Hoist the sails von Kieler Wolle

Ich habe am KAL von Kieler Wolle zum Kieler Wollfest teilgenommen.

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Dabei ging es darum gemeinsam das Tuch zum Kieler Wollfest zu stricken.

Die Facebook-Gruppe zum KAL findet ihr hier: Klick!

Die Ravelry-Gruppe zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Die Facebook-Veranstaltung zum Wollfest findet ihr hier: Klick!

Mein Beitrag zur Kieler Wolle in der Wollipedia ist hier: Klick!

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Ich hatte mich entschieden nicht, wie die meisten anderen mit einem Garn von Rosy Green, gefärbt von Kim von der Kieler Wolle, teilzunehmen, sondern meine Reste Plucky Knitter vom Paris-Schal zu verstricken.

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Außerdem wäre mir der Schal zu klein geworden, wenn ich mich an die Maschenvorgaben gehalten hätte, weil mein Garn ja deutlich dünner ist, als das vorgegebene Rosy Green Cheeky Merino Joy.

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Daher habe ich die Maschenanzahl auf 268 vergrößert. Da am Ende jedoch mein Blau etwas knapp wurde, habe ich später in jeder Reihe 2 Maschen abgenommen und nicht nur in der Rückreihe. Das führt dazu, dass mein Schal weniger einem Segel ähnelt, sondern ein wenig mehr in die Länge gezogen ist. Dennoch kann ich ihn wunderbar tragen und er entspricht genau meinen Vorstellungen. Den langen Zipfel kann ich mir schön um den Hals wickeln.

Gestrickt habe ich mit meinen Hiya Hiya Nadeln mit einem recht kurzen Seil und Nadelgröße 3.25, da ich sehr feststricke, war das für mich sehr gut.

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Leider ist der Schal mal wieder zu groß für meine Spannmatten gewesen, ich muß da wirklich endlich mal aufrüsten und wurde daher an der Wäscheleine mit Klammern gespannt getrocknet. Dadurch hab ich irgendwie eine kleine Zacke reingespannt, find ich jetzt nicht so schlimm, sondern eher witzig, auf manchen Fotos sieht man sie unten.

Gestrickt habe ich mit The Plucky Knitter Single in Houston (rot), Silverlining (silber) und  Paris is always a good idea (blau).

Verbraucht habe ich:

Blau: 63 g

Silber: 69 g

Rot: 58 g

Die Reste sind auf dem Foto zu sehen:

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Vom Blau habe ich also einen nicht mehr wiegbaren Rest von weniger als 1 g übrig. Das ist somit ganz haarscharf ausgekommen.

Die Anleitung von der Kieler Wolle war für mich gewöhnungsbedürftig, viele der anderen Strickerinnen hatten keinerlei Probleme beim Stricken, ich bin einen gänzlich anderen Aufbau gewohnt und vorallem andere Bezeichnungen der Abnahmen. Damit hatte ich zunächst echt ein Problem, daher habe ich das für mich in eine für mich lesbare Strickschrift umgewandelt und damit kam ich dann deutlich besser klar. Mittlerweile hat Kim das Muster allerdings ein wenig verändert und aus meiner Sicht verbessert.

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Link zur Anleitung bei Ravelry: Klick!

Link zur Anleitung bei der Kieler Wolle: Klick!

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Das Muster ist wirklich, wenn man sich drauf einläßt, nicht sonderlich schwer und sehr eingängig. Auch Anfänger, die sich bei rechten und linken Maschen sicher fühlen und zum ersten Mal Lace probieren möchten, werden damit sicherlich klar kommen.

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Interessant fand ich die Konstruktion des Tuches, man fängt hier nämlich an der breiten Seite des Dreiecks an und strickt sich zur Spitze hoch. Das ist motivierend, da es zum Ende hin ja immer kürzere Reihen werden und man gefühlt viel schneller voran kommt.

Mir hat das wirklich gut gefallen, allerdings sollte einem klar sein, dass man hier dann nicht wirklich etwas in der Größe anpassen kann, abgesehen von langsameren oder schnelleren Abnahmen.

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Und natürlich hopse ich zu auf den Nadeln: Klick!

und zum RUMS natürlich auch: KLICK!

On the Spicemarket – Teststrick

Ich durfte mal wieder an einem Teststrick für Mairlynd teilnehmen.

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Diesmal ging es auf den Gewürzmarkt und während Melanies Tuch aus wunderbar warmen Farben zusammengestellt ist: Klick!, habe ich meins aus einem knalligen Pink von Madelinetosh und verschiedenen Blautönen von Frida Fuchs zusammen gestellt.

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Da ich vom Pink nicht mehr genug hatte, um das gesamte Muster zu stricken, habe ich auf die letzte Wiederholung von Abschnitt 3 (NF1) verzichtet und den vorletzten Abschnitt um eine Wiederholung mit NF2 verkürzt. Nach dem großen pinken Abschnitt hatte ich für die Abschnitte 4 und 5 mit allen Wiederholungen noch 6 g von Pink übrig und bin damit genau hingekommen. (Es blieb ein nicht wiegbarer Rest von 1,74 m vom pinken Garn übrig.)

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Trotz meiner Modifizierung ist mein Tuch schön groß und gut tragbar.

125 cm / 125 cm /185 cm (Es ist tatsächlich ziemlich symmetrisch)

Nadeln: HiyaHiya Rundstricknadel (Seil 40″) Nadelstärke 3,5 mm / US 4

(Ich stricke sehr fest und würde jedem, der nicht fest strickt, zu einer kleineren Nadel bei dem Garn raten.)

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Garn / Verbrauch:

Hauptfarbe: Pink: Madelinetosh Tosh Merino Light 85 g „Pop Rocks“

Nebenfarbe 6 Dunkles Rot: Frida Fuchs Steppke (Mini Fuchs) 15 g „Rote Beete“

Nebenfarbe 5 Dunkles Blau: Frida Fuchs Steppke (Mini Fuchs) 15 g „Wacholderbeere“

Nebenfarbe 4 Helles Blau: Frida Fuchs Steppke (Mini Fuchs) 18 g „Blauer Lavendel“

Nebenfarbe 3 Meliertes Blau: Frida Fuchs Steppke (Mini Fuchs) 19g „Blaubeere“

Nebenfarbe 2 Türkis: Frida Fuchs Steppke (2 xMini Fuchs) 21 g “ Etna“

Nebenfarbe 1 Grau: Frida Fuchs Steppke 22 g „Lilac grey“

Beide Garne sind unheimlich weich und fühlen sich auch für mich empfindliche Mimose gut auf der Haut an.

Ich habe alle Stränge vor dem Verstricken mit Essig gespült, abgesehen von der Wacholderbeere hat keines der Garne dabei Farbe verloren und die Wacholderbeere hat das Wasser nur ganz leicht bläulich gefärbt.

Beim Waschen des Tuches ist nichts ausgefärbt.

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Das Muster ist sehr einfach und durchaus für Anfänger geeignet. Können sollte man rechte und linke Maschen, Hebemaschen und ein gewisses Grundverständnis für das Stricken von Dreieckstüchern sollte vorhanden sein. Aufgrund der vielen Farbwechsel und einfachen Mustervariationen ist es wirklich kurzweilig und strickt sich rasch.

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Die kleinen Knubbelchen im pinken Hauptteil erinnern ein wenig an die Knoten im Moonraker, werden aber etwas anders gestrickt, bzw. sind kleiner. Mir gefällt der Effekt sehr gut, vorallem mit Farben, die einen Farbverlauf ergeben, wirkt das wirklich toll.

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Das Muster war wie immer wunderbar gut zu verstehen und gut strukturiert. Diesmal war es sogar so eingängig, dass ich, hätte ich nicht im Teststrick immer wieder die Maschenzahlen etc. überprüfen wollen, die Anleitung immer nur für den ersten Teil eines Abschnitts gebraucht hätte.

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Aufgrund der vielen Farbwechsel hat man recht viele Fäden zu vernähen und zu verweben. Natürlich kann man diese auch an der Seite mit hochziehen, darauf habe ich jedoch verzichtet, da das Pink wirklich knallt und man den Faden immer gesehen hätte. Das wollte ich nicht.

Das Originaltuch von Mairlynd ist aus einem Gradient-Set von Miss Babs gestrickt. Die Sets von Miss Babs sind fantastisch schön. Ich habe lediglich keins bestellt, weil der Versand nach Deutschland so verdammt teuer ist und ich befürchtet habe, dass es zu lange dauert, bis das Garn hier ist und ich dann die Deadline nicht hätte schaffen können.

Mir gefallen auch die Tücher der anderen Teststrickerinnen, die ihr euch hier im Forumsbeitrag dazu ansehen könnt: Klick!

Sobald das Muster als Kaufanleitung erschienen ist, werde ich es hier verlinken.        IMG_5928 IMG_5929

Wie immer hopse ich zu Maschenfeins „Auf den Nadeln“ Klick!

Und ganz neu diesmal zu RUMS! Klick!

Der Mann an meiner Seite findet den Schal übrigens irgendwie „radioaktiv“… pft…

 

Es müllert schon wieder…

Ich habe eine zweite Müllers Tochter von Mairlynd gestrickt.

Die erste findet ihr hier: Klick!

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Leider hat mir auch dieser zweite Ausflug zur Mühle nicht so recht gefallen.

Das Ergebnis ist immer der Hammer und wirklich wunderschön, aber das Stricken zieht sich und wird irgendwann recht langweilig, weil die Reihen immer länger werden. Ich habe daher diesmal den Schal drastisch gekürzt. Ich habe einen Streifenabschnitt und einen Laceabschnitt weggelassen und den letzten gestrickten Laceteil zusätzlich verringert.

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Die Laceabschnitte gingen diesmal deutlich leichter von der Hand, als beim ersten Mal.

Trotzdem ist der Schal groß genug, um ihn sehr gut zu tragen.

Da ich hier deutlich dickeres Garn gewählt habe, ist es zudem dick und kuschelig weich und fühlt sich auch im Laceteil wirklich toll an.

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Ich habe mit 3,5er Nadel gestrickt von Hiyahiya, das hat sehr gut gepasst und das Gestrick ist schön dicht und nicht durchscheinend.

Hier auf dem Bild ist es noch ungespannt und nicht gebadet.

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Gestrickt wurde in zwei Farben Manos del Uruguay Blend Fino (lila und grün) sowie einem Unicorntail Madelinetosh Tosh Merino Light ebenfalls in Lila, allerdings deutlich dunkler.

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Verbraucht habe ich den Einhornschwanz von Madelinetosh komplett.

Von den anderen beiden Farben sind noch die folgenden Mengen übrig:

lila:  36 g

grün: 37 g

Die Farbfolge habe ich meiner Lust und Laune ein wenig angepaßt.

Die drei Garne harmonieren toll miteinander und der dunkle Akzent gefällt mir sehr gut und das Grün liebe ich ja ohnehin, wie man auf diesem Bild beim Friseur gut erkennen kann… quasi Ton in Ton unterwegs.

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Natürlich hopse ich mal wieder rüber zu „Auf den Nadeln“ bei Maschenfein: Klick!

Und das Ganze war diesmal ein von Gesa „Buttjebeyy“ in einer Facebookgruppe veranstalteter KAL: Klick!

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Teststrick aus YAK-Garn von Kieler Wolle

Die Liebe Kim von Kieler Wolle hatte die Maschenprobenuschi, Frau Feinmotorik und mich gebeten ein neues Garn zu testen, weil sie es in ihr Sortiment aufnehmen wollte und weil ich letztlich ja einen 3-Tage-Cardigan gestrickt habe, hab ich gedacht, ich mach einfach auch mal nen 3-Tage-Schal. Hat funktioniert, weil sich das Garn rasend schnell verstricken ließ und ich tatsächlich nur 3 Tage mit Stricken beschäftigt war.

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Es handelt sich um ein Fingering Garn aus Yak, Merino und Seide. In diesem Fall ungefärbt, was bedeutet, dass es ein leichter graubrauner Farbton ist, mit einem leichten Glanz. Mir gefällt er sehr gut.

Merino 60 %

Yak 20 %

Seide 20 %

Das Garn hat eine Lauflänge von 366 m / 400 yards auf 100 g.

Es ist schön verzwirnt und die Oberfläche fühlt sich ungemein weich an. Durch die Zwirnung ist es sehr glatt und auch ein wenig rutschig, läßt sich aber dennoch sehr gut verstricken und vernähen. Das Garn ist ein wenig elastisch und eignet sich somit auch sehr gut für Bekleidung.

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Vom Griff her ist es eher ein sommerliches Garn, fühlt sich aber dennoch wärmend am Hals an, ohne dass man schwitzt.

Ich bin ja sehr kratzempfindlich, bei diesem Garn hatte ich keinerlei Probleme, es juckt nicht und fühlt sich auf der Haut wirklich angenehm an. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Projekte daraus stricken, vorallem nachdem ich Kims erste Versuchsfärbungen gesehen hab. Das Garn nimmt die Farben fantastisch an und ist trotz der eher dunklen Grundfarbe strahlend. Das Strickbild ist sehr regelmäßig, allerdings würde ich das Garn nicht für wirklich strukturierte Lacearbeiten nutzen, da es sehr elastisch ist und hier die Form nicht so schön wird, wie bei einem weniger glatten und dehnbaren Garn. Das einfache von mir gewählte Lochmuster im „Antarktis“ ist allerdings sehr schön klar mit dem Garn.

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Ich hab das Tuch wie üblich kurz in der Maschine gewaschen (Wollwaschprogramm).

Ich habe aus dem Strang, den Kim mir zur Verfügung gestellt hat, ein „Antarktis“ von Janina Kallio Designs gestrickt. Die pinken Streifen habe ich aus Madelinetosh Merino Light gestrickt, in der Farbe „Pop Rocks“.

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Den Strang Yak habe ich komplett aufgebraucht und von dem pinken Garn habe ich 5 g, benötigt.

Die Anleitung von Janina Kallio Designs ist wirklich sehr einfach und gut nachzustricken. Die Anleitung eignet sich auch gut für jemanden, der zum ersten Mal eine englische Anleitung ausprobieren möchte, da sie wirklich nicht schwer ist und dennoch einen schönen Effekt erzielt.

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Ich habe sie am Ende allerdings ein wenig modifiziert, damit ich mit dem Garn auskomme und die Reihenfolge der Lochmuster- / Krausrechts- Reihen verändert und den Schal ein wenig gekürzt. Trotzdem ist der Schal ausreichend, um ihn schön um den Hals zu drappieren.

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Wie immer hopse ich zu Auf den Nadeln bei Maschenfein.

Die Müllers Tochter, ein Teststrick von Mairlynd

Eigentlich wollte ich in diesem Urlaub endlich die Babydecke für meine Schwester und den blöden langweiligen Nuvem fertig stricken…

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Zu Beginn des Urlaubs stolperte ich dann aber über einen Teststrick von Mairlynd und da war es um mich geschehen. Babydecke und Nuvem landeten in der Ecke und zunächst wurde „The Miller’s daughter“ gestrickt.

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Dank des Urlaubs bin ich auch tatsächlich schon fertig. Die Fäden sind vernäht. Der Schal gebadet und gespannt und die Fotos hab ich gerade eben auch gemacht.

Gestrickt habe ich aus zwei Knäueln Bella von Heimatwolle und einem Knäuel Piper von Quince & co.

Rest:

Heimatwolle Bella Nacht 23 g  (von 100g)

Heimatwolle Bella Eichhörnchen 36 g (von 100g)

Quince & co Piper  Longhorn 53 g (das Knäuel soll 50 g haben, war aber wohl übergewichtig und ich habe vorher nicht gewogen. Man braucht aber definitiv nicht viel von der Kontrastfarbe, da reicht auch ein Rest)

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Die Heimatwolle Bella war beim Stricken nicht so weich, wurde aber nach dem Waschen absolut streichelweich und kann sogar von mir Mimose ohne Probleme auf nackter Haut getragen werden, das war eine wirkliche Überraschung. Das Garn ließ sich überhaupt sehr gut verarbeiten und hat auch auf die neutrale Quince & co beim Baden nicht ausgefärbt oder Farbe verloren. Ich habe das Lacemuster wirklich häufig wieder aufribbeln müssen; auch das hat der Struktur des Garns überhaupt nicht geschadet.   IMG_4707 IMG_4705

Das Tuch ist riesig. gespannt hat es die Maße:

160 x 210 x 220 cm und ist dennoch durch das Lacegarn locker und luftig weich. Ich habe recht locker gestrickt und eine 3,25er Nadel verwendet, weil keine Kleinere frei war. Im Rückblick hätte ich vermutlich besser einer 2,75er oder 2,5er genommen, damit das Gestrick etwas fester wird, aber auch so gefällt mir das Ergebnis sehr gut.

Veränderungen vom Ursprungs Muster:

Ich habe das Tuch um einen Mustersatz im letzten Laceteil verkleinert, weil ich aus irgendeinem dummen Grund der Meinung war, dass mein Garn in Eichhörnchen nicht reichen würde. Jetzt wo ich das Garn gewogen habe, weiß ich, dass ich damit locker noch einen Mustersatz hinbekommen hätte. Kein Plan, wo da meine Angst oder mein Denkfehler herkamen.

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Außerdem habe ich mich in der letzten Streifenfolge verhauen und wollte nicht zurück stricken. Dort ist die Kontrastfarbe nicht wie vorgesehen in Reihe 7/8 sondern in Reihe 9/10.

Aufgrund der Größe des Schals war es wirklich schwer ihn zu spannen. Normal mache ich das auf unserem Gästezimmer-Doppelbett (2 m x 160 cm) das war hier zu klein und der Schal konnte schlicht nicht richtig gespannt werden. Ich habe dann improvisiert und ihn teilweise auf dem Bügelbrett (Eichhörnchen Laceteil) und von da aus dann hoch zum Bücherregal gespannt. Sah abenteuerlich aus, hat aber funktioniert.

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Bei Teststrick gab es keinerlei Probleme, wie üblich ist Melanies Muster sehr gut verständlich und leicht zu verstehen. Es ist übersichtlich gegliedert und als ganz großes Plus empfinde ich, dass es den Laceteil sowohl als Strickschrift gibt, als auch ausgeschrieben, so konnte jede von uns Teststrickerinnen das nutzen, was ihr am meisten behagt. Ich habe zunächst den ausformulierten Teil benutzt, weil ich mit Strickschrift immer meine Probleme habe, irgendwann hat es da aber bei mir klick gemacht und ich bin gewechselt zur Strickschrift und fand es dann deutlich einfacher hier zu folgen.

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Das Lacemuster finde ich persönlich, die ich bisher abgesehen von simplem Lochmuster noch kein Lace gestrickt habe, wirklich anspruchsvoll. Nicht weil es wirklich schwer wäre, es besteht nur aus rechten und linken zusammen gestrickten und überzogen zusammengestrickten Maschen und Umschlägen, sondern weil es sich mir einfach nicht eingeprägt hat. Ich habe die ersten drei Laceteile mehrmals neustricken und wieder aufribbeln müssen, weil sich mir das Prinzip einfach nicht erschlossen hat. Im letzten Lacestück habe ich es dann endlich gerafft und auch eine Möglichkeit gefunden, bereits beim Stricken auf Fehler zu kontrollieren. Wenn man sich hier an den überzogen zusammen gestrickten Maschen orientiert, kann man immer genau sehen, ob man richtig ist, da diese einen diagonal nach links oben verlaufenden Streifen ergeben müssen.

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Wenn ich das bereits zu Anfang erkannt hätte, hätte ich mir viel Ribbelei ersparen können, aber da bin ich im Lacestricken halt einfach eine Anfängerin.

Das Muster wird in den nächsten Monaten erscheinen, wer Mairlynds Newsletter folgt: Klick! wird rechtzeitig benachrichtigt.

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Natürlich springt auch dieser Beitrag zu „Auf den Nadeln…“ bei Maschenfein: Klick!

Die Anleitung ist heute (26.10.2015) erschienen und kann hier gekauft werden: Klick!

Plucky Moonraker

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Seit einigen Wochen und Monaten bin ich verliebt in Garne von The Plucky Knitter. Weder habe ich irgendwo anders dieser Art oder Garnqualitäten gefunden, noch diese fantastischen Farben. Es gibt aus meiner Sicht schlicht keinen Garnfärber, zumindest keinen, den ich bisher ausprobiert hätte (wir wollen ja fair sein), der hier in der gleichen Liga spielt.

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Generell halte ich von Hypes nichts und war daher auch bei dem Hype um The Plucky Knitter erstmal sehr skeptisch. Dieser Hype erstreckt sich übrigens noch nicht wirklich auf Deutschland, da die Garne zum einen wegen des recht starken Dollars zur Zeit recht teuer sind und zum anderen der Versand nicht ganz günstig ist. Trotzdem war ich scharf auf die Garne und habe mich daran gemacht, die seltsamen Bestellrituale, so ganz einfach sind die nämlich nicht, zu durchschauen.

Wie genau das alles abläuft werde ich im nächsten Post meiner Wollipedia erklären, damit die Mutigen unter euch sich auch ins Pluckyversum hervorwagen können.

Meine erste Bestellung bei Plucky war ein Mystery Kit. Sprich 3 Stränge einer von mir gewählten Qualität (Primo Sport) in Überraschungsfarben, die aber miteinander harmonieren. Erhalten habe ich diese drei Stränge.

v. l.n.r. Lake Placid, Melba, Magnet & Steel.

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Primo Sport ist ein Sport Garn, etwas dicker als Fingering, nicht ganz so dick wie DK (110g / 275 m), aus Cashmere (20%), Nylon (5%) und Merino(75%). Ganz ehrlich, ein Garn dieser Qualität und Weichheit habe ich bislang noch NIE in den Fingern gehabt. Es ist flauschig und fluffig, ohne dabei zu fusseln oder zu flusen. Es kratzt nicht und der fertige Schal wird von mir ganz eng am Hals getragen. Der Nylonanteil macht es stabil, Merino macht es warm und Cashmere sorgt für einen schönen Temperaturausgleich und tolle Weichheit. Ich weiß, dass sich das wie ein Werbespruch anhört, aber ich bin wirklich total hin und weg und nach dem Waschen und Spannen war das Tuch sogar noch mal weicher.

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Lange habe ich überlegt, was ich aus den drei Strängen machen wollte. Etwas mit toller Struktur sollte es sein, weil sich das Garn dafür ganz großartig eignet. Zöpfe oder ähnliches könnte ich mir daraus auch sehr gut vorstellen.

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Letztlich wurde es aber ganz spontan ein zweiter Moonraker. Meinen ersten Moonraker aus Malabrigo Sock findet ihr hier. Wie unterschiedlich das Muster umgesetzt wird, wenn man dickeres Garn nimmt, sieht man auf diesem Foto hier sehr gut.

Links der Malabrigo Sock Moonraker, rechts der aus Plucky Knitter Primo Sport.

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Das Garn ließ sich wirklich ganz fantastisch verarbeiten und wunderbar am Hals tragen. Nach Waschen (Maschine Handwaschprogramm) und Spannen ist der Schal ein wenig gewachsen, aber wirklich nicht viel. Es wirkt weiterhin fluffig und leicht und trotz der Dicke ist es zwar wärmend, aber man schwitzt nicht.

Der Schal ist ganz anschmiegsam und ich würde ihn am Liebsten den ganzen Tag streicheln.

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Das Pattern findet ihr bei Mairlynd. Moonraker KLICK!

Es ist wirklich ganz einfach, einfach rechte Reihen und die kleinen Bobbels werden durch das Abstricken mehrerer Maschen zusammen gemacht. Das schaffen auch Strickanfänger ganz einfach. Ich habe die Farbfolge ein wenig angepaßt, damit ich mit dem Garn hinkam, dadurch, dass ich Sport Garn hatte, paßte die Lauflänge nicht hundertprozentig zum Projekt.

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Ich hatte allerdings von jeder Farbe etwas übrig:

Melba:  30 g / Lake Placid: 10 g  / Magnet & Steel: 33 g

Das ist zwar mit Sicherheit der teuerste Schal, den ich nun im Schrank habe, aber auch der neue unangefochtene Liebling.

Aus Primo Sport werde ich sicherlich noch einiges stricken.

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Ein symmetrisches Dreieckstuch…

Ich war ja in Amsterdam bei Stephen und Penelope und habe dort ordentlich Wolle geshopt. So ordentlich, dass die Nichtstrickerin in unserer Runde angesteckt wurde und ebenfalls Wolle gekauft hat, damit ich ihr daraus einen Schal fertigen kann. Wer sich in der Nähe aufhält, sollte dort auf jeden Fall einen kleine Abstecher hin machen, ganz tolle Garne, eine wirklich nette Verkäuferin und das Sträßchen war auch einen Besuch wert, tolle Galerien und Shops.

Ich hab auf den Nadeln Gas gegeben und das Schälchen ist nun genau 10 Tage, nachdem ich es angeschlagen habe, fertig.

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Besonderer Wunsch war, dass es symmetrisch sein sollte, was ich persönlich ja schwierig finde und da auch kein wirklich mich überzeugendes Muster, das umsetzbar und mit der Garnmenge gut zu schaffen gewesen wäre, gefunden habe.

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Daher habe ich einfach die Konstruktion von meinem Tuch Chloe von Meisterclass genommen. Habe eine andere Streifenfolge gewählt und kraus rechts gestrickt und an den Seiten am Ende immer zwei statt nur einer Masche zugenommen, so dass es schmaler und dafür etwas länger wurde.Außerdem hab ich zwei schmale Lochmusterreihen reingebaut… so gegen die Langeweile beim Krausrechtsstricken.

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Gestrickt hab ich aus Hedgehog Sock in Copperpenny (orange) und Malabrigo Mechita in Chircas. Beides ganz tolle Garne, super weich und toll zu verstricken. Allerdings hatte ich bei Hedgehog ein wirkliches Montagsstränglein erwischt insgesamt habe ich auf 100 g 7 Knoten drin gehabt. Das fand ich schon echt viel und bei einem Preis von 25 Euro pro 100 g auch echt ärgerlich. Ich hab die Knoten zwar gut versteckt bekommen, man sieht sie nicht stark, aber 7 ist schon ein Knaller. Von der Mechita habe ich noch etwa 5 g übrig, von der Hedghog Sock noch knapp 7 g. Wer nicht ganz so viel ausgeben mag, schaut mal bei Jules Wollshop rein, die hat die Hedgehog Garne auch immer wieder in tollen Farben und erschwinglich…

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Wie man sieht, ist Frau Katze auch sehr verliebt in das Tuch, der mußte ich es eben mit Gewalt abnehmen, damit es in die Waschmaschine konnte. Ich gehe davon aus, dass es da nochmal ein bißchen wächst, da ich diesmal nicht so feste gestrickt habe.

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Auch dieser Beitrag wandert natürlich zu auf den Nadeln bei Mascheinfein: KLICK!

Any Shawl KAL *Ropedance*

Bereits im Januar hab ich den Ropedance von Mairlynd angenadelt. Dann lag er einige Monate herum, weil andere Dinge wichtiger waren.

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Als Melanie Berg dann den „Any Shawl KAL“ gestartet hat, war es der richtige Zeitpunkt meinen Ropedance wieder hervorzukramen und weiter zu stricken.

Danke meines Urlaubs ging es dann in den letzten Tagen wirklich flott und nun ist er fertig.

Ich muß allerdings sagen, dass ich ihn ein wenig verkleinert habe und einen Mustersatz in hellgrau gespart habe, sonst wäre er mir zu groß geworden.

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Gestrickt habe ich aus Wollfaktur Luna, einem sehr weichen Merinogarn mit Seidenanteil. Das Garn ließ sich sehr gut verstricken und hat ein schönes Maschenbild, dabei glänzt es toll und ist leicht in sich schattiert. Gekauft hab ich es letztes Jahr bei einem Besuch im Wollfaktor Atelier und die Farben ausgesucht haben mir wie so oft meine Mädels vom Stricktreff. Ich finde, das ist ihnen gut gelungen oder?

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Etwas schade, sind in den grauen Strängen mehrere dunkelblaue Punkte, die wie Kuliflecken aussehen und leider auch beim Waschen nicht rausgegangen sind. Glücklicherweise fallen sie in krausrecht fast nicht auf.

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Das Muster war wie üblich klar strukturiert und einfach nachzustricken. Allerdings habe ich mal wieder festgestellt, dass ich sehr locker stricke und daher die „Knübbelchen“ bei mir ein wenig löcherig aussehen. Die Nadel dort zu wechseln und mit einer Stärke kleiner zu stricken, war mir aber auch zu lästig und so schlimm finde ich es nicht. IMG_3789

Und ab zu auf den Nadeln bei Maschenfein… Klick

Und wieder was fertig gestrickt… Meisterclass Chloe Nr. 2

In den letzten Wochen habe ich zig Strickprojekte neu angefangen und irgendwie nichts fertig gemacht. Damit sollte nun Schluß sein. Letzte Woche hatte ich den festen Vorsatz bis zum 03.11.2014 mindestens ein Projekt fertig zu haben und es hat funktioniert.

Meine Chloe Nr. 2 für meine Mama in petrol und weiß und etwas größer als meine ist tatsächlich Sonntag Nachmittag trotz Migräne und schwerem Kopf von der Nadel gehüpft und ich bin äußerst zufrieden. Das Lamana Cosma Garn macht ein wunderschönes gleichmäßiges Maschenbild und auch in der neuen Farbe gefällt mir Chloe sehr gut. Allerdings werde ich nächstes Mal, wenn Mama verlangt: „Oh sowas hätte ich auch gerne, nur größer, breiter und länger!“ erstmal ausrechnen, wie viele Maschen das dann werden. Hier hatte ich nachher über 400 Maschen pro Reihe auf der Nadel und dachte, das Tuch nimmt nie ein Ende… 🙂

Das Muster und das passende Garn gibt es im hübschen Set von Meisterclass, zuschlagen, es lohnt sich! Natürlich kann man auch nur den Kurs kaufen und die Wolle dann so wie ich bei der zweiten Chloe selbst farblich zusammen stellen. Lamana gibt es bei Amazon und auch im gut sortierten Wollgeschäft.  IMG_6716[1] IMG_6715[1]

Hier geht es zu meinem Bericht über die erste Chloe! KLICK!

Außerdem durfte ich ja als kleines Dankeschön für meinen Bericht auf dem Meisterclass Blog dann auch noch Amy stricken und war ebenfalls sehr angetan. Fertig wurde Amy schon vor einigen Wochen, aber ich hatte so viel zu tun, daß ich noch gar nichts dazu geschrieben hatte. Hier also meine Amy, sie war wirklich ruckzuck fertig. Das Lamana Cosma Garn ist so schön weich, daß sogar ich kratzempfindliches Mäuschen es direkt auf der Haut ertrage und das Top sitzt wie angegossen. Auf meiner Puppe wird es etwas mehr gedehnt, als wenn ich es selbst trage, so daß man auf der Puppe leider die vernähten Fäden etwas sieht, wenn ich es anhabe, sind diese nicht zu sehen. Dank der Schnürung im Nacken kann ich den Ausschnitt varieren und die Träger sind so schön weich, daß sie nicht in die Haut einschneiden. Da mir eine einfarbige Amy etwas zu fad war und ich wollte, daß sie noch besser mit Chloe harmoniert, habe ich graue Streifen wie im Tuch eingearbeitet.

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Von Amy hatte ich dann noch ein wenig Garn übrig und eigentlich wollte ich daraus ein passendes Haarband zaubern, das ging allerdings leider in die Hose und saß nie richtig. Also hab ich das Restgarn kurzer Hand für den Mann in Topflappen verhäkelt. Wenn der Herr keinen Farbwunsch angibt, dann muß er eben nun mit grau und pink leben. Ich finde sie hübsch. Habe einfach halbe Stäbchen gehäkelt und den Faden doppelt genommen, damit die Lappen auch dick genug sind.

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Ich hoffe nun auf weitere coole Muster von Meisterclass, da ich gerade kein Baby zum Bestricken zur Hand habe, hoffe ich auf einen schönen Schal oder eine tolle Jacke als nächstes…. ich Weiterlesen