Splendido von Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Das Splendido-Magazin dürfte jedem, der die italienische Küche liebt, ein Begriff sein, nun wagen sich die beiden in die Welt der Kochbücher und liefern mit Splendido ein Kochbuch* ab, das mich unglaublich fasziniert hat.

Die klassische Italienische Küche, da denken wir hier in Deutschland an Pizza, Pasta und vielleicht noch an Antipasti und das war es auch schon. Meine Reise in die Toskana vor einigen Jahren hat mir gezeigt, dass italienisch Kochen so viel mehr ist, als nur Zutaten auf rundem Teig oder Nudeln mit Soße.

Und genau die Feinheiten, die mich damals so begeistert haben, finden sich in diesem Kochbuch. Ein Traum.

Danke für viele Erinnerungen, beim Durchblättern und tolle Ideen für unsere Essensplanung. Das Buch besteht aus Vorwort und 5 Hauptteilen, Antipasti, Primi, Secondi, Contorni und Dolci, dann folgen ein Teil zur frischen Pasta, eine kleine Produktkunde, Speisekarte und Register.

Die Aufmachung ist sehr clean, modern, mit einem Hauch 70er Jahre Italienurlaubscharme.

Wichtig ist es dabei sich nicht an grammgenaue Zutatenlisten zu halten (die findet man im Buch auch gar nicht), was ich wunderbar finde, halte ich mich doch eh nie daran und nehme hiervon etwas mehr und davon etwas weniger, ganz nach eigenem gusto. Es geht darum neue Ideen zu bekommen, Inspiration zu tanken und dabei neue Geschmäcker kennen zu lernen, sich einzulassen und gleichzeitig bewußter zu konsumieren und zu ernähren.

Im Bereich Antipasti gibt es gleich zu Beginn einen Knaller „Rohe Artischocke“. Hab ich noch nie gegessen und kann mir auch nicht recht vorstellen, wie das wohl schmeckt und möglich ist, schließlich ist die Artischocke ein widerspenstiger Geselle bei der Zubereitung. Das eigentliche Rezept wäre wohl in drei Sätzen beschrieben, die Zutatenlist ist exklusiv aber übersichtlich und trotzdem füllt hier die Liebe zur Artischocke eine ganze Seite, traumhaft. Mag ich. So sollen Kochbücher sein.

Überhaupt findet sich im Bereich Antipasti eine Menge rohes, aber dennoch gut zubereitetes Zeug. Rohe grüne Mandeln zum Beispiel, die es hier leider viel zu selten gibt und auf die ich mich jedes Jahr freue, weil sie so köstlich sind.

Die Sache mit den fehlenden Mengenangaben war kein Scherz. Hier wird nicht angegeben, wie viel man braucht, das Buch ist also eher nichts für den Anfänger am Kochtopf und auch nichts für diejenigen, die sich gerne Punkt genau an ein Rezept halten, es für all jene, die wie ich gerne mal etwas mehr oder etwas weniger nehmen und sich ausprobieren.

Neben den Rezepten, die immer auch mit einem Foto vom fertigen Teller versehen sind, finden sich auch Fotos aus Italien im Buch, keine klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern modern Fotografie von Alltagsszenen. Gefällt mir unglaublich gut und ich fühlte mich sofort wieder in die Toskana versetzt.

Fast geweint vor Glück hab ich, als ich endlich in einem Kochbuch meine frittierten Zucchiniblüten fand. Mein Leibgericht, dass es hier leider nur sehr selten gibt, weil die Blüten kaum erhältlich sind.

Im Primi-Teil finden sich dann die italienische Minestrone, verschiedene Risotto, Polenta, Penne all’Arrabbiata, Spaghetti mit Salbei und Butter und viele Pastagerichte mehr. Die meisten Zutaten sind auch hier im Supermarkt leicht zu erhalten, manches, wie zum Beispiel meine Zucchiniblüten oder Mönchsbart gibt es hier leider nur selten.

Im Bereich Secondi finden sich feine Gerichte, wie pochiertes Ei auf Kartoffelpüree mit weißen Trüffeln, gefüllte Artischocken, Pepose (habe ich in Florenz gegessen und fand es unglaublich lecker), geschmorte Rindsbäckchen und viele weitere gute Dinge.

Contorni führt uns dann zum Insalata Mista, Ofenradicchio, ofengebackene Zwiebel und rote Bete und anderen Gemüsegerichten.

Schwierig fand ich dann so ganz ohne Mengenangaben den Kuchen bei Dolci, denn beim Backen müssen die Mengenverhältnisse stimmen und ich kenne mich da nicht so gut, aus, dass ich damit klar käme, aber was sag ich, auf den zweiten Blick, nämlich im Text finden sich dann hier sehr wohl Mengenangaben und damit bekomme ich auch einen Kuchen zu stande. Sehr gut. Aber auch Gelo die Anguria, Zabaione, Panna Cotta und Biscotti finden sich hier. Köstlich…

In den weiteren Kapiteln finden sich für den wahren Foodliebhaber dann noch viele Informationen und eine Art kleine Produktkunde, hat mich schlauer gemacht und mir das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.

Sehr gut fand ich auch den Abschnitt Speisekarte, der die Gerichte in Jahreszeiten einteilt und vegan, vegetarisch, Fisch, Fleisch unterteilt und mit Farb und Zeichencode anzeigt, wo man as Gericht simple in vegan oder vegetarisch umwandeln kann.

Danke, bitte mehr davon.

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