„Shawls“ – Mairlynd / Melanie Berg

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Am Montag hatten wir Melanie Berg im Frickeltalk zu Gast und natürlich haben wir da auch über ihr neues Buch „Shawls“ gesprochen.

Und hier folgt nun die Rezension, denn wir haben auf Herz und Nieren geprüft.

Das Buch ist im frechverlag erschienen und kostet 22 Euro.

Es ist zweisprachig, das heißt die Texte und Anleitungen sind auf Deutsch und Englisch enthalten. Letzteres finde ich sehr gut, wenn man sich endlich mal englische Anleitungen herantrauen möchte, ist das Buch dazu sehr gut geeignet, weil man hier genau sehen kann, was wo wie gemeint ist und zur Not die deutsche Anleitung zur Hilfe nehmen kann. Dabei hat mich allerdings total irritiert, dass bei den Texten hier und da der deutsche und  Englische Text nicht identisch waren. Die Aussage war ähnlich oder gleich, aber der Text nicht eins zu eins übersetzt. Ich bin da ein kleiner Monk, sowas macht mich nervös und jetzt, wo es mir an zwei drei Stellen aufgefallen ist, suche ich halt regelrecht danach. Bescheuert, ich weiß.

Die Bilder sind alle Melanies original Bildmaterial. Da es viele der Tücher bereits einzeln als Download zu kaufen gibt über Ravelry, hat Melanie Berg hier ihren Stil beibehalten und die Fotos genutzt. Ich mag die Mairlynd Bilder und schätze es sehr, dass hier immer der Fokus auf dem Strickstück und nicht auf dem Model liegt, so dass man als Strickerin wirklich das gezeigt bekommt, was man sehen möchte. Form, Muster und der Fall des Tuches sind sehr gut zu erkennen.

Ich persönlich bin ja ein großer Freund von Schemazeichnungen, diese befinden sich bei jeder Überschrift, sind aber eher eine grobe Skizze des Tuches und zeigen weder Strickrichtung noch Maße.

Das Buch beginnt mit einem sehr schönen Vorwort und startet dann mit den Themen „Garne ersetzen“ und „Maschenprobe“. Aufmerksamen fällt es auf, hier fehlt doch was. Und ja, es gibt kein Inhaltsverzeichnis. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so stört, aber es stört mich kolossal, so sehr, dass ich mehrmals gesucht habe, ob nicht doch irgendwo hinten eines versteckt ist, aber nein. Kein Inhaltsverzeichnis. Gut, das Buch hat nur 128 Seiten, da wuselt man sich auch ohne Inhaltsverzeichnis flott durch, trotzdem fehlt es mir.

Zurück zur Maschenprobe, ich gestehe, bevor ich für ein Tuch eine Maschenprobe mache, friert die Hölle zu. Ich mache sie schon bei Bekleidung nur im äußersten Ausnahmefall, bei einem Tuch, nein. Definitiv nicht, nun bin ich aber auch erfahren genug, mein Strickstück in Größe und Form selbst anpassen zu können, wenn etwas nicht paßt. Daher ist für Anfänger oder unsicherere Strickerinnen so eine Maschenprobe natürlich immer sehr hilfreich.

Melanie erklärt auch, wie man Tücher spannt, besondere Techniken werden erläutert. (Leider ohne Schema oder Bild.)

Und dann kommen die Tücher.

Im Buch enthalten sind 15 Tücher, wovon drei gänzlich neu sind und 12 quasi die Best of ihrer bisherigen Anleitungen, wer also schon viele Anleitungen von Melanie hat, sollte auf jeden Fall schauen, ob sich das Buch für ihn noch lohnt. Ich habe 4 der Anleitungen aus dem Buch und fand dennoch, dass ich das Buch unbedingt haben möchte, einfach weil es sehr schön ist und ich gerade auf Strickbücher sehr abfahre. Wer eher ökonomisch denkt, sollte durchrechnen.

Alle Muster könnt ihr euch bei Ravelry ansehen!

„Abuelito“ ist ein wunderschönes Dreieickstuch mit Lacekante in drei Farben, welches ich auf jeden Fall nachstricken werde und die Lanagrossa Slow Wool Lino (Amazon Affiliate Link) liegt dafür auch schon hier bei mir bereit.

„A Twist to it“ wird aus feinem Lacegarn von Shibui gestrickt und besitzt 34 kleine Knöpfe, damit es hübsch variert getragen werden kann.

„Caress my Soul“ istn ein wunderschönes halbrundes Tuch, das mir sehr gut gefällt und ein tolle Lochmusterkante hat, die sehr botanisch wirkt.

„Decemberist“ ist ein großes kuscheliges Lacetuch aus sehr dickem Garn, mir gefällt es fantastisch gut und irgendwann werde ich das nachstricken.

„Grand Bazaar“ ist eine luftige schöne Stola mit einem sehr tollen Lochmuster aus Fingering Garn.

„Marelle“, ein asymetrisches Dreiecktuch, spielt weniger mit Mustern der Maschen, als eher mit Farben und gefällt mir ebenfalls.

„Midnight in Berlin“ ist ebenfalls wunderschön und ist ein großes Dreieckstuch mit Hebemaschen und Streifen. Ebenfalls genau mein Geschmack.

„Ocean Bound“ ist eines der wenigen Tücher, die nicht so mein Fall sind. Hier gefällt mir der Laceteil nicht, warum kann ich gar nicht genau sagen, aber hier zuckte nicht der Direkt-Stricken-Finger.

„Perhaps Perhaps“ hingegen ist dann wieder genau mein Fall und das obwohl es gewisse Ähnlichkeiten zu „Ocean Bound“ aufweist, manchmal ist es komisch, was man unbedingt tun will und was nicht.

„Picking Daisys“ mag ich ebenfalls hier haben wir ein tolles Tuch in kraus Rechts mit kleinen Bündelmaschen, die einen tollen Effekt erzielen.

„Quicksilver“ ist ja einer meiner Lieblinge, den habe ich bereits 3  Mal gestrickt und er geht einfach immer, ein flott zu strickendes Tuch mit Streifen und Lademusterblöcken in 3 Farben.

„Solaris“ steht noch auf meiner noch zu stricken Liste, das Garn habe ich bereits, hier finde ich vorallem die Nutzung eines Farbverlaufs total gut gelungen.

„The Girl in me“ ist wieder ein klassisches Dreiecktuch mit Hebemaschenborte, mag ich auch, gefällt mir aber weniger gut, als „Midnight in Berlin“ und rutscht daher auf der Strickliste erstmal nach hinten.

„The Joker and the Thief“ war damals mein erstes Farberlaufstuch und es ist so unfassbar schön. Ich trage es immer noch gerne und habe damals für Melanie Testgestrickt. Dieses Tuch ist einfach ein Traum.

„Two Roads“ ist das letzte in der Reihe, ein einfarbiges Tuch mit einem fantastischen und modernen Zopfmuster. Wirklich sehr schön.

Die Anleitungen sind gut verständlich und ausführlich. Etwas irritierend fand ich hier, die beiden Sprachen in Spalten au einer Seite, da hätte ich es für mich übersichtlicher gefunden, wenn die Sprachen nacheinander aufgeschrieben worden wären. So rutsche ich schonmal in das englische Muster und merke es nicht.

Hinten im Buch finden sich aber auch Charts zu allen Anleitungen, wer also mit ausgeschriebenen Anleitungen nicht klar kommt, der findet hier Hilfe.

Und dann folgen Designbeispiele von Melanies Teststrickern und Freundinnen und immer auch ein kleiner Text dazu, der sich auf das gezeigte Tuch bezieht. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man zum einen die Bilder von Ravelry erkennt oder auch die Strickerinnen aus der Strickcommunity bekannt sind. Das war toll.

Kommen wir zu einem Fazit: Im Buch sind 15 wunderschöne Tücher, toll fotografiert, mit gutverständlichen und gut strickbaren Anleitungen versehen, verschiedene Schwierigkeitsgrade und Garnstärken, da dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer also gerne Tücher strickt, der wird mit diesem Buch sicherlich sehr glücklich.

Bei Berlinknits haben wir Strickelfen Melanie Berg getroffen!

Ja, ich weiß, ich bin auf diesem Bild wunderschön! 😛

Außerdem im Foto:

Feinmotorik

The Knitting me

Solunas kreatives Chaos

Mairlynd

Feierabendfrickeleien

Pollyesther Hoppenstedt

Candy Kowalski

Frau Katze mag das Buch auch

Deutsche Merino Mütze von Grosse Wolle und Austermann Kid Silk Mohair

Schon vor einiger Zeit hat Daniel von Grosse Wolle, den wir kürzlich im Frickeltalk zu Gast hatten: Klick! uns Garne aus seinem Fundus zur Verfügung gestellt.

Mir war klar, ich will daraus eine kuschelig warme Mütze haben, die sehr dicht ist und die ich im Winter tragen kann, wenn ich meist mit nassem Haar zur Arbeit fahre.

Also habe ich 90 Maschen angeschlagen, ein rechts links Bündchen gestrickt , dann etwa 10 cm glatt rechts hoch dann einfach Abnahmen gemacht, bis die Mütze die gewünschte Form hatte.

Das Garn ist noch mal weicher geworden beim Stricken und schön aufgeflauscht in der Waschmaschine. Ich habe sehr fest mit Nadelstärke 5 auf den Addi Crasy Trios (Amazon Affiliate Link)  von Sylvie gestrickt, eben weil ich ein festes und dichtes Gestrick haben wollte. Wenn ihr das nicht wollt, nehmt auf jeden Fall eine Nadelstärke mehr.

Das Mohair ließ sich überraschend gut stricken und hat sich mit der ruppigeren Merino gut vertragen. Das Bündchen habe ich nur in der Merino gestrickt, den Rest der Mütze habe ich beide Garne zusammen genutzt, so dass eine tolle melierte Optik entsteht.

In Kombination ist beides für mich ausreichend weich und als Mütze gut tragbar. Die Mütze ist wirklich sehr dick und sehr dicht, so dass mein Haar und meine Öhrchen auch gut geschützt sind.

Im Merino von Grosse Wolle war hier und da noch ein klitzekleines Stückchen Stroh, das hat mich nicht gestört und ließ sich gut enternen. In meinen 100g waren vielleicht 3 winzig kleine Stückchen, das ist hinnehmbar und bei einem nachhaltigen Naturprodukt für mich absolut in Ordnung.

Das Garn von den deutschen Schäfern ist ganz klar nicht so weich, wie ihr es sonst von Merino gewohnt seid. Ich bin ja sehr kratzempfindlich und finde es aber als Mütze, Handschuhe oder auch als einen Cowl tragbar. Wenn ich Kleidung daraus machen würde, würde ich jedoch etwas darunter ziehen wollen. Trotzdem fand ich das Garn nicht kratzig, eher robust und trocken in der Haptik. Mir hat das überraschend gut gefallen und ich habe mir bei Daniel noch mehr in Fingering geordert, um mir eine Weste daraus zu stricken.

Das Mohairgarn ist trotz seiner Dünne sehr stabil und ließ sich gut verstricken und auch ribbeln, keine Probleme, kein Reißen, sehr gute Qualität. Der leichte Farbverlauf fällt im Gestrickt weniger auf, als ich erwartet hätte, ist aber wahrnehmbar. Mir gefällt es sehr. Das Mohairgarn ist natürlich flauschig, wie Mohair nun mal ist, piekst aber nicht und ist so für mich auch nutzbar und auf der Haut tragbar.

Fakten

Strickmuster:  Frei nach der Nase kein Muster  vorhanden.

Garnverbrauch: Grosse Wolle Merino 3-fädig in Farbe 56a  66 g / Austermann Kid Silk Mohair Degrade 9g  in orange rot.

Größe: Onesize

Nadeln:  Addi Crasy Trios 5 mm  (Amazon Affiliate Link)

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties von den Dienstagsdingen , Creadienstag , außerdem zu Auf den Nadeln bei Maschenfein und zu den Lieblingsstücken ,sowie zur Caros Fummeley.

Gimme Rose von Wooladdicts

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Vor Kurzem hat mich Lilientinte zu ihrem Knittingdate eingeladen und weil allein zum Stricktreff fahren nicht so viel Spaß macht, wie gemeinsam, habe ich Feinmotorik, die Maschenprobenuschi und Pollyesther Hoppenstedt eingepackt und auf ging es in das Lokal in Gummersbach.

Dort hatte Lilientinte bereits alles fein dekoriert und wir durften unsere Goodiebags von Wooladdicts, die das Treffen gesponsort haben, auspacken. Außerdem gab es ein kleines Giveaway von Strickimicki. Sehr süß war das und total schön.

Leider hab ich ja kurz darauf mein Iphone zerballert, weshalb ich keine Bilder vom Treffen und der Goodbag habe.

Verzeiht es mir.

Wir hatten auf jeden Fall einen ganz fantastischen Nachmittag, wenn der auch bei einigen von uns hauptsächlich aus Maschenanschlag und Ribbeln bestand. Vorallem mein Mützchen und der Schal von der Maschenprobenuschi waren wirklich nicht leicht.

Ich hatte mich für das Gimme Rose Mützchen entschieden und war sehr erstaunt, als ich feststellte, dass das Bündchen in Patent gestrickt wurde und zwar in doppeltem Patent, bei dem die Anleitung dann auch noch fehlerhaft war. Keine von uns Vieren hat es vor Ort geschafft, das Muster wirklich fehlerfrei hinzubekommen und wir waren von Anfängerin, bis zur sehr erfahrener Strickerin wirklich in jedem Wissensstand vertreten.

Wir haben dann mit diesem Video von Elizzza wenigstens herausgefunden, wie es geht (DANKE an dieser Stelle für die wirklich immer hilfreichen Videos von Elizzza) und Zuhause fiel dann bei den meisten von uns der Groschen und auch ich habe dann endlich meinen Fehler gefunden: mein Muster ging nicht auf, weil die Mütze auf einer Rundstricknadel in REIHEN gestrickt wird und ich aber schön in Runden unterwegs war, natürlich ist dann da immer eine linke Reihe im Weg.

Als der Knoten dann aber auch geplatzt ist, ging es gut voran.

Die anderen Muster sind wirklich einfach aber Gimme Rose und Twice as Nice sind ganz klar keine Anfängerstrickmuster. Dazu verstehe ich wirklich nicht, warum man die Mütze in Reihen stricken und dann zusammennähen sollte. Das habe ich auch nicht gemacht, das wäre zusätzliche Arbeit und bei zusätzlicher Arbeit werde ich immer ganz schlimm bockig.

Ich habe mir das Muster auf Runden umgeschrieben und so weiter gestrickt.

Mein Mützchen ist wirklich hübsch geworden und ich trag es im Herbst und Winter bestimmt oft und gerne. Gerade ist es vielleicht ein wenig warm. Trotz Gewitter eben, etwa 32 Grad,

Gestrickt habe ich auf 3,5 mm Addi Nadeln (Amazon Affiliate Link) , die mag ich, die rutschen gut und auch wenn sie nicht so spitz sind, ging das Patent wirklich gut damit.

Das Garn ist das Love von Wooladdicts. (Amazon Affiliate Link)

92% Schurwolle und 8% Poly, dabei überraschend weich und fluffig. Hat mir gefallen, ließ sich gut stricken und ist ein wenig elastisch. Fand ich wirklich gut. Natürlich spürt man, dass es sich dabei um ein Garn mit Polyanteil handelt, aber es ist wirklich günstig und zu dem Preis finde ich die Qualität sehr gut. Es handelt sich um ein Garn mit Kettenzwirungung, das also wirklich auch sehr strapazierfähig und stabil ist. Trotzdem ist es weich und ich würde es trotz Polyanteil wohl auch für eine Strickjacke verwenden.

Und ich habe wirklich oft geribbelt. Das Bündchen mindestens 6 Mal und die Wolle hat weder geflust, noch gepillt und sieht auch an den geribbelten Stellen wie neu aus. Find ich prima.

Leider ist die Wooladdicts Seite von Langyarns ein Fiasko, die Suchfunktion funktioniert nicht richtig und übersichtlich finde ich sie auch nicht. Mir da eines der Sets auszusuchen hat ewig gedauert, in der mobilen Version war es noch unübersichtlicher. Da muß nachgebessert werden, das ist weder sinnvoll noch praktisch aufgebaut und filtern kann man auch nur bedingt. Außerdem scheint man SEO vernachlässigt zu haben, sucht man nach den Mustern oder nach Wooladdicts bei Google wird man erst auf Platz 5 oder je nach Muster noch weiter hinten fündig. Das ist wirklich richtig schlecht. Da ranken winzige Wollshops vor der Hauptseite von Wooladdicts. Wirkt auf mich, wie mit sehr heißer Nadel gestrickt und noch nicht ganz fertig und vorallem ist der Seitenaufbau nicht von Strickern entworfen. Wenn ich ein Muster suche, dann will ich nach dem Garn suchen, nach Pullover, Schal oder Mütze und ich will Filter setzen können und direkt sehen, aus welchem Garn etwas gemacht ist, dafür will ich nicht mehrere unterschiedliche Seiten öffenen oder Pop Ups haben, das will ich direkt sehen, beim Scrollen. Das ist hier leider sehr umständlich gestaltet.

Die Muster kann man alle auch für um die 6 Dollar bei Ravelry kaufen, auch hier muß ich Kritik üben, das ist für ein Mützenmuster, das noch dazu so fehlerhaft ist, dass ein ganzer Stricktreff es nicht schafft, das Muster umzusetzen und das in Reihen arbeitet, schlicht viel zu viel Geld. Für die Kleidungsstücke total Ok, aber für die Mützchen, Jacken und Schals, nein, das wäre mir zu teuer.

Den Cardigan „No Plain Jane“ werde ich übrigens ganz unbedingt noch stricken, aus ähm… Gründen und wir haben alle Anleitungen erhalten.

Die Schnitte und Muster sind alle wirklich wirklich schön, die Garne gefallen mir ebenfalls, aber beim Preis der Muster und beim Aufbau der HP muß sich was tun, sonst macht mich das nicht an.

Auch die Angabe zum Verbrauch sollte überdacht werden.

Benötigt werden angeblich 100g. 50 g rosa und 50 g grau.

Verbraucht habe ich 16 g rosa und 17 g grau. Das finde ich schob enorm viel weniger und meine Mütze entspricht in den Maßen den Angaben der Anleitung.

Fakten

Strickmuster: Gimme Rose von Wooladdicts

Garnverbrauch: 16 g rosa und 17 g grau Love von Wool Addicts (Amazon Affiliate Link)

Modifikationen: Ich habe in Reihen statt in Runden gestrickt

Größe: Einheitsgröße

Nadeln: Addi  3,5 mm Rundstricknadel (Amazon Affiliate Link)

Natürlich geht es zu den Lieblingsstücken !

Ich hopse zu Meine Fummeley!

Außerdem verlinkt bei: Du für Dich am Donnerstag, Sewlala, Auf den Nadeln

Das Strickmusterbuch von Lydia Klös

[Werbung / Rezensionsexenplar]

Im letzten Frickelcast haben Feierabendfrickeleien und ich ja bereits vom Strickmusterbuch aus dem frechverlag geschwärmt und hier kommt nun meine ausführliche Rezension dazu.

Das  Strickmusterbuch ist von Lydia Klös geschrieben und im frechverlag erschienen.

Von Lydia Klös gibt es auch viele weitere Bücher nicht nur zum Stricken, sondern auch zum Schmuckdesign. Diese findet ihr hier auf der Seite vom frechverlag: Klick!

Es kostet stolze 29,99€ und ist aus meiner Sicht tatsächlich jeden einzelnen Cent wert.

Auf 320 Seiten stellt Frau Klös wunderschöne Strickmuster vor.

Rechts-Links-Muster

Zopfmuster / Zugmaschenmuster

Aranmuster / Trachtenmuster / Keltische Muster

Zopf-Lochmuster

Lochmuster / Fallmaschenmuster

Hebemaschenmuster

Noppen-/ Blüten- / Blattmuster

Patentmuster / Tiefergestochene Maschen

Musterbordüren

Jacquard- und Intarsienmuster

Außergewöhnliche Techniken

Grundtechniken

Vom Muster zum Modell

Sind die Abschnitte, in die das Strickmusterbuch unterteilt ist, dabei ist es praktischerweise mit einem schicken pinken Lesebändchen ausgestattet und die Kapitel sind farbcodiert, so dass man auch beim zugeschlagenen Buch sieht, wo es um welches Muster geht. (Man erkennt die Farbe also am Buchschnitt)

Dabei hat jedes Muster eine Nummer, ist mit einen Bild versehen, das das Strickmuster gestrickt zeigt und mit einem Chart und einer Legende der verwendeten Chartzeichen ausgestattet.

Das fand ich enorn übersichtlich, so braucht man nicht blättern, sondern hat alles, was man benötigt, direkt sichtbar auf einer Seite zusammen gefaßt. Dazu bleibt es aufgeschlagen liegen und behindert so nicht beim Stricken.

Benötigen die Strickmuster mehr Raum, wie zum Beispiel einige Trachtenmuster, so sind sie auf den hinten im Buch eingelegten Strickmusterbögen versorgt. Diese sind klein und können herausgenommen werden und man hat sie so für das Strickstück immer griffbereit.

Die kleine Plastiklasche, die den Bogen festhält, ist stabil und praktisch.

Ich habe im Buch wirklich viele bekannte und noch unbekannte Strickmuster entdeckt und enorm viele Anregungen gefunden. Das Strickmusterbuch ist wirklich ein Quell der Inspiration. Ich habe beim Lesen so viele Ideen gehabt, wie man was umsetzen kann und hab tatsächlich, obwohl ich mich als relativ erfahrene Strickerin bezeichnen würde, noch Muster gefunden, die ich so nicht kannte.

Die RechtsLinksmuster waren wirklich hinreißend und auch für Anfänger gut nachzustricken und zu begreifen.

Bei den Zopfmustern habe ich sehr viele Ideen für neue Zöpfe und Variationen gefunden, das war total spannend und interessant und bietet so viele Möglichkeiten zur Abwandlung und Weiterentwicklung. Bei den Aran-Trachten und Keltenmustern war ich wirklich begeistert, welche Möglichkeiten es hier gibt und wie fantastisch schön diese sind. Dabei läßt sich hier selbst durch ganz simple Techniken viel erreichen.

Zopflochmuster mag ich ja ebenfalls sehr, da findet sich ja ein tolles in der Leafy Beany von The knitting me und das war toll zu stricken. Besonders gut fand ich hier die Zopfmusterstreifen, die werde ich auf jeden Fall in irgendein Strickmuster einbauen.

Wer übrigens Strickmuster selbst designen will, der findet hier viele Anregungen und Ideen und auch bestehende einfache Strickanleitungen kann man mit den Ideen im Buch aufpepen.

In ein eher simples Tuch einen Zopf einbauen oder in eine glatt rechte Strickjacke ein paar Trachtenmuster, das sieht bestimmt toll aus und der Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

Unser #Diedreivomblog Hebemaschenmuster findet sich übrigens auch im Buch und ich mußte etwas lachen, weil ich uns damals so innovativ fand, als wir das designed haben. Aber sind wir ehrlich, beim Stricken erfindet niemand mehr das das Rad ganz neu, alles war schon mal da, wird abgewandelt und neu gemacht.

Im Buch sind also tatsächlich 500 gänzlich unterschiedliche Strickmuster, von Anfänger bis Fortgeschrittenem hier ist für jeden was dabei. Noppen, Blüten, Zöpfe, schlicht, aufwändig, geometrisch oder verschlungen, hier gibt es alles und von allem noch viel mehr und mit etwas Kreativität und Mut kann man da noch mal mehr draus machen, durch Abwandlungen von Garn und Nadelstärke kann man so tolle Dinge erschaffen.

Ich schwelge hier wirklich in Mustern und bin total begeistert. Ausnahmsweise habe ich nichts zu meckern. Das kommt sehr selten vor.

Das Strickmusterbuch ist nicht nur gut bebildert, sondern auch noch fantastisch erklärt und so sinnvoll und klug strukturiert. Hier verliert man zu keinem Zeitpunkt den Überblick und findet alles sofort wieder. Ich habe mir natürlich nicht jedes Muster im Detail angesehen, aber die, bei denen ich es getan habe, die waren einfach klar und deutlich, keine Schwierigkeiten bei mir, zu begreifen wie etwas gehen soll.

Bei den außergewöhnlichen Techniken werden Korb- und Smokmuster erläutert, Faltenmuster erklärt und Zickzackmuster aufgezeigt. Es werden Schmuckbordüren mit eingestrickten Perlen vorgeführt und bei den Grundtechniken lernt man mit sehr guten verständlichen Grafiken, wie man strickt. Zunahmen, Abnahmen, Verzopfen und das gefürchtete Patent werden sehr klar deutlich gemacht.

Zu beachten ist, im Buch sind wirklich nur Strickmuster enthalten, also Arten zu stricken und verschiedene Muster ins Strickstück zu bekommen. Es sind keine Anleitungen darin. Keine Pullis, Tücher, Cowls oder Ähnliches.  Wie man die Muster in sein Strickstück einbaut, bleibt einem selbst überlassen. Dazu gibt es den Abschnitt vom Strickmuster zum Modell, in dem es viel um Planung geht und das ich für einen Anfänger recht interessant fand, das für mich aber nicht nötig gewesen wäre.

Am Ende gibt es ein sehr ausführliches Register, das bei der Suche nach einem Strickmuster hilft.

Ich habe im ganzen Buch Postits verteilt, damit ich mich erinnere, was ich unbedingt stricken will und das war wirklich verdammt viel.

Schaut mal bei Feierabendfrickeleien vorbei, die hat aus einem der keltischen Knotenmuster bereits eine Mütze gefrickelt. Ich überlege noch, wo ich das Aranmuster, das mir so gefiel einbauen werde.

Retro Rib von The knitting me

Als wir im März mit den Strickelfen in Edinburgh zum Yarnfestival waren haben wir uns ja kurz entschlossen dem Retro Rib von The Knitting Me zugewandt und unsere Garnblindkäufe gemacht.

Für mich hatten die Strickelfen ja tatsächlich den günstigsten Einkauf getätigt und zwar bei Martins Lab.

Tatsächlich Farben, die ich mir niemals selbst ausgesucht hätte, die mir aber sehr gut gefallen.

Gemeinsam haben wir dann im StrickelfenKAL den Retro Rib Schal von The Knitting Me gestrickt.

Die anderen Retro Ribse findet ihr bei Instagram unter dem Hashtag #StrickelfenKAL oder #retroribKAL.

Ich habe dann einen Beilauffaden mit Pailletten von Schoeller und Stahl / Austermann bei dem hellen Garn mit laufen lassen und bin total begeistert von Optik und Haptik. Das ist total gut geworden und kratzt überhaupt nicht.

Allerdings muß ich zugeben, dass mit die sehr langen Reihen in Verbindung mit dem Rippenmuster irgendwann wirklich geschafft haben, daher habe ich dann auch ein wenig abgewandelt zum Schluss hin, da war dann genug geribbt.

Mein Schal ist wegen meiner Abwandlungen deutlich breiter geworden, mein Garnverbrauch stimmt also nicht, wenn ihr den Schal genau nach Anleitung strickt. Er ist außerdem nach dem Waschen und Spannen nochmal erheblich gewachsen.

Das Muster ist aus meiner Sicht zwar nicht schwer, aber durchaus anspruchsvoll, man muß ich konzentrieren und darf sich nicht ablenken lassen, sonst verrutscht ganz leicht etwas. Ich würde also sagen, das Muster ist für Anfänger wirklich nur dann geeignet, wenn sie bereits sehr konzentriert stricken können, sonst wird das sehr anstregend, weil man eben sehr leicht das Muster verschiebt, wenn man einmal nicht genau hinsieht.

Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, was meint ihr? Knallt oder?

Fakten

Strickmuster: Retro Rib von The Knitting Me

Garnverbrauch: Martins Lab Merino Single Warsaw Flamingo 69g / Ash 59g / Snow Illusion 75 g

Modifikationen: Letzte Wiederholung Glattrechts statt des Musters und mehr Streifen, außerdem mehr Zunahmen, damit er schneller breiter wird.

Größe: Einheitsgröße

Nadeln: Addi  3,5 mm und 7mm Rundstricknadel (Amazon Affiliate Link)

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties von den Dienstagsdingen , Creadienstag und Handmade on Tuesday,  außerdem zu Auf den Nadeln bei Maschenfein und zu den Lieblingsstücken.

Zu Caro von Caros Fummeley geht es natürlich auch zu Meine Fummeley!