Über jetztkochtsie

www.jetztkochtsie.com

Weben mit kleinem Rahmen von Fiona Daly

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Seit ein paar Monaten steht hier ja mein kleiner (Schul-)Webrahmen herum und ich nehme mir immer wieder vor, mich jetzt endlich mal damit zu befassen.

So richtig klappt das aber nicht, weil es einfach immer an Zeit fehlt. Jetzt hab ich allerdings Dank dem Stiebner Verlag einen guten Ansporn erhalten, meinen Hintern endlich mal hoch zu bekommen und mir das Dingelchen näher anzusehen.

Von Fiona Daly flatterte mir nämlich „Weben mit kleinem Rahmen“ ( Amazon Affiliate Link) ins Haus und damit habe ich mich jetzt im Urlaub erstmal aufs Sofa gekuschelt und mir angesehen, was mein Webrahmen so alles kann.

Das Buch „Weben mit kleinem Rahmen“ ( Amazon Affiliate Link) ist eine großformatige Klappbroschur von guter Bindequalität und läßt sich sehr gut handhaben.

Auf den ersten Seiten bekommt man erstmal die Autorin vorgestellt. Nett, freundlich und sympathisch kommt sie rüber und ich schätze solche Vorstellungen sehr. Gerade bei Büchern zu Techniken und dem Erlernen von Dingen, will ich wissen, wer mir da etwas erzählt. Ich muß denjenigen respektieren, um seine Ratschläge anzunehmen. Wenn ich die Autorin auf den ersten Seiten eines Buches kennenlerne und mag, fällt das leichter, als wenn er oder sie total anonym bleibt.

Hier ist das gut gelungen. Fiona Daly ist mir sympathisch, sie hat Freude an dem, was sie dort tut und sie tut es mit Hingabe. Die Bilder zu ihrer Person sind naturverbunden, aber nicht zu öko, genau mein Ding.

Sie beginnt dann mit der Geschichte des Webens, auch das schätze ich, bevor ich etwas Neues lerne, möchte ich alles darüber wissen und die Historie gehört da natürlich dazu. Sie schreibt hier informativ, ohne belehrend zu klingen und ich fühlte mich trotz großer Sachlichkeit durch den Text auch gut unterhalten.

Dann geht es mit dem Weben los. Der Webrahmen und die unterschiedlichen Arten der kleinen Webrahmen werden vorgestellt. Ich habe einen Webrahmen, der Einschnitte im Rahmen zum Wickeln aufweist. Ähnlich dem vorgestellten Webrahmen mit Holzdübeln und hab direkt gelernt, warum mein erster Webversuch vor ein paar Monaten in die Hose ging. Ich hätte nicht um die Einschnitte / Dübel, sondern um den Rahmen wickeln sollen. *hust* Darüber schweigen wir dann mal lieber. Mein Webrahmen ist von Rico Design und war wirklich nicht teuer.

Außerdem wird gezeigt, wie man aus festem Karton einen kleinen Kartonwebrahmen herstellen kann. Von Polly habe ich vor einiger Zeit ein Miniwebrahmenset bekommen, das fand ich auch lustig, sowas fehlt hier im Buch aber.

Dann wird das Zubehör ausführlich vorgestellt. Hier hätte ich mir gerne auch Herstellerangaben gewünscht, aber diesen Wunsch habe ich immer, wenn in einem Buch Nähzubehör oder Strick- oder jetzt Webutensilien vorgestellt werden. Schreibt doch bitte direkt in den Text, wo man was bekommt. Nach hinten in den Herstellernachweis blättern ist immer sehr lästig und untrbricht den Fluß beim Lesen, finde ich.

Darauf folgt dann eine sehr gute Materialkunde, die auch für andere Textilgewerke sinnvoll ist. Hier werden Wolle, Baumwolle, Leinen, Bambus, Angora und Nessel als Werkstoffe vorgestellt. Ich bin mir sicher, dass die Zahl der weiteren möglichen Webestücke unzählig ist.

Auch zum Garnthema und den Garnstärken wird man in „Weben mit kleinem Rahmen“ ( Amazon Affiliate Link) informiert. Das fand ich, trotz meiner Vorkenntnisse sehr gelungen und informativ.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Funktionsweise des Rahmens, das sollte man sich auf jeden Fall ansehen, denn so mancher Tipp erleichert das Weben ungemein.

Außerdem geht es um die Planung von Webprojekten, etwas was ich als „einfach drauflos“-Typ nur schlecht kann. Sie zeigt hier, Probewebstücke, Planungsunterlagen und Ideen zur Dokumentation der ersten Versuche.

Hat man seine Planung abgeschlossen, geht es an die Einrichtung des Webrahmens. Hier habe ich viel gelernt und die Bilder fand ich sehr gelungen und gut arrangiert, ich konnte hier genau erkennen, was man von mir wollte. Wenn der Webrahmen dann eingerichtet ist, kann es losgehen und hier sind die Möglichkeiten vielfältiger, als ich erwartet hätte.

Neben der normalen Bildweberei, die ich schon kannte und die aus Garnkombinationen und Farbwechselnb resultiert, erlernt man in „Weben mit kleinem Rahmen“ ( Amazon Affiliate Link) auch die Teppichweberei mit Rayontechnik, Sumaktechnik und Schlingentechnik. Dazu wird das Musterweben vorgestellt und anhand einer Webschrift wird aufgezeigt, wie man welchen Faden zu weben hab. Das ist ähnlich einer Strickschrift und wirklich nicht schwer zu begreifen.Toll fand ich die Köperbindung oder auch eine Fischgratwebtechnik. Das sah auch wirklich nicht schwierig aus und durchaus auch für einen Anfänger zu schaffen.

Ist man dann mit seinem Webstück fertig, wird die Kante abgeschlossen, dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, Fransen, eine Zickzacknaht mit der Maschine, ein Knotenrand. Ganz individuell kann hier jeder die für ihn beste und schönste Möglichkeit nutzen.

Außerdem gibt es eine kleine Knotenkunde, da man doch immer wieder etwas festknoten muß am Ende und einen sehr ausführlichen Glossar.

Neben den allgemeinen Informationen finden sich auch 5 sehr ausführliche Webprojekte im Buch. Dabei hat mir sehr gefallen, dass diese nicht mit dem Weben enden, sondern auch die weitere Verarbeitung erklärt wird.

Dabei handelt es sich um eine Kosmetiktasche, einen Wandbehang, ein Platzdeckchen, einen Kissenbezug und eine Tasche. Alle Projekte werden mit den benötigten Materialien vorgestellt, die Erklärungen sind sehr gut verständlich und die Bilder hübsch und erklärend.

Sehr gut fand ich hier auch, dass die vorgeschlagenen Garne alle gut im Einzelhandel erhältlich sind.

Mir hat das Buch „Weben mit kleinem Rahmen“ ( Amazon Affiliate Link) als Einstieg in das Weben wirklich sehr gut gefallen. Ich fühlte mich gut informiert und die Bilder sind wirklich sehr schön und informativ. Für alle, die sich mit dem Weben auseinander setzen wollen, ist das sicherlich ein sehr guter Einstieg, mit tollen Einsteigerprojekten und allgemeinen Erklärungen.

 

 

An jedem verdammtem Sonntag 20.01.2019

[Werbung wegen gesponserten Produkten und Markennennung- und Verlinkung]

Strickstrickhurra

Der Nuvem und nichts als der Nuvem. Ich bin jetzt bei 109 g und es nähert sich dem Ende. Eine Perlenreihe schaffe ich wohl nicht mehr, denn ich brauche mittlerweile 4 g pro Reihe.

Garnkäufe / Stoffkäufe

Nix gekauft. Sehr brav gewesen. YEAH! Grmpf…. ok stimmt nicht ich bin gerade noch ins Yarncartel eingestiegen und habe mich für die nächste Box eingetragen. (Wenn ihr euch über meinen Link anmeldet, bekomme ich bei drei Anmeldungen eine Box umsonst, ich würde mich also sehr freuen. wenn ihr diesen Link hier nutzt: KLICK!

Genäht

Eine La Silla und ein Raglanshirt. Schaut mal in die Blogposts dazu rein.

Entdeckt

Die Frickler erobern Youtube. Schaut doch mal rein. Schenkt uns euer Abonnement und verteilt ein paar Däumen. Wir laden nach und nach die alten Folgen hoch.

Viel Spaß damit.

Naja

Mein Aquarium fährt sich ja ein und ich habe jetzt Pflanzen darin. Gestern habe ich dann zwei Schnecken entdeckt, die ich wohl mit den Pflanzen gekauft habe. Ich bin gerade noch nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. Sie sehen auf jede Fall ganz hübsch aus.

Nächste Woche ziehen dann die Garnelen ein, zumindest ist das der Plan, mal sehen, was die Wasserqualität sagt., aktuell sieht es gut aus.

Sportlich

Ich bin weiter beim Yoga dran und merke eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit. Die 30 Tage Challenge von Mady ist wirklich gut.

Geguckt

Ich hab mir die Schöne und das Biest ( Amazon Affiliate Link ) angesehen und schrecklich geweint. Außerdem habe ich Grace & Frankie ( Amazon Affiliate Link ) beendet, rechtzeitig zum Erscheinen der neuen Staffel, es kann also direkt weiter gehen.

Dann war mir nach ein wenig Geballer und ich habe mir Olympus has Fallen ( Amazon Affiliate Link ) angesehen, ich mag solche Filme. Der nächste, den ich gucke ist James Ryan: Shadow Recruit. ( Amazon Affiliate Link )

Außerdem habe ich Thorsten Duits Garngemunkel geguckt, während ich mich mit Youtube beschäftigt habe.

Gehört

Ich hab in die Wollinspirationen von Lanaphilia reingehört und fand den Podcast sehr informativ und gut zum Zuhören.

Außerdem bin ich bei Elbsoda jetzt wieder auf dem aktuellen Stand und es gab eine Folge von Exponiert, die ich sehr genossen haben, die beiden sind da nämlich in Florenz und ich kannte ziemlich viele von den Dingen, über die sie sprachen.

Gelesen

Die Rezension zu „Nähen mit Vegatex“ und „Oberteile und Kleider nähen mit Jersey“ sind auf dem Blog online.

Gegessen

Wir waren bei Mc Donaldas, dort ist wieder Hüttengaudizeit und ich liebe den Mc Rösti. Es gibt wirklich keinen besseren Burger.

Außerdem war ich mit meinem Stammtisch im Konoba und mein Tupperware Mikrogrill ( Amazon Affiliate Link ) ist angekommen, so dass ich mich eigentlich fast nur noch von Kaiserschmarrn ernähre.

Unternommen

Wir waren mit den Neffen und Nichten im Zoo und ich war mit Frau Fussi im Phantasialand. Beides war trotz miesem Wetter total toll. Wenig los, wenig Menschen und im Zoo waren fast alle Tiere gut zu sehen und haben sich so verhalten, dass man ihnen gern zugesehen hat. Im Phantasialand war ich auf Taron. BlackMamba und Talocan.

Gezockt

Mein Zombie bereitet mir weiterhin Freude und es gab eine neue Ausgabe von Bernd spielt auf dem Blog. Lest doch mal rein und laßt ihm einen Kommentar da.

Goodkarma

Zum einen geht unsere Aktion mit Mairlynd und Rosy Green Wool noch weiter. #knittersagainstmalaria sammelt noch bis 31.01.2019 Spenden. Vielleicht möchtet ihr euch noch einmal beteiligen?

Zum anderen braucht Sylvie unsere Hilfe beim Sammeln von Mützen für einen guten Zweck. schaut mal hier: Klick!

Bernd spielt 18.01.2019

Hallo zusammen, 2019 wird ein spannendes Spielejahr. Wie schon 2018, werde ich im Laufe der kommenden Monate auch wieder einige über Kickstarter finanzierte Brettspiele vorstellen, die ich hochinteressant und unterstützenswert finde.

Für den Januar habe ich vier Spiele im Gepäck, drei davon sind sogar ausgezeichnet solo spielbar, falls sich mal keine Mitspieler finden sollten.

Dann starten wir mal spielerisch zusammen ins neue Jahr.

(Fast alle in diesem Beitrag enthaltenen Links sind Amazon Affiliate Links)

Lunar Lockout
…ist ein klassisches Puzzle-Denk-Spiel für Solisten. Es geht darum seine rote Raumsonde auf dem rot markierten Feld zu positionieren. Dabei dürfen alle Roboter und die Sonde selbst stets nur orthagonal gezogen werden, und ausschließlich bis zum nächsten Hindernis. Über den Rand der Plattform hinaus ist nicht zulässig. Dem Spiel liegen zig Aufgaben in vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen bei, auf den Rückseiten der Aufgabenkarten ist die jeweilige Lösung abgedruckt.
Die Box ist mit rund 12x12cm enorm handlich und sozusagen handtaschentauglich. Alle erforderlichen Spielmaterialien sind im Inneren der Box gut verstaut. Das Spielbrett und die Roboter sind so gestaltet, dass beim Spielen nichts herunterfallen kann, also absolut reisetauglich, auch wenn’s mal holprig werden sollte. Lunar Lockout ist ein cleveres Puzzlespiel, das die grauen Zellen in Schwung bringt. Je nach Schwierigkeitsgrad kann eine Aufgabe unter einer Minute oder eben auch deutlich länger in Anspruch nehmen. Die Spielregeln liegen mehrsprachig bei, auch Deutsch.

Lucidity – Six-sided Nightmares
Lucidity hat ein sehr außergewöhnliches Thema, es geht um Träumende und Albträume. Zu Spielbeginn übernimmt man die Rolle eines Träumenden und muss versuchen durch geschicktes Würfelmanagement seinen Albträumen Herr zu werden und gleichzeitig ausreichend Energie zu sammeln, um die Partie für sich zu entscheiden. Dabei muss man jedoch stets im Blick haben, dass man nicht zu sehr erschöpft und eventuell wertvolle Energie wieder verliert oder gar von seinen Albträumen überwältigt wird und fortan selbst als Albtraum den Mitspielern das Leben schwer macht, aber auch als Albtraum ist die Partie noch nicht verloren, denn man hat nun andere Aktionsmöglichkeiten als die Träumenden und kann am Ende als Sieger dastehen.

Die Ausstattung von Lucidity ist sehr gut. Das Artwork passt hervorragend zum Thema und ist sehr stimmungsvoll. Die insgesamt 80 Würfel werden in einem blickdichten Würfelbeutel aus Samt verstaut, der Beutel dient gleichzeitig als Spielelement, da die Würfel zufällig gezogen werden müssen. Die Albtraumkarten, es gibt davon verschiedene, die den vier Farben Rot, Blau, Grün und Gelb zugeordnet sind, passen sich visuell bestens dem Thema an und sind nichts für kleine Kinder. Lucidity ist aber auch thematisch nicht familientauglich. Die Spielregeln und alle Texte im Spiel sind derzeit leider nur in Englisch verfügbar. Die Regeln sind aber bei genauem Studium recht gut verständlich, es liegen aber auch Ablaufspielhilfen in Kartenform bei und auf dem Spielertableau werden nochmal alle verfügbaren Aktionen in Textform dargestellt, so dass man kaum etwas übersehen kann. Bis zu vier Spieler dürfen sich beteiligen, aber Lucidity bietet auch Solo-Regeln, die ein deutlich anderes Spiel daraus machen. Es lohnt sich also beide Varianten auszuprobieren. Eine Partie mit zwei Spielern dauert ca. 30 bis 40 Minuten. Eine deutschsprachige Veröffentlichung ist derzeit nicht geplant.


Pulp Detective
… nimmt sich optisch und inhaltlich die Detektiv-Comics der 30er/40er Jahre als Vorlage. Zu Beginn sucht man sich einen von vier möglichen DetektivInnen-Charakteren aus und einen von drei möglichen Kriminalfällen (die aber immer wieder spielbar sind). Der Fall entfaltet sich nach und nach durch gezogene Karten, die patience-ähnlich vor dem Detektiv angeordnet werden. Die Anordnung entscheidet darüber welche Aufgabe in Form von Würfelergebnissen man erfüllen muss, um der Lösung des Falls näherzukommen und ob man eventuell Würfel dazu erneut würfeln darf. Durch geschicktes Würfelmanagement und den Einsatz von Fertigkeiten und Ausrüstungsgegenständen kreist man so nach und nach einen Verdächtigen ein, um ihn (oder sie) in einem Showdown zu stellen. Visuell ist Pulp Detective eine Augenweide, denn das Artwork fängt die Pulp Ära ganz hervorragend ein. Die Qualität der Karten und Würfel ist sehr gut. Nur bei den hölzernen Zählsteinen wurde bei der Produktion leider geschlampt, so dass dem Spiel die Holzsteine in der falschen Farbe beiliegen. Wo in der ausschließlich englischsprachigen Anleitung von blauen und roten Markern die Rede ist, liegen gelbe und schwarze bei. Das ist zwar überhaupt nicht spielrelevant, aber sollte nicht unerwähnt bleiben. Hier merkt man vielleicht, dass Pulp Detective ein privat finanziertes Kickstarter Spiel ist und nicht von einem großen Publisher stammt. Das Spiel ist als Solospiel konzipiert, allerdings sind auch Regeln für eine kompetitive und kooperative Zwei-Spieler-Variante dabei, die auch gut funktionieren. Da das Thema eigentlich nur Erwachsene ansprechen wird und auch das pulpige Artwork nicht gewaltfrei ist, keine Empfehlung für Kinder unter 12. Gute Englischkenntnisse sind erforderlich, da nicht nur die Anleitung sondern auch alle Kartentexte ausschließlich auf Englisch vorliegen. Eine deutsche Veröffentlichung ist derzeit wohl leider nicht geplant.

Durch die Wüste
Zeit für einen Klassiker aus dem Spieleregal, noch dazu einer, der familientauglich ist und auch 20 Jahre nach Erstveröffentlichung kein bisschen Staub angesetzt hat. Durch die Wüste vereint Elemente eines Legespiels mit Gebietskontrolle a la Carcasonne. Abwechselnd setzen die Spieler Kamele in die Wüste, um Wasserlöcher und Oasen zu erreichen und möglichst lange Karawanen zu bilden, mit denen man sogar punkteträchtig Gebiete vollständig einschließen kann. Die Ausstattung ist gelungen. Das Spielbrett ist stabil und mit einer Wüste stimmungsvoll bedruckt. Die Kamele sind aus Kunststoff und werden in einem beiliegenden Stoffsäckchen gut verstaut. Oasen werden mit Palmen aus Kunststoff gekennzeichnet, Wasserlöcher und andere Punktemarker sind aus stabilen Karton. Eine Partie mit zwei Spielern dauert knapp 30 Minuten und ist so schnell gespielt, dass man gerne noch eine weitere dranhängt. Bis zu fünf Spieler dürfen sich beteiligen, das Spiel ist auch mit Kindern ab 10 Jahren sehr gut spielbar. Die sehr übersichtliche und verständliche Anleitung ist gerade mal vier Seiten lang und deutschsprachig. Da Durch die Wüste inzwischen schon viele Jahre auf dem Buckel hat, lohnt sich vielleicht ein Blick auf den Gebrauchtmarkt, wo man auch schon mal für unter 10€ für eine gut erhaltene Ausgabe finden kann, wenn’s nicht unbedingt eine niegelnagelneue Version sein muss. Bis aufs Cover gibt es inhaltlich keine Unterschiede zwischen alten und neuen Veröffentlichungen.

CraSy – Sylvie Rasch – Oberteile & Kleider aus Jersey nähen

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Das Buch „Oberteile & Kleider aus Jersey nähen – 1 Schnitt – 1000 Styles“ habe ich vorgestern von Feierabendfrickeleien zugeschickt bekommen, nachdem sie es von Sylvie selbst erhalten hat. Leider war die Verfügbarkeit zwischenzeitlich mehr so schlecht. Woran auch immer das lag, jetzt habe ich es ja.

Bereits seit Wochen habe ich auf das Buch gewartet und mein Stoff lag hier auch schon bereit. (Der wurde mir ebenfalls von Sylvie Rasch zur Verfügung gestellt.) Darum werde ich das Projekt auch ganz einfach als uUfo bezeichnen. Unfreiwilliges Ufo.

Nun gut, ich hab also dann den ganzen Mittwoch mit dem Buch verbracht und hatte einen tollen Vormittag.

Aber ich zäume das Pony schon wieder von hinten auf.

Sylvie unsere Strick- und Häkel-Hänsin-Dampf-in-allen-Gassen hat ihr erstes Nähbuch herausgebracht. Es geht um Shirtschnitte und nennt sich daher auch „Oberteile & Kleider aus Jersey nähen – 1 Schnitt – 1000 Styles“

Zu Beginn des Buches wird uns Sylvie kurz vorgestellt, dann folgt ein bebildertes Inhaltsverzeichnis mit 22 Designvarianten, die man nach dem Baukastensystem zusammensetzen kann.

Die Schnitte sind alle für elastische Stoffe gedacht. Der Jersey wird auch ausführlich vorgestellt und seine Besonderheiten erläutert. Mit ein wenig Erfahrung kann man, die Schnitte aber natürlich auch aus dickeren Stoffen, wie Sweat oder dünnerer Viskose nähen. Hauptsache, der Stoff ist elastisch. Auch diese Jersey-Varianten werden genau erklärt und ihre Besonderheite aufgezeigt.

Ich habe den Schnitt mit Wintersweat genäht und mich an Evelyns Tipp gehalten, eine Nummer größer zu nähen, als benötigt. Das war genau richtig. (Diese Tipps findet ihr im ganzen Buch, Evelyn ist die Schnittmacherin, die Sylvie unterstützend zur Seite stand und ihre Nähtipps sind wirklich simple und gut.)

Im Buch findet ihr auch eine genaue Auflistung der benlötigten Materialien zur Verarbeitung von Jersey und einen kurzen Exkurs zu Nähmaschinen. Vorgestellt werden die Haushaltsnähmaschine, die Overlock und die Coverlock. Ich habe mein Shirt komplett mit der Haushaltsnähmaschine genäht, da ich leider keine Coverlock oder Overlock besitze. Das ist ebenfalls möglich.

Sehr gut fand ich den Teil, der sich um den Schnitt dreht, da hier genau erläutert wird, wie mit dem Schnittmusterbogen umgegangen wird, dass Nahtzugabe bereits enthalten ist. (YEAH! Ich liebe es!) Dann gibt es auch noch Tipps zum stoffsparenden Zuschnitt und eine ausführliche Maßtabelle.

Ich bin ja wirklich sehr klein, bin in der Maßtabelle aber gerade noch vertreten. Die 34 wäre meine Größe gewesen, wenn ich nicht mit Sweat genäht hätte (Dann eine Größe mehr nehmen!). Die Shirts sind trotz der elastischen Stoffe alle recht figurbetont, wenn du es also lieber weit und bequem magst, dann solltest du hier genau überlegen, für welche Größe du dich entscheidest. Die Tabelle geht bis Größe 56, was ich recht umfangreich finde. Die Anleitung zum Zuschnitt ist bebildert und hat mir sehr geholfen, ich schneide immer recht chaotisch zu, hier war das sehr einleuchtend aufgezeichnet, das wird mir auch für andere Schnitte noch hilfreich sein.

Dann folgt eine Erläuterung zu den verwendeten Stichen und Nähten, das fand ich sehr ausführlich und für Anfänger gut erklärt. Ich hab es nur kurz überflogen, da ich eine so detaillierte Erklärung nicht mehr benötige.Hier geht es auch um die richtige Verarbeitung von Abnähern und das Nähen der Ausschnitte, sowie Säume und Abschlüsse. Die Zeichnungen fand ich dabei ausreichend, ich könnte mir aber vorstellen, dass ein totaler Nähanfänger hier gerne mehr sehen würde. Auch dafür ist gesorgt, auf Sylvies Youtube Kanal findet ihr Videos zur besseren Anschaulichkeit.

Dann folgt eine Erläuterung zum Baukastensystem. Hier findet ihr 12 Ausschnittvarianten, 12 Ärmelvarianten und 8 Abschlussvarianten. Diese kann man endlos miteinander kombinieren und so ganz unterschiedliche Shirts erstellen.

Ich habe mich für den Rundhalsausschnitt mit Bündchen, den langen Ärmelt mit Bündchen und das Bündchen als Abschluss entschieden. Alle Varianten beruhen auf einem Raglanschnitt. Das sollte einem klar sein, wer Raglannähte oder Shirts nicht mag, der wird hier nicht fündig, bzw. höchstens bei den Varianten ohne Arm.

Dann folgt der Teil, in dem die Schnittvarianten vorgestellt werden. Das sind wie gesagt 22, mit dem Handwerkszeug kann man aber natürlich noch viel mehr kombinieren.

Bei jeder Schnittvarianten ist der Materialverbrauch angegeben und es wird genau aufgeschlüsselt, wie der Zuschnitt erfolgen muß, bzw. welche Teile zuzuschneiden sind. Auch der Schwierigkeitsgrad wird angegeben. Den fand ich passend und nachvollziehbar zugeteilt. Ich habe mich für Variante Nr. 3 entschieden. Neben jeder Variante sind zusätzlich inspirierende Varianten Zeichnungen.

Irritiert hat mich zunächst die Teilungsnaht der Ärmel, die sorgt dafür, dass der Arm trotz Raglan eine schöne Schulterkugel hat. Wenn man sich das klar macht, stört es nicht mehr und führt halt zu einem gut sitzenden Shirt.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem Nr. 6, ein ärmelloses Top mit Tunnelzug, Nr 10, ein Shirt mit Voland und einer Bommelkante. Es werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, die Shirts in Kleider zu verwandeln. Ich bin sowohl mit den Anleitungen als auch mit dem Nähen gut klar gekommen.

Der Schnittmusterbogen hingegen war ein Desaster. Und ja, das muß man so krass ausdrücken, denn was der Verlag sich dabei gedacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Die Schnitte sind super, sitzen bei mir gut und das obwohl ich mit Raglan sonst immer mal meine Probleme habe, aber die für mich richtige Linie auf dem Bogen herauszuwuseln, war echt nicht leicht. warum man hier dann nicht mit zwei Bögen, einer für kleine, einer für große Größen arbeitet und die Schnittvarianten, wie Tunnelzug, Rundhals, etc. farblich kenntlich macht, erschließt sich mir nicht. Ich hatte hier wirklich Probleme meiner Schnittlinie zu folgen und würde mir wirklich wünschen, dass die Verlage hier mehr Sorgfalt walten lassen, denn das ist etwas, was nicht von den Autoren ausgeht. Hier wird an der wichtigsten Stelle eines Nähbuches an Platz und Druckfarbe gespart, das ist für den Endverbraucher leider echt ärgerlich. Ich habe es dennoch geschafft, mir meinen Schnitt zu zuschneiden und zu nähen, aber das fand ich wirklich nervig. Ich träume allerdings ja immer noch davon, dass es endlich fertig ausgeschnittene Schnittbögen gibt, die man nicht erst noch übertragen und ausschneiden muß. Ich weiß, das ist ein Wunschtraum.

Mit meinem Shirt bin ich sehr zufrieden. Es sitzt gut, auch unter den Armen und ist sportlich und dennoch figurbetont. Einzig den Ausschnitt würde ich nächstes Mal etwas enger machen. Das ist aber ja eine Anpassung an meinen persönlichen Geschmack. Ich fühlte mich von dem Buch gut angeleitet und betreut während des Nähens und denke, dass es auch für Anfänger gut geeignet ist, sich mit den ersten Jerseynähprojekten auseinander zu setzen.

Fakten

Schnittmuster: Variante Nr 3 aus dem Buch „Oberteile & Kleider aus Jersey nähen – 1 Schnitt – 1000 Styles

Stoffverbrauch: 130 cm Sweat von Crasy Sylvie  / 40 cm Bündchen von Stick & Style

Modifikation:  keine / Größe 36

Mit dem Beitrag hopse ich zu den Linkparties zu den Lieblingsstücken, zu Sew La La, zu Woman on Fire, sowie zu Caros Fummeley.

 

Nähen mit Vegatex

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Frau Feierabendfrickeleien und ich haben „Nähen mit Vegatex“ bereits im Frickelcast besprochen. In Episode 21 findet ihr alles, was wir dazu zu sagen hatten.

Heute könnt ihr dann die ausführliche Rezension hier auf dem Blog lesen.

Viel Spaß damit!

Nähen mit Vegatex hat mich leider kolossal enttäuscht. Ich hatte mich vom tollen Cover und kurzem Durchblättern animieren lassen, es auszuwählen und habe dann erst Zuhause einen weiteren Blick riskiert.

Aber fangen wir vorne an. Das Buch „Nähen mit Vegatex“ ist ein schmales Hardcover aus dem Topp-Verlag und beschäftigt sich mit kleinen Projekten aus veganem Leder. Allerdings hier hauptsächlich Vegatex. Das läßt der Titel bereits erahnen, dass im Buch jedoch jegliche andere Variante veganen Leders einfach unterschlagen wird und es nicht mal den Hinweis gibt, was es da noch so gibt, fand ich schon mal sehr seltsam. Schließlich habe ich hier keine kostenlose Werbelektüre für die Marke Vegatex in der Hand, sondern ein Buch zum Nähen mit Ideen für Leder ohne Tier. So steht es zumindest auf dem Einband.

Dann habe ich nach Vegatex gegoogelt und mir hat es bei den dort aufgerufenen Preisen den Atem verschlagen. Das Basis Vegatex ist noch vergleichsweise erschwinglich, will man dann aber Vintage haben, ist man bei 69,90 Euro für 100 x 75 cm. Sorry, das ist selbst mir deutlich zu viel. Ich gebe viel Geld für Nähutensilien und Stoffe aus, aber das? Nein.

Da ist man mit dem immer noch teuren SnapPap ( Amazon Affiliate Link) oder dem Texipap ( Amazon Affiliate Link) deutlich besser bedient.

Vorgestellt werden im Buch die Varianten Basic, Effekt und Vintage, auch hier kein Wort über Alternativen. Dann folgen Pflegehinweise und Tipps zur Schnittmusterübertragung, die sehr knapp und kurz gehalten sind und teilweise ist die Buchseite nur zur Hälfte mit Text und Bildern gefüllt. Sowas suggeriert ja immer, dass ein Buch viele Seiten hat, letzendlich ist aber doch wenig Inhalt da. Auch das mißfällt mir sehr.

Weiterhin werden Hinweise gegeben, wie man sein Vegatex schöner gestalten kann, durch Falzen, Färben oder Bemalen, Stempeln, Drucken, Prägen, Stanzen, hier gibt es unendliche Möglichkeiten, leider ist alles mit winzigen Bildern versehen, die mir hier nicht großartig weitergeholfen oder mir gar eine Idee gegeben haben. Platz für größere Bilder wäre da gewesen, aber auch hier immer wieder unbedruckten Teilseiten.

Anschließend folgt der Teil mit den Modellen. Im Buch sind 24 Modelle und davon sind allein 5 Armbänder. Ich sag mal so, das ist eher so: naja. Zumal diese sich auch lediglich in Designvarianten unterscheiden.

Bei jedem Muster ist in einem Kästchen der Materialbedarf, Angaben zum Zuschnitt und der Schwierigkeitsgrad angegeben.

Dann folgen mehrere kurze Absätze zum Nähen, hier dann leider keine Bilder zur Anleitung, nichts. Bei den Armbändern ist das noch machbar, spätestens beim Geldbeutel habe ich keine Idee mehr, wie hier was genau aufeinander zu legen ist, da mich auch die Anleitung nicht wirklich erhellt und eher umständlich formuliert ist.

Sehr schade. Meine Lust etwas aus dem Buch zu nähen, war bereits beim Preis für Vegatex nur noch marginal vorhanden. Hier entschwand er dann komplett.

Das Armband mit Geflecht hatte es mir dann aber doch angetan und ich wollte zumindest kurz ausprobieren, wie das aussieht. Der Schwierigkeitsgrad ist hier, wie bei den anderen Armbändern mit 1 angegeben, also sehr leicht. Nun Sorry, allein die sehr kleinen Schnitte auf das Vegatex zu setzen, ist weit von sehr leicht entfernt. Das dann noch zu verweben, mit der nur sehr dürftigen Zeichnung auf dem Schnittmusterbogen, war alles andere als sehr leicht. Überhaupt fand ich die Schwierigkeitsgradangaben eher dürftig und wenig zutreffend.

Und wo ich gerade den Schnittmusterbogen erwähne, der ist leider so fest ins Buch geklebt, dass es mir trotz Zuhilfenahme eines Skalpells nur gelang ihn zu entfernen, indem ich den Einband beschädigte. Sowas stört mich und mag ich gar nicht. Das ist echt ätzend.

Ich war dann leider auch von den weiteren Nähideen eher nicht so überzeugt. Das lag vorallem auch an den teilweise wirklich schlechten Fotos, die weder Größe noch Form des Objekts gut erkennen ließen, aber auch an der echt nicht guten Umsetzung auf den Fotos. Ich näh oft nicht so akkurat oder sauber, hier sind krumme Schnittkanten und unsaubere Nähte auf einem Foto in einem Buch abgedruckt. Ne sorry, wenn die Autorin das schon nicht ordentlich hinbekommt, wie soll ich da was Schönes draus zaubern? Und die Bilder in einem Bastel- / Nähbuch dienen doch dazu, abzubilden, worauf man achten sollte, bzw. das Projekt zu zeigen, damit man sieht, was man nähen möchte. Vorallem bei den Täschchen und Geldbeuteln hat es mich total gestört, dass man das Innenleben nur auf winzigen Bildern sieht und da auch die Aufteilung nur erahnen kann. Hier wird teilweise auch ein Reißverschluss eingesetzt, hätte ich nicht bereits bei Pattydoo einmal einen Reißverschluss in ein Reisetui genäht, hätte ich nicht den Ansatz einer Idee, wie das funktionieren könnte, anhand von Anleitung und Bildern im Buch. Da hilft mir schlicht nichts weiter.

Bei manchen Projekten war ich gänzlich ratlos, warum man das nähen sollte und wozu es gut ist. Die Kleine Box oder die Schalen zum Beispiel.

Das einzige, was mir halbwegs innovativ vorkam, war die Rolle Backgammon. Gut, ich würde jetzt auch kein Backgammon Spiel nähen, aber hier kam wenigstens ein bißchen Idee und Innovation raus und nicht das Gefühl, etwas ähnliches schon 20 Mal im Netz gesehen zu haben.

Ich find es immer Schade, wenn mir ein Buch so unfassbar mißfällt, klar ist das individuell, aber hier hab ich am Ende wirklich nur gedacht: „Und dafür sind Bäume gestorben?“.

Mich konnte Nähen mit Vegatex überhaupt nicht begeistern. Gestört hat mich außerdem, dass man nicht bereits von außen die Autorin erkennen kann. Karin Roser findet man erst im Buch. Hier ist ein Interview auf Youtube mit ihr: Klick!