Der vierte König 

Die Strickelfen waren mal wieder auf Gastrotour. Diesmal hat es uns zum 4. König verschlagen. Wir hatten den Artikel im Stadtanzeiger gelesen und waren neugierig, was uns da wohl geboten würde.

Gestern war es dann so weit, 7 Strickelfen fielen mit hungrigen Bäuchen in den vierten König ein.

Wir wurden vom sehr zuvorkommenden Personal sehr freundlich und humorvoll begrüßt und zu unserem Tisch geleitet. Es war genug Platz für alle an der langen Tafel und die Einrichtung gefällt mir sehr gut. Ein bißchen verspielt, ein bißchen nostalgisch, ein wenig romantisch, von allem nicht zu viel.

Ich saß auf der Holzbank an der Wand und muß gestehen nach einiger Zeit froh gewesen zu sein, dass es Kissen auf der Bank gab, die war so 100%ig bequem nicht.

Das tat aber dem Genuß des Abends keinen Abbruch.

Die meisten von uns hatten sich für das 5 Gänge-Menü entschieden, zweimal gab es das vegetarische Menü und zweimal Speisen a la carte.

Die Portionen waren so bemessen, dass man auch nach 3 Gängen gesättigt gewesen wäre, also ich zumindest. Wir sind aber ja maßlos und wenn es schon so lecker ist, dann will ich auch alles probieren.

Der Gruß aus der Küche war fantastisch, eine Knuspergarnele mit Cocos- Schäumchen (das war toll!!!) und ähm… irgendwas Püriertes, aber sehr lecker, ich war nur reizüberflutet und hab vergessen was….

Der vierte König in Köln

Der vierte König in Köln

DAS MENÜ ANGEBOT IM JUNI

In indischen Gewürzen geräucherte Lachsforellenterrine mit Algensalat und Koriander-Eis / Das war fantastisch. Der Algensalat war ein Gedicht und das Koriandereis, sehr speziell und lecker. Ich hatte ja letztens im „Kleinpetersberg“ schon mal Pestoeis, das hier war ähnlich, aber nochmal besser und mit Krokant (??) nochmal auf eine andere Stufe gehoben. Das war für mich tatsächlich der beste Gang. Wir rätseln allerdings noch immer, was das orange-gelbe Früchtchen (??) unten rechts im Bild ist. Wir tippen auf Maulbeere oder Mispel, haben aber vergessen zu fragen. Die Blümchen stammen übrigens, wie der Koch uns berichtete, selbst gepflückt aus der Rheinaue in Langel, das kennen wir ja bereits von unserem Besuch im „Zur Tant„.

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und/oder

Ayran-Kichererbsenmehl Suppe mit Kaninchen-Balotine / Das war ebenfalls sehr lecker, ich mag Kaninchen normalerweise nicht sonderlich und finde es schmeckt immer etwas streng. Das hier war wirklich extrem gut und das Popadum hat mich auch überzeugt. Die Suppe war würzig, aber nicht zu scharf und wirklich sehr spannend komponiert.

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Beim Hauptgericht haben wir uns alle für den Schweinebauch asiatisch und geschmorte Schweinebäckchen mit Pfifferlingen und Rahmspitzkohl entschieden.

Die Schweinebäckchen waren eine Offenbahrung. Die waren so zart und zergingen auf der Zunge, köstlich. Die Pfifferlinge fand ich auch sehr gut und der Spitzkohl hatte eine sehr ungewöhnliche Würzung, die mir ebenfalls gefallen hat. Der Schweinebauch war auch lecker, leider für mich alte Mimose zu scharf, ich hab zwei Höflichkeitsbissen gegessen, aber mein Magen macht sowas leider nicht mit, daher durfte Soluna meinen Schweinebauchrest futtern. Ich bin aber wirklich sehr sehr empfindlich und sonst fand niemand den Schweinebauch zu scharf, ich bin also wirklich kein Maßstab.

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Käsevariation mit Chutney / Gut, die Schieferplatte ist eigentlich schon lange nicht mehr hip und ich gebe zu, ich mag es nicht von einer Schieferplatte zu essen, mich stört schon das Geräusch, dass die Gabel darauf macht, aber der Käse hat das einfach wieder wett gemacht. Ich hoffe, ich habe mir alles richtig gemerkt, ich hatte einen sehr weichen und sahnigen Brie mit sehr starkem würzigem Geschmack (oben rechts), dann einen Ziegenfrischkäse mit Aschekruste und einen Bergkäse mit Kräutern. Alle drei waren fantastisch. Sehr lecker. In dem Glasschälchen war Koriander-Karamel (??) was wirklich ganz außergewöhnlich und für meinen Gaumen mit nichts anderem vergleichbar geschmeckt hat und unheimlich gut zum Brie und dem Ziegenkäse paßte. Sehr grandios fand ich auch den eingelegten Knöterich dazu. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Chutney hingegen war gar nicht meins. Ich kann nicht sagen, was es war, ja es war Paprika drin, die vertrage ich ja eh nicht so gut, aber es war noch irgendetwas anderes, das mich gestört hat. Auch hier ist das natürlich Geschmackssache und der Käse und die beiden anderen Beilagen waren fantastisch. Frau Feinmotorik war vom Chutney aber auch eher nicht soooo begeistert. Wir hatten übrigens alle unterschiedliche Käsesorten auf unseren Schiefertäfelchen, was das gemeinsame Essen natürlich nochmal interessanter gestaltete.

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und/oder

Aprikosen-Safran Creme mit Old Monk Eis / Das war wieder wirklich grandios, aber auch hier haben wir eine Frucht (?), die wir nicht identifizieren konnten. (oben links neben der Brombeere), wir würden auf eine Maulbeere oder ähnliches tippen, sind aber auch da nicht sicher. Das feine Gebäckstück war sehr lecker und irgendwie herb gewürzt. Die Aprikosen-Safran-Creme war himmlisch, ich hab immer ein wenig Angst vor Safran, weil ich es schnell seifig finde, das war hier nicht der Fall. Das Old Monk Eis war ebenfalls sehr gut. Schön cremig und dicht und nicht unnötig mit Luft aufgeschlagen, dazu ein sehr leckeres Krokant (??) und Früchte. Das war ein sehr leckerer Abschluss.

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3 Gang 39€ | 4 Gang 47€ | 5 Gang 54€

Die Preise sind für den Anspruch, das aufmerksame und wirklich sehr sympathische Serviceteam absolut erschwinglich. Ja, der Laden hat noch keinen Stern, der kommt aber sicherlich bald, also geht hin, erfreut euch an wirklich ungewöhnlichen Kompositionen und sehr interessanten Geschmacksmomenten. Es war wirklich ein Genuß und wie gesagt, wer erstmal nur probieren will, auch nach 3 Gängen wäre ich durchaus gesättigt gewesen.

Zwischendurch brachte man uns dann nochmal eine kleine Erfrischung, ein Birne-Ingwer- Sorbet und sorry, das war so ziemlich der geilste Scheiß, den ich in letzter Zeit gegessen habe. Ich wollte mich in meinem Schälchen wälzen und mir das Zeug auf den Körper schmieren und dabei mag ich gar keine Birne… ups. Wirklich, das war extremst lecker und brachte bei den sehr schwülen Temperaturen wirklich eine angenehme Abkühlung.

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Sehr witzig, war unsere Begnung kurz nachdem wir Platz genommen hatten, eine Dreiergruppe ging an unserem Tisch vorbei und die letzte Dame hielt plötzlich an, guckte, stutzte, lachte und begrüßte uns. Strickerinnen erkennen sich nun mal immer wieder, selbst wenn sie sich zuletzt auf dem Wollfest vor 3 (!!) Jahren gesehen haben. Silke Ufer stand da plötzlich vor uns und wir haben natürlich ein Bloggerfoto mit mir und Frau Feinmotorik gemacht. (Ja, ich bin wirklich sehr klein…. schweigt still… )

Der vierte König in Köln

Der vierte König in Köln

Ich wollte den  a la carte Damen nicht ständig mit meinen Fotos auf den Geist gehen, daher habe ich nur den in hausgemachtem Curry gebeizten Lachs mit Kartoffelschaum und Bärlauchöl von der Maschenprobenuschi fotografiert, aber wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann waren auch bei den Damen alle Gerichte wirklich sehr gut und stimmig.

Auch die vegetarische Menüfolge paßte sehr gut und hat den Ladies gut geschmeckt.

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Die Weinauswahl ist erlesen und umfangreich, da ist für jeden Geschmack etwas dabei und preislich bewegte sich das alles durchaus im Rahmen. Ich selbst habe allerdings lediglich einen Cremant als Aperetif getrunken, da ich der Taxiservice für die Ladies war, ansonsten hab ich Johannisbeerschorle gehabt. Sehr lecker und fruchtig, hat für mich sehr gut zum Essen gepaßt.

Unsere Weintrinker, waren vom empfohlenen Wein so begeistert, dass aus einem Glas dann doch eine Flasche wurde und ich habe sehr oft gehört: „Der riecht so toll nach Apfel!“

Ich bin wirklich kein Weinkenner, weiß aber, was mir schmeckt und was nicht und bin daher immer auf eine gute Empfehlung angewiesen, die bekam man hier.

Schön auch, der schnörkellose Service, wir bekamen alles erklärt, es wurde zügig nachgeschenkt und es blieb wirklich kein Wunsch offen, dabei waren die Servicekräfte alle samt sehr humorvoll und brachte sich in unsere lustige Damenrunde gut ein.

Ich befürchtete, wir wären mit unserer guten Stimmung vielleicht ein wenig laut gewesen, aber das stelle zu keinem Zeitpunkt ein Problem dar. Allerdings ist der Lärmpegel im Lokal tatsächlich bei voller Besetzung grundsätzlich etwas hoch. Ich empfand das aber als durchaus noch im Rahmen.

Sehr freundlich fand ich auch den Chef. Jaspreet Dhaliwal drehte natürlich seine Abendrunde und verweilte auch an unserem Tisch. Ein sehr ruhiger und leiser Mann, der uns fast schon schüchtern fragte, ob alles in Ordnung sei und es gemundet habe und der auf unser Lob hin ein wenig verschämt lächelte und uns begeistert und mit leuchtenden Augen berichtete, dass er die Kräuter und Blümchen alle selbst gepflückt habe. Das war sehr angenehm und erfrischend anders, als die sehr präsenten und auffälligen Köche, die ich sonst aus diesen Situationen kenne.

Herr Dhaliwal, es war wirklich köstlich!

Fazit: Hingehen, das war wirklich ganz tolle außergewöhnliche und sehr gute Küche, mit Überraschungen und Kombinationen, die ich mir so nicht hätte vorstellen können, die aber durchaus sehr gut geschmeckt haben. Absolut lohnenswert! Danke für den wunderschönen Abend!

Die Karte wechselt übrigens immer am ersten Mittwoch des Monats!!

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Shaka Zulu – Essen auf Afrikanisch

Wir waren gestern im Shaka Zulu in Köln essen und waren wirklich ganz besonders angenehm überrascht.

Erstmal fällt das tolle bunte Interieur auf und die wirklich stylische Aufmachung der Barmänner und Kellnerinnen.

Die Tische sind farbenfroh aber einfach eingedeckt, die Karte ist, was Speisen angeht, überschaubar, aber es sollte jeder was finden, das ihm schmeckt, denn für unterschiedlichste Geschmäcker ist etwas dabei.

Die Cocktails, zumindest die antialkoholischen, sind super lecker und im Vergleich zu anderen Restaurants durchaus günstig. Dabei sind sie aussergewöhnlich und man findet auch Zutaten, die man sonst nicht im Cockail vermuten würde.

Die Kellnerin war sehr zuvorkommend, erläuterte die Gerichte und die Wochenkarte sehr freundlich, ging auf unsere Fragen zu den Speisen ein und machte Vorschläge.

Wir entschieden uns für das Communal Meal, sprich einmal die Speisekarte hoch und wieder runter für 3 Personen. Man bekommt Reis und Maisbrei, sowie die 7 Gerichte der Speisekarte in kleinen Schälchen serviert.

Ich muß zugeben, als das Essen kam, kurz gezweifelt zu haben, ob wir satt werden, am Ende mußten wir uns geschlagen geben, die Schälchen waren größer als erwartet.

Zu Essen gab es:

Samosas wahlweise mit Fleisch oder Gemüsefüllung. Ich mag diese Teigtaschen sehr gerne, hier waren sie für meinen zarten Gaumen ein wenig zu scharf. Nicht unessbar, aber doch schon seeeehr würzig.

Süßkartoffeln mit Champignonrahmsoße, waren eindeutig die Gewinner des Abends. So lecker, keine von uns konnte davon bleiben und das Schälchen war auch als erstes Schälchen leer.

Chakalaka, war ein Gemüse-/ Bohnengericht. Das fand ich persönlich nicht schlecht, erinnerte aber ein wenig an Kohlsuppe.

Hühnchen mit Erdnusssoße, hier muß ich mich auf die Aussage meiner Begleitung verlassen, die fand es lecker. Erdnüsse gehen für mich im Essen leider gar nicht, eines der wenigen Gerichte, das ich nicht mal probieren wollte. Die Hähnchenschenkelchen wurden aber auch so rasch verspeist.

Das Mozambique Fish Stew war dann wieder ganz nach meinem Geschmack Fisch und Meeresfrüchte in Kokossoße, super lecker und alles wirklich ganz butterweich gegart. Absolut gut!

Ein weiteres Highlight war das südafrikanische Rindergulasch. Ganz zartes Fleisch und würzige Soße. Da konnte ich selbst, als ich satt war kaum die Finger von lassen.

Außerdem gab es noch Butternutkürbis mit Kichererbsen, das mutete irgendwie indisch an, schmeckte mir aber hervorragend, während meine beiden Begleiterinnen es nicht sooo doll fanden.

Das ist wohl alles Geschmackssache, unsere Entscheidung einfach mal alles zu probieren, war auf jeden Fall goldrichtig, beim nächsten Mal kann man dann gezielt das bestellen, was besonders lecker war.

Schön fand ich allerdings auch, daß man mit den Menschen an den Nachbartischen ins Gespräch kam, allein schon weil man neugierig in deren Schüsselchen schielte.

Reis und Maisbrei fand ich sehr gut, wenn ich auch dem Maisbrei deutlich mehr zugesprochen habe, den fand ich echt lecker.

Kurz, wir hatten einen fantastischen, außergewöhnlichen Abend, der dann als wir fast platzten auch noch mit einem leckeren Dessert gekrönt wurde.

Ich kann das Shaka Zulu also als außergewöhnliche Essenserfahrung durchaus

empfehlen. Stimmung, Speisen und Ambiente waren sehr gelungen.

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Kochkurs in der Kochschule Rheinauhafen.

So als Abschiedsmahl vor meinem veganen Monat war ich heute in der Kochschule Rheinauhafen zum Kochkurs „Kräuter und Gewürze“

Vor einigen Wochen gab es dazu ein Gewinnspiel bei Facebook und Frau C. hat erfolgreich teilgenommen und ließ mich als ihre Begleitung mitgehen.

Vorab, wir hatten einen fantastischen Nachmittag, haben mit einer tollen Gruppe gekocht und gegessen und die Kochschule Rheinauhafen wird uns in jedem Fall als zahlende Gäste noch mal wiedersehen, wir checken bereits die Termine der Sushikurse.

Aber alles nacheinander.

Erstmal habe ich Frau C. abgeholt und in meinem kleinen roten Rennfiat ging es einmal von Bonn nach Köln, die Rheinuferstraße lang und in die Tiefgarage im Rheinauhafen, hier auf jeden Fall mutig ganz bis zum Ende fahren, der letzte Aufstieg ist der Kochschule am nächsten. Diese liegt quasi direkt gegenüber des Schokoladenmuseums in dem roten Eckhaus und sieht von außen recht klein aus, hat aber durchaus genug Platz auch für größere Gruppen. Wir waren jetzt heute zu acht und ich fand die Größe der Gruppe sehr angenehm. Ganz unterschiedliche Teilnehmer haben sich da zusammengefunden, eine freundliche aber sehr stille ältere Dame ganz allein, die bereits mehrere Kochkurse besucht hatte, ein Päärchen aus dem Bergischen und ein Patenonkel mit seinen beiden Nichten, sowie eben Frau C und ich verrückte Nudel.

Im hinteren Teil der Kochschule fand zeitgleich ein Weinseminar statt, was aber wirklich nicht störte oder ablenkte, da alles räumlich getrennt ist. Wir wurden von der schönen Bedienung begrüßt und mit Prosecco (mag ich ja nicht so, bin ja mehr der Champagnertrinker, aber der war wirklich lecker) begrüßt. Dann gab es zum warm werden ein kleines Häppchen, Brot mit Tomatenfrischkäse und ein Tässchen Süßkartoffelsuppe, beides sehr lecker.

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Unser Chefkoch Tim richtete ein paar erklärende Worte an uns, stellte das Menü vor und die Regeln auf. Jeder mußte ins Schürzchen schlüpfen und brav die Pfötchen waschen. Dann ging es auch schon los, Vorspeise und Nachtisch wurden von uns allen zubereitet und wenn ich alle sage, dann meine ich alle. Ich habe ein paar Mal versucht mich hinter meiner Kamera zu verstecken, wurde aber immer wieder charmant aufgefordert, doch mal grad hier Lakritze zu entkringeln oder da den Fisch mit irgendwas zu bestreichen. Jeder wurde eingebunden, keiner stand alleine am Rand und alle hatten großen Spaß. Während dessen wurden wir immer wieder mit Getränken versorgt.

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Menü

  • Gedünstetes Zanderfilet auf Belugalinsen mit Lakritzschnecken
  • Kräuteroulade mit Tomaten-Tonkabohnenragout & Knödel
  • Thymianmousse mit Orangenchutney

Ich habe endlich gelernt, wie man effektiv und ohne Massaker eine Orange filetiert. YEAH! Habe ein neues Wort gelernt: „Mehliert!“ Heißt in Mehl getunkt. 🙂

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Und weiß nun, wie warme, kalte, weiche und harte Lakritzschnecken schmecken.

Das Spiralige auf dem Bild sind übrigens unsere aufgewickelten, erhitzten und gedrehten Lakritzschnecken.

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Für mich das absolute Highlight des Menüs war der gebratene Zander, der einfach so superlecker war und das obwohl ich Süßwasserfische sonst eher langweilig finde. Den werde ich in jedem Fall noch einmal nachkochen, wenn meine vegane Phase überwunden ist. Köstlich!

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Auch ich durfte mal kurz vor die Kamera, wie üblich habe ich die umstehenden Personen so fotografiert, daß sie nicht erkennbar sind. Bzw. die Fotos auf denen sie zu sehen sind nicht veröffentlicht. Wir hatten aber auf jeden Fall alle Spaß und am Tisch auch immer wieder ein Gesprächsthema, das durchaus nicht immer nur mit Kochen und Essen zusammenhing. Gut unterhalten hat uns auch unser Koch, der trotz seines jugendlichen Alters, auf jede Frage eine kompetente und nachvollziehbare Antwort parat hatte, der charmant, witzig und nett durch den Abend führte und alles gut erklären und zeigen konnte und selbst wenn ich mich selten dämlich beim Tomatenschneiden anstellte, in Ruhe noch mal erklärte, wie der Strunk denn nun zu entfernen sei.

Herzlichen Dank, das war wirklich toll!

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Beim Anrichten des Linsensalats habe ich, ich gebe zu, ich bin ein bißchen stolz und muß damit jetzt angeben, den perfektesten Belugalinsen Kuhpfladen auf den Teller gezaubert, selbst beim Koch waren mehr Linsen rausgebröselt als bei mir. TSCHAKKA! Ich bin der Linsenheld! Hier ein Bild von meinem Linsentürmchen! IMG_2505

Und hier vom ganzen fertigen Vorspeisenteller. IMG_2510

Beim Kochen des Hauptganges dem Kalbsröllchen mit Minzpesto, waren drei Damen, die hier nicht näher genannt werden sollten, vorallem, da ich auch dazu gehörte, vorallem damit beschäftigt das Minzpesto wegzuschlabbern. Das war mal so geil. Alter Falter, auf die Idee muß man erstmal kommen, Minze als Pesto zu verarbeiten und daß das dann so genial schmeckt. Herrlich! Wirklich!

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Einzig an der Nachspeise habe ich ein wenig zu nörgeln, die war mir nämlich ein wenig zu süß, aber ich bin da wohl auch nachspeisentechnisch etwas kompliziert. Das Orangenchutney war köstlich, aber die weiße Thymianmousse für mich tatsächlich etwas zu intensiv. Allerdings seh ich mich schon im Sommer Joghurt mit dem Zeug verfeinern, das wird mir nämlich schmecken, davon bin ich sehr überzeugt.

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Während des ganzen Nachmittags kam nie Streß auf, gut abgesehen davon, wenn mal wieder eine Ladung Lakritzschnecken fertig aus dem Ofen kam und man schnell wickeln mußte…

Aber sonst war alles sehr entspannt, gelassen und wirklich sehr toll. Witzig auch, daß immer wieder Leute vor der Tür stehen blieben und uns beim Kochen beobachteten. Als dann die Teilnehmer des Weinseminars mehr oder weniger sicher an unserem Tisch vorbei dem Ausgang zustrebten, saßen wir noch sehr gemütlich beisammen und plauderten. Der Sommelier stattete auf dem Weg zum Ausgang unserem Tisch noch einen Besuch ab und wurde natürlich prompt in ein Gespräch verwickelt, das er zu nutzen wußte. Neben dem Sushikurs steht jetzt auch Wein und Käse auf meinem Wunschzettel für die nächsten Monate.

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Herzlichen Dank für einen tollen Nachmittag und Danke liebe Frau C., daß ich dich begleiten durfte!

 

111 Mal lecker essen in Köln – Part 2 „Salon Schmitz“

Erstmal euch allen ein frohes neues Jahr!

Gut reingekommen? Schön gespeist? Fein!

Ich hab das alte Jahr noch mit einem Besuch in einem der Restaurants aus diesem Buch hier eingeläutet:

Und zwar waren wir im „Salon Schmitz„.

Ich muß vorab sagen, daß wir eigentlich Burger bei den Beef Brothers essen wollten, ich verpeilte Person allerdings übersehen hatte, daß die am Montag Ruhetag haben. Gut der Salon Schmitz ist direkt in der Nähe, also gingen wir dorthin.

Von Außen sah alles besetzt aus, allerdings wurde ich von der Größe dann innen überrascht. viele kleine und größere Tische befinden sich im Inneren und wir fanden dann doch noch ein Plätzchen auf einem herrlichen alten Ledersofa. Die Räumlichkeiten haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Der Service war nett und freundlich und erläuterte den etwas seltsamen Bestellablauf, daß wir nämlich nach neben an in die Metzgerei müssen, dort suchen wir unser Essen aus, welches uns dann im Anschluß an den Tisch gebracht wird. Bezahlt wir das Essen bei Eintreffen am Tisch, die Getränke werden normal im Salon abgerechnet.

Da unser Sitzplatz ganz hinten im Salon Schmitz war, fand ich dieses Bestellprozedere zugegeben etwas umständlich. Jetzt waren wir zu zweit, so daß immer einer bei unseren Sachen am Tisch bleiben und diesen gegen weitere Gäste verteidigen konnte. Ich geh jedoch auch häufig mittags alleine was essen, dafür ist der Salon Schmitz nun aus meiner Sicht nicht geeignet, da ich weder meine Getränke, noch meine Klamotten alleine am Tisch lassen möchte, um neben an bestellen zu gehen, ein freier Tisch jedoch würde sofort durch den hohen Andrang an speisefreudigem Volk besetzt werden. Das mißfiel mir wirklich. Kultstatus hin oder her, da müßte es doch eine andere Möglichkeit geben.

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In der Metzgerei hat man in der Theke den Überblick über wirklich viele verschiedene Tartes und Salate und eine Tageskarte mit bezahlbaren und guten Speisen.

Ich entschied mich für Merguez, scharf gewürzte Hackfleisch Würstchen vom Lamm, einen Tomatensalat mit Koriander und Pommes.

Positiv ist hier anzumerken, daß das Essen wirklich rasant schnell auf dem Tisch war. Blöd war hier dann, daß wir natürlich zeitversetzt unsere Teller bekamen, da ja zuerst ich und dann meine Begleitung drüben bestellen waren. Man mag mich pingelig nennen, aber auch das hat mich gestört.

Die Würstchen waren lecker, allerdings so scharf, wie ich das von Merguez sonst nicht gewohnt bin, da hätte ich mir einen Hinweis auf der Karte oder aber auch durch das Personal gewünscht. Ich bin was scharf angeht ja wirklich eine kleine Mimose, das hier war ganz hart an der Grenze zum für mich noch Eßbaren.

Die Pommes waren nichts Besonderes, einfache Fritteusenpommes, schmeckten, begeisterten aber nicht. Toll war hingegen der Tomaten-Zwiebel-Koriander-Salat, der hat uns beiden wirklich gut geschmeckt. (Wir hatten beide das Gleiche gewählt…) Die Portion war ausreichend für mich, der Herr an meiner Seite hätte vermutlich anschließend gefragt, was es denn als Nachtisch gibt und sich geärgert, keine Vorspeise bestellt zu haben. Also ausreichende Portion, aber nicht sooo groß.

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Die Getränkeauswahl war herrlich umfassend, da ist für jeden Was dabei, schöne Tees, Säfte, Schorlen und verschiedenste Limonaden. Wir wählten die große Rhabarerschorle und waren von 0,3 als groß dann doch etwas überrascht, zusammen mit den scharfen Würstchen hätte ich mir da schon 0,4 oder auch 0,5 er Gläser gewünscht und das obwohl ich sonst ja eher auf dem Trockendeck unterwegs bin und nur sehr wenig beim Essen trinke.

Die Toiletten waren sauber, aber alt und nicht ganz so hübsch gestaltet, wie ich es mir gewünscht hätte.

Durch die Tischnot, kamen wir zweimal mit anderen Gästen ins Gespräch, die scharf auf unseren Tisch waren, weil ihrer im Durchzug stand, oder sie gar keinen fanden, das war witzig und nett. Das Publikum ist sehr stylish allerdings durchaus schon ab 30 aufwärts, ganz jugendliche Besucher traf man weniger. Durch die Schlauchform ist es allerdings relativ laut im Salon Schmitz und ich könnte mir vorstellen, daß ältere Herrschaften die doch sehr weichen und tiefen Sofas als wenig bequem empfinden würden. (Meine Mutter käme da ohne Hilfe nie wieder raus!)

Fazit:

Es hat uns geschmeckt, wir sind auch satt geworden, der Service war sehr freundlich, aber total hin und weg und begeistert waren wir nicht. Ich werde den Salon allerdings definitiv als Frühstücklokation ins Auge fassen, da gab es nämlich eine tolle Auswahl an Speisen, auch für den süßen Gaumen.

Die Lokation gefällt, aber das Konzept mit dem Bestellen des Essens neben an, mag kultig sein, mir hat es nicht gefallen.

Alles in allem, würde ich den Salon Schmitz dennoch bedingt empfehlen, allein schon wegen der grandiosen Saftauswahl.

IMG_4630[1] (Rhabarbersaftschorle)

111 Mal lecker essen in Köln – Part 1 „Brot & Butter“

Vor einiger Zeit habe ich mir dieses kleine feine Büchlein hier gekauft.

Carsten Sebastian Henns Krimis mag ich unheimlich gerne und bei Lesungen von ihm bekomme ich immer sofort Hunger, er beherrscht es unheimlich seine Zuhörer zum Essen anzuregen und so ist es auch in diesem Büchlein.

Da das Buch mir so sehr gefallen hat, habe ich mich entschieden, nach und nach alle empfohlenen Restaurants aufzusuchen und darüber hier zu berichten. Es wird sicherlich lange dauern, aber ich bin frohen Mutes, daß es funktionieren wird.

Begonnen habe ich in meiner Mittagspause in dieser Woche, da war ich im

Manufactum brot&butter
Brückenstraße 23
50667 Köln

Telefon: (02 21) 29 94 23 60
koeln@brot-und-butter.de
Der Laden ist im Manufactum untergebracht und während andere Kunden sich nach tollen traditionellen Waren umsehen, kann man hier einen kleinen Snack oder auch einen größeren zu sich nehmen. Die Speisekarte umfaßt Quiches, Butterbrote verschieden belegt, tolle Kuchen und andere Leckereien.

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Da ich nur wenig Zeit hatte, gab es für mich nur eine „Knifte“, die kleine Ausführung des Butterbrotes. Das Brot ist ein sehr rustikales dunkles Brot, sehr kräftig und lecker im Geschmack, die Scheibe sehr dick, gute feine Butter darauf und französischen kräftigen Weichkäse. Dazu gab es wirklich leckeren Feigensenf. Ich hätte wirklich nicht gedacht, wie gut das schmeckte. So lecker und dabei für 2,70 Euro absolut in Ordnung.

Hier werde ich auf jeden Fall öfter meine Mittagspause verbringen.