Was blüht denn da? – Der Kosmos Naturführer

Unbenannt2

„Was blüht denn da?“ ist ein Sachbuch und Nachschlagewerk der besonderen Art. Mit vielen wunderschönen, klaren und gut erkennbaren Zeichnungen kann man leicht alles, was da wächst und wuchert bestimmen. Hilfreich sind dabei die Erläuterungen im hinteren Teil des Buches, wo botanische Fachausdrücke an Bildern gezeigt und erklärt werden.
Das Register am Ende des Buches ist alphabetisch und übersichtlich. Das Buch selbst ordnet sich nach Blütenfarbe, Blätteranzahl und Form und hilft so schnell das Gewächs zu finden, nach dem man gerade fahndet.
Das Buch ist trotz seines Umfangs handlich und praktisch zu transportieren, dabei aber nicht so klein, dass es schlecht lesbar wäre.
Enorm gut findet ich das auf dem Buchumschlag angezeichnete Lineal, was das Messen in der freien Natur vereinfacht.

Super finde ich auch, dass Kosmos hier den Schritt geht und dem Käufer gleich den EBook-Code mitliefert, das würde ich mir bei mehr Verlagen wünschen. Ich lese keine Ebooks, weil ich das gebundene Buch im Regal haben möchte und die doppelte Ausgabe ist es mir meist nicht wert, dennoch empfinde ich Ebookreader als praktisch, so finde ich diese Angebote, bei Erwerb des Buches auch das Ebook herunterladen zu können wirklich sehr gut.

Der Umschlag des Buches ist war zwar der eines Taschenbuches, aber recht robust, selbst häufige Nutzung und Nachschlagen werden dem Buch nicht viel anhaben können.
Die Angaben zu den Pflanzen sind fundiert und umfangreich und beinhalten all das, was ich gerne wissen möchte.
Gefällt mir!

Künstlerische Kekse!

Kekse

Ich backe gern, dabei stelle ich mich auch gerne gewissen Herausforderungen, Macarons, Petit Fours, alles kein Problem, um Zuckerguß oder Glasur hab ich mich bisher allerdings immer drumherum gedrückt. Das gelang mir nie so recht und irgendwie ist mir das auch immer zu friemelig und dauert zu lange und der Mann hat die Hälfte der Kekse eh aufgefuttert, bis ich die bemalt habe.
Trotzdem schlich ich seit geraumer Zeit um das Kekskunstbuch herum.
Es ist schön, es ist fein und es hat tolle Fotos.
Ich mag generell die Aufmachung der Kosmos Back- und Kochbücher, da sammelt auch dieses Buch Punkte. Es ist klar strukturiert, schön aufgemacht, die Erklärungen sind leicht verständlich und übersichtlich.
Die Bebilderung gefällt mir und macht sehr schön deutlich, was in den Texten erklärt wird.
Warum das Buch jedoch dennoch nicht von mir total begeistert besprochen wird, ist der Punkt, daß überall steht, wie einfach und leicht das alles ist und dann aber teilweise Zeiten von mehr als 2 Stunden für ein paar Kekse veranschlagt werden. Wohlgemerkt, Dekozeit, nicht Backzeit oder Zubereitungszeit, nur Dekorieren. Das ist schon ne Hausnummer und da bin ich definitiv zu faul zu.
Die leichteren Muster werde ich in den nächsten Tagen auf jeden Fall ausprobieren, die zeitintensiveren sehr aufwändigen Gestaltungen eher nicht.
Dazu hätte ich mir noch ein paar Mehr Bezugsquellen gewünscht, zwar wird der Onlineshop der Autorin „henkundhenri“ genannt, wo man auch fertige Kekse kaufen kann und ein zwei andere Tipps finden sich auch, aber mehr Adressen und Anlaufstellen für Farbe und Zubehör hätte ich mir da schon gewünscht.
Auch fehlte es mir ein wenig an Abwechslung, im Grunde werden immer wieder gleiche Kekse gebacken und dann eben unterschiedlich dekoriert. Das ist nett und zeigt neue Ideen auf, hier hätte ich mir aber auch noch ein paar Keksrezepte fern vom Mainstream gewünscht, dem Keksteig ein wenig Matchapulver beirühren, fand ich dann doch irgendwie zu wenig.

Trotzdem betrachtet man das Buch eher als ein feines Bilderbuch mit Anregungen und Ideen für die eigenen Kekskunstwerke und nicht als wirkliches Backbuch, so wird man auch so seine Freude daran haben. Mir hat das Durchblättern und Lesen und Betrachten der Bilder viel Spaß gemacht.
Auf meine ersten Kekse bin ich nun gespannt.

Clickertraining für Katzen – Birga Dexel

Birga Dexels Clickertraining für Katzen führt einem das Clickern durchaus anschaulich mit vielen Bildern, Übungen und Erklärungen vor Augen.
In einer recht langen Einleitung beschreibt sie, wie sie zum Clickern kam und wie ihre Katzen darauf reagiert haben.
Im weiteren berichtet sie von ihren Kursen und den dortigen Teilnehmern. Problemen, die beim Clickern auftreten können und spielerischer Erziehung.
Das alles berichtet sie in leichter und lockerer Erzählsprache, reich bebildert und gut verständlich.

Natürlich macht sie in ihrem Buch ein wenig Werbung für ihre Kurse, aber das Buch ist auch einzeln ein absoluter Gewinn, da auch Katzenbesitzerneulinge hier sehr viel über ihre Stubentiger lernen.
Für mich, die ich seit meiner Kindheit immer Katzen hatte und habe, birgt das Buch jedoch nicht so viele neue Erkenntnisse. Vieles machen meine Katze und ich schon genau so, wie es beschrieben ist, ohne Clickern.
Lili klettert an mir hoch, springt mir in die Arme und vertraut mir bedingungslos, ganz ohne Clicker, einfach weil sie weiß, daß sie sich auf mich verlassen kann, weil sie von mir nie Negatives erfahren und immer nur in ihrem positiven Verhalten bestärkt wurde. Unbewußt wende ich also viele Dinge aus dem Clickerprogramm bereits an. Ich habe dennoch versucht mit Lili einige der Übungen durchzuführen, was jedoch sehr schwer war, da sie überhaupt nicht mit Leckerlis zu ködern ist, auch nach Streicheleinheiten und Lob steht ihr meist nicht der Sinn.
Sie ist eine sehr eingewillige Katze, die zu mir kommt, wenn sie Lust hat, spielt, wann sie mag und mir ihr Vertrauen beweist, wenn sie es möchte. Ich habe jetzt mehrer Tage mit ihr geklickert, das klappt mittlerweile auch ganz gut, aber ich habe das Gefühl, daß es sie eher irritiert und ihr unser übliches Spiel ohne den Clicker mehr Freude bereitet.

Das liegt aber eindeutig an meiner Katze und unserer ohnehin sehr engen Beziehung und definitiv nicht am Buch.
Für Menschen, die Probleme mit ihren Katzen haben oder die sich zum ersten Mal einen Stubentiger ins Haus holen, ist das Buch sicher eine Bereicherung, um etwas über ihre Tiere zu lernen und eine sinnvolle Beziehung zu Ihnen aufzubauen.
Für mich barg es nicht allzuviel Neues.

Schlank-Joker… alles klar?

Ich habe ein neues Kochbuch!

Heidewitzka und was für eins, eins zum ABNEHMEN! Gut, mag der ein oder andere jetzt denken, wo will Janie denn bitte bei ihren 48 kg noch abnehmen.

WILL ICH GAR NICHT! Aber ich wußte, daß da ganz viele Sachen drin sind, die ich total gut und lecker und spannend fand und daher vergesse ich diesen Schlankquatsch und mir geht es nur um die Rezepte. Wobei Quatsch ist nicht nett, denn das Buch birgt wirklich viele Infos und vorallem nennt es Alternativen zu den Dickmachern, die man so im Essen verwendet, wer also wirklich abnehmen und die Art zu Kochen umstellen möchte, der ist mit dem Kochbuch gut beraten. Ich koche häufig ohnehin schon so, wie das Buch es vorschlägt, daher wollte ich wirklich nur die tollen Gerichte, kennenlernen, die ich bereits beim Stöbern entdeckt hatte.

Beispiele:

Grüne Gazpacho mit Avocado, Frühstückscrepes mit Erdbeer-Bananen-Creme, Ziegen-Toasties mit Honig und Nüssen, Gedeckte Äpfel mit Apfelzimtfüllung, Kräuterwaffeln, Schweinefilet mit Feigen und Zitronen… und vieles mehr, was mich sofort ansprach.

Es sind wirklich nur sehr wenige Gerichte dabei, die mich weniger reizten und nichts ist dabei, was ich nicht zumindest ausprobieren würde.

Hier geht es allerdings nicht um die Einhaltung eines strengen Diätplans, sondern mehr um das bewußtere Kochen, bei dem auf Dickmacher, wie Sahne oder Butter bewußt verzichtet wird. Ich fands toll, heute habe ich die Linsensuppe mit Orange und Datteln gekocht. Das Rezept ist simple und schnell fertig, ich war keine 20 Minuten in der Küche beschäftigt und es schmeckt wirklich gut und ist mal etwas ganz anderes. Überhaupt sind die Gerichte wirklich neuartig, manchmal nur durch eine ungewöhnliche Zutat aufgepeppt, manches total überraschend. Ich finds toll.

Die Anzahl der Gerichte ist sehr umfangreich, leider sind nicht immer alle bebildert, aber darüber kann ich hier hinwegsehen, denn wie üblich bei den Büchern des Kosmosverlags, gefällt mir die Aufmachung sehr gut.

Zwischen den Rezepten finden sich immer noch Tipps, für den Bürolunch oder auch die schnelle Brotzeit.

Ob man mit diesem Schlank-Joker-Prinzip nun wirklich abnimmt, oder ob man lediglich kleine Sünden durch die Schlank-Gerichte ausgleicht, ganz egal, ich fand alles ausprobierte bisher lecker und die Gerichte treffen genau meinen Geschmack, schön leicht, frische Zutaten, etwas extravagant.

Sehr lecker!

Rezept für die Linsensuppe.

IMG_2567

Ich habe statt des Pak Choi Mangold nehmen müssen, da ich mal wieder nirgendwo Pak Choi auftreiben konnte. Schmeckte aber auch damit gut. Außerdem habe ich NICHT püriert, da der Mann sonst die Nahrungsaufnahme verweigert hätte…

Zutaten:

1 kleine rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Bioorange, 6 getrocknete Datteln, 1 TL Sesamöl, 1 Messerspitze Chilipulver (hab ich weggelassen), 1/2 TL Cumin, 150 g rote Linsen, 500 ml Gemüsebrühe, 1 kleiner Pak Choi (oder eben Mangold), 2 EL Sojasoße, 80 g Ziegenjoghurt.

IMG_2568

Zwiebel und Knoblauch fein hacken, die Orangenschale abschaben und dann den Saft auspressen, Datteln entsteinen und fein hacken. Öl in einen Topf geben und Knoblauch und Zwiebel anbraten, dann die Linsen hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. 10 Minuten köcheln lassen. Chili und Cumin dazu geben, etwas salzen. Den Pak Choi in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne mit der Sojasoße scharf anbraten.

Datteln und Orangensaft/-schale zur Suppe geben. Wer mag den Ziegenjoghurt unterrühren, wer nicht mag, läßt ihn weg. 🙂

Nun sollte man die Suppe pürieren, hab ich wie gesagt nicht gemacht, sondern den Pak Choi habe ich einfach untergehoben, anstatt ihn zum Garnieren zu verwenden.

Mir hat es geschmeckt, im Schälchen ist nur meine Probierportion, der Rest ist nämlich mein Lunchpaket für morgen auf der Arbeit.

IMG_2570