Hasana – vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Rezepten von Paola Gavin

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Hier wurde mal wieder gekocht. Endlich könnte man sagen und mit Hingabe.

Ich habe Hasana von Paola Gavin (Amazon Affiliate Link) ausprobiert.

Zwar ist das Wetter draußen eher sommerlich und die Zeit der Eintöpfe und Suppen scheint noch nicht gekommen, ich hatte aber dennoch sofort „krupnik“ (Graupeneintopf) im Kopf als ich das neue Kochbuch zur traditionellen jüdischen Küche (Amazon Affiliate Link) in der Hand hatte.

Nein, ich bin nicht jüdisch, eigentlich bin ich irgendwann mal katholisch getauft worden, dann hat ein sehr strenges katholische Gymnasium mir jede Freude am Glauben und das Glauben generell verleidet und seit dem lebe ich meine eigenen Glaubenssätze. Das hindert mich nicht daran, jegliche Form der Essensvorschriften, die es bei Religionen so gibt, immer mal wieder für mich auszuprobieren oder auch einfach die Rezepte, die auf diesen Grundsätzen basieren, in mein Leben zu lassen.

Der jüdische Glaube übt auf mich eine starke Faszination aus, ich habe sehr moderne jüdische Familien in meinem Umfeld erlebt, meist sehr gebildet, sehr feministisch und für mich einfach interessant. Erst vor einiger Zeit habe ich durch die Lektüre von „Unorthodox“ (Amazon Affiliate Link) erkennen müssen, dass es auch im Judentum nicht nur die Seite der Medaille gibt, die ich kennenlernen durfte. Das hat mir damals mal wieder bewußt gemacht, wie eingeschränkt unsere Sicht auf die Dinge oft sein kann und ich versuche immer aufgeschlossen zu bleiben, meinen Geist offen und wach zu halten und so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln, um keinen Tunnelblick zu bekommen.

Beim Essen halte ich es auch so. Ich probiere alles, egal wie schleimig glibschig oder komisch es sein mag, ich stecke es in den Mund. So habe ich mich durch sämtliche Stile der modernen, der altmodischen, der europäischen, asiatischen und afrikanischen Küche gekocht. Diesmal also vegetarisch und jüdisch aus dem Hasana Kochbuch (Amazon Affiliate Link), das ist übrigens im Dumont Buchverlag erschienen.

Ich bin gespannt.

Erstmal ein großes Lob an den Dumont Verlag für die Aufmachung des Kochbuches, der schöne herbstliche Einband gefällt mir sehr. Das Buch fühlt sich gut und warm in der Hand an und ich mag es, wenn Kochbücher eine gewisse wertige Verarbeitung mitbringen. Die ist hier gegeben.

Wie jedes Kochbuch (Amazon Affiliate Link) ist auch dieses in Abschnitte gegliedert. Wir finden hier eine Einleitung von Paola Gavin zu ihrem Buch, einige Worte zu jüdischen Festen und Feiertagen, jüdische Geschichte und Kultur, dann geht es los mit Vorspeisen und Salaten, Suppen, Nudeln und Knödel, Getreide, Hauptgerichte, Eier, Gemüse, Desserts, dann folgt das Register und ein kurzes Kapitel in dem die Gerichte den Fest- und Feiertagen zugeordnet werden.

Die Seiten des Buches sind sehr stabil und leicht matt, die Bilder alle sehr ansprechend und wirklich schön. Hier hätten es allerdings ruhig ein paar mehr sein dürfen, da leider nicht jedes Rezept auch mit Bild versorgt ist, das finde ich immer ein wenig Schade, denn ich bin ein sehr visueller Mensch. Hier fand ich es nicht allzu schlimm, würde mich aber halt über mehr Bilder freuen.

Schön fand ich die kurze, aber persönliche Einleitung, die besagt, dass es sich bei allen Rezepten um Rezepte handelt, die seit Generationen von Müttern an ihre Töchter weiter gegeben werden, wenn mein feministisches Herzchen hier auch kurz aufkreischte. Egal, das hat was schön Nostalgisches.

Im Kapitel zu den jüdischen Feiertagen wird sehr schön erläutert, was der Schabbat ist, Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot, Chanukka, Tu Bischwat, Purim, Pessach, Schawuot, Tischa Beaw, zu all dem wird erläutert, berichtet und kurz erklärt. Das hat mir gefallen, ich mag es wenn der Inhalt eines Kochbuches ein wenig Mehrwert bietet, als mir nur Anregungen beim Kochen zu bieten.

Gleiches gilt für die Kapitel zur jüdischen Geschichte, die sehr schön nach Regionen aufgeteilt sind, Ägypten, Deutschland, Frankreich, Irak, Iran, Italien Marokko, Österreich, Polen, Litauen, Russland, Rumänien, Spanien, Portugal, Syrien, Tschechische und Slowakische Republiken, Tunesien und Algerien, Türkei und Griechenland, werden hier genau beleuchtet, mit einer tollen Sprache wird die Geschichte und Entwicklung der jüdischen Kultur erklärt. Ich fühlte mich hier sehr gut informiert und fand auch die erst irritierende lokale Aufteilung sehr gelungen.

Die Kapitel zu den Speisen werden immer mit einer kurzen Information eingeleitet, bei den Vorspeisen geht es beispielsweise um die Geschichte der Mezze und dass sie im jüdischen Glauben eine große Rolle spielen, da man ja am Schabbat nicht kochen darf und so auf vorbereitete kalte Gerichte angewiesen ist.

Die gerichte sind dann meist auf einer Seite mit Anleitung erklärt. Die Zutaten und Mengenangaben stehen an der Seite und sind so sehr übersichtlich. Die meisten der geforderten Zutaten bekomme ich ganz normal im Supermarkt, hier und da gibt es Dinge, die nur saisonalverfügbar sind und für ein paar Kleinigkeiten sollte man auf den Markt oder in einen gut sortierten Feinkostladen, es war aber nichts dabei, was man nicht beschaffen könnte.

Ich habe mittlerweile drei Gerichte nachgekocht und die Mengenangaben sind passend für die Persobenanzahl und es ist mir auch alles gut gelungen.

Schön fand ich auch, dass neben den Gerichten immer das Herkunftsland steht. Der Artischockensalat mit Fenchel und Harisa für den Schabbat kommt beispielsweise aus Tunesien. Bei jedem Gericht steht dann in der Sprache, die die Juden in diesem Land sprechen, die Bezeichnung nochmal darunter, beim Liptoi-Käse ist das ungarisch „liptói körözött“ Sowas mag ich, das sind Kleinigkeiten, die mir sehr gefallen und den Zauber eines guten Kochbuches ausmachen.

Vor jedem neuen Kapitel steht auch immer ein jüdischer Sinnspruch oder ein Sprichwort. Bei den Suppen ist das „Sorgen lassen sich mit Suppe besser verdauen.“ Den Spruch fand ich so gut, weil auch ich immer Suppe esse, wenn es mir nicht gut geht, Suppe für die Seele quasi.

Ich habe den Eindruck, dass die jüdische Küche eine sehr kräftige und Herzhafte ist und ich mochte alles, was ich nachgekocht habe.

Mein Favourite ist tatsächlich die Graupen-Pilz-Suppe, wenn sich da auch ein kleiner Fehler verborgen hat, in der Zutatenliste stehen nämlich getrocknete Steinpilze, im Text ist aber von getrockneten Champignon die Rede, macht nichts, ich hab beides benutzt und die Suppe nun schon mehrfach gekocht und bin sehr begeistert. So lecker!

Auch das Kapitel Nudel und Knödel mochte ich sehr. Ich mag einfach Knödel gerne. Hier hätten es aus meiner Sicht aber ruhig ein paar mehr Knödelgerichte, als nur zwei sein dürfen.

Beim Kapitel Getreide, war ich erst skeptisch, was das wird und dann begeistert. Reis, Bulgur, Mais, Couscous und Kascha findet sich hier. Den Reis mit Spinat und Sumach kann ich hier sehr empfehlen.

Die Hauptgerichte sind sehr vielfältig, von Artischocken-Tarte, über Zucchini-Kartoffel-Moussaka, hin zum köstlichen Pilzstrudel, ist da eine große Auswahl an sehr leckeren und äußerst unterschiedlichen Gerichten geboten.

Das Kapitel über Eier fand ich ebenfalls überraschend gut. Omlette, Fritada, und Rührei gibt es hier in verschiedensten Variationen und teilweise sehr abgefahrenen Zusammensetzungen. Allein dafür hat sich das Buch bereits gelohnt, aber auch das Kapitel zu Gemüse bot einige Neuigkeiten, die ich trotz meiner fröhlichen Ausprobiererei beim Essen noch nicht kannte, süße Auberginenkrapfen werde ich auf jeden Fall noch ausprobieren, die Wirsingwickel sahen auch spannend aus und überbackener Fenchel machte mich auch an.

Bei den Desserts finden sich Kuchen, Torte, Strudel, Plätzchen, Kompott, Pralinen, Mousse und Fruchtpaste, hier bitte nächstes Mal mehr Bilder ! Unbedingt!

Bis auf die kleinen Kritikpunkte, mehr Bilder, mehr Knödel und den kleinen Übersetzungsfehler bin ich wirklich sehr begeistert und koche nun munter jüdisch vegetarisch und in einer Zeit in der hier tatsächlich wieder antisemitische Parolen gebrüllt werden auf Deutschlands Straßen, da ist es genau der richtige Zeitpunkt, um zu zeigen, wie schlecht man das findet und wenn man sich sonst nicht traut, dagegen etwas zu tun, lächelnd eine jüdische Suppe löffeln, hilft schon! Da bin ich sehr sicher!

Graupen-Pilz-Suppe / für 4 Personen

15 g getrocknete Pilze (ich habe einmal Steinpilze und einmal eine Pilzmischung genommen, beides war sehr lecker, die Steinpilze fand ich nochmal besser, sind aber auch teurer.)

65 g Graupen, 2 EL Butter, 1 Zwiebel, 1 Möhre, 1 Selleriestange, 2 große Kartoffeln, 75 g grüne Bohnen, 1,25 l Gemüsebrühe.

Zum Abschmecken: Salz und Pfeffer, saure Sahne oder Smetana.

Die getrockneten Pilze und Graupen getrennt voneinander 30 Minuten in warmem Wasser aufweichen, in der Zwischenzeit alle anderen Zutaten in schöne mundgerechte Stücke schneiden.

Die Butter in einem großen Topf zerlassenund Zwiebel, Möhren, Sellerie darin kurz anbraten. Pilze und Graupen mit dem Einweichwasser dazu geben, dann auch alle anderen Zutaten, außer der Sauren Sahne oder dem Smetana dazu geben. Mit Deckel mindestens eine Stunde köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß und  mit einem Klecks sauer Sahne servieren.

Lecker!

Markklößchen

Ich probiere ja sehr gerne ausgefallenes Essen, abgefahrene Gerichte und außergewöhnliche Zutaten aus, manchmal verlangt es mir aber eben auch nach Heimatküche, nach Essen, das es bei Mama schon gab und das eben einfach nach Zuhause schmeckt.

Meine Klößchen sind etwas groß geworden – schmecken trotzdem und eine Scheibe Brot mit gesalzener Butter rundet das Ganze ab.

Diese Woche hatte ich bei einer Freundin auf der Facebookpinnwand Graupensuppe entdeckt. Graupensuppe ist wie Fischstäbchen und Hühnerbrühe gut für die Seele und ich wollte daher unbedingt Suppe haben, nachdem ich das entdeckt hatte. Meine Rindfleischsuppe kennt ihr ja schon. Zum Rezept geht es hier entlang: KLICK!

Diesmal wollte ich dann aber auch die Markklößchen, die aus meiner Sicht unbedingt in eine Suppe gehören, selbst machen. Das habe ich noch nie vorher gemacht. Ich fresse mich damit immer nur bei Schwesterchen und Mama voll und kaufe sie als Fertigprodukt. Bei Mr. kann ich aber immer dann glänzen, wenn ich etwas komplett und ganz und gar selbst gemacht habe, also diesmal selbstgemacht Markklößchen…

Fertig gerollte Markbällchen und Suppeneinlage (Gulasch)

Zutaten für 20 große Markklößchen

Eine Beinscheibe, ein großer Markknochen, 100g Semmelbrösel, ein halbes trockenes Brötchen, 2 Eier, Pfeffer und Salz.

Die Beinscheibe und den Markknochen kurz in dem Topf, in dem später die Suppe gekocht wird, mit einem Klecks Olivenöl scharf anbraten, bis sich von beiden Seiten Röstaromen entwickelt haben. Dann herausnehmen und das Mark aus den Knochen herauslöffeln.

(Ja, das ist irgendwie eklig, weiß ich, aber andererseits verwertet man so wirklich alles vom Tier.)

Ich hab übrigens Beinscheibe und Markknochen von unserem Metzger, Addi Wolf, da kann ich auf der Homepage genau nachsehen, wo das Tier her ist und habe ein gutes Gefühl beim Einkauf. Ich kaufe damit im doppelten Sinne regional, denn nicht nur der Metzger ist in unserer unmittelbaren Nähe, auch die Tiere stammen aus der Eifel oder dem Drachenfelser Ländchen. Außerdem bin ich hier immer mit der Qualität zufrieden. (Weil ich meine Suppenbasis und co immer selbst mache, habe ich in der Regel eine Beinscheibe und ein paar Markknochen im Tiefkühlschrank, die halten sich dort lange und sind so immer verfügbar.)

Kein Diätessen, aber lecker!

Das herausgelöffelte Mark gebe ich dann in die Pfanne und zerdrücke es leicht bei ganz sanfter Hitze, bis es leicht braun ist und sich verflüssigt hat.

In einer kleinen Schale weiche ich das halbe Brötchen mit ein wenig Wasser ein, dann gebe ich die Semmelbrösel dazu und würze mit ein wenig Salz und Pfeffer. Die beiden Eier gebe ich ebenfalls dazu und zerdrücke alles zu einer matschigen Basis. Darüber gieße ich dann das noch warme zerlassene Mark. Ich vermenge allers schnell, damit das Ei nicht stockt durch die Hitze des Marks.

Reste der Suppenbasis und die ausgehöhlten Markknochen.

Ich hab diesmal viel Gemüse und ein paar kleine Champignons in die Suppe gepackt.

Anschließend forme ich daraus die Klößchen, das geht gut und ich matsche ja ohnehin gern mit den Händen herum. Diesmal bei meinem ersten Versuch sind die Klößchen etwas groß geworden, denn ich habe nicht bedacht, dass sie ja in der Suppe nochmal ein wenig aufgehen. Ihr solltet sie also etwas kleiner machen, als ihr sie am Ende haben wollt. Ihr solltet die Klößchen nicht zu locker formen, dann fallen sie auseinander und nicht zu fest, dann werden sie trocken in der Mitte.

Dann gebt ihr die Klößchen einfach in die Suppe und laßt sie kurz ziehen. Dass sie fertig sind erkennt ihr daran, dass sie oben schwimmen.

Reste der Suppenbasis und die ausgehöhlten Knochen

 

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Power-Suppen Brühen & Toppings

Ich habe mal wieder Kochbücher gewälzt und Dagmar von Cramms Suppenbuch wurde ausgiebig getestet.

Gerade jetzt bei dem warmem Wetter gibt es bei uns öfter mal eine kalte Suppe. Gestern zum Beispiel eine Gurkensuppe mit Crostinis und Forrelle, die allerdings aus dem Hellofresh Boxenabo (Gutscheincode für 20 Euro Rabatt auf die erste Box: ZBCUE4)…

Zurück zum Buch, das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist aufgeteilt in die folgenden Themengebiete:

Wundertrank aus dem Topf

Hier werden ein paar allgemeine Dinge zur Suppe erläutert, außerdem werden Vorurteile und Ammenmärchen unter die Lupe genommen. z.B. Ist Suppe ein Detox-Wunder oder kann Suppe Entzündungen hemmen. Das fand ich sehr spannend und gut erläutert und immer mit guten Suppen als Beispiel und der Seitenzahl, damit man das Rezept direkt findet.

Wie püriert man Suppe

Das Kapitel hätte ich überspringen können, denn in den Mann kriegt man ja nichts Püriertes rein, trotzdem hab ich mal reingelinst und fand die Hinweise zu Mixer, Pürierstab, Thermomix und Flotter Lotte ganz hilfreich.

Die Vorratssuppenküche

Hier geht es vorallem um Aufbewahrung, also Einfrieren, Einwecken, und co. Fand ich alles nicht so neu, für den Kochneuling mag das aber sehr hilfreich sein. Die Erklärungen waren einfach gehalten und gut strukturiert.

Grundrezepte Brühen

Hier gibt es zunächt allgemeine Tipps zur Zubereitung von Brühen, dann jeweils Rezepte für die unterschiedlichsten Varianten. Ich habe die kalt angesetzte Gemüsebrühe und die Krabbenbrühe nachgekocht und war recht angetan. Der Geschmack war gut, das ging Schnell und das Rezept war stimmig.

Klar und energiespendend

Das war für uns ein sehr interessantes Kapitel, da der Missjöh ja nichts Püriertes ist, schätzt er klare Suppen sehr. Hier gab es wirklich einige Suppen, die wir gut fanden. Vorallem die Zwiebelsuppe konnte überzeugen. Sonst mache ich sie ja immer, wie im Blogbeitrag hier beschrieben: Klick! Diesmal hab ich halt etwas anders zubereitet mit Sesamöl, was wirklich sehr lecker war. (Rezept am Ende des Beitrags!)

Spannend fand ich auch die Zubereitung der selbstgemachten Instantsuppen. Das ist eine gute Lösung für die Mittagspause auf der Arbeit und hat mir sehr gefallen, war unaufwändig und praktisch.

Roh gemixt und kalt serviert

Kalte Suppen schätze hier im Haushalt eher ich. Hier konnte mich die Radieschensuppe überzeugen und begeistern. Auch die Avocadosuppe war eine schöne Variante, meiner Avocadosuppe, die ich ja schon sehr schätze. Klick! In dem Teil gab es aus süße Suppen, was mich sehr angesprochen hat.

Cremig und voller Vitamine

Hier gibt es viele Ideen für Cremesüppchen, von normal bis ausgefallen ist da alles dabei. Ich koche ja dann häufig ein Cremesüppchen und lasse den Schritt des Pürierens weg, dann ist der Mann glücklich und ich auch. Schmeckt trotzdem gut.

Herzhaft und wärmend für die Seele

Kräftige Eintöpfe und Suppen finden sich hier. Da fand ich eigentlich alles spannend und werde mich nach und nach durch kochen. Auch One Pot Pasta findet sich hier oder etwa eine Maissuppe mit Muscheln. Sehr simple, sehr lecker.

Toppings und Einlagen

Das war spannend, hier geht es um Klöße, Flädle, Eierstich, Polenta und weitere Einlagen. Das waren wirklich tolle Ideen zum Aufpepen einer einfachen Suppe dabei. Auch die Toppings haben mir gut gefallen, von einfach bis schwer, war da alles abgedeckt.

Rezeptübersicht und Zutatenregister

Ein übersichtliches Register, damit man auch jede Suppe wieder findet.

Mir haben die Rezepte wirklich gut gefallen. Klar erklärt und eine gute Übersicht der Zutaten. Die Mengenangaben der Gerichte stimmte bei mir mit dem Bedarf genau überein. Weder blieben große Reste, noch wurde es mal knapp.

Das Design des Buches ist klar und strukturiert, die Bilder sind ansprechend und schön. Man sieht, was man kochen will und wie es auszusehen hat.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich würde es uneingeschränkt jedem empfehlen, der eine gute Suppe zu schätzen weiß.

Zwiebelsuppe:

4 Personen

400g Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 Bund Frühlingszwiebeln, 2 EL Sesamöl, 100 ml Cidre, 700ml Gemüsebrühe, 4 Pfefferkörner, 1 Lorbeerblatt, etwas Salz.

Zwiebeln und Knoblauch halbieren, die Zwiebeln in Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Sesamöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln braun anbraten und mit Cidre und Brühe ablöschen.

Die Gewürze und das Salz dazu alles köcheln lassen, bis die Zwiebeln gar sind. Dann die grünen Zwiebelringe dazu geben und ziehen lassen. Anschließend servieren.

Dazu schmeckt besonders gut ein Käsetoast oder ein Parmesanbrot.

 

 

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Französische Zwiebelsuppe beschwipst und mit lecker Käse!

Ich liebe Zwiebelsuppe, dummerweise hasse ich das Zwiebelschneiden, weshalb es die Suppe bei uns nur gibt, wenn meine Lust darauf unerträglich wird. Heute war es soweit. 700 g Zwiebeln wurde der Kampf angesagt und damit es leichter von der Hand ging, gab es ein bisschen Alkohol dazu.

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Prost!

Zutaten: (Für 6 Personen)

700 g Gemüsezwiebeln, gerne bunte, rote, weiße, wie man mag, ich hab diesmal die üblichen braunen genommen, da ich noch unwahrscheinliche viele Reste vom Zwiebelkuchenbacken vor ein paar Tagen hatte.

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60 g gute Butter oder für die Veganer, sehr gutes Olivenöl. Gerne auch Walnußöl, das schmeckt auch gut. Ich mag es aber lieber mit Butter.

Eine Prise Zucker, zwei EL Mehl, Brühe (Ich hab Rinderfond genommen, selbst ausgekocht aus Suppenfleisch und -knochen. Wer es eilig hat nimmt Gemüsebrühe aus dem Glas oder Fond aus dem Supermarkt. Fleischbrühe schmeckt hier aber besser, finde ich.

Ein guter Schuß guten Cognac (Ich nehm zum Kochen immer Chantre, auch wenn der Opa da einen zu viel kriegt: Der gute Cognac Kind, den kannste doch nicht inne Suppe! Doch kann ich, schmeckt supa!)

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300 ml sehr trockener Weißwein. Hier hab ich mich am Mr. Weinregal bedient und diesmal immerhin vorher gegoogelt, ob die Flasche unter 20 Euro liegt, sonst hätte er mich vermutlich auch diesmal geschlachtet, nachdem ich seine Sansibar Weine letztlich einfach mal verkocht habe… (Wie genau vernichtet man eine Flasche Wein für ca. 100 Euro? Genau man kippt sie in die Käsesuppe… *hust* Irgendwann lerne ich das noch, welche Weine ich nehmen kann und welche nicht.)

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6 Brötchen (Ich persönlich liebe Kümmelbrötchen dazu, der echte Franzose würde wohl eher Baguette nehmen, aber hier mag ich halt gern Kümmel.)

100 g Gruyere (Bitte schön würzig, nicht den jungen milden. Er muß ein bißchen duften und schön gelb sein!)

Salz und Pfeffer.

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Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Dabei versuchen nicht zu heulen oder zumindest nicht auf die Ziebeln zu tropfen beim Weinen.

Butter im Suppentopf erhitzen, Zwiebeln dazu und schön anbraten, bis sie ein bißchen glasig werden, dann den Zucker darüber streuen und unter Rühren weiter braten. Die Zwiebeln sollen ein bißchen goldig werden, nicht braun oder trocken.

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Haben sie diesen Zustand erreicht ein wenig Mehl darüber streuen und noch ein wenig goldiger braten und mit dem Cognac ablöschen. Anschließend Brühe und Wein dazu geben, aufkochen und dann etwa 25 Minuten mit Deckel blubbern lassen. Hitze dabei nicht zu hoch einstellen und zur Not, ein wenig Flüssigkeit dazu fügen.

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Anschließend mit Pfeffer und Salz abschmecken und die Brötchen halbieren oder die Baguettescheiben in den Backofen geben und mit Gruyere bestreuen, dann goldgelb überbacken und entweder auf die Suppe legen oder zum stippen daneben.

Fertig! Lecker!

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Rindfleischsuppe…

Der Mann ist erkältet und hat einen Schnupfen, wer ebenfalls einen Mann hat, weiß, das ist kurz vor tot. Nicht ganz tot, aber fast tot. Nun habe ich zum Glück ein sehr fleißiges Exemplar, das trotz Schnupfen seine Arbeit erledigt hat, allerdings, um dann noch mehr Schnupfen zu haben. Wie gesagt, Schnupfen ist kurz vor tot. Der Herr leidet also schrecklich, er hat Nase und ich Mitleid.

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Darum gibt es das ultimative Rezept gegen Erkältung, direkt nach Hühnerbrühe, die mag er nämlich nicht, dann lieber tot, als Hühnerbrühe. Schwere Entscheidung, aber so ist er halt, leidensfähig.

Das nächst bessere Rezept gegen Erkältung ist Rindfleischsuppe. Rindfleischsuppe, wie meine Mama sie macht, nur ähm… anders… sorry Mama, deine schmeckt besser, ich weiß, aber meine ist auch ganz schön gut. 😉

Zutaten:

3 L Wasser

1 Beinscheibe vom Rind

300 g Gulasch oder wie in meinem Fall Rinderbraten (Jajaja… es gibt Suppenfleisch und man kann doch ganz toll, das Fleisch von der Beinscheibe nehmen… macht ihr mal, ich mag das nicht. Bei mir kommt dat jute Fleisch inne Suppe!)

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1 große Gemüsezwiebel

2 Knoblauchzehen

2 Stangen Lauch

3 große Möhren

125 g Perlgraupen

Pfeffer, Salz, Olivenöl, Lavendelblüten, Rosmarin

Als Erstes etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Beinscheibe und den kleingeschnittenen Braten bzw. das Gulasch dazu geben. Beinscheibe von beiden Seiten anbraten, den Braten, bzw. das Gulasch rundherum ein wenig anbraten, damit es ein paar Röstaromen bekommt.

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Beinscheibe im Topf lassen, restliches Fleisch rausfischen und zur Seite stellen. Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden und kurz mit anbraten.

Mit 3 l Wasser ablöschen und dann mindestens eine Stunde kochen lassen. Der Fachmann legt hier eine ungeschälte Zwiebel dazu, damit die Brühe klar bleibt. Der Mann, für den die Brühe aber ja sein soll, mag das aber nicht so, darum kommt bei uns keine klare Brühe zustande. Macht nix, schmeckt trotzdem.

Nach einer Stunde die Beinscheibe rausfischen. Die Ökotrinen und „ichverwertealles“-Mäuschen können jetzt das Fleisch der Beinscheibe runterpopeln und in die Suppe werfen. Ich entsorge die Beinscheibe in den Napf der Katze und werfe stattdessen das Gulasch bzw. den Braten in die Suppe (Ich gestehe, ich hab das einmal auch mit Filetsteak gemacht, aber wirklich nur, weil es weg mußte und ich keine Lust auf Steak hatte… ehrlich Doppelschwör und so.)

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Während die Brühe vor sich hinkochte hat die gut organisierte Hausfrau natürlich schon die Möhrchen geschält und geschnibbelt, ebenso den Lauch in Ringe geschnitten und das wirft man nun alles mit in die Brühe. Ein weig Salz (na gut ruhig ordentlich) dazu, ein wenig Rosmarin, ein paar Lavendelblüten und ein wenig Pfeffer. Wir schütten noch die Perlgraupen dazu und rühren mal kräftig um.

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Jetzt lassen wir das Ganze wieder etwa 30 Minuten kochen und dann ist es fertig.

Scheibe Brot mit Butter dazu und die zweitbeste Erkältungsmedizin ist fertig. Wie gesagt, die Erstbeste ist das Ganze mit Hühnchen… aber Hühnchen… nun ja… Rindfleisch geht auch.

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Wer mag kippt sich noch ein paar Backerbsen drüber oder macht Markklösschen. Meine Mama macht die besten Markklößchen, daher habe ich mich da bislang nie dran versucht und gebe mich mit den Fertigklößchen zufrieden. Ich weiß, Frevel! Aber die hier sind echt gut! Klick: Markklößchenfertigprodukt!

(Natürlich nicht so gut wie Mamas… )

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