Zwillingsvorbereitungen

Mein Schwesterchen geht gerade in die Endspurtphase der Zwillingsschwangerschaft über und ich hab daher am Wochenende mal ordentlich Gas beim zweiten Zwillingsdeckchen gegeben, schließlich sollten diese auch fertig sein, wenn die Zwerge dann auf die Welt kommen.


Das erste Deckchen ist bereits seit dem 27.Januar fertig und ich hatte es am 02. Januar angefangen.

Das Zweite hat dann auch genau einen Monat bis zur Fertigstellung gedauert, nämlich vom 27. Januar bis 27. Februar und ist mir gestern nach einem Icord-Krimi von den Nadeln geglitten. Icord find ich ja ganz fürchterlich, leider gefällt es mir als Abschluss einfach zu gut, so dass ich das immer wieder stricken muß. Furchtbar, ich weiß.

Gestrickt habe ich beide Deckchen aus je einer Wollmeise Pure und einem Strang Silk-Yak von Strickfuchs.

Die Wollmeisen hatte ich damals beim Ausflug von Feierabendfrickeleien, Feinmotorik und Frau Kowalski und mir zur Wollmeise ergattert. Die beiden Stränge Strickfuchs habe ich unabhängig voneinander einmal bei der Kreativmesse in Bad Godesberg und einmal beim Forum Lanarum in Frechen gekauft. Als sie dann in meinem Stash so zufällig alle nebeneinander lagen, war klar, die muß ich auch zusammen verstricken und was lag da näher als Deckchen für die Zwillinge.

Das Muster ist die Op-Art Blanket, das ist kostenlos, zwar nur auf Englisch, aber wirklich sehr simple zu stricken und der Effekt gefällt mir ausgesprochen gut.

Den Icord-Abschluss habe ich bei jedem Deckchen in der jeweils anderen Wollmeisenfarbe gemacht, so dass ein schöner Kontrast entsteht und man sieht, dass beide Deckchen zusammengehören. Die Größe habe ich so gestrickt, dass ich immer zwischendurch gewogen habe und wenn ich festgestellt habe, den nächsten Streifen schaffe ich nicht mehr aus Yak komplett, dann habe ich aufgehört.

Nach beiden Deckchen hab ich folgenden Verbrauch zu notieren:

Strickfuchs Yak grün                      77 g

Strickfuchs Yak lila                         92g

Wollmeise Pfefferminzprinz      118 g

Wollmeise Fliederbusch             107 g

Beide Deckchen haben eine Kantenlänge von etwa 90 cm. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3, zuerst auf dem Nadelspiel und dann auf der langen Rundstricknadel. (Das Nadelspiel ist ein Bambusspiel von Knitpro und die Rundstricknadel wie üblich von HiyaHiya) Der unterschiedliche Verbrauch kommt dadurch zu stande, dass ich beim lila Deckchen mit den Reihenzahlen durcheinander gekommen bin und nicht kontinuierlich um eine Reihe nach zwei Farbwechseln verbreitert habe, sondern in den letzten Runden irgendwo zwei Reihen verbreitert habe. Das war aber wirklich eher unabsichtlich und es fällt optisch nicht auf, daher hab ich es so gelassen.

Vor dem Spannen sahen die Deckchen so aus und natürlich war Frau Katze wie immer äußerst hilfreich…

Aus den Resten versuch ich jetzt noch Babymützchen zu zaubern, das hab ich ja noch nie gemacht, mal sehen, wie das klappt und da das ja recht schnell gehen dürfte, fange ich am Wochenende dann mit dem Frühlingsjäckchen an. Ein Mützchen hab ich gestern noch angeschlagen. Es wird das „Norwegian Sweet Baby Cap“ und hier seht ihr schon mal den Anfang.

Mit meinen Deckchen hopse ich zum Creadienstag, den Dienstagsdingen und zu Handmade on Tuesday und natürlich zu auf den Nadeln bei Maschenfein.

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Shrug and More

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Ich hatte bei Ravelry den wunderschönen Shrug and more von Beeknitched gesehen. (Leider teilt sie ihre Strickstücke nur mit Personen, die bei Ravelry angemeldet sind, darum seht ihr nur etwas, wenn ihr auf den Link klickt, wenn ich auch bei Ravelry seid.)

Damit war das Korn gesät und ich mußte auch einen haben.

Garn hatte ich auch schon, zwei Stränge blaue Rosy Green Wools Cheeky Merino Joy gefärbt von der Kieler Wolle und ein Strang in Bordeauxrot gekauft im Atelyeah.

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Also die Nadeln in Größe 3,75 genommen und losgelegt. Ich muß ehrlich zugeben, bis kurz vor Schluß wirklich nicht sicher gewesen zu sein, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Die Konstruktion ist so seltsam und strange und die Anleitung aus meiner Sicht alles andere als leichtverständlich. Die Bilder von DeDitte haben mir da enorm weiter geholfen ebenso die von Beeknitched, ohne die Fotos hätte ich ihn vermutlich in die Ecke geschmissen. Man benötigt zwar wirklich keine ausgefallenen Techniken, nur ein paar verkürzte Reihen, Ab- und Zunahmen, aber weil die Konstruktion so ungewöhnlich ist und für mich in der Anleitung nicht immer klar wurde, was gemeint war, würde ich sagen, dass es definitiv kein Anfängerprojekt ist. Um zum Ziel zu gelangen sollte man ein klein wenig Verständnis für die Konstruktion aufbringen können, sonst führt das zu Verzweiflung.

Die Tragevarianten überzeugen mich nur bedingt, das hätte ich mir vorher genauer ansehen sollen. Ich werde ihn wohl immer klassisch tragen, also so, wie auf dem ersten Bild des Beitrags. Diese zwei Varianten find ich ok, aber nicht so praktisch.

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Der nächste Nachteil, obwohl ich exakt in Martinas Größe gestrickt habe (jajaja, er ist mir zu groß, aber ich war halt optimistisch, jetzt bekommt ihn meine Mama zum Geburtstag.), habe ich deutlich zu wenig von Farbe A gehabt. Deshalb habe ich mit Farbe B früher angefangen, das sieht auch ok aus, schöner wäre es gewesen, wenn ich hingekommen wäre.

Verbraucht habe ich von Farbe A 200g und von Farbe B 55 g.

Veränderungen oder Modifikationen habe ich nicht vorgenommen.

Ich bin mit dem Shrug so ganz zufrieden, aber mir ist er halt wirklich zu groß. Ich hätte bedenken sollen, dass Martina Behm zwar sehr schlank, aber offenbar auch sehr groß ist, da ist klar, dass er für mich als Zwerg halt etwas locker sitzt. Grundsätzlich wäre er tragbar, aber ich würde kleinen Menschen oder sehr schlanken Menschen raten, ihn deutlich kleiner zu stricken.

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Die Farben haben gut gehalten und nicht aufeinander abgefärbt, obwohl ich sie vorher nicht gebadet habe. Das waren die ersten Rosys die ich verstrickt habe und ich bin sehr angetan, ein wunderschönes weiches Garn. Gefällt mir sehr gut, vorallem weil das Maschenbild wirklich extrem regelmäßig wird und das Gestrick wärmend und elastisch ist.

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Wir hopsen zu auf den Nadeln bei Maschenfein, ist klar!

Es wird kalt… ganz kalt und wild

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Erklärt mich für verrückt, aber ich konnte meine ganzen Strickprojekte aus dünnen Garnen nicht mehr sehen. Also hab ich bei einer Lanade Aktion (Ein Fluch, diese Rabbattaktionen, wirklich ganz ganz schlimm) 8 Stränge Malabrigo Rasta bestellt. 6 Stränge in Dunkelblau und je einen Strang in Natur und Rot. Das Garn ist wirklich total toll fluffig und super weich, selbst bei mir Mimose kratzt da gar nichts und es pillt auch nicht so stark, wie ich bei so dickem unverzwirnten Garn erwartet hätte. Lanade hat auch aktuell schöne Farben in der Rasta da und auch im Atelyeah gibt es die Malabrigo Rasta. Das Strickbild ist auch mit den sehr unhandlichen großen Nadeln absolut schön und regelmäßig.

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Dann habe ich mich daran gemacht endlich ein Muster zu stricken, das schon so lange auf meiner Wunschliste stand. Wilde von Melissa Schaschwary Melissas Muster ist wirklich gut verständlich und auf englisch und französisch zu haben. Die kleinen Sternchen sind vorallem mit den sehr dicken Nadeln etwas schwierig zu stricken, wenn man Anfänger ist, sollte man das vielleicht erstmal üben, hat man den Dreh aber einmal raus, ist das wirklich nicht schwer. Außerdem sind in der Anleitung Links zu sehr guten Videos bei Youtube, die die Techniken erklären. K1024_IMG_6199

Ein wunderschöner Mantel aus sehr sehr sehr dickem Garn für den Winter. Gut, hier herrschen sommerliche Temperaturen von über 30 Grad, aber egal, ich wollte das Ding stricken und da ist es. Das Stricken mit Nadeln in Nadelstärke 15 ist allerdings eine Herausforderung. Mir taten wirklich die Arme und Handgelenke weh, die Schultern sind ebenfalls stark angespannt und es ist richtig anstrengend. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, vorallem weil es eben so rasend schnell geht.

Ein absolutes Schnellstrickprojekt in knapp 3 Tagen habe auch ich noch keinen Mantel gestrickt. Das ist mit dem Muster und Garn aber durchaus möglich. Allerdings weise ich darauf hin, dass die Garnmengenangabe im Muster seeeeehr großzügig bemessen ist. K1024_IMG_6202

Ich hatte wie gesagt für Größe S 6 Stränge Grundfarbe und zwei Stränge Kontrastfarbe bestellt. Von den 6 Strängen habe ich noch mehr als einen Strang übrig und von den Kontrastfarben habe ich jeweils noch nicht mal einen halben Strang verbraucht und dabei habe ich den Mantel um 10 cm verlängert und mit Kapuze gestrickt habe, hätte also eigentlich deutlich mehr verbrauchen müssen. K1024_IMG_6200K1024_IMG_6197

Aus den Resten werde ich mir vermutlich ein Stirnband und einen Loop stricken, mal sehen. Da findet sich schon was Schönes. In Größe S sitzt der Mantel bei mir 158 cm / 51 kg wirklich gut, Frauen mit breiteren Hüften oder sehr viel Oberweite sollten allerdings unbedingt eine Größe größer wählen als normal, da er wirklich sehr schmal ausfällt.

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Ich werde mir jetzt noch schöne Knöpfe besorgen und dann warte ich auf den Herbst, damit ich mein Mäntelchen auch anziehen kann.

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Verbrauch: Paris night    741 g

Ravelry Red 60 g

Natural 69g

Das Muster findet ihr hier: KLICK!

Frau Katze fand das Garn total fantastisch und es gab mal wieder Kämpfe darüber, wessen Garn das denn nun ist:

Mit diesem Beitrag hopse ich natürlich zu „Auf den Nadeln“ bei Maschenfein und zum „Freutag

Grown-Up Cozy oder Schnellstrick-Pulli

Am Sonntag hatte ich irgendwie keine Lust auf feinen Faden und weil alle meine aktuellen Strickstücke mich irgendwie genervt haben, hab ich flott zu meiner Lieferung von Lanade gegriffen und 300 g Bulky Garn Malabrigo Mecha in der Farbe Vaa gewickelt. Das ging ruckzuck und ein Projekt hatte ich dafür auch schon im Kopf der „Grown-Up Cozy“ von Justyna Lorkowska (auch bekannt als Lete’s Knits) sollte es werden. Von ihr wollte ich immer schon mal was stricken und der Cozy ist ein dickes T-Shirt, das ich im Winter schön über meine Blusen auf der Arbeit ziehen kann, wenn es mir zu kalt wird.

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Das Projekt wirkte einfach und schnell und war somit genau das, was ich gerade tun wollte.

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Ich hatte Sonntag etwa 3-4 Stunden Strickzeit und die habe ich in den Cozy investiert und obwohl ich mich nicht gehetzt hatte, war er da dann auch schon fast fertig. Gestern noch schnell die Ärmel, das untere Bündchen und den Kragen angestrickt und in weniger als 6 Stunden Strickzeit hatte ich ein neues Kleidungsstück. Kurz war ich versucht zu sagen, ab jetzt stricke ich nur noch Bulky Garne. Das war wirklich ruckzuck fertig. HAMMER!

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Die Malabrigo Mecha ist dabei ein unheimlich weiches Garn. Es fühlt sich glatt und flauschig an und wärmt unwahrscheinlich. Hier kratzt wirklich gar nichts. Die Färbung ist ein schönes schattiertes dunkles Grün, dass teilweise ins Schwarz reinschimmert. Das Fädenvernähen ging ebenfalls schnell und da es ein Raglan von oben ist, mußte ich sonst nur die Dreiecksspitze der Tasche annähen. Auch das war keine Hexerei, obwohl ich Nähen sonst wirklich vermeide.

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Der Kurzarmpulli wurde in der Maschine im Wollwaschprogramm gewaschen und hat dabei seine Form überhaupt nicht verändert, weder gewachsen noch geschrumpft. Trocknen durfte er auf der Leine und gespannt habe ich nicht. Er ist schön elastisch und paßt sich meinem Körper sehr gut an.

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Ich habe die Variante mit normalem unteren Bündchen und Schalkragen gestrickt und habe dazu durchgängig 8er Nadeln von Hiya Hiya genutzt. Da ich sehr fest stricke und ich eine Nadelgröße kleiner als angegeben gewählt habe, weil ich ein sehr enges Strickbild haben wollte, habe ich die Größe M gestrickt, um S zu erhalten und das hat sehr gut funktioniert, der Cozy paßt mir (158 cm / 51 kg ) perfekt.

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Verbraucht habe ich 234 g und habe somit von meinen 300g noch genug übrig, um mir zwei passende Stulpen zu stricken.

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Das Muster ist lediglich auf englisch erhältlich, ist aber sehr leicht verständlich und mit vielen Fotos und Zeichnungen versehen. Wer Abnahmen, Zunahmen und rechts und links in der Runde und in der Reihe stricken kann, sollte hier keine Probleme         bekommen. Das Projekt ist aus meiner Sicht absolut gut für Anfänger geeignet, zum einen kommt man wirklich sehr schnell ans Ziel, zum anderen ist es wirklich überhaupt nicht schwer und sehr gut erklärt.

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Auch mit diesem Projekt hopse ich zu Maschenfein auf den Nadeln und ich nehme am Craft along von Hand Herz Seele teil. Klick!

Außerdem geht es zum Creadienstag! Klick!

Link zum Muster: Klick

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Und noch ein Set…. allerdings erstmal ohne Handschuhe….

Bei mir ist der Mützenwahnsinn ausgebrochen.

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Die „a girl thing“ von Joji Locatelli hat totalen Suchtfaktor und ich bin mittlerweile schon bei Mütze Nummer 3 gelandet. Die Erste seht ihr hier: KLICK! Und die Zweite zeige ich euch heute, die wurde nämlich am Donnerstag auf der Terrasse meiner Schwägerin bei schönstem Sonnenschein, Leckerchen und Mädelsplausch fertig und die Dritte habe ich gerade auf den Nadeln.

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Diese hier habe ich passend zu meinem Daybreak von Stephen West aus den Garnresten des Tuchs gearbeitet.

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Verbraucht habe ich von der Feinheit von Zitron gefärbt von Color loves wool für die Mütze in Größe M mit Nadeln von Hiya Hiya in 3,25.

lila 32 g

gelb 23 g

Man braucht für eine Mütze also wirklich nicht viel und kann so herrlich Reste verbrauchen. Nachdem ich Tuch und Mütze fertig hatte, habe ich noch ausreichend Garn für ein paar kleine fingerlose Handschuhe, das werd ich in den nächsten Tagen sicher noch schnell mal zwischendurch fertig machen.

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Das Garn ist unheimlich weich und ich hatte etwas Sorge, dass das Lacemuster nicht so richtig herauskommt, tut es aber und es läßt sich sogar gut spannen.

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Ich habe, wie beim letzten Mal auch, mit dem Trick von den Knitmoregirls und einem Teller gespannt, das geht für Mützen wirklich super. Das Mützchen ist wirklich flott gestrickt und für den Lacepart braucht man lediglich Abnahmen, rechte und linke Maschen sowie Umschläge, das bekommt man auch als Anfänger gut hin.  IMG_6013

Und natürlich hopse ich hiermit zu Maschenfein „Auf den Nadeln im Mai„!