Leni PePunkt – Schwedenloop

Mittlerweile bin ich ja relativ furchtlos an der Nähmaschine und traue mich auch an schwierigere Dinge heran. seit knapp zwei Jahren nähe ich nun und trotzdem ist der Angstgegner immer noch Webware. Da kann man einfach schlechter schummeln, wenn etwas nicht klappt und Webware verzeiht auch Fehler einfach nicht so schön, wie elastischer Jersey oder Sweat.

Aber sich vor Angstgegnern verstecken war ja noch nie mein Ding, daher hatte ich den Plan, das mal anzugehen und das habe ich getan.

Auf dem letzten Stoffmarkt in Godesberg hab ich dann das Kleidchen „Schwedenloop“ von Leni Pe Punkt entdeckt und wußte, dass wird mein Versuchsobjekt. Wenn ich für meine Nichte nähe, geht a) weniger Stoff drauf, wenn es in die Hose geht und b) ist es bei einem 14 Monate alten Kleinkind nicht dramatisch, wenn mal eine Naht nicht 100% akkurat ist.

Genäht habe ich mit den Fat Quarters von Rico Design, die es bei Idee zu kaufen gibt. Dort habe ich mir zweimal den gleichen Stoff in unterschiedlichen Farben geholt. Einmal in rosa mit Glitzerdetails und einmal in petrol mit buntem Druck.

Zugeschnitten war schnell, diese Version hier ist in Größe 68-74 zugeschnitten, weil sie nicht für meine Nichte, sondern jemand anderes ist.

Ich habe mich, wie üblich für die Version ohne Schnickschnack entschieden und zwar das längere Kleidchen mit zusammengenähten Trägern.

Die Erklärung online ist mit vielen Bilderm versehen und wirklich sehr leicht verständlich.

Das Kleidchen ich auch beim ersten Mal sehr schnell genäht und ich habe viel gelernt. Ich hasse es ja abzustecken und arbeite daher mit Clips, aber auch die setze ich eher spärlich ein. Bei Webware geht das genauso gut, wie auch bei elastischen Stoffen. Das einzige was ich hier wirklich tun muß und was ich sonst ja eher vermeide ist das Bügeln. Hier muß man wirklich bügeln, sonst wird es doof.

Außerdem muß ich lernen akkurater und nicht schnell schnell zu arbeiten. Sonst entstehen solche Absteppkanten, wie hier, bei denen ich einfach behaupten werde, dass das totale Absicht war und so sein muß.

Ansonsten bin ich mit meinem Kleidchen wirklich sehr zufrieden. Sieht schick aus, keine Riesenfehler drin. Das mache ich direkt nochmal.

Fakten

Schnittmuster: Schwedenloop von Leni Pe Punkt

Stoff: Webware Fat Quaters von Rico Design (Verbrauch 2 Fatquaters insgesamt)

Modifikationen: Ich habe die Version ohne Schnickschnack mit zusammengenähten Trägern genäht.

Größe: 68-74

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Me Made May Kleidchen!

Hier ist es gerade mal wieder ziemlich turbulent und ich bekomme nicht alles so erledigt, wie ich es gern würde. Das Kleidchen für den Me Made May sollte eigentlich schon lange fertig sein, war es aber nicht… seufz.

Eben erst habe ich es gesäumt und jetzt muß ich mich beeilen, damit es noch rechtzeitig bei Me Made Mittwoch hochgeladen werden kann.

Ich brauchte trotz der Heldenbären immer noch ein Erfolgserlebnis also hab ich mich für die La Silla entschieden. Der Schnitt von Schnittgeflüster ist eine sichere Bank. Den hab ich noch nie verhauen, der paßt immer und ich schätze ihn in seiner Schlichtheit sehr.

Ich nähe am Liebsten die Variante mit dem Stehkragen, lasse allerdings die Ösen weg und mache ein Kleidchen daraus.

Diesmal habe ich das Veloursleder von Evlis Needle verarbeitet. Ein wunderschöner Stoff, sehr leicht und weich auf der Haut, angenehm zu tragen. Eingelaufen ist er beim Waschen nicht, ausgefärbt hat er auch nicht. Ich hab befürchtet, dass er sehr flust, aber das war nicht der Fall.

Der Stoff ist wirklich nur wenig elastisch, daher habe ich die La Silla in Größe 34 zugeschnitten, allerdings deutlich mehr Nahtzugabe dazu gegeben, damit es nicht zu weit wird.

Ich finde es sitzt sehr gut, betont die richtigen und versteckt die falschen Stellen.

Guckt bei den Fotos bitte nicht auf Haare und müde Augen, ich komm grad von der Arbeit und hatte keine Lust mich herauszuputzen, soll ja auch um die Kleidung gehen heute.

Fakten

Schnittmuster: La Silla von Schnittgeflüster

Größe: 34 mit 2 cm Nahtzugabe

Stoff: Veloursleder von Evlis Needle

Modifikationen: Stehkragen, kurzes Kleidchen, langer Arm, keine Taschen.

Und ab zum Me Made Mittwoch damit!

Meine fertigen La Sillas findet ihr hier: Klick!

Heldenbären

Beim Nähen lief es gerade nicht sonderlich. Alles was ich angefangen hab, hab ich verkackt und zwar übelst. Ich hab in den letzten Wochen mehr Stoff und Vlieseline weggeschmissen, als gut für mein Nervenkostüm war und nein, das wolltet ihr nicht sehen, das war einfach sehr dusselig.

Daher hab ich mir was ganz einfaches ausgesucht.

Etwas bei dem man nichts verkacken kann. Etwas, bei dem ich wenig Konzentration brauche und viel Spaß habe.

Die Heldenbären von Alles für Selbermacher.

Die Bären waren eine Charityaktion von Alles für Selbermacher. Der Erlös kommt der Elbschule in Hamburg zu Gute, das hat mir noch mehr gefallen. Außerdem tragen die kleinen Bären Cochlae Implantate, was ich noch cooler fand.

Die Bären durften also hier einziehen. Es sind im Grunde nur zwei Stoffstücke, auf denen die Heldenbären aufgedruckt sind. Man schneidet sie aus, näht sie rechts auf rechts mit Wendeöffnung zusammen, wendet sie und füllt sie, dann schließt man die Wendeöffnung.

Fertig.

Das Füllen hat noch am Längsten gedauert, die Nähte sind flott gemacht, das Zuschneiden ging ebenfalls fix und ich hatte ne Menge Spaß beim Nähen.

Die Bären sind also perfekt für Anfänger geeignet, man kann seine Maschine ausprobieren und etwas Hübsches nähen, ohne große Gefahr, dass es nicht gelingt.

Ich hab für die Zwillinge zwei Bären genäht, einen in rosa und einen in blau.

Fakten

Strickmuster: Ohne Schnittmuster, man schneidet einfach am Umriss der Heldenbären entlang.

Stoff: Heldenbären von Alles für Selbermacher / Füllwatte

Modifikationen: Keine

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Zauberhafte Quilt- und Patchworkideen von Constanze Derham

Heute findet ihr beim Frickelcast den Frickeltalk von Feierabendfrickeleien und mir mit Constanze Derham, (Amazon Affiliate Link) die ihr alle vermutlich eher von ihrem Blog Nahtzugabe kennt.

Constanze talkt mit uns zum Thema Bloggen, stricken und zu ihrem neuen Buch „Zauberhafte Quilt- und Patchworkideen“ (Amazon Affiliate Link) , das im BuchVerlag für die Frau erschienen ist.

Der Buch Verlag für die Frau war mir vorher nicht bekannt, bietet aber eine breite Palette an Kochbüchern, Handarbeitsbüchern und auch Dingen zur Kulturgeschichte und Literarisches. Da kann man ruhig mal reinschauen.

(Amazon Affiliate Link)

Wir kennen Constanze vom Nähbloggertreffen in Köln und haben uns sehr gefreut, dass sie uns im Frickelcast Rede und Antwort stand, aber natürlich auch, dass wir jede eines ihrer Bücher rezensieren dürfen und das tun wir heute.

Feierabendfrickeleiens Rezension findet ihr hier: Klick!

Und hier ist meine Meinung.

Das Buch hat ein schönes Format und mir gefällt vorallem sehr gut, dass es aufgeschlagen liegen bleibt, so kann man es beim Nähen neben die Maschine legen und es blättert sich nicht weiter und man muß es auch nicht mit Nähgewichten beschweren.

Die Bilder hier im Beitrag hat uns Constanze übrigens zur Verfügung gestellt und während ihres Umzugs mal eben schnell in ihrer Wohnung gemacht, sie sind also extra für unsere Blogbeiträge gefertigt worden. Danke Constanze dafür!!

Das Buch ist kein reines Anleitungs- und Erklärbuch, wenn sich natürlich auch viele Anleitungen zum Quilten und Patchworken darin befinden.

Es ist aufgeteilt in die Bereiche Materialien, Werkzeuge, Grundlegende Techniken und dann den Teil Quilts, in dem die Muster und verschiedenen Arten zu Nähen, die verschiedenen Stile und kulturellen Besonderheiten vorgestellt werden.

Ich bin ja wirklich nicht der Quilt- oder Patchworknäher, dazu fehlt es mir an Geduld, aber hier habe ich viele Ideen und Anregungen gefunden und ein Pattern hat es mir so angetan, das werde ich definitiv nachnähen.

Aber eins nach dem Anderen.

Materialien:

Hier geht es zunächst um Stoffe, welche eigenen sich, welche nicht, welche nutzt man traditionell, welche sind nicht so verbreitet. Wichtigste Voraussetzung, sie dürfen nicht elastisch sein. Hier wird auch genau erläutert, welche Stoffe welche Vorzüge aufweisen und warum sich welche Stoffe nicht so gut eignen, das hat mir gefallen, da ich ja oft zu unkonventionellen Umsetzungen neige, kann ich hier dann nachlesen, ob meine Idee funktionieren wird, oder nicht.

Auf die Wattierung und Garne zum Nähen wir ebenfalls eingegangen, gerade bei den Garnen gibt es Informationen, die mir als Nähanfängerin noch nicht bekannt waren. Das war sehr informatiov und gut erklärt. Constanze schreibt dabei jedoch locker leicht und angenehm zu lesen, ich fühlte mich hier nicht belehrt, sondern angenehm weitergebildet, das gelingt nicht jedem Autoren.

Werkzeuge:

Hier stellt sie Rollschneider und Schneidematte vor, weist auf Lineale und Nadeln hin und gibt auch Informationen zum genutzten Nähmaschinenfüßchen. Außerdem stellt sie einige praktische Helfer vor, ohne dabei aber zu viel Schnickschnack zu empfehlen, den kein Mensch braucht. Das finde ich gut, außerdem hält sie sich hier allgemein und nutzt es nicht als Werbeplattform, auch das hat mir gefallen.

Techniken:

Hier geht es zunächst um die Vereinfachung des Zuschnitts zum Patchworken und Quilten und das war für mich sehr interessant, denn das Zuschneiden und die Notwendigkeit hier sehr exakt zu arbeiten hat mich beislang immer davon abgehalten, es mal zu probieren. Mit den Hinweisen hier traue ich mich aber vermutlich doch bald heran.

Auch das Nähen wird erläutert und Hinweise zur Vereinfachung gegeben. Selbst auf das Bügeln bezieht sie sich und dann wird natürlich das Quilten erläutert. Mir war bisher nie wirklich klar, was das überhaupt ist, daher ist die Erklärung, das Quilten die Verbindung der Vorderseite mit einer Wärmenden Zwischenlage und einer Rückseite ein Quilt ist, für mich wichtig. Erfahrene Näherinnern werden hier vielleicht denken, das weiß ich doch, aber für mich war das endlich mal eine Erklärung mit der ich etwas anfangen konnte. Sehr umfangreich und mit vielen vielen Bildern stellt sie hier dann die verschiedensten Techniken des Quiltens vor und das sind wirklich viele Möglichkeiten, die alle einen anderen Effekt oder einen anderen Nutzen haben.

Natürlich stellt sie dann auch verschiedenste Möglichkeiten zur Einfassung des Randes vor. Hier fand ich die Bilder sehr hilfreich, da ich mich bei solchen kleinen Frickelarbeiten echt schwer tue, hat mir das sehr viel erleichtert. Und hier taucht auch mein Lieblingspattern zum ersten mal auf. Die Wassermelonen. Die gefallen mir so gut, dass ich meine Scheu vor dem Patchworken überwinden werde und das auf jeden Fall probieren muß.

Die Quilts:

Hier geht es los mit dem Log Cabin Muster, etwas das mir auch vom Stricken bekannt war. Ein Log Cabin Blanket will ich eigentlich immer schon nähen. Hier bringt die Autorin dann verschiedene Beispiele, wie das Muster eingesetzt werden kann, zum einen mit einer Geknoteten Blockhausdecke, die mir wirklich gut gefällt und bei der ich nicht wissen möchte, wie viel Arbeit darin steckt. HAMMER!

Bei jedem Muster gibt es übrigens erstmal in einem kleinen Kasten die Materialübersicht. Die Angaben sind hier sehr genau und erscheinen mir passend. Es werden benötigte  Materialien und Werkzeuge angegeben.

Anschließend folgt die sehr ausführliche und bebilderte Anleitung, in der man zusätzlich Tipps zur Vereinfachung oder besseren Umsetzung findet.

Die Arbeitsschritte sind alle nummeriert und die Bilder ebenfalls, so dass man genau erkennen kann, welches Bild, welchen Arbeitsschritt zeigt. Das hat mir gut gefallen und so kommt man nicht durcheinander.

Das nächste Muster ist mein Liebling, das Melonentischset. Die Melonen sind der Hammer, das sieht super aus und ein Tischset ist auch ein überschaubarer Arbeitsaufwand für einen ersten Patchworkversuch, finde ich. Mal sehen, wann ich Zeit finde, die Nachzunähen.

Dann kommen Muster aus gleichen Teilen mit Irish Chain und Zickzack, ein Kissen, das für mich extrem gut aber auch sehr aufwändig aussieht, das ist kleines Minimini-Nähen, ich bewundere jeden der da die Geduld zu hat, ich würde ausrasten.

Die Decke im Zickzackmuster ist dann schon eher wieder mein Fall, das sind große Flächen, das sieht sehr clean und modern aus und gefällt mir sehr. Sollten meine Melonentischsets mich nicht an den Rand des Patchworkwahnsinns bringen, wäre das mein zweites Projekt, als Läufer übers Bett oder zum Kuscheln auf dem Sofa.

Neben der Nähanleitung findet sich hier auch immer ein kurzer Text zur kulturellen Herkunft und Geschichte der jeweiligen Muster, das fand ich sehr spannend und interessant, wie unterschiedlich sich die Techniken entwickelt haben.

Auch die Bargello Tischsets finde ich da spannend. Hierbei geht es vorallem um die Schneidetechnik und das Ergebnis sieht toll aus.

Bei den traditionellen Blockmustern findet sich dann die Windmühlendecke, die Windmühlenmuster habe ich immer vor Augen, wenn jemand Patchwork erwähnt, das ist für mich das Urpatchwork, auch wenn das wohl nicht stimmt und nur in meinem Kopf so verknüpft ist. Die Beispiele von Constanze sind übrigens farblich zwar bunt aber nicht zu bunt, sie greift zu Mustern und Farben, die sich gut fotografieren lassen und bei denen man die einzelnen Schritte auf den Bildern gut erkennen kann.

Natürlich gehört hierzu auch das nächste Muster, nämlich eine Weihnachtssterndecke, hier wird genau beschrieben, wie man was zusammen setzen muß, um den gewünschten Weihnachtsstern zu erhalten und die fertige Decke gefällt mir ebenfalls sehr gut, aufgrund der Stoffwahl, wirkt das sehr modern und gar nicht so kitschig, wie ich diese Decken sonst von Weihnachtsmärkten und co kenne. Danke für die Anregung und den klaren Hinweis, wie viel die Stoffauswahl hier ausmachen kann.

Natürlich kann man diese Art des Patchworkens auch im kleinen Maßstab machen. Beim Kissenbezug mit dem großen Stern zeigt sie das übrigens und eigentlich kann man ja jedes Patchworkmuster auf die Größe zurecht basteln, die man gerne hätte.

Ihre Anleitungen kann man also auch Anregungen verstehen,. bzw. als Techniknachschlagewerk.So auch bei der Babydecke mit Album Blöcken. Die meisten der Muster sind ja eckig und kantig und sehr geometrisch, aber auch runde Teile können gepatchworkt werden, so zum Beispiel der Drunkards Path, ein Kissen mit runden Teilen. hier wird dann auch der Zuschnitt und die Anfertigung einer Schablone erklärt. Außerdem beschreibt sie ausführlich und auch für mich verständlich, wie man schöne Rundungen mit der Nähmaschine hinbekommt.

Neben Kissen und Decken gibt es auch eine Anleitung für hübsche Motive, die man dann auf Taschen, Kleidung oder Ähnliches applizieren kann.

Japanisches und koreanisches Patchwork sowie amish Quilten wird ebenfalls beschrieben und der wunderschöne japanische Tischläufer gefällt mir sehr gut. Er hat ein Handquilting, dass ebenfalls gut erläutert wird, mir aber deutlich zu viel Arbeit und Aufwand ist. Sieht aber sehr grandios aus.

Ihr lest heraus, ich bin wirklich begeistert und zwar nicht nur, weil ich Constanze schätze, sondern eben auch, weil ich mit Patchworken bisher wirklich nicht viel anfangen konnte und ihr Buch mir aber die Scheu genommen hat, mich damit auseinander zu setzen und mir vermittelt hat, das ist keine Hexerei, das kann ich auch, vielleicht nicht direkt beim ersten Mal komplett gerade und perfekt, aber ein paar Melonen kann ich bestimmt nähen.

Danke für den schönen Einblick in eine mir bislang fremde Technik und vorallem für so viele Informationen rund um das Patchworken, die einem mitgeliefert werden.

 

Weitere Bücher von Constanze Derham: (Amazon Affiliate Link)


 

Die Lieblingsbuxe

Seit knapp 20 Jahren besitze ich eine Nickihose von H&M, die ich heiß und innig liebe. Sie sitzt perfekt, ist schön kuschelig und warm und die Farbe mag ich auch.

In der letzten Zeit ist sie aber wirklich nicht mehr vorzeigbar.

Als dann vor einiger Zeit auch noch der Schritt nicht nur riß, sondern regelrecht platzte, wurde es Zeit für einen Nachfolger der Buxe. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach versucht, sie zu ersetzen und bin immer kläglich gescheitert, keine saß so gut, war so kuschelig und wurde so geliebt. Auf den nächsten Fotos seht ihr, wie arg sie mitgenommen war.

Wenn ich mir aber überlege, dass es sich um eine 20€ Buxe handelt, dann sind knapp 20 Jahre Haltbarkeit sehr super oder?

Die Bändels unten an der Hose haben sich schon vor Jahren in der Waschmaschine verabschiedet, dementsprechend sahen die Hosenbeine unten dann auch aus… Seufz.

Ich habe also einfach die alte Hose auf den Stoff gelegt und und mit ein wenig Nahtzugabe mit dem Rollschneider ausgeschnitten.

Bei der neuen Hose wollte ich unten an den Beinen Bündchen und keine Bändels haben, das hab ich einfach mit dem Bündchenstoff von JuniDesign gemacht, diese habe ich aber absichtlich sehr weit und nicht eng anliegende genäht. Auch den Taillenbund habe ich nur damit gemacht. Leider habe ich hier ein wenig zu stark gedehnt beim Zusammennähen, so dass er sich etwas wellt und hier könnte die Hose auch einen kleinen Tick enger sitzen. Sie rutscht nicht, aber etwas fester wäre irgendwie noch besser gewesen.

Mit meiner neuen Wohnhose bin ich ausgesprochen zufrieden.

Ich bin wirklich überrascht, wie einfach das war. Sie paßt gut, ist genau so kuschelig, wie ich das haben wollte und sitzt trotzdem bequem und fest, ohne ständig zu rutschen.

Meine Rosa-Grün-Farbkombi find ich auch besser, als erwartet, da hatte ich zwischenzeitlich etwas Angst, dass es zu sehr nach Schlafanzug aussieht und ich damit dann nicht mal eben zur Mülltonne oder so flitzen kann. Bin aber zufrieden, das gefällt mir sehr.

Vor dem Vernähen des Nickistoffs hatten mich einige gewarnt, der würde stark fusseln und ich solle den Staubsauger bereit legen. Er hat auch ein bißchen gefusselt, also mehr als glatte Baumwolle aber nicht so viel, dass ich es ganz schlimm gefunden hätte. Guckt mal hier auf dem Bild seht ihr ein wenig die Fusseln auf dem Boden, das ging, wenn man bedenkt, dass man auf unseren schwarzen Fliesen wirklich alles sieht.

Frau Katze hat die Buxe auch direkt akzeptiert und ist begeistert. Sehr kuschelig.

Sowas trauen wir uns jetzt öfter.

Habt ihr schon mal einen Schnitt von einem bestehenden Kleidungsstück abgenommen?

Zeigt doch mal!

Fakten

Schnittmuster: Kein Schnittmuster, von einer existenten Hose von H&M abgepaust

Stoff: Nickistoff von JuniDesign und rosa Bündchenstoff von JuniDesign

Modifikationen: Keine.

Größe: XS

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties von den Dienstagsdingen , Creadienstag und Handmade on Tuesday und zu den Lieblingsstücken.