Der Flamingo ist das neue Einhorn… oder so!

Seit Längerem bin ich nicht zum Nähen gekommen, abgesehen von einer mehr schlecht als recht gekürzten Joggingbuxe für den Lieblingsschwiegervater (na gut, ich hab nur den einen, aber ihr wißt schon, was ich meine….) hat die Nähmaschine geschwiegen und nichts Tolles ist von ihr herunter gesprungen und in meinem Schrank gelandet. Das wollte ich ändern!

Es war also definitiv Zeit für ein paar Nähstunden für mich. Auf dem Stoffmarkt letzte Woche habe ich ja ordentlich zugelangt und der Flamingo, den wir bereits am Sonntag Karl getauft haben, schielte mich schon die Ganze Zeit schräg von der Seite an. Heute hätte ich eigentlich wieder ein gänzlich anderes Programm gehabt, war mir aber egal. Heute wurde erst gekocht und dann genäht. Dabei habe ich den Handgemacht Podcast von Freejazzmama gehört.

Ruckzuck hatte ich die La Silla zugeschnitten, mittlerweile brauche ich dafür nicht mal mehr 10 Minuten, da liegt alles flott parat, Vorne, Hinten, Ärmel, Kragen, fertig.

Auf Bündchen verzichte ich, die werden einfach eingeschlagen und an den Ärmeln habe ich einen neuen elastischen Zierstich ausprobiert, der mir passend zum geometrisch bedruckten Stoff wirklich gut gefällt.

Am Saum des Kleidchen habe ich meine geliebte Schlangenlinie doppelt vernäht.

Für den Rückenteil habe ich einen etwas dunkleren Stoff und für Ärmel und Kragen etwas helleren Stoff genommen. Den geometrischen Druck gab es auf dem Stoffmarkt in wirklich vielen Farben und ich ärgere mich ein wenig, ihn nicht in mehr Farben mitgenommen zu haben, das ist wirklich ein cooler Kombistoff.

Die Farben meiner Kontraststoffe finden sich alle im Flamingo Bildchen wieder. Alle Stoffe sind leichter Jersey, genau das richtige für den Sommer, aber auf jeden Fall blickdicht.

Für den Karl hab ich die Flamingo-Hälfte des Panels benötigt (pro Panel 15 Euro auf dem Stoffmarkt) Die andere Hälfte (ich verrate noch nicht, was da drauf ist) werde ich noch anders benutzen, mal sehen, was ich daraus zaubere.

Für Ärmel und Kragen habe ich deutlich unter 50 cm verbraucht und für den Rückenteil ebenfalls knapp 50 cm. (Den Stoff findet ihr auch online bei verschiedensten Anbietern, allerdings minimal teuerer als bei mir, beim Stoffmarkt. Guckt mal hier: Klick!

Ich habe mir ein Schnittmuster ausgesucht, auf das Karl komplett draufpaßte und das unten gerade abschließt. Da bot sich die La Silla an, die ich ja wirklich sehr gerne nähe und trage. Ich habe in Größe 34 genäht und auf die Nahtzugabe verzichtet, so weiß ich mittlerweile, dass mir die La Silla von Schnittgeflüster gut paßt.

Die Taschen habe ich weggelassen, die tragen nur unnötig auf und ich gebe zu, ich benutze sie einfach nicht. Sind ein hübsches Feature, aber ich mag sie ohne Taschen lieber. Dazu schneide ich einfach keine Taschenbeulen in den Stoff und schneide gerade über die Taschen hinweg.

Außerdem habe ich türkisen Faden aus meinem Snaply Nähkoffer benutzt.

Da ich keine Overlock besitze, habe ich natürlich alles mit meiner Husqvarna genäht. Fakeoverlockstich und diverse Zierstiche. Da ich das Schnittmuster mittlerweile wirklich aus dem FF beherrsche, brauche ich für eine La Silla mittlerweile keine Stunde mehr.

Weitere La Sillas, die ich genäht habe, findet ihr hier, hier und hier!

Der Mann hat sich zwar kaputt gelacht, als ich mit dem Ding und meinen rosa Turnschuhen eben die Treppe runter getänzelt kam, aber egal, ich finde es wunderschön und mein Gott, wer hat bitteschön ein Flamingokleidchen?

Ich werde morgen die Königin im Büro sein, ganz klare Kiste und angepaßt kann ja jeder! Tragefotos gibt es dann morgen hoffentlich nachgereicht, aber gerade ist es schon viel zu dunkel hier und meine Haare sind wirklich nicht vorzeigbar…

Neben Karl ist übrigens auch die Schnecke Harriet auf meinem Kleidchen drauf, habt ihr sie schon entdeckt?

Ich hüpfe mit dem Beitrag mal ganz lässig zum RUMS rüber, da geht bestimmt schon die Post ab, da wollen Karl, Harriet und ich natürlich gerne mitmischen.

Mich würde übrigens interessieren, welche abgefahrenen Stoffe ihr zur Zeit so auf der Maschine habt oder was ihr aus Karl genäht habt, zeigt doch mal her!

Auf dem Stoffmarkt war ich übrigens mit Soluna, kennt ihr ihr Blog schon? Klick!

Soooo und hier sind die Tragefotos, hab noch nasse Haare, war nämlich etwas in Eile!

Außerdem habe ich damit den Mai für den Jahressewalong von Fräulein An erfüllt.

Das Thema war diesmal „Kleiderwahl“ und da paßt die La Silla doch super rein!

Meinen Januar findet ihr hier: Klick!

Den Februar hier: Klick!

Den März dort: Klick!

Und den April könnt ihr hier ansehen: Klick!


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Das Nachbarsbaby ist da!

Meine Schwiegermama verkündete mir, dass wir eine neue Nachbarin haben und das war Grund genug, mich hinter die Nähmaschine zu setzen und ein kleines süßes Ensemble für die junge Dame zu schneidern.

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Genäht habe ich das Raglanshirt von Mamahoch2 und die Hose Luis von Fadenkäfer, die mir tatsächlich etwas besser gefällt als die von mir bisher immer genähte Pumphose von Pattydoo.

Benutzt habe ich Jerseystoffe, bei denen ich leider nicht mehr weiß, ob sie von Staghorn, von Alles für Selbermacher, oder von Snaply waren, ehrlich keine Ahnung. Ich tippe allerdings auf Staghorn.

Das Raglanshirt kann ich mittlerweile blind nähen, so oft hab ich das schon gemacht, guckt hier und hier

Die Hose mußte ich mir erstmal genau ansehen, aber Dank der guten Anleitung mit vielen Bildern war auch das kein Problem.

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Genäht hab ich in Größe 50-56 und habe, da die Kleine etwas früh ist, die Nahtzugabe weggelassen, damit es kleiner ausfällt.

Wir hopse zum Freutag und zum Kiddikram

Äpfelschän oder der Hype auf Stoffe….

Vor einiger Zeit habe ich dieses superschöne Set von Verliebt und Zugenäht entdeckt: Klick!

Mir war sofort klar, das brauche ich für mich. Ich bin zwar nicht mehr ganz so klein und putzig, wie das süße Model von Verliebt und Zugenäht, aber mir gefiel die Kombination so gut. Ich folge der Seite nun schon so lange und sie näht so tolle Sachen für ihre wunderschöne kleine Tochter. Gefällt mir sehr.

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Ich hab mich also an dem Run auf die Stoffe von Mamas Liebchen beteiligt und den Stoff tatsächlich zur Direktbestellung (nicht vorbestellt) ergattert. Die Applebites und die Shapelines habe ich jeweils im verfügbaren Blauton bestellt, denn ich wollte ja das Set genau so nähen, wie von der Probenäherin gezeigt. Als Versanddatum war Anfang November angegeben. Damit konnte ich leben. Bestellt hatte ich Ende September.

Anfang November tauchten dann die ersten vernähten Applebites und Shapelines in den Nähgruppen auf und ich freute mich, dass meine nun sicherlich auch bald ankommen würden. Anfang November ging vorbei und ich fragte dann doch mal an, wie es mit meiner Lieferung denn aussähe. Zunächst keine Reaktion, obwohl meine Nachfrage gelesen wurde, dann eine Antwort, dass die verschickten Stoffe die Vorbestellungen wären, die Direktbestellungen erfolgten in kurzer Zeit. Das irritierte mich, bekommt man eine Direktbestellung nicht schneller als eine Vorbestellung, die ja erst noch produziert werden muß? Aber gut, ich hatte es nicht eilig.

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Dann tauchten in den Gruppen die ersten Beschwerden auf, die Stoffe färben aus, der Glitzer geht ab, für Stoffe, bei denen der Meter mehr als 20 Euro kostet ein No-Go, ich versuchte dennoch positiv zu denken und hab mich von den negativen Gedanken erstmal nicht anstecken lassen.

Anfang Dezember bekam ich dann eine EMail, dass meine Stoffe in den nächsten Tagen versendet würden. Nun ist es so, dass ich ja den Paketkasten besitze und daher sobald ein Paket zu mir unterwegs ist, darüber benachrichtigt werde, als nach 7 Tagen keine Benachrichtigung kam, dass meine Stoffe unterwegs wären, habe ich nochmal vorsichtig angefragt, auf meine Nachricht kam erstmal erneut keine Antwort, obwohl sie gelesen wurde, dann zwei Tage später die Antwort, dass man noch im Versand sei und meine Bestellung in drei Tagen (am Montag…) verschickt würde. Nun es dauerte noch weitere 7 Tage, bis ich das Paket dann in der Hand hielt.

Und dann die große Ernüchterung, die beiden Blautöne der Stoffe sind aus meiner Sicht überhaupt nicht kompatibel. Die Applebites haben ein sehr dunkles royales Blau, die Shapelines sind deutlich eher Petrolfarben. Ich bin da sehr genau und mag es nicht, wenn Farben nur so halb harmonieren. Ja, wenn man genau auf die Fotos schaut, sieht man auch da eine leichte Abweichung, aber nicht so krass, wie bei meinen Stoffen. Und ja die Stoffe heißen unterschiedlich, ich hätte es also bereits da erkennen können, hab aber leider nicht rechtzeitig geschaltet.

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Am Liebsten hätte ich trotzdem das Paket zurück geschickt.

Bock die Stoffe zu vernähen hatte ich auch nicht mehr und ganz ehrlich, bei Mamasliebchen werde ich trotz der fantastischen Stoffe und der guten Qualität nicht noch einmal bestellen. Ich fördere gerne kleine Shops, indem ich lieber dort kaufe, als beim Großhändler. Ich warte auch gerne länger auf meinen Stoff, wenn mir dies gut und schlüssig kommuniziert wird. Aber die begleitende Kommunikation war hier schlecht und irritierend, zumal auf der Facebook-Seite ständig verkündet wurde, es wären jetzt alle Bestellungen versandt und ich davon ausging, mein Stoff wäre nun auch unterwegs. Ich habe auch Verständnis, dass man nicht jede Nachricht sofort beantworten kann, aber mehrere Tage keine Reaktion und dann nicht mal eine kleine Entschuldigung in einer der Nachrichten, die man austauscht, wenn der Versand sich nicht nur um ein paar Tage, sondern um Wochen verschiebt, aus meiner Sicht ein No-Go. Ja, mit dem Ansturm konnte keiner rechnen, ja, der kleine Shop hat sich offensichtlich übernommen, ja, ich könnte ihnen noch eine Chance geben, mag ich aber grad nicht. Vielleicht ändert sich das, wenn dann doch noch mal der Superstoff auftaucht, aber grad im Moment bin ich einfach bockig.

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Immerhin sind die Stoffe bei mir in der Waschmaschine nicht ausgefärbt und haben ihren Glitzer auch nicht verloren, obwohl ich mich nicht an die beigefügte recht umständliche Waschanleitung gehalten und einfach alles in die Waschmaschine gestopft habe, solche hochwertigen und kostspieligeren Stoffe müssen aus meiner Sicht die normale Waschmaschine abkönnen.Tun sie das nicht, haben sie es nicht verdient als Kleidung in meinem Schrank zu liegen. Das haben sie ja dann aber auch locker weggesteckt.

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Etwas ärgerlich fand ich die aufgeklebte Waschanleitung auf den Shapelines, die leider, genau über den Glitzerstreifen klebte und dem Glitzerstreifen sieht man auch an, dass dort etwas geklebt hat, nachdem ich sie entfernt hatte.

Nun lagen also die Stoffe hier und ich ärgerte mich eigentlich jeden Tag, dass meine geplante Kombi, mit den abweichenden Farben einfach nicht paßte. Vor ein paar Tagen habe ich dann einfach zum Rollscheider gegriffen und mir aus den Applebites eine La Silla von Schnittgeflüster zugeschnitten und aus den Resten ein Raglanshirt von Leni P.

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Die La Silla habe ich in Größe 34 genäht und keine Nahtzugabe zugegeben, damit sie bei mir (ich trage sonst Größe 32-34 / 158 cm / 52 kg) schön körperbetont sitzt und ich habe sie etwas gekürzt. Ich habe die Taschen diesmal weggelassen und die Variante mit dem kleinen Stehkragen gewählt.

Unten habe ich einfach den Saum sehr breit eingeschlagen und mit einer doppelten Naht abgesteppt, an den Ärmeln habe ich das Ganze in schmaler gemacht. Beim Kragen habe ich darauf geachtet, das die Äpfelchen des Umschlags genau nach oben zeigen.

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Zuschnitt und Nähzeit waren weniger als 2 Stunden, wobei das Schnittmuster schon geklebt war, weil das ja schon meine dritte La Silla war, allerdings hab ich beim Zuschnitt ziemlich gebastelt um so wenig Stoff wie möglich zu verbrauchen. Meine zweite La Silla findet ihr hier: Klick!

Verbraucht habe ich deutlich weniger als 1,5 Meter Stoff und konnte alles im Fadenlauf zuschneiden. Aus dem Rest habe ich dann noch Vorderteil und Rückenteil des Raglanshirts machen können und habe nun noch kleine Reste für Babysachen. Genäht habe ich mit Garn aus dem Snaply Garnkoffer in dunkelblau.

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Das Raglanshirt habe ich in Größe S genäht und auf die Nahtzugabe verzichtet. Auch hier hab ich die Säume einfach eingeschlagen und keine Bündchen angenäht, sondern einen hübschen Schlangenlinienzierstich verwendet. Am Halsausschnitt habe ich mich zum ersten Mal an einem elastischen Einfassband probiert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Ärmel habe ich aus Resten von Ankes Pulli zugeschnitten. Nähzeit waren knapp 30 Minuten, Zuschnitt vielleicht 10 Minuten, ein Ruckzuckprojekt quasi.

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Was ich aus den Shapelines machen werde, weiß ich noch nicht genau, aber dieses Bild hier von den Fines in verschiedenen Farben gefällt mir sehr gut: Klick! Vermutlich wird es also eine Fine werden, mal gucken.

Entschuldigt, dass ich auf den Tragebildern etwas durch den Wind aussehe, aber ich hab die letzte Woche mit Bronchitis und ziemlichen Entzündungswerten hier herumgelegen, kaum geschlafen und gegessen, die kranke Frau Katze versorgt und mit ihr auf dem Boden geschlafen und sehe entsprechend immernoch etwas fertig aus.

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Ich hopse mit meinem Kleidchen also ab zum Me Made Mittwoch !

Und natürlich zu Mittwochs mag ich von Fräulein Pfau!

P.S.: Einige andere Stoffvertriebler haben mittlerweile ähnliche Stoffe mit kleineren oder größeren Äpfelchen auf den Weg gebracht, kann man kaufen, ich persönlich mag diese Kopien nicht und finde es ein wenig einfallslos auf einen solchen Erfolgs-Zug durch Kopieren mit aufzuspringen. Die originalen Applebites gab es nur und ausschließlich bei Mamasliebchen. Und ja der Stoff ist nicht günstig, kopieren ist aber nicht fein.

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Die flotte Milly

Ich hatte ja vor kurzem ziemliche Probleme mit der Telekom und bevor ich am Telefon eskalieren konnte, hat mir mein ganz persönlicher Weihnachtsengel unter die Arme gegriffen und das mal eben in die richtigen Bahnen geleitet.

Das hat mir so geholfen und ich war so dankbar, dass ich flott eine Milly genäht und ein Dankepäckchen gepackt habe.

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Für die Milly habe ich Baumwolle von „Alles für Selbermacher“ mit Sterndruck in drei verschiedenen Farben genutzt.

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Das kostenlose Schnittmuster der Milly samt Video findet ihr hier: KLICK!  Absolut anfängertauglich und sehr einfach.

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In das Dankepäckchen kamen dann noch ein wenig Schoko, Trinkschokolade von der Rösttrommel, Tee und ein total nettes (hihi) Kärtchen und schon war das Dankepäckchen fertig.

Mehr Millys findet ihr hier, hier und hier!
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Der Horrorrock….oder ICH RASTE AUS! (Jahres-Sew-Along Januar)

Bereits vor Wochen habe ich in der Burda 1/2017 einen Rock gesehen, der genau meinem Stil entsprach. Schön eng, bis übers Knie und dann hinten raffiniert geschnitten. Der Rock gefiel mir ausnehmend gut. Ein Blick auf die Anleitung (Schwierigkeit: mittel (hahahaha) 3) und ich habe jeden Traum von diesem Rock begraben. Ich nähe erst seit wenigen Monaten und das lag weit weg von dem, was ich mir zutrauen würde. Von nahtverdeckten Reißverschlüssen war da die Rede, von Futterstoff und Belegen und Falten. Dazu sollte der Rock aus einem nicht elastischen Stoff genäht werden, sprich, ich kann weniger Schummeln und hier und da etwas ziehen, wenn es nicht passt.

Ich legte den Wunsch also zur Seite, bekam den Rock aber trotzdem nicht aus dem Kopf.

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Dann war ich in der Mittagspause bei Alfatex in den Kalk Arcaden in Köln und die hatten einen wunderschönen Feincordstoff krass reduziert für 5 Euro den Meter. Rostfarben mit einem leicht blauen Schimmer, durch blaue Fäden im Cordteil. Nun bei 5 Euro pro Meter kann man nichts falsch machen, ich dachte an den Rock in der Burda und kaufte mal locker 3 Meter, falls ich viel Verschnitt hätte, falls es im Chaos enden würde, oder eben für einen passenden Blazer, falls ich mich doch nicht so dusselige anstellen würde. Auf dem Foto hier sieht man den blauen Schimmer am Besten, ich hab keine Ahnung, wie man das nennt, aber ich fands ziemlich cool.

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Dann lag der Stoff hier rum.

Ich schlich um den Schnitt und traute mich nicht. Immerhin pauste ich schon mal das Muster vom Bogen ab und war danach noch frustrierter, weil ich wirklich nicht die geringste Ahnung hatte, wie das zusammenpassen sollte. Das waren Formen, die für mich einfach nicht richtig zu kombinieren waren. Nahtzahl? Links auf Rechts? Rechts auf Links, Futterstoff überziehen? Kein Plan, natürlich hätte ich Soluna um Hilfe fragen können, die wohnt ja quasi neben an und ist ja Näh-Fachfrau, aber nein, ich wollte das alleine machen. Ganz alleine.

Es vergingen weitere Tage und ich sah mißmutig immer wieder auf den Stoffstapel und die Anleitung. Nun gut, letzte Woche bestellte ich dann den notwendigen nahtverdeckten Reißverschluss und die Vlieseline, sowie das Bügelband und den Futterstoff. Von den letzteren drei Sachen hatte ich noch nicht mal ansatzweise eine Ahnung, wozu das auch nur gut sein sollte.

Außerdem schnitt ich den Rock zu, natürlich mit Hilfe von Frau Katze, alleine kann ich sowas ja nicht:

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Da ich ja bereits weiß, dass mir Burdaschnitte zu groß sind und diese auch runter nur bis Größe 36 gehen und ich ja nun mal mehr so der zwergenhafte Mensch bin mit meinen 158 cm und 52 kg, habe ich mutig einfach die Nahtzugabe weggelassen, um so grob und ungefähr in der für mich passenden Größe 32/34 anzukommen. Wenns nicht geklappt hätte, hätte ich ja noch Reststoff für einen zweiten Versuch gehabt.

Heute war es dann so weit. Ich hatte meine Ruhe, hab mir einen Smoothie gemacht, feministische Podcasts gehört und der Mann hat mich, abgesehen von einem Kurzbesuch mit Streuselkuchen und Kaffee (Da hat er mich brüllen gehört und wollte gucken, ob ich die Katze töte oder sonst irgendwie Hilfe bräuchte.) auch in Ruhe gelassen. Ich konnte also konzentriert vor mich hin arbeiten.

Ehrlich gesagt, die meiste Zeit hatte ich keine Ahnung, was ich da tue, sondern habe mich einfach stumpf an die Anleitung gehalten. Nahtzahl 3 an Nahtzahl 3, Stoffstück 1 an Stoffstück XY. Das Ganze sah nach allem aus, aber nicht nach einem Rock.

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Beim Einsetzen des Reißverschlusses wäre ich fast verzweifelt, der war alles, aber nicht nahtverdeckt. Irgendwann hab ich kapituliert, meinen Reißverschluss sieht man jetzt halt, egal. Er ist blau, das paßt zu den dünnen blauen Schimmerfäden im Cordstoff und wem das nicht gefällt, dass ich da einen Reißverschluß am Po hab, der soll halt woanders hingucken.

Letztlich hatte ich dann den „Außenrock“ aus Cord fertig genäht. Nun sollte der Beleg vom Bündchen einfach links auf rechts an den Futterstoff genäht werden.

Ich schwöre ich habe den Beleg 6 Mal an den Futterstoff genäht, in verschiedensten Variationen, keine Ahnung, welche die Richtige gewesen sein könnte. Am Ende sah es hier so aus:

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Und der blaue Futterstoff flog in die Ecke. Ganz ehrlich, wer braucht schon so einen blöden Futterstoff?

Ich hab also auf das Innenfutter verzichtet und den Bündchenbeleg einfach total cool freestyle oben an den Rockbund genäht. Hält, paßt, wackelt und hat Luft. (Meine Püppi hat eine etwas zu breite Kiste für den Rock… hehe.) Aber auf den Bildern sieht man das Bündchen schön.

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Dann hab ich den Rock um 4 cm gekürzt, da auch die Länge eher nicht auf mich mit meinen 158 cm ausgelegt ist. Anschließend versäumt und fertig war mein Rock.

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Ich bin so unfaßbar stolz. Es ist gänzlich egal, ob da das Rockfutter fehlt und ob die Falten an der einen Seite in falsche Richtung gefältet sind (hab ich eben erst beim Fotos machen gesehen), das ist mein Meisterstück, mein erstes Kleidungsstück aus nicht elastischem Stoff und es paßt perfekt. Es dürfte keinen cm enger oder weiter sein. Er sitzt optimal. Ok, man sieht den Reißverschluß, aber mal ganz ehrlich, das ist mir sowas von egal.

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Ich habe einen Rock genäht! Stellt euch Tom Hanks vor, der brüllt: „ICH HABE FEUER GEMACHT!“, genauso renn ich hier grad herum. Der Mann fragte dann, ob der Rock nicht zu eng wäre, zum Sitzen und ich bekam ein wenig Angst, denn er sitzt ja wirklich recht knapp. Zack hingesetzt und auch das ist kein Problem. Also keinen Stehrock genäht. Puuuuh!

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Verbraucht habe ich:

1x Reißverschluss (nahtverdeckt) 22 cm in blau

1 m Cordstoff (weil dusselig zugeschnitten, man kommt für Größe 32/34 auch mit etwas weniger hin.)

1 m Futterstoff (weggeschmissen, weil komplett zerrissen aus Wut beim 6. Mal auftrennen… hust.)

10 cm Vlieseline G785

44cm Vlieseline Bügelband

Reine Nähzeit: 4 Stunden (Mit Auftrennen, Annähen, Auftrennen, Annähen…. Puzzeln.)

Zuschnitt: 35 Minuten

Bügeln: 10 Minuten

Mein Basisteil für den Jahres Sew Along von Fräulein An ist somit fertig und ich nehme gerne an ihrem Januar Link-Up teil!

Für den Januar hieß das Thema ein Basic-Teil nähen. Nun den Rock kann ich super kombinieren mit T-Shirt etwas lässiger, mit Bluse sehr schick, mit Blazer geschäftsmäßig. Ich denke, damit hab ich das Basic-Teil erfüllt.

Das nächste Thema im Februar ist „gezipptes“, da würde ich mich dann gerne an meine Softshell-Jacke mit Reißverschluß wagen, aber mal sehen, vielleicht mach ich auch einfach noch einen solchen Rock und versuche diesmal den Reißverschluß tatsächlich nahtverdeckt hinzubekommen. Wir werden sehen.

Hier übrigens die Liste der Nähprojekte von Fräulein An:

https://jetztkochtsie.files.wordpress.com/2017/01/afed5-sew-along1.png?w=584

Außerdem hopse ich ins Link-Up beim Creadienstag und bei den Dienstagsdingen.

Außerdem zum Handmade on Tuesday!

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Frau Fussi kriegt ein Burdakleidchen

Genau jetzt, wenn dieser Post online geht, hat Frau Fussi ihr neues Kleidchen in den Händen und ich steh vermutlich weinend daneben, weil es mir so gut gefällt und ich es am Liebsten behalten hätte. Wenn ich mir beim Zuschneiden allerdings ein wenig Mühe gebe, dann bekomme ich aus den Resten nochmal ein Kleidchen für mich gezaubert. Schauen wir mal.

Frau Fussi hat heute zum Stricktreff geladen und eigentlich wollte ich ihr nur ein Malbuch mitbringen, weil sie auf Malbücher für Erwachsene halt steht und dann hat mich aber der Stoff die ganze Zeit angeguckt und ich hab um 19:14 h gestern abend gedacht: „Ach komm, nähste ihr halt ein Kleid. Wo ihr dein Burdakleidchen doch so gefallen hat.“

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Gesagt getan, jetzt ist es 22:14 h und das Kleidchen ist komplett fertig, fotografiert und verpackt. Netto Nähzeit vielleicht 1,5 Stunden (hauptsächlich wegen des dummen Zierstichs an den Ärmeln, der mich echt Nerven gekostet hat, keine Ahnung, warum der immer den Stoff fressen wollte… ) Zuschnitt etwa 20 Min. Vorallem, weil ich hier und da ein bißchen anpassen mußte, Frau Fussi ist zwar genauso klein wie ich, hat aber etwas mehr Schulter, also mußte ich da ein wenig dazuschummeln und woanders ein bißchen wegschummeln. So sollte es passen, braunen Gürtel drauf, super!

Genäht habe ich den Burdaschnitt 112 aus der 12/2106 Burda Style in Größe 36. Den hatte ich ja für mich schon mal genäht und wußte daher, dass er recht groß ausfällt und hab direkt die Ärmel 20 cm kürzer gemacht, außerdem auf die Nahtzugabe verzichtet und das Kleid an sich auch 5 cm gekürzt. Außerdem habe ich keinen Reißverschluss eingenäht, den braucht bei Jersey nun wirklich niemand und daher auch das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten und nicht nachträglich zusammen genäht.

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Diesmal hab ich auch endlich die Konstruktion des verdammten Halsbündchens kapiert und es paßt diesmal perfekt. Bei meinem ersten Kleidchen war das ein echter Krampf, diesmal ist der Groschen gefallen, manchmal braucht man ein wenig länger. 🙂

Genäht habe ich aus Stoff vom Stoffmarkt verbraucht habe ich etwas mehr als einen Meter, vorallem deshalb, weil ich den Ärmel dusselig platziert hatte, sonst wäre es weniger gewesen. Am Ausschnitt habe ich das vorgesehene Bündchen genäht, an den Ärmeln hab ich einfach umgeschlagen und mit einem Zierstich abgesteppt, ebenso am unteren Rand.

Der Schnitt gefällt mir immer besser vorallem die Ärmel mit der weiten Trompetenform ist einfach schön.

Der Stoff ist schön luftig, leicht und dehnbar und der sehr tiefe V-Ausschnitt sorgt für einen schönen Sitz.

So, jetzt hoffe ich noch, Frau Fussi gefällt es und falls nicht, hab ich das Malbuch immer noch dabei. 🙂

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Bessere Fotos gibt es hoffentlich später, wenn Frau Fussi das Kleidchen übergeschmissen hat.

 

EDIT: TADA!

Frau Fussi mit Kleidchen! Ist das Schick oder schick?

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Ein Pulli für die Maschenprobenuschi

Die Maschenprobenuschi hatte zwar schon im September Geburtstag, aber irgendwie hatte sie noch kein Geschenk bekommen, na gut, sie hatte auch nicht wirklich eingeladen, bzw. es war zu keinem Termin gekommen, weil wir aber ja auch gemeinsam in NY waren und ohnehin alle immer so schrecklich busy sind.

Nun waren wir beim Racletteabend von Käseglück und da hab ich dann vorher schnell das Geburtstagsgeschenk für Frau Maschenprobenuschi gebaut und zwar war das mein Partnerlookpussy-Pulli. Ich hatte für mich selbst ja eine La Silla als Kleidchen genäht. Die Maschenprobenuschi bekam eine als Pulli. Da sie ein kleines Bißchen größer ist als ich, habe ich den Pulli in Größe 34 minimal verlängert und in der Weite beidseitig einen cm weiter genäht. Die Ärmel habe ich so belassen und ich habe mich für den Stehkragen entschieden.

Verbraucht habe ich etwa 40cm vom Rehleinstoff in Pink und etwa 70 cm vom hellblauen Sweat und 60 cm vom dunkelblauen Jersey.

An den Ärmeln gab es das Bündchen für Faule und am Rumpf ein Bündchen aus dem hellblauen Sweat.

Das Schnittmuster gibt es bei Schnittgeflüster: Klick!

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Jetzt näht sie auch noch

Seit Jahren steht hier nahezu ungenutzt eine Nähmaschine im Keller. Meine schöne Toyota stand hier herum, wurde von rechts nach links geschoben, aber so wirklich auseinandergesetzt haben wir zwei uns nicht miteinander.

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Letzten Samstag hatte ich dann Besuch von Frau Feierabendfrickeleien und die hat mir das Gerät mal ordentlich erklärt und erläutert und wir haben uns dann gemeinsam an ein Schnittmuster gewagt. Ein Utensilo von Pattydoo sollte es werden und ist es schließlich auch geworden.

Zunächst mußte ich zuschneiden, Schnittmuster kleben und Stoff schneiden.

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Dann habe ich gelernt, was Vlieseline ist und wie man sie aufbügelt. Und dann ging es ans Nähen. Das war so einfach und flugs fertig, dass ich immer noch ganz geflashed bin. Warum hab ich damit nicht eher angefangen?

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Da ich ja Frau Feierabendfrickelein bei mir hatte, habe ich hier das Nähvideo von Pattydoo nicht benötigt. Sie hat mir das mal eben hopplahop flott erklärt.

Im Anschluss hab ich sie dann zum Dank bekocht mit Steaks, Maiskolben und Pimientos de Padron.

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Leider hab ich dann abends noch irgendwie meine Toyota Nähmaschine geschrottet, nichts ging mehr, da die aber ohnehin so lange ungenutzt war, hab ich sie einfach zur Inspektion zu Nähtechnik Seidel gebracht. Die waren sehr freundlich und ich bin gespannt, ob man mir meine Maschine wieder repariert kriegt. Nun wollte ich aber ja weiter nähen und da hat Frau Feierabendfrickelein mir ihre Maschine zur Verfügung gestellt und nun nähe ich auf einer Husqvarna Viking und habe sehr viel Spaß dabei. Jeden Abend in dieser Woche habe ich ein wenig an meiner Susie von Pattydoo gefeilt. Das ist eine kleine Kosmetiktasche mit Reißverschluß und Kellerfalten.

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Das sieht so überhaupt nicht anfängertauglich aus, ist aber wirklich nicht schwer und man lernt gleich ein paar wichtige Dinge, einen Reißverschluss einzunähen zum Beispiel und Kellerfalten legen und eine Innentasche nähen.

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Hier und da hab ich ein wenig geflucht, weil ich nicht soooo sauber zugeschnitten hatte, weil ich mit der Bastelschere hantiert habe, weil mein Rollschneider und die Schneidematte von Snaply erst am Dienstag kamen. Außerdem war der Reißverschluss zu lang und ich hab ein bißchen krumm genäht. Letztendlich bin ich mit meinem ersten Täschlein aber sehr zufrieden.

Das ist wirklich nicht so schwer und ich bin verblüfft, wie flott man dann mit sowas fertig ist.

Der Vollständigkeit halber auch noch ein Bild vom fertigen Utensiol, das hat meine Mama schon am Sonntag geschenkt bekommen.

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Herzlichen Dank Frau Feierabendfrickelein, dass du mich an diese neue Zeit und Geld fressende Hobby herangeführt hast. Ich würde am Liebsten nur noch nähen… seufz…