Der europäische Frühling – Kaspar Colling Nielsen

[Rezensionsexemplar – Werbung]

Ich hatte mich sehr auf „Der europäische Frühling“ von Kaspar Colling Nielsen gefreut und zunächst hielt diese Freude auch an. Denn das Buch ist in großen Teilen sprachlich total gut. Anspruchsvoll, gelungen und inspiriert.

In mehreren unterschiedlichen Erzählsträngen wird die Geschichte aufgebaut, die Figuren eingeführt und ihre Probleme, Lebensweisen und Einstellungen deutlich gemacht. Immer noch war ich gut unterhalten und zwar genau so lange, bis zum ersten Mal der pädophile Künstler Christian auftaucht. Beim ersten Mal, konnte ich über die vulgären Abschnitte mit ihm durchaus drüber lesen und fand es zwar eher weniger ansprechend und niveaulos, aber es ging. Leider taucht Christian mit seiner Neigung und der sexuellen Beziehung zu einer geistig eingeschränkten sehr jungen Frau dann immer wieder auf und zwar ohne, dass ich einen Sinn für das Fortkommen der Geschichte erkennen könnte oder einen Zusammenhang zu den anderen Erzählsträngen. Gut, da mich die vulgäre und sexualisierte Sprache hier wirklich störte, habe ich also Christians Parts weggelassen und weiter gelesen, hatte hier aber das Gefühl dann doch etwas zu verpassen, also wieder auch Christians Teile gelesen und eigentlich dauerhaft angewidert gewesen.

Bei Seite 245 wars mir dann genug. Auch so hielt das Buch nicht, was ich erwartet hatte, die Figuren drehten sich um ihre eigenen Universen, der Dystopiecharakter kommt nicht rüber, das Feeling ist nicht da, der Funke brennt nicht. Ich habe mich noch 3-4 weitere Seiten gequält und das Buch dann schweren Herzens abgebrochen. Sehr sehr Schade, hier ließ der Klappentext vermuten, dass das genau was für mich ist und normalerweise bin ich beim Lesen wirklich nicht prüde. Eine gut geschriebene Sexszene, weiß ich durchaus zu schätzen, auch vulgäre Sprache stört mich in der Regel nicht, die findet man ja durchaus auch bei Houllebecq, den ich sehr schätze, das hier war aber eine Schippe zu viel und ich hatte irgendwann das Gefühl, dass das pädophile Gedankengut hier der eigentliche Inhalt des Buches sein sollte und der Rest, der mich wirklich interessiert hätte, wie die Insel Lolland als Enklave der Glückseligkeit, nur schmückendes Beiwerk waren. Das möchte ich nicht lesen und dafür möchte ich auch meine Zeit nicht opfern.

Von mir also leider keine Empfehlung.

Der europäische Frühling von Kaspar Colling Nielsen ist im Heyne Hard Core Verlag erschienen.

Hello Overlock – Selmin von Tweed and Greet

[werbung- die Overlockmaschine und das Buch wurden mir als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt und der Beitrag enthält Amazon Affiliate Links. Was das ist, findest du hier. ]

Vor einigen Wochen ist hier bei mir ja meine Overlock eingezogen. Diese wurde mir freundlicherweise von Brother zur Verfügung gestellt und ist ein echter Luxusschlitten.

Damit ich diese wirklich teure Maschine nicht gleich kaputt mache, zerstöre oder gar zum Explodieren bringe, davor hatte ich wirklich Angst, vorallem weil im Internet immer die Rede davon ist, wie empfindlich diese Maschinen sind, habe ich mich vorbereitet. Sowas tue ich sonst nie. Ich lese oft nicht mal Gebrauchsanweisungen und bin der Typ „Ich probiere alles aus, irgendwas geht schon“.

Diesmal also nicht, diesmal habe ich die Gebrauchsanweisung der Brother Maschine gelesen und habe mir Fachliteratur besorgt, weil mein eigenes Fachwissen diesmal eben nicht ausreichte.

Das kleine Effchen hat mich freundlicherweise per Nachricht und mit ihrem Blogpost daran erinnert, dass das Buch „Hello Overlock“ von Selmin von Tweed and Greet hier noch schlummerte und ich hab es hervorkramt und mich erstmal schlau gemacht, was so eine Overlock denn überhaupt kann.

Hier findet ihr nun meine Rezension zum Buch „Hello Overlock“ und außerdem war Selmin so lieb und hat mir ein kleines Interview per Email beantwortet. Liebe Selmin, zum einen Danke für dein großartiges Buch, das mir die Scheu vor der Maschine genommen und mich wunderbar angeleitet hat und zum anderen für deine Zeit für das Interview.

Copyright tweed & greet

REZENSION HELLO OVERLOCK von SELMIN ERMIS-KROHS

Die Brother Overlock Maschine stand mehrere Wochen wartend auf meinem Nähtisch und ich schielte sie immer ein wenig skeptisch an. Beißt sie? Wird sie implodieren, wenn ich was falsch mache? Kann ich was falsch machen? Ist das wirklich so schwer, wie alle sagen? Jeder stöhnt über das Einfädeln, soll ich das wirklich jetzt versuchen? Ich bin also drumherum geschlichen und hab mich nicht getraut. Total blöde, wenn ich jetzt zurück denke, denn das Ganze war überhaupt nicht schwer. Die Maschine ist natürlich auch nicht implodiert und ja natürlich kann man viel falsch machen, aber wenn man seinen Kopf einschaltet und vorallem sich umfassend informiert, dann tut die Maschine genau, was sie soll.

Damit ich diese Erfahrung aber machen konnte, war ein wenig Mut nötig und den habe ich mir diesmal nicht angetrunken, sondern angelesen. Wenn mir etwas Unwohlsein verursacht, dann ist Information für mich immer der beste Weg, damit umzugehen. Wenn ich informiert bin, habe ich weniger Ängste und kann die Situation realistischer einschätzen.

In dem Fall hat mir das Buch von Selmin Ermis-Krohs geholfen. Das lag nämlich neben der Overlockmaschine und ich nahm es zur Hand, um eben zu lernen, was ich mit diesem kompliziert wirkenden Gerät überhaupt tun kann. Selmin stellt sich im Vorwort kurz vor und benennt genau meine Gefühle und Hoffnungen für die Overlock, das ließ mich schon mal aufatmen. Es sah also so aus, als wäre das genau das, was ich brauche. Jemand, der mich an die Hand nimmt und mir zeigt, was ich mit der Maschine tun kann, wie sie funktioniert und wie ich Probleme behebe.

Ich ließ mich also von Selmin an die Hand nehmen und marschierte tapfer mit ihr durch die Seiten von „Hello Overlock

Zunächst lernte ich den Unterschied zwischen Overlock und Nähmaschine kennen, denn obwohl ich hier die 4234D von Brother stehen hatte, war mir gar nicht so genau klar, was die denn nun eigentlich kann und was ich damit machen möchte. Im Buch wurde genau das anschaulich erklärt. Dann gab es Tipps zur Auswahl der passenden Maschine und die richtige Einrichtung des Nähplatzes. Das fand ich hilfreich, denn das Setup ist hier ein wenig anders, als wenn ich meine normale Haushaltsnähmaschine bediene.Selmin stellt außerdem eine Coverlock vor, das ist dann mein nächster Traum, den ich sicher umsetzen werde, wenn ich die Overlock beherrsche. Auch hier konnte ich endlich die Unterschiede und Möglichkeiten der Maschinen erfassen, weil sie sehr gut erklärt und klare und eindeutige Worte findet.

Nun hab ich das Glück, dass meine Maschine genau die ist, die Selmin auch bei „Hello Overlock“ nutzt und konnte daher eins zu eins abschauen und der Teil, in dem sie die Maschine vorstellt, war für mich super und eine tolle Erweiterung zur mitgelieferten Bedienungsanleitung. Anschließend wußte ich, wofür welches Rädchen ist und wo Greifer und Messer sind. Auch eine Aufstellung zu sinnvollem Material findet sich im Buch, vieles davon lag meiner Maschine bei, einiges werde ich mir noch nachkaufen. So liebäugle ich beispielsweise mit einem Kräuselfuß, Blindstich- oder einem Paspelfuß.

Im Buch werden außerdem Nadeln und Garne vorgestellt und genau erklärt, wann man welche Nadel nutzt und vorallem in welcher Stärke. Das fand ich sehr hilfreich und habe ich bisher noch nirgendwo so gut erklärt und zusammengefaßt gefunden.

Eine kleine Stoffkunde und Hinweise dazu, welche Stoffe sich zur Verarbeitung mit der Overlock eignen, findet sich ebenfalls.

Copyright Tweed & Greet

Anschließend stellt Selmin die verschiedenen Stiche der Overlock vor und erklärt sehr gut, welcher Stich wofür geeignet ist und zeigt außerdem auch Designnähte, wie Flachnahte.

Dann geht es ans Nähen, sie zeigt, wie man die Nadel einsetzt oder den Nähfuß tauscht und das Einfädeln, wovor ich besonderen Respekt hatte, wird ebenfalls gut bebildert dargestellt. Die Videoanleitung von Brother brauchte ich daher gar nicht mehr und meine Angst davor war total unnötig, das ist sehr einfach und dauert auch überhaupt nicht lange, sondern ist flott erledigt. Vorallem wenn man nur das Garn wechselt kann man mit der Methode des Anknotens wirklich schnell neu einfädeln und genau das wird ebenfalls erklärt.

Für mich hilfreich war auch das Verriegeln der Overlocknähte und das Sichern der Fadenraupe, da stellt sie drei Alternativen vor, von denen ich natürlich die für „Ungeduldige“ am Besten finde. Es wird gezeigt, wie man Ecken und Rundunen näht und wie man Stoff mit der Overlock rüschen kann. Zu allen wichtigen Fragen, wie Fadenspannung und Nähfußdruck finden sich ebenfalls gut bebilderte und leicht verständliche Erklärungen, mit denen ich als Overlockanfängerin überhaupt keine Probleme hatte und die mir wirklich geholfen haben.

Ich bin ja leider Königin darin, unkonzentriert Fehler beim Nähen zu machen und dann auftrennen zu müssen. Eine Overlocknaht auftrennen war für mich der Alptraum, aber auch dazu gibt es Tipps und (ich hab es ausprobiert) damit ging das wirklich ruckzuck. Auch Problemlösungen finden sich im Buch, zum Beispiel für das Reißén des Fadens, eine zusammengezogene Stoffkante oder eine unsaubere Stoffkante. Das ist prima und dient mir als Nachschlagewerk. Gleiches gilt für die richtige Wartung und Reinigung der Overlock.

Neben Grundlagentechniken finden sich außerdem 7 einfache Projekte für den Overlockanfänger, die die wichtigsten Techniken aufzeigen und näher bringen. Die Schnitte sind vom Schwierigkeitsgrad sehr leicht gehalten und steigern sich ein wenig,. Der Schnittmusterbogen liegt bei und ist sehr gut und stabil. Kleine Kritik an dieser Stelle ich hätte mir unterschiedliche Farben für unterschiedliche Größen oder bessere Unterschide in der Linienzeichnung gewünscht. Grundsätzlich kann man mit ihm aber sehr gut arbeiten und die Yoga Hose und das Shirt möchte ich auf jeden Fall noch umsetzen.

Am Ende war ich so gut informiert, dass ich sofort loslegen konnte. Ich hatte keine Angst mehr, etwas kaputt zu machen und weiß, worauf ich achten muß, um ein tolles Ergebnis zu bekommen.

Von mir also eine große Empfehlung für jeden, der sich und seine Näherei ins nächtse Level heben will, das hier bietet sehr gute Hilfestellungen und Erklärungen und nimmt die Scheu vor der teuren Maschine.

Copyright Tweed & Greet

INTERVIEW MIT SELMIN VON TWEED AND GREET:

Jetztkochtsie: Hallo Selmin, schön, dass du dir Zeit nimmst, mir ein kleines Interview zu geben!

Wenn man deinen Blog (so wie ich) schon länger verfolgt, konnte man dich bei deinem Weg von der Näh-Bloggerin hin zur Schnittmustererstellerin, Autorin und Shopinhaberin begleiten. Ich fand das sehr spannend und hab mich gefreut, dich beim Blogst Barcamp im letzten Jahr kennenzulernen. 

Vielleicht willst du dich, für die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen? 

Selmin: Liebe Janine, ich freue mich, dass ich hier sein darf! Ich bin Selmin, 38 Jahre und blogge seit 2012 auf meinem Blog Tweed & Greet über meine Geschichten aus dem Nähzimmer, zeige meine Nähprojekte, stelle inspirierende Schnittmuster vor und gebe Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene. Erst mit 32 Jahren hat mich der Nähvirus gepackt und das Nähen hat sich schon fast zu meiner Lebensphilosophie entwickelt. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht nähe, über’s Nähen nachdenke oder darüber spreche. Das Nähen hat mein Leben in kreative Bahnen gelenkt, an die ich vor einigen Jahren nicht im Ansatz gedacht hätte: Ich habe vergangenes Jahr mit „ Hello, Nähmaschine“ und „ Hello, Overlock“ zwei Nähbücher herausgebracht, publiziere regelmäßig Inspirations-Posts auf meinem Blog Tweed & Greet und arbeite als freiberufliche Online-Redakteurin und Content Creator für Unternehmen aus der Handarbeitsbranche. Im April 2018 habe ich zusammen mit Anja von Rapantinchen das Kölner Schnittmusterlabel Schnittduett gegründet, für alle Frauen, die gern lässige und feminine Mode nähen.

Jetztkochtsie: Du bist für mich eine der ersten Fundstellen, wenn ich ein Nähproblem habe, auf deiner Seite gibt es viele Tutorials und Hilfestellungen, seien es „Tipps für das Nähen mit Ringeln und Streifenstoff“ oder auch (für mich Zwerg ganz wichtig) „Beinlänge im Schnittmuster einer Hose verlängern und verkürzen“. Der erste Artikel von dir, den ich gelesen habe, war der zur Garnauswahl und er hat mir dabei geholfen, festzustellen warum mein Baumwollgarn kein so schönes Ergebnis lieferte. 

Du hilfst vielen Näherinnen in vielen Situationen weiter, aber wo oder von wem hast du das alles gelernt? 

Selmin: Ich habe im Oktober 2014, nach insgesamt 12-jährigem Angestelltenverhältnis, meinen festen Job gekündigt, um mich beruflich umzuorientieren. Das Jahr entwickelte sich zu einem kreativen Auszeitjahr. Während andere reisen, um sich selbst zu finden, habe ich meine Nähmaschine ausgepackt und so viel genäht, wie noch nie. Dabei besuchte ich auch ganz intensiv Näh- und Schnittkurse und beschäftigte mich ein ganzes Jahr lang mit meinem liebsten Hobby. In dieser Zeit sind über 30 Kleidungsstücke entstanden. In meinen Kursen konnte ich furchtlos viele Techniken ausprobieren und alle Fragen stellen, die mir auf der Seele brannten. Ich liebe es, mich in Themen hineinzufuchsen, bis ich sie beherrsche, auf dem Weg dorthin mache ich selbst manchmal auch viele Fehler, das gehört immer dazu. Es führt aber auch dazu, dass ich viele Knackpunkte kenne und benennen kann. Ich glaube, damit kann ich Anfängern auf Augenhöhe begegnen und ihnen unterstützend zur Seite stehen.

Jetztkochtsie: Gibt es Internetseiten oder Bücher, die du hilfreich findest und ebenfalls empfehlen möchtest? 

Selmin: Ich liebe die Blogs von Tilly & the Buttons und Closet Case Patterns, die viele hilfreiche Tipps rund ums Nähen geben und auch das Seamwork Magazine ist für mich eine inspirierende und hilfreiche Anlaufquelle. Supergern höre ich den Love to Sew Podcast aus Kanada, aus dem ich immer wieder viel Wissen und Nählust mitnehme . Vor kurzem habe ich außerdem auf meinem Blog meine Lieblingsbücher rund um das Thema Nähen veröffentlicht. Darüber hinaus finde ich das umfangreiche Buch „Fitting and Pattern Alteration“ von Liechty Rasband und Pottberg-Steineckert sehr hilfreich, wenn es um das Thema Schnittanpassung geht.

Jetztkochtsie: Deine Bilder finde ich immer sehr hilfreich und gut fotografiert, deine Texte frisch und informativ. Deine Blogposts wirken natürlich und fröhlich und man erfährt alle Details, die man als Näherin erkennen möchte. 

Wie entwickelt sich so eine Idee bei dir vom ersten Gedanken bis hin zum fertigen Blogpost? 

Selmin: Vielen lieben Dank für die netten Worte, das freut mich wirklich zu hören! Wenn ich für meinen Blog arbeite, entsteht und bleibt die Idee tatsächlich meist so lange in meinem Kopf, bis ich einfach loslege. Für meine eigenen Blogposts fertige ich meist keine Konzepte oder Ähnliches an. Mein Blog ist einfach inspirationsgetrieben, da kann ich mich nicht hinsetzen und beispielsweise Texte für einen Monat vorschreiben, später alle Fotos für einen Monat knipsen oder Schritt für Schritt Fotos. Das wäre zwar sehr effizient, aber es lässt meine Kreativität leiden. Das konnte ich noch nie. Da beginne ich lieber morgens mit einer Idee und arbeite mich einfach durch bis ich fertig bin. Bei Inspirationsposts mache ich oft erst die Fotos und setze dann die Texte dazu. Bei Tutorials beginne ich mit den Schritt-für-Schritt-Texten, mache dann die Fotos und bearbeite sie. Danach passe ich meist die Texte noch einmal an, denn oft kommt es auch vor, dass die Vorgehensweise wie ich sie im Kopf hatte, doch nicht so umsetzbar ist. Wenn der Post fertig ist, wird er auch schon veröffentlicht.

Jetztkochtsie: Zusammen mit Rapantinchen hast du ein gemeinsames Baby, das Schnittduett und ihr vertreibt eure Schnittmuster online. Sie zeichnen sich durch klare Linien und eine elegante Lässigkeit aus. Eure Muster gibt es als Download und Papierschnittmuster.

Welcher der Schnitte liegt dir besonders am Herzen und welchen würdest du mir als Overlock-Anfängerin empfehlen? 

Selmin: Ganz ehrlich? Ich mag eigentlich alle Schnitte gleich und ich habe viele unserer Schnitte mehrfach im Kleiderschrank  hängen und trage sie supergern. Allerdings muss ich sagen, dass ich gerade für unsere Hose Wrapped wohl die beste Kundin war, 7 Versionen habe ich zu Hause und eine Shortsfassung mit einem kleinen Patternhack ist auch schon geplant. Für Overlock Anfänger eignen sich alle Teile der Modular Collection sehr gut, da sie aus Stretch sind und bis auf den Saum, alle Nähte komplett mit der Overlock direkt zusammengenäht und versäubert werden können. Aber auch den Sweater Wrapped und das La Sole Jersey Cami, kann man als Overlock Anfänger gut meistern.

Jetztkochtsie: Ich habe vor einiger Zeit die Aktion 12 Colours of Handmade Fashion bei dir interessiert verfolgt, wird es so etwas nochmal geben? (Ich wäre sofort dabei!) 

Selmin: Oooh, die gibt’s schon! Im Januar habe ich die Aktion #12ausdemstoffregal ins Leben gerufen, um Nähbegeisterte beim Stoffabbau zu unterstützen oder die Community dazu zubringen, sich mit ihrem Stoffvorrat auseinander zu setzen. Jeden Monat, jeweils zum 1. verkünde ich ein neues Thema, bei dem man sich etwas aus seinem Stoffvorrat nähen oder einen zu diesem Thema passenden Post im Zusammenhang mit seinem Stoffvorrat verfassen kann. Dabei muss nicht unbedingt genäht werden, man kann einfach auch Tutorials oder Tipps zu dem Thema veröffentlichen, man kann etwas für sich oder andere nähen und es ist egal ob ein Kleidungsstück dabei entsteht oder etwas Nettes für die Wohnung. Alles ist ganz frei und entspannt, aber eben nach einem bestimmten monatlichen Thema. Die Ergebnisse werden am 27. eines Monats präsentiert und können auf meinem Blog verlinkt werden.

Jetztkochtsie: Deine Bücher „Hello Nähmaschine“ & „Hello Overlock“ bieten einen guten Einstieg in die Technik der Maschinen und darüber hinaus Hilfe bei der Fehlersuche, Nähtechniken und Nähprojekte für den Anfänger.

Was hat dich veranlasst die Bücher zu schreiben und wie bist du an diese neue Herausforderung ran gegangen? 

Selmin: Bei „ Hello Nähmaschine war mir wichtig, dass jeder, der sich das erste Mal an eine Nähmaschine setzt, das Gefühl hat, ich würde ihm über die Schulter gucken und alles Schritt-für-Schritt erklären. Ich wollte schöne Projekte, die inspirieren und auch für Erwachsene geeignet sind. Kleidungsstücke habe ich dabei bewusst weggelassen, damit sich Nähanfänger keine Sorgen um Passform oder Anpassungen machen müssen, sondern vielleicht auch einfach allein mit dem Buch und ihrer Nähmaschine loslegen können und direkt im Nähflow bleiben. Projekt für Projekt steigert sich der Schwierigkeitsgrad der Techniken, wie Säumen, Reißverschlüsse annähen oder Knopflöcher nähen, bis man am Ende tolle Nähprojekte in der Hand hält und voll motiviert ist, voller Elan sein erstes Kleidungsstück zu nähen. Bei „ Hello, Overlock“ war es der gleiche Anspruch. Wir schauen uns die Overlock Schritt für Schritt gemeinsam an, fädeln sie ein und ich stelle die wichtigsten Stiche und Techniken vor, die anhand von ersten Easy-Peasy-Projekten, lässigen Kleidungsstücken und praktischen Accessoires, ausprobiert werden können.

Jetztkochtsie:  Im Buch „Hello Overlock“ arbeitest du ebenfalls mit einer Brother 4234D, was für mich sehr praktisch ist. Ist das Buch aus deiner Sicht denn auch für Anfänger mit anderen Maschinen geeignet? 

Selmin: Ja, auf alle Fälle. Overlockmaschinen weichen zwar in ein paar Eigenschaften manchmal leicht voneinander ab, aber wie bei Nähmaschinen ist das Prinzip das gleiche. Es ist allerdings auch wichtig, dass man als Anfänger das Handbuch seiner Overlock vor sich hat, um wirklich alle Handgriffe kennenzulernen.

Jetztkochtsie: Die Brother 4234D ist ja nicht soooo ein Schnäppchen, welche Overlock Maschine würdest du empfehlen, wenn jemand ein kleineres Budget hat? 

Selmin: Das niedrigere Modell der o.g. Brother die Brother 3034D habe ich ebenfalls zu Hause und nähe damit sehr gern. Es ist eine sehr komfortable Maschine und aus meiner Sicht steht sie ihrem großen Bruder in nichts nach.

Jetztkochtsie: Und zum Schluss: was rätst du jemandem, der seit Jahren mit seiner Haushaltsnähmaschine näht und sich fragt, ob er eine Overlock wirklich braucht?

Selmin: Ich selbst habe erst nach vier Jahren intensiven Nähens mit der Nähmaschine meine erste Overlock gekauft. Bis dahin hatte ich sie eigentlich auch nicht vermisst. Allerdings habe ich sehr schnell gemerkt, dass das Nähen mit der Overlock tatsächlich Nähen auf einem neuen Niveau ist. Die Nähzeit verkürzt sich enorm, ich war ganz baff, wie schnell ich mit einer Bahn fertig bin! Und die versäuberten Kanten geben den Kleidungsstücken natürlich eine ganz andere Hochwertigkeit. Für mich heißt dies, nie wieder ohne Overlock! Sie ersetzt meine Nähmaschine zwar nicht aber beide zusammen sind das perfekte Team in meinem Nähzimmer.

Jetztkochtsie: Herzlichen Dank für deine Zeit. Viel Erfolg weiterhin oder möchtest du sonst noch etwas sagen? Gibt es vielleicht Pläne oder weitere Bücher, auf die wir uns freuen können? 

Selmin: Ich freue mich, dass Du mich gefragt hast und wünsche Dir noch viel viel Spaß beim Ausprobieren Deiner neuen Overlock! Momentan habe ich eine Bücherpause eingelegt und freue mich, dadurch wieder mehr Zeit für meinen Blog zu haben und ganz viel Konzentration auf unser Label Schnittduett und andere kreative Projekte zu legen. Da kann man sich sicherlich auf ein paar Überraschungen im Laufe des Jahres freuen!

 

Ich hoffe, ihr fandet das Interview mit Selmin ebenso informativ und spannend, wie ich. Schreibt mir gerne, ob euch das gefallen hat und ob ich in Zukunft bei Buchvorstellungen häufiger versuchen soll, ein Interview mit dem Autor oder der Autorin zu führen.

(Das geht natürlich nicht immer, aber so ab und an finde ich das wirklich ganz gut.)

Euch jetzt erstmal viel Spaß beim Nähen, Frickeln Handarbeiten und noch einen schönen Freitag!

 

Glamour Moments von Crasy Sylvie

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Schon beim letzten #Paillettenperlenplunderfal hatte ich von Sylvie das Garn für den Glamour Moments und das Buch aus dem Topp Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

Noch mehr Mosaiktücher stricken( Amazon Affiliate Link) habe ich hier für euch besprochen. Jetzt endlich wurde dieses einjährige Work in Progress dann fertig und ich bin sehr zufrieden. Ich habe das Tuch genau nach Anleitung gestrickt, als genau bei der Maschenanzahl mit der Kante angefangen, wie es auch Sylvie im Buch vorschlägt., man kann das Tuch vergrößern oder verkleinern, wenn man möchte. Mir gefiel es in genau der Größe, wie im Buch beschrieben total gut und heute Nachmittag trifft mein Tuch dann auf Solunas, die es ebenfalls gestrickt hat und wir werden hoffentlich noch ein paar schicke Fotos machen.

Das Garn ist das Glamour Girl Garn von Crasy Sylvie ( Amazon Affiliate Link) mit dem ich ein wenig meine handgefärbt und kein Polyester Wohlfühlzone verlassen habe. Das Garn besteht aus 68 % Viskose und 32 % Polyester, außerdem sind in die Cablezwirnung Pailletten eingewebt. Mich pieksen die Pailletten nicht, der ein oder andere Stricktreffteilnehmer ließ mein Gestrick aber wieder fallen, weil ihn die Haptik bei mir überrascht hat, wo ich ja sonst nur ganz ganz weich und fließend verstricke. Obwohl das Garn eine etwas eigentümliche Haptik hat, ertrage ich es gut am Hals und fand es auch zum Stricken nicht zu robust oder kratzig,

Mir gefällt der Glamourmoments tatsächlich sehr und ich habe nun endlich ein schwarz weißes Tuch zum Kombinieren, das hat mir bisher wirklich gefehlt und trotz der monochromen Farben, war das gar nicht so langweilig.

Das Muster ist wirklich simple und eignet sich durchaus für den ambitionierten Anfänger, allerdings sollte man für den Mosaikteil ein wenig Konzentration und Ruhe mitbringen. Sowohl Soluna als auch ich hatten einmal das Ribbelmonster zu Gast, weil wir dachten, wir könnten Quatschen und Mosaikmusterstricken gleichzeitig… hust… konnten wir nicht.

Hier seht ihr eine Nahaufnahme des Mosaikmusters.

Ich hab das Tuch in der Maschine im Wollwaschgang gewasche und anschließend mit den Lazadas Spanndrähten auf meinen Fitnessmatten ( Amazon Affiliate Link) gespannt.

Ein kleines Tutorial dazu findet ihr auf Instagram in meinen Highlights. Die Spanndrähte gibt es übrigens bei Strickmich im Shop und zwar in einer langen und einer kurzen Version. (Ich habe beide für große und für kleine Tücher.) Im Set enthalten sind Spanndrähte und T-Pins zum Feststecken, sowie eine hübsche Aufbewahrungsdose und eine Anleitung zum Spannen von Strick-. und Häkelstücken. Ja, die Drähte sind nicht ganz günstig, die Qualität ist aber sehr gut, sie rosten nicht, bei den feuchten Tüchern und lassen sich besser verstauen als meine Karbonstäbe aus dem Drachenbau, die ich auch nicht so schön in die Rundung legen konnte.

Hier seht ihr, wie ich den Draht durch den Schal ziehe.

Und hier seht ihr wie flexibel der Draht von Lazadas  ist, so dass ich ihn schön in Form spannen kann und bei dem Tuch eine klassische Rundung forme.

Die Fitnessmatten ( Amazon Affiliate Link) habe ich bei Amazon bestellt und bin mit Ihnen sehr zufrieden im Vergleich zu den Kinderspielmatten stinken sie weniger nach Kunststoff und sind robuster und größer, so dass ich auch für große Strickstücke nicht puzzeln muß.

Wie ihr seht ist auf meiner Matte ( Amazon Affiliate Link) genug Platz für den kompletten Schal mit den Lazadas Drähten ausgespannt habe ich dummerweise kein Bild gemacht, ich alter Profi.

Dabei habe ich nicht mal alle Teile der Matte zusammen gefügt. Auch meinen Nuvenm habe ich problemlols, trotz seiner Größe darauf gespannt.

Erstmal sollte man sich die Anleitung kurz durchlesen, damit man sieht, wie man Ecken ausspannen kann oder einen Spitzenrand besser in Form bekommt.

Nicht nur der Anleitung zu den Spanndrähten, auch der Anleitung im Buch „Noch mehr Mosaikmuster stricken“ kann man sehr gut folgen und der Chart ist ebenfalls gut lesbar, obwohl er über zwei Seiten geht.

Natürlich tanze ich mit meinem Glitzertuch in den #PaillettenperlenplunderfalLinkup. Verlinkt da gerne auch eure Glitzersachen.

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Lieblingsstücken, sowie zu Caros Fummeley, und Sewlala außerdem Liebste Maschen, Du für dich am Donnerstag

Fakten

Strickmuster: Glamour Moments von Crasy Sylvie aus dem Buch „Noch mehr Mosaiktücher stricken“ ( Amazon Affiliate Link)

Garnverbrauch: Crasy Glamour Girl schwarz 127 g und weiß 57 g

Modifikationen: keine, genau wie im Buch gestrickt,

Nadeln:   5 mm Pony Flair ( Amazon Affiliate Link)

Hier seht ihr den Schal einmal komplett ausgebreitet, er hat eine Spannweite von 223 cm und ist an seiner breitesten Stelle 65 cm breit.

Visityourlys bei Rock the Wool

[Werbung & Gewinnspiel]

Der 15.Juni 2019 wird in die Geschichte eingehen, als der Tag an dem Jetztkochtsieauchnoch und Rockthewool Instagram rockten…. denn genau das haben wir getan. Ihr habt uns nach unseren Live-Videos so liebe und nette Nachrichten geschrieben, sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt. Das war der Hammer und wir hatten so unglaublich viel Spaß.

Aber fangen wir vorne an. Alles begann damit, dass ich die Aktion #visityourlys startete und Daniela von Rock the Wool mich dann bei einem Stricktreff fragte, ob sie eigentlich auch ein Lys ist mit ihren handgefärbten Garnen und dem Onlineshop. Klar, hab ich gesagt und natürlich komm ich vorbei, aber ich will dann auch färben.

Gesagt getan, ein Termin war schnell gefunden und so düste ich Samstagmorgen in Richtung Euskirchen. Von mir aus ist das tatsächlich nicht so weit weg und den Hof von Daniela kenne ich bereits von der letzten Stashbörse. Die nächste findet übrigens am 08.09.2019 statt und natürlich werde ich da sein….

Danielas Onlineshop findet ihr hier: Klick

Auf Instagram ist sie hier vertreten : Klick

und auf Facebook ist das hier ihre Seite: Klick

Daniela und ich kennen uns nun seit etwa einem Jahr und ich mag sie sehr. Wir haben dem gleichen Humor und sind uns auch so recht ähnlich, das hat unser Zusammenspiel vor der Kamera und in der Färbewerkstatt natürlich enorm erleichtert, dazu kamen ein paar sehr lustige Begebenheiten, auf die wir keinerlei Einfluss hatten, die uns aber sehr großen Spaß bereitet haben. Wie zum Beispiel der kleine Akt des Katerchens im Livevideo, der uns so unglaublich zum Lachen brachte…

Ihr, die ihr uns begleitet und Fragen gestellt habt, wart natürlich auch der Hammer und Danielas fantastische Tochter hat auch ihres dazu beigetragen, dass wir einen fantastischen Tag hatten, nicht zu vergessen, der Herr Grillmeister, der für Würste und Senf gesorgt hat.

Ich habe alle Videos gespeichert und überlege noch, ob ich diese vielleicht irgendwo online einstelle. Was meint ihr, sollte ich das tun?

Aber wir haben nicht nur Unfug getrieben und gelacht, sondern wir waren auch total fleißig. Ich durfte Färben und total investigativ in Danielas Kisten kramen, die sie für das Auersmacher Wollfest bereits rausgestellt hatte. Ich werde übrigens nun leider definitiv nicht beim Auersmacher Wollfest dabei sein, da der Mr Neffe Geburtstag hat und wir eingeladen sind. Sorry….

Dafür wird Daniela einen Teil von mir dabei haben und zwar nicht nur von mir, sondern vom gesamten Frickelcast, wir haben nämlich eine neue Farbe kreiiert und zwar „RockTheFrickel“

Grün für mich, Orange für Feierabendfrickeleien und Sprenkel für das Rock the Wool Feeling.

Ich war sehr skeptisch, ob ich das mit dem professionellen Wollefärben wirklich hin bekomme, aber unter Danielas freundlicher Anleitung und mit ihrer Hilfe habe ich 10 Stränge gefärbt, die mir unglaublich gut gefallen. Drei davon werde ich behalten. ( Einer für Steffi, zwei für mich ) Und zwei davon werden heute am 17.06.2019 auf Instagram in meinem Profil verlost werden. Danke Daniela, dass du mir diese Möglichkeit bietest.

Im Färbekeller hat Daniela das Garn hängen, das sie als nächstes Färben wird. Die Stränge hängen alle auf Kabelbindern, die man wiederverwenden kann, so dass möglichst wenig Müll produziert wird. Das hat mir gefallen.

Ich war sehr beeindruckt, welche Technik Daniela in ihrem Färbekeller auffährt und wie das alles funktioniert. Ich werde hier natürlich keine Informationen zum genauen Ablauf geben, denn ein paar Geheimnisse müssen wir uns ja bewahren, aber grundsätzlich muß das Garn erstmal gebeizt werden. Das hat Daniela freundlicherweise schon gemacht, bevor ich kam, so dass wir direkt loslegen konnten.

Wenn das Garn fertig gebeizt ist, wird es leicht ausgedrückt und in eine große Schüssel gegeben. Die Schüssel fand ich toll, so eine Hätte ich gerne für Fotospielchen mit Garn und Strickstücken. Dassieht hier auf den Bildern recht klein aus, ist es aber nicht, die Kiste und die Schüssel sind richtig groß.

Der Keller von Daniela ist super durchdacht, alles steht da, wo man es gut erreichen kann. Der Müllbeutel hängt so, dass man die bunten Handschuhe direkt entsorgen kann und keine Farbpigmente woanders hin gelangen können, als dahin, wo sie hingehören, außerdem ist alles so arrangiert, dass Katzen und Hund nicht mit Farben, Chemikalien oder Garnen in Berührung kommen. Das hat mir sehr imponiert.

Dann haben wir das Färbewasser vorbereitet und auf 50 Grad erhitzt. Dazu nutzt Daniela diese Dinger, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen, die aber wirklich sehr cool sind und viel Platz bieten und die Temperatur eigenständig überwachen, so dass die Wolle auch nicht anbrennen kann. (*kicher*)

Dann haben wir erstmal mein Grün zusammen gemischt. Ich wollte etwas Helles und Frisches und ich denke, das haben wir ganz gut hinbekommen. Rock the Wool färbt mit Säurefarben und diese kann man beliebig mischen, bis man das gewünscht Ergebnis erhält. Außerdem sind Danielas Farbnamen legendär. Da gibt es Brienne von Tart, den Schrotthaufen oder die Trimagie II und Trimagie III. So wie ich findet Daniela es gut, wenn der Farbname eine Geschichte zum Garn erzählt.

Der Farbton des Färbewassers entspricht dabei nicht immer dem Ergebnis auf dem Garn. Ein toller Test, wie es aussehen wird, ist mit einem Küchentuch in die Farbe zu stippen und zu schauen, wie es da aussieht. Mit dem Farbton war ich sehr zufrieden.

Und wir haben damit eine Basis gefärbt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass das Garn nicht ganz regelmäßig verteilt ist, damit es heller und dunklere Ecken gibt. Wir haben in jedem Topf 5 Stränge gefärbt, damit diese viel Platz haben und wir die Farbe gut steuern können.

Dann habe ich für Feierabendfrickeleien ein wenig fluoreszierendes Orange dazu gepackt. Das war cool. Die Farbe hat fast gestrahlt und wird später auch im Dunkeln ein wenig leuchten. Wir wollten eine sehr stark orange Stelle und ein paar orange Flecken im Strang, das habe ich dann so gemacht.

Anschließend wollte ich Speckles in Lila und Pink. Das haben wir damit gemacht.

Zwischen den Farben hatten wir immer ein wenig Zeit zum Quatschen futtern und Spaß haben. Das haben wir intensiv genutzt.

Als Daniela die Stränge dann aus dem Färbebad zog, war ich echt skeptisch, ob das was geworden ist. So richtig konnte ich mir das noch nicht vorstellen.

Dann wurden die Stränge gespült und es war bereits zu sehen, dass die ganze Farbe Gut aufgenommen worden ist und nichts mehr im Wasser war u d auh die Stränge sahen cool aus.

Die kamen dann zum Trocknen in den Innenhof in die Sonne auf einen Wäschständer.

Ich konnte es kaum erwarten und bin immer wieder hingelaufen, gucken, wie die Farbe auf dem trocknenden Strang sich entwickelt.

Und das hier ist unser Färbeergebnis. Das ist „Rockthefrickel“ Ein bißchen, Jetztkochtsie, ein bißchen Feierabendfrickeleien, viel Frickelcast und Sprenkelchen Rock the Wool.

Ich bin hochzufrieden und freue mich darauf für die Stränge eine Anleitung zu schreiben, dafür brauche ich aber noch ein wenig Zeit.

Auf dem Auersmacher Wollfest könnt ihr weitere Stränge, die Daniela dann noch nachgefärbt hat, bei ihr kaufen. Bitte sagt mir, wie euch die Farbe gefällt und kauft wie jeck und zeigt mir, was ihr daraus macht. Ich persönlich bin schwer verliebt, wirklich, schwer verliebt.

Während des Färbens hatten wir tatkräftige Unterstütztung von den zwei Katzen und dem Hund. Die kommen mit dem Garn aber wirklich zu keinem Zeitpunkt in Berührung, keine Sorge also, dass da Katzenhaare oder Hundehaare dran sein könnten, da achtet Daniela wirklich sehr drauf.

Natürlich haben wir auch ein Selfie gemacht:

Und hier darf ich mir Brienne von Tart ansehen, die Stränge sind wirklich schön und toll gefärbt. Ich mag den Stil der Rock the Wool Handfärbungen und auch das Logo gefällt mir sehr.

Dieser Fade von Daniela ist auch prima gelungen, finde ich. Was meint ihr? Grün ist gut oder?

Das hier ist Daniela mit ihrem geheimen Anleitungsbuch. Rock the Wool färbt nämlich nicht nur, sie schreibt auch Anleitungen. Ich habe es wirklich versucht, habe aber keine Möglichkeit gesehen einen Blick da rein zu erhaschen.

Hier seht ihr Danielas Wollkörbchen mit ihrem Anstricksel. Da hat sie nach Crasy Sylvies Methode Brioche gestrickt. Da Daniela und ich ein Problem damit haben, dass wir Maschen immer verschränkt stricken, ist die Methode von Sylvie für uns super.

Außerdem stand auf einer Kleiderpuppe die blaue Jacke von Daniela, die mir so gut gefällt. Ich hab wirklich alles versucht, sie ihr zu stibitzen, war aber leider nicht erfolgreich. Aber ist die nicht schön?

Wenn ihr wollt, dass ich auch in eurer Färbewerkstatt vorbei komme und darüber berichte, meldet euch gerne bei mir und dann schauen wir, was terminlich möglich ist.

Danke erstmal an Daniela, dass ich wirklich in jeden Topf blicken durfte und jede Farbe nutzen konnte, die ich wollte. Danke für eine tolle Anleitung und einen wunderschönen Samstag, ich hatte viel Spaß!

Das Gewinnspiel zu den zwei Strängen Merino Hightwist in der Farbe „RockTheFrickel“ findet ihr auf meinem InstagramKanal.

An jedem verdammten Sonntag (16.06.2019)

Strickstrickhurra

Ich habe am #miniakitaitokal weiter gestrickt und das zweite Dreieck nähert sich endlich der Fertigstellung. Außerdem wurde mein Weekender fertig und ich habe das Muster für das Haarband Tuffi veröffentlicht.

Eingetrudelt

Tatsächlich in dieser Woche nur mein Bloomon Abo von dem ich diesmal aber überhaupt nicht angetan war und das ich daher erstmal pausiert habe. Der Strauß war echt nicht mit einem Konzept zu arrangieren, das wirkte wie wild zusammengeschustert und sah in Teilen aus, wie der Strauß vor vier Wochen, ich hab das Abo aber ja um Abwechslung zu haben.Solltet ihr Bloomon ausprobieren wollen, freu ich mich dennoch, wenn ihr meinen Link nutzt, damit erhaltet ihr eine Vase umsonst und ich bekomme einen Strauß geschenkt.

Ah stimmt nicht, ich habe außerdem einen Jaderoller gekauft.

Genäht

Ich habe 5 Millys von Pattydoo genäht.

Entdeckt

Seid ihr eigentlich schon bei Woolplace?

Naja

Ich hab mir  gestern den Daumennagel komplett abgerissen und jammere jetzt unfassbar herum. Ich bin eine Meme ich weiß. Aber tippen ist echt nicht so leicht mit ohne Daumen und mit viel Aua.

Sportlich

Ach geh mir weg mit Sport.

Geguckt

Ich schaue aktuell die nächste Staffel von Bosch und bin mal wieder ziemlich angetan.

Gehört

Ich hab Elbsoda gehört, deshalb hab ich auch den Jaderoller gekauft.

Gelesen

Pure and Simple habe ich rezensiert. Und die Rezension von Bin im Garten ist auch online.

Aktuell lese ich Beyond Beautiful und Der europäische Frühling.

Gegessen

Ich war die Wurst bei Rock the Wool.

Unternommen

Ich war in Sachen #visityourlys bei Rock the wool und hab mit ihr Wolle gefärbt. Bericht und Gewinnspiel dazu gibt es morgen.

Außerdem waren wir auf Wollness in Marienbad in Tschechien, den Bericht von Tanja Steinbach findet ihr hier: Klick!

Gezockt

Leider gar nicht.

Neues aus Garnelenhausen

Eine der Rennschnecken ist offenbar hinüber. Ich hab keine Ahnung warum, aber sie hatte ja immer schon ein paar Probleme und fiel immer wieder von den Pflanzen und lag dann auf dem Rücken rum. Die Zweite ist allerdings komplett munter und aktiv, also geb ich mir da einfach mal nicht die Schuld dran.

Goodkarma

Im nächsten Frickelcast, also morgen, erklärt Feierabendfrickeleien euch, was Kiva ist. Ich war begeistert und habe mir direkt auch einen Account gemacht und helfe nun anderen Menschen mit Minikrediten ihr Leben zu gestalten.