Jeans-Liva 

Seit ich vor einer Woche auf dem Stoffmarkt war, spukt in meinem Kopf eine Idee herum.

Ich vernähe ja sonst für Kleidung fast ausschließlich Jersey oder zumindest elastische Stoffe, ich gehöre nämlich zu den Absteckfaulen und Schummlern. Jersey kann ich meist auch ohne Abstecken nähen und ich kann wunderbar schummeln, ein bißchen ziehen, damit es paßt, sowas mache ich. Ich weiß, jetzt verdreht jede Maßschneiderin ganz furchtbar die Augen und schimpft mit mir, aber mein Gott, ich nähe nicht, damit alles perfekt ist, sondern damit es mir gefällt und ich Spaß dabei habe und da gehört ein bißchen Mogeln dazu.

Bei der Idee, die ich im Kopf hatte, war aber klar, dass ich nicht Schummeln können würde und vorallem, war klar, dass ich einen nicht wirklich elastischen Jeansstoff für ein Muster vernähen wollte, das eigentlich auf elastischen Stoff ausgelegt ist.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Also habe ich am Wochenende einfach eine Liva von Rosa P. zugeschnitten. Meine Liva aus Sweat habe ich auf Größe 32 zugeschnitten. Da ich ja diesmal aus recht wenig elastischem Stoff nähen wollte, habe ich das Muster auf eine Zwischengröße zwischen 32 und 34 vergrößert. Ich habe mich für die Variante mit halblangem Arm und Beleg am Ausschnitt entschieden.

Außerdem wollte ich unbedingt rote sichtbare Ziernähte.

Ich habe also am Saum unten und am Halsausschnitt doppelt mit einem Zierstich abgesteppt und an den Ärmeln einfach.

Außerdem habe ich an den Taschen kurz einmal mit dem Zierstich drüber gesteppt.

Während des Nähens hatte ich immer Angst, dass sie vielleicht doch zu eng ist. an den Ärmeln ist es auch fast ein wenig knapp geworden, die mußte ich etwas mehr kürzen, damit sie am Ellebogen nicht zu eng waren. An allen anderen Stellen sitzt die Liva perfekt. Sie ist schön bequem und fühlt sich toll auf der Haut an. Der Stoff mußte aber unbedingt sehr gut versäubert werden, da er bereits beim Nähen ein wenig anfing aufzuribbeln. Mit meinem Overlockstich auf der normalen Nähmaschine habe ich das aber sehr gut stoppen können.

Ich mag das Kleidchen wirklich sehr und werde es heute auf unserem Ausflug mit der freiwilligen Feuerwehr anziehen. Vielleicht bekomme ich den Mann noch zu Tragefotos überredet, dann werde ich das ergänzen.

Die Liva ist wieder ein Kleidchen für den Jahressewalong von Fräulein An und natürlich geht es damit ab zum RUMS!

Habt ihr eigentlich auch schon eine Liva genäht?

Zeigt doch mal, was ihr gezaubert habt? Ich freu mich über Anregungen für weitere Livas.

So und hier sind Tragefotos! 


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Me Made Mittwoch! Aber bitte mit Farbe! 

Als kleines Teaserbildchen hatte ich euch meine maritime La Silla ja schon gezeigt. Heute zum MeMadeMittwoch zeige ich euch, was ich am Samstagmorgen schnell genäht habe, bevor es zu meiner Schwester und ihrer Rasselbande ging. Auf dem Foto trage ich zur La Silla eine rote Strumpfbuxe von Calzedonia und meine blauen Pumps von Guess, die in meiner Zalon-Box waren.

Diesmal habe ich uns Mädels ausstaffiert und zwar gab es für mich die La Silla als Kleid und mit Kapuze aus schönem Ankerstoff von Staghorn in rot, weiß und grau, sowie aus einem Panel vom Stoffmarkt. Online bekommt ihr die Matrosenmädchen auch, ich hab sie hier zum Beispiel gefunden: klick!

Für meine Nichte gab es ein Raglanshirt von Mamahoch2 aus den Miniresten in Größe 68 und ohne Hals- und Ärmelbündchen. Und für meine Schwester habe ich eine Liv in Größe 40 aus den gleichen Stoffen genäht.

Für die sichtbaren Nähte habe ich meinen Schneeflöckchen Zierstich verwendet, der ist soooo schön. Garn war wie immer aus dem Snaply-Nähkoffer.

Ich hatte vom Panel 1,5 Meter und von denn anderen Stoffen jeweils einen Meter, damit bin ich sehr gut hingekommen und habe noch Reste (von den Matrosenmädchen allerdings nicht), mal sehen, was ich daraus bastele.

Na? Sehen wir gut aus im Partnerlook? Es tut mir leid, dass ich die süße Zwergnase verdecken muß, ich freue mich auch immer, wenn ich Kinderfotos im Netz sehe, weil ich sie gerne ansehe und schön finde. Ich werde jedoch keine Fotos meiner Nichten und Neffen hier einstellen, zum einen, weil ich nicht weiß, ob sie das möchten und sie sich noch nicht selbst äußern können und diese Entscheidung komplett erfassen können, zum anderen, weil es schlicht nicht nötig ist. Das süße Shirt sieht man ja auch so. Wir zwei Partnerlooktussis! 🙂

Der Ankerjersey ist wirklich wunderbar weich und angenehm zu tragen, die Wäsche und auch der Trockner konnten ihm nichts anhaben, er hat schön die Form und Größe beibehalten. Er ließ sich fantastisch vernähen und fühlt sich toll auf der Haut an. Ich fühle mich in meiner La Silla wirklich sehr wohl und auch die Kapuze fällt trotz des dünnen Stoffes sehr schön und nicht zu sackig. 

Ich hab das Kleidchen diesmal ein bißchen länger als üblich gemacht, so dass es mir schön bis ans Knie reicht, die knalligen Farben sind schon auffällig genug, da muß ich nicht auch noch viel Bein zeigen, fand ich und mir gefällt das Ergebnis überraschend gut, entgegen meinen Erwartungen sehen meine Beine nicht sehr kurz aus, sondern wirklich hübsch. Die La Silla kann man also auch gut ein paar cm länger nähen, wenn man möchte.

Schön finde ich ja die Kapuzenvariante, hier hab ich einen schön warmen Hals, ohne eingeengt zu werden oder mich zu warm zu fühlen.

Das gefällt mir gut und diesmal hab ich es sogar geschafft, nirgendwo die Anker in die falsche Richtung zeigen zu lassen, das krieg ich ja sonst leider nicht immer hin. Einen Moment nicht aufgepaßt und schon hat man falsch zugeschnitten. Das ist mir diesmal wirklich nicht passiert. (ausnahmsweise)

Die Liv hab ich in der Variante mit Puffärmelchen und Rollkragen genäht, wobei ich den Rollkragen etwa 4 cm schmaler gemacht habe, damit man nicht so viel Stoff um den Hals hängen hat und damit ich passend zuschneiden kann und nicht anstückeln muß. Meine Puppe ist ja etwas kleiner, daher hängt das Shirt etwas lockerer.

Auch hier habe ich an den Ärmelchen auf Bündchen verzichtet, und habe lediglich eingeschlagen und mit dem Zierstich abgesteppt. Mir gefällt das sehr gut und der Stich ist sogar ein wenig elastisch.

Die Matrosenmädchen gibt es übrigens in verschiedensten Ausführungen und Farben, das gefällt mir sehr und ich ärgere mich, nicht mehr mitgenommen zu haben. Der weiße Teil des Stoffes ist allerdings relativ durchscheinend, daher trage ich unter dem Kleid ein Unterkleidchen, damit man meine Wäsche nicht durchschimmern sieht.

Die Farben kommen toll raus, was meint ihr? Ich bin total begeistert und mag mein Knallerkleidchen sehr.

Mit dem Beitrag hopse ich dann ebenfalls zum Jahressewalong von Fräulein An, denn die La Silla paßt natürlich zum Thema „Kleiderwahl!“

Das Raglanshirt ist wirklich flott genäht, da meine Schwester letztes Mal aber die Halsbündchen etwas eng fand und ich noch immer nicht gelernt habe, wie ich Druckknöpfe anbringe, gab es diesmal einfach einen eingeschlagenen Saum. Paßt wackelt und hat Luft. Die Sache mit den Druckknöpfen könnte ich allerdings wirklich mal in Angriff nehmen. Seufz. 

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In your face!

Spätestens seit dem Wochenende und meiner Zuschneide-Orgie ist klar, dass ich der La Silla von Schnittgeflüster verfallen bin. Die Kleidchen sind einfach super schön, praktisch, bürotauglich und trotzdem schick und weiblich und mit dem richtigen Stoff wird ein fantastischer Eyecatcher daraus.

Ich habe wie schon bei La Silla eins, zwei, drei und vier mit dem Flamingo  in Größe 34 genäht und die Nahtzugabe weggelassen. Ich bin halt wirklich sehr sehr klein und so sitzt es bei mir sehr gut.

Ich habe mich wieder für den kleinen Stehkragen und die etwas längere Version entschieden, dafür jedoch die Ärmel auf Ellenbogenlänge gekürzt.

Genäht habe ich aus Jersey von Stoffversand4u. Hier muß ich sagen, die haben wirklich super schnell geliefert und meinem Päckchen lagen 4 passende Knöpfe zum Stoff bei. Das war erschwinglich, flott und sehr nett, kann ich empfehlen.

Der Stoff ließ sich super verarbeiten, behielt beim Waschen Farbe und Form und hat sogar im Trockner eine gute Figur gemacht. Beim Zuschnitt muß man lediglich darauf achten, dass das Gesicht auch dort liegt, wo es hingehört. Ich habe für das Kleidchen genau einen Rapport benötigt, eine Hälfte ist mit dem Gesicht bedruckt, die andere neutraler und kann daher für Rückenteil und Ärmel benutzt werden. Ich hatte hier trotz Muster überraschend wenig Verschnitt.

Die La Silla ist wirklich sehr schnell genäht, mittlerweile brauche ich mit Zuschnitt knappe 50 Minuten und das Kleidchen ist fertig. Dabei nähe ich ohne Overlockmaschine, nur mit meiner Husqvarna.

Hier ein paar Tragefotos für euch, achtet bitte nicht auf meine Frisur, ich kam grad aus dem Bür und war so müde, dass da selbst meine Make-up-App nicht mehr viel retten konnte und wenn meine Fusselhaare einmal nicht so wollen, wie ich, dann wollen sie das so richtig nicht und lassen sich ohne Haarwäsche auch nicht überreden irgendwie in Form zu bleibe und dazu hab ich direkt oben auf der Stirn so einen verkackten (sorry, das kann man nicht milder ausdrücken, wirklich nicht!) Wirbel. Ehrlich, wer da ein Mittel gegen kennt, dass man nachmittags nicht immer so aussieht, wie ich hier auf dem Bild, bitte zu mir. Haarspray, Haarlack, Gel, Puder, nutzt alles nichts, bis Mittags ist alles in Ordnung und Nachmittags spielt der Haarwirbel Schachtelteufel auf meinem Schädel.

Im Büro hab ich übrigens gern bequeme Schuhe an, da schätze ich gute Ballerinas sehr, die sind bequem und es läßt sich auch viel in ihnen hin und her laufen.

Ich trag zu den La Sillas übrigens immer Strumpfhosen von Calzedonia, die gibt es in den verschiedensten Farben und sie haben einen schönen breiten Bauchbund, der nicht einschneidet und sich unter dem Kleidchen nicht abzeichnet.

Dieses Kleidchen hier kann man auch lässig mit der Lederjacke kombinieren.

Ich bin sehr zufrieden und tänzele mal beim Creadienstag vorbei und diesen Monat habe ich dann sogar schon zwei Postings bei Fräulein Ans Jahres Sewalong, das Maithema ist ja immer noch die Kleiderwahl.

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Der Joji Locatelli MysteryKAL

Schon seit fast einer Woche läuft der Joji Locatelli MysteryKAL.


Ein Knit along, bei dem wir jede Woche eine Fortsetzung des Patterns erhalten, keiner weiß, wo die Reise hingehen wird. Alles was feststeht, ist, dass es ein Wrap wird, also eine Art breite Stola. Man benötigt 5 Farben in Fingering stärke und es gibt keine verkürzten Reihen und kein Brioche (JUCHU!!!)

Ich habe mir von Lanade 5 Farben Mechita ausgesucht und gewickelt und konnte daher letzten Freitag pünktlich starten. Vorher habe ich mit Jojis Schema ermittelt, welche meiner Farben wo hingehört.

Meine Farben sind:

Natur, Water Green, Lotus, English Rose, Sabiduria.

Jeder der einzelnen wöchentlichen Clues wird zweimal gestrickt, so dass man also zwei identische Teile am Ende erhält. Das hätte ich zugegeben ganz gerne, etwas früher gewußt, dann hätte ich die Stränge Wolle direkt geteilt.

Naja, so geht es auch gut.

Ich habe beide Teile auf 4er Rundstricknadeln und bin sehr gespannt, wie es morgen weitergehen wird.

Damit ihr auf dem Laufenden bleibt und entscheiden könnt, ob ihr noch einsteigen wollt, oder nicht, werde ich euch hier auf dem Blog auf dem Laufenden halten.

Bisher bin ich mit meiner Farbwahl zwar ganz glücklich, habe aber etwas Sorge, dass mir das alles zu unruhig wird. Da ist auf den ersten Zentimetern ja schon ne Menge los mit Lochmuster und Rippenmuster und Farbwechsel. Na wir werden sehen…

Strickt von euch wer mit? Zeigt doch mal, wie weit ihr so seid, oder welche Farben ihr gewählt habt.

Unter den Hashtags #startingpointmkal und #jojimysterywrap werdet ihr fündig bei der Suche nach weiteren Mitstrickern und Fotos.

Natürlich springe ich auch hiermit zu „Auf den Nadeln“ bei Maschenfein!

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Die dicke Orange oder das Westchen für mich!

Schon vor einiger Zeit wollte ich mir ein Westchen stricken. Ich bin ja so eine alte Frierbacke und mir ist es immer kalt. Daher wollte ich ein wirklich warmes Westchen, um es über meinen Pulli ziehen zu können. Dazu sollte es farbenfroh und knallig sein.

Gefunden habe ich die Nordic Trail Weste von Elizabeth Smith. Die Tragefotos gefielen mir. Die anderen Projekte sahen auch ok aus. Also habe ich mir die Anleitung heruntergeladen und das passende Garn bei Lanade bestellt. Gestrickt habe ich aus der Malabrigo Chunky in der Farbe Rhodesian. Ein wirklich feuriges Orange. Das Garn ist wirklich sehr dick und flauschig, pillt allerdings deutlich weniger als erwartet und kratzt überhaupt nicht.

Ich habe mir die Anleitung angesehen, für mich entschieden dass Größe S passend sein müßte und direkt losgelegt. Ich habe das Originalgarn Malabrigo Chunky benutzt und da ich nicht ganz sicher war, wie viel ich brauchen würde, hatte ich 500 g besorgt. (viel zu viel, wie sich herausstellen sollte)

Gestrickt habe ich mit Nadeln in Größe 9 / 5,5 mm. Das fühlte sich für mich ein wenig wie Baumstammstricken an. So groß waren die. Mit den Nadeln wurde das Gestrick aber schön blickdicht und das Lacemuster im Rücken kam gut raus.

Nun ist es so, dass die Anleitung von unten nach oben gestrickt wird. Etwas, was ich generell nicht gerne tue und auch nie wieder tun werde, da man so nicht zwischendurch probieren kann, ob es schon paßt. Ich mag es, wenn ich mein Strickstück anprobieren kann. Wenn ich austesten kann, ob es sitzt und ich dann im weiteren Verlauf Anpassungen und Veränderungen vornehmen kann. Das geht bei Bottom-Up leider nur begrenzt, weil man eben meist zu spät merkt, dass etwas nicht paßt.

So auch hier. Ich habe mich zwar an die Anleitung gehalten und sogar hier und da kleiner gestrickt, als vorgegeben, trotzdem war das fertige Objekt einfach ein Monster. Dabei würde ich nicht mal sagen, dass das Westchen zu groß war, sondern es hing einfach sackig und irgendwie rund um mich herum und ich sah aus, als hätte man mich in eine überdimensionale Orange gesteckt. (Nein, davon gibt es keine Fotos!) Oder so als steckte ich in einem Riesenwollknäuel:

Während ich so vor der Schneiderpuppe stand und überlegte, wie ich aus dem Monster irgendwas Tragbares machen könnte, kam der Mr. Jetztkochtsie dazu und fragte, ob die Weste für ihn wäre und teilte direkt mit, dass er die nicht anziehen würde, weil sie im zu grell sei. Dazu muß man wissen, der Mann ist drei Köpfe größer als ich und wiegt doppelt so viel. Er hätte das Westchen aber locker tragen können, tatsächlich.

Nein, das Westchen war nicht für ihn und auch meiner Mutter wollte ich es nicht schenken, es sollte für mich sein, aber so war das wirklich nicht tragbar, da waren zwei riesige Beulen unter den Armen und es puschelte sich um mich herum und machte mich mal eben optisch 40 kg schwerer.

Ich gehöre sonst nicht zu den Leuten, die etwas aufribbeln, aber das ging gar nicht. Also den Faden gezogen und noch mal alles auf Anfang, vorher genau an der Puppe geguckt, wo Änderungen hin müssen. (Die Armlöcher mußten schmaler, die Taille enger und die Rückenpartie war viel zu breit, dazu warf das Jäckchen im Brustbereich Beulen, weil dort zu viel Garn war.) Auf dem Foto hier seht ihr die Gigantoweste kurz vorm Ribbeln.

Letztendlich habe ich an jeder Seite (!!) 8 Maschen also etwa. 4 cm pro Seite weniger gestrickt und zusätzliche Taillenabnahmen eingebaut. Außerdem habe ich die Fronten und den Rücken erheblich verkürzt, damit die Armlöcher nicht so riesig werden. Im weiteren Verlauf habe ich mich dann nochmal dazu entschieden, die Einfassung der Armlöcher wegzulassen, da mir diese nicht so gut gefallen hat.

Dank des dicken Garns, war ich dennoch recht zügig fertig und zu dem, mußte ich so ja deutlich weniger Stricken, als beim ersten Versuch.

Für Jäckchen Nummer eins, anleitungsgemäß gestrickt, habe ich 380 g verbraucht. Für Jäckchen Nummer zwei mit meinen Veränderungen und Anpassungen habe ich 281 g Garn verbraucht. Auch das neue Jäckchen sitzt leger und nicht zu eng. So wie ich es haben wollte. (Auf dem Foto hab ich es mit einem Shirt und einem leichten Pulli darunter an. )

Das zweite Jäcken sitzt prima. Es ist nicht zu weit und nicht zu eng, ich kann super einen Pulli darunter tragen und es bedeckt dennoch schön die Nieren. Vorne schließt es schön, bzw. überlappt leicht. Nachdem ich mir das alles nochmal angesehen und nachgemessen habe, komme ich zu dem Ergebnis, dass hier die ganze Anleitung wirklich eher für Frauen mit leichtem Bauch / viel Holz vor der Hütte geschrieben ist. Beides hab ich nicht. Letzteres leider… 🙂

Genau dort wölbte sich mein Jäckchen nämlich auch in Größe S erheblich. Und die Maße meines fertigen Jäckchens stimmten auch mit den Größenangaben der Anleitung überein. Wer also etwas kräftiger ist, ein bißchen Bauch hat oder mit einer deutlich größeren Oberweite, als der meinen gesegnet ist, der muß hier vermutlich keine Änderungen vornehmen. Für mich Zwergnase (158cm / 51 kg), war das aber eben nicht passend und auf dem Bild oben sieht man, dass es bei Jäckchen Nummer 2 deutlich schöner sitzt und fällt.

Danke des dicken Garns war ich nicht allzu gefrustet und hatte ja dennoch schnell ein Ergebnis, hätte ich das Teil mit Fingering gestrickt und mehr Zeit investiert, hätte ich nach dem Ribbeln nicht erneut angefangen. Da bin ich dann bockig.

Aus den Resten werde ich mir noch ein Stirnband und eventuell ein paar Fäustlinge stricken, vielleicht auch einfach einen Loop, mal sehen. Vorschläge gerne zu mir, mit so dickem Garn hab ich ja wenig Erfahrungen. Die Stirnbänder von Frau Feinmotorik wären aber passend. KLICK!

Ich hopse hiermit zu Auf den Nadeln bei Maschenfein, dem Memademittwoch und Mittwochsmagich bei Frälein Pfau.

Das Jäckchen war gestern schon mit Frau Feinmotorik und Frau Hoppenstedt beim Stricktreff in Köln bei Buttjebeyy. Es war famos bequem und ich mag es wirklich sehr! Vorallem auch, weil es so grandios zu meiner Müllers Tochter paßt. Das Tuch lag zufällig neben dem Westchen und beim Blick darauf war klar, das muß ich zusammen anziehen.

Natürlich hatte ich auch hier den passenden Stricklack auf den Nägeln.

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Mütze für den Shockwaves

Wir haben ja in einem kleinen KAL gemeinsam den Shockwaves gestrickt. Die Damen Feierabendfrickeleien, Feinmotorik, Hoppenstedt, Kowalski und Soluna haben ihre Shockwaves mittlerweile ebenfalls alle fertig und weil ich noch ein paar winzige Garnreste hatte, habe ich mir flux noch eine passende Mütze zum Schal gemacht.

Den Beitrag zum Shockwaves von mir, findet ihr hier: Klick!

Mir war bereits beim Stricken des Shockwaves klar, dass ich kleinere Garnreste zurück behalten würde und dass daraus eine Mütze werden sollte. Da ich die „A Girl Thing“ von Joji Locatelli sehr mag und sie vom Streifenlook her sehr gut zum Shockwaves paßt, fiel die Wahl hier nicht schwer.

Verbraucht habe ich hier wirklich nur kleine Garnreste von keinem Garn mehr als 15 g.

Verwendet habe ich Madelinetosh Merino Twist, das ist unheimlich kuschelig, deutlich weicher, als das Merino Light und es ist belastbarer und pillt weniger. Ich bin von dem Garn wirklich sehr angetan und werde daraus definitiv noch mehr stricken.

Ich hatte vier Blautöne gewählt:

Denim / Ink / Dubrovnik /Flycatcher Blue

Das Mützchen ist relativ simple zu stricken, allerdings befindet sich in der Strickschrift ein Fehler, der leider immer noch nicht korrigiert wurde, weshalb ich nicht nach dem Diagram gestrickt habe, sondern die ausgeschriebene Anleitung benutzt habe, da mich die Strickschrift wirklich wahnsinnig gemacht hat.

Aus irgendeinem mir nicht mehr ersichtlichen Grund habe ich die Mütze diesmal in M gestrickt, so dass sie etwas mehr slouchy sitzt, als meine anderen Mützchen der gleichen Art.

Die Beiträge dazu findet ihr hier, hier, hier und hier!

Das Mützchen ist nicht zu warm und nicht zu luftig und trotz des Laceteils wirklich schön auf dem Kopf zu tragen. Das sieht weiblich und süß aus.

Natürlich hatte ich auch beim Stricken wieder farblich passenden Nagellack drauf, in dem Fall war es ein Lack von Essie in schönem Blau.

Ich hopse mit dem Beitrag zu auf den Nadeln bei Maschenfein, Gehäkeltes und Gestricktes und natürlich zum Creadienstag und den Dienstagsdingen.

 

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Das Tuch! 

Ich nehme ja am Jahressewalong von Fräulein An teil.

Meinen Beitrag für Januar findet ihr hier: Klick.

Den für den Februar hier: Klick.

Und der März ist hier zu sehen: Klick.

Der April war schwierig…

Das Thema lautet: „GutbeTUCHT!“

Eigentlich wollte ich einen Blazer aus Wolltuch nähen, Gabardine in ausreichender Menge und wunderschönem Grün lag auch bereit, aber ich hatte echt keine Zeit. Ich hatte das Gefühl, nahezu rund um die Uhr zu arbeiten und wenn ich dann zuhause war, reichte es gerade mal für ein wenig Stricken und rumsitzen. Mir war nicht nach neuen Nähherausforderungen.

Gestrickt habe ich zwar einiges in diesem Monat, das seht ihr hier, hier und hier, aber bei einem Sewalong mit einem Strickstück teilnehmen, widerstrebte mir irgendwie. Dann lieber gar nicht.

Eigentlich hatte ich daher den April für den Sewalong schon abgeschrieben, aber gestern tänzelte dann Frau Feierabendfrickeleien mit ihrem Spucktuch durch meine Timeline und ich dachte mir, wenn Frau Feierabendfrickeleien bei Kreativwelt Mahijali die Idee stibitzt, dann mach ich das einfach auch und schon war die Idee geboren und ich komplett überzeugt, dass ich jetzt entgegen meiner bisherigen Meinung: „Aus Musselin brauch ich nun wirklich nichts!“, unbedingt ein Musselin-Tuch haben wollte.

Da ich ja nun mal keine Kinder habe und meine Schwester ihre Spucktücher alle noch selbst braucht, die Internetbestellung nicht rechtzeitig hier wäre und keiner der umliegenden Stoffläden Musselin führt, (Ja, ich habe sie alle angerufen!!) mußte ich mein Hinterteil bewegen und hab mir tatsächlich simple Stoffwindeln gekauft.

4 Stück in weiß, gab es bei KIK für 3,99 €. Bitte keine Kommentare, ich hätte Kik nie betreten, aber sowohl im Ernstings Family, als auch bei DM und im Müller waren Stoffwindeln entweder ausverkauft oder rosa.

Zuhause wurden meine Windeln dann in die Waschmaschine gepackt zusammen mit Simplicol in der Farbe Efeu-Grün.

Das Färben war wirklich simple. Tücher rein, Farbbeutel aufschneiden und auf die Tücher stellen, dann bei 60 Grad waschen.

Anschließend nochmal bei 40 Grad Feinwäsche fixieren und die Waschmaschine ist wieder sauber und die Tücher dunkelgrün. Ich hätte die Tücher gern noch dunkler gehabt, dafür hätte ich aber wohl mehr Farbe nehmen müssen. Die Farbe so gefällt mir, auch wenn der Herr Jetztkochtsie auch meinte, das hätte ein bißchen was von OP-Kittel. Banause.

Im Gegensatz zu Frau Feierabendfrickeleien habe ich die Tücher erst gefärbt und dann genäht, da ich der Färbekunst nicht ganz traute und nicht umsonst genäht haben wollte. Die Sorge war aber unbegründet, das hat gut funktioniert.

Leider kann ich nicht so schön plottern, wie Frau Feierabendfrickeleien. (Sollte ich mir vermutlich doch mal anschaffen, so ein Ding.) Daher ist mein Tuch gänzlich unverziert und war dadurch aber auch in weniger als 15 Minuten fertig. Ich überlege noch, ob ich was drauf sticke oder nicht. Mal sehen.

Ich habe ganz einfach 4 Stoffwindeln an den Kanten zu einem großen Viereck zusammen genäht, das dann eingeschlagen und an zwei Seiten als Dreieck fixiert. anschließend noch wenden, damit die Nähte innen sind und schon ist mein Riesenkuscheltuch fertig.

Damit hopse ich jetzt rüber zu Sewalong und zum Freutag.

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Rosewater in weiss

Meine Mutter hat sich ja mehrfach lobend zu meinem Rosewaterschal geäußert, den ich in New York gestrickt habe. Daher hat sie diesen zum Geburtstag bekommen und trägt ihn immer wieder gerne, weil ihr die schmale Form und das leichte Lacemuster so gefällt.

Ich habe ihr also verschiedene Garnanbieter im Internet gezeigt und ihr gesagt, welche Garne in Frage kommen und geäußert, dass sie sich eine schöne Farbe aussuchen soll. Ich hatte mit Grün gerechnet, mit einem Lachsrosa oder auch einem schönen Türkis, aber nein, es mußte weiß sein. Naturweiß. Erst war ich etwas enttäuscht, aber dann gefiel mir die klare Linie des Schals doch sehr. Er ist so vielseitig und kann mit jeder anderen Farbe kombiniert werden.

Also habe ich mich dran gesetzt und alle Shops nach weißen und naturfarbenen Seidengarnen abgesucht. Fündig geworden bin ich bei Dye for Yarn und habe die Cashmir-Seide bestellt, dummerweise habe ich dabei übersehen, dass ich nicht Fingering, sondern Lace bestellt habe und der Strang nur 50 g hatte. Als das Garn ankam, mußte ich mir also eine Lösung überlegen und habe einfach noch einen Strang bestellt und doppelfädig gestrickt.

Das 50 g Stränglein hatte 305 Meter und ich bin mit beiden Strängen doppelfädig genau hingekommen. Auf dem Bild hier seht ihr, wie knapp es war. Ich habe das Fadenende nicht abgeschnitten sondern haarscharf kalkuliert und hatte ausnahmesweise mal Glück, dass es paßte. TSCHAKKA! Kommt ja selten genug vor. Wenn das Garn knapp wird, stricke ich immer automatisch schneller, wem geht’s genauso?

Gestrickt habe ich den Rosewater von Janina Kallio / Woolenberry.

Ich habe den Schal nur soft geblockt, weil meine Mutter gerade das schmale Design gut fand. Auf dem nächsten Bild sehr ihr ihn ungespannt.

Und hier in ganzer Ausbreitung.

Fertig gestrickt war der Schal in 2 Tagen, was selbst für mich ziemlich rasant ist. Aber die kleinen Schals von Janina Kallio gehen wirklich schnell und sie sind einfach und effektiv.

Auf manchen Fotos seht ihr mein grünes Frühlingsjäckchen von Rosa P. mit dem weißen Schal kombiniert.

Ich hopse mit dem Beitrag zu auf den Nadeln bei Maschenfein, zum Creadienstag und zu Gehäkeltes und Gestricktes.

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Halswärmer für zwischendurch

Eigentlich stricke ich ja gerade an meinem Lorient von Joji Locatelli herum, da der aber so extrem langweilig ist, habe ich schnell den Rosa P. Halswärmer zwischengeschoben.

Die Anleitung bekommt ihr auf Rosa P.s Homepage oder bei Ravelry.

Es handelt sich um ein tolles Projekt für einen 100g Strang Fingering Garn (Geht sicher auch aus Lace oder DK, da muß man dann halt die Nadelstärke und Maschenanzahl anpassen. Ein schönes eingängiges Muster mit toller Struktur, das absolut anfängertauglich ist und auch bei melierten Strängen oder Farbverlaufsgarnen toll raus kommt.

Ich habe einen Strang Bilum Slika benutzt. Ein wunderschönes Garn aus Seide und Merino mit einer tollen Färbung.

Hier ist es anders als bei 100Farbspiele so, dass der Verlauf nicht durch angeknotete Einzelfäden entsteht, sondern der Strang tatsächlich im Verlauf gefärbt wird, so entstehen keine Abstufungen und der Verlauf ist wirklich fließend.

Ich habe die größte Größe der Anleitung gestrickt und um den ganzen Strang zu verbrauchen, habe ich ihn minimal verlängert und einfach bis zum Ende der Wolle gestrickt. So kann ich ihn schön einmal umschlagen und er fühlt sich toll am Hals an.

Verbraucht habe ich also genau 98 g Garn, 2 Gramm waren Sicherheitsrest, damit ich auf jeden Fall noch das Abketten schaffe.

Wie ihr seht habe ich mal wieder Hilfe von Frau Katze, die den Halswärmer sehr gerne als Schlafplatz umwidmen würde. Da ich selbst aber auch sehr begeistert bin, wird sie ihn wohl rausrücken müssen…

Ich hopse mit dem Beitrag zu „Auf den Nadeln bei Maschenfein„, zum Creadienstag !

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Frühlings(Jäckchen)knitalong mit rosa p. Teil 7

FINALE!!!

Heute ist Finale!

Finale beim Frühlingsjäckchenknitalong und damit auch beim Knitalong von Rosa P… (ok, da war Finale schon viel früher, ich ignoriere das aber einfach…) und bei unserem Mini-KAL bei #diedreivomblog.  Wunderschöne Jäckchen sind entstanden.

Das tolle Gelbe von Frau Feierabend könnt ihr hier sehen: Klick!

Das knallgrüne von Frau Feinmotorik könnt ihr hier bewundern: Klick!

Und mein Finale, nun da seid ihr ja gerade.

Alle anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei

Rosa P. Klick!

und bei

Me made Mittwoch Klick!

Wir drei vom Blog haben uns ja alle drei für das Zopfmusterjäckchen von Rosa P. entschieden. Die Anleitung erhaltet ihr auf ihrer Seite oder bei Ravelry. Wobei Zopfmusterjäckchen nicht ganz richtig ist, denn verzopft wird hier gar nichts, es ist nur ein falscher Zopf, sprich ein Ajourmuster, das ein wenig nach Zopf aussieht. Mir gefiel das sehr gut.

Ich habe das Jäckchen in Größe S gestrickt und keinerlei Veränderungen in den Ab- und Zunahmen vorgenommen. Allerdings habe ich es um 4 cm verlängert und mußte auch an den Ärmeln fast 10 cm anstricken, weil ich doch so gern lange Ärmel habe, die bis übers Handgelenk hinaus gehen.

Aus meiner Sicht ist das Muster nach einiger Zeit ganz einprägsam, wirkliche Strickanfänger könnten jedoch finden, dass es recht anspruchsvoll ist, obwohl man wirklich nur Umschläge, Abnahmen und Zunahmen benutzt, dauert es ein wenig, bis man die Logik des Musters verinnerlicht hat. Ich habe zudem die platzierten Maschenmarker anders gesetzt, damit ich nicht mehr zählen mußte und sie die Mustersätze besser einrahmen, aber das ist Geschmackssache und muß jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin trotz der anfänglichen kurzen Schwierigkeiten (im Foto sieht man einen kleinen Fehler im Ajourmuster, der mir leider zu spät aufgefallen ist und für den ich nicht zurück geribbelt habe, der aber aus meiner Sicht nicht schlimm auffällt.) von dem Muster so angetan und vorallem gefällt mir der Sitz des fertigen Jäckchens so gut, dass ich das auf jeden Fall nochmal stricken werde.

Außerdem ist das Jäckchen ein echter Wollsparer. Für Größe S habe ich genau 220 g benötigt. Das ist wirklich extrem wenig.

Gestrickt habe ich aus Yak-Seide von der Kieler Wolle, die mir freundlicherweise ein schönes Olivegrün auf Wunsch gefärbt hatte. Die Yak-Seide ist unfassbar weich, sehr angenehm zu tragen und wärmt wirklich gut, ohne dabei zu warm zu sein.

Das Maschenbild ist wirklich schön und glatt und glänzend, ich hatte gedacht, dass sich der untere Rand stark einrollen würde, das hatte sich aber nach Waschen und Spannen (das mache ich immer auf meiner Schneiderpuppe) erledigt und sieht gut aus.

Tragefotos gibt es auch, eigentlich wollte ich welche draußen machen, aber hier ist Miesepeterwetter und das gäbe Miesepeterfotos, also schnell in der Küche von Missjöööh mit dem Selbstauslöser herumgespielt. Muß reichen… Ich finde übrigens meine Ella aus dem tollen grünen Stoff paßt ganz fantastisch dazu.

Was meint ihr?

Die vorherigen Teile des meines Frühlingsjäckchens 2017 finde ihr übrigens hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Und mein Ergebnis vom Fjkal2014 findet ihr übrigens hier: Klick!

Außerdem hopse ich natürlich bei „Auf den Nadeln“ von Maschenfein vorbei!

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