Glamour Moments von Crasy Sylvie

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Schon beim letzten #Paillettenperlenplunderfal hatte ich von Sylvie das Garn für den Glamour Moments und das Buch aus dem Topp Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

Noch mehr Mosaiktücher stricken( Amazon Affiliate Link) habe ich hier für euch besprochen. Jetzt endlich wurde dieses einjährige Work in Progress dann fertig und ich bin sehr zufrieden. Ich habe das Tuch genau nach Anleitung gestrickt, als genau bei der Maschenanzahl mit der Kante angefangen, wie es auch Sylvie im Buch vorschlägt., man kann das Tuch vergrößern oder verkleinern, wenn man möchte. Mir gefiel es in genau der Größe, wie im Buch beschrieben total gut und heute Nachmittag trifft mein Tuch dann auf Solunas, die es ebenfalls gestrickt hat und wir werden hoffentlich noch ein paar schicke Fotos machen.

Das Garn ist das Glamour Girl Garn von Crasy Sylvie ( Amazon Affiliate Link) mit dem ich ein wenig meine handgefärbt und kein Polyester Wohlfühlzone verlassen habe. Das Garn besteht aus 68 % Viskose und 32 % Polyester, außerdem sind in die Cablezwirnung Pailletten eingewebt. Mich pieksen die Pailletten nicht, der ein oder andere Stricktreffteilnehmer ließ mein Gestrick aber wieder fallen, weil ihn die Haptik bei mir überrascht hat, wo ich ja sonst nur ganz ganz weich und fließend verstricke. Obwohl das Garn eine etwas eigentümliche Haptik hat, ertrage ich es gut am Hals und fand es auch zum Stricken nicht zu robust oder kratzig,

Mir gefällt der Glamourmoments tatsächlich sehr und ich habe nun endlich ein schwarz weißes Tuch zum Kombinieren, das hat mir bisher wirklich gefehlt und trotz der monochromen Farben, war das gar nicht so langweilig.

Das Muster ist wirklich simple und eignet sich durchaus für den ambitionierten Anfänger, allerdings sollte man für den Mosaikteil ein wenig Konzentration und Ruhe mitbringen. Sowohl Soluna als auch ich hatten einmal das Ribbelmonster zu Gast, weil wir dachten, wir könnten Quatschen und Mosaikmusterstricken gleichzeitig… hust… konnten wir nicht.

Hier seht ihr eine Nahaufnahme des Mosaikmusters.

Ich hab das Tuch in der Maschine im Wollwaschgang gewasche und anschließend mit den Lazadas Spanndrähten auf meinen Fitnessmatten ( Amazon Affiliate Link) gespannt.

Ein kleines Tutorial dazu findet ihr auf Instagram in meinen Highlights. Die Spanndrähte gibt es übrigens bei Strickmich im Shop und zwar in einer langen und einer kurzen Version. (Ich habe beide für große und für kleine Tücher.) Im Set enthalten sind Spanndrähte und T-Pins zum Feststecken, sowie eine hübsche Aufbewahrungsdose und eine Anleitung zum Spannen von Strick-. und Häkelstücken. Ja, die Drähte sind nicht ganz günstig, die Qualität ist aber sehr gut, sie rosten nicht, bei den feuchten Tüchern und lassen sich besser verstauen als meine Karbonstäbe aus dem Drachenbau, die ich auch nicht so schön in die Rundung legen konnte.

Hier seht ihr, wie ich den Draht durch den Schal ziehe.

Und hier seht ihr wie flexibel der Draht von Lazadas  ist, so dass ich ihn schön in Form spannen kann und bei dem Tuch eine klassische Rundung forme.

Die Fitnessmatten ( Amazon Affiliate Link) habe ich bei Amazon bestellt und bin mit Ihnen sehr zufrieden im Vergleich zu den Kinderspielmatten stinken sie weniger nach Kunststoff und sind robuster und größer, so dass ich auch für große Strickstücke nicht puzzeln muß.

Wie ihr seht ist auf meiner Matte ( Amazon Affiliate Link) genug Platz für den kompletten Schal mit den Lazadas Drähten ausgespannt habe ich dummerweise kein Bild gemacht, ich alter Profi.

Dabei habe ich nicht mal alle Teile der Matte zusammen gefügt. Auch meinen Nuvenm habe ich problemlols, trotz seiner Größe darauf gespannt.

Erstmal sollte man sich die Anleitung kurz durchlesen, damit man sieht, wie man Ecken ausspannen kann oder einen Spitzenrand besser in Form bekommt.

Nicht nur der Anleitung zu den Spanndrähten, auch der Anleitung im Buch „Noch mehr Mosaikmuster stricken“ kann man sehr gut folgen und der Chart ist ebenfalls gut lesbar, obwohl er über zwei Seiten geht.

Natürlich tanze ich mit meinem Glitzertuch in den #PaillettenperlenplunderfalLinkup. Verlinkt da gerne auch eure Glitzersachen.

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Lieblingsstücken, sowie zu Caros Fummeley, und Sewlala außerdem Liebste Maschen, Du für dich am Donnerstag

Fakten

Strickmuster: Glamour Moments von Crasy Sylvie aus dem Buch „Noch mehr Mosaiktücher stricken“ ( Amazon Affiliate Link)

Garnverbrauch: Crasy Glamour Girl schwarz 127 g und weiß 57 g

Modifikationen: keine, genau wie im Buch gestrickt,

Nadeln:   5 mm Pony Flair ( Amazon Affiliate Link)

Hier seht ihr den Schal einmal komplett ausgebreitet, er hat eine Spannweite von 223 cm und ist an seiner breitesten Stelle 65 cm breit.

pure & simple – Achtsam wohnen – besser leben

[werbung – rezensionsexemplar]

Ich krempele ja gerade unser Haus ein wenig um und entmülle mal den ganzen Kram, der sich in 8 Jahren Wohnen angehäuft hat. Dabei hilft mir der Ansatz von Marie Kondo mit ihrer KonMari Methode (Amazon Affiliate Link), aber auch andere Bücher zum Thema hab ich herangezogen, damit es nicht in kurzer Zeit wieder chaotisch aussieht.

Dabei bin ich dann über pure & simple von Marion Hellweg gestolpert und ich gestehe, das Titelbild hat mich total angemacht. Endlich ein Buch zum Thema Wohnen, bei dem nicht alles clean und weiß ist. „Pure & Simple“ (Amazon Affiliate Link) aus dem Prestel Verlag durfte also umgehend bei mir einziehen.

„Raum, Licht und Ordnung. Das sind Dinge, die der Mensch genauso braucht, wie Brot oder einen Platz zum Schlafen.“

Sagt Le Corbusier und Recht hat er. Raum und Licht sind vorhanden, an der Ordnung scheitere ich seit 37 Jahren. Seufz.

Ich habe einen Plan, wie etwas aussehen soll und so sieht es dann ein paar Stunden aus und dann kommt der Kram dazu, der bei mir zum Leben gehört und sorgt dafür, dass mein Wohndesign nicht mehr durch muntere Farbtupfer belebt wird, sondern dass einfach alles chaotisch ist. Leider.

Die Einleitung von Marion Hellweg ist überzeugend und persönlich gehalten und ihr Bild finde ich ausgesprochen sympathisch. Das ist für mich wichtig, denn bei Ratgebern muß ich immer den Autoren respektieren, wenn das jemand ist, dem ich seine Message nicht abkaufe, dann bringt mir das Buch nichts. Hier ist es stimmig und ich begab mich also ins Buchinnere, um mit Marion Hellweg mehr Achtsamkeit in die Bude zu bringen.

Das Buch ist in 3 Teile unterteilt. Hometours bei Cecilie Svanberg, Karine Kong, Jesper Olsen, Henriette Bragt, Charlotte Kongsted, Rosa Park, Julie Damhus und Mette Jensen.

Dann Specials mit den Punkten: Purismus, Keramik, Pflanzen, Wabi-Sabi, Japandi, Farbe, Naturmaterialien, Florale Deko.

Außerdem Designporträts wie Himmee, Splendid Wren Ceramics, Pernille Folcarelli, Ay Illuminate, Karup Design, Murals Wallpaper, Lapuan Kankurit und The Bunkers.

Es gibt immer eine Hometour, dann folgt das Special und anschließend das zugehörige Designporträt. Das Buch erinnert so ein wenig an einen Designkatalog oder eine Interieurzeitschrift, auch dass Bezugsquellen immer direkt im Text bzw. der Bildinfo genannt werden, trägt dazu bei. Mir gefällt das allerdings sehr. Mag sein, dass jetzt wer „Werbung“ brüllt, aber ich empfinde das einfach für mich als Leser total praktisch. Ich muß nicht nach hinten blättern, ich sehe sofort, wo etwas zu bestellen ist. Prima. So möchte ich das.

Schön fand ich, dass im ganzen Buch (Amazon Affiliate Link) zwar Minimalismus vertreten wird, dieser sich aber eben nicht kalt und monochrom anfühlt, sondern wohnlich und heiter. Das erschien mir für mich tatsächlich gut umsetzbar.

Auch sind die Bilder nicht alle bis ins letzte Detail durchgestylt und ordentlich, da steht mal eine Tasche herum, das Bett ist ungemacht und es passen auch mal Dinge in einem Schrank nicht 100%ig zusammen. Das beruhigt mich, dass es eben nicht immer alles stimmig sein kann und manchmal der Versicherungsordner eben nicht zur schicken teueren Glasvase daneben paßt.

Ja, die Hometours und Designporträts sind alle eher nicht für den schmalen Geldbeutel gemacht, allerdings denke ich, dass man viele der Ideen auch mit günstigeren Dingen, die es bei Ikea, westwing oder Das Depot gibt umsetzen kann. Hier und da finden sich aber auch durchaus bezahlbare Designelemente zum Beispiel von Sostrene Grene als Empfehlung.

Bei den Hometours fand ich Karine Kongs Heim wirklich fantastisch. Genau mein Ding, Altes mit Neuem zu kombinieren und auch unkonventionelle Dinge zu probieren. Das Glasdach ist einfach nur wunderschön. Die Küche mit der großen Holztheke herrlich wohnlich und die Fotografien von Frauen in verschiedensten Situationen haben mir ebenfalls sehr gefallen. Da würde ich tatsächlich vom Fleck weg einziehen (nicht nur wegen des sympathisch vollgerümpelten Nachttischs.)

Begeistert haben mich außerdem die Stücke von Splendid Wren Ceramics, die bezahlbar und wunderhübsch sind. Leider wird hier aktuell nicht nach Deutschland geliefert, was wohl an unserem neuen Verpackungsgesetz liegt.

Die Seite zu den Pflanzen fand ich ebenfalls gut. Ich entdecke ja gerade, dass manche Pflanzen meinen schwarzen Daumen überleben und bin dabei unser Haus ein wenig zu begrünen. Ich wurde da bei mill vintage fündig.

Außerdem habe ich viele tolle Onlineshops gefunden, die ich zum Thema Interieur noch nicht kannte, hier nur ein paar davon, in den Bezugsquellen finden sich noch viele viele mehr.

Pinkmilk

Madame Stoltz

Skagerak

fermliving

Lazylifeparis

Wer einen wirklichen Ratgeber zum achtsamen Wohnen erwartet, der wird eher enttäuscht sein. Das Buch bietet Anregungen und Ideen und viele tolle Bilder. Für mich war das genau das, was ich wollte. Ein schickes Kaffeetischbuch (Amazon Affiliate Link), nicht zu groß, aber sehr schön aufgemacht.

Marion Hellweg findet ihr hier: Klick 

Prestel Verlag

Bin im Garten von Meike Winnemuth

Ich schätze Meike Winnemuths Projekte in der Regel sehr, schon als sie noch ihre monatliche Kolume mit ihrem damaligen Partner (Amazon Affiliate Link) hatte, habe ich ihre Texte gerne gelesen.

Die Aktion mit dem blauen Kleid fand ich inspirierend, ihre Reise spannend und jetzt geht es also in den Garten. Das paßt gut, denn gerade entdecke auch ich meinen schwarzen Daumen gänzlich neu und töte ein paar Blumen weniger, als üblich.

Ich hab mich also voller Vorfreude und Begeisterung in die Lektüre geschmissen und eigentlich ist das immer sehr schlecht. Denn selten können diese so ersehnten Bücher diese Begeisterung dann aufrecht erhalten und meine Vorfreude angemessen befriedigen.

Bin im Garten“ von Meike Winnemuth (Amazon Affiliate Link)  konnte aber, ein ganzes Jahr lange habe ich mit ihr in ihrer kleinen Parzelle gelebt, habe mit ihr in der Erde gewühlt, Ideen gehabt, versucht umzusetzen, bin gescheitert und hatte Erfolg. Es war toll ihrem Refugium Garten beim Wachsen zu zusehen und es hat mich sehr beruhigt, dass auch andere eigentlich gar nicht so genau wissen, was sie da tun. Das hat auch mir in Gartensachen endlich den Mut gegeben, wenigstens irgendwas zu tun.

Zaghaft habe ich ein paar Wildblumensamen auf unserer recht tristen Wiese verteilt und Mohn in meine Balkonkästen verteilt. Sogar meine vom Schwiegerpapa gestutzte Rose ist wieder gekommen, obwohl ich da keinerlei Chance sah.

Meike Winnemuth schreibt dabei herzerfrischend, ehrlich und mit einer tiefen inneren Ruhe und Begeisterung, wie sie das schafft weiß ich nicht, aber mich hatte sie auf den ersten Seiten.

Ja, Frau Winnemuth investiert auch hier mehr Geld in ihr Projekt als das so der normale Gartenneuling wohl tun würde und als sie ihr rollbares Gartenhäuschen unbedingt haben mußte, konnte auch ich, die ja auch in der Regel für ihre neuen Hobbies eine Menge Kohle verbrennt, ein Augenrollen nicht unterdrücken, aber mein Gott, das Buch ist Winnemuths Traum vom Garten, nicht meiner. Gartentipps fließen eher beiläufig ein, das Buch ist ganz sicher kein Ratgeber und kein Sachbuch zum Gartenbau, es ist die Geschichte einer Frau, die versucht anzukommen und Wurzeln zu schlagen.

Mir hat das sehr gut gefallen und ich mochte ihre Gedanken zu den anderen Menschen, die in ihren Garten kommen, die Vermenschlichung der Kräuter und Stauden fand ich prima, das „Bin im Garten“ (Amazon Affiliate Link) war wie eine warme seichte Decke und damit genau das, was ich gerade brauchte.

Danke, die Lektüre war ein Genuss und die Optik des Buches auch. Sehr liebevoll gibt es Bilder vom Garten, vom Hund und die Seiten sind toll illustriert, davon bitte gerne mehr!

Warum so viel Hass? – Leila Slimani

Das Büchlein von Leila Slimani (Amazon Affiliate Link)aus dem btb-Verlag kam vor ein paar Tagen hier an und ich habe es in weniger als einer Stunde ausgelesen. Die 63 Seiten sind halt für einen Vielleser sehr schnell bewältigt.

Mehr Information zu Leila Slimani finden sich hier: Klick!

Das Heftchen (Amazon Affiliate Link) ist gut gebunden und die Klappbroschur läßt es trotz der wenigen Seiten gut in der Hand liegen.Ich mag es ja wenn der Einband von Taschenbüchern eine tolle Haptik hat und dieser hier ist leicht geriffelt und fühlt sich gut an.

Enthalten sind im Buch 6 Essays.

Der Teufel steckt im Detail.

Warum so viel Hass?

Warten auf den Messias.

Fundamentalisten, ich hasse euch

Französin, Kind von Fremden

Ein Anderswo

Alle Essays sind eher unterhaltend geschrieben, die Sprache ist erstaunlich leicht und dennoch provokativ. Sie lesen sich rasch runter und dennoch wird man zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, Religon, Extreme und die Veränderungen der heutigen Zeit angeregt. Trotz der Kürze der Texte sind diese überraschend intensiv und man kommt sehr nah an die Erzählerin oder auch ihre Figuren heran. Ich fühlte mich sowohl in Amine Moussa, den Universitätsprofessor, der gerne mal raucht oder Alkohol trinkt und das im Ramadan, hineinversetzt. Seine Welt wurde mir in wenigen Zeilen verständlich gemacht. Ich fühlte mich auch von Slimanis Überlegungen dazu, einen Text zu den terroristischen Handlungen in Frankreich kurz nach dem Geschehen zu schreiben, abgeholt und war ihr für das Mitteilen ihrer Gedanken zu dieser Thematik sehr dankbar, da mir so ein neuer Blickwinkel gewährt wurde.

Auch der Text zum gläubigen Alten, der mit den extremistischen Haltungen seines Umfelds konfrontiert wird und seine Gedanken dazu formuliert und vorallem sein Verhalten dabei beleuchtet, fand ich horizonterweiternd und beruhigend.

Der Text „Fundamentalisten, ich hasse euch!“ ist aus meiner Sicht der persönlichste Essay dieses Buches und allein das Datum, an dem er geschrieben wurde 14.11.2015 macht ihn noch eindringlicher.

Mich berühren Slimanis Fragestellungen, (Amazon Affiliate Link) ihre scharfe Beobachtungsgabe und ihr sehr genaues Beschreiben von zunehmendem Fundamentalismus und schleichender Vorgänge, die zu Radikalisierungen führen. Ihre Texte sind konzentriert, intensiv und persönlich, so müssen Worte sein, damit sie mich erreichen. Danke dafür.

Schnupperkurs Häkeln – Fanny Mitula aka Yarn around the world

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Im Frickelcast haben Feierabendfrickeleien und ich bereits über den Schnupperkurs Häkeln von Fanny Mitula (Amazon Affiliate Link) geplaudert. Nur damit Steffi endlich das Häkeln auch mal abseits der Büschelmasche lernt, habe ich mich geopfert und mit meinem enorm großen Häkelfachwissen dennoch ein Häkelanfängerbuch (Amazon Affiliate Link) gelesen und naja, was soll ich sagen? Ich hatte Spaß und hab sogar hier und da noch wissenswerten Kleinkram gelernt.

Bevor es aber an die wirkliche Rezension geht, gibt es mal wieder einen Rüffel für den Verlag. Sorry, lieber Topp-Verlag, die Autorin nicht aufs Cover zu schreiben und nur im Buch kenntlich zu machen geht gar nicht. Weder bereitet mir als ehrenamtlicher Bibliotheksmitarbeiterin Freude beim Einsortieren dieser Bücher, noch finde ich das fair der Autorin gegenüber und ganz ehrlich, wenn man da eine Autorin hat, die ein gutgepflegtes Instagramprofil und einen gewissen Bekanntheitsgrad unter Häklern hat, dann packt man deren Namen doch aufs Cover und zwar nicht nur den, sondern auch ihre Webseite. Halloooooo? Das sind Kaufargumente, ehrlich jetzt, ihr braucht eure Autoren nicht zu verstecken, die kann man stolz und selbstbewußt herzeigen.

Genug genörgelt, das hat das Buch nämlich nicht verdient.

Fanny findet ihr hier: https://www.yarnaroundtheworld.com/

Wie der Titel schon sagt, ist es ein Schnupperkurs. (Amazon Affiliate Link)  Also eine Anleitung zum Häkeln lernen, für die, die das bisher nicht konnten oder wollten.

Genau darauf ist das Buch auch ausgerichtet und der Untertitel „Du weißt nicht, was du kannst, wenn du es nicht versuchst!“ ist für mich seit jeher mein Mantra. Ich habe so viele Dinge versucht, bei denen mir andere sagen wollten, dass ich diese nicht kann, weil ich zu klein, zu weiblich, zu ungeduldig, zu unsportlich bin und ganz ehrlich, die meisten davon habe ich dann doch irgendwie gemeistert, warum solltest du also nicht Häkeln können?

Das Buch (Amazon Affiliate Link) ist in 4 Teile unterteilt, zunächst werden ein paar Worte zum Thema „Die neue Häkellust“ verloren. Häkeln entspannt und ist tatsächlich ja wieder modern.Dann gibt es eine kurze aber sehr übersichtliche Materialkunde, Garne, Nadeln, was man sonst so braucht und die Grundmaschen werden kurz und knapp gezeigt.

Dann lernt man diese Maschen zu vertiefen, indem man eine Rose häkelt, für die man alle Maschenvarianten braucht. Wenn die kleine Rose fertig ist, kann man alle Maschen und hat eine Rose und nicht nur ein langweiliges Probeläppchen.

Ich habe beim Schachenmayr Event dabei zugesehen, wie Simone von Lilientinte diese Rose gehäkelt hat und das hat sie auch als Anfängerin toll hinbekommen. Sogar Steffi hat ein Röschen gefrickelt. Ich kann also auch aus Sicht der Anfänger sagen, das ist schaffbar und wirklich gut gelöst, weil so ein kleines Röschen ja viel mehr motiviert, als wenn man irgendwas macht, was man hinterher nicht benutzen kann, nur um zu üben.

Im 4. Teil des Buches (Amazon Affiliate Link) finden sich 6 kleine Anfängermodelle, eine Variante der Rose, eine Handyhülle, Untersetzer, eine Vase, eine Windlicht und eine Mütze. Alle in kurzer Zeit mit raschem Erfolgserlebnis gehäkelt, alle simple und dennoch nicht langweilig. Die Anleitungen sind gut strukturiert und außerdem gibt es zum Buch passende Videotutorials von Fanny, die ihr euch mit dem Code aus dem Buch ansehen könnt. Das mag ich sehr.

Die Bilder sind gut fotografiert und überall ist gut zu erkennen, wo man wie einstechen muß. Teilweise hat man hier, um es deutlich zu machen, ganz starke Nahaufnahmen gemacht. Mir hat das gefallen. Das Buch ist mädchenhaft und bonbonrosa, ich steh auf sowas ja total.

Ich als jemand, der wirklich häkeln kann, brauche das Buch nicht zwingend, fand es aber gut erklärt und hübsch gemacht. Für einen Häkelanfänger, halte ich das Buch für perfekt und super sinnvoll. Man lernt spielerisch, wie es geht und wird durch den Fortschritt total motiviert, das ist absolut auch für Jugendliche oder Kinder ein toller Einstieg in die Handarbeit.

Absolut gute Lösung. Eine große Empfehlung also für alle, die Häkeln lernen wollen.