Agathe

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Frau Fussi bereitet sich auf ihren Literaturabend am 06.10.20 vor.

Mehr Infos findet ihr hier: Klick!

Ich würde mich freuen, euch dort zu sehen.

 

Damit ihr trotzdem heute nicht ohne Leseempfehlung seid, findet ihr hier heute eine Rezension von mir.

 

Agathe*

von Anne Cathrine Bomann

aus dem Hanser Verlag

übersetzt von Franziska Hüther

Erstmal ein paar Worte zum Einband dieses einfach wunderschönen Buches. Es hat eine ganz zauberhafte leicht glänzende Optik, die an ein leinengebundenes Buch erinnert und die Zeichnung darauf sieht einfach hübsch aus. Ich hätte es vermutlich aufgrund des Einbandes schön gekauft, selbst wenn mich der Inhalt nicht interessiert hätte.

Aber er hat mich interessiert und zwar brennend.

Laut Klappentext zählt ein Psychiater die Tage bis zu seinem Ruhestand. Die Probleme seiner Patientinnen erscheinen ihm banal und ihrem Schmerz steht er hilflos gegenüber. Dann kommt Agathe.*

Die neue Patientin wirbelt alles durcheinander. Sie ist anders, fordernd, unausweichlich, direkt und zwingt ihn sich mit sich selbst zu befassen, seine Wünsche, Ängste,  Sorgen und Nöte werden in sein Bewusstein zurück gerufen.

Agathe* ist schwierig, sperrig, unangenehm und doch liebenswert, bezaubernd und faszinierend.

Ich finde Bücher über Therapie, schwierige und anstrengende Menschen und ihre Probleme immer sehr spannend und interessant. Ich würde eigentlich jedem raten, sich mit sich selbst auseinander zu setzen und die Therapie oder auch ein Coaching sind dafür sehr gut geeignete Objekte.

Bei Agathe* hatte ich wirklich Spaß beim Lesen, ich mochte den Ich-Erzähler trotz seiner bockigen und etwas starrsinnigen Art, hat er sich in mein Herz geschlichen und Agathe* dabei gleich mitgenommen.

Das Buch lädt gleichzeitig zum Nachdenken ein, über das eigene Leben, den Sinn, die Probleme, die Schwierigkeiten, die Absonderlichkeiten, alles was wir Menschen erleben, durchleben und überleben. Um Freundschaft, Verbundenheit und Zärtlichkeit.

Die Sprache ist dabei leicht und locker und das, obwohl es oftmals zwischen den Zeilen um wirklich schwere Themen geht.

Das Ende ist auf der einen Seite klar, auf der anderen noch offen und interpretierbar. Jenachdem, wie man sich auf das Buch einlassen möchte.

Ich mag sowas, es inspiriert mich.

Agathe* ist sicher hier und da ein Trigger für Menschen, die selbst ein Päckchen mit sich herum tragen, allerdings empfand ich das als wirklich gut und angenehm. Es weckt Hoffnung und sorgt für ein warmes Gefühl im Bauch beim Lesen.

Agathe* ist daher eine Empfehlung für alle, die sich gerne Fragen zum Sein, zum Sinn und zum Dasein stellen und jeden, der sich fragt, ob es das nun wirklich alles war.

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