Berlin Knits – 2017

                       

Wie ihr alle ja schon auf Instagram und bei Frau Feierabendfrickeleien und Soluna mitbekommen habt, waren wir bei Berlin Knits.

Wir, das bedeutet unser Reisegrüppchen aus den Strickelfen aus Köln-Bonn Solunas Kreatives Chaos, dat Hoppenstedt, dat Kowalski, Feinmotorik, die Maschenprobenuschi und natürlich ich, so wie unsere Stadtführerin Frau Feierabendfrickeleien und unser Gast aus fernen Landen: The Knitting me!

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Angereist sind wir am Freitag und da es mir Dank eines wirklich ekligen Erkältungsinfekts ganz schön besch… ging, habe ich mich den Freitagnachmittag über auch erstmal ins Bett im Hotel gepackt und die anderen alleine durch die Stadt ziehen lassen.

Als ich halbwegs wieder hergestellt war, habe ich mich dann ins Restaurant Neumond begeben, wo wir unsere Eintrittskarten in Bändchen tauschen konnten. Kleiner Kritikpunkt hier, bereits am Vorabend das Bändchen umzukleben, war nicht so sonderlich geschickt, meins löste sich beim Duschen am nächsten Morgen fast komplett auf und konnte nur mit viel Fön und Kleber wieder geflickt werden. Im Neumond war schon alles von Strickern unterwandert worden. Überall saß man und strickte. Ich habe ein paar bereits von Ravelry bekannte Gesichter getroffen, ein paar neue Bekanntschaften geschlossen und ein wenig geschnackt und heißen Ingwertee getrunken, während ich darauf wartete, dass der Rest der Runde vom Ausflug zu Knopf Paul zurück kam. Das Schöne ist ja, dass man unter Strickern nie alleine ist.

Anschließend haben wir dann auch im Neumond gegessen, was eine sehr gute Idee war, denn es war super lecker und der Nachtisch war ein Traum.

Zu Fuß ging es dann recht früh zurück ins Hotel, damit wir am nächsten Tag auch fit wären.

Samstag dann zum Frühstücken ins Cafe Impala, wo es sehr leckere Butterbrote und Chaitee gab und dann zu Fuß zum Phorms Campus Berlin Mitte, wo Berlin Knits stattfinden würde. Auf dem Weg haben wir bereits Strickerinnen aus Portugal getroffen und immer wieder erkannte man an Tüchern, Jacken oder Taschen, dass man das gleiche Ziel hatte.

Ein wissendes Lächeln, ein freundliches Nicken, ja wir sind Stricker!

Vor dem Campus hatte sich bereits eine Schlange gebildet, an der wir mit unseren Bändchen freundlicherweise vorbei laufen durften. Dann ging es rein. Auch hier ein kleiner Kritikpunkt, obwohl wir sehr früh da waren, habe ich kein Beutelchen und keinen Button bekommen, weil die zu dem Zeitpunkt gerade aus waren und nachgeholt werden mußten. Auf meine Frage eine Stunde später, ob ich nun Beutel und Button erhalten könnte, erntete ich leider nur Kopfschütteln (natürlich wollte ich dann auch keine Diskussion vom Zaun brechen und hab es dabei belassen). Ich fand das aber sehr schade, so haben alle aus unserer Gruppe Beutelchen und Button, nur ich nicht. Gut, Button war nicht schlimm, schließlich hatte ich mein Jetztkochtsie-Shirt an, aber so ein Berlinknits Beutelchen wäre schon schön gewesen.

Drinnen war die Örtlichkeite wirklich gut gewählt große Räume, viel Platz und schön hell. Einzig im ersten Raum war der Boden so ungünstig grün, dass man meine Fotos fast alle nicht brauchen kann, weil wir aussehen, wie Marsmenschen und die Garne ebenfalls einen ungünstigen Farbton angenommen haben. Das war etwas schwierig, gewöhnte man sich aber dran.

Ich hatte zum Glück meinen Megahäkelbeutel dabei, da paßte alles gut rein. Sand und Meer Tasche!

Der erste Stand war ein ganz kleiner von ggh-Garne, der fast ein wenig unterging und ich muß zugeben, bei solchen Events auch an Industriewolle weniger interessiert zu sein, trotzdem fand ich das vorgestellte Amano Garn spannend.

Der nächste Stand war dann Garn Stories, ein Handfärbelable, das ich tatsächlich bisher nicht sonderlich auf dem Schirm hatte, die aber durch tolle Farben, wunderschöne Speckled Garne durchaus überzeugen konnten und auch, wenn ich diesmal dort nichts gekauft habe, hab ich das auf jeden Fall weiterhin auf dem Schirm, das hat mir gut gefallen.

Dann folgten die Franzosen La Fee Fil hatte fantastisches Garn, schön weich, tolle Farben und sehr harmonisch und mit leichtem Glanz. auch schöne Farbverläufe, hätten die Ladies mir bei unserem Blindkaufevent (mehr dazu später) hier nicht drei Stränge ausgesucht, hätte ich ganz sicher auch selbst etwas gefunden. Das gehört auf jeden Fall auf den Merkzettel. Ganz toll.

Im nächsten Raum fand sich dann Frida Fuchs, da habe ich mich trotz enormem Gefallen etwas zurück gehalten, weil die Garne auch online gut verfügbar sind und die Versandkosten nicht so hoch, da muß ich nicht zwingend auf einem Wollfest kaufen. Trotzdem war es gut herauszufinden, dass mir RemmiDemmi zu kratzig ist, ich Hosenmatz aber sehr gut auf der Haut tragen kann. Hier habe ich dann meinen ersten Kauf getätigt und mir ein Anleitungsheft für 3 Tücher mitgenommen. Dort bin ich dann auch Frau Maschenfein und Knit.Ding begegnet, ich war da aber noch so im Fieber, dass ich ganz vergessen habe, ein Foto zu machen.

Neben Frida Fuchs waren Norne Garne untergebracht, die leider nur eine sehr kleine Auswahl an Garnen dabei hatten, weil sie mit dem Flieger angereist waren. Da ist auf jeden Fall aber meine Neugier geweckt, die haben mir sehr gut gefallen.

Daneben war Yarn over Berlin mit tollen Garnen und ich wollte eigentlich dort drei Stränge La bien Aimee mitnehmen, wurde aber farblich nicht fündig und bei 28 Euro für einen Strang Single Merino zuckt sogar bei mir die Vernunft etwas gequält auf. Zu teuer, deutlich zu teuer! Ganz egal wie schön die Farben sind.

Dann habe ich einen kurzen Stop bei Handdyed Berlin eingelegt, die kannte ich ebenfalls noch nicht und war total angetan. Hier habe ich mir drei Stränge in Knallerfarben mitgenommen. Leider war auch hier die Auswahl sehr übersichtlich, da hätte ich durchaus noch mehr mitgenommen. Ganz wunderschöne Art zu färben. Hier kaufe ich bestimmt nochmal und der Shop ist gespeichert.

Daneben war das Mondschaf, hier hab ich nur kurz geschaut, denn da hab ich in letzter Zeit so oft gekauft, daher habe ich mich hier etwas zurück gehalten. Aber wie üblich gab es tolle Farben, schöne Qualitäten und gute Preise.

Als nächstes spülte es mich zur Wollmeise, aber auch da bin ich gerade etwas übersättigt, so dass ich mir lediglich für unseren #diedreivomblogKAL im November einen Strang DK Drachenblut mitgenommen habe und zwar obwohl diese wirklich krasse Preise hatte (Lace 30 Euro !!), ich bin so diszipliniert… *kichert*

Dann war ich bei Bodolina und habe mich mit ihren Nadeltaschen versorgt. Eine Tasche fürs Sockenwunder habe ich nun und eine für Nadelsysteme, beim nächsten Mal kaufe ich dann noch die für Rundnadeln, dann bin ich gut ausgestattet. Die Nadeltaschen sind wirklich extrem praktisch und sehr gut verarbeitet.

Bei Verstrickte Kunst habe ich nur kurz geschaut, ich finde die Fair Isle Technik zwar wunderschön, aber ich kann das robuste Garn nicht anfassen, das kratzt mich schon beim Angucken, ich habe immer ein wenig Tränchen in den Augen dabei, weil es so schön ist, aber es geht einfach nicht. Sollte jemand nicht kratzige Alternativen kennen, her damit!

Dann war ich bei Welthase, hier war eigentlich der Plan ordentlich zu schoppen und ich hatte mir auch schon ausgesucht, was ich haben wollte. Aber es war so schwierig an dem Stand Wollstränge aneinender zu halten und zu sehen, ob sie passen, weil diese immer mit mehreren an Ringe gebunden waren und es war so ein Gewühl dort, dass ich irgendwann entnervt aufgegeben habe. Immerhin weiß ich nun, dass ich alle Qualitäten gut anfassen kann und kann in Ruhe im Internet bestellen.

Dann kam Bilum, hier kaufe ich ja immer was, weil mir die Farbverläufe wirklich gut gefallen, schon in Edinburgh  habe ich dort ein wenig Geld gelassen. Diesmal habe ich mir ein Bobble mit 150 g Merino in Grün und ein Bobble mit Seide in Mädchenfarben ausgesucht und ich konnte auch die anderen Mädels ein wenig anstecken und zum Kauf animieren. Das Schöne hier ist nämlich, im Gegensatz zu andereren Farbverlaufsknäueln, dass hier keine Knoten im Knäuel sind.

Dann haben wir uns auf den Weg nach oben gemacht und den nächsten Raum in Angriff genommen. Dort habe ich mich sehr lange bei Treliz aufgehalten, deren Farben haben mir sehr gut gefallen und sie war so lieb und süß. Ich wollte ja ohnehin immer mal Sockblankets ausprobieren, also habe ich bei ihr eines gekauft und es gab ein Anleitungsheftchen dazu. Sehr nett. Wirklich, sowas bleibt in Erinnerung, da kauft man gerne.

Am Stand von Strickmich, hab ich mich über die Planer gefreut, denn ich habe ja auch einen und bin sehr lange um die Garne von Miss Babs herumgeschlichen. Ich liebe ihre Farben und habe ja auch schon ein paar Mal in den USA bei ihr selbst bestellt. Nach 3 Stunden hin und her, bin ich dann wieder hin und habe mir von meinem letzten Garnbudget die beiden 225 g Stränge Yowza, die mir nicht mehr aus dem Kopf gingen, gekauft. Daraus mache ich mir ein Perlmusterjäckchen von Rosa p. Das wird grandios. Dann hab ich Martina noch zum Selfie machen genötigt. Das war mein erster Fangirlmoment an diesem Tag, denn ich schätze ihre Anleitungen sehr. Wenn ich auch seit nun 2 Jahren mit dem dummen Nuvem kämpfe… aber irgendwann wird auch der fertig! Ganz sicher.

Bei Wollen Berlin habe ich dann auch gestöbert und bei WalkCollection, dort hätte ich so gerne drei Stränge in unterschiedlichen Grüntönen mitgenommen, habe aber immer nur zwei gefunden und wollte auch nicht mit einem anderen Hersteller auffüllen, also nächstes Mal. Außderm hatten die Damen Hoppenstedt, Soluna und Feierabendfrickeleien ihre Shockwaves aus Walk Collection Garnen an und ich durfte ein Foto machen.

Dann spülte es mich zu Tieke Garne, die waren bisher irgendwie gar nicht auf meinem Radar aufgetaucht, verwunderlich, denn hier gefiel mir einfach alles. Wunderschöne semisolide Farben, mit leichtem Glow und Glanz. Ganz toll. Zwei Mal Yak DK mußte da mit, schon mal in weiser Vorausschau auf den übernächsten #diedreivomblogKAL (pscht… nichts verraten.)

Und dann war Blindkaufzeit angesagt.

Mit dem Blindkauf haben wir irgendwann mal angefangen, weil ich immer nur blaulilagrün gekauft habe, also habe ich bei einem Besuch in der Maschenkunst in Köln, den Strickmädels Geld in die Hand gedrückt, habe gesagt, kauft mir 3 Stränge Fingering, habe weggeguckt und sie sind los! Mittlerweile haben wir das schon ein paar Mal gemacht und immer kamen tolle Kombinationen dabei heraus, die ich so nie gekauft hätte, die mir aber immer gut gefielen.

Diesmal wollten wir die Challenge ausweiten, es wurde nämlich für jeden blind gekauft.

(Na gut, für jeden außer der Maschenprobenuschi, die steht nicht so auf Abenteuer…)

Die Mädels zogen also los und ließen mich erstmal am Tisch zurück, wo ich die Einkäufe bewachen durfte, ein wenig mit Pariser Landluft aus der Tube und Michaela vom Wollfaktor geplauscht habe. Nach und nach trudelten sie dann wieder ein, immer mit Tütchen bewaffnet, in die wir aber noch nicht reinschauen durften.

Nach einiger Zeit machte ich mich dann auf den Weg und half beim Aussuchen für The Knitting Me, Feinmotorik, Feierabendfrickeleien und Polly Esther Hoppenstedt.

Als wir alle Blindkäufe getätigt hatten, sind wir in eine nahegelegene Pizzeria und haben dort ausgepackt. Jede mußte ihr Päckchen öffnen und zeigen, was sie da hatte.

Polly Esther Hoppenstedt, ist sonst eher im sehr gedämpften rosa, grau, schwarz Farbschema unterwegs, daher haben wir ihr Knallerfarben bei Garnstories rausgesucht. (Vorgabe war, es sollten keine Herbstfarben sein und es durfte ruhig etwas knallen.) Die Farben fand ich auch super, ist aber die einzige Kombination, die ich wegen des Neongelbs nicht tragen könnte und die daher vor meinen langen Fingern sicher war.

Frau Kowalski hat sonst immer sehr gerne kräftige Farben und mag rot, für sie gab es eine tolle Kombination bei La Fee Fill aus blau, grau mit Sprenkeln und einem wunderschönen Lila. Hier zuckte mein Diebstahlsfinger ganz arg, die hätte ich genauso auch genommen.

Für Frau Feinmotorik sollte es auf keinen Fall sonnengelb sein und keine Clownskotze, also zu bunt. Wir haben hier ein wenig bei Frida Fuchs herumgesucht und wurden fündig, einmal ein grüner Strang, ein blauer Strang und Hanami, also Kirschblüte sind es geworden. Auch die Kombi würde ich so vom Fleck weg anziehen.

Für Soluna haben die Mädels bei Garn Stories eine ganz wunderschöne Kombination mit orange rausgesucht. Das sah einfach toll aus, wirklich. Würde ich ebenfalls verstricken und hat einen leichten Touch ins Lilane… Sehr sehr schick!

The Knitting Me wollte mal etwas haben, was nicht Lila oder Blau wäre, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, hier sind wir dann beim Mondschaf fündig geworden und sie hat zwei Knallfarben und Schwarz bekommen.

Für mich haben die Ladies wie gesagt bei La Fee Fill eine wunderschöne grünlilagraue Kombination ausgesucht, mit der ich sehr glücklich bin.

Als letztes haben wir dann für Frau Feierabendfrickeleien gesucht und das ging rasend schnell. Ein Handgriff, bei Tieke Garne und wir hatten die Kombination zusammen.

Damit der Spaß an unseren Blindkäufen auch noch ein wenig anhält, werden wir alle daraus in einem kleinen KAL Drachenfelsen stricken und hier will sich dann auch die Maschenprobenuschi wieder beteiligen.

Passenderweise hatten wir das gerade beschlossen und waren wieder bei Berlin Knits angekommen, als es Mairlynd aus den Kursräumen zu uns spülte. Ich mag Melanie ja sehr und hab mich gefreut sie zu sehen, obwohl wir nicht weit auseinander wohnen, klappt es irgendwie zeitlich nur sich bei Eventus zu treffen. Sie hat mit uns verrückten Hühnern dann auch noch Fotos gemacht und ich war mal wieder total im Fan-Girl-Modus.

Die meisten von uns sind dann nochmal los und haben sich um ein paar Euro an den Ständen erleichert und ich hatte um 17:30 h den Termin des Tages. Im Innenhof hatten wir uns alle mit unseren Startingpoint-Schals verabredet, um Joji Locatelli zu treffen.

33 Schals haben sie dort erwartet und sie war so gerührt, dass ein paar Tränchen geflossen sind. Frau Feinmotorik war so nett und hat ein paar Fotos gemacht, denn ich stand zu sehr neben mir, um überhaupt irgendwas Sinnvolles zu sagen, dabei bin ich sonst wirklich gänzlich cool in solchen Situationen, das kannte ich von mir selbst nicht. Als sie sich dann auch noch genau neben mich setzte, war es mit meinen Englischkenntnissen auch vorbei: „Hello, nice to treff you!“ Oder ähnliches purzelte mir da plötzlich aus dem Mund…

Egal, es war ein fantastischer Moment.

Wirklich total emotional und schön.

Danke dafür. / Thanks Joji, and I really can speak english, but you stunned me… 🙂

Anschließend sind wir dann zum Norweger und haben dort auf mein angemeldetes Gewerbe angestoßen und sehr lecker gespeist. Kann ich jedem nur empfehlen. Munchs Hus, sehr leckere Gerichte und tolle Weine!

Am nächsten Morgen ging es wieder ins Cafe Impala und dann zum Bahnhof.

Mädels, es war ein ganz tolles Wochenende, unfaßbar anstrengend, denn ich bin nun tatsächlich richtig erkältet, aber so schön, voller Eindrücke, voller Wiedersehensfreude, voller Menschen mit dem gleichen Hobby (Entschuldigt, dass ich nicht alle Treffen hier aufgeführt habe, aber das würde noch länger, als es schon ist. Ich habe mich trotzdem gefreut euch alle zu sehen, wirklich wirklich wirklich!) Voller Garn und Farben und Ideen.

 

Ich freue mich schon jetzt auf unseren Tripp nach Edinburgh, da ist dann auch Frau Fussi die alte Strickschnecke dabei!

 

 

 

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Wollness-Wochenende in Pfaffenhofen bei der Wollmeise

Am letzten Wochenende machten sich 4 tapfere kleine Strickerinnen auf, die Wollmeise zu besuchen.

Die eine (also ich) von ihren Kollegen milde belächelt, verpaßte das große Frühlingsfest nur weil sie unbedingt ins Wollparadies mußte.

Am Freitagmorgen ging es los, mein kleines feuerrotes Rennmobil namens Luigi bot zwar nicht über die Maßen viel Platz für uns vier, aber wir kamen alle unter, ohne uns all zu sehr zu verrenken.

Mit kurzem Pipi-Mc-Donalds-Stopp waren wir in knapp 6 Stunden von Bonn nach Pfaffenhofen gekullert und sahen schon von weitem den wunderschönen Wollshop mitten in Pfaffenhofen.

Zack geparkt und rein, erstmal fett Fotos auf dem orangen Sofa gemacht und mit der Wolle rumgealbert.

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Dann die grünen Säcke gepackt und alles rein, was nicht niet- und nagelfest war. Bei mir war überraschend wenig Lila dabei, dafür ne Menge grün und rot.

Am Ende wurde dann wieder aussortiert, was doch da bleiben mußte.

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Meine Ausbeute für Freitag war allerdings dennoch deutlich größer als erwartet.

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Besonders froh bin ich, ein Pfauenauge Lace ergattert zu haben.

Mal ehrlich, ist das nicht wunderschön? Das wird ein Nuvem von Martina Behm und zwar ein unheimlich schöner, ich bin sicher!

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Für die Maschenprobenuschi sollte ich auch noch was schönes Rotes aussuchen, was mir hoffentlich gut gelungen ist:

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Nachdem Wollkaufrausch im Wollmeisenparadies trieb es uns zunächst ins Hotel, das war diesmal das Alea. Das war auch für den Preis wirklich ok, allerdings war ich vom Frühstück nicht sonderlich angetan. Nicht schlecht, aber auch nicht toll und da zahl ich dann lieber etwas mehr und bekomme mehr geboten.

Auf Empfehlung einer bereits wollmeisenerfahrenen Mitfahrerin ging es dann ins Müllerbräu zum Essen und ehrlich, das war ein Traum. Ich hatte mit einfacher Brauhauskost gerechnet, die bekam man sicherlich auch, Leberkäs, Bratkartoffeln, alles da, aber ich entschied mich für Octopussalat und Spargel und war sehr gespannt, wie mich das zufriedenstellen würde. Was soll ich sagen, das war der BESTE OCTOPUSSALAT EVER! Das Essen war köstlichst. Fein, lecker, gut gewürzt, nicht überladen, einfach toll und obwohl eigentlich nichts mehr rein ging, gab es dann doch noch einen Nachtisch und obwohl ich eigentlich die Creme Brulee anschmachtete, verlockte der Chef höchstselbst uns zu feiner Mousse auf frischem Rhabarber und weiterem Gedönschen. Köstlich sag ich euch.

Wer also zur Meise nach Pfaffenhofen fährt, auf jeden Fall im Müllerbräu vorbei. Das Personal und der Chef selbst sind einfach nur herzig und das Essen ein Traum. Wir werden nächstes Mal definitiv dort einkehren und haben außerdem für den Samstag direkt einen Tisch zum Weisswurstfrühstück bestellt und mit dem Herrn Gastronom sind wir nun alle bei Facebook befreundet.  🙂

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Am Samstag ging es dann wieder in den Laden, ich hatte noch Auftragsarbeiten zu erfüllen, nämlich für Frau Soluna Grautöne passend zu ihrem „Auf dem roten Teppich“ aussuchen, das gestaltete sich schwerer als gedacht, letztlich wurden wir aber auch da in gemeinschaftsarbeit fündig.

Ist schön oder?

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Hier dann ein paar Regalbilder, damit ihr euch den Farbrausch vorstellen könnte, dem wir ausgesetzt waren. ES WAR SO TOLL!

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Und meine Ausbeute von Samstag, an der hauptsächlich Frau Wollmeise persönlich schuld ist, die mir zu meinem Lavendellace geraten hat und die wirklich sehr nett und freundlich uns weitgereiste Besucherinnen unterhielt.

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Überhaupt wurden wir im Laden so toll empfangen und versorgt, das habe ich bislang wirklich noch nirgendwo im Einzelhandel erlebt. Es gab nette Gespräche und viele Getränke und am Ende gab es für eine von uns sogar das heiß ersehnte FLOHMARKT Lace… 🙂

 

Zum Abschluss ging es dann wieder ins Müllerbräu, wo ich lernte, wie man eine Weisswurst isst und anschließend zurück nach Hause.

Mädels es war so schön mit euch.

Jetzt spare ich ganz viel und dann fahren wir bald noch mal ins Wollness-Wochenende, ok?

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Den Bericht von Fräulein Feinmotorik könnt ihr euch hier ansehen, da sieht man auch, wie eng es in unserem feuerroten Wollmobil wurde, weil wir so hemmungslos zugeschlagen haben: Klick

VEGAN-Projekt Berlin Berlin

Ich war übers Wochenende in Berlin und wie eingeplant habe ich mein Vegan-Projekt am Samstag unterprochen, um im Anda Lucia lecker spanisch zu essen und vorallem um eine Paketkastentorte zu futtern.

Außerdem war ich im Museum für Kommunikation, was absolut sehenswert war und der freundliche Herr, der uns führte und alles erklärte, hat mit so viel Herzblut berichtet, das war super.

An dieser Stelle herzlichen Dank an DHL und SisterMAG für die freundliche Einladung!

Es war fantastisch!

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Samstag reiste ich mit dem Flieger an und hatte meine Amaranthriegelchen dabei um jeglichen aufkommenden Hunger sofort blocken zu können. Mittags wollte ich mir dann schnell auf der Friedrichstr. irgendwo was zu Essen besorgen… Super Idee. Leider gab es da nichts. NICHTS. Gut ich hätte Sushi essen können und dann nur die mit Avocado gefüllten oder mit Ingwer, aber das fand ich irgendwie wenig reizvoll oder gar sättigend. Ich setzte mich also genervt erstmal ins Starbucks und grübelte, wo ich etwas zu Essen herbekommen könnte. Hier möchte ich positiv erwähnen, daß die Barista mich nach meiner Bestellung Chai Latte mit Sojamilch daraufhin wies, daß die Sahne nicht vegan wäre, ob sie die weglassen solle und sie fragte mich, ob ich den einzigen veganen Snack, Obstsalat, wohl noch dazu haben wollte. Wollte ich und war angenehm überrascht.

Leider fand ich dann wirklich nichts ordentliches für ein Mittagessen. Im Cafe Einstein saß ich eine halbe Stunde, ohne daß die Kellnerin sich zu mir bequemte und verließ den Laden irgendwann einfach nur entnervt, um dann dummerweise ins La Fayette zu gehen und dann auch noch die Feinkostabteilung aufzusuchen.

ES WAR HART!

ES GAB AUSTERN!

HUMMER! GAMBAS!

MACARONS, ENTENLEBER, GÄNSELEBERPASTETE, wunderbare in Butter gewendete Crepes.

Es dauerte sage und schreibe 35 Minuten, bis ich mich in der Lage sah, den Laden wieder zu verlassen. Allein der Geruch war KÖSTLICH! Bei den Macarons war ich kurz davor zu sagen: „SCHEISS DRAUF! Ich zieh mir da jetzt 10 Stück von rein!“ Aber ich war so tapfer und das wo ich doch so einen Hunger hatte.

Kurz bevor ich total genervt bei Mc Donalds einen Salat bestellen ging, erblickte ich jedoch das Pastadeli und bekam vegane Nudeln, rotes Tomatenpesto OHNE Parmesan und eine Fritz Cola. HERRLICH! Danke! Das war meine Rettung und der freundliche junge Koch schaute sogar noch mal extra nach, ob in den Nudeln auch wirklich kein Ei ist. LECKER war es auch!

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Abends dann wie gesagt, die vegane Pause, ich schlemmte mit Freundinnen, trank leckeren Sangria und hatte keine halbe Stunde Bauchkrämpfe, Übelkeit, Kopfweh. Alles was ich sonst fast täglich nach dem Essen habe und wovon ich seit, ich vegan essen verschont geblieben war. (Nein es lag nicht am Alkohol ein Glas Sangria kann ich durchaus ab.)

Ich schlumpfte also ins Hotel, unter die Decke und Augen zu. Ich habe übrigens im Art’otel übernachtet. Die Variante am Ku’damm ist nicht ganz so schick, wie die beiden mir bisher bekannten Hotels, aber daher auch deutlich günstiger und sauber und ok war es auf jeden Fall. Die Dame am Empfang war unheimlich freundlich, verarztete sogar mein kleines Aua am Finger. (Eingerissener Fingernagel, brauchte dringend ein Pflaster!)

Auf dem Zimmer gab es, was ich sehr toll fand einen Wasserkocher und diverse Tees!

Am nächsten Morgen begab ich mich vorsichtig in den Frühstücksraum, der meine Laune sofort hob, schön bunt und lichtdurchflutet und das Frühstücksbuffet, vor dem ich ein wenig Angst hatte ein reines Wunderland. Gut, neben Wurst und Käse blieb mir nur das Fruchtmus als Aufstrich, aber das Müsli konnte ich mir mit Orangensaft aufgießen. Das Teesortiment von Ronnefeldt war umwerfend, die Saftauswahl (4 verschiedene Obstsäfte) super und dazu viel frisches Obst und Gemüse. Der freundliche Herr vom Küchenteam bekam mit, wie ich mir Tomaten und Balsamico auf den Teller schaufelte und stand kurz darauf mit Mozarella neben mir und fragte, ob er mir davon etwas reichen dürfe(EXTREM POSITIV !!) . HARTE PRÜFUNG! Und wirklich sehr aufmerksam von ihm, fast tat es mir leid, ablehnen zu müssen, für meinen Veganismus hatte er jedoch Verständnis. Satt und zufrieden begab ich mich wieder an die sonnige frische Luft und spazierte den Ku’damm hoch und runter, bis es Zeit wurde mich auf den Weg ins Veganz zu machen. Dort hatte ich mir einen Platz zum Brunch reserviert.

Und das war der Knaller, erstmal hat das Veganz tatsächlich am Sonntag geöffnet und ich biß mir in den Hintern, daß ich nur mit Handgepäck reiste und somit keine Flüssigkeiten und co kaufen und mit mir im Flieger transportieren durfte. Ich hätte mich totkaufen können, vegane Schokolade, Weizengraspulver, Matcha, veganer Kakao, veganes Eis, alles was das Herz begehrt. Ich bestellte mir also einen Matchasmoothie und nahm eine Limo mit und dann gings ins Goodies nach nebenan, wo es ein fantastisches veganes Buffet gab.

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Herrlich, wirklich, ich hab gefressen, als gäbe es kein Morgen. Vegane Waffeln, vegane Suppe und alles wirklich super LECKER!

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Allerdings trübten 2 Dinge meine Begeisterung.

Punkt eins, im Goodies war es super kalt und auf meine Bitte, das Fenster zu schließen, wurde mir erklät, daß frische Luft gesund sei. Danke, das weiß ich, aber mir war wirklich richtig kalt, so kalt, daß ich nachher im Wintermantel am Tisch saß.

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Punkt zwei leider war sowohl das Besteck, als auch die Gläser im Goodies nicht so wirklich sauber. Ich bin da wirklich pingelig, hier habe ich sowohl Glas, als auch Besteck noch mal unterm Tisch nachpoliert. Dabei machte die Küche an sich, die man vom Gastraum aus sehen kann, einen wirklich sehr gepflegten Eindruck.      IMG_4833[1]

Ich habe also lesend und schmausend den Nachmittag dort zugebracht und mich dann langsam auf den Weg zum Flughafen gemacht.

Ich wünsche mir nun also ein Veganz für Köln und Bonn und bitte gut zu erreichen. fantastisch wär in einem der Bahnhöfe… *träumt*

Bisher komme ich also weiter sehr gut klar. Habe tatsächlich keine Migräne gehabt, für die es eigentlich schon lange wieder mal Zeit wäre, einen Tag in der Woche habe ich sonst immer damit zu kämpfen.

Seit ich Soja weitgehend ignoriere und auch auf Tofu und Sojajoghurt meist verzichte, ist auch meine Neurodermitis wieder verschwunden. Heißhunger hatte ich allerdings heute dann und zwar auf Sushi und auf ein Schnitzel. Das lag allerdings hauptsächlich daran, daß ich mein Lunchpaket zu Hause vergessen hatte und mich mit zwei Nashi-Birnen und einer Hand voll Datteln durch den Tag retten mußte.

Das vegan Projekt geht also weiter.

Morgen die nächste Härteprobe, ich werde abends meine Eltern besuchen und beichten, daß ich zur Zeit nur Pflanzen esse… das wird sicherlich anstrengend.