An jedem verdammten Sonntag 30.09.2018

Strickstrickhurra

Der Fadingpoint nähert sich weiterhin seinem Abschluss ! YEAH YEAH!

Ich frickel weiter am Flauschrausch von Feierabendfrickeleien aus Ito Shimo und Ito Sensai und hab schon ein paar Fehler eingeschummelt, seufz.

Außerdem habe ich beim Schoeller Bloggertreffen flott ein Stirnband gestrickt. Aus der Austermann Fey.

Garnkäufe / Stoffkäufe

Ich bin nun Mill Member bei John Arbon und ich habe mir einen Sewprisebag bei Stick & Style gegönnt. Außerdem warte ich auf das PomPom Mag und das Laine Magazin ist bereits hier angekommen.

Genäht

Immer noch nichts, ich muß mein Nähmojo mal suchen gehen.

Entdeckt

John Arbon, wie oben erwähnt hat Fritzi uns auf die Mill Membership aufmerksam gemacht und ich stöbere nun da so durch den Shop. Die Idee von Knit by Numbers gefällt mir total gut. Schaut mal hier: Klick! Das Garn ist wirklich weich genug und sehr hübsch!

Naja

Pension Angelika… wir waren ja zum Bloggertreffen bei Schöller und hatten wegen der weiten Anreise zum Bodensee eine zweite Übernachtung dazu gebucht. Leider war das Hotel  „Am See“ da bereits ausgebucht für diese Nacht und wir sind der Empfehlung von Schöller in die Pension Angelika gefolgt. War auch ein wenig günstiger, aber nicht so billig, dass ich hellhörig geworden wäre. Das ging allerdings leider wirklich gar nicht. Ja, was war sauber, aber sehr alt und der Teppich in unserem Zimmer hatte schon deutlich bessere Zeiten gesehen, das Bad war benutzbar, aber ebenfalls deutlich unter Jugendherbergsstandard, dazu roch es im ganzen Haus nach Zigarretten und die Katzen stromerten durchs ganze Hotel, da hab ich grundsätzlich nichts gegen, ich hab ja selbst eine, aber in meinem Zimmer will ich sie dann doch nicht haben. Meine Bettdecke war nicht warm und roch leider auch nicht richtig frisch, sondern muffig. Ich fühlte mich so unwohl, dass ich beim Frühstück tatsächlich nur abgepackte Dinge gegessen habe. Leider waren auch die anderen Hotels am Ort ausgebucht, so dass ein kurzfristiges Umbuchen nicht mehr möglich war.

Wer also in Hard am Bodensee übernachtet, das Hotel am See ist fantastisch und hat uns für den mangelnden Komfort in Pension Angelika voll auf entschädigt, aber die Pension kann ich leider wirklich nicht empfehlen.

Sportlich

Gleich startet der Zerohungerrun und ich bin alles andere als trainiert, wir werden sehen, wie das wird. Gerade fühl ich mich mehr so für im Bett bleiben.

Geguckt

Ich habe Once Upon a Time Staffel 4 beendet…. und warte nun, dass die Staffeln 5,6 und 7 verfügbar werden. In der Zeit gucke ich die letzten Folgen von Supernatural Staffel 12 weiter.

Gehört

Ich habe mal wieder eine Folge Lila Podcast gehört, der kommt jetzt wöchentlich, das find ich sehr gut, komme aber nicht so recht hinterher mit dem Hören.

Gelesen

Ich habe euch die Rezension von The Hills online gestellt. Schaut mal hier: Klick.

Außerdem lese ich gerade von Alexa Hennig von Lange „Kampfsterne“ und bin begeistert.

Gegessen

Wir waren in Hard im Käth’r, das war fantastisch und im Waldheim. Während das Käht’r sehr feine Küche präsentierte, war das Waldheim eher rustikal und ich gebe zu, bei der Karte erstmal die Nase gerümpft zu haben, das Essen war aber sehr lecker und paßte eigentlich nicht so recht ins etwas seltsame Ambiente. Ich bin auf jeden Fall sehr satt gewesen und es hat sehr gut geschmeckt. Kann ich beides also empfehlen.

Außerdem haben wir im Hotel am See gefrühstückt und ich habe wirklich schon in sehr vielen auch sehr guten Hotels gefrühstückt, das hier gehört mit dem Frühstücksbuffet des Hotel Central in Sölden zu einem der Besten, hier blieb wirklich kein Wunsch offen. Das war sehr sehr gut.

Unternommen

Unser Frickelcast zum Tag der Wolle ist erschienen: Klick!

Außerdem waren wir zum Bloggertreffen bei Schoeller und Stahl in Hard am Bodensee und dazu wird es natürlich ebenfalls noch eine Sonderfolge geben.

Gezockt

Leider nicht viel, nur ab und an den Zombie gefüttert.

Goodkarma

Morgen startet unser #Socktober von #DieDreivomBlog!

#DieDreiVomBlog, wir sind Feierabendfrickeleien, Feinmotorik und Jetztkochtsieauchnoch.
Den ganzen Oktober über möchten wir mit Euch zusammen Socken stricken. Kurzum – es ist #Socktober und alles ist erlaubt, was rund um die Füße stattfindet. Socken, Puschen, Schlappen, Yoga-Socken, Füßlinge, Hausschuhe, Kniestrümpfe, Strumpfhosen… Tobt Euch aus! Parallel zum KAL wird es natürlich auch wieder eine 10tägige #DieDreiVomBlogChallenge geben.
Wie immer ist Euch die Wahl des Designs oder der Anleitung frei überlassen. Aber wie auch die letzten Male gibt es eine kostenlose Anleitung für Euch – die #DieDreiVomBlogSocks – entworfen von Frau Feierabendfrickeleien und kostenlos herunterzuladen auf ravelry https://www.ravelry.com/patterns/library/diedreivomblogsocks
Die Eckdaten zum KAL
Wann? Vom 1. bis 31. Oktober 2018
Wo? Auf Facebook in unserer Gruppe „Die Drei vom Blog – Knit along“ UND auf Instagram. Verwendet dafür die Hashtags #DieDreiVomBlogKAL bzw #DieDreiVomBlogChallenge und tagged uns im Bild und verlinkt uns im Text @feierabendfrickeleien, @feinmotorik.blogspot, @jetztkochtsieauchnoch, damit wir Euch auch finden, uns über Eure Beiträge freuen, sie liken, kommentieren und somit eventuell in unseren InstaStories teilen können.
Und weil wir mit Euch fleißigen Strickbienchen mittlerweile so viele sind (juuupppiii!!!) müssen wir diesmal leider auf Gewinne und Verlosungen verzichten. Der Aufwand, jeden Beitrag auf Instagram zu finden und auch wirklich keinen zu übersehen, ist einfach zu groß geworden. Gleiches gilt für Sponsoren, auch auf die mussten wir wegen vieler anderer Projekte leider verzichten. Wir hoffen aber, dass Ihr trotzdem sehr gerne wieder mit dabei seid.
Bitte habt Verständnis dafür, dass Ihr während des KALs nur Beiträge zum KAL bzw. zur Challenge in unserer FB-Gruppe posten könnt. Nach dem KAL ist die Gruppe natürlich wieder für alle anderen Strickthemen offen.
Da der Oktober aber noch soooooo lange hin ist, können wir uns die Zeit bis dahin ein bisschen verkürzen. Darum: was möchtet Ihr stricken? Welches Muster? Welches Design? Mit welcher Wolle? Wie viele Socken möchtet Ihr stricken? Und wer ist überhaupt alles dabei?
Wir freuen uns nach der langen Zeit darauf, endlich wieder einen #DieDreiVomBlogKAL mit Euch zu machen!

 

Und passend dazu habe ich die Gewinner der Wollpakete eben ausgelost. Die Gewinner wurden bei FB und Instagram bekannt gegeben.

 

The Hills -Matias Faldbakken

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Bereits vor einiger Zeit durfte ich von Matias FaldbakkenThe Hills“ lesen und jetzt endlich ist das Buch auch im Heyne Encore Verlag erschienen und ich darf es besprechen.

Faldbakken ist kein neuer Autor, „The Cocka Hola Company“ hat mich vor Jahren bereits ziemlich begeistert und so war ich sehr froh und gespannt in sein neues Werk reinlesen zu dürfen.

Vorab, es ist etwas ganz anderes, als seine bisherigen Bücher „The Cocka Hola Company“ oder „Unfun„. Es ist viel leiser, viel ruhiger und weniger provokant, erwachsener würde ich gern sagen und verbiete es mir im gleichen Atemzug, da das unfair den anderen Büchern gegenüber wäre. Seinem Thema der Gesellschaft und ihren Abgründen bleibt er jedoch treu.

„The Hills“ spielt im Restaurant „The Hills“ und schildert den Alltag eines Kellners, dessen sehr strukturierte und nach besonderen Regeln funktionierende Welt, sich ändert und zeigt die Probleme auf, die mit Veränderungen dieser Art einhergehen. Faldbakken zeigt sich dabei als scharfer Beobachter und bissiger Erzähler.

Waren seine ersten Bücher derb und direkt, ist „The Hills“ hier das genaue Gegenteil, er drückt sich gewählt aus, legt Wert auf Normen, Verhaltensweisen, Anstand. Sein Kellner ist einer der alten Schule, der auf Regelmäßigkeiten und die kleinen Dinge achtet. Der stolz auf seine Arbeit ist und sie mit Hingabe und Ehrerbietung seinen Gästen gegenüber ausübt. Er wahrt Distanz und weiß doch über jeden Gast Bescheid und wenn nicht, holt er sich die fehlende Information bei der Bardame. Dabei ist er nostalgisch, fühlt sich von der Zeit überholt und doch irgendwie in ihre gefangen. Er ist ein Relikt würde man woll sagen. Während Faldbakken diese Tage des Kellners schildert und mit leisen Worten viel erzählt, ohne eigentlich eine Geschichte zu berichten, schaut man zu, fühlt sich ein wenig voyeuristisch und beginnt für diesen Kellner Gefühle zu entwickeln, man leidet mit ihm, wenn der Gast auf sein Handy starrt oder seinen leisen Fingerzeig ignoriert.

Ich habe einen Großteil des Buches in der Sauna auf einer Liegemuschel liegend gelesen, ein fantastischer Ort, um zwischen halb geschlossenen Lidern Menschen zu beobachten, fast so gut, wie ein Restaurant, bei mir paßte also die Leseatmosphäre sehr gut, zum Gelesenen. Daher war ich nicht, wie sonst häufig ungeduldig, weil die Erzählung lange braucht, bis sie in Gang gerät, sondern habe mich an ihr erfreut und jede Seite genossen.

Unser Kellner macht sich Gedanken zu seinen Gästen, bekommt Besuch von seinem etwas frechen Freund und die junge Frau, die alles in Frage stellt und alles in Bewegung setzt, der es sogar gelingt ein wenig der Ruhe und Gelassenheit, die er sonst ausstrahlt zu verschieben.

Das Buch hat mich aufgrund seiner Kunst der Worte wirklich begeistert. Ich lese ja gerne Dinge, die keinen Anfang und kein Ende haben und eher sprachlich anspruchsvoll sind. Für mich geht es nicht um die Geschichte, sondern um den geschrieben Text. Hier ist dieser herausragend gut und ich bin wirklich sehr verwundert, bislang noch nicht wirklich eine begeisterte Rezension auf den großen Portalen gelesen zu haben, denn dies ist ein literarisches Comeback, das es sich zu feiern lohnt.

Gerade weil dieses Buch so anders ist, als seine Vorherigen und so einen ganz krassen Gegensatz darstellt, sowohl stilistisch, als auch optisch, würde ich es allen seinen Fans empfehlen. Das war mal so richtig gute Unterhaltung!

Und jetzt würde ich gerne im „The Hills“ speisen, mit Edgar und Anna und irgendwie auch dem Schwein am Tisch, aus Gründen der Unterhaltung… unser Kellner würde bedienen, ein nicht gut poliertes Besteck austauschen, mir die Zeitung reichen, mit der ich rascheln würde und mir wohlwollend zunicken, wenn ich mich an die Regeln des Bestellens halte. Hach das wäre fein.

An jedem verdammten Sonntag 23.09.2018

Strickstrickhurra

Der Fadingpoint nähert sich seinem Abschluss ! YEAH YEAH!

Außerdem habe ich ein GeheimGeheim angeschlagen, auf dessen Veröffentlichung ihr euch im November freuen dürft. Es wird aus zwei Knäueln der Ito Karei gestrickt und macht mich gerade sehr an.

Dann ist unser #jetztwirdsflauschig #Frickelcastitokal gestartet und ihr seid der HAMMER!

Eure Bilder sind super und euer Gestrick auch. Die ersten sind schon fertig, der Wahnsinn. Ich stricke natürlich mit und habe den Flauschrausch von Feierabendfrickeleien angschlagen aus Ito Shimo und Ito Sensai. Der wird super! (*flüstert* trotz Brioche )

Garnkäufe / Stoffkäufe

Tja, der Wochenrückblick ist ja letzte Woche ausgefallen, daher blicke ich auf zwei Wochen zurück und kann dennoch vermelden, beim bunten Schaf hab ich nur Dinge für den Fibreshare eingekauft und im Garnstore mit Frau Fussi und Frau Feierabend habe ich nur ein Knäuelchen Blue Sky Fibres metalico gekauft, damit ich nun 4 Knäuelchen hab, dazu gab es eine wunderschöne Anleitung geschenkt, die ich aus den Knäuelchen auch frickeln werde, denke ich. Die ist schick. Blue Sky Fibres ist übrigens eine fantastische Garnmarke, bitte auft die alle, damit sie sich im deutschen Mark etablieren und immer verfügbar sind. Ich bin so verliebt. Wirklich!

Genäht

Immer noch nichts, ich muß mein Nähmojo mal suchen gehen.

Entdeckt

Ich war ja auf dem Pinterestevent und dort haben wir die Pinterestkamera vorgestellt bekommen und ich bin hin und weg. Wirklich. Ruft mal alle auf eurem Handy eure Pinterest App auf, dann schaut ihr oben in die Suchleiste, da ist rechts ein kleines Kamerasymbol. Da tapst ihr mit eurem Fingerchen drauf  und dann fotografiert ihr, was immer ihr sucht. Kuchen, Kekse, Strickmuster… egal, macht ein Selfie von euch und laßt euch anzeigen, was Pinterest dazu findet. Ich finde es grandios und die Ergebnisse sind manchmal noch lustig, aber oft auch sehr zutreffend. Probiert es aus. Viel Spaß!

Naja

Ich bin ein wenig erkältet, was ich ziemlich beschissen finde, aber leider nicht ändern kann. Bis Donnerstag muß ich fit sein, da geht es mit Feierabendfrickeleien, Fritzi und Lilientinte an den Bodensee zu den Schöllis… das wird toll!

Sportlich

Laufen war ich gestern und ich nutze seit kurzem die Fabulous App, in der Probeversion, einfach um meine Sportlichkeit ein wenig in mein Leben zu integrieren und als Ritual zu fördern. Ich bin gespannt, wie das klappt. Bisher trinke ich jeden Morgen Wasser, wenn ich wach werde, mehr mußte ich noch nicht tun…

Geguckt

Ich habe bei „Once upon a Time“ Staffel 4 weiter geschaut und verfolge gespannt, was Cruella und die Meerhexe mit Malificent veranstalten, weiter geht es hoffentlich bald mit Staffel 5.

Gehört

Zwillingsnadel habe ich beim Joggen gehlört und mich gefreut von Tini auf Stand gebracht zu werden, wie es ihr und den Zwillingen gerade geht. Dankeschön!

Johanna Fritz höre ich grad weiterhin die Folgen nach, die für mich spannend sind. Das Businessgespräch mit ihrer Freundin, fand ich weniger spannend, das hab ich weggeklickt. Sehr gut hat mir allerdings die Folge zum Thema Pinterest und Tailwind gefallen. Da kann man gut mal reinhören, wenn man als Kreativer unterwegs ist und Pinterest für sich nutzen möchte.

Das Kind in dir muß Heimat finden habe ich fertig gehört und eine Rezension folgt noch. Vorab allerdings schon mal, das war sehr gut und hat mir sehr gefallen.

Gelesen

Mariana Lekys „Erste Hilfe“ habe ich fertig gelesen und hier rezensiert: Klick!

The Hills wollte ich eigentlich heute noch die Rezension zu schreiben, das wird aber vermutlich nicht funktionieren, da es hier aussieht, als wäre eine Bombe eingeschlagen und ich erstmal Haushalt machen muß. Seufz.

Das Soxxbook Family & Friends von Stine und Stitch habe ich rezensiert und bei Frau Fussi liest, könnt ihr auch mal reinschauen.

Gegessen

Ich war mal wieder im Neni, diesmal mit Frau Fussi und Feierabendfrickeleien und der Maschenprobenuschi und es war wie immer sehr lecker.

Außerdem haben wir sehr schön beim Tag der Wolle vom OZ Verlag im Motel One in Freiburg gefrühstückt.

Gerade mache ich sowas wie Rumtopf und eine Graupensuppe aus meinen neuen Kochbüchern, die Rezensionen folgen in den nächsten Tagen, aber ich kann schon mal sagen, sie sind beide sehr gut.

Hasana: vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Gerichten

Das Wintertagebuch von Nigel Slater

Unternommen

Ja, der Tag der Wolle hat stattgefunden, dazu wird es diese Woche noch einen ausführlichen Bericht geben und morgen erscheint der neue Frickelcast dazu.

Dann war ich bei der Pinterestveranstaltung, die wirklikh sehr cool war, wenn ihr da die Möglichkeit habt an einer in eurer Nähe teilzunehmen, macht das, das war total schön und sehr fein.

Außerdem haben wir gestern ein kleines Abschlussgrillen veranstaltet und ich war spontan am Freitag auf einer Veranstaltung der Art Night in den Kalk Arcaden, das war sehr gut und hat mich darin bestärkt, dass ich mir das unbedingt mal ansehen muß.

Gezockt

Ich füttere immer noch meine Zombies und es ist schrecklich…. ich kann nicht aufhören.

Gerade erobern wir die Insel der Verrückten. *kicher*

Goodkarma

Ich erinnere an dieser Stelle nochmal an den #Zerohungerun, der nächste Woche in Bonn stattfindet und für den ihr euch immer noch anmelden könnt.

 

Bernd spielt 21.09.2018

Und schon ist die Sommerpause vorbei und Bernd rockt den Blog…. ich gebe ab, an Bernd spielt!

Frisch erholt und mit einigen hochinteressanten Titeln im Gepäck machen wir uns auf ins zweite Spielehalbjahr 2018. Im Oktober steht dann ja auch der wichtigste Event des Jahres für Brettspieler an, die ‚Spiel‘ in Essen, die weltgrößte Spielemesse, auf der sicherlich wieder zahllose spannende, neue Sachen zu bestaunen sein werden. Es wird also nicht langweilig werden, aber jetzt zum September. Es gibt zwei digitale Titel und drei analoge, über die wir sprechen sollten.

Digital

Detroit: Become Human (Amazon Affiliate Link)

Was bedeutet Menschsein? Was bedeutet einen freien Willen zu haben? Tiefgreifende Fragen, die „Detroit: Become Human“ (Amazon Affiliate Link) stellt, und ein Indiz dafür, dass Videospiele inzwischen längst erwachsen geworden sind und genau so zum kulturellen Kanon gehören, wie Literatur, Musik oder bildende Künste. Bereits mit „Heavy Rain“ (Amazon Affiliate Link) hat David Cage vor ein paar Jahren auf der PS4 für Furore gesorgt, weil es den Spieler vor moralische Dilemma gestellt hat und eine hochdramatische Geschichte erzählte. Und genau dieses Erfolgskonzept wird mit dem aktuellen Titel technisch verfeinert.

Die Geschichte wird aus der Perspektive dreier Androiden erzählt, die in einer nahen Zukunft aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Da gibt es z. B. Kara, die den heruntergekommenen Haushalt eines drogensüchtigen, alleinerziehenden Vaters führt. In Depression verfallen und von Drogen kaputt gemacht geht der eines Tages auf seine kleine Tochter los und will sie verprügeln. Kara steht vor der Entscheidung dem Befehl des Vaters zu folgen und sich nicht vom Fleck zu rühren oder das Mädchen vor Gewalt zu beschützen. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive und alles führt unweigerlich auf eine gemeinsame rote Linie zu, die sich durch das gesamte Spiel zieht. Die Interaktion mit dem Spieler beschränkt sich dabei nicht nur im richtigen Moment eine Entscheidung zu treffen, hin und wieder gilt es auch Hinweise zu entdecken, die richtigen Schlüsse zu ziehen oder kleinere Action-Einlagen zu meistern. Allerdings kann man in den Optionen die meisten Gamepad-Aktionen stark einschränken, wenn man sich ausschließlich auf die Geschichte konzentrieren möchte und die spielerischen Elemente nicht favorisiert. Es ist nachvollziehbar, dass sich Sony an diesem Titel die PS4 Exklusivität gesichert hat, denn das ist ein System Seller und sorgt bestimmt bei dem Einen oder Anderen dafür sich eine Konsole zu holen. Es lohnt sich definitiv.

Sushi Striker (Amazon Affiliate Link)

Das Imperium hat den Genuß von Sushi der normalen Bevölkerung, die hungern muss, untersagt. Unsere Heldin (oder Held, je nach Wahl) macht sich mit Hilfe von Sushi Geistern auf, die Schreckensherrschaft des Imperiums zu beenden. Dazu wandert man über eine Weltkarte, die diverse Begegnungen und Entdeckungen bereithält. Sobald man auf einen Gegner trifft, geht es zum Kampfbildschirm. Auf dem rollen diverse Sushi Laufbänder in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorbei. Hier gilt es nun möglichst geschickt gleichartige Sushischüsseln miteinander zu kombinieren und einzusammeln. Sobald man genug Sushi gestapelt hat, kann man die Schüsseln gesammelt auf den Gegner gegenüber schleudern und so seine Lebensenergie nach und nach auf Null bringen.

Hört sich total verrückt an und macht einen Riesenspaß. Der Schwierigkeitsgrad zieht nach und nach an, aber man kann rollenspielartig seine Fähigkeiten verbessern und diverse Kräfte von Sushi Geistern einsetzen (um z. B. die Laufbänder zu verlangsamen). Das Ganze verpackt in typischen Mangastil, man sollte also ein bisschen japanophil sein. Sehr unterhaltsame Mixtur aus süchtigmachenden 4-in-a-row-Prinzip und RPG light. Aktuell gespielt auf Nintendo Switch. (Amazon Affiliate Link)

Analog

Bob Ross – Art of Chill Game (Amazon Affiliate Link)

Happy little trees! Wer Bob Ross schon mal erstaunt dabei zugesehen hat, wie er in knapp einer halben Stunde eine Landschaft auf Leinwand zaubert und welche geradezu meditative Wirkung das entfalten kann, der wird beim Brettspiel ziemlich viele Elemente der erfolgreichen TV-Sendung sofort wieder erkennen. Es gilt mit Bob zusammen diverse Bilder zu „malen“ und dabei verschiedene, typische Elemente dieser Landschaften zu beachten. Dazu hat man während seines Zuges drei Aktionen (aus sechs möglichen), so sammelt man z. B. nach und nach die erforderlichen Farben, die man auf seiner Palette anordnet und mit dem richtigen Pinsel zusammen ausspielt, um Berge, Bäume, Wasser und Hütten malen zu können. Am besten bevor der „imaginär“ mitspielende Bob Ross das jeweilige Element gemalt hat, sonst gibt es keine Bonuspunkte. Je nachdem wie viele Farben verwendet wurden und welches Feature man fertiggestellt hat, gibt es Chill Punkte. Wer während des Spielverlaufs zuerst das Ende der Chill Skala erreicht hat, gewinnt die Partie.

Ein unerwartet gut durchdachtes Brettspiel, dessen Spielmechaniken nicht nur das typische Bob Ross Flair sehr gut abbilden, sondern tatsächlich auch enorm entspannt daher kommt. Wer Bob Ross aus dem TV kennt und schätzt, wird sich über Phtalo Blue, den Fan Brush und natürlich fluffy clouds und jede Menge bekannter Begriffe freuen, die allesamt sinnvoll ins Spiel integriert wurden und Spaß machen. Nicht unbedingt ein Spiel für hochkompetitive Naturen, aber für die eine oder andere relaxte Runde zum Ausklang eines Spieleabend bestens geeignet. Spielzeit ca. 30 bis 45 Minuten, ab 2 bis 4 Spieler. Anleitung leider nur in englischer Sprache, aber sehr leicht verständlich. Bis auf die Ereigniskarten kommt das Spielmaterial aber ohne Texte aus und die Karten sind ebenfalls mit einfachem Schulenglisch kein Problem.

Black Orchestra (Amazon Affiliate Link)

Black Orchestra (Amazon Affiliate Link) hat zurecht bereits mehrere Male eine Nominierung zum besten Koop-Spiel erhalten, trotz (oder gerade wegen) des düsteren, ernsten Themas. Jeder Spieler übernimmt eine historische Person des Widerstands (z. B. Stauffenberg, Bonhoeffer, etc.) gegen Adolf Hitler. Ziel ist es ein erfolgreiches Attentat auf Hitler zu planen und durchzuführen. Dazu müssen verschiedene Gegenstände, die im Reich verstreut sind, lokalisiert und an sich genommen werden und Hitler und der Attentäter müssen auch noch am gleichen Ort zusammentreffen. Währenddessen schreitet die Zeit gemäß der Historie natürlich voran. Politische Geschehnisse, der Kriegsverlauf, etc. beeinflussen die Möglichkeiten der Verschwörer Runde um Runde. Nur, wenn man geschickt alle Fähigkeiten und gesammelten Hilfsmittel zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen versteht, kann die Aufgabe gelingen und der Krieg um Jahre verkürzt, und Millionen von Leben gerettet werden.

Black Orchestra (Amazon Affiliate Link) macht alles richtig. Die Ausstattung ist von herausragender Qualität. Gerade die Ereigniskarten, die Runde um Runde die Zeit voran schreiten lassen, sind mit Originalfotos und dazu passenden Erklärungstexten ausgestattet. So erfährt man Hintergründe zum damaligen Verlauf der Ereignisse und wird hautnah eingebunden. Auch die Spielerboards zu jedem Widerständler sind mit jeder Menge Infos zu den Personen gespickt, so dass man sich gut in seine Rolle während des Spielverlaufs einfinden kann. Alle Materialien, wie Würfel, Counter, Spielbrett und vor allem die zahlreichen Karten sind durchweg von höchster Qualität. Wermutstropfen ist leider, dass Black Orchestra derzeit ausschließlich in Englisch verfügbar ist. Die Anleitung ist zwar leicht verständlich und hat nur wenige Seiten, aber die Karten und anderen Spielmaterialien sind voll von (sehr guten und lesenswerten) Texten, für die gute Englischkenntnisse erforderlich sind. Black Orchestra ist für 1 bis 5 Spieler geeignet, eine Partie dauert je nach Spieleranzahl bis zu 3 Stunden.

Das Thema mag nicht jedem als geeignet für ein Brettspiel erscheinen, aber gerade heutzutage ist Information und Aufklärung zum dunkelsten Moment der neueren Geschichte, dem Aufstieg und der Schreckensherrschaft der Nazis vonnöten. Warum also nicht auch unter Zuhilfenahme eines vielleicht in dieser Hinsicht unterschätzten Genres?

Raptor (Amazon Affiliate Link)

Kurz und knackig. Raptor (Amazon Affiliate Link)  ist ein reines Zwei-Spieler-Spiel. Einer übernimmt die Raptorenmutter und ihre Brut, die in Sicherheit gebracht werden soll, der andere Spieler ein Forscherteam, das die Raptoren einfangen möchte. Jede der beiden Fraktionen steht ein stets gleichbleibendes Kartenset zur Verfügung mit dem die Zugreihenfolge und Sonderaktionen geregelt werden. Den Forschern stehen dabei andere Aktionen als den Raptoren zur Verfügung. So ist die Herangehensweise beider Seiten komplett unterschiedlich und verlangt jeweils andere Taktiken. Auf dem nett anzusehenden Dschungelspielbrett werden die Figuren schachähnlich gezogen und die entsprechenden Aktionen und Sonderaktionen berücksichtigt. Schafft es die Raptorenmutter alle aktiven Forscher auf dem Brett zu eliminieren oder mindestens drei ihrer Babys vom Spielplan zu bringen hat sie gewonnen. Schaffen es die Forscher die fünf Babys einzufangen haben sie gewonnen.

Raptor (Amazon Affiliate Link) spielt sich schnell und ist durch die vielen Möglichkeiten zu agieren sehr taktisch. Man muss sich gut überlegen, ob man lieber vor dem Gegner seine Figuren zieht oder vielleicht darauf verzichtet, um eine gute Sonderaktion anbringen zu können. Der Spielverlauf wogt dabei sehr spannend hin und her. Beide Fraktionen sind sehr ausgewogen. Keiner hat einen Vorteil, alleine das wohlüberlegte Ausspielen der Aktionskarten und die richtigen Züge bringen den Sieg. Es gibt keinerlei Glücksfaktor in Raptor. Die Spieldauer ist meist unter 30 Minuten. Ein sehr gelungenes, taktisches Brettspiel. Die Regeln und Materialien sind komplett auf Deutsch. Die Anleitung ist übersichtlich aufgebaut und leicht verständlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mariana Leky – Erste Hilfe

[Werbung / Rezensionsexemplar / Affiliate Links zu Amazon]

Na, seid ihr erstaunt, ja, die letzte literarische Rezension ist etwas her. Das tut mir leid.

Aber dafür geb ich mir bei der hier ganz besonders große Mühe und ich verspreche sogar noch eine, noch in dieser Woche… na neugierig?

Recht so….

Ich habe zum ersten Mal ein Buch von Mariana Leky gelesen und mich darauf sehr gefreut.

Erste Hilfe gibt es bereits seit 2004, seit diesem Jahr ist es als Taschenbuch im Dumont Verlag verfügbar und ich war sehr gespannt, denn Leky ist ja quasi in aller Munde, einige ihrer neueren Bücher haben mich allerdings thematisch nicht so gereizt, wie „Erste Hilfe“, daher habe ich mich für dieses Buch als meinen ersten Leky entschieden.

Hauptthema ist Depression, Angst, Freundschaft und ein wenig auch die Liebe. Im Klappentext wird der Roman vergnüglich und bewegend genannt, bei Letzterem kann ich mich anschließen, bei Ersterem eher nicht, zwar schmunzelt man durchaus hier und da, während man die Erzählerin und Sylvester, sowie Matilda durch ihr stolperndes Leben begleitet, aber vergnüglich, nein. Es ist ein eher bitteres Lachen, vorallem wenn man sich im Bereich der psychischen Störungen auskennt und den Leidensdruck eines Erkrankten kennt und erlebt hat, vielleicht nicht aus der Ego-Perspektive, sondern von außen, dann sind viele der sehr realistisch geschilderten Situationen nur nach außen hin, spaßig.

Ich mochte die Erzählerin und auch Matilda, während mir der Frauen vernaschende Sylvester seltsam fern blieb, konnte ich die zwei Frauen gut verstehen und fand ihre Anteile an der Geschichte auch viel spannender. Matilda entwickelt Ängste und Panikattacken von einem auf den anderen Tag kann sie nicht mehr über die Straße gehen, der Alltag wird schwer und die Erzählerin und Sylvester versuchen ihr laienhaft beizustehen und begehen alle Fehler, die Laien dabei so begehen können, machen aber auch sehr viel richtig. Sie suchen einen Therapeuten, bauen Hilfestellung und begleiten, wo es geht.

Ich habe es sehr genossen, diese drei unterschiedlichen Charaktere, die sich so sein lassen, wie sie nun mal sind, dabei zu begleiten, wie sie Probleme wälzen, Lösungen finden und dann doch wieder vor der nächsten Hürde stehen.

Was ich weniger genossen habe, war die sehr einfach gehaltene und sehr simple Sprache, die mir vorallem in den Dialogen zeitweise auf die Nerven ging. Leky setzt den Satzbau und die Satzlänge hier als ein Stilmittel ein, um dem Leser die Hilflosigkeit der Personen zu veranschaulichen, dabei übertreibt sie es aber aus meiner Sicht und hat mich dann vorallem beim Besuch bei Matildas Eltern verloren. Das war mir zu steril, zu konstruiert, so spricht niemand.

Sehr schade, denn die Geschichte war eine Erzählenswerte und eine, die es durchaus schaffte mich länger zu fesseln, was im Moment nicht jedem Buch gelingt, muß ich ehrlicherweise zugeben.

Man muß sich hier also sehr auf diesen durchaus sonderbaren Stil einlassen, kann man das, hat man ein sehr gutes Stück deutscher Literatur zum Thema Freundschaft und Therapie in den Händen, fällt es einem schwer auch außergewöhnliche Sprache zu tolerieren und geht es einem weniger um Emotion und mehr um die stringente Erzählung einer Geschichte, so wird man hier nicht ganz glücklich sein.

Ich bleibe also zwiespältig zurück, einerseits war das sehr treffend, sehr genau, sehr realistich, andererseits war es mir zu sprachlich ein wenig zu wenig echt.

In meiner Empfehlung bleibe ich also auch differenziert, für alle, die sprachliche Experimente lieben (FRAU FUSSI!!) absolut lesenswert, für alle anderen, schnuppert mal ein paar Seiten rein, bevor ihr loslegt.

Und dann eine Frage an die Leser der anderen Bücher, behält Leky dieses SPO-Satzbauweise und die sehr kurzen, einfachen Sätze auch in ihren anderen Büchern bei? Weil falls ja, bräuchte ich erstmal ein wenig Erholung, wäre aber dennoch neugierig…