Frühlingskleidchen Sew-along

Am Sonntag sind ja bereits die Knitalongs fürs den Frühlings(Jäckchen) vom Me Made Mittwoch und Rosa P. gestartet.

Heute geht es dann mit Rosa P.s Sew-along los.

Genäht wird das Kleidchen Liva, ein feines Kleidchen, weit fallend und mit schicker Kellerfalte am Halsausschnitt. Hier könnt ihr einige Livas sehen: Klick!

Da mein Schnittmuster erst gestern bestellt wurde und ich von einem Download ausgegangen bin, es nun aber mit der Post kommt, bin ich noch nicht ganz für den Start präpariert und kann mich noch nicht recht entscheiden, was es denn nun werden soll, denn die Liva bietet einige Variationsmöglichkeiten.

Sicher bin ich mir, dass es ein Langarmkleidchen wird, weil ich ja immer friere, muß das sein, dazu vermutlich mit dem Kuschelkragen und ich werde sie eventuell etwas kürzen müssen, da ich ja eher klein geraten bin. Ich überlege noch, ob ich sie einmal aus einem günstigen Jerseystoff vorschneidere und mir daraus ein Nachthemdchen bastele, damit ich die Paßform noch etwas anpassen kann oder ob ich direkt mit meinem Stoff loslege.

Ausgesucht habe ich mir die Shapelines von Mamas Liebchen in blau mit gold auf schönem Sweatstoff. Dazu gibt es eine etwas längere Geschichte, die ich beim Apfelkleidchen schon erzählt habe, denn eigentlich waren die Shapelines für etwas anderes gedacht.


Am Sonntag geht es dann weiter mit dem Knitalong und ich schaffe es vorher hoffentlich bei der Maschenprobenuschi ein wenig Wolle zu wickeln, damit ich auch endlich starten kann. Mein Wickler ist ja immer noch kaputt und ich habe noch keine Meldung von Ylle, dass der neue unterwegs wäre… leider.

 

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Äpfelschän oder der Hype auf Stoffe….

Vor einiger Zeit habe ich dieses superschöne Set von Verliebt und Zugenäht entdeckt: Klick!

Mir war sofort klar, das brauche ich für mich. Ich bin zwar nicht mehr ganz so klein und putzig, wie das süße Model von Verliebt und Zugenäht, aber mir gefiel die Kombination so gut. Ich folge der Seite nun schon so lange und sie näht so tolle Sachen für ihre wunderschöne kleine Tochter. Gefällt mir sehr.

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Ich hab mich also an dem Run auf die Stoffe von Mamas Liebchen beteiligt und den Stoff tatsächlich zur Direktbestellung (nicht vorbestellt) ergattert. Die Applebites und die Shapelines habe ich jeweils im verfügbaren Blauton bestellt, denn ich wollte ja das Set genau so nähen, wie von der Probenäherin gezeigt. Als Versanddatum war Anfang November angegeben. Damit konnte ich leben. Bestellt hatte ich Ende September.

Anfang November tauchten dann die ersten vernähten Applebites und Shapelines in den Nähgruppen auf und ich freute mich, dass meine nun sicherlich auch bald ankommen würden. Anfang November ging vorbei und ich fragte dann doch mal an, wie es mit meiner Lieferung denn aussähe. Zunächst keine Reaktion, obwohl meine Nachfrage gelesen wurde, dann eine Antwort, dass die verschickten Stoffe die Vorbestellungen wären, die Direktbestellungen erfolgten in kurzer Zeit. Das irritierte mich, bekommt man eine Direktbestellung nicht schneller als eine Vorbestellung, die ja erst noch produziert werden muß? Aber gut, ich hatte es nicht eilig.

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Dann tauchten in den Gruppen die ersten Beschwerden auf, die Stoffe färben aus, der Glitzer geht ab, für Stoffe, bei denen der Meter mehr als 20 Euro kostet ein No-Go, ich versuchte dennoch positiv zu denken und hab mich von den negativen Gedanken erstmal nicht anstecken lassen.

Anfang Dezember bekam ich dann eine EMail, dass meine Stoffe in den nächsten Tagen versendet würden. Nun ist es so, dass ich ja den Paketkasten besitze und daher sobald ein Paket zu mir unterwegs ist, darüber benachrichtigt werde, als nach 7 Tagen keine Benachrichtigung kam, dass meine Stoffe unterwegs wären, habe ich nochmal vorsichtig angefragt, auf meine Nachricht kam erstmal erneut keine Antwort, obwohl sie gelesen wurde, dann zwei Tage später die Antwort, dass man noch im Versand sei und meine Bestellung in drei Tagen (am Montag…) verschickt würde. Nun es dauerte noch weitere 7 Tage, bis ich das Paket dann in der Hand hielt.

Und dann die große Ernüchterung, die beiden Blautöne der Stoffe sind aus meiner Sicht überhaupt nicht kompatibel. Die Applebites haben ein sehr dunkles royales Blau, die Shapelines sind deutlich eher Petrolfarben. Ich bin da sehr genau und mag es nicht, wenn Farben nur so halb harmonieren. Ja, wenn man genau auf die Fotos schaut, sieht man auch da eine leichte Abweichung, aber nicht so krass, wie bei meinen Stoffen. Und ja die Stoffe heißen unterschiedlich, ich hätte es also bereits da erkennen können, hab aber leider nicht rechtzeitig geschaltet.

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Am Liebsten hätte ich trotzdem das Paket zurück geschickt.

Bock die Stoffe zu vernähen hatte ich auch nicht mehr und ganz ehrlich, bei Mamasliebchen werde ich trotz der fantastischen Stoffe und der guten Qualität nicht noch einmal bestellen. Ich fördere gerne kleine Shops, indem ich lieber dort kaufe, als beim Großhändler. Ich warte auch gerne länger auf meinen Stoff, wenn mir dies gut und schlüssig kommuniziert wird. Aber die begleitende Kommunikation war hier schlecht und irritierend, zumal auf der Facebook-Seite ständig verkündet wurde, es wären jetzt alle Bestellungen versandt und ich davon ausging, mein Stoff wäre nun auch unterwegs. Ich habe auch Verständnis, dass man nicht jede Nachricht sofort beantworten kann, aber mehrere Tage keine Reaktion und dann nicht mal eine kleine Entschuldigung in einer der Nachrichten, die man austauscht, wenn der Versand sich nicht nur um ein paar Tage, sondern um Wochen verschiebt, aus meiner Sicht ein No-Go. Ja, mit dem Ansturm konnte keiner rechnen, ja, der kleine Shop hat sich offensichtlich übernommen, ja, ich könnte ihnen noch eine Chance geben, mag ich aber grad nicht. Vielleicht ändert sich das, wenn dann doch noch mal der Superstoff auftaucht, aber grad im Moment bin ich einfach bockig.

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Immerhin sind die Stoffe bei mir in der Waschmaschine nicht ausgefärbt und haben ihren Glitzer auch nicht verloren, obwohl ich mich nicht an die beigefügte recht umständliche Waschanleitung gehalten und einfach alles in die Waschmaschine gestopft habe, solche hochwertigen und kostspieligeren Stoffe müssen aus meiner Sicht die normale Waschmaschine abkönnen.Tun sie das nicht, haben sie es nicht verdient als Kleidung in meinem Schrank zu liegen. Das haben sie ja dann aber auch locker weggesteckt.

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Etwas ärgerlich fand ich die aufgeklebte Waschanleitung auf den Shapelines, die leider, genau über den Glitzerstreifen klebte und dem Glitzerstreifen sieht man auch an, dass dort etwas geklebt hat, nachdem ich sie entfernt hatte.

Nun lagen also die Stoffe hier und ich ärgerte mich eigentlich jeden Tag, dass meine geplante Kombi, mit den abweichenden Farben einfach nicht paßte. Vor ein paar Tagen habe ich dann einfach zum Rollscheider gegriffen und mir aus den Applebites eine La Silla von Schnittgeflüster zugeschnitten und aus den Resten ein Raglanshirt von Leni P.

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Die La Silla habe ich in Größe 34 genäht und keine Nahtzugabe zugegeben, damit sie bei mir (ich trage sonst Größe 32-34 / 158 cm / 52 kg) schön körperbetont sitzt und ich habe sie etwas gekürzt. Ich habe die Taschen diesmal weggelassen und die Variante mit dem kleinen Stehkragen gewählt.

Unten habe ich einfach den Saum sehr breit eingeschlagen und mit einer doppelten Naht abgesteppt, an den Ärmeln habe ich das Ganze in schmaler gemacht. Beim Kragen habe ich darauf geachtet, das die Äpfelchen des Umschlags genau nach oben zeigen.

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Zuschnitt und Nähzeit waren weniger als 2 Stunden, wobei das Schnittmuster schon geklebt war, weil das ja schon meine dritte La Silla war, allerdings hab ich beim Zuschnitt ziemlich gebastelt um so wenig Stoff wie möglich zu verbrauchen. Meine zweite La Silla findet ihr hier: Klick!

Verbraucht habe ich deutlich weniger als 1,5 Meter Stoff und konnte alles im Fadenlauf zuschneiden. Aus dem Rest habe ich dann noch Vorderteil und Rückenteil des Raglanshirts machen können und habe nun noch kleine Reste für Babysachen. Genäht habe ich mit Garn aus dem Snaply Garnkoffer in dunkelblau.

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Das Raglanshirt habe ich in Größe S genäht und auf die Nahtzugabe verzichtet. Auch hier hab ich die Säume einfach eingeschlagen und keine Bündchen angenäht, sondern einen hübschen Schlangenlinienzierstich verwendet. Am Halsausschnitt habe ich mich zum ersten Mal an einem elastischen Einfassband probiert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Ärmel habe ich aus Resten von Ankes Pulli zugeschnitten. Nähzeit waren knapp 30 Minuten, Zuschnitt vielleicht 10 Minuten, ein Ruckzuckprojekt quasi.

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Was ich aus den Shapelines machen werde, weiß ich noch nicht genau, aber dieses Bild hier von den Fines in verschiedenen Farben gefällt mir sehr gut: Klick! Vermutlich wird es also eine Fine werden, mal gucken.

Entschuldigt, dass ich auf den Tragebildern etwas durch den Wind aussehe, aber ich hab die letzte Woche mit Bronchitis und ziemlichen Entzündungswerten hier herumgelegen, kaum geschlafen und gegessen, die kranke Frau Katze versorgt und mit ihr auf dem Boden geschlafen und sehe entsprechend immernoch etwas fertig aus.

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Ich hopse mit meinem Kleidchen also ab zum Me Made Mittwoch !

Und natürlich zu Mittwochs mag ich von Fräulein Pfau!

P.S.: Einige andere Stoffvertriebler haben mittlerweile ähnliche Stoffe mit kleineren oder größeren Äpfelchen auf den Weg gebracht, kann man kaufen, ich persönlich mag diese Kopien nicht und finde es ein wenig einfallslos auf einen solchen Erfolgs-Zug durch Kopieren mit aufzuspringen. Die originalen Applebites gab es nur und ausschließlich bei Mamasliebchen. Und ja der Stoff ist nicht günstig, kopieren ist aber nicht fein.

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Frau Fussi kriegt ein Burdakleidchen

Genau jetzt, wenn dieser Post online geht, hat Frau Fussi ihr neues Kleidchen in den Händen und ich steh vermutlich weinend daneben, weil es mir so gut gefällt und ich es am Liebsten behalten hätte. Wenn ich mir beim Zuschneiden allerdings ein wenig Mühe gebe, dann bekomme ich aus den Resten nochmal ein Kleidchen für mich gezaubert. Schauen wir mal.

Frau Fussi hat heute zum Stricktreff geladen und eigentlich wollte ich ihr nur ein Malbuch mitbringen, weil sie auf Malbücher für Erwachsene halt steht und dann hat mich aber der Stoff die ganze Zeit angeguckt und ich hab um 19:14 h gestern abend gedacht: „Ach komm, nähste ihr halt ein Kleid. Wo ihr dein Burdakleidchen doch so gefallen hat.“

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Gesagt getan, jetzt ist es 22:14 h und das Kleidchen ist komplett fertig, fotografiert und verpackt. Netto Nähzeit vielleicht 1,5 Stunden (hauptsächlich wegen des dummen Zierstichs an den Ärmeln, der mich echt Nerven gekostet hat, keine Ahnung, warum der immer den Stoff fressen wollte… ) Zuschnitt etwa 20 Min. Vorallem, weil ich hier und da ein bißchen anpassen mußte, Frau Fussi ist zwar genauso klein wie ich, hat aber etwas mehr Schulter, also mußte ich da ein wenig dazuschummeln und woanders ein bißchen wegschummeln. So sollte es passen, braunen Gürtel drauf, super!

Genäht habe ich den Burdaschnitt 112 aus der 12/2106 Burda Style in Größe 36. Den hatte ich ja für mich schon mal genäht und wußte daher, dass er recht groß ausfällt und hab direkt die Ärmel 20 cm kürzer gemacht, außerdem auf die Nahtzugabe verzichtet und das Kleid an sich auch 5 cm gekürzt. Außerdem habe ich keinen Reißverschluss eingenäht, den braucht bei Jersey nun wirklich niemand und daher auch das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten und nicht nachträglich zusammen genäht.

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Diesmal hab ich auch endlich die Konstruktion des verdammten Halsbündchens kapiert und es paßt diesmal perfekt. Bei meinem ersten Kleidchen war das ein echter Krampf, diesmal ist der Groschen gefallen, manchmal braucht man ein wenig länger. 🙂

Genäht habe ich aus Stoff vom Stoffmarkt verbraucht habe ich etwas mehr als einen Meter, vorallem deshalb, weil ich den Ärmel dusselig platziert hatte, sonst wäre es weniger gewesen. Am Ausschnitt habe ich das vorgesehene Bündchen genäht, an den Ärmeln hab ich einfach umgeschlagen und mit einem Zierstich abgesteppt, ebenso am unteren Rand.

Der Schnitt gefällt mir immer besser vorallem die Ärmel mit der weiten Trompetenform ist einfach schön.

Der Stoff ist schön luftig, leicht und dehnbar und der sehr tiefe V-Ausschnitt sorgt für einen schönen Sitz.

So, jetzt hoffe ich noch, Frau Fussi gefällt es und falls nicht, hab ich das Malbuch immer noch dabei. 🙂

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Bessere Fotos gibt es hoffentlich später, wenn Frau Fussi das Kleidchen übergeschmissen hat.

 

EDIT: TADA!

Frau Fussi mit Kleidchen! Ist das Schick oder schick?

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Ein Burdaschnitt… Kleidchen 112

Ich habe zum Geburtstag eine Burda geschenkt bekommen und war Feuer und Flamme mal einen Schnitt aus der Zeitung und eben nicht aus dem Internet zu nähen.

(Ich entschuldige mich bereits jetzt für die echt miesen Bilder, aber ich bin zur Zeit nur zu Hause, wenn es bereits dunkel ist oder gerade hell wird und die Softbox hat den Geist aufgegeben… seufz.)

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Dazu habe ich mir zunächst einen vermeintlich leichten Schnitt ausgesucht, da ich gerne mit Jersey nähe, fiel die Wahl auf ein figurbetontes Jerseykleidchen mit Trompetenärmeln. Kleidchen 112 in der Burda 12/2016.

Den passenden Stoff hatte ich mir auch bereits ausgesucht ein sehr heller Jersey mit     einem tollen Rankenmuster und einer Borte unten, den ich mir zusammen mit Soluna auf dem Stoffmarkt gekauft habe in Bad Godesberg. Ich bin übrigens extremst neugierig, was die Dame mit dem blauen Mantel und dem roten Haar, die den Stoff ebenfalls gekauft hat, daraus gemacht hat, wenn ihr sie also irgendwo seht oder du das hier selbst liest, zeig doch mal!

Dann habe ich mir Malerplane besorgt und die Schnittteile vom Bogen gepaust, das war schwerer als erwartet. Ja, was kann an Abpausen so schwer sein? Erstmal in dem Gewusel auf dem Bogen alle Teile finden, dann die Größe abmalen, die ich brauche, das war nervig und ich fand es noch schlimmer, als Schnittmuster kleben und ausschneiden. Zu allem Überfluss hatte ich mir dann auch noch zu dünne Malerplane im Baumarkt besorgt, die war sehr fuddelig und lud sich immer wieder statisch auf und klebte dann entweder an meiner Hand oder dem Schnittmusterbogen.

Als ich endlich alle Teile übertragen und ausgeschnitten hatte, habe ich zugeschnitten. Ich bin ja nun sehr klein und leidlich schlank (158 cm/ 52 kg) Die Burdaschnitte gehen aber alle nur bis 36 runter und dieser Schnitt hier verlangte eine Nahtzugabe von 1,5 bzw. 4 cm. Ich wollte das Kleidchen ein wenig weiter, als im Bild, also hab ich mich da einfach mal drauf verlassen und nach Schnittmuster zugeschnitten und genäht. Ähm ja, ich hätte meinem Bauchgefühl vertrauen sollen, dieses Kleidchen angeblich in Größe 36 wäre meiner Schwester zu weit gewesen und diese ist 20 cm größer als ich und aktuell im 6. Monat schwanger mit Zwillingen. Dazu waren die Ärmel mit den Trompetenansätzen viel zu lang und mit viel zu lang, meine ich satte 20 cm.

Vor den Änderungen sah das so aus:

Außerdem war ich mal wieder schneller als mein Hirn beim zusammennähen und die Borte hatte sich verschoben, so dass sie auf einer Seite nicht exakt aufeinander traf. Anfangs hätte ich das so gelassen, mittlerweile stören mich solche Kleinigkeiten, da es aber ja ohnehin zu weit war, war klar, das mach ich nochmal neu.

Erstmal hing das Kleidchen also doof herum. Gestern abend habe ich dann erstmal die Seitennähte neugemacht. Da ich zu faul zum Auftrennen war, habe ich einfach die Naht abgeschnitten, ich wollte ohnehin auf beiden Seiten mindestens 4 cm enger nähen. Das habe ich dann auch getan und dieses Mal auf die Borte geachtet, die nun überall schön aufeinander trifft.

Dann habe ich die Ärmel 20 cm gekürzt und die Trompeten neu angesetzt.

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Anschließend habe ich sowohl am Rockteil, als auch an den Ärmeln einfach umgeschlagen und versäumt.

Die Burda sieht für diese Kleid im Rückenbereich einen Reißverschluss vor, keine Ahnung, wozu man den brauchen sollte, das Ding ist aus Jersey und extrem weit, den hab ich weggelassen und mich geärgert, dass ich mir das nicht vorher überlegt hatte und nun halt eine Teilung im Rücken vorhanden ist, die ich einfach zusammen genäht habe.

Dann habe ich den Kragen gesäumt. Hier fehlte aus meiner Sicht das Schnittteil 5, einmal, laut Schnittmuster wäre das nur einmal zu zuschneiden, dann hat man aber zu wenig „Bündchen“ für den Ausschnitt. Ich habe es also zweimal zugeschnitten und angenäht. Keine Ahnung, was die Burda sich hier bei den Schnittteilen gedacht hat, aber das paßte alles vorne und hinten nicht. Ich hab anschließend die Schnittmusterteile für den Ausschnitt in die Tonne gekloppt und mir nach Gefühl selbst ein „Bündchen“ zugeschnitten und angenäht. Am V-Ausschnitt war das etwas frickelig, hab ich aber auch hinbekommen.

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Mein Kleidchen ist also nun fertig, es sitzt immer noch leger, trotz 8 cm Verschmälerung, aber tragbar und lässig.

Die Trompetenärmel sind immer noch recht lang, aber so, wie ich sie haben wollte.

Die Ausschnittlösung gefällt mir nicht perfekt, ist aber besser, als die Vorgabe der Burda.

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Verbraucht habe ich vorallem wegen des vielen Verschnitts durch das zunächst viel zu große Nähen knapp 2 Meter, was aber eben auch an der Borte lag, die ja passend zugeschnitten werden mußte.

Fazit: Der Burdaschnitt ist wirklich schön geworden, aber nächstes Mal verlasse ich mich auf meinen Bauch und passe das Muster bereits beim Zuschneiden an meine Größe an. Außerdem überlege ich mir vorher, ob ich da wirklich einen Reißverschluß brauche, wo einer hin soll. Der Schnitt von Kleidchen 112 ist aus meiner Sicht zwar geeignet für nicht so geübte Näherinnen, sonst wäre ich damit ja nicht klar gekommen, aber man sollte auf jeden Fall schon mutig genug sein, einfach mal was anzupassen oder abzuändern.

Insgesamt, war ich mit dem Kleidchen mit Zuschnitt zwei Nachmittage / Abende beschäftigt.

Neu gelernt habe ich den V-

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Jetzt wird das Kleidchen erstmal zum Brunch ausgeführt und geschaut, ob es so bequem und schick ist, wie ich hoffe….

Edit: ich bin hin und weg! Das Tragefoto:


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Geburtstagsnähen… TEIL 2

Da mein heutiger Geburtstag erst am Wochenende gefeiert wird, habe ich den Nachmittag zum Nähen genutzt und hatte diesmal echte Bündchen-Probleme, aber fangen wir vorne an und vorallem entschuldigt wegen der Fotos, aber hier ist es mittlerweile schon um 16:30 h dunkel und an ordentliche Fotos trotz Softbox nicht zu denken… seufz.

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Zum einen hab ich an meine LaSilla aus Stoffen vom Stoffmarkt meinen Kragen, die Armbündchen und des Bauchbündchen genäht. Hierbei habe ich nicht, wie sonst einfach das Bündchen angelegt und passend zugeschnitten, sondern hab mich auf den Schnitt verlassen und danach zugeschnitten. Leider paßte selbst mit ordentlich Ziehen das Bauchbündchen überhaupt nicht, letztlich hab ich dann hier einfach ein bißchen geschummelt, weil ich schlicht zu faul war, es noch einmal komplett neu zu machen.

Die Taschen gefallen mir bei der La Silla sehr gut. Das ist mal eine neue Variante und schmiegt sich schön an den Körper an. Die beulen sich wirklich nur an der Puppe so aus, wenn ich es anhabe tragen die Taschen nicht auf.

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Gefällt mir auch so sehr gut und meine Schummelei an der Naht des unteren Bündchens fällt kaum wem auf, würde ich behaupten.

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Die LaSilla ist allerdings für meinen Geschmack etwas lang geworden und endet bei mir knapp oberhalb des Knies. Sie gefällt mir, aber dennoch sehr gut und wegen des Stoffes möchte ich das auch eigentlich nicht ändern, eventuell setz ich mich da aber doch nochmal dran, mal gucken, wie der erste Trageversuch wird. Mal sehen, wann ich irgendwen zu Tragefotos überreden kann.

Beim Kragen habe ich mich für den Stehkragen entschieden und damit es nicht zu sehr nach Schlafanzug aussieht in dunkelblau abgesetzt.

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Was sagt ihr zum Stoff? Zu kindlich? Ich find es eigentlich ziemlich geil…. 🙂

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Außerdem habe ich ein Raglanshirt von Leni P. genäht, Stoffe vom Stoffmarkt. Das Shirt gefällt mir bisher vom Schnitt für solche Shirts eigentlich am Besten, allerdings war der Ausschnitt für mich etwas sehr weit, als das Shirt fertig war, daher habe ich einfach einen Abnäher reingebaut und finde das sieht gar nicht so sehr nach Notlösung aus. Ansonsten sitzt das Shirt wirklich perfekt und gefällt mir super gut.

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Ich habe diesmal in Größe XS genäht und das war für mich (158 cm / 51kg) die absolut richtige Wahl.

An den Ärmelbündchen habe ich allerdings ein Bündchen für Faule genäht, weil die Ärmel ein wenig lang waren und ich da nicht noch ein Bündchen dran bauen wollte.

Außerdem habe ich auch hier leider den Fehler gemacht und zugeschnitten, nach Schnittmuster und mich bei den Bündchen nicht auf mein Gefühl verlassen, das untere Bündchen ist daher auch hier etwas zu kurz und ich mußte genauso schummeln, wie bei der LaSilla. Daraus ziehe ich die Lehre, mich lieber auf meinen Bauch, als das Schnittmuster zu verlassen. Vielleicht ziehe ich auch einfach zu wenig an den Bündchen, keine Ahnung, aber ab jetzt schneid ich wieder nach Bauchgefühl zu.

Trotzdem bin ich mit meiner Geburtstagsnäherei sehr zufrieden und habe mir also zwei schöne Geschenke gemacht.

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