Jahren versuche ich diese kleinen runden Biester halbwegs optisch ansprechend hin zu bekommen und scheiterte jedes Mal aufs Neue. Zu flüssig, zu fest, zu süß zu viele Risse, jedes Mal tat sich ein neue Problem auf, mit dem ich nicht gerechnet hatte und so saß ich am Ende immer vor einem Haufen Baiserbruch und nutzte diesen dann als Kuchenverzierungen oder aß ihn aus Frust auch einfach so.

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Dann habe ich mir vor ein paar Tagen diese Silikonbackmatte bei Tchibo für Macarons gekauft. (Amazon hat auch eine, allerdings deutlich teurer: Macaron Backmatte Silikon)

Außerdem habe ich mir verschiedene Videos zur Fertigung angesehen und mich erneut ins Getümmel gestürzt.

Das neue Ergebnis ist zwar jetzt auch nicht perfekt, aber es sieht zum ersten Mal nach Macaron aus und es schmeckt zum niederknien.

Hier also, die Links zu den Videos, die mir wirklich Erhellung geschenkt haben:

Enie backt Macarons

und

Macarons bei Aurelie

Meine Zutatenliste:

45 gr Mandelpuder , 75 gr Puderzucker, 2 Eiweiß ( 36 gr), 10 gr Zucker, Lebensmittelfarbe Violett (Pulver)

Für die Füllung:

50 g Mascarpone, 2 EL Puderzucker, 2 EL Grenadine

Anschließend habe ich die Macarons genau wie von Aurelie geschildert gemacht.

Sprich Puderzucker und Mandelpulver ordentlich gesiebt, was deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als ich erwartet hatte. Dann farbigen Eischnee hergestellt, das Mandelzuckerpulver untergehoben, alles in meine Tupper Dekobiene (ich liebe meine Dekobiene, das muß ich jetzt einfach mal erwähnen. Ich suche zwar ständig die Tüllen, aber ich nutze sie so oft, eigentlich fast täglich für irgendwas.) gepackt und Macarons aufs Blech gegeben, dann 20 Min ruhen lassen.

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Allerdings hatte auch ich Probleme mit meinem Backofen, der ist nämlich offenbar zwar genau richtig heiß (zur Sicherheit hatte ich ein Thermometer reingelegt), die Macarons brauchten allerdings deutlich länger, als die genannten 8 Minuten. Letztendlich waren sie knapp 19 Minuten bei 150 Grad Umluft im Ofen und waren dann doch noch recht weich im Füßchen. Ich werde also nächstes Mal die Temperatur etwas niedriger wählen, da die meisten meiner Macarons Risse bekommen haben und sie dann aber 25 Minuten im Ofen lassen, mal sehen, ob das Ergebnis dann besser wird.

Anschließend Macarons kühlen lassen. In der Zeit habe ich die Füllung gemacht, Mascarponecreme, Zucker und Grenadine einfach verrühren und mit einem Löffelchen auf die erkalteten Macaronschalen geben, zusammen drücken und fertig.

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Ich bin immer noch ganz hingerissen von dem einen nahezu makellosen Macaron, den ich fabriziert habe.

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Die Menge reichte bei mir für etwa 9 Macarons, zwei sind mir beim Ablösen vom Blech, bzw. bei meinen Backofeneskapaden kaputt gegegangen.

Dem Herrn des Hauses sind sie zu süß… ok, bleibt mehr für mich.

Ich find sie famos, allerdings war ich tatsächlich 1,5 Stunden beschäftigt, für knapp 10 Kekschen ist das schon ein ziemlicher Aufwand. Allerdings hoffe, ich, daß sich das bessert, wenn ich mehr Übung bekomme.