Lonely Planet – Die Welt

Aktuell könnt ihr bei mir ja, wenn ihr auf Instagram am #machdasUFOfertigKAL teilnehmt zwei Bücher gewinnen. Zum einen Lonely Planet – Die Welt, zum anderen German Roamers. Der KAL läuft noch bis zum 31.01.2018 und es wird ausgelost unter jedem, der den Hashtag #machdasufofertigKAL nutzt. Die Verantwortung für das Gewinnspiel liegt allein bei mir und der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Das Gewinnspielbuch wurde gesponsort vom Dumont Reisebuchverlag.

Aber kommen wir zum Buch, neben der Ausgabe, die ich verlose, habe ich nämlich auch eine für mich und die gebe ich NIEMALS wieder her.

Aber fangen wir vorne an.

Lonely Planet Reiseführer schätze ich sehr, ich finde, ihnen haftet immer so ein wenig Backpacker-Freiheits-Nomaden-Duft an und sie sind häufig sehr viel mehr auf junge Reisende ausgelegt, als andere Reiseführeranbieter, auch wenn sich da auf dem Markt gerade einiges tut.

Da Buch hat das übliche Lonely Planet Format und ist natürlich deutlich dicker, als jeder andere Reiseführer. Das Wackelbild vorne drauf ist gelungen und zeigt je nach Kipprichtung die westliche oder östliche Hemisphäre, das gefällt mir, ich mag solche netten kleinen Spielereien.

Meine Rezension bezieht sich auf die zweite Ausgabe dieses Mammut Reiseführers.

Vorne befindet sich ein Inhaltsverzeichnis. Beginnend mit dem Kapitel „Einmal rund um die Welt“, „Weltkarten“, „Gut zu wissen“, ‚Wie wär’s mit?“ und Reiserouten. Danach folgen in alphabetischer Reihenfolge die Länder dieser Erde, angefangen mit Afghanistan, über Brunei Darussalam, Macao, Pitcarininseln und Thailand bis nach Zypern. Am Ende des Buches befindet scih ein Register und die Danksagung.

Sehr gut hat mir die alphabetische Gliederung gefallen, die es einfach macht auch unter 221 Ländern, zu finden, was man sucht. die Länder sind alle farblich gedruckt und so erkennt man auf welchem Kontinent sie sich befinden, falls man dies nicht weiß. Auch das fand ich gut, denn ich kann noch ziemlich sicher sagen, dass der Oman in Asien ist, Guam hätte ich aber zum Beispiel nicht sicher verorten können und Vanuatu hab ich tatsächlich noch nie gehört. Da fand ich den Farbcode für Africka, Amerika, Antarktis (ok, da befindet sich nur Antarktika, aber wir wollen ja vollständig sein), Asien, Australien/Ozieanien und Europa sehr gut.

„Rund um die Welt“ ist ein kurzes Vorwort, das Lust aufs Reisen macht sich auf Sehenswürdigkeiten, Städte und Naturwunder allgemein bezieht. Danach folgen Weltkarten (topografisch und politisch), die aber wirklich nur der groben Übersicht dienen. Hat mir aber gefallen, da ich zur Navigation ohnehin eher eine App nutze, als eine Karte.

Im Abschnitt „Gut zu wissen“ gibt es alles an Fakten, was man sich als Weltreisender wünscht, eine Übersicht über Zeitzonen, Wechselkurse (grob), zu den gesprochenen Sprachen, notwendige Visa oder Reisedokumente. Nice to know und recht allgemein gehalten, es wäre aber ja auch schwierig hier für die ganze Welt allgemein gültige Fakten nieder zu schreiben.

„Wie wär’s mit“ hilft einzusortieren, was einen interessiert, was man tun möchte und erwartet.

So gibt es hier die Kategorie „Wie wär’s mit Strandparadiesen?“, „…kulturellen Events?“, „…Abenteuer?“, „…Naturwundern?“ und einigem mehr. Dazu passend werden dann Reiseziele genannt und kurz umrissen. Um zu planen, was man sehen möchte, wohin man reisen möchte und was man erleben will, fand ich das sehr praktisch und eine Nette Art sich den teilwese ja doch sehr fremden Ländern zu nähern.

Dann folgt ein Abschnitt mit Reiserouten für die Reise auf jeweils einem Kontinent. Genaue Zeitangabe, Start und Zielpunkt und Vorschläge für Zwischenstopps. Leider hier sehr kurz gehalten, das hätte ruhig ein wenig intensiver beschrieben werden können. Von 2- 6 Monaten Reisezeit ist alles dabei.

Anschließend kommt der Haupteil, jedes Land wird kurz vorgestellt, die wichtigsten Fakten vermittelt und Highlights beschrieben. In einem kleinen Kästchen wird die beste Reisezeit genannt, was ich ein wirklich gutes und übersichtliches Feature fand. Dazu eine Karte und das war es auch schon. Jedem Land wird mindestens eine Doppelseite gewidmet, vielen Ländern auch mehr. Hier wird sich wirklich auf die notwendigen Fakten und Empfehlungen beschränkt. Die Informationen sind absolut ausreichend, um sich einen groben Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, will ich dorthin oder will ich es nicht. Genau dafür ist das Buch aus meiner Sicht auch super geeignet. Die Reiseplanung über mehrere Länder hin weg und über verschiedene Kontinente länger am Stück. Für Details zu bestimmten Ländern, wenn man sich dann entschieden hat, wo die Reise hingehen soll, kann man sich sicherlich noch weitergehende Literatur besorgen, aber um abzustecken, was man sehen will, in welche Richtung es gehen soll und zur Vermittlung erster Informationen fand ich den Lonely Planet wirklich super. Mich hat er auf jeden Fall animiert auch mal outside the box zu denken und über Reiseziele nachzudenken, die eher nicht auf der normalen Ferienliste stehen.

Mir hat der Lonely Planet „Die Welt“ wirklich extrem gut gefallen. Das ist ein Nachschlagewerk und sicher auch für ältere Kindere bereits toll, sich anzusehen, was es auf unserer Erde alles gibt.

Daumen hoch, ganz große Empfehlung.

Die beste Stadt der Welt Köln / Berlin

Ich persönliche schätze ja Reiseführer der etwas anderen Art, so fand ich zum Beispiel ja „Mach’s in Köln“ super oder auch 50 Maps New York.

Seit kurzem gibt es von Marco Polo die „Beste Stadt der Welt“-Reihe Berlin, Köln, Stuttgart, Wien, München und Frankfurt kann man da kaufen. Ich habe Berlin und Köln hier liegen. Weil Köln meine Wahlheimat ist und Berlin zu den Städten gehört, die ich einfach unwahrscheinlich mag. Na gut auch ein bißchen, weil es so schön zu unserem neuen Podcast dem Frickelcast paßte, bei dem ja ich aus dem Kölner Umland sende und Stefanie Feierabendfrickeleien aus Berlin zugeschaltet ist.

Ich habe mir also „Die beste Stadt der Welt – Köln“ und „Die beste Stadt der Welt – Berlin“ angesehen. (Affiliate Links)

Aufgebaut sind die Bücher ähnlich wie die normalen Marco Polo Reiseführer, nur ein wenig netter und hübscher designed, mit weniger Augenmerk auf die typische Touristik und etwas frecher und jünger in der Sprache. Außerdem fehlt die übliche Übersichtskarte am Ende, stattdessen gibt es einen sehr coolen und schön gestalteten Wandkalender mit Veranstaltungstips. Das ist aus meiner Sicht sehr gelungen und gefällt mir gut.

Im Einband finden sich die 10 Marco Polo Insider Tipps, für Köln beispielsweise eine Kaffeerösterei, ein Wellnesstempel und Streetfood, für Berlin das Essen im Nilpferdhaus des zoologischen Gartens, Base Flying und Spätstück. Ihr merkt, diese Reiseführer sind ganz klar eher auf jüngeres Publikum ausgerichtet.

Innen drin ist der Reiseführer in 7 Teile aufgeteilt. Alltagshelden Montag bis Freitag, Feieralarm, Wochenende – ganz gediegen, unterwegs mit, Hunger? Gegessen!, Essen? geht auch und zu guter Letzt „Die Jahreszeiten im Stadtviertelcheck.

Man startet also mit den Alltagshelden, da geht es los mit Frühstückslocations mit dem gewissen Etwas, Lunchtime, Kaffeekatsch und dem Abendessen. Die Tipps hier waren alle samt sehr aktuell, sehr gut und nicht zu abgehoben teuer. Viele der Vorschläge aus Köln, „Zum scheuen Reh“, „Zeit für Brot“, Roonburg und co empfehle ich selbst häufig. Die Empfehlungen für Berlin waren mir fast alle neu, was ich als sehr erfrischend empfand, als immer wieder die gleichen Empfehlungen in jedem Reiseführer zu lesen.

Es folgt der Feieralarm, der sich gliedert in Grundlagen schaffen, Vorglühen, Clubhopping, Mädelstour und noch ein paar Rubriken mehr. Auch hier findet man neben den Klassikern, wie Wurst Willy, auch neuere Empfehlungen, etwas schade fand ich, dass man sich hier teilweise wiederholt und Empfehlungen aus dem ersten Abschnitt erneut benennt, das wäre nicht nötig gewesen.

Sehr gut haben mir hier die Vorschläge für Feiertouren gefallen. Wo startet man, wo geht man wann hin, wo kann man wirklich lange tanzen, das war wirklich sehr cool und schön gezeichnet.

Im Abschnitt Wochenende – ganz gediegen geht es weiter, leider hier für mich sehr Foodlastig, da hätte es ruhig auch ein wenig Kultur geben dürfen. Schön hingegen die Ideen für einen Regentag, da war aus meiner Sicht für jeden was dabei. Ähnlich cool auch die Vorschläge für Ausflüge außerhalb der Stadt.

Im Abschnitt „Unterwegs mit…“ ist man wieder kreativ, mit den kleinen Monstern, den Schweigermonstern, Hasi oder auch den Freunden, für alles gibt es Ideen. leider auch hier für mich zu viel Essen. zu wenig Kultur und Unterhaltung, das ging nochmal besser, finde ich. Essen ist wichtig, keine Frage, aber eben nicht alles.

Auch im Abschnitt Hunger? Gegessen! Geht es wieder ums Essen, sicher nicht schlecht und mit sehr guten und auch außergewöhnlichen Empfehlungen, von denen ich mir sehr viele notiert habe. Hier gibt es dann aber auch Empfehlungen zur sportlichen Betätigung. Sehr gelungen.

Besonders habe ich mich hier auch das Munchs Hus zu finden, wo ich ja schon zweimal Speisen war und es war echt fantastisch. Sehr sehr lecker, eine große Empfehlung für alle Berlinbesucher. Oder auch in Köln das Fishermans und Josephs, beides eher für den größeren Geldbeutel, aber sehr gut. Enttäuscht hat mich, den vierten König nicht zu finden, das für mich derzeit beste Restaurant in Köln.

Kurz, ein sehr foodlastiger Reiseführer, der sehr modern gehalten ist und vorallem für junge und hippe Reisende oder auch Einheimische ausgelegt ist, die ihre Stadt neu entdecken wollen. Mir hat das wirklich sehr gut gefallen, hat meinen Geschmack getroffen und trotz kleinerer Mäkeleien würde ich das als Vorbereitung auf eine Reise oder auch als kleines Mitbringsel absolut empfehlen. Vorallenm das Design fand ich sehr ansprechend. Das lockert auf und macht Spaß.

Meeresrauschen

Bereits  vor einiger Zeit habe ich den wunderschönen Bildband „Meeresrauschen“ von Dumont erhalten.

Ich habe ja eine etwas gespaltene Einstellung zu Wasser. So lange ich mich nicht im Wasser, sondern nur in der Nähe oder darauf befinde, ist alles gut. Ich liebe es, dem Meer zu zusehen, ich schaue auch gerne Dokumentationen über das Leben im Wasser, ich liebe Teiche und den Wind am Strand, was ich nicht kann, ist auch nur einen Zeh ins Wasser zu strecken. Das kostet mich wirklich Überwindung, sogar im Schwimmbad fühle ich mich unwohl und zwar nicht nur da, wo ich nicht stehen kann, sondern selbst im Fußbecken, wo mir das Wasser gerade mal bis zum Knöchel reicht. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Ich bin nie fast ertrunken, ich kann schwimmen (leidlich gut) und ich habe auch sonst keine schlechten Erfahrungen mit Wasser gemacht, trotzdem liebe ich das Meer sehr viel mehr, wenn ich mich nur am Rand befinde und ihm zusehen kann.

Meeresrauschen – vom Glück, am Wasser zu sein“ ist daher genau das Richtige für mich, ein wirklich toll aufgemachter großer Bildband mit einem wunderschönen Einband, der auch haptisch an Wasser und Strand erinnert. (Einfach mal drüber streicheln, wenn ihr ihn seht.)

Das Buch ist extremhochwertig verarbeitet, die Seiten sind toll dick und haben einen schönen klaren Schimmer. Ich mag sowas ja sehr, wenn mit Drucktechniken und Farben gespielt wird und dabei dann so ein gekonntes Ergebnis bei rum kommt, dann gefällt mir das.

Im Vorwort wird angekündigt, was einen erwarte, Geschichten. Bilder, Essays und Meeresmenschen, tolle Sprache, das macht neugierig. Dann kommt ein kleiner Einstieg, der sich mit der Beziehung von Mensch und Meer beschäftigt und der mir sehr gut gefallen hat. Es wird sehr weit Bezug auf alles genommen, was Mensch und Meer bewegt.

Als nächstes gibt es ein Meeres-ABC, eine kleine Stichwortsammlung zum Thema mit Ideen, Wissenswertem, Anekdoten und Erklärungen.

Das Buch ist unterteilt in 4 Abschnitte, An der Ostsee, An der Nordsee, Am Atlantik und Am Mittelmeer heißt es da. Jeder Abschnitt besteht aus beeindruckenden teilweise doppelseitigen Bildaufnahmen kombiniert mit sehr schönen Sprüchen.

Jeder Abschnitt beginnt mit den „harten“ Fakten zur jeweiligen See.

Anhand einer toll gezeichneten Karte wird gezeigt, was dieses Gebiet ist und was nicht. Es werden historische Daten erwähnt und für Menschen, wie mich, die so ein wenig unnützes Wissen immer gerne aufsaugen, wie ein Schwamm ist das wirklich toll.

Am Beispiel der Ostsee wird hier erzählt, wann sie zuletzt zugefroren war, dass an ihr der erste Strandkorb erfunden wurde und der Salzgehalt wird errechnet.

Dann folgt je ein Bericht zu Hiddensee und einer zu Fischland-Darß-Zingst, die reiselustig stimmen und am Ende auch mit Reisetipps aufwarten. Dann wird die neue Trendsportart „Longe Cote“ vorgestellt, Paddeln ohne Boot, hört sich verrückt an, macht aber offenbar Spaß, schaut mal hier, findet ihr mehr Informationen dazu: Klick!

Das Buch macht einen Ausflug nach Danzig und Liepaja (Hier will ich unbedingt hin, wer fährt mit mir nach Lettland?)

In 10 Fragen wird sich dem Thema der Flaschenpost genähert und ich werde definitiv in diesem Jahr eine auf den Weg schicken…. mal sehen wo. Auch Litauen statten wir einen Besuch ab, die Aland-Inseln in Finnland werden empfohlen und mit Bildern und Texten angepriesen und ich würde am Liebsten sofort mein Säckel packen und starten.

Langeland, Dänemark, kenne ich schon und fühle mich so, als wäre ich wieder dort, rieche den Wind, fühle die kühle Luft und strecke die Nase zum Meer. Komisch, was Bücher und Bilder machen können, kurz die Augen geschlossen und schon ist man ganz woanders.

Auch die Nordsee startet mit Karte und Fakten und wußtet ihr, dass der Spiegel der Nordsee jedes Jahrhundert um etwa 33 cm steigt? Ich bekomme ein wenig mehr Angst um die Niederlande….

Hier geht es dann nach Jütland, Sylt (hier gibt es zusätzlich 4 Empfehlungen für Spaziergänge, die sich toll anhören), Hallig Hooge (auch hier war ich schon und bin immer wieder von den Halligen begeistert, das widerspricht so allem, wofür wir in unserer heutigen Zeit stehen, wenn man da einen kleinen Flecken Land mitten im Meer und einem Häuschen drauf sieht, das entschleunigt komplett…) Auch nach Amrum geht es und somit zu einer der Inseln, die ich so schätze, weil sie irgendwie gemütlich, urig und schön ist.

Dann gibt es auch hier 10 Fragen zu einem Thema, diesmal an den Meeresbiologen Uli Kunz. Das hat mir gefallen, seine Antworten waren wohlüberlegt und geistreich.

Wangerooge und Juist sind die nächsten Stopps auf der Reise und mein Fernweh wird immer größer, wer nimmt mich bitte jetzt mit auf eine Insel?

Auch Wellness kommt im Buch nicht zu kurz, ein kurzer Bericht zur Heilkraft des Wassers und dem Thalassozentrum auf Norderney las sich kurzweilig und interessant.

Über den Bericht zu Texel wird sich mein Freund Flo sehr freuen, dessen Liebe zu dieser Insel ich nie so ganz nachvollziehen konnte, nach dem Bericht, bin ich immerhin geneigt, vielleicht doch mal gucken zu fahren, wie Texel denn so aussieht.

Die nächsten 10 Fragen richten sich an einen „Strandräuber“, der von seinen Funden am Meer und im Sand berichtet, das hatte etwas herrlich Nostalgisches und Herr Van Mil war sehr amüsant und ein wenig bärbeißig.

Dann geht es zum Atlantik auch hier mit Fakten und Karte und wir starten an den Lofoten und die anderen Bilder waren schon toll und begeisterten mich total, aber hier habe ich dieses Bild der Straße durch die schneebedeckten Hügel und das Wasser wirklich minutenlang angesehen. Herrlich, da will ich hin…genauso beeindruckend ist aber auch das Grün der Färöer Inseln und das Grau Islands. Hier hab ich mich gefreut, etwas über Gammelhai zu lesen, habt ihr das schon mal probiert? Schmeckt sehr außergewöhnlich.

Wenn man vom Atlantik spricht dürfen auch Irland und Schottland nicht fehlen, nach Schottland treibt es uns ja im März und ich freue mich bereits sehr.

Dann folgen wieder 10 Fragen, diesmal an die Algenköchin Julia Horton-Powdrill, da ich Algen ja sehr schätze und sie auch gerne esse, war das wirklich erhellend.

Hier wird dann der nächste „Trendsport“ vorgestellt, Coasteering, auch hiervon hatte ich noch nie gehört und war amüsiert.

Meine große Liebe ist ja Cornwall und da war ich von den Bildern ein wenig enttäuscht und hätte mir mehr des zauberhaften Lichtes dort an der Küste und Eindrücke des grandiosen Klimas gewünscht. Allerdings hatte ich da auch große Erwartungen, eben weil ich Cornwall so schätze. Völlig zufrieden war ich dann wieder mit dem Text und den Bildern zur Alabasterküste Frankreichs, da war genau das Licht und das Spiel mit dem Wasser, das mir in Cornwall gefehlt hatte. Ebenso die Berichte zur Smaragdküste, die Bretagne ist so wunderschön und ich war schon viel zu lange nicht mehr dort.

Weiter geht es gen Süden zu den Basken, den wilden und rauen Bergen und dem fantastischen Essen, bis nach Portugal zu den Azoren, nach Fuerteventura auf die Insel, auf der ich den erholsamsten Urlaub jemals verbracht habe, ganz ehrlich, da ist einfach gar nichts, Wüste, Steine, niemand der nervt, es war herrlich.

Und dann sind wir auch schon beim Mittelmeer angekommen und haben Europa fast umrundet. Auch hier gibt es wieder amüsante und wissenwerte Fakten mit schöner Karte, dann geht es in Valencia los, die Costa Brava entlang, nach Marseille und Sardinien.

Und ein weiterer Text zu einer abgefahrenen Sportart bringt mich zum Schmunzeln, kennt ihr SUP Yoga? Nein, angucken, das ist lustig.

Schließlich landen wir in Italiens Procida und Lignano Sabbiadora, machen einen Zwischenstopp auf Lopud und begeben uns mit den nächsten 10 Fragen an Bord von Skipper Markus Silbergasser, der mit seiner Jacht Nambawan das Mittelmeer bestens kennt.

Thessaloniki und Zakynthos wecken meine Sehnsucht nach Griechenland, hier war ich noch nie aber der Kontrast des strahlenden Blaus und die weißen Strände und Häuser locken mich immer wieder und damit sind wir am Ende angekommen und ich bin immer noch hin und weg, dieses Reisebuch ist einfach wunderschön. Die Texte so unterschiedlich wie die Orte und die Autoren werden am Ende des Buches mit Bild vorgestellt, das hat etwas sehr Persönliches und hat mir sehr gut gefallen. Bei den meisten handelt es sich um Reise Blogger, die ich teilweise sogar schon kannte.

www.indernaehebleiben.de

www.meerblog.de

www.6gradost.com

www.threemonths.de

www.mooseraroundtheworld.de

www.claudiumdiewelt.de

www.reisetageblog.de

www.freibeuter-reisen.org

www.22places.de

www.shavethewhales.net

www.puriy.de

www.reisejournalistin.net

www.meinfrankreich.com

www.itchyfeet-travel.de

www.redaktionsbuero-voeller.de

www.weltenkundler.com

Fazit: Ein wunderschönes Buch rund um Europas Meere, mit Reiseideen, Anekdoten, Geschichten, Interviews und fantastischen Bildern, das das Fernweh und die Reiselust weckt.

Ruhrgebiet – Marco Polo

(Dieser Beitrag enthält Amazon-Affiliatelinks. Diese sind mit einem Sternchen * gekennzeichnet und hier könnt ihr nachlesen, was das bedeutet: klick!)

Wie die meisten wissen, liebe ich ja gut gemachte Reiseführer und schätze da vorallem Marco Polo sehr.

Im Oktober ist eine neue Auflage von Marco Polo Ruhrgebiet* erschienen und weil ich mir vorgenommen habe, im nächsten Jahr auch meine nähere Umgebung etwas mehr zu erkunden, hab ich da natürlich einen sehr intensiven Blick reingeworfen.

Er ist aufgebaut, wie die meisten Marco Polo Reiseführer* , vorne im Einband finden sich die 15 wichtigsten Marco Polo Highlights. Hier zum Beispiel die Halde Haniel, das Gasometer, das Schiffshebewerk Henrichenburg oder die Zeche Zollverein. Im hinteren Einband findet sich eine Übersichtskarte, bei der ich hier den Ausschnitte etwas seltsam gewählt fand, da ich aber ohnehin meist die große Karte aus dem Plastiktäschchen nutze, war das nicht schlimm.

Die neueren Marco Polos sind alle mit QR Code für die digitalen Extras ausgestattet. Hier gibt es Tourenapp und Updateservice. Das schätze ich sehr, so bleibt der Reiseführer immer aktuell.

Im Innenteil finden sich die Insidertipps, die Best of, Auftakt, Im Trend, Fakten, Menschen & News, Essen und Trinken, Einkaufen im Überblick und dann detaillierter zur Mitte (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim, Oberhausen) Hagen & der Südosten (Hagen / Hattingen), Hamm & der Norden (Bergkamen, Castrop-Rauxel, Gladbeck, Haltern, Hamm, Herten, Lünen, Marl, Recklinghausen, Schwerte, Unna, Waltrop), der Westen (Kamp-Lintfort, Moers, Wesel, Xanten). Dann folgen die Erlebnistouren, Sport und Wellness, mit Kindern unterwegs, Events, Feste & mehr, Links, Blogs und Apps, Praktische Hinweise, Reiseatlas, Register & Impressum sowie Bloss nicht!

Bei den Insidertipps habe ich einiges gefunden, was ich tatsächlich noch nicht kannte, und das obwohl ich bis vor ca. 15 Jahren in meiner Partnerwahl sehr ähm ruhrgebietlastig war. *lach*

Der keltische Baumkreis auf der Zeche Erin war mir zum Beispiel neu. Die Halde Rheinelbe kannte ich hingegen und war dort schon ein paar Mal, sehr schön. Kann ich ebenfalls empfehlen.

Bei Best of möchte ich die Empfehlung für den Tiergarten Recklinghausen unterstreichen. Dort war ich ebenfalls schon häufiger und habe mich immer sehr wohl gefühlt. Ein sehr schöner kleiner Tierpark mit weniger exotischen, dafür sehr gepflegten auch heimischen Tieren.

Bei typisch Ruhrgebiet gibt es sehr gute Tipps für Veranstaltungen und Freizeitgestaltung. Da darf natürlich auch das deutsche Bergbaumuseum nicht fehlen ebenso wenig, wie die lange Nacht der Industriekultuer.

Auch für Regen gibt es viele Aktivitäten im Ruhrgebiet ist man an schönes Wetter nicht gebunden und auch zur Entspannung gibt es viele Tipps und Örtlichkeiten.

Der Bereich Auftakt bietet einen kurzweiligen informativen Text zum Ruhrgebiet, so wie einen Zeitstrahl, der hier wegen der Kohle bereits sehr sehr sehr früh beginnt.

Auch kulinarisch hat das Ruhrgebiet einiges zu bieten. Natürlich die allseits bekannte Currywurst. Ansonsten ißt man im Ruhrgebiet eher Hausmannskost, Himmel und Erde, Frikadellen, Panhas, Stielmus und Schnibbelbohnensuppe, mag ich alles sehr gerne. Und natürlich findet auch das Herrengedeck in Form von Schnaps und Bier Erwähnung. Prost!

Wenn man im Ruhrgebiet Shoppen will, kommt man am Centro in Oberhausen nicht vorbei, aber auch fern der großen Shoppingcenter finden sich Einkaufsperlen, die hier aufgeführt sind.

Bei den Gebietsabschnitten finden sich viele Informationen kurz zusammengefasst und auf engstem Raum, damit der Reiseführer auch praktisch für unterwegs ist. Hier habe ich nichts Wichtiges vermißt und fand mich nach der Lektüre umfassend informiert.

Die Erlebnistouren mag ich ja immer am Liebsten und wurde auch hier nicht enttäuscht. 4 Touren, zu Fuß, mit dem Auto, mit dem Rad und dem Schiff, toll aufgelistet mit Zeitangaben (aus meiner sicht sehr zutreffend und authentisch) Streckenangaben. Kostenkalkulation und Übernachtungsmöglichkeiten, hier ist alles bereits vorgesehen und wer nicht viel planen will, kann einfach eine der Touren nehme und buchen.

Auch mein absolutes Ruhrgebiet-Highlight die Zoom-Erlebniswelt wird nicht vergessen. Das ist für mich der wirklich schönste Zoo, den ich bislang besucht habe.

Es gibt einen Veranstaltungskalender, weiterführende Links und Blogs und natürlich viele praktische Tipps.

Der Reiseführer ist absolut zum Mitnehmen und für unterwegs gedacht. Er ist robust, praktisch und klein und beinhaltet alles, was man vor Ort an Informationen benötigt.

Viel Spaß beim Entdecken des Ruhrgebiets.

Auf alles vorbereitet – Lifehacks für draußen

Schon vor einiger Zeit habe ich den ersten Teil von „Auf alles vorbereitet“ gelesen. Damals hieß es „Lifehacks für unterwegs“. Nun geht es weiter mit „Auf alles vorbereitet – Lifehacks für draußen„. Beide Bücher sind im Dumont Reisebuchverlag erschienen.

Der erste Band war schon unterhaltsam und informativ, der zweite Teil gefällt mir fast noch ein bißchen besser.

Die Illustrationen sind ähnlich, wirklich hübsch gehalten und immer wieder mit schönen Sinnsprüchen und Lettering ausgestattet, macht das Buch auch optisch wirklich eine gute Figur. Auch dieser Band ist mit dem für mich echt praktischen Gummiband ausgestattet, das mir wirklich gut gefällt. Das hätte ich gern auch bei Reiseführern und ähnlichen Büchern für Unterwegs ebenfalls.

Das Buch mit den vielen Lifehacks für unterwegs und druaßen ist in vier Abschnitte gegliedert.

Vorfreu-Zeit

Nichts wie raus

Zuhause auf Zeit

Satt und glücklich

Die Vorfreu-Zeit bezieht sich auf die Planung, hier gibt es Ideen und Tipps, die man bereits vor der Tour umsetzen kann. Zum Beispiel Wandern ohne Gepäck oder Reiseplanung, so dass man Fahrten mit dem Zug oder mit dem Rad erledigt. Es gibt eine Faustformel dafür, wie man Strecken und benötigte Zeit berechnet. Es gibt Hinweise für nützliche Apps, wie zum Beispiel komoot (nutze ich auch sehr gerne). So simple es klingen mag, auch die Beratung zur Auswahl des richtigen Rucksacks fand ich sehr hilfreich.

Für den erfahrenen Outdoorer sind es häufig selbstverständliche Dinge, die erwähnt werden, für diejenigen aber, die zum ersten Mal auf große Tour gehen, oder einfach gerne Listen mögen, ist das Buch dennoch eine wirkliche Bereicherung. Natürlich finden sich hier auch die bereits bekannten Tips, wie Hirschtalg für die Füße und die allseits beliebten Hinweise, wozu man Gaffatape unbedingt benutzen kann. Auch eine kurze Packliste der Dinge, die unbedingt mit müssen findet sich hier.

Der zweite Abschnitt beschätigt sich mit der Reise an sich, bzw. auch den Weg zum Ziel.

Hier geht es um die Vermeidung von Blasen, müffelnde Socken, die Bestimmung des eigenen Standortes, Mittel gegen Höhenschwindel, einer kurzen Übungsanleitung, zur Vermeidung von Rückenschmerzen nach Rucksackwanderungen. Auf einer Doppelseite werden einem die verschiedenen Fährten von heimischen Tieren gezeigt. Immer wieder geht es auch um Radreisen und die Ausstattung von Fahrrad und Fahrer.

Im Abschnitt Zuhause auf Zeit geht es darum sich draußen einzurichten und es sich bequem und angenehm zu machen.

Eine Anleitung zum Feuermachen ist auch dabei, ebenso der Hinweis, wie man eine Feuerstelle buddelt, auf der man kochen kann. Es gibt eine kleine Knotenkunde mit vielen Bildern, Hinweise zum Schlafen draußen und dem Schlafsack, Erklärungen, wie man sich bei Gewitter verhalten sollte und Ideen, wie eine Wanderung auch bei sehr schlechtem Wetter nicht zum Reinfall wurde.

Im Abschnitt Satt und glücklich wird natürlich das Essen thematisiert. Hier finden sich ganz praktikable Sachen (Stockbrot,Kaffee ohne Filter und co) aber auch eher unnützes Zeug, wie der Taschenkocher aus einer Coladose. Es geht ums Angeln, eßbare Pflanzen und Lagerfeuer.

Ich fand das Buch wieder kurzweilig und unterhaltsam. Klar, manche Sachen hat man schon mal gehört, vieles davon sollte einem eigentlich aus der Kindheit noch bekannt sein, aber Kinder verbringen immer weniger Zeit draußen, kennen Tiere nicht mehr, können keine Fährten mehr lesen und haben den Bezug zur Natur verloren und genau hier kommt das Buch ins Spiel. Es bringt Ideen, witzige Bastelvorschläge und Hilfestellung für die Büromutti, die selbst nicht mehr so sicher ist, wie das mit dem Feuermachen noch mal ging, weil die Zeit als ihr Vater oder Opa es ihr gezeigt hat, viel zu lange zurück liegt. Das hat mir wirklich gut gefallen und daher bin ich trotz mancher erwähnter Selbstverständlichkeit wirklich sehr angetan.