Taschen und Täschchen selbstgenäht von Edwige Foissac

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Das Buch „Taschen und Täschchen selbstgenäht*“ von Edwige Foissac aus dem Stiebner Verlag liegt schon länger auf meinem Schreibtisch, weil ich immer noch die Hoffnung habe, den Einstieg ins Taschen Nähen zu finden. Jetzt endlich habe die Zeit dafür gehabt.

Der Inhalt ist in vier Teile geteilt. Zu Beginn werden einige Grundbegriffe (zum Beispiel das Nähen von Ecken) erläutert und Vorbereitungen bevor man loslegt besprochen. Dann folgen drei Abschnitte, nämlich „einzigartige Täschchen und besondere Portemonnaies“, „Hübsche Taschen bunt gemixt“, „Hübsche Etuis“.

Bei jedem Täschchen ist die Größe, der Schwierigkeitsgrad, das Material und die Nahtzugabe angegeben. Dazu gibt es tolle Tragebilder und Detailfotos zu den Arbeitsschritten, die wirklich sehr übersichtlich und fast schon selbst erklärend sind. Ich find einige der Täschchen sehr verspielt und für Erwachsene sehr bunt. Manche sind deutlich eher für Kinder oder Jugendliche geeignet. Einige kann man aber durch eine dezentere Stoffwahl aber ganz sicher auch in alltagstaugliche Hingucker verwandeln. Die Beuteltasche Solveig gefällt mir da sehr gut und hier kann man auch schön Paspeln üben.

Das Buch ist sehr großformatig, was ich bei Nähbüchern eigentlich sehr schätze, da sie dann auch neben der Nähmaschine gut zu lesen sind. Hier ist es allerdings so, dass vergleichsweise viele Freiflächen im Buch sind. Da hätte man aus meiner Sicht eine größere und dickere Schriftart wählen können und vorallem die Überschriften in Schreibschrift, finde ich wirklich sehr schlecht lesbar.

Die Anleitungen kommen alle ohne schwer beschaffbare Spezialsachen aus, die Materialien bekommt man alle im gutsortieren Nähladen.

Besonders gut hat mir die Fuchstasche gefallen, die finde ich wirklich hübsch und der Taschenorganizer ist richtig zweckmäßig und brauchbar, den werde ich vermutlich nachnähen. Im Buch wird viel mit Materialien gespielt, so näht man die transparente Tasch Nine aus Klarsichtfolie bzw. transparentem Wachstuch. Sowas mag ich.

Die beiden beiliegenden Schnittmusterbögen sind überschaubar und auf den ersten Blickl fehlt nichts. Durch Farben und gestrichelte Linien kann man die Schnitte voneinander unterscheiden. Es überlagert sich nicht zu viel, so dass man wirklich gut abpausen kann. Das fand ich sehr gelungen.

Die Bilder bei den Anleitungen der Schnitte zeigen genau, wie man falten oder abstecken muß. Beim Abstecken wird viel mit Clipsen gearbeitet, also eher auf Nadeln verzichtet. Das mache ich ja auch sehr gerne. Ich hasse Stecknadeln und arbeite sehr gern mit Clipsen.

Aufgrund der wirklich unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad und der guten Erklärungen, denke ich, dass es sehr gut geeignet ist, um auch einen ambitionierten Nähanfänger ans Nähen von Taschen heranzuführen. Für die ein oder andere Tasche benötigt man (je nach gewähltem Material) eventuell eine etwas leistungsstärkere Nähmaschine oder bei sehr filigranen Teilen etwas Übung.

Grundsätzlich würde ich (trotz meiner Probleme mit den gewählten Schriftgrößen und Schriftarten) das Buch für jemanden, der sich ans Taschennähen herantasten will absolut empfehlen. Ein Grundverständnis vom Nähen sollte allerdings bereits vorhanden sein.

Viel Spaß!

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