Spinnkurs bei Chantimanou

Feierabendfrickeleien hat mich vor einiger Zeit besucht und Rockthewool hatte eine grandiose Idee, was wir machen könnten und von mir geheim beauftragt, hat sie dann auch direkt bei Chantimanou angefragt, ob diese an unserer Überraschungsidee mitwirken möchte und sie wollte.

Das war sehr cool, denn der Plan war ein Spinnkurs für Steffi mit der Königin der Spinnerei: Chantimanou

Tatsächlich haben wir es auch geschafft, die Klappe zu halten und Steffi hat erst bei der Passage des Ortsschilds „DOM-ESCH“ erkannt, dass es uns zu Rockthewool verschlägt und vermutete zunächst, dass wir gemeinsam Wolle färben würden….

Erst als dann Chantimanou auf den Hof gekurvt kam, ist bei Feierabendfrickeleien der Groschen gefallen, warum ich sie beackert habe, dass sie ihr Spinnrad doch bitte mitnehmen solle, ich wolle mir das so gerne mal ansehen… (Ja, ich kann grandios lügen, wenn ich muß…)

Das hatte Feierabendfrickeleien leider nicht gemacht, war aber gar kein Problem, denn Chanti hatte genug Räder für uns alle dabei. (Zwei von uns haben auf den Rädern von Woolmakers gesponnen und ich hatte das Reiserad von Chanti ein Louet Viktoria.

(Im Bild seht ihr übrigens unsere Botties im Einsatz) Und so bekamen wir erstmal eine kleine Faserkunde und dann ging es auch schon los, jede von uns rupfte sich ein paar Fasern ab und wir kurbelten diese durch unsere Spinnräder. Die einen mehr, die anderen weniger erfolgreich.

Rockthewool hat zum ersten Mal gesponnen und ich hatte ja am Spinnrad bisher auch nur bei Buttjebeyy mal gesessen und war da damals wenig überzeugt gewesen, dass ich das nochmal tun muß. Der Funke ist das einfach nicht rüber gesprungen.

Steffi hat mit ihrem Rad Zuhause ja bereits geübt und hatte auch direkt Technikerklärungswünsche an Chanti.

Während wir zwei Grünschnäbel also munter wilde Würmchen an den Rädern fabrizierten, hat Steffi schon sehr feine Garne zustande gebracht und Verzwirnen und den langen Auszug gelernt.

Frau Rockthewool war mit der Geschwindigkeit ihrers Fortschritts nicht ganz so zufrieden und ich hab natürlich wie immer nach dem Prinzip besser Fertig als Perfekt gearbeitet und fand der Einfachheithalber einfach alles toll, was da aus meinem Rad raus kam. Mit dieser Einstellung erleichtert man sich das Leben übrigens immens. Erstmal alles gut finden, was man macht, Feintuning geht dann, wenn man es kann immer noch.

Nach einiger Zeit des Übens, viel Unfug und Spaß haben wir allerdings alle drei Garne produziert, die man wenn auch nicht gleichmäßig, so doch auf jeden Fall verstricken könnte.

Steffis Faden sah dabei schon sehr professionell und dünn aus, während bei uns die Fadendicke von Lace zu Superbulky schwankte, macht aber nichts, denn wir waren stolz wie Oskar.

Toll war auch der gesponnene Regenbogen, den Chantimanou dabei hatte.

Sieht der nicht super aus?

Es war allerdings eine deutliche Lernkurve bei uns allen festzustellen und Chanti hatte alle Mühe, Steffis Technikfragen zu beantworten, meinen Unfug zu ertragen und meine rennschnell trampelnden Füßchen zu bremsen und dabei auch noch Frau Rockthewool bei der Stange zu halten, die ihren Perfektionismus auslebte. Drei komplett unterschiedliche Lerntypen und dann auch noch die Ganze Zeit Instagram und Video und Foto. Was soll ich sagen, Chanti hat das fantastisch gemeistert. Keine von uns fühlte sich zurückgesetzt, jede wurde betreut und da abgeholt, wo sie sich gerade hinmanövriert hatte.

Dabei hatte Chantimanou einen eingängigen und anschaulichen Erklärstil, so dass uns allen klar wurde, wie es funktioniert. Natürlich wurden wir durch einen einzigen Spinnkurs jetzt nicht die Profis am Spinnrad, aber wir haben das Prinzip verstanden, wissen wie man das Rad bedient, können kleinere Probleme selbst lösen und sind für weitere Abenteuer gerüstet.

Hier seht ihr unsere Ergebnisse. Könnt ihr zuordnen, was wer gemacht hat?

Außerdem haben wir unsere individuellen Probleme und Vorlieben kennengelernt.

Ich trete zum Beispiel unheimlich schnell und muß mich sehr konzentrieren, langsam und ordentlich zu arbeiten, wenn ich also irgendwann doch ein Spinnrad kaufe, brauche ich eines, das ich ausreichend bremsen kann, damit mir das Garn nicht aus der Hand gerissen wird.

Ich fand das alles hochspannend und neben dem Spinnen haben wir dann auch noch das Verzwirnen von Garnen gelernt, so dass wir wirklich alle am Ende versponnene und verzwirnte Garne in den Händen hielten, die wir tatsächlich verarbeiten können. Gehaspelt mit der Kreuzhaspel haben wir auch, das war fast schon Sport!

Und schaut mal, sogar ich habe einen feinen Faden hingekriegt:

Der Tag war wirklich super schön und ich weiß zwar, dass ich wirklich nicht noch ein Hobby brauche, aber so ganz weit weg ist das Spinnen mit einem Spinnrad nun nicht mehr.

Nun weiß ich, worauf ich achten muß und könnte mir mit Chantis Youtube Videos prima weiter helfen.

Wenn ihr auch einen Spinnkurs buchen wollt, schaut mal auf Chantis Homepage vorbei, guckt euch ihre Videos an und jetzt gerade gibt sie auch Kurse online.

(Warum ich auf dem Bild aussehe, wie ein Grottenolm, weiß kein Mensch, aber mein Gott, man muß zu seinen Schattenseiten stehen…)

Erlebt ihre entspannte und gelassene Art der Vermittlung von Wissen und habt ein wenig Spaß.

Hier findet ihr nochmal alle wichtigen Links zu Chantimanou :

Per Email an chantimanou@gmail.com

Blog: http://chantimanou.de/

Instagram: http://instagram.com/chantimanou

Facebook: http://facebook.com/chantimanou

Ravelry-Gruppe: http://ravelry.com/groups/chantimano-…

 

Für’s leibliche Wohl wurde natürlich auch gesorgt. Ich war mal wieder die Wurst:

Ein Kommentar zu „Spinnkurs bei Chantimanou

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  1. Hallo Jane,
    ich hatte euer Treiben auf insta verfolgt und mich amüsiert 🙂 Mein Spinnrad habe ich nach einigen Monaten wieder verkauft, ich habe einfach nicht genug Zeit und hatte immer das Gefühl, dem nicht gerecht zu werden. Wenn ich mal Freizeit habe, möchte ich stricken oder nähen. Beim Spinnen hatte ich immer das Gefühl, wenn ich da ein paar Tage nicht dran war, ich muss wieder von vorn anfangen.
    Bei euch sah es auf jeden Fall nach Spaß aus 🙂

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