VEGAN-Projekt – Alltagstaugliche Vegane Küche gibt es doch!

Nachdem ich also, wie in meiner Rezension zu Attila Hildmanns „Vegan for Fit“ verdeutlicht, mit Herrn Hildmanns Buch einfach nicht parat kam und vorallem seine Gerichte für mich mengemäßig nicht paßten, nämlich deutlich zu viel und zu fettig waren, habe ich nach Alternativen gesucht und diese in „La Veganista“ gefunden.

Die Autorin, gibt mir alles, was ich bei Hildmann vermißt habe. Sie erklärt Zusammenhänge, zeigt Alternativen zu teueren Ersatzprodukten auf, und schildert simple und einfach Zusammenhänge. Erklärt, wie man Tierprodukte sinnvoll ersetzen kann, wie man Eier zum Beispeil beim Backen durch andere „pflanzliche Klebemittel“ ersetzt und ist dabei witzig, charmant und nicht dogmatisch.

Die Rezepte, die ich nachgekocht habe, gingen schnell, waren einfach zuzubereiten und deutlich weniger teuer, als es bei den Rezepten von Hildmann der Fall war. Auch hier benutzt man hier und da teure Superfoods oder aber schwer zu bekommende Zutaten, allerdings findet man dann zumeist in einem kleinen Kästchen Hinweise, wie man diese Zutaten ersetzen kann oder wie man sie günstig bekommt. Das fand ich sehr positiv.

Vorallem ist es der Autorin gelungen, mir zu vermitteln, das Veganismus gar nicht so fettig ist, wie er mir bei Hildmann präsentiert wurde, die Gerichte waren alle leicht und lecker, es kamn in wesentlich weniger Gerichten Soja vor oder Nüsse, wo ich ja meine Probleme mit habe.

Das Buch bietet zwar auch keinen Plan zur Umstellung auf die vegane Küche, allerdings wird es auch nicht in der Form vermarktet oder angepriesen, sondern ist eben ein Kochbuch und will auch gar nicht mehr sein.

Es ist ein gutes Kochbuch, ein verständliches, eines dessen Rezepte funktionieren und mir schmecken.

Somit hier alle Daumen hoch. Das lohnt sich und ist hübsch anzusehen.

Das Blog der Autorin Nicole Just, das ich als sehr lesenswert empfinde, ist übrigens hier zu finden.

KLICK

VEGAN-Projekt – Schluss aus ENDE!

Schluß aus Ende, so geht das nicht!

Zwei vegane Tage und in meinem Kühlschrank türmen sich die Tupperdöschen, hier ein Rest Kidneybohnen, da etwas Cashewcreme, dort ein wenig Mandelmus, hier Reste vom Mais. Meine Planung, so durchdacht sie auch war, funktioniert nicht und das ist Herr Hildmann Schuld. Seine Gerichte sind, von dem widerwärtigen Artischockenmus, das ich heute in die Tonne entsorgte habe, mal abgesehen, wirklich lecker, aber man braucht einfach zu viele kleine Mengen von irgendwas, ich hatte schon darauf geachtet, bei der Auswahl der Gerichte, daß ich immer noch etwas wieder verwenden kann, aber es bleiben dennoch wirklich viele Reste, zumal ich ja nur für mich alleine koche und backe. Dazu kommt, daß die Portionen für mich und die Menge des Essens einfach deutlich zu groß sind.

Ja ich bin klein und zierlich, aber ich esse eigentlich normal, würde sogar eher sagen, daß ich recht viel futtere, dafür daß ich so schlank bin. Das Bedürfnis drei der Gerichte, wie vorgesehen am Tag zu essen, habe ich dennoch nicht, darum habe ich heute ja schon auf zwei reduziert und dennoch blieb fast die Hälfte der Portion Quinoasalat übrig. Wegwerfen will ich die auch nicht, das würde irgendwie meinem veganen Gedanken total widersprechen, also werde ich jetzt die nächsten zwei Tage Resteverwerten und von meinem Kochplan nach Attila Hildmann abweichen. Ich maße mir an, begriffen zu haben, worauf es ankommt und werde nun morgens und Abends Rohkost und Obst mit Brot oder Müsli und Soja Joghurt essen und mittags ein Gericht aus dem Hildmann Buch kochen. Dazu habe ich das Früchtebrot, immer wenn ich Hunger habe, nehme ich einen Haps und für den Süßenhunger habe ich die Amaranthriegelchen gemacht, die wirklich lecker sind und die ich ganz sicher auch nach meinem veganen Monat nochmal machen werde. Das Rezept werde ich euch hier sicherlich noch vorstellen, wenn ich Zeit finde.

Das ist nämlich das nächste Problem, die Kocherei und Vorbereiterei und Einkauferei nimmt mehr meiner Zeit in Anspruch, als ich bereit bin, dafür zu opfern. Es ist jetzt 20:15 h, vor etwa 5 Minuten war ich erst mit allem fertig (Morgen gibt es Walnusstofusalat) und die Küche mußte ich von gestern noch aufräumen, weil ich da nach der Brotbackaktion keinen Bock mehr drauf hatte. Ich möchte durchaus ein wenig mehr von meinem Feierabend haben.

Dazu kommt ein Problem, das ich so nicht kommen gesehen habe, mein Magen und Darm reagieren etwas ähm… seltsam. Nein, ich habe keine extrem ekligen Verdauungsstörungen, damit würde ich hier auch nicht hausieren gehen, aber mein Bauch ist aufgebläht, ich vermute, daß es an der ungewohnen Menge an Getreide oder dem Quinoa liegt, keine Ahnung, aber es sieht weder hübsch aus (ja man sieht das bei mir tatsächlich), noch fühlt es sich gut an. Im Gegenteil, es fühlt sich ganz und gar nicht gut an. Ich hoffe das legt sich wieder.

Hunger oder Lust auf Fleisch hatte ich seit dem Leberwurstanfall gestern morgen nicht. Auch habe ich nicht das Gefühl, daß mir etwas fehlt.

Ich werde allerdings eben ab jetzt mehr auf mein Bauchgefühl vertrauen, wenn ich, wie bei der Artischockencreme bereits beim Kochen erahne, daß das nichts werden wird, was mir schmeckt, werde ich das sein lassen und lieber etwas kreativ selbstmixen.

So erklärt sich dann wohl auch, daß mein Einkauf für 4 Tage so teuer war, das ist alles viel zu viel. Ich werde berichten, wie lange ich nun mit meiner eigenen Kochkunst mit den Sachen auskomme und ich werde mir definitiv einige Gerichte aus dem La Veganista aneignen, das gefällt mir nämlich, jetzt wo ich einiges besser einschätzen kann, deutlich besser und erscheint mir auch praktikabler.