Am Stück gestrickt von Margaret Hubert

[Werbung – Rezensionsexemplar]

Wir haben bereits im Frickelcast über „Am Stück gestrickt“ von Margaret Hubert (Amazon Affiliate Link) ausführlich gesprochen. Das findet ihr hier: Klick!

Das Buch ist im Stiebner Verlag erschienen.

Nun also meine Rezension dazu hier auf dem Blog.

Meine Meinung zum Buch (Amazon Affiliate Link)  muß man eigentlich zweigeteilt sehen.

Denn ein Teil des Buches hat mich sehr begeistert und mir sehr gefallen, ein anderer Aspekt konnte mich eher nicht überzeugen. Allerdings hatte das Buch es auch schwer, denn meine Erwartungen waren hoch.

Wird doch in vielen Publikationen immer noch auf Zusammennähen bei Oberteilen gesetzt, war ich hier so glücklich, dass sich endlich mal wer an die am Stück gestrickten Teile wagt, dass ich hoffte, hier all das wieder zu finden, was ich aus vielen richtig guten Anleitungen bei Ravelry bereits kenne.

Die Erwartung wurde leider nicht so recht erfüllt, denn obwohl das Buch am Stück gestrickt(Amazon Affiliate Link)  heißt, mach Frau Hubert Dinge, die sich mir nicht erschließen und die dazu führen, dass man doch wieder lange Nähte zusammenfügen muß. Ärmel nicht rund sondern flach stricken zum Beispiel oder unter der Achsel ein Loch lassen beim Raglan, statt rundherum Maschen aufzunehmen. Sowas verstehe ich nicht und finde es umständlich. Das hat mich gestört.

Super dagegen waren die Maßtabellen, umfangreich, genau und so angelegt, dass sogar ich kleine und zierliche Person mich darin wieder finde. Mit diesen Tabellen ist es mir möglich einen genau auf mich zugeschnittenen Pullover/Strickjacke zu stricken. Das fand ich prima. Weniger prima war, dass die Tabellen und Maschenanzahlen ausschließlich für Garne mit einer Stärke von DK aufwärts zu haben sind. Da muß man dann doch wieder rechnen und mal ehrlich, wie viele Pullover oder Strickjacken aus so dicken Garnen habt ihr schon gestrickt und tragt sie regelmäßig?

Andererseits fand ich dann wieder richtig gut, dass es Tabellen für Damen, Herren und Kinder gab und man so individuell anpassen kann und genau den Pullover oder die Strickjacke anhand der Tabellen erarbeitet, die man haben möchte.

Wichtig ist auf jeden Fall zu wissen, das Buch ist kein Anfängerbuch, es erklärt viele Dinge so, dass ein fortgeschrittener Stricker kein Problem hat den Angaben zu folgen, jemand der aber noch nie Klamotte gestrickt hat, dürfte hier sehr gefordert werden. Das ist schaffbar, ganz sicher, aber an Strickanfänger richtet das Buch sich nicht. Ich mag es ja, wenn ein Buch mein Wissen ein wenig voraussetzt und ich mich nicht erstmal durch die Anleitung kämpfen muß, was eine Masche ist und wie man sie strickt. Das ist also für mich ein großer Pluspunkt, für Anfänger ist es aber auch wichtig zu wissen, dass man sich hier intensiv mit der Thematik auseinander setzen muß, bevor man los stricken und etwas Fertiges und Gelungenes in den Händen hält.

Sehr irritierend fand ich die Beteuerungen von Margaret Hubert, dass es ja so schrecklich wäre, etwas am Stück zu stricken, weil man dann so viele Maschen auf der Nadel hätte. Hm… bei einem Pulli sind das deutlich weniger Maschen als bei so manchem Tuch, ich hab mich davon noch nie abgeschreckt gefühlt und erkenne die Problematik sogar gar nicht. Ob ich jetzt 100 – 200 oder 800 Maschen auf einer Rundstricknadel habe, macht für mich keinen Unterschied.

Im Buch (Amazon Affiliate Link)  finden sich Tabellen und Anleitungen oder nennen wir es lieber Strickrezepte für von oben gestrickte Raglanmodelle, von oben gestrickte Modelle mit Passe, seitlich gestrickte Modelle und von hinten nach vorne gestrickte Modelle. Alle vorgestellten Modelle finde ich durchaus spannend, die letzten beiden aber eher aus nostalgischer Sicht. So strickt heute niemand mehr, das ist umständlich, wenig paßgenau und schlecht anzupassen. Gefehlt haben mir da viele andere Varianten, wie eingesetzte Ärmel oder Ärmel nach der Contiguous Methode. Das erwähnt sie gar nicht. Oder die Möglichkeit Modelle auch von unten nach oben an einem Stück zu stricken. Hier hätte ich mir tatsächlich weniger Fokus auf unterschiedliche Modelle, als mehr Möglichkeiten zum Stricken gewünscht.

Die Bilder und Grafiken fand ich wiederum gelungen, man konnte erkennen, was für den Stricker wichtig ist und vorallem die Grafiken haben mir viele Dinge gut näher gebracht.

Ich habe mehrmals kurze Aha- Momente beim Lesen gehabt, darum bin ich auch so zwiegespalten, denn einerseits war das wirklich richtig gut, andererseits fehlten mir halt dünnere Garnstärken und erweckte das Buch aufgrund der vorgestellten und teilweise etwas angestaubten methoden einen wenig modernen Eindruck.

Wer sich mit dem Stricken von oben auseinandersetzen will, für den ist das Buch prima, wer aber wirklich gar nicht gern zusammennäht, für den ist es noch nicht weit genug gedacht.

Ich bleibe am Ende ein wenig unbefriedigt zurück, das war nicht schlecht, geht aber besser.

Socken stricken auf dem Crasy Trio – Sylvie Rasch

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Tja, jemand hier leidet am Second Sock Syndrom und zwar sehr heftig, seufz, daher kann ich auch noch kein Paar fertige Socken präsentieren, obwohl Feierabendfrickeleien und ich ja Sylvies Buch schon letzte Woche im Frickelcast besprochen haben.

Heute sind die Rezensionen auf dem Blog dran und sowohl bei Feierabendfrickleien, als auch bei mir könnt ihr nachlesen, was uns am Buch gefallen hat und was wir eher kritisch sehen.

Also los.

Sylvies großes Crasy Trio Sockenbuch ist im Topp Verlag erschienen und richtet sich an Sockenstrickneulinge und Fortgeschrittene. Die Anleitungen und Erklärungen sind alle auf das Stricken mit dem Crasy Trio von Addi ausgerichtet, aber natürlich kann man auch ein klassisches Nadelspiel nutzen oder den Magic Loop oder das Sockenwunder.

Mir persönlich gefällt der Einband und überhaupt die Aufmachung sehr gut. Das Bild vorne auf dem Buch hat nichts mit piefigem Sockenstricken für Ommas zu tun, sondern wirkt modern, frisch und einfach schön. Sowas mag ich.

Wichtig beim Buch ist, dass es sowohl das Sockenstricken von den Zehen also der Spitze nach oben, als auch das Stricken vom Bündchen nach unten erklärt und zwar sehr gut.

Ich selbst habe mich erstmals an das Stricken von der Spitze aus nach oben gewagt, was ja eigentlich sehr viel sinnvoller ist, da man so sehen kann wie lang man die Socken machen kann, bis das Garn aufgebraucht ist.

Im ganzem Crasy Sylvie Sockenbuch findet sich Werner, Sylvies Hund, der praktische Tipps gibt und einfach niedlich aussieht. Sowas mag ich.

Das Buch ist im Grunde in 5 Abschnitte aufgeteilt.

Erstens das Sockenstricken mit dem Crasy Trio, hier finden sich hilfreiche Tipps rund ums Sockenstricken, die Anatomie des Fußes, Anschläge und Abketten, Topdown Techniken, Toeup Techniken.

Dann folgt die Vorstellung der unterschiedlichen Techniken für die Ferse (Käppchen, Herzchen. Bumerang, Zunahmen und Shadowwrap) und das Gleiche für die Spitzen (Band, Propeller, Sternchen, Schnecken).

Hier ist für jede Fußform und jeden Stricker was dabei. Ich habe die Sternchenspitze gestricktund die Käppchenferse. Beides sitzt bei mir sehr gut. (Ich habe sehr kleine Füße und trage Größe 35)

Im nächsten Abschnitt werden die Modelle vorgestellt. 16 Modelle finden sich hier, Lacemuster, Rippenmuster, Stranded Knitting, für jeden ist was dabei. Einige der Muster können nur in eine Richtung also Top Down oder Toe Up gestrickt werden, die meisten gehen aber in beide Richtungen.

Anschließend folgen die Strickschriften und die Tabelle.

Zu allen Techniken gibt es bei Crasy Sylvie Videos und Tutorials, falls die Beschreibungen im Buch nicht ausreichen sollten.

Ich bin mit allem gut klar gekommen, nur die Maschentabelle für die Sockengrößen war für mich etwas großzügig bemessen. Ich habe Schuhgröße 35 und stricke, weil ich sehr feststricke immer Größe 36, damit es paßt. Das sind für mich normalerweise 54 Maschen, bei Sylvie wären es 60 gewesen, das war mir zu weit, also habe ich angepaßt. Das hängt aber ja auch individuell vom Garn und von der Maschenprobe ab, daher ist das eher Meckern auf hohem Niveau.

Jetzt muß ich nur die zweite Socke fertig machen.

Ich stricke übrigens aus der Crasy Sockenwolle First Love. Die ist weich und angenehm zu verarbeiten und das Muster ist sehr abwechslungsreich. Darum habe ich auch kein Maschenmuster mehr eingebaut, damit es nicht zu wild wird.

Ich bin angetan, mit dem Buch kommt jeder mit dem Sockenstricken klar. Viel Spaß!

Knit Happens von Susanne Ortner

[werbung / rezensionsexemplar]

Im Frickelcast haben Feierabendfrickeleien und ich schon ausführlich über Susi Strickliesels Buch gesprochen und wir hatten sie auch als Interviewgast bei uns.

Außerdem hat Feierabendfrickeleien gestern bereits das Buch ausführlich besprochen.

Heute bin also ich dran, ich habs nämlich gestern verbummelt und lieber Blackwood von Britta Sabbag rezensiert.

Dafür zeig ich euch heute nicht nur die Rezension zu Susis Buch, sondern auch meine Erdbeermütze, die ich aus dem Buch gestrickt habe.

Aber fangen wir vorne an.

Knit Happens von Susanne Ortner, besser bekannt als Susi Strickliesel, ist vor einigen Wochen im EMF Verlag erschienen. Das Buch ist kein reines Anleitungsbuch, sondern es beschäftigt sich mit allen Facetten rund um Susi Strickliesel, da gehört ihre Arbeit als Musical Casterin dazu, ihre selbstgemachten Mützen und natürlich ihre Präsenz auf Social Media. Das Buch ist also, wie Susi selbst ein Tausendsassa.

Der Inhalt von Knit Happens ist dabei in vier große Kategorien unterteilt. Zunächst ist da der Teil rund um Susi selbst, wer ist Susi Strickliesel eigentlich, wo finde ich ihren Onlineshop, was bedeutet Musical für sie und sogar ihre Eltern lernen wir kennen.

Dann folgt ein großer Teil mit Social Media Tipps für Einsteiger, hier kann man eine Menge mitnehmen, selbst wenn man diesen Socialmediakram nicht so wie wir nebenberuflich machen möchte, findet sich hier viel Wissenswertes, die einzelnen Plattformen werden erklärt, es gibt einen Wochenplaner und viele Tipps auf die unterschiedlichen Social Media Anbieter heruntergebrochen.

Natürlich gibt es auch einen Anleitungsteil in Knit Happens, hier finden sich die typischen Susi Muster, kräftige Garne, tolle Farben, einfache Muster, die Designs sind alle für Anfänger geeignet und stricken sich wegen dicker Nadeln und starkem Garn sehr schnell, so hat man als Strickanfänger ein rasches Erfolgserlebnis und als Fortgeschrittener ein schönes Zwischendurchprojekt. Anzumerken ist hier, dass Susi es tatsächlich durchgeboxt hat, dass sie selbst und ihr Freund die Modelle auf den Bildern tragen, was ich sehr angenehm finde und die Fotos zeigen auch zwei wirklich zufriedene Menschen mit schönen Strickstücken. Kleiner Kritikpunkt hier von mir, es gibt leider keine Schemazeichnungen und nicht überall Maßangaben, das hat mir gefehlt und nicht jedes Projekt sieht man auf dem Foto auch in Gänze, weil es mehrfach um den Hals geschlungen wurde oder nicht ganz auf dem Bild ist. Das finde ich immer Schade, weil ich mir vor dem Stricken bereits sicher sein möchte, dass mich keine Überraschungen erwarten.

Im letzten Teil erläutert Susi Strickgrundlagen, gut bebildert werden hier kleine Extras, wie ihre Schleife oder die Bommel und Quasten erläutert, außerdem verliert sie ein paar Worte zum Garn, Stricktechnicken und Helfern.

Mir hat der Mix in Knit Happens aus Stricken und Social Media sehr gut gefallen und sogar ich konnte noch ein zwei Tipps für mich umsetzen.

Wer also an beidem, also an Social Media und Stricken interessiert ist, der sollte hier unbedingt einen Blick riskieren, wer dann auch noch Susi mag, ist hier goldrichtig aufgehoben.

Aus dem Anleitungsteil habe ich die Erdbeermütze gestrickt und zwar aus Malabrigo Rasta und Juniper Moon Farm Fourteen. Das hat sehr gut funktioniert und die Mütze war tatsächlich in unter einer Stunde fertig. Ein wirklich sehr schnelles Projekt also.

Fakten

Muster: Erdbeermütze nach Susi Strickliesel aus Knit Happens
Garnverbrauch: 50 g Malabrigo Rasta in rot und 30 g Juniper Moon Farm Fourteen in natural
Größe: onesize
Modifikation: Quaste statt Bommel
Nadeln: 9mm Addi Bambus 
Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties zu den Lieblingsstücken, Auf den Nadeln, Sewlala, sowie zu Caros Fummeley.

Spiralsocken – Bernd Kestler

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Heute erscheint der Frickelcast Episode 24 und Feierabendfrickeleien und ich sprechen dort über das Buch von Bernd Kestler „Spiralsocken“. Wir hatten Bernd auch schon im Frickeltalk zu Gast, die Folge könnt ihr euch hier anhören: Klick!

Damit ihr euch unsere Meinung zum Buch aber auch durchlesen könnt, veröffentlichen wir unsere Rezensionen heute auf unseren Blogs. Meine findet ihr hier und Feierabendfrickeleiens könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen.

Das Buch ist im Stiebner Verlag erschienen und enthält 36 Spiralsockenprojekte.

Sprialsocken? Was ist das eigentlich?

Nun das sind Socken, ohne Ferse, die einfach in Spiralen gestrickt werden und sich so dem Fuß gut anpassen.

Bernd Kestler hat daraus viele unterschiedliche Projekte gemacht, dabei bleibt das Grundmuster immer gleich, es verändert sich immer nur der Schaft, das Garn oder das Bündchen.

Ich selbst war recht skeptisch, wie abwechslungsreich das wohl sein könnte und wurde überrascht. Bernd Kestler hat tolle Ideen eingebracht, angefangen von der einfachen kompletten Spiralsocke, über die Socken mit Rollrand, Socken mit Schachbrettmuster, Socken mit Blütenborte und vieles mehr. Auch ein Muster für eine Mütze und Armstulpen ist im Buch vertreten. Alles auf Grundlage der Sprialsocken.

Alle Muster sind gut erklärt, werden aber ausschließelich auf Charts und in kurzen geschriebenen Erklärungen erläutert. Wer also eher ausgeschriebene Anleitungen bevorzugt, der wird hier nicht ganz zufrieden gestellt. (Ich gehöre zu dieser Fraktion der Stricker.) Allerdings finde ich die Charts prima. Sie sind etwas anders aufgebaut, als wir das in Deutschland gewohnt sind. Sie haben eine leicht organische Form und zeigen genau, wie die Maschen geführt werden. Wer das aber einmal verstanden hat, der kommt gut mit den Charts klar. Dazu sind die Muster so einfach gehalten, dass niemand damit größere Probleme haben dürfte.

Die Bilder im Buch sind prima, man erkennt die Muster sehr gut, sie sind farbenfroh und zeigen alles, was man sehen möchte, allerdings sehen die Spiralsocken ein bißchen lustig aus, wenn man sie nicht an hat. Ich hätte mehr Fotos mit angezogenen Strümpfen bevorzugt, bin aber auch so durchaus zufrieden.

Ich stricke gerade die Akkordeonsochen und die Schachbrettsocken und komme sehr gut mit den Anleitungen zurecht. Das Ergebnis ist toll und die Angaben im Buch passen sehr gut. Ich habe sehr kleine Füße und kann mit den Angaben im Buch die Socken genau auf mich anpassen.

Mir gefällt auch die persönliche Gestaltung des Buchs. Bernd Kestler wird intensiv vorgestellt, sein Kindheit und das Stricken ist ein großes Thema, dazu gibt es viele Informationen rund um die Spiralsocke und das Sockenstricken.

Anleitungen, wie man rechte und linke Maschen strickt, sowie Ab- und Zunahmen finden sich bebildert und gut verständlich hinten im Buch.

Wer sich also an Socken trauen möchte, aber Angst vor der Ferse hat, der findet hier eine Menge Strickprojekte, so dass man sich austoben und ausprobieren kann.

Ein kleiner Kritikpunkt ist der Umschlag des Buches. Der Einband ist in Schwarz/Weiß gehalten, der Umschlag ist genau gleich gestaltet, aber in Farbe. Mich stört der Umschlag, er verrutscht, er ist nicht sonderlich stabil und am Liebsten würde ich ihn entfernen, dann hätte ich aber nur noch ein schwarz/weißes statt eines farbenfrohen Buches, das fände ich doch sehr schade, daher bleibt der Umschlag drum, aber gebraucht hätte ich den jetzt nicht.

Grundsätzlich also eine große Empfehlung, mit ein wenig Umschlaggenörgel.

Brioche stricken – Katrin Schubert

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Im Frickelcast Folge 23 haben Feierabendfrickeleien und ich bereits ausführlich über das Heftchen „Brioche stricken“ (Amazon Affiliate Link) gesprochen und nun auch hier zum Nachlesen.

Vorab, die Strickmuster von Katrin Schubert gefallen mir wirklich sehr gut. Sie sind abwechslungsreich und man erkennt ihren Stil eigentlich immer wieder. Für mich ist sie die Königin der Mützen im zweifarbigen Patentmuster.

Auch in diesem Heft geht es um Mützen, aber nicht ausschließlich, eher um Sets. Mal ist es die Mütze mit Schal, mal ein Stirnband, mal eim Cowl, immer ein zusammenpassendes zweier Set.

Das Heftchen ist im Topp Verlag in der Kreativ.Kompaktreihe erschienen und daher sehr schmal und vergleichsweise günstig. Für 8,99€ erhält man hier 14 Strickmuster, das ist aus meiner Sicht sehr erschwinglich und wer bereits fit im Patentstricken ist, der wird mit diesem Heftchen auch sehr glücklich.

Wer sich zum ersten Mal an Patent herantraut, für den sind die Erklärung, wie man Patent strickt eher etwas dürftig gehalten und aus meiner Sicht, sind auch die Muster dann sehr anspruchsvoll.

Ich stehe mit Patent oder Brioche, das ist übrigens genau das Gleiche, auf Kriegsfuß, allerdings habe ich hier den ein oder anderen wichtigem Tipp bekommen, wie es einfacher oder besser geht und vorallem, wie ich zweifarbig nicht den Überblick verliere, wo ich gerade dran bin. Das ist nämlich ein großes Problem für mich.

Die Muster sind kompakt dargestellt und die Anleitungen sehr gut verständlich. In der Mitte des Heftes sind zwei Klarsichtfolien, in die man die heraustrennbaren Strickschriften einschieben kann und so sind sie sicher aufbewahrt. Das fand ich super.

Die Strickschriften hingegen hatten für mich ein paar Mängel. Zum einen sind sie sehr klein gedruckt, so daß ich sie ohne Brille nicht nutzen kann, zum anderen sind sie mit Symbolen versehen, die sich leider nur schlecht unterscheiden lassen und auch nicht sonderlich gut lesbar sind. Hier hätte ich mir eine Farbcodierung oder bessere Symbole mit klaren Unterschieden gewünscht.

Grundsätzlich erhält man hier aber für sein Geld recht viel, finde ich. Patentanfänger können sich über die etwas zu wenig ausführlichem Anleitungen dazu gut mit einem Video oder Erklärungen aus dem Netz hinweghelfen. Das findet ihr zum Beispiel hier bei Crasy Sylvie. Hier geht es aus meiner Sicht auch nicht darum Briochestricken zu lernen, sondern Muster ins Brioche zu zaubern und dazu ist das Heft sehr gut geeignet.