Zauberhafte Perlen-Charms von Torsten Becker

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Der PaillettenperlenplunderFAL des Frickelcast ist in vollem Gange und wie ihr in Episode 11 des Frickelcasts auch schon hören konntet, haben Frau Feierabendfrickeleien und ich vom Frechverlag das Buch Zauberhafte Perlen-Charms von Torsten Becker bekommen. Das könnt ihr auch 3 Mal im Frickelalong gewinnen.

Wie genau das geht, könnt ihr hier nachlesen: Klick!

Natürlich könnt ihr euch auch einfach so das Buch kaufen. Ihr findet es hier bei

Topp im Shop: Klick!

Die Homepage von Torsten Becker findet ihr hier: Klick!

Es handelt sich um ein Heft aus der Reihe Kreativ Kompakt. Das sind kleine Bücher zu einem bestimmten Bastelthema mit vielen Anleitungen zum kleinen Preis.

Ich wollte ja immer schon mal perlen und habe mich daher sehr gefreut, hier viele kleine Projekte zu finden, an denen ich mich ausprobieren kann.

Meinen ersten, noch etwas wackeligen Versuch seht ihr unten im Bild. Ich hab die Frickler Buchstaben gefrickelt. Das ging flott und einfach und auch wenn sie noch ein wenig krum aussehen, hab ich nun begriffen, wie es geht und würde mich auch an größere Projekte herantrauen.

Das Buch ist sinnvoll aufgebaut, im Einband vorne und hinten findet ihr die Erklärung, wie das mit dem Perlen überhaupt geht. Vorne schematisch begleitete Erklärungen zum Auffädeln der Perlen und wichtige Tipps, wie man ein schönes Ergebnis erzielt. Hinten eine bebilderte Material und Hilfsmittelliste, weitere Buchtipps und Erklärungen zum Anknoten und eingeschobenen Reihen.

Der Innenteil des Buches besteht dann vorne und hinten aus einzelnen Anleitungen mit Materialliste und Schwierigkeitsangabe, außerdem kleinen Tipps zwischendurch und hübschen Fotos, auf denen man das fertige Projekt bereits ansehen und überlegen kann, ob man das so nachmachen möchte oder nicht.

In der Mitte findet sich dann zu jeder Anleitung ein schematischer Perlenplan, den Torsten Becker Fädelheft nennt. Hier ist genau erklärt, wie die Perlen auf Draht oder Fireline gehören und wo die Knoten oder Anhänger hin müssen.

Im Falle des Alphabets sind alle Buchstaben angegeben. Diesen Aufbau finde ich ziemlich praktisch und sinnvoll. So liest man sich zunächst die Anleitung durch und kann dann sehr entspannt mit dem Fädelheft weiter arbeiten.

Alle Bilder sind bunt und gut zu erkennen. Das fand ich wirklich auch für mich als Anfängerin super verständlich und leicht nachzumachen.

Ich hatte nur sehr dünne Fireline hier und habe daher bei Solunas kreatives Chaos Draht geliehen, mit dem das Ergebnis deutlich hübscher und fester wurde.

Das Fädeln und Knoten erfordert ein wenig Übung, wird aber rasch leichter und ist sicherlich auch von etwa älteren Kindern gut zu bewerkstelligen. Kleinere Kinder haben vielleicht mehr Freude daran, wenn man größere Perlen nimmt, dann könnte das auch schon gut gehen.

Die Schwierigkeitsangaben fand ich stimmig und passend zu meinem Empfinden und die meisten Projekte fand ich recht gut gelungen. Besonders gut haben mir Einhorn und Faultier gefallen, die werde ich auf jeden Fall noch probieren, aber auch das Set aus Sektgläsern und Flasche fand ich hübsch, das kann man auch schön an ein Geschenk hängen.

Der Flamingo hingegen hat mich nicht überzeugt, den erkennt man auch im Buch nur an der Farbe und auch beim Kinderwagen mußte ich zwei Mal hinsehen, bis ich erkannt habe, was das sein soll. Das ist aber die Ausnahme, die meisten der wirklich vielfältigen Muster sind schön und gut zu erkennen. Hier ist für jeden Geschmack oder Anlass etwas dabei.

Die Charms eigenen sich auch hervorragend, um als Maschenmarkierer benutzt zu werden, hier solltet ihr dann aber sehr sorgfältig die Fireline / den Draht verknoten, damit der nicht in unserem Strickstück hängen bleibt.

Die Anleitungen sind kurz aber gut verständlich und beschränken sich auf das Wesentliche, für mich war das absolut ausreichend und ich schätze solche auf den punkt genauen Anleitungen auch sehr.

Beim Frickeln der Buchstaben stand ich vor keinem großen Problem, abgesehen davon, dass ich die Katze ständig von der Perlendose fernhalten mußte.

Viel Spaß beim Frickeln!

Die Rezension von Feierabendfrickeleien findet ihr auf ihrem Blog: Klick!

Das Mädchen, das in der Metro las – Christine Feret-Fleury

Heute startet auf Instagram die Challenge des Dumont Buchverlag !

#DieWochederBücher beinhaltet jeden Tag eine Frage zum Thema Buch.

Heute haben wir alle unsere Bücherregale gezeigt. Mach doch noch mit, es gibt auch etwas zu gewinnen. Schaut mal hier: Klick!

Die Woche der Bücher gibt, es weil es das Buch „Das Mädchen, das in der Metro las“ (Amazon Affiliate Link) gibt, ein unfaßbar schönes kleines Büchlein zum Thema Lesen, Leser und Bücher. Ich ma sowas ja sehr gerne. Geschichten, die sich um das Leben und die Liebe zum Lesen drehen. Bücher, die von Büchern handeln. Texte, die sich mit Sprache und Ausdruck befassen. Christine Feret-Fleury hat lange als Lektorin gearbeitet, bevor sie sich selbst ans Schreiben gab. Sie hat mittlerweile eine Vielzahl an Büchern geschrieben.

Das Mädchen, das in der Metro las“ (Amazon Affiliate Link) ist das Erste ihrer Bücher, das ich gelesen habe, aber es wird nicht das Letzte sein.

Diese sehr emotionale und auch leicht verwirrende Geschichte um Juliette auf der Suche nach Berufung und Glück und die Menschen, die ihr auf dieser Suche begegnen, war so bewegend, dass ich beim Lesen wirklich immer Taschentücher dabei hatte. Obwohl Feret-Fleury sich sehr kurz hält und die Geschichte eigentlich nur anreißt, damit der Leser sie weiter denken kann, ging mir dieser Text unfaßbar nahe. Mir hat Juliette sehr gefallen, ihre Beziehung zum Metrofahren, ihre Gedanken zu Büchern, ihr Gespür für Menschen und trotzdem ihre Ratlosigkeit, Einsamkeit und Verlassenheit. Die Geschichte geht zwar logisch für mich nicht an allen Stellen auf, aber das war mir tatsächlich gänzlich egal, weil es so schön war, sich von diesen Worten zudecken zu lassen.

Neben den Taschentüchern hatte ich außerdem einen Notizblock neben mir liegen und habe mir die vorkommenden Bücher notiert und das waren wirklich viele, selbst wenn man die Empfehlungsliste am Ende wegläßt, füllt sich der Zettel rasch und ich gelobe, ich werd die Ungelesenen  noch nachholen.

Mir hat dieser Text wirklich gut gefallen, ich verstehe aber auch die kritischen Stimmen, die dem Text eine Bruchstückhaftigkeit oder Unausgegorenheit vorwerfen, tatsächlich bleibt viel Raum für den Leser, diesen mit eigenen Ideen und Gedanken zu füllen. Leser, die es mögen eine Geschichte von A bis Z erzählt zu bekommen, ohne Gedankensprünge oder Eigenleistung, die werden hier vielleicht ein wenig enttäuscht, denn das Büchlein fordert ein wenig Einlassen und Mitmachen von seinem Leser, vorallem aber fordert es die Liebe zu Büchern und die hat es bei mir gefunden.

Ich bin bezaubert. SEHR.

Das Kleiderschrank-Projekt Praxisbuch

Ich habe meinen Kleiderschrank mal ein wenig aufgehübscht und dazu das Praxisbuch (Amazon Affiliate Link) erschienen im Dumont Buchverlag benutzt.

Meine Rezension zum „Kleiderschrank-Projekt“ findet ihr hier: Klick!

Immer wieder entmülle ich meinen Kleiderschrank und kein halbes Jahr später kann ich das erneut tun. Fazit: Ich kaufe zu viel Scheiß, Scheiß der nicht paßt, der nicht sitzt, der nicht farblich harmoniert oder den ich einfach nur kaufe, weil er grad im Angebot ist und ich der Meinung bin, hier gerade das Schnäppchen meines Lebens zu machen.

ICH WEISS DAS und trotzdem passiert es immer wieder.

Frau Katze rollt schon mit den Augen, wenn ich wieder beladen mit Taschen nach Hause komme.

Aus diesem Grund hatte ich vor einiger Zeit mit dem Kleiderschrankprojekt von Anuschka Rees meinen Kleiderschrank entrümpelt und wirklich sehr radikal ausgemistet. Ein wirkliches Konzept für meine Garderobe konnte ich damit aber irgendwie noch nicht so richtig erstellen, einfach weil mein Stil so stark variiert. Heute Blümchen, morgen Business, heute Ethno, morgen Nadelstreifen… das ist ein Problem. Denn so sammelt sich eine Menge Krempel an, den man entweder kaum oder sogar gar nicht trägt.

Ich versuchte also sehr viel disziplinierter zu werden, kaufte strukturierter ein und versuchte Lust und Frustkäufe zu verhindern. Da klappte so halbwegs gut und führte immerhin dazu, dass ich bei der letzten Entrümpelungsaktion keine Sachen aussortieren mußte, an denen noch das Preisschild hing, weil ich sie nie getragen habe.

Trotzdem fehlte mir eine Linie, eine Checkliste, eine zündende Idee, wie ich besser und sinnvoller mit meinem Einkaufsverhalten, das sehr impulsgesteuert ist umgehen kann.

Dann kam das Praxisbuch zum Kleiderschrankprojekt (Amazon Affiliate Link) und mein erster Impuls war: „Ach Gott, jetzt schlachten sie das Thema aber mal ordentlich aus!“ Trotzdem hab ich einen Blick hineingeworfen und da war es um mich geschehen, im Buch sind Fragebögen und Listen und wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich Fragebögen und Listen liebe.

Ich mußte also auch das Praxisbuch (Amazon Affiliate Link) ausprobieren.

Die Aufmachung ist hübsch und edel und mit dem soften Einband und dem Gummibändchen wirklich praktisch gemacht. Man durchläuft im Rahmen der Lektüre 4 Abschnitte.

Teil 1: Grundlagen

Hier werden nochmal die Philosophie des Projekts erläutert und ein 8 Wochenplan zum Aufhübschen des Kleiderschrankes erstellt.

Außerdem machten wir eine Bestandsaufnahme. Zwei Wochen lang wird dokumentiert, was man trägt, warum man es trägt und wie man sich fühlt. Bei mir war danach sehr rasch klar, was ich verändern muß und was ich beibehalten kann, um mit meinem Kleiderschrankinhalt glückliuch zu werden. Es mußten mehr Basics und mehr farbliche Kombinationsmöglichkeiten her. Außerdem wurde hier sehr intensiv hinterfragt, was gefällt mir eigentlich und steht mir das auch? Paßt es zu mir? Welche Ansprüche habe ich an meine Garderobe, welcher Dresscode wird beruflich von mir verlangt?

Bin ich selbstbewußt und falle mit meiner Kleidung gerne auf? Bin ich lieber over oder underdressed?

Was möchte ich verändern oder beibehalten. Hier legt man einen ziemlichen Seelenstrip hin, beschäftigt sich so aber eben intensiv mit sich selbst.

Teil 2: Entdecken Sie Ihren eigenen Stil.

Hier geht es um Inspiration, wo kann ich mich nach Vorbildern umsehen, welcher Stil gefällt mir und steht mir? Mit welcher Stilikone kann ich mich identifizieren?

Dann experimentiert man, trägt ungewöhnliche Dinge und beobachtet, wie man sich fühlt. Auch dazu gibt es Fragebögen und Listen. Für Entscheidungshilfe fand ich die Flussdiagramme gut. Außerdem hat mir hier der Test gefallen, welche Materialien ich wirklich tragen möchte und welche Schnitte ich nicht nur schön finde, sondern in denen ich mich auch wohlfühle.

Daraus erstellt man ein Stil-Profil mit Moodboard und Zusammenfassung und schaut am Ende, wie dies mit der aktuellen Garderobe zusammen paßt. Bei mir war das gar nicht so übel.

Teil 3: Stellen Sie ihre perfekte Garderobe zusammen.

Natürlich wird ausgemistet und zwar rigoros, das habe ich ebenfalls gemacht und mein ohnehin schon stark verschlankter Kleiderschrank schrumpfte um zwei weitere große Wäschekörbe zusammen. Nichts davon habe ich bisher vermißt.

Im Buch zeichnet man dann Grafiken und schaut, was im Schrank überrepräsentiert ist und was fehlt, wovon hab ich mehr als ich Anlässe habe, es zu tragen. (Bei mir waren das Abendkleider 6 Stück um genau zu sein, jedes genau einmal getragen.) Mit diesen Dingen wird dann überlegt, was man tut. Ändern? Verschenken? Verkaufen? Spenden?

Dann geht es an die Zusammenstellung der Garderobe. Schlüsselteile, Basics, besteht da ein ausgewogenes Verhältnis? Habe ich Kombinationsmöglichkeiten? Dann geht es ans Farbkonzept, das war bei mir sehr spannend, da mein Kleiderschrank bisher sehr bunt ist und ich genau das nicht mehr wollte. Ich wollte ein wenig mehr in einem Schema bleiben und dafür mehr kombinieren können. Dabei waren die Outfitformeln wirklich hilfreich.

Und so ging es dann an die Generalüberholung meiner Garderobe, hierbei wurden hilfreiche Prioritäten gesetzt, denn natürlich wollte ich nicht den gerade leeren Kleiderschrank direkt wieder zumüllen.

Die Stylingübungen habe ich dann weniger gebraucht, ich weiß immer sehr schnell was ich mag und was nicht und mutig bin ich auch, da brauchte ich keine Hilfe bei, für anders gestrickte Mädels und Jungs mag dieser Abschnitt aber durchaus wichtig sein.

Teil 4 : Bonus Planer

Hier geht es um Einkaufslisten, Shopping Guide, Reiseplanung, Businessgarderobe und das mixen von Outfits, das war spannend und hat mir sehr gefallen.

Insgesammt ist man wirklich knapp 2 Monate immer wieder beschäftigt, dann hat man aber einen gut durchstruktuierteren tragbaren Kleiderschrankinhalt und einen Plan, wie es weiter geht. Dazu ist der Zeitaufwand im einzelnen eher minimal.

Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden, allerdings stehe ich wie gesagt auf diese Listen und Checklisten, wer damit nichts anfangen kann und sein Ergebnis nicht selbst erarbeiten, sondern etwas vorgegeben lesen möchte, der ist hier falsch und der bekommt hier auch nur wenig Hilfestellung. Hier geht es um das eigenständige Erarbeiten und das hat bei mir sehr gut funktioniert.

Leon – Hundert Salate

Ich mag ja die Leon Kochbücher (Amazon Affiliate Link) wirklich sehr sehr gerne und freue mich immer wieder sehr, wenn im Dumont Buchverlag ein neuer Band der Reihe erscheint.

Wer sie verpaßt hat, findet die Rezensionen zu Leon – Smoothies, Säfte & Co und Leon – Fast & Free auch auf dem Blog. Einfach auf den Link klicken!

Mir gefällt einfach die Aufmachung immer sehr. Das spricht genau mein Designempfinden an. Die Rezepte sind gut, einfach und meist schnell nachzukochen. Die Zutaten sind in der Regel in einer Menge, die ich noch übersichtlich nenne und sehr seltene Dinge werden nur hin und wieder benötigt. Das schätze ich sehr. Ich mag es nicht, wenn der Einkauf schon Stunden dauert, weil man bei Mondschein gewachsene blaue Spargelspitzen aus Marokko benötigt, um das mal übertrieben auszudrücken.

Die meisten der Dinge im „Hundert Salate“ (Amazon Affiliate Link) hatte ich im Haus oder konnte sie in unserem Edeka finden. Keine Probleme hier also.

Mittlerweile habe ich 4 Salate ausprobiert, neben Altbekanntem gibt es im Buch auch wirkliche Entdeckungen und außergewöhnliche Varianten. Sehr gut fand ich den Mozzarella mit Pfirsich und Prosciutto, eine Kombi, die ich von mir aus nie, ausprobiert hätte, die uns aber sehr gut geschmeckt hat.

Den Salat mit Tomaten, Feta und Linsen fanden wir ebenfalls sehr lecker, wenn ich auch hier den Dill weggelassen habe. Die Autorin hat leider einen Hang zu Dill. Den habe ich dann immer ersetzt, ich mag das einfach nicht. Das ist aber ja eine reine Geschmacksfrage.

Das Kokosnuss Kinilaw hat eine vergleichsweise lange Zutatenliste, war aber ebenfalls fantastisch. Das war wirklich sehr sehr lecker und außergewöhnlich. Überhaupt finden sich im Buch viele Gerichte, die nicht dem Mainstream entsprechen, geschmacklich aber durchaus harmonisch sind und mich total neugierig machen. Ich werde mich in den nächsten Tagen noch durchtesten und bin sicher, dass mir das alles sehr gut schmecken wird.

Besonders auf das Gado Gado bin ich gespannt, das ist für nächste Woche eingeplant.

Die Aufteilung des Buches ist für mich sinnvoll und ich habe nichts vermißt und alles gefunden.

Im ersten Teil gibt es die Klassiker, wie Taboule, Krabbencocktial, Cesars Salad und viele mehr. Dann folgt der Abschnitt „Natürlich schnell“. Hier haben mich die Zucchininudeln und das Tempeh angemacht. Im Abschnitt Lunchbox werden Salate vorgestellt, die man gut mit zur Arbeit nehmen kann. Im Abschnitt „Essen für Freunde“ gibt es Salate die man auch in großer Menge gut zubereiten kann, aber durchaus mit außergewöhnlicher Note, wie zum Beispiel Topinambur und Trüffel oder Brokkolilachssalat. Beim Essen für die Familie hab ich persönlich keinen großen Unterschied zum Essen für Freunde erkannt. Das hätte ich nicht nochmal unterteilt, stört mich aber auch nicht. Hier werde ich auf jeden fall das Gegrillte Lamm mit Salat und Ziegenkäse nachmachen, das sah so lecker aus. Überhaupt sind die Bilder alle sehr ansprechend und haben mir Appetit gemacht.

Am Ende gibt es noch mehrere Knuspertoppings zum Nachmachen, das fand ich eine gute Idee, so kann man selbst entscheiden, ob man Kerne und Knusperkram im Salat schätzt oder nicht und was zum Salat paßt.

Noch weiter hinten gibt es dann zig Dressings und zwar wirklich außergewöhnliche und sehr interessante Zusammenstellungen.

Das ausführliche Register am Ende macht das Buch sehr übersichtlich.

Ich bin wirklich sehr angetan und hab jetzt schon wieder Hunger…

Am Wochenende gab es bei uns den Krabbencocktail und der kam wirklich gut an. Allerdings habe ich statt vorgegarte Riesengarnelen zu kaufen, frische geholt und diese kurz angebraten.

Für zwei große Portionen benötigt ihr:

3-4 Zweige Brunnenkresse

1 Little Gem Salat (Den gab es am Wochenende leider nicht, ich habe stattdessen eine Salatmischung genommen.)

1/4 Gurke (die hab ich beim Einkaufen vergessen, daher für uns ohne Gurke)

4 Frühlingszwiebeln

2 EL Zitronensaft

1 TL Schnittlauch und Dill (Dill ist das Kraut des Teufels, das mag ich nicht, das fehlt bei uns)

150-200 g gekochte Riesengarnelen geschält

1 Radieschen

Für das Dressing:

2 EL Mayonnaise

1 TL Tomaten Ketchup

Tabasco oder Chilisoße

1 Schuss Brandy / Meerrettich oder Worcestershiresoße

Salz und Pfeffer

Die Zutaten für den Salat klein schneiden, anrichten und mit den Garnelen belegen. Dann würzen mit Pfeffer und Salz. Die Zutaten für das Dressing vermischen und über die Garnelen geben.

Wir fanden es super lecker und das obwohl wir sonst keine Fans von Mayonnaise im Salat sind.

Die Ermordung des Commendatore Teil 2 – Haruki Murakami

Haruki Murakami

Die Ermordung des Commendatore Teil 2 – Eine Metapher wandelt sich

(Amazon Affiliate Link)

Hm… eigentlich wollte ich bei Teil Zwei mit meiner Rezension ein wenig schneller sein und pünktlich zur Veröffentlichung einen sehr ausgefeilten Beitrag mit viel Tiefgang liefern. Dummerweise hat Murakami selbst dann dafür gesorgt, dass das nicht ging.

Es ist nämlich etwas passiert, was keiner vorhersehen konnte, ich war nämlich nicht so begeistert und hemmungslos in dieses Buch verliebt, wie ich es erwartet habe.

Teil eins habe ich ja recht nebulös hier besprochen, weil ich auf keinen Fall zu viel verraten wollte: Klick!

Und Teil eins war fantastisch, hat mich von den Socken gehauen, überrascht, mich im Kreis wenden lassen und vorallem mich mal wieder in eine Welt entführt, die unserer ähnlich ist, aber sehr viel mythischer, viel metaphernreicher, so viel gewaltiger. Teil zwei begann ganz stark und hat mich sofort wieder in das Haus in den Bergen versetzt, hat mich mit seiner Hauptfigur zeichnen und denken lassen und trotzdem war ich nicht hin und weg. Murakami war nicht auf den Punkt genau, wie er das sonst ist. Er umkreiste was er sagen will, näherte sich zögerlich seinem eigentlichen Punkt an und verlor mich dabei auf halber Strecke. Ich fühlte mich hingehalten, den Text in die Länge gezogen und war dadurch weniger bei der Sache.

Ja, Murakami schreibt natürlich in seiner ganz eigenen ihm üblichen Sprache, erzählt von den Versuchen das Mädchen Marie zu porträtieren, von ihrem Verschwinden und der Suche, dem Kampf, von den Gefühlen und Unzulänglichkeiten, von Familie, Liebe und Sex und das hat mir wie immer sehr gut gefallen, aber er hat sich für mein Empfinden ein wenig zu oft im Kreis gedreht, den Punkt, auf den er zusteuern wollte, ein wenig zu sehr aus dem Fokus des Lesers entfernt. (Ich gehe bewußt nicht auf die übernatürlichen Dinge in der Erzählung ein, da diese jeder für sich deuten und begreifen muß, aus meiner Sicht.)

Am Ende kommt er zwar wieder auf Kurs, nimmt mich wieder mit in seiner Geschichte und ich fand es sehr überraschend, aber stimmig und passend, wie das Buch letztlich ins Ziel einläuft und er seinen Erzähler ankommen läßt, trotzdem war in mir weniger Begeisterung für das Buch, als ich erwartet hätte.

Ich kann das nur ganz schwer in Worte fassen, zumal ich Murakami ja wirklich sehr schätze. Bei einem anderen Rezensenten hab ich den Satz gelesen, der zweite Teil hätte seine Längen, das ist vereinfacht ausgedrückt, das was auch ich empfunden habe. Dummerweise ist es sonst genau das, was ich an seinen Texten schätze, dass sie beschreibend und erzählend sich langsam ihrem Höhepunkt annähren, warum mir das hier diesmal zu lange gedauert hat und zu kleinteilig war, kann ich nicht sagen.

Im Gesamten gesehen und in Verbindung mit Teil 1 und der ganzen Metaebene, den vielen kleinen leicht zu überlesenden Anspielungen, ist das natürlich immer noch ein hervorstechend gutes Buch, einzig bin ich diesmal nicht in Gänze glücklich, weil ich das Gefühl hatte, ich werde vom Autor hingehalten, obwohl er schon weiß, was passieren wird, führt er mich nicht auf direktem Weg dorthin, sondern nimmt zahlreiche Umwege und Abschweifungen zur Hand, um mich abzulenken und am Ende dann überraschen zu können.

Ganz beiläufig läßt er dabei Dinge einfließen, die nur dem konzentrierten Leser auffallen, er führt uns heran an seine Art mit Kunst (Gemälden, Texten, etc.) umzugehen, er zeigt auf, wie man Kunst begreifen und verstehen kann, wie man sie genießen sollte und wie wenig selbstverständlich sie ist. Wie viel harte Arbeit hinter dem mystischen Moment der Vollendung einer Zeichnung steckt. Ich finde es übrigens herausragend, wie Murakami hier seinen Erzähler einmal tatkräftig und aktiv erscheinen und ihn dann wieder in Passivität verharren läßt. In der Süddeutschen hieß es der Plot sei einer der Schwachpunkte des zweiten Bandes, das sehe ich anders, der Plot um das Verschwinden des Mädchens Marie und die Suche nach ihr, der hier in sehr interessanter zeitversetzter Form geschildert wird, hatte für mich alles, was ein Murakami braucht, das einzige was ihm fehlte, war der sonst so deutlich spürbare Sog, den Murakami auf mich hat. Ja hier haben die Cliffhanger der Kapitel (Grandiose Überschriften übrigens) immer dazu beigetragen, dass ich weiter lesen wollte, aber der Vorwärtsdrang die Zügigkeit und das Tempo, das Murakami sonst seinen Texten verleiht, fehlte mir.

Ein weiterer Kritikpunkt war der erotische Aspekt, den Murakami seiner Figur Marie immer wieder auf den Leib schreibt. Mag sein, dass das Kunst ist, mich hat es bei einem 13jährigen Mädchen schlicht irritiert, weil es für mich hier weder für die Geschichte notwendig, noch angemessen war. Meist haben mich die Bezüge zu ihren Brüsten und der Wichtigkeit des Wachstums der selbigen eher aus dem Text herauskatapultiert, als hineingestoßen, wie es seine Textzeilen mit Erotik sonst tun.

Nun was soll ich sagen, als Murakami Fan war es mir trotzdem möglich, die Lektüre zu genießen und mich davon driften zu lassen, aber das erforderte hier schon ein großes Maß an Fansein und die Bereitschaft sich auf eine Geschichte einzulassen, die streckenweise nicht nur jeglicher Logik entbehrt, sondern ihr sogar widerspricht. Murakami ist so schon eher für die Leser geeignet, die es gerne in wenig abgefahren wollen, diesmal hat er es für einen Nicht-Fan vielleicht ein wenig übertrieben.

Ein großes Dankeschön geht aber hier wieder an den Dumont Verlag, der beiden Bänden ein fantastisches Outfit verliehen hat und an Ursula Gräfe, deren herausragende Übersetzungsarbeit nicht mit Geld aufzuwiegen ist.