Halswärmer für zwischendurch

Eigentlich stricke ich ja gerade an meinem Lorient von Joji Locatelli herum, da der aber so extrem langweilig ist, habe ich schnell den Rosa P. Halswärmer zwischengeschoben.

Die Anleitung bekommt ihr auf Rosa P.s Homepage oder bei Ravelry.

Es handelt sich um ein tolles Projekt für einen 100g Strang Fingering Garn (Geht sicher auch aus Lace oder DK, da muß man dann halt die Nadelstärke und Maschenanzahl anpassen. Ein schönes eingängiges Muster mit toller Struktur, das absolut anfängertauglich ist und auch bei melierten Strängen oder Farbverlaufsgarnen toll raus kommt.

Ich habe einen Strang Bilum Slika benutzt. Ein wunderschönes Garn aus Seide und Merino mit einer tollen Färbung.

Hier ist es anders als bei 100Farbspiele so, dass der Verlauf nicht durch angeknotete Einzelfäden entsteht, sondern der Strang tatsächlich im Verlauf gefärbt wird, so entstehen keine Abstufungen und der Verlauf ist wirklich fließend.

Ich habe die größte Größe der Anleitung gestrickt und um den ganzen Strang zu verbrauchen, habe ich ihn minimal verlängert und einfach bis zum Ende der Wolle gestrickt. So kann ich ihn schön einmal umschlagen und er fühlt sich toll am Hals an.

Verbraucht habe ich also genau 98 g Garn, 2 Gramm waren Sicherheitsrest, damit ich auf jeden Fall noch das Abketten schaffe.

Wie ihr seht habe ich mal wieder Hilfe von Frau Katze, die den Halswärmer sehr gerne als Schlafplatz umwidmen würde. Da ich selbst aber auch sehr begeistert bin, wird sie ihn wohl rausrücken müssen…

Ich hopse mit dem Beitrag zu „Auf den Nadeln bei Maschenfein„, zum Creadienstag !

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Frühlings(Jäckchen)knitalong mit rosa p.

Ich hab schon vor ein paar Tagen den Knit along / Sew along bei rosa p. entdeckt. Sowohl das Jäckchen, als auch das Kleidchen für den Sew along reizen mich sehr und obwohl ich eigentlich noch genug andere Dinge zu tun habe, hab ich mich entschieden mit zu stricken und zu nähen. Vermutlich werde ich es allein schon wegen Edinburgh und der noch nicht ganz fertigen Zwillingsdeckchen nicht schaffen, im Zeitrahmen fertig zu werden, aber ich werde mir Mühe geben und zusammen geht ja vieles auch schneller. Ich freu mich also auf gemeinsames Nähen und Stricken und weil es grad so gut passt, nehme ich mit dem Zopfjäckchen dann auch noch am „Frühlingsjäckchen“-Knitalong teil, weil der ebenfalls heute startet.

Das heutige erste Posting soll sich mit Musterfindung und Farbüberlegung sein. Musterfindung war ja einfach. Es soll das Zopfmusterjäckchen von Rosa P. werden.

Beim Garn bin ich tatsächlich noch nicht ganz sicher.

Zwar würde ich gerne die Ulysse von De Rerum Natura benutzen, aber die hat die gleiche Farbe, wie mein Teststrick für Knitime und sähe dann auch recht ähnlich aus. Das will ich eigentlich nicht.

Dann könnte ich aus Wollmeise Pure stricken, da hätte zum einen „My old Bluejeans“ und zum anderen „Grandmere“, zur Zeit tendiere ich zu „My old Bluejeans“. Ein schönes sehr dunkles Blau.

Hier habe ich allerdings ein wenig Angst, dass das Muster untergeht. Außerdem hätte ich noch zwei Wollmeisen in Grandmere, einem sehr dunklen Lilaggrau.

Schön fände ich das Jäckchen aus Silk / Yak von der Kieler Wolle in einem dunklen Grün. Da bin ich in meiner Ideenfindung noch nicht ganz abgeschlossen und werde wohl noch mal in mich gehen.

Was meint ihr? Welchen meiner Vorschläge soll ich umsetzen?

Die Garne habe ich alle noch da, allerdings müßte ich mir dann Knöpfe kaufen, da tendiere ich gerade zu einfachen Holzknöpfen oder auch zu kleinen Silberknöpfchen. Das werde ich aber abwarten, wenn der Rumpf gestrickt ist, werde ich mit dem Strickstück mal zum Knopfladen gehen.

Übrigens habe ich schon vor langer Zeit einmal am Frühlingsjäckchen Knitalong teil genommen und damals noch gehäkelt. Das Jäckchen hab ich tatsächlich sehr oft zum Ballett angezogen. Hier entlang: Klick!

Weiter geht es am Mittwoch mit dem passenden Sew along und am Sonntag dann mit weiteren Infos zum Knitalong….

 

Die schiefe Susie…

Ich liege seit mehreren Tagen mit Fieber und Schnupfen, Husten, Heiserkeit im Bett und bin wirklich nicht mal in der Lage richtig zu stricken. Dummerweise hatte ich dann vorgestern die grandiose Idee, ich könnte ja immerhin Stoff für ein T-Shirt zuschneiden, nun drücken wir es vorsichti aus, ich konnte es nicht. Aus irgendeinem Grund habe ich drei Ärmel und nur ein Vorderteil zugeschnitten, dann war aber kein Platz mehr auf dem Stoff, um noch ein Rückenteil zu basteln und ich hatte auch keinen Stoff, der sich sinnvoll dazu ergänzt hätte. Fazit: Mit Fieber Stoff zu schneiden führt dazu, dass man vorallem viel Stoff entsorgen kann.

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Danach hab ich mich gefrustet wieder ins Bett gelegt und erstmal geschlafen, als ich wieder wach wurde, fühlte ich mich zwar nicht fit, aber doch irgendwie tatendurstig und habe mich vollkommen irre an die Nähmaschine gesetzt und eine Susie von Pattydoo genäht, die ich bereits zugeschnitten hatte.

Nun vorsichtig gesagt, ist die Susie ein wenig krumm geworden, was ich auf jeden Fall aufs Fieber schiebe, weil so richtig genau arbeiten kann man mit 39,7 Grad Körpertemperatur einfach nicht. Mir war allerdings so langweilig, dass ich einfach irgendwas tun mußte. Also freunde ich mich jetzt einfach mit meiner schiefen Susie an und laß ab jetzt die Finger von der Näherei, bis ich wieder halbwegs fit bin… na gut ganz fit.

Gucken dürft ihr trotzdem, ich bin da ja gänzlich uneitel und zeige durchaus auch mal, wenn mir etwas mißlingt. Wobei so richtig mißlungen ist die Susie nicht, sie ist halt einfach nur ein bißchen krumm.

Benutzt habe ich einen Reißverschluss von Alfatex, einen Stoffrest von einem Stoff, den ich auf der Creativmesse Bonn gekauft habe, habe ich für die Innentasche genutzt und außen sind die Pattydoostoffe, die ich bei snaply gekauft habe.

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Meine erste Susie findest du hier: KLICK

Mal misch enz en schap… oder Dessin moi un mouton

Seit Februar stricke ich an meinem Dessin moi un mouton und ich hasse ihn vom ersten Tag an. Dieser Pullover hat mich mehr genervt, als der Nuvem es noch immer tut. Dabei ist er wunderschön geworden. Wirklich. Ich werde ihn vermutlich extrem oft tragen. Er ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe und paßt gut zu meiner sonstigen Garderobe.

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Aber das Stricken hat mich Nerven gekostet. Wirklich Nerven. Ich halte mich mittlerweile für recht erfahren im Lesen von Strickmustern und hier hatte ich mit dem Aufbau des Musters einfach tierische Probleme. Er war für mich nicht logisch. Um dem Muster zu folgen, mußte ich zum einen die Seite mit der Streifenfolge parat haben, zum anderen (zumindest am Anfang) das Blatt mit der Musterfolge und danaben dann das Blatt auf dem die Zunahmen für den Raglan angegeben werden. Drei Blätter neben mir, auf denen ich abwechselnd nachsehen mußte, was ich da jetzt gerade mache. Das geht wirklich einfacher. Also habe ich die Anleitung virtuell in kleine Schnippsel geschnitten und mir nur das rauskopiert, was ich für meine Größe auch brauche und auf eine Seite komprimiert. Damit ließ sich arbeiten.

Die Anleitung gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch und es werden die üblichen Strickbegriffe benutzt. Ich habe nach der deutschen Anleitung gearbeitet, mußte jedoch ab und an die Englische dazu ziehen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich richtig verstanden hatte, was gemeint war. Die Designerin drückt sich hier manchmal etwas kompliziert aus. Das kannte ich ja bereits vom „Funky Grandpa“ schon. Das ist halt ihr Stil, mancher anderer wird das vielleicht total eingängig und gut finden, ich habe hin und wieder das Gefühl, sie spricht einfach nicht meine Stricksprache. Gestört haben mich auch die vielen Stellen, an denen erst etwas beschrieben wird, was zu tun ist und dann erst im nächsten Absatz oder gar auf der nächsten Seite der nächste Satz mit den Worten „Und gleichzeitig….“ beginnt. Bis ich da angekommen bin, habe ich die Reihen davor meist schon gearbeitet, da wäre ein Hinweis vorneweg hilfreich, dass da noch etwas kommt, denn auch wenn man die Anleitung vorher komplett liest, geht einem das recht flott durch. Ich habe es mir daher dann so verdeutlicht, dass ich all die Teile, wo ich gleichzeitig noch etwas anderes tun muß mit pinkem Textmarker markiert habe.

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Der Pulli besticht vorallem durch die schönen Details am Ärmel und den lockeren Schnitt.

Ist man dann einmal beim Rumpf angekommen, wird es simple, fast schon langweilig und Dank des dünnen Garns zieht es sich leider auch enorm, da ist Durchhaltevermögen nötig. Schön sind auchd ie seitlichen glattrechts Details, die die Form gut abrunden.

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Der Pulli erhält seine Struktur durch ein unterbrochenes Perlmuster, das eigentlich wirklich simple ist, mich aber mit meinem sehr dunklen Garn fast in die Nervenheilanstalt gebracht hätte. Man muß hier wirklich sehr genau schauen, wo man gerade ist und es fällt leider erst spät auf, wenn man sich in einer Reihe verhauen hat. Hier ist auch für mich, die ich mich eigentlich für recht fit halte durchaus Konzentration gefragt, auch wenn das Muster nicht schwer ist, verbuxelt man sich ganz leicht.

Ich habe das Schaf übrigens aus Holst Coast gestrickt und da das Garn etwas dünner ist und ich sehr fest stricke habe ich die Größe M gestrickt, um die Größe S zu erhalten. Das hat gut funktioniert. Ich bin 158 cm groß und wiege 50 kg, mir paßt der Pulli sehr gut. Ich habe etwas kräftigere Oberarme, als meine Größe und Gewicht vermuten lassen, auch hier ist er nicht zu eng. Durch die Raglannähte ist auch im Brustbereich ausreichend Spielraum.

Ich habe mit 2,75er Hiya Hiya Nadeln gestrickt und für die Ärmel ein 23 cm Seil und für denn Rumpf das 60 cm Seil genutzt. Das hat gut funktioniert. Magic Loop war an den Ärmeln nicht notwendig. Ich stricke sehr fest, für Strickerinnen, die lockerer stricken, würde ich zu einer noch kleineren Nadel raten, damit es dicht wird.

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Ich habe außerdem weniger Abnahmen am Rumpf gearbeitet, um es weniger zu taillieren und die Streifenfolge verändert. Den Rumpfteil habe ich zusätzlich etwa 5 cm länger gestrickt. Den Halsausschnitt habe ich so belassen und nicht die zusätzliche Bearbeitung gemacht, da ich es ganz gerne hab, wenn leichte Pullover einen etwas weiteren Ausschnitt haben.

Garnverbrauch: Holst Coast  50g   Lauflänge 350m
Material: 55% Merino Lammwolle, 45% Baumwolle

Ich hatte 3 Knäuel (50 g) der Hauptfarbe Dark Navy und ein Gradientset mit 5 x 10 g in der Farbefolge Dämmerung (von Holst im Atelyeah) gekauft, damit bin ich sehr gut ausgekommen und habe noch deutlich Garn übrig.

Im Folgenden habe ich die ursprüngliche Garnmenge und dahinter den verbliebenen Rest angegeben. (Vorsicht! Wie gesagt, ich habe die Streifenfolge etwas verändert, meine Garnmenge ist also nicht hilfreich, wenn ihr euch an die Angaben im Muster  haltet!!!)

Farbe A  150 g / 30 g

Farbe B  10g / 7 g (dunkel lila)

Farbe C 10g / 4 g (lila)

Farbe D 10g / 6 g (helllila)

Farbe E  10g / 5 g (grau)

Farbe F 10g / 8 g (natur)

Das Coast Garn von Holst ist überrschend weich und angenehm verstrickt. Für Anfänger ist es jedoch aus meiner Sicht nicht geeignet, da es im unverstrickten Zustand sehr leicht reißt und wirklich sehr dünn ist. Nach dem Waschen flauscht es schön auf und fühlt sich toll an, vorher ist es ein wenig störrisch.

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Ich bin ja wirklich sehr empfindlich, was kratziges Garn angeht, dieses hier ertrage ich nach dem Waschen sehr gut auf der Haut.

Aus den Resten werde ich mir vermutlich einen weiteren „On the Spicemarket“ von Mairlynd stricken, das bietet sich an, außerdem habe ich noch ein 50 g Knäuel in lila übrig, das ich zur Not noch gekauft hatte, falls meine 150 g Dark Navy nicht reichen sollten.

Frau Katze mochte den Pulli auch sehr, weshalb ich ihn vor dem Baden auch erstmal entfusseln mußte. Ständig lag das kleine Biest drauf oder drunter oder später drin.

Wie ihr am verbrauchten Garn seht, ist der Pullover wirklich sehr leicht und schön für Frühling und Sommer geeignet, trotzdem wärmt das Garn auch gut.

Link zur Anleitung bei Ravelry: KLICK!

Link zum Garn bei Ravelry: KLICK!

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Und natürlich hopse ich mit diesem Beitrag zu Maschenfein: Auf den Nadeln im Juni!

Und noch ein Set…. allerdings erstmal ohne Handschuhe….

Bei mir ist der Mützenwahnsinn ausgebrochen.

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Die „a girl thing“ von Joji Locatelli hat totalen Suchtfaktor und ich bin mittlerweile schon bei Mütze Nummer 3 gelandet. Die Erste seht ihr hier: KLICK! Und die Zweite zeige ich euch heute, die wurde nämlich am Donnerstag auf der Terrasse meiner Schwägerin bei schönstem Sonnenschein, Leckerchen und Mädelsplausch fertig und die Dritte habe ich gerade auf den Nadeln.

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Diese hier habe ich passend zu meinem Daybreak von Stephen West aus den Garnresten des Tuchs gearbeitet.

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Verbraucht habe ich von der Feinheit von Zitron gefärbt von Color loves wool für die Mütze in Größe M mit Nadeln von Hiya Hiya in 3,25.

lila 32 g

gelb 23 g

Man braucht für eine Mütze also wirklich nicht viel und kann so herrlich Reste verbrauchen. Nachdem ich Tuch und Mütze fertig hatte, habe ich noch ausreichend Garn für ein paar kleine fingerlose Handschuhe, das werd ich in den nächsten Tagen sicher noch schnell mal zwischendurch fertig machen.

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Das Garn ist unheimlich weich und ich hatte etwas Sorge, dass das Lacemuster nicht so richtig herauskommt, tut es aber und es läßt sich sogar gut spannen.

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Ich habe, wie beim letzten Mal auch, mit dem Trick von den Knitmoregirls und einem Teller gespannt, das geht für Mützen wirklich super. Das Mützchen ist wirklich flott gestrickt und für den Lacepart braucht man lediglich Abnahmen, rechte und linke Maschen sowie Umschläge, das bekommt man auch als Anfänger gut hin.  IMG_6013

Und natürlich hopse ich hiermit zu Maschenfein „Auf den Nadeln im Mai„!