LEON – Smoothies, Säfte & Cocktails

Das Wetter wird sonniger, die Luft wärmer, die Vögel zwitschern, es wird Zeit meinen Blender wieder hervor zu kramen und mir Smoothies zu zubereiten. Ich bin ja eigentlich ein ganz großer Fan von selbst gemachten Limonaden und Sirup, den man dann mit Wasser aufgießen kann und mache eher selten wirklich Smoothies, da ich mich da oft auch in der Menge verhaue und dann Smoothiereste hier herumstehen habe, die sich ja leider auch nicht sooooo lange halten.

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Damit ich genau bei den Mengenangaben ein wenig unterstützung habe, habe ich mich sehr gefreut, das neue Leon „Koch“-Buch in den Händen zu halten. Schön und hübsch aufgemacht, knallig bunt, wie man es von der Leon-Reihe kennt, gibt es hier jede Menge Vorschläge und Ideen für leckere Smoothies, Sirup, Limonade, aber auch für heiße Schokolade und Cocktails.

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Für mich waren ein paar zu viele mit Alkohol dabei, ich trinke ja wirklich sehr selten Alkohol und wenn dann meist ein Glas sehr guten Rotwein. Leider ist es oft bei Cocktails so, daß sie ihren besonderen Geschmack verlieren, wenn man den Alkohol wegläßt, so daß ich mir ein wenig mehr Rezepte ohne Alkohol oder aber häufiger eine Alternative zum benutzten Alkohol gewünscht hätte.

Die Menge der Rezepte finde ich allerdings insgesamt gesehen, durchaus ausreichend. Viele schöne Anregungen und auch ausgefallenere Ideen.

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Heute habe ich mir erstmal den Energy-Booster-Smoothie gemacht. Zum Smoothies mixen nutze ich meinen Küchenwichtel mit dem Blenderaufsatz. Der Zerkleinert eigentlich alles wunderbar.

Zutaten: 1Avocado, 2 Bananen, eine Handvoll Erdbeeren, eine Handvoll Himbeeren (ich hab immer gefrorene Himbeeren im Haus und nutze die oft einfach so als Snack), eine Handvoll Heidelbeeren, 1 El Leinsamen und 300 ml Reismilch Cocos (laut Rezept sollte man Orangensaft (vertrag ich nicht so gut) oder Sojamilch (vertrag ich gar nicht) verwenden. Ich habe dann allerdings noch ein wenig Lavendelhonig dazu getan, damit es etwas süßer wird.

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Alles in den Blender und gut durchmixen. Fertig. Eventuell noch etwas Milch zugeben, jenachdem, wie flüssig man es haben will.

Die Reismilch habe ich ja bei meinem Vegan-Experiment entdeckt und habe seitdem nur noch diese Milch im Haus. Die vertrage ich deutlich besser, als jede andere Milch, keine Laktose und der Geschmack ist köstlich.

Ein Lehrbuch vom Gemüse

Nachdem ich im Frühling ja ein Lehrbuch vom Fleisch vorgestellt habe und total hingerissen war, nun die Veggie-Variante, ein Lehrbuch vom Gemüse.

Nigel Slaters Tender – Gemüse: von der Aubergine bis zur Zwiebel.

Leider muß ich zugeben, zur Zeit ein wenig im Weihnachtsstreß zu sein, daher gibt es von meinen ausprobierten Rezepten derzeit noch keine Blogposts oder Bilder, das folgt, sobald hier wieder halbwegs Ruhe eingekehrt ist. (Warum hat eigentlich bei uns auch noch die ganze Verwandtschaft und 2/3 der Freunde im Dezember in der Vorweihnachtszeit Geburtstag? Ist das gesteigerter Schwierigkeitsgrad, oder was?) Naja, ich habe also Zeitmangel, aber ich wollte dieses Buch unbedingt noch vor Weihnachten vorstellen, weil ich der Meinung bin, daß es ein unheimlich geniales und famoses Geschenk darstellt. (Gut ist nicht ganz günstig, aber der Preis lohnt sich, wirklich!)

Ich habe bislang 4 Gerichte ausprobiert. Die „Schlanke gebackene Aubergine mit Gurke und Joghurt“ war ein Traum, dem sich der Banause an meiner Seite zwar verweigerte, aber egal, da war dann mehr für mich da. Aubergine ist fast genauso böse und gemeingefährlich wie Käse behauptet er. Das ging wirklich zügig in der Zubereitung und war sehr simple. Absolute Anfängerküche würde ich sagen.

Dann habe ich Karotten Korianderpuffer gemacht, da konnte dann mein Küchenwichtel noch mal zeigen, was er drauf hat und hat alles fein klein geschnetzelt. Auch hier keine Probleme, klare Arbeitsanweisungen und wirklich lecker im Geschmack und Endergebnis. (Hierzu wird es dann auch noch einen Blogpost geben, Fotos sind gemacht, ich muß nur Zeit finden.)

Außerdem habe ich die Kartoffelsuppe mit Blutwurst und Petersilie ausprobiert, die gerade jetzt im Winter einfach nur herrlich lecker ist und schön wärmt (Auch hierzu hab ich feine Bildchen und werde vermutlich zwischen den Feiertagen einen Blogpost basteln und hier die Verlinkungen einbauen!)

Kurz, die ausprobierten Gerichte sind gelungen, die Rezepte simple formuliert und leicht nachzukochen, mit hohem Genußfaktor. Wirklich, das war alles lecker. Sehr lecker.

Aber zurück zum Buch. Nigel Slater hat hier nicht nur ein Kochbuch für Gemüse erstellt, nein er hat ein Lehrbuch geschrieben, in dem die wichtigsten europäischen Gemüsesorten vorgestellt werden und zwar nicht nur im Hinblick auf Rezepte, sondern auch im Hinblick auf den Gemüsegarten von Nigel Slater. Zu jedem Gemüse gibt es ein Kapitel, in dem sich auch eine kleine Pflanzen- und Artenkunde befindet, dazu gibt es Anbauhinweise für den Hobbygärtner. (Da ich immer noch auf einer Kiesgrube lebe ( Schatz, laß uns den Garten einfach komplett pflastern, BITTE!) und der Garten einfach noch nicht fertig ist, bin ich da zu wenig gartenfit, um zu beurteilen, wie richtig oder wie falsch die Hinweise dort sind, für mich liest es sich jedoch sehr logisch und gut erklärt. Ich werde das Buch sicherlich auch dann wenn unser Garten sich zum grünen Paradies gemausert hat (in 100 Jahren vermutlich) noch ein paar Mal bezüglich der Anbautipps zur Hand nehmen.

Auch hat mir hier der persönliche Touch des Buches gefallen, Slater beschreibt hier sehr unterhaltsam seine eigenen Erfahrungen, durchaus auch mal kleinere Fehlschläge, Ideen und bringt seine Begeisterung fürs Gärtnern und Kochen wunderbar auf den Punkt.

Nach diesem kleinen allgemeinen Teil zu jedem Gemüse folgen passende Rezepte und das nicht zu knapp. Hunderte von Rezepten finden ich sich in diesem Wälzer, der sich übrigens auch auf der Küchenanrichte unheimlich schick ausmacht. Für jeden Geschmack, jede Jahreszeit und jeden Koch ist was dabei, vom Anfänger, bis zum Fortgeschrittenen wird man hier fündig.

Die Aufmachung des Buches mit Bebilderung, Papier, Bindung und Schutzumschlag ist passend zum Preis entsprechend hochwertig und wunderschön. Allerdings, hier mein kleiner Kritikpunkt, hätte ich mir tatsächlich zu jedem Rezept ein Bild gewünscht, das fehlt hin und wieder und da ich ja visuell koche und immer wissen muß, wie es aussehen sollte, obwohl es bei mir dann doch nie so aussieht, seufz, störte mich das ein wenig. Die vielen wunderschönen Bilder zu den meisten Rezepten und dem Garten, bzw. den Gemüsearten tröstete mich darüber jedoch hinweg.

Von mir also eine klare Kauf- und auch Geschenkempfehlung. Nigel Slater hat hier ein umfassendes, wenn auch nicht abschließendes Werk zum Thema Gemüse geschaffen, das mich total begeistern konnte und sicherlich noch oft zum Einsatz kommen wird.

So endlich Zeit zu Bloggen und hier kommt die Kartoffelsuppe!

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Zutaten 500 g Kartoffeln, eine Stange Porree, (Nigel Slater hat noch Staudensellerie reingetan, den lasse ich jedoch weg, weil es keinen gab!), 40 g Butter, etwas Gemüsebrühe, Pfeffer und Salz, „Ahle Blutwurst“ (geräucherte Blutwurst)

Die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden, den Lauch in feine Ringe hacken.

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Lauch und Butter in einen großen Topf geben und erhitzen, bis der Lauch weich wird, sich jedoch noch nicht verfärbt. Die Kartoffen (und gegebenenfalls den Staudensellerie) dazu geben und leicht dünsten, nach 15 Minuten mit der Gemüsebrühe angießen und so lange kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Wer mag püriert, wer nicht mag, läßt es.

Ich hab es so stückig gelassen.

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Die Blutwurst in feine Scheiben schneiden, die Hülle entfernen und in einer Pfanne kurz rösten, dann auf die Suppe geben.

Ich fands herrlich lecker, dem Mann behagte der sehr intensive Geschmack der geräucherten Blutwurst mal wieder nicht, gut, blieb mehr für mich übrig! IMG_2453

Ein Buch wie kein anderes…

Beim Bloggertreffen im Dumont Verlag, wurde mir ja unter anderem dieses Buch hier ans Herz gelegt und jetzt habe ich es endlich gelesen und muß sagen, zu Recht war die Lektorin von diesem Werk so begeistert und hingerissen.

Ich bin es auch.


Verlagstext zum Buch:

Erscheinungstermin: 8. Oktober 2013
Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.
Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O Donnell die verstörend komische Geschichte dreier verlorener Seelen, die für sich selbst keine Verantwortung tragen können, aber füreinander bedingungslos einstehen.

Meine Meinung:

Vor wenigen Minuten habe ich die letzte Seite dieses Buches gelesen und obwohl ich bei Büchern dieser Art sonst immer hemmungslos heule, ist mir das hier nicht passiert. Was aber keineswegs heißen soll, daß der Text mich nicht berührt oder angerührt hätte. Nein, im Gegenteil, diese Geschichte hat mich so betroffen gemacht, daß heulen hier die falsche Reaktion gewesen wäre. Marnie und Nelly und Lennie leben ein solch trauriges und bedrückendes Leben, daß man sich über jeden kleinen Fortschritt und jede kleine positive Errungenschaft mit ihnen freut. Dabei hat es mir unheimlich gut gefallen, die Geschehnisse immer aus Sicht jeder der drei Personen geschildert zu bekommen. Ich fand diese Art des Erzählens wirklich sehr reizvoll und gekonnt umgesetzt. Auch die teilweise sehr kurzen Kapitel haben mir das Lesen dieser eigentlich tieftraurigen und dennoch an so vielen Stellen witzigen Geschichte erleichtert.
Ich habe mich in dieser Geschichte, die sich dazu eigentlich gar nicht eignet wohl gefühlt. Ich habe jede Seite mit Nellys verschrobener altertümlicher Ausdrucksweise geliebt, Marnies Flucherei hat mich begeistert und Lennies Schuldgefühle haben mich betroffen gemacht.
Dieses Buch ist sicherlich keine Lektüre, die man mal eben so am Strand wegliest und über die man nicht mehr nachdenkt, dazu ist der Text und die Charaktere denkbar schlecht geeignet, alles ist zu plastisch geschildert, als das man einfach so zum Tagesgeschehen zurückkehren könnte.
Gerade deshalb finde ich aber, daß dies ein unheimlich gutes Buch war. Sprachlich, inhaltlich und emotional.

Enteenteenteenteente… ENTE! – Werbelink im Beitrag enthalten!

Hier gabs heute Hellofresh-Ente.

Zutaten:

200 g Entenbrust (fand ich für zwei Personen etwas wenig)1 Knoblauchzehe, 200 g Reisbandnudeln, Sojasoße 50 ml, 2 Frühlingszwiebeln, 1 Karotte, 1/2 Salatgurke, 1 Stange Staudensellerie, 1 cm Ingwer. Öl, Honig, Wasser

Ich hab zum ersten Mal Ente selbst gemacht und war ein wenig skeptisch, ob die Zubereitungsart auch wirklich zu dem gewünschten Ergebnis führt. Meine Zweifel waren unbegründet, das Ergebnis war phantastisch.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen.

Die Entenhaut kreuzförmig einritzen, Ingwer schälen und reiben, Knoblauch abziehen und würfeln. (Ich hab den Knofi gepresst, das mag ich manchmal einfach lieber)
Ingwer, Knoblauch, Sojasoße, 1EL Sonneblumenöl, 1/2 EL Honig, 1/2 EL Wasser vermischen zu einer schönen Marinade.

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Die Hälfte der Marinade in das Entenfleisch einmassieren und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
Das Gemüse waschen und in feine Stückchen schneiden. Bei Hellofresh stand streichholzgroße Stifte, da war ich nicht filigran genug für, es gab Stücke, FERTIG!

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In einer beschichteten Pfanne die Entenbrust mit der Hautseite nach Unten 4 Min scharf anbraten, bis die Haut knusprig ist. Wenden und noch ein wenig Marinade darüber pinseln, weitere 3 Min braten.
Dann aus der Pfanne nehmen und im Ofen 8-10 Minuten garen.

Die Nudeln zwischenzeitlich kochen, dann abgießen und in einem Wok unter Rühren anbraten, das Gemüse und die restliche Marinade dazu geben.

Die Entenbrust schön aufschneiden und die Nudeln samt Gemüse und Ente anrichten.

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Sehr lecker! Wirklich sehr sehr lecker.

Allerdings kam meine Hellofreshbox diesmal geöffnet an, es fehlte zwar nichts, aber ich war doch verwundert. Außerdem war der Ingwer in einem nicht mehr genießbaren Zustand, da er in eine kleine Scheibe geschnitten wurde, die logischerweise beim Transport total austrocknete. Der sollte vielleich dann besser demnächst in Folie verpackt werden. Allerdings habe ich Ingwer immer im Haus, daher ließ er sich rasch ersetzen.

Außerdem kam heute meine nächste Bitebox an, die getrockneten Pfirsiche darin waren wirklich köstlich, hätte ich so nie probiert.

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Und es trudelte ein kleines Paket mit Kochbüchern ein, die ich mir in den nächsten Tagen noch genau ansehen und einiges nachkochen werde.

Diese Beiden hier kamen vom Dumont-Verlag an:

 

  

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