Frau Fussi liest 03.01.2020

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Frau Fussi und ich rocken heute das Phantasialand zu unserem alljährlichen Antrittsbesuch.

Drückt uns die Daumen, dass wir in der Wildwasserbahn nicht zu nass werden und ich nicht aus dem Talocan kotze…..

Und während wir uns mit Churros vollstopfen, Geisterrikshah fahren und überhaupt eine Menge Spaß haben, (Wer wird wohl diesmal bei Maus O Chocolate gewinnen (ICH!!)) , hat Frau Fussi für euch wieder ein paar Buchempfehlungen und wer Frau Fussi mal live und in Farbe erleben will, der kann das demnächst auch tun…. mehr Infos dazu demnächst auf ihrem Instakanal. (Folgt ihr ihr da eigentlich schon? Nein? Und ihr lest gern Bücher? Ja? Na dann los und folgen… zackzack!)

Jetzt aber los hier kommen Frau Fussis Buchempfehlungen.

(Frau Fussi erhält seit Neustem auch immer mal wieder Rezensionsexemplare von Verlagen. Danke dafür! Ihre Meinung ist trotzdem immer ehrlich und unverfälscht und damit ihr klar seht, was sie gekauft hat und was ein Rezensionexemplar ist, steht es dabei.)

 

Ich und meine Mutter von Viviana Gornick

Penguin Verlag, ISBN 978-3328600305,

Übersetzung pociao  (Rezensionsexemplar)

Die Journalistin Vivian Gornick erzählt ihre Lebensgeschichte. Sie wächst als Kind einer jüdischen Arbeiterfamilie in Brooklyn auf. Über ihren Vater (er starb, als sie 13 war) und ihren Bruder erfährt man nicht viel. Die Frauen in ihrer Umgebung prägen Viviana sehr. Nach dem Tod des Vaters fällt ihre Mutter in eine langanhaltende Depression, die Vivian extrem zusetzt und nicht nur das. Die Unzufriedenheit ihrer Mutter belastet sie sehr. Sie unternimmt mit ihrer Mutter sehr viele Spaziergänge durch New York, auch noch, als ihre Mutter schon sehr alt ist. Das Verhältnis der beiden kann man nicht unbedingt als harmonisch und liebevoll bezeichnen.

Auseinandersetzungen und Streitereien sind eher die Regel. Die Art, wie sie über das Mutter-Tochter-Verhältnis spricht ist sehr reflektiert und schonungslos.

Es ist ein sehr gutes und für mich wichtiges Buch und ich bin sehr froh, dass es nach so vielen Jahren ins Deutsche übersetzt wurde.

Für mich war es auch noch ein kleiner Bonus, dass ich durch diese Spaziergänge, mal wieder in meiner Lieblingsstadt sein konnte.

 

 

Heimat von Nora Krug

Penguin Verlag, ISBN 978-3328600053

Die Autorin und Illustratorin Nora Krug lebt seit fast 20 Jahren in New York und erzählt uns in dieser wunderbar aufgemachten Graphic Novel über  ihre Familie und was für sie Heimat bedeutet. Die Gestaltung hebt sich durch Originaldokumente und Fotos von anderen Bücher dieses Genres ab.

Sie beleuchtet die Vergangenheit ihrer Familie besonders in der Nazizeit. Dabei erfährt man sehr viel, aber es bleibt auch einiges offen. Was, wie ich finde, ganz normal ist, da nicht mehr alle Zeitzeugen vorhanden sind und manches auch unausgesprochen bleibt.

Dieses Buch ist als Jugendbuch gekennzeichnet, es sollte aber von jedem gelesen werden.

Mich hat es sehr berührt!

 

Take That von Anja Rützel

Kiwi-Musikbibliothek, Kiepenheuer und Witsch, ISBN 978-3462053241

Der Verlag Kiepenheuer und Witsch brachte dieses Jahr vier Bücher heraus, in denen es um berühmte MusikerInnen und Bands geht. (Take That, Nick Cave, Die Toten Hosen und Frank Ocean) Weitere werden folgen . Vorgestellt werden diese Musikikonen von bekannten Persönlichkeiten.

In diesem Buch erklärt uns Anja Rützel ihre Liebe zu Take That und sie macht es grandios.

Sie und ihre Schwester haben diese Boyband geliebt und waren sehr schockiert, als die Band sich trennte. Sie erzählt witzig und ganz ohne Häme von dieser Zeit, als diese Jungs eine große Rolle in ihren Leben gespielt haben und es auch jetzt noch manches Mal tun.

Ich war zwar schon zu alt für diesen Hype, mochte aber einige Songs und vor allem nach der Trennung Robbie Williams.

Ein Muss für Musikfans! Das Buch über Nick Cave wird mein Nächstes sein.

Gerade gesehen, es gibt schon die nächsten drei Bücher, The Beatles, Leonard Cohen und Madonna. Ich muss also noch mehr kaufen.

 

 

Georg von Barbara Honigmann

Hanser Verlag, ISBN 978-3446260085

Die wunderbare Autorin Barbara Honigmann erzählt uns in diesem Buch die Geschichte ihres Vaters und ihrer Familie. Sie beginnt mit „Mein Vater hatte immer dreißigjährige Frauen. Nur er wurde älter“.

Sie beschreibt so liebevoll und unprätentiös  über die vier gescheiterten Ehen ihres Vaters, über sein Jüdischsein, seine Zeit in England als Journalist und die in der DDR. Auch ihre gemeinsame Zeit mit verschiedenen Stiefmüttern beschreibt sie sehr unsentimental und doch mit viel Wärme.

Man hat das Gefühl, dass dieser Mann nie richtig ankommt und immer wieder auf der Suche ist.  Es hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht.

 

Lieblingsbuch

 

Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden von Hédi Fried

Dumont Verlag, ISBN 978-3832183929

Übersetzerin Susanne Dahmann

Die Holocaust-Überlebende Hédi Fried besucht Schulen und Universitäten und erzählt den jungen Menschen über das Leben als Jüdin in Nazideutschland. Ihr werden dort sehr viele Fragen gestellt und 46 dieser Fragen und ihre Antworten befinden sich in diesem sehr schmalen, aber wichtigen Buch. Sie berichtet über die Deportation und „Leben“ im Konzentrationslager. Es ist für mich sehr emotional und bewegend und macht mich persönlich immer noch wütend.

Es sollte Pflichtlektüre in Schulen werden, damit nie in Vergessenheit gerät, was damals geschehen ist und nie wieder geschehen darf!

 

 

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