Bobbelicious Stricken – Julia Maria Hegenbart

(Werbung / Rezensionsexemplar)

Mittlerweile dürfte es jeder mitbekommen haben. Die Dritte von #DiedreivomBlog, Frau Feinmotorik, hat ein Buch geschrieben und darin waren wir Strickelfen als Modellstricker beteiligt.

Meinen Beitrag zum Modellstrick für das Buch findet ihr hier: Klick!

Frau Katze deckt freundlicherweise den Anleitungsteil ab, aber das Tuch da hab tatsächlich ich gestrickt.

Im Frickelcast haben wir das Buch bereits ausgiebig hier besprochen: Klick!

Und die Rezension von Feierabendfrickeleien findet ihr hier: Klick!

Kommen wir zu meiner Meinung zum Buch.

„Bobbelicious stricken“ (Amazon Affiliate Link) ist im EMF Verlag erschienen und kostet 15,99 €, es enthält 19 Strickmuster für Farbverlaufsgarne. Dabei handelt es sich um Garne unterschiedlichster Art, so dass für jeden Stricker etwas dabei ist und auch die Projekte sind unterschiedlich im Schwierigkeitsgrad und der Größe.

Es handelt sich um ein gebundenes Buch, von guter Qualität. Die Bindung ist stabil und der Druck hochwertig.

Die verwendeten Fotos gefallen mir sehr. Der Hintergrund ist immer einfarbig und grau gewählt, so dass das jeweilige Projekt ganz für sich leuchten kann. Auf den Bildern erkennt man sehr gut Farbe, Form und Machart des jeweiligen Strickstücks, außerdem gibt es zu jedem Projekt eine Schemazeichnung, die nochmal sehr hilfreich ist und auf die ich bei Strickanleitungen nur ungern verzichte.

Das Buch „Bobbelicious Stricken“ (Amazon Affiliate Link) startet mit einen Vorwort der Autorin über ihre Liebe zum Stricken und einigen erklärenden Worten zum Thema Farbverlaufsgarnen und den Namen der Strickmuster.

Dann folgen Erläuterungen der Grundtechniken beim Stricken, die im Buch benötigt werden. Alles gut erklärt und mit großen gut erkennbaren Zeichnungen versehen.

Es gibt ein allgemeingültiges Abkürzungsverzeichnis, eine Erklärung zum Schwierigkeitsgrad und dann geht es zu den Projekten.

Hier werde ich nicht alle vorstellen, sondern nur die ansprechen, die mir besonders gefallen haben oder gar nicht.

Der Seelenwärmer „Hey Soul Sister“ gehört in letztere Liste, der ist mir einfach zu wuchtig, zu groß und hier kann ich mir die Tragbarkeit nur schlecht vorstellen, da bin ich gespannt, was die ersten Strickerinnen berichten. Alle Muster gibt es übrigens zum Ansehen bei Ravelry, so dass man seine Werke dort verlinken und zeigen kann. Einzeln kaufen kann man die Anleitungen nicht.

Sehr gut gefällt mir hingegen das Fünfecktuch „My Heart will go on„, ein eigentlich simples glatt rechts gestricktes Tuch, das aber an den Zunahmen ein kleines Herzchenmuster hat. Das ist wunderhübsch und kannte ich so auch noch nicht. Toll fand ich hier auch, dass das Model die Kleidung passend zum Tuch gewählt hat und der Farbverlauf sich in ihrem Rock fortsetzt.

Am meisten gestrickt wurde bisher wohl die Stola „Walk on Water„, den Teststrick hat übrigens Bettina von The Knitting me gemacht und auch die finde ich wirklich richtig hübsch. Ein tolles Wellenmuster und die Stolaform gefällt mir aktuell ja sehr.

Besonders angetan hat es mir der Seelenwärmer „Soulmate“ ich bin sonst für Seelnwärmer wirklich nicht zu haben, die tun in Schnitt und Form einfach selten was Positives für ihre Trägerin, der hier sieht aber toll aus und ist figurbetont geschnitten. Frau Feierabend hat sich da einen Bobbel in der Bobbelscheune zu organisiert und wird den wohl nachstricken. Ich bin sehr gespannt.

Der Shrug „Over My Shoulder“ ist wieder ein Modell, das mich weniger reizt. Ich hab ja schon zwei Shrugs gestrickt und kann mit der Form eigentlich wenig anfangen, das rutscht und zuppelt immer, aber wer auf diese Kurzjäckchen steht, der ist hier vielleicht ganz angetan.

Neben Kleidung und Tüchern sind im Buch auch Muster für Kissen vertreten, die haben mir sehr gut gefallen und speziell die kleinen Tasseln fand ich sehr hübsch.

Ich selbst hab mir als erstes Projekt die Stola „Take me to church“ ausgesucht und bereits angefangen, einen Mustersatz habe ich bereits gestrickt. Hört sich nicht viel an, ist es aber, denn eine Reihe besteht hier aus 443 Maschen. Das ist verdammt lang und etwas ermüdend, weshalb ich auch nur langsam voran komme. Ich stricke übrigens nicht mit dem angegebenen Garn von Lanagrossa (Gomitolo Puno) (Amazon Affiliate Link)sondern mit einem Bobbel von Bilum mit einem tollen Farbverlauf von Petrol zu hellgrün. Ich habe mir, damit ich nicht zählen muß, Maschenmarkierer vor und nach jedem Mustersatz engehängt. Diesen Hinweis zur Vereinfachung hätte ich mir noch im Buch gewünscht, genauso wie die Angabe, dass man dann 28 Markierer benötigt. Das Muster an sich ist sehr eingängig und leicht zu merken, der Chart ist übersichtlich und die Legende der Zeichen befindet sich immer direkt in der Nähe der Charts, das ist wirklich sehr positiv und hat mich gefreut.

Auf jeden Fall noch nachstricken werde ich den Poncho „River„, der gefällt mir sehr gut und das Garn „Puno“ von Lang Yarns (Amazon Affiliate Link)wollte ich schon lange ausprobieren. Auch die Diagonalstola „Line Dance“ gefällt mir sehr gut und wird bestimmt noch gestrickt werden.

Halten wir fest 19 Muster, davon gefallen mir 7 sehr gut und 10 ganz gut und 2 gar nicht, damit kann man leben, finde ich und ich berechne ja immer, ob ein Buch sich für mich lohnt, indem ich schaue, was das Buch kostet und wie viele Anleitungen daraus mir gefallen, dann teile ich den Preis durch die Anzahl der Anleitungen und bewegt sich das in dem Bereich, den ich auch sonst für ein Strickmuster einzeln ausgeben würde, dann finde ich lohnt sich ein Buch. Hier liegt dieser Wert deutlich unter dem Preis für ein normales einzelnes Muster.

Sehr schön fand ich auch die sehr persönliche Danksagung am Ende des Buches, wenn ich mir hier auch gewünscht hätte, dass alle Personen mit Links ausgestattet worden wären, so war es etwas Schade, dass nur von manchen Strickerinnen der Blog benannt wurde, das wird aber wohl in der zweiten Auflage behoben werden.

Ich hätte mir die Möglichkeit gewünscht, die Anleitungen auch als PDF irgendwo herunterladen zu können. Beispielsweise durch einen Code im Buch. Damit man nicht das Buch immer mitnehmen muß, sondern einfach die Anleitung aufs Handy laden kann und so auch zum Stricktreff mitnehmen kann. Das fände ich sehr bereichernd.

Fazit: Ein schönes Buch, mit vielen Ideen, hier wird zwar das Rad nicht neu erfunden (einige der verwendeten Muster, wie zum Beispiel der Keltische Knoten oder manches Strukturmuster, kennt man bereits aus Strickmustersammlungen), aber wer gerne mit Farbverlaufsbobbeln strickt, der findet hier viele Anregungen und Ideen, wie man diese ins rechte Licht setzen könnte. Dazu finde ich die Aufmachung des Buches wirklich sehr gelungen und schön.

„Shawls“ – Mairlynd / Melanie Berg

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Am Montag hatten wir Melanie Berg im Frickeltalk zu Gast und natürlich haben wir da auch über ihr neues Buch „Shawls“ gesprochen.

Und hier folgt nun die Rezension, denn wir haben auf Herz und Nieren geprüft.

Das Buch ist im frechverlag erschienen und kostet 22 Euro.

Es ist zweisprachig, das heißt die Texte und Anleitungen sind auf Deutsch und Englisch enthalten. Letzteres finde ich sehr gut, wenn man sich endlich mal englische Anleitungen herantrauen möchte, ist das Buch dazu sehr gut geeignet, weil man hier genau sehen kann, was wo wie gemeint ist und zur Not die deutsche Anleitung zur Hilfe nehmen kann. Dabei hat mich allerdings total irritiert, dass bei den Texten hier und da der deutsche und  Englische Text nicht identisch waren. Die Aussage war ähnlich oder gleich, aber der Text nicht eins zu eins übersetzt. Ich bin da ein kleiner Monk, sowas macht mich nervös und jetzt, wo es mir an zwei drei Stellen aufgefallen ist, suche ich halt regelrecht danach. Bescheuert, ich weiß.

Die Bilder sind alle Melanies original Bildmaterial. Da es viele der Tücher bereits einzeln als Download zu kaufen gibt über Ravelry, hat Melanie Berg hier ihren Stil beibehalten und die Fotos genutzt. Ich mag die Mairlynd Bilder und schätze es sehr, dass hier immer der Fokus auf dem Strickstück und nicht auf dem Model liegt, so dass man als Strickerin wirklich das gezeigt bekommt, was man sehen möchte. Form, Muster und der Fall des Tuches sind sehr gut zu erkennen.

Ich persönlich bin ja ein großer Freund von Schemazeichnungen, diese befinden sich bei jeder Überschrift, sind aber eher eine grobe Skizze des Tuches und zeigen weder Strickrichtung noch Maße.

Das Buch beginnt mit einem sehr schönen Vorwort und startet dann mit den Themen „Garne ersetzen“ und „Maschenprobe“. Aufmerksamen fällt es auf, hier fehlt doch was. Und ja, es gibt kein Inhaltsverzeichnis. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so stört, aber es stört mich kolossal, so sehr, dass ich mehrmals gesucht habe, ob nicht doch irgendwo hinten eines versteckt ist, aber nein. Kein Inhaltsverzeichnis. Gut, das Buch hat nur 128 Seiten, da wuselt man sich auch ohne Inhaltsverzeichnis flott durch, trotzdem fehlt es mir.

Zurück zur Maschenprobe, ich gestehe, bevor ich für ein Tuch eine Maschenprobe mache, friert die Hölle zu. Ich mache sie schon bei Bekleidung nur im äußersten Ausnahmefall, bei einem Tuch, nein. Definitiv nicht, nun bin ich aber auch erfahren genug, mein Strickstück in Größe und Form selbst anpassen zu können, wenn etwas nicht paßt. Daher ist für Anfänger oder unsicherere Strickerinnen so eine Maschenprobe natürlich immer sehr hilfreich.

Melanie erklärt auch, wie man Tücher spannt, besondere Techniken werden erläutert. (Leider ohne Schema oder Bild.)

Und dann kommen die Tücher.

Im Buch enthalten sind 15 Tücher, wovon drei gänzlich neu sind und 12 quasi die Best of ihrer bisherigen Anleitungen, wer also schon viele Anleitungen von Melanie hat, sollte auf jeden Fall schauen, ob sich das Buch für ihn noch lohnt. Ich habe 4 der Anleitungen aus dem Buch und fand dennoch, dass ich das Buch unbedingt haben möchte, einfach weil es sehr schön ist und ich gerade auf Strickbücher sehr abfahre. Wer eher ökonomisch denkt, sollte durchrechnen.

Alle Muster könnt ihr euch bei Ravelry ansehen!

„Abuelito“ ist ein wunderschönes Dreieickstuch mit Lacekante in drei Farben, welches ich auf jeden Fall nachstricken werde und die Lanagrossa Slow Wool Lino (Amazon Affiliate Link) liegt dafür auch schon hier bei mir bereit.

„A Twist to it“ wird aus feinem Lacegarn von Shibui gestrickt und besitzt 34 kleine Knöpfe, damit es hübsch variert getragen werden kann.

„Caress my Soul“ istn ein wunderschönes halbrundes Tuch, das mir sehr gut gefällt und ein tolle Lochmusterkante hat, die sehr botanisch wirkt.

„Decemberist“ ist ein großes kuscheliges Lacetuch aus sehr dickem Garn, mir gefällt es fantastisch gut und irgendwann werde ich das nachstricken.

„Grand Bazaar“ ist eine luftige schöne Stola mit einem sehr tollen Lochmuster aus Fingering Garn.

„Marelle“, ein asymetrisches Dreiecktuch, spielt weniger mit Mustern der Maschen, als eher mit Farben und gefällt mir ebenfalls.

„Midnight in Berlin“ ist ebenfalls wunderschön und ist ein großes Dreieckstuch mit Hebemaschen und Streifen. Ebenfalls genau mein Geschmack.

„Ocean Bound“ ist eines der wenigen Tücher, die nicht so mein Fall sind. Hier gefällt mir der Laceteil nicht, warum kann ich gar nicht genau sagen, aber hier zuckte nicht der Direkt-Stricken-Finger.

„Perhaps Perhaps“ hingegen ist dann wieder genau mein Fall und das obwohl es gewisse Ähnlichkeiten zu „Ocean Bound“ aufweist, manchmal ist es komisch, was man unbedingt tun will und was nicht.

„Picking Daisys“ mag ich ebenfalls hier haben wir ein tolles Tuch in kraus Rechts mit kleinen Bündelmaschen, die einen tollen Effekt erzielen.

„Quicksilver“ ist ja einer meiner Lieblinge, den habe ich bereits 3  Mal gestrickt und er geht einfach immer, ein flott zu strickendes Tuch mit Streifen und Lademusterblöcken in 3 Farben.

„Solaris“ steht noch auf meiner noch zu stricken Liste, das Garn habe ich bereits, hier finde ich vorallem die Nutzung eines Farbverlaufs total gut gelungen.

„The Girl in me“ ist wieder ein klassisches Dreiecktuch mit Hebemaschenborte, mag ich auch, gefällt mir aber weniger gut, als „Midnight in Berlin“ und rutscht daher auf der Strickliste erstmal nach hinten.

„The Joker and the Thief“ war damals mein erstes Farberlaufstuch und es ist so unfassbar schön. Ich trage es immer noch gerne und habe damals für Melanie Testgestrickt. Dieses Tuch ist einfach ein Traum.

„Two Roads“ ist das letzte in der Reihe, ein einfarbiges Tuch mit einem fantastischen und modernen Zopfmuster. Wirklich sehr schön.

Die Anleitungen sind gut verständlich und ausführlich. Etwas irritierend fand ich hier, die beiden Sprachen in Spalten au einer Seite, da hätte ich es für mich übersichtlicher gefunden, wenn die Sprachen nacheinander aufgeschrieben worden wären. So rutsche ich schonmal in das englische Muster und merke es nicht.

Hinten im Buch finden sich aber auch Charts zu allen Anleitungen, wer also mit ausgeschriebenen Anleitungen nicht klar kommt, der findet hier Hilfe.

Und dann folgen Designbeispiele von Melanies Teststrickern und Freundinnen und immer auch ein kleiner Text dazu, der sich auf das gezeigte Tuch bezieht. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man zum einen die Bilder von Ravelry erkennt oder auch die Strickerinnen aus der Strickcommunity bekannt sind. Das war toll.

Kommen wir zu einem Fazit: Im Buch sind 15 wunderschöne Tücher, toll fotografiert, mit gutverständlichen und gut strickbaren Anleitungen versehen, verschiedene Schwierigkeitsgrade und Garnstärken, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer also gerne Tücher strickt, der wird mit diesem Buch sicherlich sehr glücklich.

Bei Berlinknits haben wir Strickelfen Melanie Berg getroffen!

Ja, ich weiß, ich bin auf diesem Bild wunderschön! 😛

Außerdem im Foto:

Feinmotorik

The Knitting me

Solunas kreatives Chaos

Mairlynd

Feierabendfrickeleien

Pollyesther Hoppenstedt

Candy Kowalski

Frau Katze mag das Buch auch

Das Strickmusterbuch von Lydia Klös

[Werbung / Rezensionsexenplar]

Im letzten Frickelcast haben Feierabendfrickeleien und ich ja bereits vom Strickmusterbuch aus dem frechverlag geschwärmt und hier kommt nun meine ausführliche Rezension dazu.

Das  Strickmusterbuch ist von Lydia Klös geschrieben und im frechverlag erschienen.

Von Lydia Klös gibt es auch viele weitere Bücher nicht nur zum Stricken, sondern auch zum Schmuckdesign. Diese findet ihr hier auf der Seite vom frechverlag: Klick!

Es kostet stolze 29,99€ und ist aus meiner Sicht tatsächlich jeden einzelnen Cent wert.

Auf 320 Seiten stellt Frau Klös wunderschöne Strickmuster vor.

Rechts-Links-Muster

Zopfmuster / Zugmaschenmuster

Aranmuster / Trachtenmuster / Keltische Muster

Zopf-Lochmuster

Lochmuster / Fallmaschenmuster

Hebemaschenmuster

Noppen-/ Blüten- / Blattmuster

Patentmuster / Tiefergestochene Maschen

Musterbordüren

Jacquard- und Intarsienmuster

Außergewöhnliche Techniken

Grundtechniken

Vom Muster zum Modell

Sind die Abschnitte, in die das Strickmusterbuch unterteilt ist, dabei ist es praktischerweise mit einem schicken pinken Lesebändchen ausgestattet und die Kapitel sind farbcodiert, so dass man auch beim zugeschlagenen Buch sieht, wo es um welches Muster geht. (Man erkennt die Farbe also am Buchschnitt)

Dabei hat jedes Muster eine Nummer, ist mit einen Bild versehen, das das Strickmuster gestrickt zeigt und mit einem Chart und einer Legende der verwendeten Chartzeichen ausgestattet.

Das fand ich enorn übersichtlich, so braucht man nicht blättern, sondern hat alles, was man benötigt, direkt sichtbar auf einer Seite zusammen gefaßt. Dazu bleibt es aufgeschlagen liegen und behindert so nicht beim Stricken.

Benötigen die Strickmuster mehr Raum, wie zum Beispiel einige Trachtenmuster, so sind sie auf den hinten im Buch eingelegten Strickmusterbögen versorgt. Diese sind klein und können herausgenommen werden und man hat sie so für das Strickstück immer griffbereit.

Die kleine Plastiklasche, die den Bogen festhält, ist stabil und praktisch.

Ich habe im Buch wirklich viele bekannte und noch unbekannte Strickmuster entdeckt und enorm viele Anregungen gefunden. Das Strickmusterbuch ist wirklich ein Quell der Inspiration. Ich habe beim Lesen so viele Ideen gehabt, wie man was umsetzen kann und hab tatsächlich, obwohl ich mich als relativ erfahrene Strickerin bezeichnen würde, noch Muster gefunden, die ich so nicht kannte.

Die RechtsLinksmuster waren wirklich hinreißend und auch für Anfänger gut nachzustricken und zu begreifen.

Bei den Zopfmustern habe ich sehr viele Ideen für neue Zöpfe und Variationen gefunden, das war total spannend und interessant und bietet so viele Möglichkeiten zur Abwandlung und Weiterentwicklung. Bei den Aran-Trachten und Keltenmustern war ich wirklich begeistert, welche Möglichkeiten es hier gibt und wie fantastisch schön diese sind. Dabei läßt sich hier selbst durch ganz simple Techniken viel erreichen.

Zopflochmuster mag ich ja ebenfalls sehr, da findet sich ja ein tolles in der Leafy Beany von The knitting me und das war toll zu stricken. Besonders gut fand ich hier die Zopfmusterstreifen, die werde ich auf jeden Fall in irgendein Strickmuster einbauen.

Wer übrigens Strickmuster selbst designen will, der findet hier viele Anregungen und Ideen und auch bestehende einfache Strickanleitungen kann man mit den Ideen im Buch aufpepen.

In ein eher simples Tuch einen Zopf einbauen oder in eine glatt rechte Strickjacke ein paar Trachtenmuster, das sieht bestimmt toll aus und der Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

Unser #Diedreivomblog Hebemaschenmuster findet sich übrigens auch im Buch und ich mußte etwas lachen, weil ich uns damals so innovativ fand, als wir das designed haben. Aber sind wir ehrlich, beim Stricken erfindet niemand mehr das das Rad ganz neu, alles war schon mal da, wird abgewandelt und neu gemacht.

Im Buch sind also tatsächlich 500 gänzlich unterschiedliche Strickmuster, von Anfänger bis Fortgeschrittenem hier ist für jeden was dabei. Noppen, Blüten, Zöpfe, schlicht, aufwändig, geometrisch oder verschlungen, hier gibt es alles und von allem noch viel mehr und mit etwas Kreativität und Mut kann man da noch mal mehr draus machen, durch Abwandlungen von Garn und Nadelstärke kann man so tolle Dinge erschaffen.

Ich schwelge hier wirklich in Mustern und bin total begeistert. Ausnahmsweise habe ich nichts zu meckern. Das kommt sehr selten vor.

Das Strickmusterbuch ist nicht nur gut bebildert, sondern auch noch fantastisch erklärt und so sinnvoll und klug strukturiert. Hier verliert man zu keinem Zeitpunkt den Überblick und findet alles sofort wieder. Ich habe mir natürlich nicht jedes Muster im Detail angesehen, aber die, bei denen ich es getan habe, die waren einfach klar und deutlich, keine Schwierigkeiten bei mir, zu begreifen wie etwas gehen soll.

Bei den außergewöhnlichen Techniken werden Korb- und Smokmuster erläutert, Faltenmuster erklärt und Zickzackmuster aufgezeigt. Es werden Schmuckbordüren mit eingestrickten Perlen vorgeführt und bei den Grundtechniken lernt man mit sehr guten verständlichen Grafiken, wie man strickt. Zunahmen, Abnahmen, Verzopfen und das gefürchtete Patent werden sehr klar deutlich gemacht.

Zu beachten ist, im Buch sind wirklich nur Strickmuster enthalten, also Arten zu stricken und verschiedene Muster ins Strickstück zu bekommen. Es sind keine Anleitungen darin. Keine Pullis, Tücher, Cowls oder Ähnliches.  Wie man die Muster in sein Strickstück einbaut, bleibt einem selbst überlassen. Dazu gibt es den Abschnitt vom Strickmuster zum Modell, in dem es viel um Planung geht und das ich für einen Anfänger recht interessant fand, das für mich aber nicht nötig gewesen wäre.

Am Ende gibt es ein sehr ausführliches Register, das bei der Suche nach einem Strickmuster hilft.

Ich habe im ganzen Buch Postits verteilt, damit ich mich erinnere, was ich unbedingt stricken will und das war wirklich verdammt viel.

Schaut mal bei Feierabendfrickeleien vorbei, die hat aus einem der keltischen Knotenmuster bereits eine Mütze gefrickelt. Ich überlege noch, wo ich das Aranmuster, das mir so gefiel einbauen werde.