Frau Fussi liest 05.07.2019

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Frau Fussi kapert mal wieder den Blog und hat drei Buchempfehlungen für euch!

Schaut doch mal rein und sagt uns, wie euch die Bücher gefallen. Oder laßt Frau Fussi einen Kommentar da. Sie freut sich.

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich von William Kent Krueger

Piper Verlag, ISBN 978-3492058452

Übersetzerin Tanja Handels

Im Sommer des Jahres 1961 kommt der Tod in vielen Formen nach New Bremen. Als Unfall, als Selbstmord und als Mord. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Jake scheint der 13jährige Frank immer am falschen Ort zu sein oder am richtigen, schließlich liefert eine Leiche auch Stoff für gute Geschichten. Bis Franks Schwester Ariel verschwindet.

Diese Geschichte wird uns 40 Jahre später von Frank erzählt. Eine Coming-of-Age Geschichte in einer amerikanischen Kleinstadt. Die Charaktere sind sehr gut ausgebaut und glaubwürdig. Man fühlt die Atmosphäre dieses Sommers, den Geister der prüden 60er Jahre und wie es ist, in einem solchen Kaff zu leben, dessen Dorfgemeinschaft einem zur Seite steht, aber auch andererseits zu einer furchtbaren Handlung treiben kann. Ich mochte vor allem Frank und seinen kleinen Bruder Jake. Aber auch die anderen Figuren sind sehr gut und, da ist es wieder, glaubwürdig beschrieben. Trotz der traurigen Begebenheiten, ist es kein deprimierendes Buch. Es erinnert mich ein klein wenig an den Film „Stand by me“.

Ganz große Leseempfehlung.

 

Die jüdische Souffleuse von Adriana Altaras

Kiepenheuer & Witsch, 978-3462051995

Adriana ist Regisseurin an einem Provinztheater, in dem eine Mozart-Oper aufgeführt werden soll. Sissele, die Souffleuse sucht ihre Verwandten, die nach dem Zweiten Weltkrieg verschwunden sind. Sie ist überzeugt, dass nur Adriana ihr auf der Suche nach ihren Verwandten helfen kann.

Wie immer lasse ich mich von Adriana Altaras mitreissen, wenn sie erzählt, wie nervig, aber auch  wunderbar so eine Inszenierung ist. Das Sissele ihr gehörig auf den Wecker geht, sie aber auch Mitleid mit ihr hat. Wie Sissele es schafft, mit ihrer Beharrlichkeit sie doch dazu zu bewegen, ihr bei der Suche zu helfen und wie die Suche ausgeht.

Es ist eine Geschichte über das Theater und eine Geschichte über unsere Vergangenheit und die zweite Generation der Überlebenden des Holocaust.  Ich mag den Schreibstil von Frau Altaras. Leicht und schnell kommt er daher.

Große Empfehlung.

 

Irgendwann wird es gut von Joey Goebel

Diogenes Verlag, ISBN 978-3257070590

Übersetzer Hans M. Herzog

Dieses Buch enthält Kurzgeschichten über ein paar ganz normale Menschen in einer Kleinstadt in Kentucky. Sie kämpfen, trotz vieler Steine, die ihnen im Weg liegen, für ein kleines Stück Glück und wollen in den meisten Fällen lieber heute als morgen aus dieser Kleinstadt fliehen.

Das war mein erstes Buch von Joey Goebel, aber definitiv nicht mein Letztes, „Vincent“ werde ich schon bald lesen.

Hier geht es nicht unbedingt um Menschen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, aber um solche, die es manchmal schaffen, aus dem Schatten zu treten, manchmal auch nicht.

Er beschreibt diese Figuren so realistisch und liebevoll. Vor allem sein Schreibstil hat es mir sehr angetan. Ich freue mich schon auf seine anderen Bücher, die ich mir nun alle zulegen muss. Unbedingt lesen!

 

Max, Mischa & die TET-Offensive von Johan Harstad

Rowohlt-Verlag, ISBN 978-3498030339

Übersetzerin Ursel Allenstein

Max wächst in Stavanger, Norwegen, auf und muss im Teenageralter mit seinen Eltern nach Amerika ziehen, da der Vater dort ein lukratives Jobangebot bekommt. Er lernt dann bald Mordecai kennen, der sein bester Freund wird und Mischa, seine Liebe.

Da dieses Buch über 1200 Seiten hat, ist es sehr schwer, eine richtige Zusammenfassung hinzubekommen.

Es geht in diesem Buch um Freundschaft, Familie Liebe, Kunst, Theater und den Vietnamkrieg. Ein so wunderbar geschriebenes Buch, ruhig,  in das man eintaucht und sich einfach wohlfühlt. Für mich hätten es vielleicht ein paar Seiten weniger sein können, aber wirklich nur ein paar.

Sehr große Leseempfehlung und die Seitenzahl sollte einen nicht abschrecken.

 

Lieblingsbuch

Liebe Kitty von Anne Frank

Secession Verlag, ISBN 978-3906910628

Übersetzerin Waltraud Hüsmert

Nachwort Laureen Nussbaum

Anne Frank wollte nach dem Krieg unbedingt ein Buch schreiben, mit dem Titel „Das Hinterhaus“. Erst nach 75 Jahren ging ihr Wunsch in Erfüllung. Wer das Tagebuch der Anne Frank kennt, wird einiges wiedererkennen. Sie hat ihr Tagebuch selbst überarbeitet, leider nicht bis zum Ende, da die versteckten Menschen in der Prinsengracht und somit auch Anne entdeckt wurden.

Sie war so jung und schon so gut in ihrem literarischen Können. Jeder sollte das lesen, nicht nur wegen ihres Könnens, sondern auch, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

 

 

Ein Gedanke zu „Frau Fussi liest 05.07.2019

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 07.07.2019 | jetztkochtsieauchnoch

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