Adventskalendertürchen 20 – stolz wie wolle

Im heutigen Adventskalender findet ihr Nadja von Stolz wie Wolle

Türchen auf!

Der Blog gehört Nadja:

Weihnachten und ich – eine große Liebesgeschichte

Als ich mich für den Adventskalender bei Jane bewarb, hatte ich tatsächlich die Hoffnung, dass wir dieses Jahr doch Weihnachtsmärkte besuchen könnten, um mit lieben Freunden und der Familie Glühwein oder warmen Kakao zu trinken. Doch leider wird daraus in diesem Jahr nichts, zumindest nicht so, wie wir es bisher kannten. Aber ich habe immer noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass wir an Weihnachten doch mit der ganzen Familie feiern können.

Ich möchte euch heute ein bisschen mit meiner Liebe für die Weihnachtszeit anstecken – zumindest werde ich es versuchen.

Vielleicht kennen einige von euch die Gilmore Girls – Laurelai (die Hauptrolle) hat eine besondere Beziehung zum Schnee. Sie sagt immer: „I smell snow“ – „Ich rieche Schnee“ – kurz bevor es anfängt zu schneien. Und irgendwie ist es für mich so ähnlich mit der Weihnachtszeit – wir haben eine ganz besondere Beziehung.

Das fing schon als Kind an. Ich habe wirklich jedes Jahr „Weihnachten in Bullerbü“ gelesen – ohne das war es einfach kein Weihnachten. Und ich musste auch immer die „Fünf Freunde auf neuen Abenteuern“ hören, denn die Folge spielt zur Weihnachtszeit.

Als Kind konnte ich es nicht abwarten, mein Zimmer zu schmücken. Bei uns zu Hause hat man das immer nach Totensonntag gemacht. Nicht, dass ich gewusst hätte, was der Totensonntag ist, aber es war klar: am Montag nach der Schule geht es los!

Damals war die Weihnachtsdekoration sehr bunt, mit einer leuchtenden Weihnachtsstadt aus Keramik dekoriert mit Kunstschnee auf der Fensterbank und farbigen Lichterketten im Fenster – heute mit Kerzen, Herrnhuter Sternen im Fenster und meiner alten Pyramide – wobei: die Weihnachtsstadt gibt es immer noch. ;o)

Beides hat aber das warme Licht gemein, was mich wie ein Umhang umgibt. Ich fühle mich geborgen und irgendwie beschützt, ganz egal was für ein Schei… auf der Welt passiert oder welche Sorgen ich persönlich gerade habe.

Als Großstadtkind kenne ich natürlich die unfassbare Hektik in den Einkaufsstraßen, die genervten Mitbürger, die total gestresst sind und die vollen Parkhäuser. Aber ich sage euch, ich kann die überwiegend angespannte Stimmung ausblenden und ehrlich, ich bin sonst auch eher auf der Palme, als entspannt darunter. ;o)

Ich blende diese schlechte Laune aus, ich sehe nur die geschmückten Straßen, die glitzernden Lichter in der Dunkelheit, rieche den Duft von gebrannten Mandeln und höre die Weihnachtsmusik – die entweder aus Lautsprechern kommt oder tatsächlich aus einem Leierkasten. Ich liebe das! Mich stresst das nicht – ich wünsche sogar pöbelnden Menschen ein Frohes Fest und meine das auch so – was soll ich sagen: als Berlinerin könnte ich das auch sarkastisch meinen, tue ich aber nicht. Ich wünschte jeder könnte das so empfinden wie ich.

In Berlin gibt es eine Handvoll feiner Weihnachtsmärkte, die ich jedes Jahr besuche. Einer davon ist auf einer Art Bauernhof mitten in der Stadt. Es gibt dort viele Händler, die an ihren Ständen handgemachte Produkte aller Art anbieten und unter anderem einen unbeleuchteten Rundweg um die Felder. Man steht im Dunkeln an einer Schafweide sieht entfernt Lichter vom Gutshof und hört noch leise Weihnachtsmusik einer Amateur Bläsergruppe verkleidet als Weihnachtsmänner, während man einen warmen Quittenpunsch trinkt. Und wenn es dann eventuell sogar noch geschneit hat… hach DAS ist Weihnachten.

Spätestens wenn ich meinen Weihnachtsbaum schmücke, hat die Magie von Weihnachten mich vollständig gepackt. Wahrscheinlich haltet ihr mich für verrückt, wenn ich euch vorschlage, abends mit möglichst wenig Licht im Raum den Baum zu schmücken.

Aber das ist soooo toll – wirklich. Und wenn ihr fertig seid und dann im Schein der Lichter vor dem Baum sitzt, dann ist er da, der warme Umhang der Geborgenheit und dieser Tannenduft. Herrlich.

Und natürlich liebe ich Geschenke – gibt es etwas Schöneres als was Tolles geschenkt zu bekommen?

Ja! Etwas Tolles zu verschenken! Natürlich habe ich nichts dagegen auch einige (mehrere …*hüstel*) Geschenke für mich unterm Baum zu finden, aber ich freue mich fast mehr über die Gesichter meiner Lieben, wenn sie meine Geschenke auspacken und ich hoffentlich das Richtige gefunden habe. Ob gekauft, gestrickt, genäht oder oder…

Wenn man an Heiligabend – nachdem wirklich alle Geschäfte geschlossen haben – durch Berlin läuft oder fährt, dann überrascht mich meine eigene Stadt jedes Jahr wieder: So leise und so sanft, so friedlich und so versöhnlich für all die Zeiten an denen ich mal laut aufschreien will, weil ich meine Stadt so furchtbar unausstehlich finde.

Und dann lächle ich und freue mich, dass an Heiligabend sogar Berlin eine Liebesbeziehung mit der Weihnachtszeit hat.

Ich zünde jetzt die vierte Kerze an meinem Adventskranz an, höre schöne Weihnachtsmusik, trinke einen leckeren Tee , nasche Dominosteine und wünsche Euch allen einen schönen

4. Advent – mit Kerzenlicht, Weihnachtsplätzchen und dem Duft von Tanne.

Habt wundervolle Weihnachtsfeiertage und genießt das warme, geborgene Gefühl der Weihnachtszeit.

Eure Weihnachtselfe Nadja

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