How to change everything von Naomi Klein

*Werbung / Rezensionsexemplar

Das Buch von Naomi Klein und Rebecca Stefoff* richtet sich vorallem an junge Leser und ich würde es eher als Jugendbuch einsortieren. Die gut informierte 14jährige findet hier Texte und Erklärungen, die beweisen, dass auch einzelne und wenige Menschen viel bewegen können. Dabei finde ich den Schreibstil recht eingängig und die ausgewählten Beispiele: Greta Thunberg, Exxon Knew, Standing Rock und einige weitere durchaus lesenswert und gut dargestellt. Dabei ist das Buch, wie bei einer amerikanischen Autorin zu erwarten sehr US lastig und läßt viele Dinge, die hier in der EU eine Rolle gespielt haben, eher außen vor. Ein wenig irritiert hat mich zum einen das fehlende Quellenverzeichnis/ Fußnoten, zum anderen die extrem dogmatische und schwarz weiße zeichnende Herangehensweise. Das fand ich stellenweise wirklich enorm anstrengend zu lesen. Dabei sind die Ansätze die Klein in den Raum wirft, durchaus bedenkenswert, welchen Planeten wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Warum tun wir nicht schon lange etwas gegen Umweltverschmutzung und Raubbau an unserer Natur?

Im großen Ganzen werden hier die richtigen Fragen gestellt, die Antworten bleiben aber vage und etwas dürftig. Tut was, aber was genau, da fällt auch Naomi Klein nicht so richtig viel zu ein.

Eine Anleitung um alles zu ändern und im Zweifel sogar zu verbessern findet sich im Buch nicht, wer das also aufgrund des Titels erwartet, der wird enttäuscht sein.

Eine Auflistung der Dinge, die bereits aufgrund der Initiative einiger weniger geändert wurden, die findet sich sehr wohl im Buch und das ist aus meiner Sicht gar kein schlechter Ansatz.

Wenn ich mir ansehe, dass wir immer noch Menschen haben, die der Meinung sind, der Klimawandel wäre ein Hoax und wir könnten einfach so weiter machen, dann ist dieses Buch nötig und wenn es unseren Kindern und Jugendlichen nur aufzeigt, dass sie durchaus in der Lage sind für Dinge, die ihnen wichtig sind einzustehen.

Als erwachsene Leserin fand ich das Buch informativ, aber hier und da auch etwas sehr verkürzt oder vereinfacht dargestellt. Das Buch nimmt die LeserInnen an die Hand und mimt den allwissenden Erklärbären, das mag für sehr junge Leser funktionieren, für jemanden, der sich durchaus seine eigenen Gedanken macht, bleiben viele Fragen offen und Quellenangaben für eine Vertiefung der Themen fehlen leider komplett.

Ich bin in meiner Bewertung also ein wenig zwiegespalten. Einerseits eine neue Art der Herangehensweise und eine mutmachende Berichterstattung, andererseits auch keine wirklichen Lösungen.

Lesenswert war es aber durchaus und das auch durchaus flüssig und zügig.

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