Warum sind Kuchen aus den USA mir immer viel zu süß?

Mit heller Begeisterung habe ich mich heute an das „Backen“ der Himbeertarte aus meinem heißgeliebten Lieblingskochbuch „California“ gemacht. Die wollte ich schon so lange machen, aber irgendwie hat es nie geklappt.

Heute gings also los.

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Zutaten: 200g zerbröselte Oreo-Kekse, 50 g Macadamianüsse, 30 g geschmolzene Butter, 150 g Himbeeren. 450 g weiße Schokolade, 160 g Sahne, 70 g Butter.

Reicht für eine große Tarte oder 4 kleine Tartletts.

Die Oreos zerbröseln und mit den gehackten Macadamianüssen und der geschmolzenen Butter vermischen. Die Förmchen fetten und die Masse hineingeben, fest andrücken und einen kleinen Rand hochziehen. Dann fpür 5-8 Minuten in den vorgeheizten Backofen. (180 Grad bei Ober und Unterhitze)

Die Schokolade schmelzen, dann die Sahne und die Butter in einem Topf leicht erhitzen, die geschmolzene Schokolade langsam dazu rühren, bis eine cremige Masse entsteht.

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Auf die abgekühlten Oreoböden die Himbeeren verteilen und mit der weißen Masse begießen. Mind. 3 Stunden kaltstellen….. Fertig!

Aber leider nicht lecker. Der Kuchen ist so süß, daß zumindest ich ihn kaum essen kann. Selbst mit ein wenig Sahne, schmeckt er mir einfach nicht. Laut Kochbuch hätte ich eigentlich noch eine Schokosoße mit Bitterschoki darüber geben sollen. Das habe ich mir gespart. Er ist wirklich zuckersüß und klebt fast schon den Kiefer zusammen. Ich überlege die ganze Zeit, wie man das Rezept für unsere europäische Gaumen modifizieren könnte und komme zu dem Schluß, daß man wohl einfach eine Käsekuchenmasse auf die Böden geben könnte, statt 450 g geschmolzener Schokolade. Werde ich vielleicht auch noch mal ausprobieren. Erstmal bin ich jetzt ein wenig traurig, weil der so toll aussehende Kuchen leider nicht so schmeckt, wie erwartet.

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Tja, Schade.

Dummerweise hatte ich dieses Erlebnis in den letzten Tagen so oft. Rezepte aus den USA für Süßspeisen sind für mich nahe zu nicht wirklich nachzukochen, weil sie einfach viel zu süß sind. Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr die Erfahrung auch gemacht? Wie geht ihr damit um? Kocht und backt ihr solche Gerichte nicht mehr oder versucht ihr die Rezepte abzuwandeln, so daß es doch noch gerettet wird?

Ich bin grad recht frustriert…. blöder Kuchen! 😦

Allein allein… – Werbelink im Beitrag enthalten!

Da ich heute ganz allein war, konnte ich rücksichtlos Ekelkram kochen, der vom Mann komplett verweigert worden wäre. Im Anschluß bin ich dann auch noch Ekelkäse einkaufen gegangen.. aber dazu später.

Diese Woche war bei uns ja wieder Hellofresh-Boxen-Woche. Das erste Gericht, ein ziemlich tomatenlastiges Gulasch mit Spätzle hat mir überhaupt nicht geschmeckt. Das gabs noch nie, der Mann war allerdings glücklich, ist der aber mit allem was nach Ketchup aussieht, vermute ich.

Das zweite Gericht, gefüllte Hähnchenbrust mit Polenta war dann aber wieder genau mein Geschmack. Für den Mäkeligen gab es dann statt der Polenta Reste von den Spätzlen. Damit war er auch glücklich, von der Tomaten-Mozarella-Füllung war ordentlich was über, so daß ich da einfach einen leichten Salat draus gezaubert habe.

Heute also Gericht Nummero 3, welches ich vermutlich nicht mal mit Gewalt in den Mann hinein bekommen hätte. Käserösti mit Ruccolasalat und Apfelspalten. Glücklicherweise bin ich also alleine und habe mir diese kleine Köstlichkeit eben nur für mich gezaubert.IMG_1957

Für die Röstis habe ich einfach 3 große Kartoffeln geschält und grob geraspelt. Eine Zwiebel in kleine Würfelchen geschnitten, 1 EL Mehl und zwei Eier dazu, außerdem etwa 200 g geriebenen Emmentaler Käse, Pfeffer, Salz und etwas Muskat dazu und schön vermatschen. (Hatte ich erwähnt, daß ich dieses Gematsche, bei Reibekuchenteig oder Frikadellen und co total gerne mache? Nein. Gut, dann jetzt, ich liebe es, wenn die matschige Masse zwischen den Fingern furzt. Pervers? Ja, ein bißchen!)

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Eine kleine Pfanne mit Öl so füllen, daß das Öl den gesamten Boden bedeckt, erhitzen und mit der Röstimasse kleine oder große Röstis braten. Von beiden Seiten, bis sie schön goldbraun sind.

Ruccolasalat waschen und den Apfel in feine Würfel schneiden. Kürbiskerne rösten. Dann das Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, Honig, Pfeffer und Salz anrühren. (Von allem etwa 1-2 EL, ok nicht von Salz und Pfeffer, da nach Geschmack.)

Ich fand es wirklich super lecker und leicht. wer nicht so sehr auf Emmentaler steht, mit Gouda oder Feta schmeckt das bestimmt auch sehr lecker.

In meinem Gläschen ist übrigens Grenadine mit Limettensaft und einem Schuß Mandelsirup. *Liiiiimmmmoooonade*

Anschließend war ich dann in meinem Lieblingsedeka auf der Bonner Hardthöhe und habe mich um Kopf und Kragen gekauft… :)Unter anderem gab es ganz fantastischen Kääääääse!
Einen herrlichen Ziegenkäse mit Rosmarin, leckere Rohmilchkäsesticks, die mehr ein Snack, als wirklich Käse sind. Kann man wunderbar knabbern, dann Cheddar, den brauch ich, weil es morgen bei uns Burger gibt und einen leckeren Kuhmilch-Camembert mit leichtem Blauschimmel. Tete de Moine hab ich auch mitgenommen, allerdings diesmal schon fertig gehobelte Röschen. Jetzt mache ich mir eine Käseplatte und verziehe mich mit meinem neuen Buch aufs Sofa.

Dabei muß ich vorher noch erwähnen, daß heute Indiebook-Day  war und ich mir also auch ein feines Buch von einem kleinen unabhängigen Verlag in meiner Buchhandlung habe vorschlagen lassen. Jetzt ist es zwar schon ein wenig spät, aber vielleicht möchte ja noch jemand von euch in Aktion treten und einen kleinen Verlag durch einen spontanen Buchkauf unterstützen.

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Willkommen auf „Jetztkochtsieauchnoch“

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Hier werden in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren (zumindest hoffe ich, daß ich so lange durchhalten werde) meine Erlebnisse eine virtuelle Heimat finden.

Ich freue mich auf viele Leser und spannende Postings… gehen wir’s an!