Der Matschanzug!

Ich habe vor einiger Zeit beim „Steinernen Faden“ den Wintersuit von Kid5 gesehen udn fand ihn einfach super. Total hübsch, praktisch und er wirkte durchaus nicht zu schwer für meine Nähkünste.

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Ich habe mir also bei Alles für Selbermacher Softshell, Bündchen, Jerseyschrägband und Reißverschluss bestellt und für den Neffen losgenäht. (Kosten liegen mit Anleitung und Stoffe und co deutlich unterhalb der Kosten für einen gekauften Marken-Softshellanzug!)

Ich habe in 86 genäht und ich habe deutlich weniger Stoff als angegeben benötigt. Etwas weniger als 1m x 150cm. Ich bin aber mittlerweile auch ganz gut im Zuschneiden und hab diesmal sogar alle Walfische in die richtige Richtung schwimmen lassen.

Da er den Anzug über den normalen Klamotten tragen soll, habe ich auf eine zusätzliche Fütterung mit Jersey oder Sweat verzichtet.

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Reißverschluss und Kapuze hab ich mit rotem Jersey-Schrägband (leicht elastisch) eingefaßt. Die Bündchen an den Füßen habe ich etwas weiter gemacht, damit sie auch über Schuhe oder Stiefelchen gezogen werden können.

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Ich persönlich finde er fällt etwas groß aus, was aber ja nicht unbedingt schlecht ist, da man so eben normale Kleidung drunter anziehen kann und das Kind viel Platz zum Toben und Spielen hat.

Ich habe zum ersten Mal Softshell verarbeitet, zum ersten Mal mit Schrägband genäht und zum ersten Mal einen Reißverschuß in Kleidung genäht. Das war etwas viel erstes Mal und er ist nicht gänzlich perfekt geworden. Vorallem das Schrägband in Verbindung mit dem etwas rutschigen Softshell hat mich beim Reißverschluss an den Rand der Verzweiflung gebracht (Siehe Fotos), weshalb die Nähte nicht überall so gerade und schön sind, wie ich sie gerne hätte. Aber es hält, ist stabil und tragbar, darauf kommt es an und ich hatte wirklich keine Lust mehr, es nochmal aufzumachen.

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Vorallem zu Beginn hatte ich Probleme, dass Schrägband und Softshell von der Maschine nicht so richtig gut transportiert wurden, hat da jemand nen Tipp? Ich hab schon ein Stoffstückchen vorne angelegt, trotzdem ging das nicht so richtig toll.

Der Schnitt ist wirklich gut zu nähen. Die reich bebilderte Anleitung läßt keine Fragen offen und ich nähe ja wirklich erst seit einigen Monaten und hatte hier keinerlei Verständnis Probleme. Einzig Schrägband und Softshell waren für mich eine kleine Herausforderung, vorallem weil ich wohl zu denen gehöre die auch mal kräftiger ziehen und ich dann mehrmals alles unterm Nähfüßchen rausgezuppelt hatte.

Also nichts für absolute Anfänger, aber durchaus für ambitionierte Anfänger, die schon mal Klamotte genäht haben.

Tragefotos wird es geben wenn Zwergnase das Teilchen hat, wenn Frau Katze das Ding wieder rausrückt, gerade hat sie ihren Al Capone Blick drauf und ich trau mich nicht recht, ihn ihr zu entreißen…

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Der Beitrag hopst zu Kiddikram und Made4 Boys.

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Milly Vanilli

Ich habe noch zwei Millys von Pattydoo gezaubert. Bisher habe ich ja entweder mit der von Frau Feierabendfrickeleien genähten Wendy mit Schafmotiven eingekauft oder mit den schicken Jutebeuteln von DM. Die Milly finde ich aber noch einen Tick stylischer und weil ich bisher immer nur Millys für andere genäht hab, war nun ich drann und hab mir eine kleine Auswahl genäht, außerdem kann ich so gerade Nähte üben, das ist nämlich wirklich ein Problem, wenn man so wie ich immer alles schnell schnell und hoplahop macht.

Und schicke Einkaufsbeutelchen kann Frau schließlich immer gebrauchen. Der Herr hat sich zwar etwas beklagt, dass beide Beutelchen mehr so männeruntauglich sind, aber das schützt sie auch vor einer Zweckentfremdung zum Sportbeutel oder ähnlich grausamen Dingen.

Ich hab die Tasche abgewandelt, nämlich die Henkel entgegengesetzt zusammengenäht. So kann ich sie besser an die beiden Lenkerteile der Kinderkarre hängen. 🙂

Benutzt habe ich Baumwollstoff von Alles für Selbermacher und Snaply, der Stoff mit den Fischen war von Staghorn. Für eine Milly braucht man für Innen- und Außentasche je 0,5 x 150m.

Nähgarn wie immer von Gütermann.

Und auch wenn Frau Katze der Meinung ist, dass die Tasche natürlich von ihr ist, hopse ich damit zum RUMS…

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Schlawanzuch

Ich hab für die beiden Herren Zwillingsneffen, die hier Anfang nächsten Jahres zur Welt kommen werden, heute zwei kleine Ensembles genäht. Dabei hab ich zum einen verschiedene Bündchenvarianten ausprobiert, außerdem mußte ich ein bißchen stückeln, weil ich beim Stoffeinkauf noch von einem Neffen ausging, der sich da im Landeanflug auf unsere Welt befindet.

Die Stoffe sind jeweils 1 m x 150 cm Jersey von Stick und Style, der Bündchenstoff ist von Staghorn (glaub ich…). Garn ist wie immer von Gütermann.

Das Schnittmuster für den Pulli ist der Autmn Rockers von Mamahoch2 und die Hose ist die Poppy von Pattydoo. Beides sehr einfache Schnitte, die ich mittlerweile gut beherrschte. Ich habe in Größe 68 genäht, bzw. die Hose in 72.

Beide Projekte sind wirklich auch für Anfänger geeignet. Ich nähe Jersey mit dem elastischen Fake-Overlock-Stich und komme damit sehr gut zurecht. Irgendwann muß hier mal eine Overlock-Maschine her, aber so geht es auch.

Da ich mit dem Stoff nicht auskam, konnte ich nicht alle Teile wirklich im Fadenlauf zuschneiden, da der Jersey aber auch so recht dehnbar ist, war das kein Problem. An der zweiten Hose ist mir dann leider der Bündchenstoff ausgegangen, so dass diese nur einen schmalen Bauchbund hat und die Ärmel des zweiten Shirts habe ich einfach mit einem schönen Zierstich umgenäht.

Da die Stoffe von einer Freundin schon zugeschnitten waren, weil ich zur Zeit mit meinem dicken Fuß nicht lange stehen kann, habe ich für beide Ensembles weniger als 1,5 Stunden gebraucht.

Ich finde sie äußerst putzig und genug Platz für den Windelpopo ist auch.

Beim zweiten Pulli mußte ich übrigens leider zweimal die Raglannaht wieder auftrennen, weil ich bei ersten Mal rechts auf links genäht hatte und beim zweiten Mal den Ärmel falsch herum angelegt hatte, man sollte wirklich nicht nähen, wenn man unkonzentriert wird. Ließ sich aber rasch beheben und sowas passiert halt schon mal…. vorallem dann, wenn man meint, man wüßte jetzt genau wie es geht und braucht die Anleitung gar nicht mehr… lach.

 

Kellerfalten, ich LIEBE Kellerfalten…

Mit der Susie von Pattydoo habe ich zum ersten Mal Kellerfalten genäht und finde diesen kleinen simplen Kniff einfach super. Ich würde am Liebsten überall Kellerfalten reinnähen. Daher traf es sich ganz fantastisch, dass meine Schwester gerade schwanger ist und somit ein Oberteil mit viel Platz nach vorne brauchte.

Ich habe ihr daher die Liv mit Puffärmeln und Rollkragen genäht und vorne eine schöne Kellerfalte eingearbeitet.

Damit die Kellerfalte auch ins Schnittmuster paßt, habe ich einfach den Ausschnitt deutlich vergrößert und dann mit der Kellerfalte zusammengerafft. Das ging besser, als erwartet, so geübt bin ich im Nähen ja doch noch nicht, aber war kein Problem und ließ sich gut umsetzen.

Genäht habe ich aus 1,5 m Viscosejersey von Staghorn in Größe 42. Auf der Puppe hängt die Liv ein bißchen sackig, da meine Puppe eben für mich Zwerg ausgelegt ist und meine Schwester dann doch nen Kopf größer ist. Bei ihr sitzt sie schön und der Rollkragen fällt fließend.

Im Nachhinein hätte ich sie vielleicht auch noch ein Stück verlängern sollen, daran habe ich aber nicht gedacht. Der Stoff ist toll fließend und war eigentlich für ein Kleidchen für mich gedacht, allerdings war er mir dafür zu dünn. Das ist wirklich ein schönes Sommerstöffchen für schicke Shirts.

Weil der Stoff so schön fällt, habe ich am Rumpf auf ein Bündchen verzichtet und einfach einen Umschlag genäht.

Dann hatte ich ja bei Frau Feierabendfrickeleien ein fertig geplottertes Bügelbild gewonnen und sie hat mir dabei geholfen es mit ihrer Presse aufzubringen. Was ich wirklich sehr nett fand. Wir haben den Glitzerskull auf der Rückseite aufgebracht. Die Plotterdatei stammt von Fusselfreies und ist einfach nur fantastisch schön.

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Muster: Liv Pattydoo

Stoff: Viscosejersey Staghorn

Jeburtstachsnähen…

Heute hat meine kleine Schwester Geburtstag und ich habe ihr mit meinen neuerworbenen Nähkenntnisse etwas genäht und weil es noch etwas dauert, bis sie es bekommt, darf sie hier schon mal gucken… 🙂

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Zum einen eine Liv mit Rollkragen und Puffärmelchen aus tollem Jersey von Staghorn. Haie… buah, erwähnte ich bereits meine gänzlich irrationale Angst vor Haien im Schwimmbad? Nein, nun ich habe IMMER Angst, dass sich im Schwimmbad der Boden öffnet und irgendein irrer James-Bond-Bösewicht Haie auf mich los lässt. Ich weiß, dass das absurd ist, aber ich behalte beim Schimmen immer den Boden im Auge. Ich hasse es, aber ich kann es nicht abschalten.

Vom Haistoff habe ich 0,5 m benötigt, vom grauen Jersey 0,9 m, außerdem ein gepunktetes Bündchen und lila Nähgarn von Gütermann.

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Die Teilung im Brustbereich hab ich zum ersten Mal gemacht und einfach pi mal Daumen das Oberteil in zwei Hälften geteilt und an beide Hälften eine Nahtzugabe dran gehängt, dann zusammen genäht, fertig. Das war nicht so schwer und ich unheimlich stolz, dass ich von alleine an die Nahtzugabe gedacht habe. TSCHAKKA!

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Schwer war allerdings der versch…. Haistoff, der hat sich gerollt, als wäre er ein Schweingeringelschwänzchen. Ehrlich, ich hab gedacht, ich werd wahnsinnig. Bügeln war nur unzureichend hilfreich. Gibt es da einen Trick? Wenn ja, erzählt ihn mir, ich flipp sonst aus.

Außerdem ist mein Rollschneider, glaub ich, defekt oder ich mach was falsch, so locker aus dem Handgelenk, wie die Damen in den Nähvideos schneidet der bei mir nicht, ständig sind noch Stege vorhanden und ich drück mir nen Wolf, das muß ich mal üben. Oder gibt es da ein Geheimnis, wie es besser geht?

Im Brustbereich habe ich dann noch mein Label von Dortex angenäht.

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Für die Liv habe ich, vorallem wegen der gerollten Haie und des dappischen Rollschneiders knapp 4 Stunden gebraucht, das geht flotter… seufz.

Nun saß ich einmal an der Maschine, also dachte ich, ich könnte schnell noch die Milly ausprobieren und wenn es ins Auge geht, hatte meine Schwester eh gesagt, sie steht auf krumm und schief. Also losgelegt, Stoff zugeschnitten und ruck zuck, tatsächlich in unter einer Stunde war Wende-Milly mit Sternchenstoff fertig. Das war einfach, das hat Spaß gemacht, davon nähe ich garantiert noch mehr und meine Stoffwahl von Alles-für-Selbermacher gefällt mir ausnehmend gut. Ich bin ein bißchen traurig, dass ich von dem Stoff nicht noch mehr bestellt habe, zur Zeit gibt es ihn nämlich leider nicht.

Schön ist, dass man sie wenden kann und man so immer den Stoff außen hat, nach dem einem gerade der Sinn steht:

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Beide Schnittmuster sind von Pattydoo, die Milly ist frei erhältlich, die Liv kostet ein bißchen was. Die Muster druckt man sich dann aus und schneidet die für einen passende Größe aus. Das empfinde ich als ein wenig nervig und es verursacht leider ziemlichen Müll. Da fände ich es schöner, wenn ich mir wirklich nur meine Größe ausdrucken könnte und die dann sinnvoll auf weniger Blättern gedruckt wäre. Es geht natürlich auch so, aber wenn ich den Papiermüll sehe, blutet mein Herz und wenn ich eine andere Größe will, müßte ich neu ausdrucken und zuschneiden, wenn ich nicht vorher alles auf Malerplane übertragen hätte. (Danke für den Tipp, Soluna und Frau Feierabendfrickeleien.) Bei mir sah es heute Mittag dann kurz mal so aus:

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Dazu gibt es bei pattydoo immer auch ein Nähvideo, das macht das Ganze wirklich sehr einfach und es wird alles erklärt. Sogar ich Nähanfänger bekomme damit ganz passable Werke hin.

Frau Katze war wie üblich äußerst hilfreich und hat eine neue tragende Rolle!

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